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DJE: Auflösung des Immobilien - Dachfonds DJE Real
Estate bekannt gegeben 29.12.11 |
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In einem
Investorenbrief vom 29.12.11 hat die DJE Investment S.A. überraschend
die Auflösung und Einstellung der Ausgabe und Rücknahme von Anteilen des
Immobilien - Dachfonds DJE Real Estate (ISIN LU0200037074 /
LU0188853955) rückwirkend zum 28.12.2011 bekannt gegeben.
Aufgrund der schwierigen Marktphase und der Verunsicherung durch mehrere
Fondsschließungen in diesem Marktsegment hat der DJE Real Estate hohe
Anteilrückgaben erlitten. Die erschwerte oder fehlende
Rückgabemöglichkeit der im Fonds gehaltenen offenen Immobilienfonds hat
in den vergangenen Monaten zu einem deutlichen Abschmelzen der im DJE
Real Estate enthaltenen liquiden Assets geführt.
„Wegen der aktuellen Marktlage kann die Beachtung des
Gleichbehandlungsprinzips bei der Weiterführung des Fonds nicht mehr
gewährleistet werden,“ erläutert Ulrich Kaffarnik, Geschäftsführer der
DJE Investment S.A. „Durch den kurzfristigen Verkauf aller liquiden
Assets würde ein Portfolio zurückbleiben, das aus nicht veräußerbaren
oder nur mit hohen Abschlägen veräußerbaren Investments besteht und
somit die Anlageziele des Fonds nicht mehr widerspiegeln kann."
Aus diesem Grund hat die Gesellschaft den Entschluss gefasst, im
Sinne der Anleger den Fonds zu schließen. Es kann auch nicht mit einer
Beruhigung des Rückgabeverhaltens und einer Verbesserung der Liquidität
der im Fonds befindlichen Produkte gerechnet werden. „Wir bedauern die
Auflösung des DJE Real Estate sehr, aber die durch das schwierige
Marktumfeld ausgelösten vielen Schließungen und Abwicklungen von offenen
Immobilienfonds haben uns zu dem Schluss gebracht, diesen Weg zu gehen“,
sagt Kaffarnik. Mit der Schließung und Auflösung des Fonds soll die
Gleichbehandlung der Anteilinhaber sichergestellt werden, wie es in
einer Presseaussendung heißt.
Aktuell haben mehrere im Fondsvermögen enthaltene deutsche offene
Immobilienfonds (z.B. AXA Immosolutions, TMW Immobilien Weltfonds,
Morgan Stanley P2 Value, DEGI Global Business, DEGI German Business) die
Rücknahme ihrer Anteile über einen längeren Zeitraum ausgesetzt bzw.
befinden sich bereits im Auflösungsverfahren. Der Anteil dieser
Zielfonds stellt einen erheblichen Teil des Portfolios dar. Alle anderen
derzeit im DJE Real Estate enthaltenen Immobilienfonds erlauben keine
kurzfristigen Anteilrückgaben. Ferner ist nicht auszuschließen, dass
weitere Zielfonds gezwungen sein werden, die Anteilrücknahmen
auszusetzen. |
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Schroders: Aussichten für die
USA in 2012
22.12.11 |
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"Trotz der ungewissen
Gesamtsituation sind die US-Unternehmen für 2012 gut positioniert, um
ihre Gewinne und Gewinnspannen zu erhöhen, da ihre Umsätze stärker
steigen als das BIP. Zudem können die Renditen durch den Einsatz
liquider Mittel gestützt werden, falls die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung negativer ausfallen sollte, als wir aktuell erwarten. Wir
gehen davon aus, dass US-Aktien langfristig höhere Renditen abwerfen
werden als die Aktien anderer entwickelter Märkte. Grund dafür sind die
Stärke der Unternehmen sowie drei positive nachhaltige Faktoren:
Innovation, ein zunehmender Wettbewerbsvorteil und das
Bevölkerungswachstum", erläutert Joanna Shatney, Head of US Large Cap
Equities bei Schroders.
Rückblick auf das Jahr 2011
Im Jahr 2011 sorgten die USA sorgten für jede Menge Negativschlagzeilen.
Aber trotz der Korrektur um 20 Prozent zur Jahresmitte notiert der Markt
derzeit lediglich fünf Prozent unter seinem Stand zu Jahresbeginn.
Die Korrelation zwischen der Performance einzelner Titel bewegte
sich 2011 auf einem Rekordhoch, da nach Ansicht der Schroders-Expertin
die Besorgnis über die makroökonomische Lage einen differenzierteren
Blick auf die Fundamentaldaten der Unternehmen verhinderte. Obwohl das
Wahljahr 2012 von denselben Sorgen wie das Vorjahr geprägt sein könnte,
gebe es Positives im Unternehmenssektor. Die Schroders-Expertin rechnet
mit einem moderaten Gewinnwachstum entgegen niedriger Erwartungen: "Wir
hoffen, dass sich die Anleger allmählich wieder auf Unternehmen mit
starken Fundamentaldaten und attraktiven Bewertungen konzentrieren
werden, sodass der Markt endlich aus der 'Korrelationsstory' des Jahres
2011 ausbrechen kann." 2012: Moderates
Gewinnwachstum entgegen niedriger Erwartungen
Die Erwartungen bezüglich des BIP-Wachstums wurden in den vergangenen
Monaten nach unten korrigiert. Trotzdem wird mit einem stärkeren
Wirtschaftswachstum in den USA als in anderen Industriestaaten
gerechnet. Shatney geht davon aus, dass ein Gewinnwachstum von
mindestens fünf bis zehn Prozent im nächsten Jahr am wahrscheinlichsten
ist – obwohl dies deutlich unter den sprunghaften zweistelligen
Zuwächsen der Unternehmen im S&P 500 nach dem Tiefstand im März 2009
liegt, betrachtet die US-Expertin das Ergebnis vor dem Hintergrund sehr
geringer Erwartungen als ausreichend. Langfristig
– unter Ausschluss eines Rückfalls in die Rezession – glaubt Shatney
nach wie vor, dass US-Unternehmen relativ gut für die kommenden Jahre
positioniert sind, da verschiedene positive Faktoren das Gewinnwachstum
stützen:
1) Das Umsatzwachstum der US-Unternehmen lag in den vergangenen drei
Jahren über dem BIP-Wachstum.
2) Die Kapazitätsauslastung ist sehr gering. Mit höheren Volumen sollten
sich auch die Gewinnspannen verbessern, wobei das Thema Kostenbegrenzung
nach wie vor eine Rolle spielt.
3) Der Einsatz liquider Mittel sollte die Gesamtrendite für die Anleger
durch höhere Dividenden und Aktienrückkäufe steigern. Falls das
Umsatzwachstum hinter den Erwartungen zurückbleibt, werden die
Unternehmen möglicherweise verstärkt auf Akquisitionen und den Einsatz
liquider Mittel setzen, um die Gesamtrenditen zu schützen.
Bewertungen im Vergleich zu anderen Industrieländern
attraktiv
In den vergangenen 20 Jahren notierte der S&P 500 mit einem KGV von zehn
bis 20 auf Basis der erwarteten Gewinne, wobei der Durchschnittswert bei
13,7 lag. "Unsere Prognose eines Gewinnwachstums von fünf bis zehn
Prozent im kommenden Jahr würde einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa
zwölf entsprechen. Während andere Industrieländer kurzfristig günstigere
Bewertungen aufweisen, bieten US-Aktien auf lange Sicht attraktivere
Ertragsströme und Gesamtrenditen als die meisten entwickelten Märkte.
Grund dafür ist unter anderem die Flexibilität der US-Unternehmen in
Bezug auf die Gewinnsteigerung – die oben genannten positiven Faktoren –
in Kombination mit den langfristigen Wachstumstreibern Innovation,
Wettbewerbsvorteil und Bevölkerungswachstum", gibt sich
Shatney überzeugt.
Wahljahr mit wenigen Entscheidungen könnte sich negativ auswirken
Wahljahre bedeuten oft – aber nicht notwendigerweise – gute Nachrichten
für die Märkte. Shatney betrachtet 2012 als ein Jahr mit nur wenigen
Entscheidungen – dies könnte sich negativ auswirken, wurde jedoch
bereits zum Teil von den Märkten eingepreist. Zudem werden die
Haushaltsausgaben das BIP-Wachstum im kommenden Jahr wahrscheinlich um
mindestens 100 bis 200 Basispunkte drücken. Unklarheit herrscht für die
Schroders-Expertin noch in Bezug auf Haushaltskürzungen: "Wir rechnen
erst nach den Wahlen mit Entscheidungen zu diesem Thema (2013). Die
Verlängerung einiger Steuerpakete, die Ende 2010 überarbeitet wurden,
ist ebenfalls noch nicht beschlossen. Mit mehr Informationen dazu ist
jedoch in den nächsten Monaten zu rechnen. Darüber hinaus sind die USA
mitten in der Umsetzung umfassender Gesetzesänderungen für die
Finanzbranche und den Gesundheitssektor. Mehr Klarheit in Bezug auf
diese neuen Regelungen und Strukturen könnte insgesamt für größeren
Optimismus sorgen."
Nach Meinung von Shatney können die USA im Gegensatz zu vielen
anderen Industrieländern auf zweierlei Arten ihren haushaltspolitischen
Herausforderungen begegnen:
• Die US-Notenbank (Fed) hat ein doppeltes Mandat: Sie soll nicht nur
die Inflation eindämmen, sondern auch für eine möglichst hohe
Beschäftigungsquote sorgen. Dies bedeutet, dass sie bei einer
anhaltenden Konjunkturschwäche versuchen könnte, die Geldpolitik weiter
zu lockern. So könnte sie ihre Bilanz ausweiten und weiterhin kreative
Lösungen wie beispielsweise die "Operation Twist" einsetzen, um die
Wirtschaft anzukurbeln.
• Das Potenzial für weitere Konjunkturanreize besteht. Aber abgesehen
von einer Verlängerung der Steuererleichterungen, die verhindert, dass
die kalte Progression 2012 150 Basispunkte übersteigt, hat Shatney
diesbezüglich keine großen Erwartungen.
Wachstum – eine Kernkompetenz der USA
Wettbewerbsvorteile und langfristige Strukturveränderungen sollten das
Wachstum in den USA im Vergleich zu anderen Ländern stärker stützen:
Innovation: Obwohl viele Trends sich auf globaler Ebene
entwickeln, sind viele der weltweit größten, bekanntesten und
innovativsten Unternehmen in den USA ansässig (beispielsweise Apple,
Google und Amazon). Dies bietet eine solide Grundlage für organisches
Umsatzwachstum und erweitert die Auswahl an Anlagegelegenheiten für
unsere wachstumsorientierten Strategien.
Das Wettbewerbsumfeld für US-Unternehmen hat sich verändert:
Zunächst hat der fallende Dollar dazu beigetragen, die Kostenbasis im
Fertigungsbereich in den USA zu senken, was mittlerweile auch auf
Interesse seitens der Anleger stößt. Ein langfristiger Trend in den
vergangenen zwanzig Jahren ist die Steigerung der Produktivität um
jährlich 1,7 Prozent, die damit über den Werten für Europa und Japan
liegt. Angestellte in den USA sind heute ein-, zweimal so produktiv wie
europäische bzw. 1,4 Mal so produktiv wie japanische Angestellte.
Bevölkerungsentwicklung: Im Gegensatz zu vielen anderen
Industrieländern verzeichnen die USA immer noch ein reales
Bevölkerungswachstum, das das langfristige Wirtschaftswachstum stützen
und die Bewältigung einiger Herausforderungen ermöglichen sollte,
darunter das Überangebot am Wohnimmobilienmarkt. Dieser Trend ergibt
sich aus einer positiven Geburtenrate sowie der Einwanderung.
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Schroders: Hoher
Cashflow bei Unternehmen der Wachstumsmotor für 2012 20.12.11 |
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Die Finanzkrise von 2008
ist längst noch nicht vorbei, ihre Nachwirkungen sind auf den weltweiten
Finanzmärkten noch immer zu spüren. Die Kreditnachfrage ist gesunken und
die Privathaushalte versuchen weiter, ihre Schulden abzubauen. In einer
solchen Situation haben die Staatsschuldenkrise in Europa, die
Haushaltsdebatte im US-amerikanischen Kongress, aber auch das Erdbeben
in Japan oder die deutliche Verteuerung der Energie- und
Lebensmittelpreise schwerwiegende Folgen: Sie hemmen den globalen
Wirtschaftsaufschwung im Allgemeinen und den Aufschwung in den
Industriestaaten im Besonderen. Vor diesem wirtschaftlichen Hintergrund
am Ende von 2011 versuchen Keith Wade, Chefsvolkswirt, und Azad Zangana,
Europavolkswirt beim britischen Vermögensverwalter Schroders, einen
Ausblick auf die ökonomische Entwicklung im Jahr
2012.
Hoher Cashflow und niedrige Inflation als Wachstumsmotor
in 2012
Zum Jahresauftakt sollten nach Meinung der beiden Experten zwei Faktoren
das Wachstum stützen: erstens der bereits einsetzende Rückgang der
Inflation, der die Realeinkommen der Privathaushalte stützen und damit
für steigende Verbraucherausgaben sorgen werde. Zweitens könnte die
Stärke der Unternehmen die Konjunktur ankurbeln: Viele Unternehmen haben
ihre Liquiditätsbestände aufgestockt, ihre Gewinne gesteigert und freie
Cashflows erwirtschaftet, die mit drei Prozent des BIP einen Rekordstand
markieren. Zudem hätten Firmen ihre Investitionen, wenn auch vorsichtig,
erhöht. Ein Investitionsanstieg von 17 Prozent im dritten Quartal 2011
sei ein Trend, der sich unserer Ansicht nach fortsetzen wird. Sollte die
Anzahl neuer Stellen zunehmen, wofür es bereits erste Hinweise gibt,
dürfte dies das Wachstum weiter fördern.
Zwei Hauptrisiken für die Erholung
Allerdings sehen Wade und Zangana die derzeitige Wachstumserholung in
den USA nur als vorübergehend an. Sie gehen davon aus, dass sich die
Lage in der Eurozone verschlechtert und den Welthandel im Jahr 2012
belasten wird. Zudem halten sie es für unwahrscheinlich, dass der
US-Kongress einer deutlichen Verlängerung der diesjährigen
Konjunkturanreize zustimmt. Daher erwarten sie, dass die US-Notenbank
Fed daher im Frühjahr 2012 eine dritte quantitative Lockerungsrunde
starten wird.
Denn zwei Faktoren bremsen nach Meinung der beiden Experten die
weltweite Konjunkturerholung: die haushaltspolitischen Einschnitte in
den Industriestaaten und die Eurokrise. Da die Regierungen versuchen,
ihre Haushaltsdefizite in den Griff zu bekommen, werden die
Staatsausgaben weltweit gesenkt. Das zweite, weitaus größere Risiko sei
aber die Unsicherheit, die in der Eurozone herrsche. Eine lange
Rezession in der Eurozone würde das weltweite Wachstum erheblich
belasten. Nicht zuletzt deshalb, da die Eurozone ein Viertel der
Weltwirtschaft repräsentiere. |
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BVI: Vereinfachung
der Investmentbesteuerung gefordert 20.12.11 |
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Der Bundesverband
Investment und Asset Management (BVI) fordert in einer Erklärung eine
Vereinfachung der Investmentbesteuerung. Die Vorschläge der
Finanzministerkonferenz zur Neukonzeption der Besteuerung von
Investmentfonds gehen ihm nicht weit genug.Im
März dieses Jahres hatte die Finanzministerkonferenz, bestehend aus den
Finanzministern der 16 Bundesländern, eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe ins
Leben gerufen, die bis März 2012 Vorschläge zur Vereinfachung der
komplexen Besteuerung von Investmentfonds erarbeiten soll. Ziel ist es,
dass Anleger eines Investmentfonds nur das zu versteuern haben, was sie
tatsächlich ausbezahlt bekommen. Das ist insbesondere bei
thesaurierenden Fonds – und vor allem von im Ausland aufgelegten – ein
Problem, weil die Gewinne nicht ausgeschüttet sondern reinvestiert
werden. Abhilfe soll hier eine einfach zu ermittelnde Vorabpauschale
schaffen. Der BVI bemängelt, dass das
vorgestellte Konzept statt Vereinfachungen für Anleger, Banken und
Kapitalanlagegesellschaften zu Steuererhöhungen für Anleger führe, unter
anderem weil die so genannte komplizierte Thesaurierungsbesteuerung für
Unternehmen erhalten bleibt. Im Ergebnis würden Privatanleger mehr
Steuern zahlen. Und für betriebliche Anleger würden Publikumsfonds
unattraktiv, denn sie würden stärker belastet, als wenn sie ein
identisches Portfolio mit Direktanlagen bildeten.
