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Flossbach erhöht, Jens Ehrhardt senkt Aktienquoten

Flossbach von Storch sieht durch die Kursrückgänge ein deutlich verbessertes Chance-Risiko-Verhältnis und hat daher Investments weiter auf- bzw. ausgebaut. Neu im Portfolio ist deswegen beispielsweise das deutsche Chemieunternehmen BASF.

Dadurch hat sich die die Kasseposition des fast €13 Milliarden schweren Fonds um vier Prozentpunkte reduziert.

„Wir gehen zwar davon aus, dass die Märkte volatil bleiben und die Kurse durchaus nochmal deutlicher zurücksetzen könnten. Allerdings würden wir das eher als eine weitere Möglichkeit betrachten, Opportunitäten wahrzunehmen denn als Vorboten eines großen Crashs“, so Bert Flossbach in einem aktuellen Marktkommentar.
Der Grund für den Optimismus des Kölner Vermögensverwalters ist, dass sich an den wichtigsten Parametern nichts verändert habe: Das Zinsniveau sei niedrig und bleibe dies auch; insbesondere in Japan und der Eurozone. Wichtig sei allerdings, dass in robuste Unternehmen investiert werde, die auch in turbulenten Zeiten das Vermögen bestmöglich erhalten. Ergänzt wird das Portfolio durch eine Position von 10,5% in Edelmetalle und eine Kasse von 12,1%.

Jens Ehrhardt warnt
„Wir sind insgesamt vorsichtiger in unserer Allokation geworden. Dabei war vor allem der technische Punkt der sogenannten Blackout-Periode im Oktober in den USA für uns wichtig. Dann sind nämlich keine Aktienrückkäufe der Unternehmen möglich. Dieser Umstand gepaart mit den rund $50 Milliarden die den Märkten monatlich von der Fed entzogen werden, sorgt dafür, dass wir vor dem Oktober unsere Aktien-Allokation gesenkt haben“, erläutert Jens Ehrhardt in einem Gespräch mit Citywire Deutschland.

Die große Gefahr für 2019

„Der US-Markt war im laufenden Jahr durch die massiven Aktienrückkaufprogramme und das Steuerprogramm von Donald Trump sozusagen gedopt. Denn die Überschussliquidität deutet auf eine Abschwächung der Wirtschaft hin“,.
Deswegen sollten sich Investoren nicht ausschließlich auf die USA konzentrieren. Europa sei immer noch günstiger bewertet und würde von einem starken US-Markt zum Jahresende auch mitgezogen werden.

Dabei macht Ehrhardt für das kommende Jahr vor allem eine große Gefahr aus: „Die größte Gefahr für das Jahr 2019 wären vier Zinsschritte in den USA. Das hat die Fed zwar auf ihrem Plan aber der Markt preist das nicht wirklich ein beziehungsweise glaubt nicht an vier Zinsschritte. Falls die Fed das aber wirklich durchziehen würde, sollte man besser keine Aktien mehr halten; dann wäre große Vorsicht geboten!“

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