Aktienfonds
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Aktienfonds
stellen die wohl wichtigste Kategorie der Investmentfonds dar. Nicht ohne Grund: Auch wenn manchmal starke Nerven der Anleger gefragt sind, so erweisen sich diese Unternehmensbeteiligungen langfristig in puncto Ertrag allen anderen Investments deutlich überlegen.

Chancen

Mit den besten Aktienfonds konnten Sie in den letzten 20 Jahren durchschnittlich  mehr als 10 %  pro Jahr an Wertzuwachs erzielen.
Beispiel: Templeton Growth Fund Inc., WKN 971025. Dieser konservativ/wertorientierte Aktienfonds erzielte  durchschnittlich 10,17 % Wertzuwachs (Datenstand 31.05.04) pro Jahr.
Das sind Spitzenergebnisse, die ihresgleichen suchen. Es gibt genügend kostenträchtige Vermögensverwaltungen, die nicht annähernd an derartige Ergebnisse herankommen.
Mehr dazu:

Chancen und Risiken: Warum Aktienkurse langfristig steigen ...
Geld verschenkt: Welche Beträge Sie bei  (nur?) 1 % Renditeunterschied langfristig verlieren ...

Risiken

Fehlende  Anlagestrategien, mangelhafte Diversifikation, unzureichende Liquiditätsplanung und auch das Anlagemotiv "Spekulation" erhöhen Verlustrisiken am Aktienmarkt beträchtlich.
Die Risiken bei Aktienanlagen sind primär in mitunter heftigen Kursausschlägen und auch längeren Abwärtstrends (Baisse) an den Börsen zu sehen. Ob globale Wirtschaftskrisen oder branchenspezifische Schwierigkeiten, ob  politische Unsicherheiten oder psychologische Effekte, ob steigende Zinsen oder Währungsverschiebungen, Inflation oder Deflation und und und... :

Timing

Bei den Börsenzyklen liegen Euphorie und Depression manchmal viel näher beieinander, als man wahrhaben möchte. So kippen Aktienmärkte heutzutage ohne Vorwarnung von einem Tag zum anderen.
Beispiele: Börsencrash im Oktober 1987, breite Kursrückgänge Herbst 1997 sowie massive Korrekturen durch die Währungs- und Wirtschaftskrise "Russland" ab August 1998. Dramatische Kurseinbrüche waren dann wieder nach euphorischen Höchstständen im März 2000 im Folgezeitraum zu verzeichnen, wobei sich die Baisse über einen Zeitraum von 3 Jahren (bis ca. März 2003) hinzog.

Der richtige Einstiegszeitpunkt ...
Ob Investmentprofi oder erfahrener Hobby-Börsianer: Kaum einer erwischt den jeweils günstigsten Zeitpunkt für den Einstieg in den Aktienmarkt. Die Vergangenheit hat zudem gezeigt, daß ein genügend langer Anlagehorizont dieses Problem generell positiv gelöst hat: Das Wichtigste war, am Aktienmarkt überhaupt dabei zu sein.

Aber: Wer denkt  schon gerne langfristig, wenn seine Anlage im Extremfall innerhalb von wenigen Tagen 20 oder mehr Prozent an Wert verliert...?

So vermeiden Sie den Einstieg zu absoluten Höchstkursen garantiert
: siehe Gewinner-Strategien mit Investmentfonds.

Deutschland
Hier konzentrieren sich die Fondsmanager sinngemäß auf ein Portfolio deutscher Aktien.Für Sie als Anleger bringt dies zweifellos einige Vorteile in puncto Information und Transparenz.
Informationen über die Wirtschaftslage, über Zinsänderungen, über Börsentrends, Indexentwicklungen (z.B. DAX) finden Sie täglich in praktisch jeder Tageszeitung. Sehr viele Gesellschaften, deren Aktien im Fondsdepot liegen, werden Ihnen von ihrer Geschäftstätigkeit her bekannt sein. In vielen Fällen kennen und kaufen Sie deren Produkte oder nutzen deren Dienstleistungen (z.B. Bayer, Daimler-Benz, Deutsche Telekom, Siemens, ...).

Chancen

Mit den besten deutschen Aktienfonds konnten Anleger in den vergangenen 20 Jahren ebenfalls durchschnittlich zweistellige Wertzuwächse erzielen. 
Beispiel: DWS Investa, 
WKN 847400 ; Wertzuwachs 10,12 % durchschnittlich p. a.
(Datenstand 31.05.04).
Die relativ ausgeprägte politische und wirtschaftliche Stabilität spricht derzeit für deutsche Aktienfonds als Basisinvestment.

Risiken

Genau genommen handelt es sich bei einem rein deutschen Aktienfonds um einen Länderfonds. D.h. alle typischen Risiken eines Landes (außer Euro - Währungsrisiko) schlagen voll zu Buche.