Der Verband plant daher, selber Vereinfachungsvorschläge
einzubringen: „Der BVI wird daher konstruktive Vorschläge für eine
aufkommensneutrale Vereinfachung der Investmentbesteuerung unterbreiten.
Danach sollen insbesondere die komplizierten Regelungen zur
Thesaurierungsbesteuerung entfallen und Publikumsfonds für betriebliche
Anleger attraktiv bleiben“, heißt es in der Erklärung des BVI. |
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Sparinvest: Jährliches
Rebalancing erhöht die Rendite 19.12.11 |
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Am Ende eines jeden Jahres
ist es Zeit, Bilanz zu ziehen – das gilt auch für Privatanleger. „Gerade
nach einem so turbulentem Jahr wie diesem sind Anleger gut beraten, ihr
Portfolio einer genauen Prüfung zu unterziehen und ein Rebalancing
vorzunehmen“, sagt J. Volker Grüneke, General Manager bei der dänischen
Fondsgesellschaft Sparinvest. Er beruft sich dabei auf das Ergebnis
einer aktuellen hauseigenen Untersuchung: Bei einer jährlichen
Überprüfung eines Musterportfolios mit anschließendem Rebalancing ließen
sich auf Jahressicht 0,5 Prozent mehr Rendite erzielen. Das klinge erst
einmal wenig, so Grüneke, rechne man aber mit hohen Anlagesummen und
langen Laufzeiten, wie beispielsweise bei der privaten Altersvorsorge,
könne es doch schnell um beachtliche Summen gehen.
Bei der Untersuchung wurde die Performance eines Modellportfolios
aus 50 Prozent internationalen Aktien (MSCI World), 35 Prozent
Staatsanleihen (EFFAS 10+ Germany) und 15 Prozent hochverzinslichen
Unternehmensanleihen (Merrill Lynch Global High Yield) über einen
Zeitraum von knapp 14 Jahren (1997 bis 2011) analysiert. Das Ergebnis
ohne Rebalancing: Eine Wertentwicklung von 95,55 Prozent – mit einer
jährlichen Anpassung des Portfolios wären es 109,45 Prozent gewesen.
„Die derzeitigen Börsenschwankungen und die gesamte unruhige Lage an den
Finanzmärkten führen dazu, dass die Zusammenstellung des eigenen
Portfolios nach einiger Zeit nicht mehr zum Anlageziel und zum eigenen
Risikoprofil passt. Um die Balance der verschiedenen Anlageklassen im
Portfolio wiederherzustellen, muss der Anleger korrigierend eingreifen".Rebalancing:
Anleger handelt antizyklisch
Neben der Wiederherstellung der ursprünglichen Asset Allocation, also
der genauen Ausrichtung des Portfolios auf das individuelle Anlageziel
und Risikoprofil des Anlegers, biete das Rebalancing einen weiteren
entscheidenden Vorteil: Der Anleger handelt antizyklisch. “Beim
Rebalancing werden Anlageklassen, deren Wert gestiegen ist, verkauft,
und andere, deren Wert gesunken ist, gekauft. Damit verfährt der Anleger
entgegen dem typischen emotionalen Handlungsmuster an der Börse: Er
kauft, wenn die Kurse steigen, und verkauft, wenn sie fallen. Auf lange
Sicht ist das antizyklische Handeln die klügere Strategie für den
Werterhalt und das Renditepotenzial des Portfolios”, sagt Grüneke.
Insbesondere wenn es sich um langfristige Anlageziele wie beispielsweise
die private Altersvorsorge handele, könne also mit einem regelmäßigen
Rebalancing sichergestellt werden, dass eine bessere Rendite erzielt
wird. Dabei sei die Strategie des Rebalancing zunächst nebensächlich –
wichtig sei vor allem die Regelmäßigkeit. „Ein jährlich vorgenommenes
Rebalancing sollte daher zu einer obligatorischen Aufgabe für jeden
Anleger werden”, so der Rat von Grüneke. |
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CS Euroreal öffnet
erst 2012 wieder 14.12.11 |
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Der derzeit geschlossene
offene Immobilienfonds CS Euroreal verschiebt die geplante
Wiedereröffnung auf das kommende Jahr. Zum genauen Zeitpunkt macht das
Management derzeit noch keine Angaben.
Die Investmentgesellschaft Credit Suisse Asset Management (CSAM)
öffnet ihren derzeit eingefrorenen offenen Immobilienfonds nicht wie
geplant am Jahresende, sondern erst im nächsten Jahr wieder. Als Grund
nennt der CSAM-Geschäftsführer Karl-Heinz Heuß die Verunsicherung der
Anleger durch die Verschärfung der Eurokrise sowie durch die
angekündigten Auflösungen der Konkurrenz-Produkte von Aberdeen und Axa,
die die Anleger-Stimmung zusätzlich drücken. Die Gruppe der Unsicheren
sei zu groß, erklärt Heuß und bezieht sich dabei auf Vertriebsumfragen.
Er erwarte zwar nicht, dass die Eurokrise bis zum Frühjahr 2012
gelöst sei, hoffe aber auf eine „Versachlichung der Diskussion“, so Heuß
weiter. Zum konkreten Wiedereröffnungstermin macht der Manager keine
Angaben. Die zweijährige Frist, nach der das Management den Fonds
entweder wiedereröffnen oder auflösen muss, endet am 18. Mai 2012.
In der Zwischenzeit will das Management weitere Immobilien
verkaufen, um das Liquiditätsposter von derzeit rund 25 Prozent weiter
auszubauen. Seit der Fondsschließung im Mai 2010 hat das Management 14
Objekte für rund 1,25 Milliarden Euro veräußert. Die beiden jüngsten
Verkäufe – zwei Büroimmobilien in Issy-les-Moulineaux bei Paris –
brachten dem Fonds rund 260 Millionen Euro ein.
„Die Verkaufspreise lagen bei allen Transaktionen auf Höhe des
letzten durch den Sachverständigenausschuss festgestellten
Verkehrswertes, teilweise sogar darüber“, erklärt die CSAM. Die
Gesellschaft plant weitere Verkäufe, die 400 bis 500 Millionen Euro
einbringen sollen.
Die Anleger des CS Euroreal erhalten für
das Geschäftsjahr 2010/11 eine Ausschüttung von 1,80 Euro pro Anteil .
Die Rendite liegt damit bei 1,2 Prozent |
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Sarasin: Die Zeit für einen
Urknall in
Euroland ist gekommen 14.12.11 |
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deutschen
Wirtschaftsweisen in ihrem Jahresgutachten angesprochen haben. Daneben
hält Poser auch noch das Intervenieren der USA und Schwellenländer für
möglich, um Euro-Land wieder auf Kurs zu bringen, sowie eine stärkere
Einbindung der EZB. Seine Kolumne:
„Euro-Gipfel um Euro-Gipfel vergeht ohne eine endgültige Lösung
hervorzubringen. Dabei brennt Euroland unentwegt weiter. Nach Italien
und Spanien ist nun auch der Kern in die Schusslinie geraten. Belgien,
Österreich und Frankreich zahlen inzwischen prekär hohe Zinssätze, die
Rating-Agenturen drohen mit Herabstufungen und die aus der Schuldenkrise
erwachsende Bankenkrise würgt das Wachstum ab.
Zeit für einen Urknall! Jeder Lösungsvorschlag muss aber erstens
auf der Basis der europäischen Verträge beruhen, um langwierige
Ratifizierungen und Volksabstimmungen zu vermeiden. Zweitens muss er
sicherstellen, dass sich in Not geratene Euroländer zu angemessenen
Zinsen refinanzieren können. Drittens muss er die Anleihenmärkte
beruhigen und damit die Kreditklemme im Bankensektor beheben.
Ein vielversprechender Vorschlag kommt von den deutschen
«Wirtschaftsweisen». In ihrem Jahresgutachten zeigt der
Sachverständigenrat das Konzept eines so genannten «Tilgungsfonds» auf,
aus dem alle Euroländer ihre Schulden, die über dem Maastricht-Limit von
60 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegen, refinanzieren dürfen
und die gemeinschaftlich garantiert werden.
Der Fonds ist dazu geschaffen, sich selbst aufzulösen, denn im
Gegenzug verpflichten sich die Länder zu einem strikten
Konsolidierungsprogramm, das den Schuldenstand in 25 Jahren auf 60
Prozent vom BIP reduziert. Die Mehreinnahmen aus zusätzlichen nationalen
Einkommens- oder Mehrwertsteuern gehen direkt an den Fonds und nicht in
den Haushalt, so dass die Schulden garantiert getilgt werden. Als
Sicherheit hinterlegen sie ihre Devisenreserven in Höhe von 20 Prozent
der Schulden. Gemäss dem Sachverständigenrat ist das Konzept
verfassungskonform, weil die Belastungen des deutschen Haushalts
«zeitlich, sachlich und in der Höhe begrenzt» sind.
Können die Politiker Eurolands nicht bald mit einer ähnlichen
Lösung aufwarten, würde eine weitere Zuspitzung an den
Euro-Anleihenmärkten eine zweite Lösung möglich machen. Es ist denkbar,
dass eine solche Eskalation die USA und die Schwellenländer auf den Plan
rufen wird, die ein vitales Interesse daran haben, dass die Panik nicht
auf sie überschwappt. So könnten dem europäischen Rettungsschirm über
den Internationalen Währungsfonds auch Gelder anderer Staaten zufließen.
Scheuen sich auch die Schwellenländer bleibt als dritte Lösung
nur die Europäische Zentralbank (EZB). Diese müsste allerdings auf die
Erfahrungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) setzen. Die SNB hat
die EUR-CHF-Untergrenze mit minimalem Aufwand verteidigt, weil sie ein
klares Bekenntnis zu unlimitierten Interventionen gegeben hat. Im
Notfall kann die EZB die Solvenz aller Euroländer garantieren, indem sie
die Zinsen bei fünf Prozent einfriert. Die Bank Sarasin geht davon aus,
dass sie durch eine solche Maßnahme am Ende weniger Anleihen gekauft
haben wird, als bei einer Fortsetzung der zögerlichen Anleihenkäufe." |
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Sparinvest:
Einzigartige Einstiegsmöglichkeiten für Value-Investoren 14.12.11 |
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Nach Meinung von Michael
Albrechtslund, Managing Director bei Sparinvest Asset Management, wird
die Schuldenkrise im Euroraum die Welt auch 2012 in Atem halten.
Er rechnet allerdings damit, dass die Lage im
Laufe des Jahres aufklart und sich im zweiten Halbjahr die europäischen
Finanzmärkte etwas erholen. Dazu ist jedoch nach den zahlreichen
Fehlstarts entschlossenes Handeln der europäischen Politiker nötig, um
Vertrauen zurückzugewinnen. Für Value-Investoren würde sich in den
gestressten Märkten – gerade in Europa – einzigartige
Einstiegsmöglichkeiten bieten, sowohl bei Aktien als auch bei
Unternehmensanleihen.
nachhaltige Lösungen können die Märkte wieder ins Gleichgewicht
bringen. "Doch auch wenn der Druck auf die globalen Märkte anhält,
sollten unserer Meinung nach im Laufe des kommenden Jahres 2012 mehr
Klarheit und eine Erholung eintreten".
Neben der Euro-Krise werden weitere Themen die Finanzmärkte
beschäftigen. In den USA könnte es 2012 ähnliche politische
Herausforderungen geben wie 2011 in Europa. Die anstehenden
Präsidentschaftswahlen werden eine wichtige Rolle spielen. "Politischer
Stillstand und Unsicherheit wären nicht gut für die Märkte. Auch die
Entwicklungen in China sollten genau beobachtet werden. Dort steht ein
Regierungswechsel an. Allerdings neigt China dazu, in solchen Jahren mit
besonderem Nachdruck für Stabilität zu sorgen. Weiteres Augenmerk gilt
der Lage im Nahen Osten und deren Auswirkung auf den Ölpreis und damit
auf den Energiesektor", meint Albrechtslund.
Europäische Unternehmensanleihen werden deutlich
outperformen
Nach Ansicht des Sparinvest-Managers bieten die angespannten Märkte
hervorragende Möglichkeiten für Value-Investoren. Sie finden sowohl
Aktien als auch Unternehmensanleihen von qualitativ hochwertigen
Unternehmen mit soliden Bilanzen zu äußerst attraktiven Preisen.
Unabhängig davon, wie lange die Krise anhält, haben solche Unternehmen
eine gute Ausgangslage, wenn es in die Erholung geht. "Auch wenn der
Zusammenbruch der Eurozone nicht 100-prozentig auszuschließen ist, gehen
wir davon aus, dass der Euro überlebt. Europa bietet zurzeit die
günstigsten Unternehmensanleihen. Die Marktmeinung ist extrem schlecht.
Sobald sich diese bessert, werden Anleger ihre Untergewichtungen dort
wieder ausgleichen und die Herdenmentalität wird den europäischen
Unternehmensanleihen einen kräftigen Schub verleihen. Wenn sich Europas
Krise von einem 'Lehman ähnlichen'-Thema zu einem 'normalen'
Wirtschaftsabschwung entwickelt, der im ersten Halbjahr 2012 seinen
Tiefpunkt erreicht, werden im Nachgang europäische Unternehmensanleihen
stark outperformen. Sowohl hochwertigen Anleihen mit
Investmentgrade-Rating als auch spekulativeren High-Yield Bonds steht
ein gutes Jahr bevor", ist Albrechtslund überzeugt.
Unternehmen sind auf Abschwung gut vorbereitet
Für Aktien sieht der Sparinvest-Experte ebenfalls sehr gute Chancen. Die
Marktstimmung für europäische Aktien, aber auch für zyklische Werte
weltweit sei äußerst schlecht – und extreme Negativszenarien sind in den
Bewertungen bereits eingepreist. Die Fundamentaldaten der Unternehmen
seien jedoch deutlich besser als 2008. Damals hat die plötzliche Krise
viele Unternehmen überrascht, davon könne heute keine Rede sein. Nach
drei Jahren Kostensenkung und Restrukturierung seien die Unternehmen
schlanker aufgestellt, die Gewinnschwellen liegen niedriger und die
Bilanzen überzeugen durch eine geringere Nettoverschuldung in Relation
zum Eigenkapital. Die Unternehmen sind also besser auf den Abschwung
vorbereitet und können in der Erholung – egal ob diese schnell oder
langsam erfolgt – die Früchte ihrer Anstrengungen ernten. "Niedrig
bewertete Aktien bieten daher ein attraktives Aufwärtspotenzial, sobald
nicht mehr Marktstimmungen im Vordergrund stehen, sondern wieder die
Fundamentaldaten der Unternehmen die entscheidende Rolle für den
Aktienkurs spielen. Dieser Zustand wird früher oder später
unausweichlich eintreten. Ein wertorientierter Ansatz mit Fokus auf
Qualität und günstige Einstiegspreise bleibt daher eine logische
Anlagestrategie mit besten Aussichten", so Albrechtslund abschließend. |
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Bantleon: Währungsunion ist nur mit der
EZB zu retten
14.12.11 |
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Überraschend schnell haben
sich die EU-Regierungschefs vergangene Woche auf einen »Fiskalpakt«
geeinigt. Die Verkündung der Ergebnisse bereits in der Nacht von
Donnerstag auf Freitag sollte ein klares Zeichen der Entschlossenheit
aussenden. In diese Richtung ist auch zu werten, dass Großbritannien bei
der Vertiefung der Fiskalunion außen vor gelassen wird. Offensichtlich
ist die Politik sogar bereit, ein Europa der zwei Geschwindigkeiten
hinzunehmen – wichtig ist nur, dass die fiskalische Integration unter
den Ländern der Währungsunion möglichst zügig voran kommt, meint Andreas
Busch, Senior Analyst Economics beim Anleihemanager Bantleon.
Ihm zufolge sind die jüngsten Entscheidungen unzweifelhaft ein
Schritt in die richtige Richtung, um die Währungsunion auf lange Sicht
durch eine Fiskalunion zu flankieren. Das Problem ist aber: Die
angestrebte stärkere fiskalische Integration lässt sich nicht so schnell
bewerkstelligen. Zum einen bestehen mehrere juristische Schwierigkeiten.
