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Goldminen-Chef erwartet sinkende Goldproduktion

Die globale Goldmenge kann nicht sehr groß sein, andernfalls wäre Gold billiger – tatsächlich ist aber gar nicht bekannt, wie viel Gold es gibt. Seit Jahren geistert eine Schätzung durch die Welt, die davon ausgeht, dass insgesamt rund 170.000 Tonnen geschürftes Gold existieren, und würde man daraus zu einem Würfel gießen, hätte der eine Kantenlänge von etwa 20 Metern.
Es gibt allerdings auch Quellen, die das globale Goldvolumen mit 2,5 Millionen Tonnen deutlich höher ansiedeln, der Würfel daraus hätte allerdings auch nur 50 Meter Seitenlänge – man kann davon ausgehen, dass die Wahrheit irgendwo zwischen diesen Werten liegt. Für Goldanleger interessant ist aber die Frage interessant, wie schnell dieser Würfel in Zukunft weiterwachsen wird.

"Wir befinden uns genau am Produktionshöhepunkt"
Glaubt man Goldcorp-Chef Ian Telfer, dann wird sich die jährliche Produktionsmenge in Zukunft abschwächen. Seiner Ansicht nach wurden alle wichtigen Lagerstätten bereits entdeckt. Zur amerikanischen Financial Post sagte er: "Die Goldproduktion durch Minen ist in den letzten 40 Jahren relativ stabil gewachsen. Es kann sein, dass sie schon dieses Jahr zu Schrumpfen beginnt, es kann sein, dass sie ab dem kommenden Jahr abnimmt, vielleicht sinkt sie jetzt schon. Wir befinden uns genau am Produktionshöhepunkt" ("We're right at peak gold here").

Laut der Branchenorganisation World Gold Council (WGC) hat sich die globale Goldminenproduktion zwischen 2010 und 2017 von 2.744 auf 3.298 Tonnen erhöht, im Vorjahr konnte die Jahresfördermenge nur noch um ein Prozent erhöht werden. Das WGC erklärte bereits im September des Vorjahres, dass man nicht davon ausgehe, dass die aktuellen Fördermengen in Zukunft noch gesteigert werden können. Die Goldcorp Inc. spürt diese Goldverknappung bereits jetzt, zuletzt ging der Gewinn zurück, weil auch die Produktionsmenge sank. 2017 wurden 2,57 Millionen Unzen gefördert, ein Jahr davor noch 2,87 Millionen. Die gemäß WGC-Systematik berechneten nachhaltigen Förderkosten pro Unze lagen 2017 bei 824 US-Dollar.

Für den zukünftigen Preis seines "Produkts" ist der Goldminen-Chef optimistisch, er gehe davon aus, dass der Unzenpreis noch im Verlauf dieses Jahres die 1.500- oder sogar die 1.600-US-Dollar-Marke überschreiten werde.

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