Ausblick: Im Zuge der internationalen Globalisierungstendenzen werden deutsche Aktienfonds insgesamt an Bedeutung verlieren. In einem gemeinsamen europäischen Binnenmarkt werden"Euroland"Fonds, die diesen Wirtschaftsraum abdecken, dominieren.

Internationale Aktienfonds
Freie Auswahl für die Fondsmanager: Verschiedene Länder, Regionen, Branchen ...- diese Kategorie kommt dem Wunsch nach Diversifizierung am weitesten entgegen. Durch diese breite Streuung werden sowohl Anlagerisiken einzelner Märkte oder Währungen deutlich reduziert.

Chancen

Die besten international anlegenden Aktienfonds schafften Wertsteigerungen von gut mehr als 10 % im Durchschnitt der letzten 20 Jahre.

Risiken

Zu allen typischen Risiken von Aktienanlagen gesellen sich Währungsrisiken, denen allerdings als Äquivalent dazu auch entsprechende Chancen auf Kursgewinne gegenüberstehen.

  
Regionenfonds
Alle Anlagen konzentrieren sich auf eine bestimmte Region, z.B. Pazifik-Fonds. Das  Risiko : Chance - Verhältnis ist sowohl von der Kurs- als auch von der Währungsseite her zumeist sehr hoch. In Krisenzeiten wirkt sich diese regionale Festlegung besonders negativ aus, da die Fondsmanager nicht in erfolgversprechendere Märkte/Länder umschichten können.
Lediglich als Beimischung zu einem gut diversifizierten Depot geeignet.

Timing

Konsequent antizyklische Investments nach stärkeren Kurseinbrüchen.

Eurolandfonds
gehören im Prinzip zu den Regionenfonds. Aufgrund der zu erwartenden politischen und wirtschaftlichen Stabilität dieses neuen Wirtschaftsraumes  gelten jedoch andere Voraussetzungen. Mit der Einführung des Euro verschwinden einerseits die Wechselkursrisiken, andererseits herrschen in Euroland wesentlich stabilere politische und wirtschaftliche Verhältnisse.
Gerade im Hinblick auf die gemeinsame europ. Währung sind Europafonds sowohl als Basisinvestment als auch zur Diversifikation empfehlenswert.

Länderfonds
Die Konzentration der Aktienanlage auf einzelne Länder kann sehr hohe Gewinnchancen, analog dazu aber auch beträchtliche Kurs- und Währungsrisiken bedeuten. Daher eignen sich Länderfonds mehr als Beimischung in einem gut strukturierten Fondsportfolio.

Branchenfonds

Ob Telekommunikation, Biotechnologie, Pharma, Energie ..., um hier stellvertretend nur einige zu nennen: Mit Branchenfonds legen Sie sich Ihre Meinung über Zukunftstrends ins Depot.
Auch hier gilt: Sehr hohe Chancen, sehr hohes Risiko.
Beispiel (könnte Telekommunikation sein): Sie haben auf den richtigen Trend gesetzt, aber trotz eines starken Branchenwachstums kommt es zu Preiskämpfen mit erheblichem Druck auf die Gewinnmargen der Unternehmen.

Small-Cap-Fonds

investieren in aussichtsreiche Aktien kleinerer, meist wachstumsstarker AG`n.
Chancen
Übernahmephantasie, Gewinnsprünge, nicht selten sind kleinere Unternehmen Marktführer in Nischenmärkten.
Risiken: Engere Märkte, häufig stärkere Kursausschläge als bei breit anlegenden Standardfonds.
Timelag: Entwicklung der Blue Chips wird oft zeitversetzt nachvollzogen

Indexfonds

In der Regel werden computergesteuert die einzelnen Indizes  (z.B. der deutsche Aktienindex "DAX") nachgebildet. Dahinter steckt praktisch keine Managementleistung.
Und trotzdem haben diese Fonds Ihre Daseinsberechtigung, denn einem Großteil der Fondsmanager gelingt es auf Dauer nicht, den Index zu schlagen.
Chancen
Indexfonds sind weitestgehend immer voll in Aktien investiert. Damit verpassen Sie keine stärkeren  Aufwärtstrends.
Risiken:
Während "normale" Aktienfonds Ihren Aktienanteil bei negativer Markteinschätzung zurückfahren können, ist dies bei Indexfonds nicht möglich. Somit macht ein Indexfonds auch die Abschwungphasen an den Märkten voll mit.

Timing

Nach stärkeren Kursrückgängen sind Indexfonds empfehlenswert.

No - Load - Fonds
Diese Fonds, auch als "Tradingfonds" etc. bezeichnet, bieten die Fondsgesellschaften ohne Ausgabeaufschlag an. Dafür werden aber in der Regel um ca. 1% höhere Verwaltungskosten p.a. fällig. 