In Deutschland sei zum Beispiel unklar, ob die geplante
Genehmigung des nationalen Haushalts durch die EU-Kommission
verfassungskonform ist – daran bestehen Zweifel, sollten die Weisungen
der EU-Kommission nicht nur konsultativen Charakter haben, sondern
bindend sein. Denn dann wäre die vom Grundgesetz geschützte
Haushaltsautonomie des deutschen Parlaments in Frage gestellt. Busch
selber geht zwar davon aus, dass diese Probleme zu bewältigen sind –
sie zeigen jedoch, dass die Umsetzung der Beschlüsse nicht ganz so
reibungslos ablaufen dürfte, wie das viele hoffen.
Zum anderen stehen die ökonomischen Realitäten schnellen
Erfolgsmeldungen bei einer stärkeren fiskalischen Integration entgegen.
Wenn die Länder der Währungsunion tatsächlich die angestrebte
Haushaltskonsolidierung vorantreiben, verschärfen sie zunächst den
konjunkturellen Abschwung, so Busch. Wie die schmerzhaften Erfahrungen
in Griechenland gezeigt haben, konterkariert aber jeder stärkere
wirtschaftliche Einbruch die Sparbemühungen erheblich, sodass die
angestrebten Konsolidierungsziele kaum erreicht werden dürften, ist der
Bantleon-Experte überzeugt. Erst auf längere Sicht kann diese Strategie
ihm zufolge erfolgreich sein.
EZB gehen Entschuldigungen aus
Es hilft also nichts – die Politik alleine kann die
EUR-Schuldenkrise nicht lösen. Über kurz oder lang muss die Notenbank in
die Bresche springen, wenn die Währungsunion gerettet werden soll.
Angesichts dieser Faktenlage scheint es somit mehr als fraglich, ob sich
die EZB noch lange hinter der Entschuldigung verstecken kann, ihr sei
die Finanzierung von Staatschulden vertraglich verboten. Dieses Argument
ist Busch zufolge allein schon deswegen nicht glaubwürdig, weil es die
EZB auch bislang nicht davon abgehalten hat, Anleihen aus den
Peripheriestaaten im Umfang von mehr als 200 Milliarden Euro zu kaufen.
Entscheidend wird darüber hinaus künftig sein, dass die EZB
Staatsanleihen kaufen wird – nicht um die Haushalte zu finanzieren,
sondern um die Konjunktur zu stützen. Die derzeit außergewöhnlich hohe
Zinsbelastung in den Peripheriestaaten könnte schon jetzt die Rezession
empfindlich verstärken. Nur die Notenbank kann diesem Trend kurzfristig
etwas entgegensetzen. In Anbetracht dieser Erwartung eines
unumgänglichen Eingreifens der EZB ist festzustellen: Die attraktiven
Bewertungen von Covered Bonds, Quasi-Staatsanleihen und
EUR-Staatsanleihen rechtfertigen erste Zukäufe in diesem Segment, wie
Busch resümiert. |
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Franklin Templeton (Mobius):
Turbulenter Monat für Emerging Markets 13.12.11 |
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Durch die negative
Stimmung an den Finanzmärkten korrigierten auch die Schwellenländer im
November wieder nach unten. Im Ergebnis beschloss der MSCI Emerging
Markets den Monat mit einem Minus von 6,7 Prozent. Positiv ist laut Mark
Mobius, Vorstandsvorsitzender von Franklin Templeton, die generell
nachlassende Inflationsangst in den Schwellenländern. Die Zentralbanken
konnten so ihren Wachstumskurs beibehalten. Während Brasilien bereits
zum dritten Mal in vier Monaten die Leitzinsen senkte,
reduzierte erstmals seit 2008 auch China die Mindestreservesätze. Alles
in allem schwächte sich das Wirtschaftswachstum der meisten
Schwellenländer zwar ab, blieb aber immer noch deutlich über den
Vergleichswerten der Industrienationen. In einem Marktkommentar
beleuchtet der Star-Fondsmanager Mobius die jüngsten regionalen
Entwicklungen in den Emerging Markets.
Chinesische Regierung treibt Wachstum weiter voran
China meldet erneut starke Zahlen aus dem Industriesektor, so stieg die
Produktion im Vergleich zum Vorjahr im Oktober um 13,2 Prozent an. Die
Regierung unternimmt unterdessen weitere Maßnahmen, um Wachstum zu
fördern. Dazu gehören Bemühungen um engere Handels- und
Wirtschaftsbeziehungen mit einer Reihe von Ländern sowie eine
Steuererleichterung für kleine und mittlere Unternehmen. Erstmals seit
2008 senkte die People’s Bank of China wieder den Mindestreservesatz für
Großbanken (von 21,5 auf 21 Prozent). "Erfreulich ist auch, dass der
Inflationsdruck im Oktober erneut nachließ, was nachgebenden Preisen für
Nahrungsmittel und Wohnimmobilien zu verdanken war", sagt Mobius. Der
Verbraucherpreisindex ging von 6,5 Prozent im Juli auf 5,5 Prozent
zurück. Um weitere Impulse durch den Außenhandel bemühte sich auch
Südkorea. Im November ratifizierte die Regierung das Freihandelsabkommen
mit den USA, das damit im Januar 2012 umgesetzt werden kann.
Indien will Einzelhandel liberalisieren
In Indien ging das Wirtschaftswachstum im 3. Quartal 2011 gegenüber dem
Vorjahr auf 6,9 Prozent zurück, nachdem es im Vorquartal noch 7,7
Prozent betragen hatte. Geringere Steigerungen bei Produktion und
privatem Konsum und ein Produktionsrückgang im Bergbau waren die
Hauptursachen dafür. Mit einer Grundsatzentscheidung will die Regierung
unterdessen den 450 Milliarden US-Dollar schweren Einzelhandelssektor
des Landes für globale Supermarktketten öffnen. Dieser Schritt stieß
jedoch prompt auf politischen Widerstand. "Die Reform könnte für
dringend nötige Investitionen, Arbeitsplätze und
Infrastrukturentwicklung sorgen. Oppositionelle politische Parteien und
indische Händler befürchten jedoch, der Einzug ausländischer Akteure
könnte für kleine und mittlere Familienbetriebe das Aus bedeuten, die
derzeit rund 90 Prozent des Sektors ausmachen".
Brasilien sorgt sich im Wirtschaftswachstum
Aus Sorge um eine Schwächung der Konjunktur senkte auch die
brasilianische Zentralbank die Leitzinsen. Es handelt sich dabei um den
dritten aufeinanderfolgenden Zinsschritt in vier Monaten. Der Satz fiel
damit seit Juli 2011 insgesamt um 150 Basispunkte auf aktuell elf
Prozent. Investoren vertrauen hingegen weiterhin auf die wirtschaftliche
Stärke und Stabilität des Landes, ist sich Mobius sicher. Dies lasse
sich dem Fondsmanager zufolge insbesondere an den ausländischen
Direktinvestitionen ablesen. Insgesamt floss in den ersten zehn Monaten
des Jahres Kapital in Höhe von 56 Milliarden US-Dollar in das Land, das
ist fast doppelt so viel wie im Vergleichszeitraum 2010.
Russland gegen den globalen Trend
Das BIP-Wachstum in Russland zog im dritten Quartal 2011 gegenüber dem
Vorjahr auf 4,8 Prozent an (Q2: 3,4 Prozent). Hauptmotor war der starke
Anstieg des Konsums. Auch die Steigerung der Einzelhandelsumsätze und
der Investitionen erreichte im September das bislang höchste Niveau
dieses Jahres. Einen kleinen Dämpfer erlitt allerdings die heimische
Industrie, der Zuwachs ging aufgrund geringerer Produktionszahlen
gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent zurück. Die Inflation blieb im
Oktober nach neun rückläufigen Monaten in Folge mit 7,2 Prozent
unverändert. Russlands Haushaltsdefizit dürfte sich bis 2014 unterstützt
von Öl- und Gaseinnahmen auf 2,3 Prozent zurückgehen, so die
optimistische Prognose von Mobius.
Türkei: Preise weniger stabil als erhofft
In der Türkei nahm im Oktober der Inflationsdruck zu, die Teuerungsrate
lag 7,7 Prozent und damit deutlich über dem Ziel der Zentralbank von 5,5
Prozent. "Das lag in erster Linie an höheren Preisen für alkoholische
Getränke und Tabak, aber auch an gestiegenen Transportkosten",
argumentierte es Mobius. Zum Ausbau der bilateralen Beziehungen trafen
sich im November sudanesische und türkische Regierungsvertreter und
einigten sich auf mehr Handel und Investitionen. |
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DWS: Immobilien-Dachfonds db
ImmoFlex wird
aufgelöst 13.12.11 |
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Erst im Mai 2011 hatte die
Liquiditätskrise der offenen Immobilienfonds die DWS gezwungen, die
Rücknahme und Ausgabe von Anteilen des db ImmoFlex einzustellen. Nun hat
der Asset Manager der Deutschen Bank das Ende seines Immobiliendachfonds
bekannt gegeben. Angesichts einer Liquiditätsquote von 10,3 Prozent (per
Ende November) schließt man eine dauerhafte Wiedereröffnung des db
ImmoFlex aus, heißt es in einer Mitteilung. Das Verwaltungsrecht wird
deshalb unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten mit
Wirkung zum 16. November 2012 gekündigt. Dies, so die DWS weiter,
schaffe die Möglichkeit, mittels einer geordneten Auflösung den Anlegern
die jeweils verfügbare Liquidität bis zu zweimal im Jahr ausschütten zu
können. Die Auflösung des Fonds werde bis Mai 2014 angestrebt.
Aktuell hält der im Oktober 2007 aufgelegte und zuletzt rund 250
Millionen Euro schwere Dachfonds neun offene Immobilienfonds im
Portfolio. Bei allen Zielfonds ist die Rücknahme von Anteilsscheinen
ausgesetzt, fünf befinden sich in der Auflösung. Im Zuge der Auflösung
werden dem Fondsvermögen statt der in den Vertragsbedingungen
vorgesehenen Kostenpauschale in Höhe von 0,9 Prozent p.a. künftig nur
0,1 Prozent p.a. belastet.
Bereits im August 2011 hatte Allianz Global Investors
angekündigt, ihren eingefrorenen Premium Management Immobilien Anlagen (PMIA)
zu liquidieren, mit 1,2 Milliarden Euro Volumen immerhin der bis dato
größte Immobiliendachfonds am Markt. Die Ausgabe und Rücknahme von
Anteilen ebenfalls ausgesetzt hat der Immobiliendachfonds RP Global Real
Estate (seit März 2011). |
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Fidelity - Studie: Aus Angst weniger
Rendite 12.12.11 |
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Die Beschlüsse des
EU-Gipfels werden die seit Monaten anhaltende Diskussion über Lösungen
der Schuldenkrise nicht beenden und die Märkte nicht nachhaltig
beruhigen. Auf diese fortwährende
Unsicherheit reagieren die europäischen Sparer mit unterschiedlichen
Anlagestrategien. Insgesamt besteht jedoch ein weit verbreitetes
Sicherheitsbedürfnis – zu Lasten der Renditechancen. Dies geht aus der
zweiten repräsentativen Studie zur Qualität der Finanzberatung hervor,
die TNS Sofres im Auftrag von Fidelity Worldwide Investment unter mehr
als 12.000 Privatanlegern in 14 europäischen Ländern durchgeführt .
Sicherheit hat bei Anlage Priorität
Inmitten der größten Bewährungsprobe für die europäische Währungsunion
offenbaren Europas Sparer vor allem eins: den Wunsch nach Sicherheit bei
der Geldanlage. So war das gering verzinste Sparkonto bei Europas
Anlegern in den zwölf Monaten bis August 2011 mit 40 Prozent das
beliebteste Anlageprodukt. Insbesondere die wirtschaftlich leidgeprüften
Briten (58 Prozent) setzten auf diese vermeintlich sichere Form des
Sparens. Auch in den Niederlanden (58 Prozent), Polen (51 Prozent),
Belgien (49 Prozent), Frankreich (43 Prozent) und Österreich (41
Prozent) wurde das Sparkonto bei Neuanlagen am meisten nachgefragt.
Die Beschlüsse des EU-Gipfels werden die seit Monaten anhaltende
Diskussion über Lösungen der Schuldenkrise nicht beenden und die Märkte
nicht nachhaltig beruhigen. Auf diese fortwährende Unsicherheit
reagieren die europäischen Sparer mit unterschiedlichen
Anlagestrategien. Insgesamt besteht jedoch ein weit verbreitetes
Sicherheitsbedürfnis – zu Lasten der Renditechancen. Dies geht aus der
zweiten repräsentativen Studie zur Qualität der Finanzberatung hervor,
die TNS Sofres im Auftrag von Fidelity Worldwide Investment unter mehr
als 12.000 Privatanlegern in 14 europäischen Ländern durchgeführt hat.
Sicherheit hat bei Anlage Priorität
Inmitten der größten Bewährungsprobe für die europäische Währungsunion
offenbaren Europas Sparer vor allem eins: den Wunsch nach Sicherheit bei
der Geldanlage. So war das gering verzinste Sparkonto bei Europas
Anlegern in den zwölf Monaten bis August 2011 mit 40 Prozent das
beliebteste Anlageprodukt. Insbesondere die wirtschaftlich leidgeprüften
Briten (58 Prozent) setzten auf diese vermeintlich sichere Form des
Sparens. Auch in den Niederlanden (58 Prozent), Polen (51 Prozent),
Belgien (49 Prozent), Frankreich (43 Prozent) und Österreich (41
Prozent) wurde das Sparkonto bei Neuanlagen am meisten nachgefragtIn
Deutschland vertrauten 35 Prozent der Sparer auf die Spareinlage bei der
Hausbank. Damit ist diese Anlageform zwar weniger verbreitet als im
europäischen Durchschnitt, überzeugt aber dennoch mehr Sparer als
direkte Aktieninvestments (31 Prozent), Fondsanlagen (29 Prozent) oder
die private Vorsorge (14 Prozent).
"Das starke Verlangen der europäischen Anleger nach Sicherheit
ist absolut verständlich. Unter Renditegesichtspunkten ist der hohe
Anteil festverzinslicher Spareinlagen allerdings wenig zielführend.
Jeder Prozentpunkt Rendite, den Sparer heute verschenken, reduziert ihr
Ausgabenbudget und im Alter ihre Rente", kommentiert Kerstin Behnke,
Vertriebsleiterin und Mitglied der Geschäftsführung von Fidelity
Worldwide Investment in Deutschland. Dabei müssen
sich das Bedürfnis nach Sicherheit und Renditeerwartungen trotz der
schweren Turbulenzen an Europas Kapitalmärkten nicht ausschließen. "Wir
haben eine Staatsschulden-, keine Unternehmenskrise. Viele Unternehmen
sind hervorragend aufgestellt und werden weiter wachsen", erklärt
Behnke. Ihr zufolge müssen sich Anleger deutlich stärker als bisher am
Wachstum der Unternehmen beteiligen, um ihr Vermögen zu mehren –
entweder über Unternehmensanleihen oder über Aktien und Aktienfonds,
wobei Dividenden gerade in volatilen Märkten einen Puffer darstellen
können. "Anleger sollten beim Aktienkauf nicht nur auf Kursgewinne,
sondern auf die Gesamtrendite abstellen".
Staatsanleihen in Italien beliebt in Deutschland
geschmäht
Langfristig müssen Anleger ihre bisherigen Vorstellungen von Sicherheit
überdenken. "Wir erleben derzeit einen grundlegenden Wandel von Risiko:
Während das Staatsschuldendesaster in Europa jahrzehntelang als sicher
geltende Anlagen immer stärker in Frage stellt, kristallisieren sich
ganz neue Stabilitätsanker heraus. Dazu zählen Unternehmens- und
Hochzinsanleihen gesunder Unternehmen ebenso wie Anleihen von
Schwellenländerstaaten".
Dieses Wissen scheint bei den Anlegern noch nicht angekommen zu
sein, denn nur sechs Prozent der Deutschen und sieben Prozent der
Europäer investieren in Unternehmensanleihen. Zumindest bei den
Deutschen liegt diese Assetklasse in der Gunst fast gleich auf mit
Staatsanleihen – obwohl die Anleihen vieler Unternehmen heute deutlich
höhere Renditen und mehr Sicherheit versprechen als die Anleihen einiger
Staaten.
