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Anlegerumfrage deckt utopische Renditehoffnungen auf

Mehr ist nicht genug – nach dieser Devise scheinen die meisten Investoren vorzugehen. Trotz mehrerer Rückschläge an den globalen Kapitalmärkten in den vergangenen 15 Jahren sind ihre Renditeerwartungen von der Realität weit entfernt.
Wer sein Geld in Aktien und andere Assetklassen investiert, erwartet sogar immer höhere Erträge. Das ist das Ergebnis der "Global Investor Study 2018", für die der Vermögensverwalter Schroders mehr als 22.000 Anleger in 30 Ländern befragt hat. Aktuell wollen Investoren mit ihren Anlagen im Schnitt einen Ertrag von mindestens 10,1 Prozent erzielen, zusammengesetzt aus Dividenden- und Zinseinkünften sowie Kursgewinnen – ohne Einrechnung von Steuern und Renditeverzehr durch Inflation. Bei der letzten Erhebung vor zwei Jahren lagen die Erwartungen bei ebenfalls nicht gerade bescheidenen 9,1 Prozent.
Die Rendite-Hoffnungen fallen je nach Altersgruppe unterschiedlich aus. Mitglieder der sogenannten Generation X (37 bis 50 Jahre) entsprechen mit ihren Erwartungen ziemlich genau dem globalen Durchschnitt. Millennials zeigen sich dagegen mit einer Ertragserwartung von 11,3 Prozent deutlich ambitionierter. Die Baby Boomer würden sich schon mit 8,7 Prozent begnügen. Und Befragte ab 71 Jahren aufwärts geben sich sogar mit 7,2 Prozent Rendite zufrieden.

Realistischer Ertrag ist viel geringer
Dennoch sind auch ihre Performancehoffnungen zum Scheitern verurteilt und Enttäuschungen programmiert. IM beinahe abgeschlossenen Anlagejahr 2018 beispielsweise ließen sich mit globalen Aktien nur rund 2,4 Prozent Rendite erzielen, gemessen am Aktienindex MSCI World Index. Vor diesem Hintergrund erscheinen die gewünschten Erträge "optimistisch", so die Schroders-Analysten – und das ist noch charmant formuliert.

In einer Studie vom aus dem vergangenen Jahr hat die Investmentgesellschaft selbst ausgerechnet, was Investoren in den kommenden 30 Jahren, also bis 2046, nach Abzug der Inflation verdienen können. Das Ergebnis: Am US-Aktienmarkt winken Euro-Anlegern Renditen von durchschnittlich drei Prozent pro Jahr. Mit Small- und Mid-Caps aus den Vereinigten Staaten respektive entsprechenden Fonds sind 4,4 Prozent realistisch, hat Schroders ermittelt

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