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DASX überwiegend in ausländischer Hand

Das wichtigste Börsenbarometer Deutschlands trieb Anlegern zuletzt eher den Schweiß auf die Stirn. Nach der starken Korrektur Ende Januar, die den DAX gut 1.500 Punkte kostete, ging es im Februar, März und zuletzt im Mai weitere Male um mindestens 500 Punkte abwärts. Der-Kurs-Berg-und-Talfahrt zum Trotz schütteten die DAX-Konzerne Dividenden in Rekordhöhe aus. Von den guten Erträgen profitieren inländische Investoren nur eingeschränkt. Die Mehrheit der Wertpapiere befindet sich im Besitz ausländischer Investoren. Die Mehrheit der Dividenden fließt damit ab. Auch private Anleger nehmen nur sehr geringfügig Anteil an den Kursentwicklungen. Das sind die Kernaussagen einer kürzlich von der Wirtschaftsprüfergesellschaft Ernst & Young veröffentlichten Studie.

Mehrheit der Dividenden geht an ausländische Aktionäre
Nach der Erhebung besitzen ausländische Investoren gut 54% der DAX-Aktien. Gegenüber dem Vorjahr stieg ihr Anteil um 1,5 Prozentpunkte. Deutsche Anteilseigner kommen auf 36%. Ihr Anteil sank im Vorjahresvergleich um fast zwei Prozentpunkte. Mathieu Meyer, Mitglied der Geschäftsführung bei Ernst & Young, wundert die Beteiligungsstruktur nicht. Da die Konzerne einen Großteil ihrer Umsätze auf ausländischen Märkten erwirtschafteten, liege eine Beteiligung ausländischer Investoren auf der Hand, so Meyer. Keine geographische Zuordnung konnte bei knapp zehn Prozent vorgenommen werden. Aus dem europäischen Ausland stammen rund 28% der Investoren. Die andere große Anlegergruppe kommt aus den USA (21%). Erstaunlich scheint, entgegen der großen Schlagzeilen um chinesische Beteiligungen und Firmenübernahmen, dass aus dem Rest der Welt inkl. Asien nur insgesamt sieben Prozent der Investoren stammen.
Bei fünf Unternehmen liegen der Auswertung zufolge mehr als 70% der Aktien in der Hand ausländischer Investoren. Bei 19 der 30 Unternehmen (Vorjahr: 17 von 30) sind mindestens 50% der Anteile in ausländischer Hand.

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