Trotzdem konnten sich fünf Prozent der deutschen Anleger in den
zwölf Monaten bis August 2011 für Staatsanleihen erwärmen. Damit sind
die Deutschen dennoch deutlich skeptischer als ihre europäischen
Nachbarn. Vor allem in Italien ist der Hang zum Kauf von Staatsanleihen
besonders stark ausgeprägt - obwohl Staatsanleihen mit wachsenden Sorgen
um die Finanzkraft Italiens, Spaniens oder gar Frankreichs längst nicht
mehr als grundsätzlich sicherer Hafen gelten: 21 Prozent der
italienischen Sparer geben an, bis August 2011 in Staatspapiere
investiert zu haben. Neben den Italienern haben auch die polnischen (14
Prozent), dänischen (12 Prozent) und spanischen (9 Prozent) Sparer mehr
auf diese Anlageklasse gesetzt als der Durchschnitt der Befragten (8
Prozent) in Europa.
Skandinavier deutlich risikofreudiger
Dass es auch anders geht, machen die Skandinavier deutlich:
Offensichtlich unbeeindruckt von der europäischen Staatsschuldenkrise,
zeigen sich die nördlichen Nachbarn auffallend risikofreudig. So geben
die Hälfte aller Dänen an, zuletzt direkt in Aktien investiert zu haben.
Auch bei Kapitalanlagen in Investmentfonds sind die Nordeuropäer
Spitzenreiter: 54 Prozent der Norweger haben inmitten der
Kapitalmarktturbulenzen in Fonds investiert – gefolgt von ihren
finnischen (53 Prozent) und schwedischen (47 Prozent) Nachbarn. Dazu
passt, dass in keiner anderen Region Europas weniger Anleger Schutz vor
Kapitalverlust für ein wesentliches Anlagekriterium halten als in
Norwegen (21 Prozent), Schweden (17 Prozent) und Finnland (15 Prozent).
Übrigens: In beiden Kategorien Aktien und Fonds bilden die häufig als
kapitalmarktaffin beschriebenen Briten mit 17 bzw. 6 Prozent das
Schlusslicht.
Für Österreicher spielt Reputation des Anbieters große
Rolle
Ob ein Finanzprodukt von einem bekannten und etablierten Anbieter
stammt, halten durchschnittlich 28 Prozent der Europäer für einen
wesentlichen Aspekt der Geldanlage. Besonders für die Österreicher (38
Prozent), aber auch die Franzosen, Italiener und Polen (alle 33 Prozent)
spielt die Reputation des Anbieters eine entscheidende Rolle bei der
Auswahl von Finanzprodukten. Die Deutschen sehen das etwas lockerer. Nur
für 23 Prozent der deutschen Sparer ist dieser Punkt wichtig.
Insgesamt machen die Ergebnisse der Studie vor allem eines
deutlich: Ein großer Teil der europäischen Sparer wünscht sich vor allem
Sicherheit bei der Geldanlage. Auch wenn es vielfältige Anlagestrategien
gibt, um dieses Ziel zu erreichen, vernachlässigen die meisten die
Rendite und damit das entscheidende Kriterium, um Vermögen langfristig
zu mehren. Umso wichtiger ist es, Anleger bei der Zusammenstellung des
Portfolios zu unterstützen - und zwar fortlaufend. "Hier kommt
Produktanbietern und Beratern eine wichtige Rolle zu - vor allem mit
Blick auf die steigende Rentenlücke und das mit Sicherheit noch für
einige Zeit anhaltend niedrige Zinsniveau".
Studien - Hintergründe
Im Auftrag von Fidelity Worldwide Investment hat TNS Sofres für die
repräsentative Studie 12.000 volljährige Sparer und Anleger befragt. Die
Umfrage fand im Juli 2011 in folgenden 14 Ländern statt: Belgien,
Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Spanien. |
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Handelsblatt: Chinas Devisenreserven
schrumpfen 12.12.11 |
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Chinas Devisenschatz
schrumpft das erste Mal seit acht Jahren. Das geht aus den aktuellen
Zahlen der chinesischen Zentralbank hervor. Experten sehen dies als
Anzeichen, dass sowohl Unternehmen als auch Privatleute ihr Geld aus
China abziehen, berichtet das Handelsblatt.
Der Gesamtwert von Chinas Devisen ist um knapp 90 Milliarden Yuan
auf 30 Billionen Yuan (2,7 Billionen Euro) gesunken. Der Grund dafür
könnte in dem zuletzt sinkenden Verhältnis zwischen Exporten und
Importen liegen, das die Anhäufung von Devisen verlangsamte. Daher hatte
die Zentralbank zuletzt auch den Kurs der Währung niedriger festgesetzt
und damit eine lange Phase der Aufwertung unterbrochen. Damit habe man
aber auch eine Phase der Kapitalflucht eingeleitet.
Während die Unternehmen ihre China-Gewinne bisher zum größten
Teil auch dort wieder reinvestiert haben, zeigen sie nun offenbar
verstärkte Neigung das Geld ins Mutterhaus zu überweisen. Auch
chinesische Privatleute schaffen, laut dem Handelsblattartikel offenbar
verstärkt Geld ins Ausland. "Der Anreiz dazu ist groß", wird Victor Shih,
Experte für chinesische Wirtschaft an der Northwestern University bei
Chicago vom Handelsblatt zitiert, "die Kapitalkontrollen des Landes zu
umgehen, denn die Verzinsung auf Sparkonten fällt derzeit wegen der
hohen Inflation negativ aus." |
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Moody`s: Kreditwürdigkeit französischer Banken
gesenkt 12.12.11 |
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Der Reigen von
Herabstufungen hält weiter an. Dieses Mal hat es drei französische
Großbanken erwischt. Die Ratingagentur Moody's hat dabei die
Kreditwürdigkeit der BNP Paribas, Société Générale und der Crédite
Agricole gesenkt. Dabei wurde das Langfristrating für BNP und Credit
Agricole auf Aa3 gesenkt, eine Stufe darunter liegt nun die Société
Générale mit der Note A1, was insgesamt die fünfthöchste Note bedeutet.
Die Ratingagentur begründete ihre Entscheidung mit der sich
verschlechternden Bedingungen für Liquidität und Finanzierung sowie das
fragile Geschäftsumfeld für europäische Banken. Somit wird es immer
schwieriger, sich zu refinanzieren. Zudem haben sich die
Wirtschaftsprognosen verschlechtert. |
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Credit Suisse: Edelmetalle werden 2012 weiter
profitieren 12.12.11 |
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Neues Jahr, neues Glück?
Obwohl absehbar ist, dass sich die Unsicherheiten und erhöhte
Stimmungsschwankungen an den globalen Aktienmärkten auch im neuen Jahr
fortsetzen werden, bieten sich 2012 aber auch Chancen, meinen die
Finanzmarktexperten von Credit Suisse. Positiv
sind sie für Edelmetalle gestimmt, die als Folge hoher
Investitionsnachfrage weitere Preissteigerungen erfahren sollten.
Weiteren Rückenwind erwarten sie im Energiesektor, der ebenfalls von
einer anziehenden Nachfrage profitiert. Was Aktien angeht sehen die
Credit Suisse-Experten Value-Strategien als attraktiv an, sobald sich
das Liquiditätsumfeld verbessert.
Bei Industriemetallen seien die technischen Trends hingegen
weitgehend negativ, aber viele Märkte an der Grenze zu günstigen
Bewertungen, was langfristig Unterstützung bietet, sind die Credit
Suisse-Experten überzeugt. Im Landwirtschaftssektor sind die technischen
Trends ebenfalls negativ, aber die Preise noch nicht billig. |
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Fp; Eurokrise lässt auch Brasilien nicht
kalt 7.12.11 |
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Im Zuge der
internationalen Wirtschaftskrise hat auch der Aufschwung im boomenden
Brasilien einen Dämpfer erlitten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
stagnierte im dritten Quartal, teilte das staatliche brasilianische
Institut für Geografie und Statistik (IBGE) am Dienstag mit. Im zweiten
Quartal betrug das Wachstum noch 0,7 Prozent. Für 2011 rechnen die
Experten für Brasilien mit einem BIP-Wachstum zwischen drei und 3,5
Prozent, nachdem es 2010 noch 7,5 Prozent betrug.
Die privaten Konsumausgaben schrumpften, während die Unternehmen
weniger investierten. Sektorenbezogen konnte sich nur die Land- und
Viehwirtschaft um 3,2 Prozent steigern, während etwa die
Wirtschaftsleitung im Industriesektor um 0,9 Prozent zurückging. Eine
rasche Trendwende ist Experten zufolge nicht in Sicht. Grund ist die
Schuldenkrise in Europa, die das exportabhängige Land schwer trifft. Es
liefert vor allem Rohstoffe wie Eisenerz und Soja.
Brasiliens Finanzminister Guido Mantega nannte die Stagnation in
der siebtgrößten Volkswirtschaft vorübergehend. Im vierten Quartal ziehe
die Wirtschaft bereits an, weil ein Teil der eingeleiteten Maßnahmen
bereits Wirkung zeigten, wird er von mehreren Medien zitiert.
Um Investitionen zu erleichtern hatte die brasilianische
Zentralbank vorige Woche zum dritten Mal in Folge seit August die
Leitzinsen um je 0,5 Prozent auf elf Prozent gesenkt. Auch die hohe
Inflation macht Brasilien zu schaffen. Seit April liegt die
Teuerungsrate über dem Zielwert von 6,5 Prozent. Die Regierung zögert
deshalb mit Konjunkturprogrammen, die die Inflation weiter anheizen und
den Konsumenten Kaufkraft kosten könnte. |
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Credit Suisse: Eurozone – Lösung in Aussicht
5.12.11 |
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Stefan Keitel,
Investmentexperte von Credit Suisse, beleuchtet die
derzeitige Situation an den Märkten.
Nachdem sich die Märkte über den Oktober merklich entspannt und
zu einer markanten Erholungsbewegung angesetzt hatten, geriet die
Aufwärtsbewegung bereits im November wieder ins Stocken. Trotz positiver
makroökonomischer Indikatoren vor allem aus den USA und China blieben
die Schwankungen – bedingt durch Unsicherheiten in der Eurozone – hoch
und der Riskoappetit tief. Die sorgenvolle Haltung vieler Investoren
hielt an. Daran konnten auch verbesserte Rahmenbedingungen wie die
erfolgreiche Implementierung einer Übergangsregierung in Griechenland
und Italien, die definitive Verabschiedung von Maßnahmenpaketen zum
Abbau der europäischen Staatsverschuldung sowie weitere Ankaufprogramme
von Peripherieanleihen durch die europäische Zentralbank (EZB) nichts
ändern. Selbst ein Zusammenbruch der Eurozone wurde offen diskutiert.
Dies manifestierte sich besonders im dramatischen Anstieg der
Peripherierenditen – italienische Staatsanleihen überschritten die
magische Marke von sieben Prozent. Auf diesem Niveau mussten andere
Länder bereits den Rettungsschirm in Anspruch nehmen.
EZB muss sich als "Lender of last resort" positionieren
Keitel ist weiterhin der Meinung, dass die Situation in der Eurozone
zwar ein erhebliches Risiko für die weltweite Konjunktur und die
Kapitalmärkte darstellt, es am Ende aber doch eine versöhnliche Lösung
geben wird: "Dazu sind jedoch weitere Schritte der Politik unabdingbar.
Zudem muss sich die EZB unseres Erachtens als 'Lender of last resort'
positionieren, um Unsicherheiten zu beseitigen und den Käuferstreik der
Investoren gegenüber Staatsanleihen aufzubrechen. Denn mittlerweile
scheint sogar die vormals so stabile deutsche Bundesanleihe nicht mehr
über jeden Stabilitätszweifel erhaben zu sein. Deutlich wird dies im
massiven Renditeanstieg. Wir bekräftigen daher nochmals unser
Untergewicht bei traditionellen Staatsanleihen und eine kurze Duration."
EZB muss sich als "Lender of last resort" positionieren
Keitel ist weiterhin der Meinung, dass die Situation in der Eurozone
zwar ein erhebliches Risiko für die weltweite Konjunktur und die
Kapitalmärkte darstellt, es am Ende aber doch eine versöhnliche Lösung
geben wird: "Dazu sind jedoch weitere Schritte der Politik unabdingbar.
Zudem muss sich die EZB unseres Erachtens als 'Lender of last resort'
positionieren, um Unsicherheiten zu beseitigen und den Käuferstreik der
Investoren gegenüber Staatsanleihen aufzubrechen. Denn mittlerweile
scheint sogar die vormals so stabile deutsche Bundesanleihe nicht mehr
über jeden Stabilitätszweifel erhaben zu sein. Deutlich wird dies im
massiven Renditeanstieg. Wir bekräftigen daher nochmals unser
Untergewicht bei traditionellen Staatsanleihen und eine kurze Duration."
Euro könnte kurzfristig noch mehr unter Druck geraten
Bei den Währungen hat der Credit Suisse-Manager aktuell weiterhin keine
ausgeprägten Präferenzen. Das ähnlich tiefe Zins- und Wachstumsniveau in
den traditionellen Währungsblöcken schließe einen nachhaltigen
Währungstrend zum aktuellen Zeitpunkt eher aus. Der Euro könnte
allerdings kurzfristig aufgrund der erwarteten nochmaligen Zinssenkung
der EZB und der Wachstumssorgen der Eurozonenperipherie noch etwas mehr
unter Druck kommen. "Wir bekräftigen unsere strategisch positive
Sichtweise der Schwellenländer-währungen und der Ersatzwährung Gold.
Rohstoffe stehen zwar aufgrund des konjunkturellen Schwächezyklus
zurzeit bei den Anlegern nicht im Mittelpunkt, sollten aber von der
grundsätzlichen Entwicklung von Angebot und Nachfage strategisch gut
unterfüttert sein. Daher stellen etwaige weitere Rücksetzer für uns eher
Kaufgelegenheiten dar", zieht Keitel
Fazit. |
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M&G: Anleger müssen umdenken 5.12.11 |
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Nach
Meinung von Volker Buschmann von M&G Investments müssen sich
Anleger 2012 weiterhin auf volatile Finanzmärkte weltweit einstellen:
"Die Frage ist nur, wie hoch die Schwankungen ausfallen werden. Die
Unsicherheit und Nervosität werden bleiben."
Laut Buschmann befinden wir uns in einer strukturellen und nicht
zyklischen Finanz- und Wirtschaftskrise vor allem in den USA und Europa,
die sich aufgrund der internationalen Vernetzung auch auf den Rest der
Welt auswirkt. "Absehbare Lösungen wird es dafür nicht geben. Darauf
müssen sich Anleger bei ihrer Investmentstrategie einstellen. Anleger
müssen diesen Umdenkprozess vollziehen und in längeren Zeiträumen von
fünf bis zehn Jahren denken. Markt-Timing ist praktisch unmöglich."
"Patentrezepte helfen nicht mehr"
Für den M&G Investments-Experten gibt zwar heute wie früher sehr gute
Investmentmöglichkeiten bei Aktien und Anleihen rund um den Globus. Die
Welt in der wir leben und damit auch die Finanzwelt sei jedoch
schnelllebiger, komplexer und widersprüchlicher geworden. "Patentrezepte
helfen nicht mehr. Im Gegenteil, es wird immer schwieriger für Anleger,
in einer solchen Marktlage die Anlage mit dem passende
Rendite-Risikoprofil aus dem zudem immer größer werdenden Universum
herauszufiltern", ist Buschmann überzeugt.
Allgemein gültige Annahmen sind ins Wanken geraten
Erschwerend kommt für den Experten hinzu, dass ehemals allgemein gültige
Annahmen inzwischen ins Wanken geraten sind: "Zum Beispiel kann eine
früher als sicher wahrgenommene Staatsanleihe eines europäischen Staates
heute riskanter sein als so manche Unternehmensanleihe. Oder Anlagen in
Schwellenländer können geringeren Schwankungen unterliegen als solche
aus den etablierten Industrieländern. Das heißt, es bedarf noch mehr
Fachwissen, Sachverstand und langjähriger Erfahrung, um die richtige
Anlageentscheidung treffen zu können."