Chancen/Risiken:
Kurzfristige Aktienanlagen sind Spekulationen mit ungewissem Ausgang. Wenn Sie sich dessen voll bewußt sind, bieten Tradingfonds entsprechende Möglichkeiten.

Themenfonds
Ob Biotechnologie, High Tech, Young World, Privatisierungen,   Multimedia ... -  diese neuen Trendfonds decken ein erheblich breiteres Spektrum als z.B.  Branchenfonds ab. Interessante Möglichkeiten, seine persönlichen Zukunftseinschätzungen in Depotbeimischungen umzusetzen.

Umweltfonds
Mit diesen Fonds können Sie beeinflussen, dass Ihr Geld im Einklang mit Ihrem Gewissen investiert wird, z.B. direkt in Umweltprojekte oder indirekt in Umwelttechnologie.

Chancen/Risiken:
Wie die Fondsergebnisse zeigen, kann mit einem ruhigen Gewissen durchaus auch gutes Geld verdient werden. Ansonsten differenzierte Betrachtung der Fonds-Anlageschwerpunkte nötig.

Dachfonds
Diese Fondsart ist erst seit 01. April 1998 in Deutschland zugelassen. Dabei handelt es sich um eine Vermögensverwaltung mit Investmentfonds. Es wird nicht in einzelne Wertpapiere, sondern in Anteile verschiedener Investmentfonds investiert.
Neu und gut an diesen Dachfonds ist, daß die Mindestanlagebeträge für eine derartige Vermögensverwaltung deutlich reduziert werden.
Strenge Vorschriften schützen die Anleger vor sog. "Kaskadenfonds". So dürfen nur Fonds erworben werden, die in D. zugelassen oder die beim BAKred registriert sind. In Einzelfonds darf wiederum nur bis zu 20 % des Fondsvermögens investiert werden.
Fazit: Wurden Dachfonds anfangs recht kritisch betrachtet, gibt es mittlerweile recht empfehlenswerte Produkte, die dem Anleger einen sehr guten Ersatz für zumeist kostspielige Vermögensverwaltungen bieten, wobei Sie als Anleger zwischen verschiedenen Anlageklassen (je nach Anlagedauer und Risikoneigung) wählen können. 
Wichtig ist vor allem, dass Ihnen mit Dachfonds ein echter Mehrwert geboten wird.
Beispiele
BG Umbrella Fonds mit aktiver Handelsstrategie, wobei die Aktienquoten je nach Marktlage hoch- oder runtergefahren wird. Verlustvermeidung steht beim Ansatz des Fondsberaters  Bernd Greisinger ganz oben. Es ist interessant und lohnenswert, sich mit solchen Strategien intensiver auseinanderzusetzen.

Auch Sauren - Dachfonds , wobei die Zielfonds personenorientiert nach Qualität des Fondsmanagers ausgewählt werden, sind durchaus empfehlenswert.  Sauren nutzt dazu ein eigenes Fondsmanager - Rating.

Dachfonds, die dagegen nur in der Nachbetrachtung (Ranking - Listen) die "besten" Fonds auswählen, sind eher kritisch zu sehen, da hier häufig lediglich prozyklisch investiert wird - mit entsprechenden Risiken.

Dach - Hedgefonds

Neu seit Anfang 2004 sind Dach - Hedgefonds zugelassen, die von der Bedeutung her eine neue Assetklasse bilden werden. 
Genereller Ansatz dieser Fonds ist, Gewinne unabhängig von der jeweiligen Börsenlage erzielen zu können. Dazu werden unterschiedliche Strategien eingesetzt, z. B.:

Die Long-Short-Strategie setzt sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse von Aktien. Um von fallenden Kursen zu profitieren, leihen sich Fondsmanager Aktien, verkaufen diese, um sie nach der Leihfrist eventuell günstiger zurückzukaufen. 

Ein Mulit-Manager-Ansatz ist nicht zwangläufig mit Hedge-Fonds verbunden, sondern auch im Publikumsfondsbereich zu finden. Anleger und Fondsmanager setzen dabei auf das Know-how mehrere Fondsmanager. 

Das CTA-Trendfolgemodell setzt auf die Preisentwicklung von Rohstoffen jeglicher Art wie Gold, Weizen oder Sojaöl. Hedge-Fondsmanager nutzen dabei bestimmte Trends dieser Preisveränderungen. Bei der Optionsstrategie machen die Manager Termingeschäfte auf Aktien oder Märkte, sobald diese vor signifikanten Veränderungen stehen.

Fazit:
Hedgefonds können dazu beitragen, das Gesamtrisiko eines Portfolios zu mindern. Allerdings sind die Produkte generell als sehr volatil einzustufen. Aus unserer derzeitigen Sicht (Juli 2004) Sicht sollte diese Assetklasse in einem Portfolio maximal  5 bis 10 % ausmachen.


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