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BlackRock Rohstoff-Update:„Energieaktien mit großem Aufholpotenzial“

Drohender Handelskrieg, Brexit, Datenschutz in sozialen Netzwerken: Die Finanzmärkte leiden aktuell unter politischen Ungewissheiten. Um die globale Konjunktur ist es dennoch weiterhin gut bestellt, wodurch auch die Inflation steigt. Dem Statistischen Bundesamt zufolge kletterten die Verbraucherpreise in Deutschland im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent. In den USA lag die Teuerungsrate im selben Zeitraum bei 2,4 Prozent. Das Marktradar „BlackRock-GPS“ deutet darauf hin, dass sich der Trend fortsetzt.

In den vergangenen 45 Jahren haben sich Rohstoffrenditen in Zeiten besonders hoher Teuerung deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt. Wir von BlackRock halten trotz des nach wie vor niedrigen Ölpreises vor allem eine Aufholjagd von Energieaktien für möglich. Das Segment hat sich langsam aber sicher vom breiten Aktienmarkt entkoppelt und ist günstig bewertet.
Ein Treiber einer möglichen Neubewertung von Energieaktien ist die brummende Weltwirtschaft bei gleichzeitig stagnierendem Angebot. Die Reserven am Ölmarkt sind knapper als viele Experten annehmen. Jüngste Erhebungen zeigen, dass die Rohölbestände deutlich zurückgehen. Hat die gute Konjunkturlage Bestand, dürfte das Vertrauen des Marktes in die Nachhaltigkeit des Ölpreisniveaus wachsen. Ein weiterer Motor für Energieaktien sind nachhaltige Veränderungen in Unternehmen selbst. Die meisten Firmen verfolgen kein Produktionswachstum, sondern konzentrieren sich stattdessen auf Aktionärsrenditen. Jüngst haben einige Firmen Anreizstrukturen für ihr Management überarbeitet und Aktien zurückgekauft. Im Jahr 2016 passierte gleiches in Bergbauunternehmen. Die Maßnahmen erwiesen sich als Renditemotor.

Maßnahmen erwiesen sich als Renditemotor.
Neben Energieaktien haben auch Wertpapiere aus dem Bergbausektor Potenzial. Dort wird das Preisniveau ebenfalls durch ein hohes Nachfrageniveau gestützt, obwohl kein signifikanter Anstieg absehbar ist. Die im Vergleich zu anderen Wertpapieren höchst volatilen Aktien des Segments sind mit ihren hohen freien Cash-Flow-Renditen dennoch für Investoren interessant.
In den kommenden zwölf Monaten wird die Masse der Anleger die Attraktivität von Bergbauaktien voraussichtlich verinnerlichen und den Sektor völlig neu bewerten – vor allem, weil allgemeine Markttrends nicht so leicht auf ihn übergreifen.

Investitionsstau im Bergbau
Risiken gehen für die Bergbaubranche von einer möglichen, jedoch relativ unwahrscheinlichen chinesischen Wirtschaftskrise und einem – wie in der Energiebranche – selbst provoziertem Investitionsstau in aus. In den vergangenen 18 Monaten haben zahlreiche Manager Ausschüttungen an Aktionäre erhöht und Ausgaben für neue Projekte gedrosselt.

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