Für denjenigen, der sein Kapital erhalten oder sogar vermehren
möchte, sind Sparbücher, Tagesgeldkonten oder passive Produkte aus Sicht
von M&G Investments jedoch keine Lösung. "Unserer Meinung nach sollten
Anleger vielmehr ein ausgewogenes Depot haben, in dem sie ihr Kapital
langfristig auf Unternehmen und Staaten sehr guter Qualität setzen und
über Länder und Anlageklassen hinweg streuen, um das Risiko so weit wie
möglich zu minimieren". |
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UBS: Neuer UBS-Währungsfonds meidet große
Reservewährungen 3.12.11 | | |
UBS Global Asset
Management (UBS Global AM) startet mit dem UBS (Lux) Bond SICAV –
Currency Diversifier einen neuen Fonds, der sich auf Staatsanleihen
kleinerer Industriestaaten mit soliden Staatsfinanzen fokussiert.
Anleger können beispielsweise durch Schuldtitel auf den Schweizer
Franken, den Kanadischen oder den Neuseeland-Dollar ihr Portfolio
hinsichtlich der Währungen diversifizieren und sich unabhängiger von der
Entwicklung der großen Reservewährungen wie US-Dollar oder Yen machen.
Vermeidung von Risikokonzentration beim Währungsinvestment
"Die größten Wirtschaftsräume wie die USA, die Eurozone, aber auch Japan
und Großbritannien stehen wegen ihrer hohen Verschuldung, schwacher
Bankbilanzen und anfälliger Immobilienmärkte vor großen
Herausforderungen", erklärt David Ric, Portfolio-Manager des UBS
Currency Diversifier Funds. In solch einer Situation sei es für
Währungsanleger schwierig, gleichzeitig hohe Liquidität, ausreichende
Diversifikation und erstklassige Bonität aufrecht zu erhalten. "Da die
meisten Investments in einer der großen Reservewährungen notierten,
bedeutet das ein konzentriertes Risiko für den Investor. Die
Diversifikation über Anleihen aus den kleineren Industrieländern hilft,
eine Risikokonzentration zu vermeiden."
Fokus auf festverzinsliche Papiere mit ein- bis dreijähriger Laufzeit
Um das Ziel der Währungsdiversifikation zu erreichen, setzen Ric und
sein Team auf einen Korb von insgesamt sieben Währungen. Dazu
investieren sie in Anleihen und konzentrieren sich auf Staatsanleihen
mit ein- bis dreijähriger Laufzeit von Industriestaaten mit guter
Bonität. Aktuell enthält der Fonds Anleihen aus Australien, Singapur,
der Schweiz, Kanada, Neuseeland, Norwegen und Schweden. Beigemischt
werden Geldmarktinstrumente sowie einige hochwertige
Unternehmensanleihen, die über ein A-Rating oder höher verfügen. Maximal
20 Prozent des Fondsvermögens können in andere Währungen investiert
werden. Der UBS Currency Diversifier Fund verwaltet zum Start bereits 78
Millionen US-Dollar und ist sowohl in einer Euro-Anteilsklasse sowie in
einer US-Dollar-Anteilsklasse erhältlich.
Zur langfristigen Beimischung bestehender Anlagen geeignet
Der UBS Currency Diversifier Fund eignet sich nach Angabe von UBS Global
AM als langfristige Beimischung für Investoren, die ihre Anlagen in
traditionelle Reservewährungen wie Dollar, Euro, Yen und Pfund begrenzen
möchten, weil sie fürchten, dass diese Währungen wegen der hohen
Haushaltsdefizite der führenden westlichen Staaten unter Druck geraten
könnten.
Die Fondsdaten im Überblick:
Fondsname: UBS (Lux) Bond SICAV – Currency
Diversifier
Fondsdomizil: Luxemburg
Rechtsform: SICAV ISIN EUR P-acc: LU0706127809
ISIN USD P-acc: LU0659916679
ISIN USD P-dist: LU0659904402
Auflegungsdatum: 4. November 2011 (EUR-Anteilsklasse:
1. Dezember 2011)
Rechnungswährung: USD / EUR
Benchmark: keine
Pauschale Verwaltungsgebühr: 0,90 Prozent p.a.
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First State: Krise der
Eurozone hilft Schwellenländeranleihen 2.12.11 | | | Die Krise der Euro-Randstaaten und deren Anleihenmärkte stellt die
Attraktivität der Schwellenländeranleihen für viele Pensionsfonds und
andere Anleger in den Vordergrund, so die Meinung von Helene Williamson,
Leiterin des Schwellenländer-Anleihenteams bei First State Investments.
„Die Marktteilnehmer erkennen, dass die Schwellenländer beim Verhältnis
ihrer Schulden zum BIP, ihren Haushaltsdefiziten, Devisenreserven und
Rentenverpflichtungen eine bessere Figur machen."
Das Schuldenniveau der Industriestaaten, das im Jahr 2007 noch rund 77
Prozent des BIP betrug, ist dramatisch gestiegen und wird in diesem Jahr
die 100 Prozent-Marke durchbrechen, befürchtet Williamson. Dagegen liegt
die Schuldenquote in den Schwellenländern derzeit bei durchschnittlich
etwa 34 Prozent. Hohe Verschuldung und eine steigende Belastung der
Rentenkassen setzen zudem die Bonitätsnoten der entwickelten Länder
unter Druck. "Schwellenländer haben heute sehr viel bessere
Voraussetzungen, ihre Schulden zu bedienen, als die Industriestaaten
dieser Welt. Das sollte sich nach unserem Dafürhalten in den nächsten
Jahren sogar noch verstärken, weil die Schwellenländer von ihrer guten
Haushaltslage, einem relativ niedrigen Finanzierungsbedarf und einer
günstigen demografischen Entwicklung profitieren“, erklärt Williamson,
die für den Anleihenfonds
First State Emerging Markets Bond verantwortet zeichnet. In den
modernen Volkswirtschaften erhöht die alternde Bevölkerung indes den
Druck auf die Rentenkassen. Dieser werd zwar nicht in der Berechnung der
Schuldenquote, wohl aber zunehmend in den Bonitätsnoten berücksichtigt,
heißt es. Die meisten Schwellenländer hingegen hätten eine jüngere
Bevölkerung und profitieren entsprechend von einer "demografischen
Dividende" sowie von höheren Wachstumsraten. Daneben sei ihr
Finanzierungsbedarf deutlich niedriger als in der entwickelten Welt, so
Williamson. Der Bruttofinanzierungsbedarf der Schwellenländer beträgt in
den nächsten Jahren lediglich etwa acht Prozent ihres BIP, während er in
der entwickelten Welt auf über 27 Prozent des BIP steigen wird, vermutet
die Fondsmanagerin: „Dass die Schwellenländer ihre Schulden mehr oder
weniger problemlos bedienen können, schlägt sich in besseren
Bonitätsnoten nieder, und das bleibt wahrscheinlich auch so."Das
durchschnittliche Rating der Schwellenländer folgt einem langfristigen
Aufwärtstrend. 1994 lag das durchschnittliche Rating bei „BB-“, 2010
erreichte es mit „BBB-“ bereits die Investment Grade-Kategorie. Für die
entwickelte Welt hingegen wurden in den letzten sieben Jahren einige
Herabstufungen ausgesprochen, zuletzt waren die USA und einige
europäische Länder betroffen. Die vergleichsweise gute Bonität der
Schwellenländer komme auch in dem Risikoaufschlag gegenüber
US-Staatsanleihen zum Ausdruck, der seit 2009 stark rückläufig war und
nach Einschätzung von Williamson noch weiter sinken könnte. Obwohl sie
die Aussichten von Schwellenländeranleihen langfristig positiv
einschätzt, konzentriert sich ihr Fonds aber auf die qualitativ
höherwertigen Titel ihres Anlageuniversums: "Die Verfassung der
entwickelten Welt ist heute das größte Risiko der Schwellenländer, denn
trotz ihrer weiterhin stabilen Fundamentaldaten sind die Schwellenländer
nicht gegen die eine oder andere Ansteckung gefeit."
Williamsons Resumee: „Wir beobachten das derzeitige Marktumfeld in
Westeuropa mit Sorge und können uns nicht vorstellen, dass der
Europäische Rettungsfonds (EFSF) in seiner heutigen Gestalt das
europäische Problem lösen kann. Da auch die Korrelationen zwischen den
unterschiedlichen Anlageklassen weiterhin beachtlich sind, bewegen wir
uns im höherwertigen Segment des Marktes für Schwellenländeranleihen.
Unter regionalen Gesichtspunkten stehen uns hierzu die Märkte
Lateinamerikas, Asiens und des Nahen Ostens offen." |
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Warburg: 2012 – nur zyklische
Konjunkturabschwächung 2.12.11 | | |
Geht es um die wirtschaftliche Entwicklung in
den kommenden zwölf Monaten, stehe Europa heute
an einem wichtigen Wendepunkt. Vieles hänge
davon ab, ob die Schuldenkrise durch Politik und
Notenbanken eingedämmt werden könne, warnen die
Experten der Hamburger Privatbank Warburg in
einem aktuellen Marktbericht. Wenn es gelinge,
eine Lösung zu finden, könnte noch im 1.
Halbjahr 2012 eine Bodenbildung und
anschließende Erholung erfolgen. Andernfalls
drohe hingegen eine schwere und länger
andauernde Rezession.
Sowohl von der Geld- als auch von der
Fiskalpolitik sind im Laufe des kommenden Jahres
konjunktur-stimulierende Impulse zu erwarten.
Für den Konjunkturausblick 2012 rechnen die
Privatbankiers damit, dass es lediglich zu einer
zyklischen Konjunkturabschwächung komme, nicht
aber zu einer Rezession. In einem solchen
Hauptszenario sehen die Experten die
Schwellenländer strukturell im Vorteil, weil die
Handlungsspielräume der Industrieländer
hinsichtlich einer expansiveren
Wirtschaftspolitik sehr beschränkt sind. Bei
einem „normalen“ Verlauf der Frühindikatoren im
ersten Halbjahr 2012 könnte eine Bodenbildung
und anschließende Erholung erfolgen, die sich
auch auf die strukturell schwächer aufgestellten
Industrieländer positiv auswirken dürfte. Dies
setze allerdings voraus, dass die Schuldenkrise
durch die Politik und/oder die Notenbanken
eingedämmt werden kann. „Allerdings werde sich
wohl die Situation in Europa zunächst weiter
zuspitzen, bevor eine Entscheidung zugunsten von
Eurobonds oder dem unbegrenzten Einsatz der
Geldpolitik durch die EZB getroffen werden
wird“, so die Privatbank. Genau hier beginne das
zweite Szenario, das Krisenszenario. Denn
niemand wisse genau, ob und wann eine
nachhaltige Beruhigung der Schuldenkrise
gelingen wird. Sollte dieses Szenario, das sich
kein Politiker, Notenbanker oder Bürger in
Europa wünschen mag, aber eintreten, würde das
Konjunkturszenario für das Jahr 2012 nachhaltig
negativer aussehen. „In diesem Fall würde aller
Voraussicht nach eine schwere und länger
andauernde Rezession zu erwarten sein, die auch
die des Jahres 2009 in den Schatten stellen
dürfte."
Was ist für die deutsche Wirtschaft im kommenden
Jahr zu erwarten, wenn das Auseinanderbrechen
der Währungsunion vermieden werden kann? Alle
Frühindikatoren deuten nach Einschätzung der
Prognostiker von Warburg auf eine
Wachstumsabschwächung hin, eine Rezession sei
aber aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. Die
wirtschaftliche Abschwächung werde sich bei den
Unternehmen erst sukzessive bemerkbar machen.
„In den vergangenen drei Monaten sind die
Aufträge bereits deutlich zurückgegangen. Setzt
sich dieser Trend unverändert fort, könnte
Deutschland 2012 sogar doch noch eine zumindest
leichte Rezession erleben, doch gehen wir
derzeit nicht von einem solchen Szenario aus.“
Während Warburg für 2011 unverändert eine
Wachstumsrate von drei Prozent oder sogar etwas
mehr erwartet – sowohl das BIP-Wachstum im 2.
als auch im 3. Quartal soll im Nachhinein noch
nach oben revidiert werden – , heißt es, könnte
es für 2012 nur noch ein Wachstum von einem
halben Prozent geben.
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Fidelity: "Europas Probleme Welten von Asien entfernt"
28.11.11 | | |
Jüngst warnte die Chefin des
Internationalen Währungsfonds,
Christine Lagarde, vor einem
Übergreifen der europäischen Krise
auf die asiatischen
Volkswirtschaften und damit vor
einem Wegbrechen des Wachstumsmotors
Asiens. „Keine Frage: Die
potenzielle Sprengkraft der
europäischen Staatsschuldenkrise für
die Weltwirtschaft ist inzwischen
genauso hoch wie die der Finanzkrise
von 2008/2009, die sie überhaupt
erst zum Vorschein brachte“, so Teera Chanpongsang, Fondsmanager des
Fidelity Emerging Asia Fund.
„Weltweit werden Menschen,
Unternehmen und ganze
Volkswirtschaften von ihrem Ausgang
betroffen sein. Dieser liegt nun in
der Hand einer kleinen Gruppe von
Politikern und Technokraten in
Europa.“ Doch für Chanpongsang
stehen die Probleme der Eurozone
nicht in Relation mit den
Unternehmen der aufstrebenden Märkte
Asiens. In einem aktuellen
Marktkommentar erklärt der
Fondsmanager, weshalb sich
asiatische Unternehmenslenker nicht
vor Europas Problemen fürchten und
was sie wirklich umtreibt.
Asiens langfristiges Binnenwachstum ist der entscheidende Faktor
Zwar räumt Chanpongsang ein, dass der rapide Vertrauensschwund an den europäischen Kapitalmärkten natürlich Auswirkungen auf asiatische Unternehmen hat und auch der Aktienkurs des einen oder anderen Unternehmens unter der Situation in Euroland leidet. Aus fundamentaler Sicht blieben die Probleme der Eurozone jedoch so gut wie folgenlos für chinesische, indische, thailändische oder indonesische Unternehmen. „Viel entscheidender für deren wirtschaftlichen Erfolg sind und bleiben die langfristig-strukturellen Wachstumstreiber – namentlich der rapide Anstieg des Lebensstandards vieler Millionen Menschen, der eine zusehends konsumfreudige Mittelschicht hervorbringt“, betont Chanpongsang. „Aber auch der zunehmende Urbanisierungsgrad und die nachholende Infrastrukturentwicklung treiben die Wirtschaft in einem Ausmaß voran, das bereits vor einer Generation die europäischen Größenordnungen gesprengt hat.“
„Wesentlicher Renditetreiber“
Angesichts dieser Megatrends sei nach Einschätzung von Fidelity eine erfolgreiche Positionierung in den aufstrebenden Schwellenländern Asiens die entscheidende Einflussgröße für die Unternehmenserträge. Denn trotz der gewaltigen Wohlstandsverschiebungen von West nach Ost muss man kein Prophet sein, um die Konsumbedürfnisse der aufstrebenden Gesellschaften Asiens zu erahnen. Chanpongsang hierzu: „Auch wenn sich die Zeiten und mit ihnen die Produkte ändern, so wird der Wunsch von Abermillionen Menschen nach individueller Mobilität, Luxusgütern und moderner Technologie auch in Asien die wirtschaftliche Entwicklung wesentlich prägen. Wenn es noch eines Beweises für das Konsumpotenzial der dortigen Märkte bedarf: China hat sich inzwischen an den USA vorbei zum größten Automobilmarkt der Welt entwickelt – absolut gesehen. Gemessen am Pro-Kopf-Verhältnis ist der Markt bislang allerdings kaum den Kinderschuhen entwachsen. Doch nicht nur China lässt hoffen. Auch in Thailand, Indonesien oder Indien bestehen für Unternehmen gewaltige Möglichkeiten.“
Natürlich geht die Krise der Eurozone nicht unbemerkt an asiatischen Unternehmenslenkern vorbei, so das Fazit des Fondsmanagers und Schwellenländer-Experten. Der Blick durch die asiatische Brille verdeutliche jedoch, weshalb sie dort nicht ganz oben auf der Agenda steht. Asiatische Firmenchefs treibt vor allem eine Frage: „Wie können wir uns das größte Stück am Wachstumskuchen sich rasant entwickelnder asiatischer Märkte sichern?“
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ebase übernimmt Depotführung für
KanAm Grund 28.11.11 | | |
Die B2B Direktbank ebase übernimmt
zu Ende November dieses Jahres die
Depotführung und den Service für
mehr als 30.000 Kunden der KanAm
Grund mit einem Volumen von rund
einer Milliarde Euro. Auch für alle
neuen Depots der KanAm Grund ist
ebase zukünftig verantwortlich. Mit
der KanAm-Gruppe, einem
Asset-Manager von internationalen
Immobilienkapitalanlagen, hat die
Direktbank laut Mitteilung einen
weiteren Mandanten für ihre
White-Label-Lösung im Bereich
Depotservice/Depotoutsourcing
gewonnen.
"Wir werden uns künftig auf unsere
Kernkompetenzen, das Management, den
Vertrieb und die Verwaltung von
Offenen Immobilienfonds,
konzentrieren. Aus diesem Grund und
im Interesse einer zukunftsfähigen
Betreuung unserer Anleger war es uns
wichtig, ein auf die Depotführung
spezialisiertes und auf diesem
Gebiet langjährig erfahrenes
Unternehmen als Partner zu finden.
Mit ebase ist uns dies gelungen",
betont Heiko Hartwig,
Geschäftsführer der KanAm Grund.
Zudem teilte ebase mit, dass das
bisherige Depotangebot erweitert
werde und zukünftig KanAmGrund-Depot
2.0 heißt. Es biete den Kunden mehr
Interaktionsmöglichkeiten als
bisher, zum Beispiel längere
telefonische Erreichbarkeit des
Kundenservices und einen
komfortablen Online-Zugriff auf das
eigene Depot.
Die ebase GmbH ist ein Unternehmen
der comdirect Gruppe. Sie verwaltet
nach eigenen Angaben ein
Kundenvermögen von rund 16
Milliarden Euro in Deutschland. Zu
ihren Kunden zählen Finanzvertriebe,
Versicherungen, Banken,
Vermögensverwalter und Unternehmen,
die die mandantenfähigen Lösungen
der ebase für die
Investmentdepotführung nutzen.
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Frankenstärke: SNB zu weiteren
Interventionen bereit 28.11.11 | | |
Die Schweizerische Nationalbank
(SNB) ist zu weiteren Interventionen
an der Währungsfront bereit, sollte
die Situation dies erfordern. Dies
erklärte SNB-Vizepräsident Thomas
Jordan in der „Sonntagszeitung“.
Dabei bekundete er Verständnis für
all jene, die eine Anhebung der
Kursuntergrenze zum Euro fordern,
denn auch für Jordan ist der
Schweizer Franken noch immer auf
erhöhtem Niveau. Laut Ansicht des
Notenbankers trete die Schweizer
Wirtschaft nun in eine schwere Phase
mit niedriger oder sogar leicht
negativem Wachstum. Dabei
bekräftigte er, dass die SNB bereit
ist neue Maßnahmen zu setzen,
sollten es die wirtschaftlichen
Perspektiven und die deflationären
Risiken erfordern, erklärte Jordan.
Mittlerweile steigt die
Ungeduld gegenüber der SNB über alle
Lager der Schweizer Wirtschaft
hinweg. So meint Peter Spuhler,
Nationalratsabgeordneter der
Schweizer Volkspartei (SVP) und
Unternehmer, dass die einzige Hilfe
für den Werkplatz Schweiz eine
Wechselkursrelation zum Euro von
mehr als 1,35 wäre. Weiters fordern
auch der Präsident des
Gewerkschaftsbundes Paul Rechsteiner,
der Arbeitgeberpräsident Valentin
Vogt, Economiesuisse-Präsident
Gerold Bührer oder der Industrielle
Michael Pieper eine Schwächung des
Schweizer Franken, sonst drohe ein
Welle weiterer Stellenstreichungen
und Produktionsverlagerungen in den
Euroraum, berichtet die Limattaler
Zeitung.
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„Private Investing“ – neue Vermögensverwaltung der
BCA Bank 24.11.11 | | |
Sichere Vermögenszuwächse und
Inflationsabsicherung zu
gewährleisten, auch für kleinere und
mittlere Anlagesummen, so lautet das
Ziel des neuen fondsgebundenen
Vermögensverwaltungskonzepts
„Private Investing“, das die BCA
Bank jetzt vorgestellt hat. Dazu hat
sich die Wertpapierhandelsbank aus
Bad Homburg renommierte Partner an
die Seite geholt. Die Depots werden
vom Privatbankhaus Metzler auf
dessen Fondsplattform Metzler Fund
Xchange geführt. Die
Asset-Allokation wird von
erstklassigen, unabhängigen
Asset-Managern geliefert –
namentlich C-Quadrat, Performance
Swiss AG, smart-invest GmbH und
FondsConsult Research AG. Die BCA
Bank selbst fungiert als
professioneller Vermögensverwalter.
„Das neue Konzept verstehen wir als
Antwort auf den Vertrauensverlust
der Kunden und dem Wunsch nach
Erfüllbarkeit der Erwartungen sowie
der Nachvollziehbarkeit des
Produktes. Es gilt heute mehr denn
je im Kopf des Kunden zu denken“,
unterstreicht BCA-Vorstand Oliver
Lang.
Transparente Kosten – einheitliche Gebühr
Die Kosten für den Erwerb und die
Verwaltung der Depots werden laut
BCA transparent und übersichtlich
ausgewiesen. Alle Dienstleistungen
werden mit dem einheitlichen
Gebührensatz von 1,5 Prozent
jährlich vom Depotwert zzgl.
Mehrwertsteuer abgerechnet. Selbst
alle Bestandsvergütungen werden
nachweislich an den Kunden
zurückerstattet. Auch
Ausgabeaufschläge und
Transaktionskosten fallen nicht an.
Als weiteren Vorteil nennt die BCA
die steuerliche Absetzbarkeit des
Gebührensatzes. „Dieses Konzept
eignet sich besonders für Anleger,
die ihr Geld professionell und
nachvollziehbar angelegt wissen
wollen“, ist Lang überzeugt. Bereits
ab 200 Euro monatlich seien
Sparpläne möglich, bei Einmalanlagen
betrage die Mindesteinlage 10.000
Euro
Die BCA Bank AG überwacht konsequent
die Anlagevorschläge innerhalb der
vier Portfoliostrategien sowie die
Arbeit der Asset Manager, die mit
klaren Erwartungen und Zielen
ausgestattet sind. Es besteht
jederzeit die Möglichkeit, die
Anlagestrategie zu wechseln. Der
Kunde wird über die Entwicklung
seiner Vermögensanlage stets
aktuell informiert. Dazu erstellt
die BCA Bank regelmäßige,
ausführliche Reportings. Zudem
können per Online-Zugang zur
elektronischen Abwicklungsplattform
der depotführenden Stelle – Metzler
Fund Xchange – permanent
Informationen eingeholt werden. Der
Kunde könne so rund um die Uhr auf
alle wichtigen Informationen zu
seinem Depot zugreifen, heißt es.
Je nach Ertragserwartung und
Risikotoleranz können sich die
Kunden für eines von vier Portfolien
entscheiden, die ausschließlich in
hierzulande zugelassene
Investmentfonds investieren. Jedes
wird von einem spezialisierten
Asset-Manager gesteuert. Die
Anlagestrategien haben eine
Bandbreite von Sicherheit bis
Renditechance (defensiv, ausgewogen,
3+Airbag, dynamisch).
Hinweis:
Die Vermögensverwaltung
„Private Investing“
der BCA-Bank ist auch über uns, die
FD Fonds-Sparkauf GmbH, erhältlich.
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Bantleon: Europas Politikern gehen die Optionen aus
23.11.11 | | |
Die Finanzmärkte
fragen sich, ob die
Europäische Zentralbank (EZB)
aufgrund steigender Risikoprämien an
den Euro-Anleihemärkten bald
unbegrenzt Staatsanleihen von
europäischen Ländern wie Italien und
Spanien aufkauft. Nach Meinung von
Harald Preißler, Chefvolkswirt und
Leiter des Anlagemanagements bei
Bantleon, bleibt der EZB letztliche
keine Wahl . Sein
Marktkommentar :
Europas Politikern gehen Optionen aus
Darin vertritt Preißler die Ansicht, das der Politik allmählich die Optionen ausgingen. Nicht zuletzt deshalb, weil es scheint, dass die Bereitschaft von Investoren, „versicherte“ Staatsanleihen aus Italien oder Spanien zu erwerben, grob überschätzt wurde. Bei diesen Anleihen bietet der neue europäische Rettungsschirm Käufern die Möglichkeit, nur einen Teil von möglichen Verlusten mittels einer Versicherungsprämie abzudecken, wodurch das Kapital des Rettungsschirmes gehebelt würde. Allerdings hat Preißler errechnet, dass die Versicherungsprämie deutlich höher sein müsste als die angedachten 10 bis 20 Prozent der Anleihensumme, wodurch der Hebel statt vier bis fünf nur zwei bis vier betragen würde – von der angedachten Billion des Rettungsschirmes könne damit keine Rede mehr sein. Auch die Lösung über externe Geldgeber, beispielsweise ausländische Staatsfonds, Eigenkapital in Zweckgesellschaften zu schleusen, scheine auf wenig Begeisterung zu stoßen.
Nur zwei Alternativen für Lösung der Krise
Damit bleiben seiner Ansicht nach nur zwei Alternativen: die Begebung gemeinsamer Anleihen (Euro-Bonds, neuerdings auch Stabilitätsbonds genannt), der aber das deutsche Haushaltsrecht sowie das Bundesverfassungsgericht im Weg stehen. Oder die EZB übernehme die Rolle des "Lender of last resort" und kauft im großen Stil Staatsanleihen. Letzteres sei zwar rechtlich ausgeschlossen, über den Umweg der "Finanzmarktstabilisierung" eröffnen sich aber Möglichkeiten, die von der EZB bereits jetzt genutzt werden. Immerhin wurden in den vergangenen 18 Monaten für rund 190 Milliarden Euro Staatsanleihen gekauft. Dass EZB-Präsident Mario Draghi und Bundesbankpräsident Jens Weidmann einer Ausweitung der Käufe in der vergangenen Woche eine klare Absage erteilt haben, ist für Preißler längst kein Grund mehr, der gegen diese Maßnahme spräche. Zumal die EZB darlegen müsse, wie sie ihr geldpolitisches Arsenal in Zukunft auszurichten gedenkt. Denn die bisherigen Geldmarktinstrumente der EZB wie Senkung oder Hebung der Leitzinsen funktionieren nicht mehr, weil in mehr als der Hälfte der nationalen Anleihenmärkte die Zinskurven vollkommen von den Geldmarktsätzen abgekoppelt seien.
Rezession in Europa ist
Realität
Erschwerend komme hinzu, dass die
monetären Rahmenbedingungen und
damit das Investitionsklima in den
betroffenen Ländern so restriktiv
wie nie zuvor seien. Außerdem sei
die Rezession inzwischen keine
Prognose mehr, sondern Realität, und
die weiter vorausschauenden
Frühindikatoren, wie das
ZEW-Barometer oder die Leading
Indicators der OECD, haben ihre
steilen Abwärtstrends bis zuletzt
fortgesetzt. Wenn sie sich nicht
bald stabilisieren, drohe sich die
Rezession über das Frühjahr 2012
hinaus bis in den Sommer hinein
auszudehnen. Die Erfolgsaussichten
jeglicher fiskalischer
Konsolidierungsbemühungen wären
damit gleich null.
Preißler meint daher, dass die
Abmilderung einer sonst
unkontrolliert ablaufenden Rezession
die EZB zu den Anleihekäufen
veranlassen muss, wenn dies schon
nicht die Schuldenkrise tue. Die
Finanzmärkte sollten sich aber nicht
zu früh freuen. Bevor sich die EZB
zu diesem Schritt durchringt, werden
wohl erst noch weitere
Hiobsbotschaften vonnöten sein, so
der Chefvolkswirt von Bantleon. Das
betreffe die Konjunkturnachrichten,
die sich in den kommenden Wochen
deutlich verschlechtern werden. Aber
auch die Aktien- und Anleihenmärkte,
die wieder stärker unter Druck
geraten sollten. Deshalb bleibt er
bei seiner bisherigen Maxime und
setzt auf die Sicherheit deutscher
Bundesanleihen.
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First State: Solide Erträge
aus Infrastrukturwerten auch bei Rezession 23.11.11 | | | Peter Meany, Manager des First State Global Listed Infrastrucutre
Fund, in seinem aktuellen Marktkommentar:
Globale börsennotierte Infrastrukturwerte waren zwar im dritten
Quartal rückläufig, schnitten aber besser als die globalen Märkte ab.
Ein Grund für diese recht stabile Performance war nach Ansicht von Meany
die geringere Risikobereitschaft von Anlegern: "Es wurden verstärkt
Anlagemodelle gesucht, die relativ gut gegen die zunehmend schlechteren
Wirtschaftsaussichten gewappnet sind. Und unserer Meinung nach werden
die Erträge aus Infrastrukturwerten auch dann relativ solide bleiben,
wenn die Industrieländer in eine Rezession rutschen sollten. Schließlich
hat der Sektor das schon 2009 bewiesen. Dies liegt an den regulierten
Renditen, der Preisstellungsmacht, den geringeren Einnahmen und geringen
Betriebskosten sowie der Tatsache, dass es sich um notwendige
Dienstleistungen handelt."
Politik stellt weiterhin größte Bedrohung dar
Für den First State-Manager sind allerdings – wie bei allen
Anlageklassen – auch Investitionen in Infrastrukturwerte nicht ohne
Risiko. Die Einmischung der Politik stellt dabei weiterhin die größte
Bedrohung dieses Sektors dar, da die Regierungen in dem Versuch, die
Handels- und Leistungsbilanzen zu stärken, weitere Sparmaßnahmen
ankündigen werden. Schutz vor Inflation und strukturelles Wachstum
dürften jedoch den Ertragsanstieg der globalen börsennotierten
Infrastrukturwerte in einem weltweit schwierigen Wirtschaftsszenario
untermauern. "Wir sind der Ansicht, dass die Anlageklasse gut
aufgestellt ist, um attraktive risikobereinigte Renditen durch hohen
Kapitalzuwachs und inflationsgeschützte Erträge zu bieten".Vor
allem japanische Infrastrukturunternehmen schnitten im dritten Quartal
gut ab, was für Meany auf die übertroffenen Erwartungen der
Fahrgastzahlen des japanischen Hochgeschwindigkeitszugs Shinkansen sowie
die defensiven Gasversorger zurückzuführen ist. Es überrascht den
Experten nicht, dass europäische Infrastrukturwerte aufgrund der
Staatsverschuldungskrise und einer potenziellen Rezession in der
Eurozone am schlechtesten abschnittenDie einzelnen Sektoren betreffend,
schnitten die Bereiche Mobilfunktürme und Satelliten im dritten Quartal
am besten ab, da deren geringeren Erträge relativ immun gegen
konjunkturelle Schwankungen sind. Wasserversorgungsbetriebe konnten sich
unter anderem aufgrund ihres geringen Risikos und des defensiven
Cashflows gut behaupten. Die Sektoren, die sich weniger gut
entwickelten, waren umsatzabhängige Anlagewerte wie Häfen, Mautstraßen,
Schienennetze und Flughäfen.
"Europäische Infrastrukturwerte sind überverkauft"
"Unseres Erachtens sind europäische Infrastrukturwerte – vor allem
Mautstraßen aufgrund der soliden Einnahmen dieser gut etablierten
Netzwerke – überverkauft. Da die Aktienkurse gefallen sind, erleben wir
immer häufiger, dass Führungskräfte sowohl direkt als auch auf dem Wege
von Aktienrückkäufen unternehmenseigene Aktien kaufen", erörtert
Meany. Ein hoher Cashflow sowie Aktienkurse, die
unter ihrem inneren Wert liegen, würden zu vermehrten Aktienrückkäufen
in der Anlageklasse führen. "Wir gehen davon aus, dass Rückkäufe in den
nächsten drei Jahren durchschnittlich rund sechs Prozent der umlaufenden
Aktien ausmachen werden. Wenn sich unsere Prognose als richtig erweist,
wird dies den Anteilsinhabern unseres Fonds in drei Jahren zuzüglich zu
der für 2012 vorhergesagten Dividendenrendite von 4,7 Prozent eine
Barrendite von ein Prozent einbringen", resümiert Meany. |
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Studie I-CV: "Druck auf Länder-Ratings
nimmt weiter zu" 22.11.11 | | |
Die neueste Länderstudie der auf
Kreditanalyse spezialisierten
Independent Credit View (I-CV)
zeigt, dass der Druck auf die
offiziellen Ratings vieler
Industrienationen aufgrund ihrer
anhaltend negativen Schuldendynamik
weiter zunimmt. Denn noch immer
klaffen die offiziellen Bewertungen
der Industrienationen und jene der
Schwellenländer weit auseinander und
reflektieren in keiner Weise deren
Verschuldungssituation, erklärt
I-CV-Chef Daniel Pfister.
Besorgniserregend sei zudem der
starke Anstieg des systemischen
Risikos, das von der hohen
Verschuldung der Banken ausgeht.
Während die Staatsschulden in den
Industrienationen der G-20 in
Relation zum Bruttoinlandsprodukt
auf über 100 Prozent angestiegen
sind und die Durchschnittsbewertung
von Standard & Poor‘s trotzdem noch
bei einem „AA+“ liegt, weisen die
Schwellenländer innerhalb der Gruppe
laut Pfister einen Verschuldungsgrad
von lediglich 37 Prozent auf und
sind dennoch nur mit einem „BBB+“
bewertet. Bereits seit einigen
Jahren weise I-CV immer wieder
darauf hin, dass offizielle Ratings
diese Realität zu wenig spiegeln und
verteilt aus diesem Grund
konservativere Bewertungen.
„Refinanzierung bleibt
Schwachpunkt“
Als besonders besorgniserregend
beurteilt Pfister die Situation der
Banken. „Vor allem bei den
europäischen Banken besteht immer
noch großer Handlungsbedarf. Eine
Eigenmittelaufstockung mittels
Zwangsrekapitalisierung, wie sie in
den USA durchgeführt wurde, hat hier
nicht stattgefunden. Die
Eigenkapitaldeckung vieler Banken in
Europa ist deshalb nach wie vor
ungenügend, auch bleibt die
Refinanzierung als Schwachpunkt des
Systems bestehen. Dies wirkt sich
negativ auf die Länderbonitäten
aus.“
„Deutschlands Toprating
nicht dauerhaft immun“
Das große Thema der nächsten Jahre
heiße daher Deleveraging – nicht nur
bei den Banken, sondern auch bei den
Staaten, die durch die Aufstockung
des europäischen Rettungsschirmes
EFSF speziell tangiert werden. „Die
hohen Garantien
(Eventualverpflichtungen) wiegen
schwer auf den Kreditprofilen der
Länder und auch Deutschlands
AAA-Rating ist auf die Dauer nicht
ganz immun. Frankreich, England, die
Niederlande und Österreich verdienen
dieses Rating nicht mehr. Spanien
und Italien können sich knapp im
Investment-Grade-Bereich halten. Für
Griechenland und Portugal hingegen
ist ein Schuldenschnitt
unausweichlich. Um Griechenland eine
reelle Chance zu geben, müsste
dieser jedoch eher bei 80 Prozent
anzusiedeln sein“.
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BVI: Vermögen von
Riester-Fondssparplänen steigt um 10 Prozent 21.11.11 | | |
Der gesamte Riester-Markt ist im
laufenden Jahr (per Ende September)
um rund 4,2 Prozent auf knapp 15
Millionen Verträge gewachsen. Davon
profitiert haben vor
allem Riester-Fondssparpläne, deren
verwaltetes Vermögen um knapp zehn
Prozent auf 8,1 Milliarden Euro
stiegt. Dies teilte der
Bundesverband Investment und Asset
Management (BVI) mit Blick auf die
kürzlich veröffentlichten Angaben
des Bundesministeriums für Arbeit
und Soziales über die Zahl der
abgeschlossenen Riester-Verträge
mit.
Seit Jahresbeginn ist die Zahl der
Riesterverträge mit Investmentfonds
um 3,8 Prozent gewachsen und
entspicht mit 2,9 Millionen
Verträgen einem Marktanteil von
knapp 20 Prozent. Zum Vergleich:
Zwischen Januar bis Ende September
2011 stieg das Riester-Angebot von
Versicherungen um 2,5 Prozent auf
10,6 Millionen (Marktanteil 70,9 %)
und Riester- Banksparpläne legten um
4,3 Prozent auf auf 733.000 zu (4,9
%). Die erst im Jahr 2008
eingeführte Eigenheimrente („Wohn-Riester“)
entwickelt sich laut BVI
vergleichsweise dynamisch und hat
inzwischen die Zahl der
Banksparpläne mit einem Anteil von
4,7 Prozent am Gesamtmarkt fast
erreicht.
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Fidelity: "Wir treten in
eine Schlussphase der Krise ein" 21.11.11 | | | Für Andrew Wells, Anleihenexperte bei Fidelity, breitet sich die
steigende Flut der Staatsverschuldung in der Eurozone alarmierend
schnell aus. Deutlich werde dies im Hinblick darauf, wie sich der Fokus
der Anleihenmärkte von Italien auf Spanien verlagert – und noch
besorgniserregender, auf die Kernmärkte Belgiens, Österreichs und
Frankreichs. Wells präsentiert in seinem aktuellen Kommentar die
Bestandsaufnahme einer Situation, in der immer deutlicher wird, dass
sich eine vernünftige Lösung nur über einen Weg erzielen lässt: über
eine von der EZB durchgeführte quantitative Lockerung der Geldpolitik.
Fokus der Märkte auf Spanien ist keine Überraschung
"Das alarmierende Tempo, in dem sich die Staatsanleihenkrise ausbreitet,
wird leider zu einem ihrer zentralen Merkmale. Naturgemäß testen die
Märkte jede empfundene Schwäche. Nun, da die EZB italienische Anleihen
kauft, testen die Märkte die Bereitschaft der EZB, dies auch in Spanien
zu tun", meint der Fidelity-Experte. Seiner Ansicht nach erreichte die
Fixierung auf Italien vor allem durch die politische Schwäche der
Regierung Berlusconi den Höhepunkt. Die Lage in Spanien sei anders. Aus
fundamentaler Sicht ist die Haushaltslage tatsächlich schlechter – daher
sei der Fokus der Märkte auf Spanien keine Überraschung.
Deutschland wird für Eurozone-Peripherieländer keine Blankoschecks
ausstellen
Eine der Maßnahmen, die die EZB nach Wells' Meinung ergreifen könnte, um
die Masse der Angriffe auf diese Staatsanleihen abzuwehren, besteht
darin, öffentlich ein Renditeniveau zu diskutieren, ab dem sie
italienische und spanische Staatsanleihen unterstützen würde. "Dies ist
allerdings schon aus politischen Gründen wenig wahrscheinlich. Die
Schwierigkeit besteht darin, dass eine öffentliche Unterstützung einen
Vermögenstransfer aus Deutschland in die Peripherieländer bedeuten
würde. Ich gehe nicht davon aus, dass Deutschland bereit ist, für die
Peripherieländer der Eurozone Blankoschecks auszustellen". Welle zufolge
hat sich der Euro angesichts der Ereignisse in Europa in den letzten
Wochen tatsächlich unerwartet gut geschlagen: "Es gibt an den
Währungsmärkten zahlreiche Spekulanten, die gerne gegen den Euro wetten.
Aber jedes Mal, wenn wir erfreuliche Nachrichten erhalten - über die
Arbeitslosenzahlen in Deutschland oder über Anzeichen für eine
konzertierte politische Maßnahme - werden diese Short-Positionen glatt
gestellt und der Euro erholt sich wieder."
Negativer Druck gegen Euro steuert auf Wendepunkt zu
Es werde sich zeigen, wie lange dies noch durchzuhalten ist, wenn sich
die Nachrichtenlage verschlechtert. Der negative Druck gegen den Euro
steuert auf einen Wendepunkt zu, der eine erhebliche Schwäche
verursacht. "Wir erleben bereits, dass Investoren aus Asien ihr
Vertrauen in die Eurozone und in den Euro als Währung verlieren.
Allerdings würde durch eine massive Korrektur nach meiner Meinung eine
Kaufgelegenheit für die angeschlagenen europäischen Vermögenswerte mit
dennoch hoher Qualität entstehen – vor allem in Deutschland und
Frankreich", vermutet Wells. Er geht davon aus, dass wir in eine
"Schlussphase" der Krise eintreten. Die Lösung bestehe darin,
Deutschland dazu zu bewegen, eine gewisse Inflation in Kauf zu nehmen –
und zwar durch eine quantitative Lockerung mit entsprechender Ausweitung
der Geldmenge. Dies steht für den Fidelity-Experten "allerdings völlig
im Widerspruch zur nationalen Überzeugung der Deutschen. Sie haben in
den 1920er-Jahren eine vernichtende Hyperinflation erlebt, die noch
heute das kollektive Bewusstsein der Politiker und Zentralbanker
bestimmt. Leider sind die Alternativen zur quantitativen Lockerung
erschöpft. Ich kann mir gut vorstellen, dass hinter verschlossenen Türen
bereits versucht wird, die Deutschen zu überreden. Die quantitative
Lockerung mit ihrer entsprechenden Erhöhung der Geldmenge wird den Wert
der Schulden in der Eurozone schmälern und der Eurozone eine Atempause
verschaffen, damit sie sich erholen kann."
"Wir erleben eine Neubewertung der Risiken an den Anleihenmärkten"
Nach Wells' Meinung befinden wir uns nun in einer Reflationierungsphase
des Konjunkturzyklus in den entwickelten Volkswirtschaften, die bisher
immer mit einer starken Wertentwicklung der Anleihen verbunden war. Das
Wirtschaftswachstum schwächt sich ab und die Inflation sinkt – in
bestimmten Bereichen ziemlich stark. Es spreche viel für
Unternehmensanleihen hoher Qualität und für inflationsindexierte
Anleihen – auch High Yield Unternehmensanleihen würden sich anbieten.
Sie bergen zwar ein höheres Risiko, aber die Renditen entsprechen
bereits den notleidenden Niveaus, die dank der relativ robusten
Fundamentaldaten der Unternehmen derzeit nicht erreicht werden. Kurz
gesagt, viele Unternehmen befinden sich heute in einer besseren
Verfassung als die Staaten. "Wir erleben eine Neubewertung der Risiken
an den Anleihenmärkten. Mit Ausnahme der Finanztitel können
Unternehmensanleihen ein attraktives Risiko-/Ertragsverhältnis bieten",
ist der Fidelity-Experte überzeugt.
Quantitative Lockerung als wahrscheinlichstes Ergebnis
Abschließend geht Wells davon aus, dass die quantitative Lockerung und
eine damit verbundene Erhöhung der Geldmenge das wahrscheinliche
Ergebnis sein werden, wenn Deutschland erst einmal seine Einwände im
weiteren Verlauf dieser Krise nicht mehr durchsetzen kann. In einem
derartigen Fall müsse man die Inflation als ein beträchtliches
Sonderrisiko ansehen. Jetzt seien die Inflations-Gewinnschwellen – die
Renditedifferenz aus nominalen Staatsanleihen und inflationsindexierten
Staatsanleihen – ein Anzeichen für die von den Anleihenmärkten
eingepreiste Inflation) sehr preiswert, da diese Phase der quantitativen
Lockerung noch nicht erreicht sei. "Das Problem besteht darin: wenn Sie
warten, bis diese Phase erreicht ist, sind Sie zu spät, da das Wort
Inflation dann in aller Munde sein wird. Die Märkte werden dann schnell
handeln und diese neuen Erwartungen einpreisen. Ich würde den Anlegern
raten, über den Aufbau eines Inflationsschutzes in ihren Portfolios
gerade jetzt nachzudenken. Der Schutz ist jetzt noch zu attraktiven
Preisen zu haben", erläutert Wells abschließend. |
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StarCapital: "Jahresend-Rallye ist möglich"
15.11.11 | | |
Weder die „Hebelung“ des
Rettungsschirms noch die „Zwangsrekapitalisierung“
der Banken oder der „freiwillige“
Verzicht privater Anleger auf 50
Prozent ihrer Griechenbond-Anlagen
ist auch nur ansatzweise dazu
geeignet, die Euro-Krise dauerhaft
zu lösen und das Vertrauen der
Märkte zurück zu gewinnen. Die
Anleger werden also weiter geplagt
von Rezessionsängsten und Eurokrise,
glaubt Peter
Huber, Fondsmanager und Partner der
Investmentboutique Starcapital.
Trotzdem hält er
eine Jahresend-Rallye
für möglich. Denn zahlreiche
schlechte Nachrichten sind in den
aktuellen Kursen eingepreist und
viele internationale Aktienmärkte
sind mittlerweile extrem niedrig
bewertet. November, Dezember und
Januar sind traditionell gute
Börsenmonate und die laufende
Berichtssaison bringt mehr positive
als negative Überraschungen bei den
Quartalsberichten der Unternehmen.
Huber empfiehlt Anlegern daher,
grundsätzlich Aktien zu halten, und
zwar mindestens mit einer neutralen
Gewichtung. Sie sind für ihn ein
unverzichtbarer Bestandteil einer
ausgewogenen Vermögensstruktur:
„Unabhängig davon, ob die derzeitige
Entwicklung auf eine Inflations-
oder Deflationskrise zusteuert, sind
Dividendenpapiere der einzige reale
Sachwert, der aus heutiger Sicht
langfristig überdurchschnittliche
Gewinne verspricht. Dies liegt unter
anderem auch daran, dass die
Investoren in den
Anlagealternativen, die ihnen
sicherer erscheinen, bereits hoch
investiert sind.“
Allerdings gibt es wirklich sichere
Investmets nach Meinung Hubers nicht
mehr. Die Anleihen hochverschuldeter
Staaten, zu denen er auch die USA
und Deutschland zählt, werden
entweder über die Notenpressen
entwertet oder über sogenannte
Haircuts: „Denn es wird nicht mehr
lange gelingen, die aktuelle
Schuldenkrise durch immer mehr
Schulden zu übertünchen. Man kauft
sich damit Zeit, verschlimmert aber
das Problem“, so Huber.
Außerdem tritt er der landläufigen
Meinung entgegen, dass Immobilien
und Edelmetalle sichere Anlegehäfen
sind, da sie im Vergleich zur Aktie
nur bedingt als Sachwerte
einzustufen sind. Immobilien
erzielen zwar Mieteinkünfte, nutzen
dafür aber im Zeitablauf ab, bis sie
nur noch abgerissen werden können.
Gold hat keinen praktischen Nutzwert
und erwirtschaftet keine
Wertschöpfung in Form von Zinsen
oder Dividenden. Nachdem der
Goldpreis in den letzten zehn Jahren
bereits um mehr als 600 Prozent
gestiegen ist, hat er für Huber
seinen Krisenbonus bereits
weitgehend verbraucht.
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Metzler A.M.: Krise
greift zunehmend auf Kernländer über 14.11.11 | | | Edgar Walk, Chefvolkswirt bei Metzler Asset Management, interpretiert
die Ereignisse in dieser Woche als Signal für den völligen Verlust des
Vertrauens in die politische Handlungsfähigkeit der Eurozone. Der
Vertrauensverlust scheint eine Eigendynamik am europäischen Rentenmarkt
verursacht zu haben, die zuletzt auch große Länder wie Italien und
Frankreich erfasst hat. Es werde wohl sehr lange dauern, bis das
Vertrauen der Anleger wieder zurück gewonnen werden kann.Neue Dimension
ist erreicht
Nach Ansicht des Metzler-Experten hat die europäische
Staatsschuldenkrise mit den Turbulenzen am italienischen Rentenmarkt
eine neue Dimension erreicht. Italien kann aufgrund seiner Größe nicht
durch einen Rettungsschirm aufgefangen werden und ist darüber hinaus
systemrelevant: Europäische Banken haben ein Exposure gegenüber Italien
von knapp 600 Milliarden US-Dollar. Die Nachrichten aus Italien weckten
am Markt sofort Ängste vor Verlusten bei französischen und
österreichischen Banken. "Damit haben sich die Machtverhältnisse
innerhalb der Eurozone verändert, und eine Drohung Italiens und
Spaniens, aus der Währungsunion auszutreten, ist glaubwürdiger geworden.
Mit einer Rückkehr zur eigenen Währung könnte Italien die Finanzierung
des Staatshaushaltes gewährleisten und auch die Wirtschaft durch eine
Abwertung stimulieren. Andererseits würde ein Rückzug Italiens aus dem
Euro zu großen Verlusten im Finanzsystem der Kernländer führen".
Austritt eines Landes würde systemische Krise verursachen
Deutschland werde vor diesem Hintergrund zwangsweise in den kommenden
Wochen auf viele Forderungen verzichten und eine aktivere Rolle der EZB
bei der Lösung der Staatsschuldenkrise zulassen müssen. Die Ereignisse
der vergangenen Tage haben gezeigt, wie eng das Finanzsystem innerhalb
der Eurozone verflochten ist – ein Austritt eines Landes würde eine
systemische Krise verursachen. Für Walk "bleibt eigentlich nur noch die
Flucht nach vorne in eine Fiskalunion als Lösung der
Staatsschuldenkrise. Die Umsetzung einer Fiskalunion mit der Emission
von Eurobonds wird jedoch Zeit brauchen. Mit den Turbulenzen in Italien
und Frankreich sowie mit der fast gescheiterten Emission der
EFSF-Anleihe in der vergangenen Woche muss man darüber hinaus infrage
stellen, ob die Mechanismen des Rettungsschirms in der Eurozone wie
vorgesehen umsetzungsfähig sind.
"Banklizenz für EFSF?"
Metzler AM geht daher davon aus, dass aufgrund der dramatischen
Verschlechterung der Lage der EFSF früher oder später eine Banklizenz
erhält und sich über die EZB refinanzieren kann. Damit hätte der
Rettungsschirm genug Feuerkraft, um die Zeit bis zu einer Fiskalunion zu
überbrücken. Gleichzeitig ist es für eine nachhaltige Überwindung der
Schuldenkrise erforderlich, dass die europäischen Staaten
Strukturreformen und Sparmaßnahmen umsetzen. Die verstärkte Einbeziehung
des IWF ist daher zu begrüßen, da dadurch die Umsetzung der notwendigen
Maßnahmen wahrscheinlicher wird. In der Eurozone dürfte das
Wirtschaftswachstum im dritten Quartal mit 0,3 Prozent noch positiv
überrascht haben. "Für das vierte Quartal rechnen wir jedoch schon mit
einem Schrumpfen der Wirtschaft um -0,1 bis -0,2 Prozent. Die
einsetzende Rezession verschärft die Staatsschuldenkrise in der Eurozone
zusätzlich. Der ZEW-Index dürfte sich zwar stabilisieren, aber mit einem
Wert um -48 eine anhaltende Rezession signalisieren", so Walk.Im
Gegensatz dazu geht der Metzler-Chefvolkswirt davon aus, dass sich das
japanische Wirtschaftswachstum aufgrund des Wiederaufbaus und der
soliden Verfassung der chinesischen Konjunktur beschleunigt – er rechnet
mit einem Anstieg von 1,5 Prozent im dritten Quartal: "Trotz der guten
Nachrichten leiden die Exportaussichten nach wie vor unter dem starken
Yen. Wir können uns daher weitere Liquiditätsschritte der Bank von Japan
vorstellen.
"Wenig Ansteckungseffekte für USA"
In den USA verbesserte sich die Wirtschaftslage in den vergangenen
Wochen merklich. Auch scheint es wenig Ansteckungseffekte von der
europäischen Staatsschuldenkrise auf die USA zu geben. Die Banken
erhöhen weiter das Kreditangebot – und die Kreditnachfrage scheint sich
stabilisiert zu haben. "Grundsätzlich rechnen wir daher mit soliden
Ergebnissen bei den Einzelhandelsumsätzen, der Industrieproduktion sowie
bei den Baubeginnen. Auch die Geschäftsklimaindizes dürften sich
verbessert haben: Empire State Index, Wohnungsbauindex NAHB und
Philadelphia Fed Index", schließt Walk ab. |
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Banque de Luxembourg; Eurozone: Weiterhin
ungelöste Probleme 14.11.11 | | |
Die Eurozone blickt auf zwei
turbulente Wochen zurück, deren
wichtigste Stationen der EU-Gipfel,
die Ankündigung und anschließende
Absage eines Referendums in
Griechenland sowie der G20-Gipfel in
Cannes waren. Nach diesem Parcours
zeichne sich immer deutlicher ab,
dass die Verantwortlichen zu einer
Bewältigung der Krise nicht in der
Lage sind, meint Guy Wagner,
Chefvolkswirt der Banque de
Luxembourg. Der EU-Gipfel vom 26.
Oktober, häufig wurde er als „Gipfel
der letzten Chance“ bezeichnet (es
war der 14. in 21 Monaten), brachte
im Wesentlichen drei Ergebnisse: die
„Optimierung“ der Ressourcen der
European Financial Stability
Facility (EFSF) mittels einer
Hebelung, einen freiwilligen
Abschlag von 50 Prozent auf den
Nennwert griechischer Papiere (sogenannter
Haircut) sowie ein
Banken-Rekapitalisierungsprogramm
mit einem Volumen von 106 Milliarden
Euro. In seinem Blog schaute sich
Wagner die Gipfelergebnisse im
Detail an und kam dabei zu der
Erkenntnis, dass noch viele Fragen
ungeklärt sind.
Ein kritisierbarer Rettungsplan
Wagner stellt sich zunächst die
Frage, welche Gläubiger für den
freiwilligen Abschlag auf
griechische Anleihen in Frage kämen,
und rechnet vor. „Griechenlands
Schulden belaufen sich auf rund 350
Milliarden Euro. Davon hält die
Troika 150 Milliarden Euro, für die
der Abschlag nicht gilt – das
bedeutet, der 50-prozentige Abschlag
schrumpft auf 30 Prozent. Von den
verbleibenden 200 Milliarden Euro
liegen etwa 85 Milliarden Euro bei
griechischen Banken und
Sozialversicherungsfonds, die mit
Sicherheit alles daran setzen
werden, um diesen Abschlag ebenfalls
nicht tragen zu müssen. Real würde
damit noch eine Entlastung von 16
Prozent verbleiben“, so Wagner. Die
Entscheidung für einen
„freiwilligen“ Abschlag, um damit
ein Kreditereignis zu verhindern,
das Zahlungen von
Kreditausfallversicherungen (CDS,
Credit Default Swaps) auslösen
würde, könnte sich seiner
Einschätzung letztlich als
kontraproduktiv erweisen. „Welche
Gründe gibt es aus Anlegersicht
noch, eine Kreditausfallversicherung
zu kaufen, wenn der Käufer ganz
offensichtlich nicht auf deren
Rechtsgültigkeit vertrauen kann? Und
warum sollte er in der jetzigen
Situation noch Staatsanleihen der
Peripheriestaaten kaufen, wenn keine
Versicherung mehr möglich ist?“
Banken-Rekapitalisierung wenig
glaubhaft
Eine glaubhafte Rekapitalisierung
der Banken ist eine unabdingbare
Voraussetzung für Wagner, um das
Vertrauen der Anleger wieder zu
erlangen. Und dieses Vertrauen
brauchen Europas Banken – sie müssen
in den kommenden zwölf Monaten
fällig werdende Papiere in Höhe von
zirka 600 Milliarden Euro
refinanzieren. Wagner hingegen
zweifelt am Maßnahmenpaket der EU
zur Banken-Rekapitalisierung: „Wieso
beläuft sich der Kapitalbedarf nach
Angaben der Europäischen
Bankenaufsicht (EBA, European
Banking Authority) nur auf 106,4
Milliarden Euro, während der
Internationale Währungsfonds das
Doppelte schätzt? Was passiert, wenn
es zu einem selektiven
Zahlungsausfall anderer Länder der
Eurozone kommt? Was geschieht, wenn
die Banken ihre Kernkapitalquote
nicht über eine Rekapitalisierung,
sondern über eine Reduzierung ihrer
Aktiva erhöhen (und z.B.
Staatsanleihen verkaufen)?“ Darüber
hinaus stellt sich die Frage, warum
private Anleger zur
Rekapitalisierung von Banken
beitragen sollen, wenn ihnen mehr
oder weniger untersagt wurde,
Dividenden zu bezahlen? „Wenn die
privaten Anleger kein Interesse
zeigen, müssen die Staaten die
nötigen Mittel bereitstellen. Damit
steigt die Staatsverschuldung – mit
den entsprechenden Auswirkungen auf
das Rating und die
Schuldendienstfähigkeit“.
„Hebelung erscheint paradox“
„Ein überschuldungsbedingtes Problem
lässt sich sicherlich nicht durch
die Anhäufung weiterer Schulden
lösen“, ist sich der Anlageexperte
sicher. Ein in Betracht gezogenes
Modell bestehe seiner Einschätzung
zufolge offenbar darin, dass die
EFSF als Anleiheversicherung
fungiert und beim Zahlungsausfall
eines Eurozone-Mitglieds den first
loss, also die ersten 20 Prozent des
Verlustes, versichert. Diese
Garantie gelte aber nur für
Neuemissionen. Wie dies in der
Praxis funktionieren soll, sei
weiterhin unklar. „Denn warum bietet
man Anlegern eine solche Garantie
für Industrieländer-Staatsanleihen
an, die eigentlich von höchster
Qualität und damit risikolos sein
sollten?“
Wagners Fazit: „Letztlich ist die
EFSF eine leere Hülle, die auf
Garantieversprechen unter anderem
von Ländern basiert, die
möglicherweise selbst Geld vom Fonds
benötigen werden. Das Volumen der
EFSF beschrieb die Financial Times
in ihrer Ausgabe vom 28. Oktober
sehr treffend als „eine Schätzung
auf Basis der noch nicht bestätigten
Möglichkeit, eine unbekannte
Aktivamenge mit vier oder fünf zu
multiplizieren“.
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Neue Vermögen: Ein Mix aus Sachwerten ist essentiell
11.11.11 | | |
Euroland ist mit seiner hohen
Staatsverschuldung derzeit das
globale Sorgenkind – doch zu einer
breiten Insolvenzwelle von
EU-Staaten wird es nicht kommen.
Dafür wird die Politik schon sorgen,
meint Gottfried Urban, Vorstand der
Neue Vermögen AG.
Seine aktuelle Kolumne::
„Viele Anleger und Beobachter
befürchten, dass die hohe
Schuldenquote von im Schnitt 88
Prozent der Wirtschaftsleistung die
Euroländer irgendwann unter sich
begraben wird. Doch auch wenn
einzelne Länder ins Straucheln
geraten – eine breite staatliche
Insolvenzwelle ist nur schwer
vorstellbar, denn die Politik wird
alle Tricks ausreizen, um den Crash
abzuwenden. Nehmen
wir die USA. Es ist noch nicht
einmal ein Vierteljahr her, da
schien die größte Volkswirtschaft
der Welt vor dem finanziellen
Abgrund zu stehen: Anfang August
drohte den Vereinigten Staaten die
Zahlungsunfähigkeit. In letzter
Minute einigten sich Republikaner
und Demokraten dann auf einen
Kompromiss und hoben die
Schuldenobergrenze für den
Bundeshaushalt an. Die Folge: eine
Herabstufung der Kreditwürdigkeit
durch Rating-Agenturen.
USA „too big to fail“
Doch zu der erwarteten
Flucht aus US-Staatsanleihen kam es
nicht; stattdessen trat das
Gegenteil ein: Investoren aus der
ganzen Welt suchten die US-Bonds als
sicheren Hafen für ihr Geld. Und das
ist trotz der Bonsai-Zinsen
irgendwie rational: Denn was für
systemrelevante Banken gilt, trifft
auch für die großen
Volkswirtschaften zu – sie sind
einfach „too big to fail“. Es ist
kaum vorstellbar, dass die größte
Wirtschaftsmacht der Welt insolvent
wird. Zur Not wird die US-Notenbank
so viele Dollars drucken, wie die
US-Regierung zur Begleichung ihrer
Rechnungen benötigt. Zwar frisst die
Inflation dann die Nominalvermögen
ihrer Bürger auf, dafür
pulverisieren sich auch die
Staatsschulden.
Sparappelle verpuffen im
Wohlfahrtsstaat
Ähnlich liegt der Fall in
Euroland. Unter dem Einfluss der
Finanzkrise und auf massiven Druck
der Politik ist die Europäische
Notenbank zu einer regelrechten „Bad
Bank“ mutiert. Längst geht es nicht
mehr um Preisstabilität, sondern um
das Überleben des Finanzsystems und
die Zukunft des schuldenfinanzierten
„Wohlfahrtstaates“. Wie schlecht
Sparappelle in einer Demokratie
ankommen, zeigt sich gerade auf den
Straßen Athens, wo der Widerstand
gegen das Gebot der ökonomischen
Vernunft Tag für Tag anschwillt. Um
der Situation Herr zu werden,
erscheint den auf Wiederwahl
bedachten Politikern jedes Mittel
legitim: Der „Rettungsschirm“ ist
nicht groß genug? Egal, dann wird er
eben „gehebelt“. Da bekommt der
Begriff Finanzinnovation doch eine
ganz neue Bedeutung.
Zinsen sind eine politische Größe
Was man nicht vergessen
sollte: Die Zinsen sind keine
ökonomische, sondern eine politische
Größe. Ein Blick in die Statistik
zeigt, dass – anders als die
Lehrbuch-Ökonomie erwarten lässt –,
die Zinshöhe nicht zwingend an die
Verschuldungsquote gekoppelt ist. Im
Zweiten Weltkrieg betrug die
US-Staatsschuld rund 140 Prozent der
Wirtschaftsleistung, die Zinsen
lagen jedoch bei nur zwei Prozent.
Anfang der 80er-Jahre schnellten die
Zinsen auf über zehn Prozent hoch,
die Schuldenquote lag aber bei rund
40 Prozent. Heute, inmitten der
größten Finanzkrise, die die
Menschheit jemals gesehen hat,
liegen die US-Zinsen trotz einer
Verschuldungsquote von über 100
Prozent bei lediglich zwei Prozent.
Enteignung durch die Hintertür –
Sachinvestitionen als Ausweg
Was bedeutet das für
Anleger? Der Zins wird auf lange
Zeit niedrig bleiben, die Inflation
wird das Zinsniveau dauerhaft
übersteigen. Bei den meisten
Staatspapieren dürfte damit beim
Ertrag unter dem Strich,
insbesondere nach Steuern, ein Minus
stehen. Wer sich nicht stückweise
durch Politiker und Notenbanker
enteignen lassen will, muss daher
bereit sein, höhere Risiken in Kauf
zu nehmen. Der einzig sinnvolle Weg
besteht in Sachinvestitionen – am
besten eine breite Mischung aus
Aktien, Immobilien, Grund und Boden
sowie Wald und Gold.“
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Carlson - DNB: Carlson Fund Management heißt jetzt DNB 11.11.11 | | |
Aus Carlson wird DNB.
Die Investmentgesellschaft Carlson
Fund Management Company S.A
firmiert zukünftig unter dem Namen
DNB Asset Management S.A. – wobei
DNB eine Abkürzung für Den Norske
Bank – The Norwegian Bank ist. Die
Namensänderung wird mit dem heutigen
Tag wirksam und soll die Stärken des
Konzerns im Hinblick auf das
Engagement in der nordischen Region
betonen. Am Angebot selber werde
sich nichts ändern, wie die ‚Ex-Carlson‘-Mannschaft
betont. Man werde die Kunden weiter
wie zuvor von Luxemburg betreuen.
Nur das Logo werde künftig ein
anderes sein, sowie die Web- und
Emailadresse, die sich wie folgt
ändern:
www.dnb.no/lu/en respektive
name.nachname @dnb.no.
Hintergrundinfo:
DNB ist die größte Bank Norwegens und parallel auch der größte
Lebensversicherer des Landes, der auch international aktiv ist: weltweit
hat die Mannschaft 13 Filialen, von denen aus 2,3 Millionen Retailkunden
und rund 200.000 Geschäftskunden betreut werden. |
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Mobius (Franklin Templeton): "Weltweite
Diversifizierung entscheidend" 11.11.11 | | |
„Wenn die
Finanzmärkte global in der Krise
scheinen, neigen die Investoren
dazu, Kapital aus den Aktienmärkten
abzuziehen und in liquide Mittel
oder Anlagen zu stecken, die sie für
die sichersten halten – wie
US-Schatzpapiere. Das ist die
denkbar schlechteste Entscheidung“,
sagt Mark Mobius,
Vorstandsvorsitzender von Templeton
Emerging Markets. Für den
Star-Fondsmanager ist indes eine
weltweite Streuung des
Anlagekapitals entscheidend.
Schließlich werde nicht jeder Markt
gleichermaßen und zur selben Zeit in
Mitleidenschaft gezogen. Dies sind
die zentralen Aussagen eines
aktuellen Marktkommentars von
Franklin Templeton Investments.
Der MSCI Emerging
Markets beendete den Oktober mit
einem Plus von 13,3 Prozent (in
US-Dollar). Obwohl insgesamt erneut
niedrigeres Wirtschaftswachstum
ausgewiesen wurde, fielen die Raten
in den Schwellenländern nach wie vor
deutlich höher aus als in den
Industrieländern. Auch die
kurzfristigen wirtschaftlichen
Folgen der Flutkatastrophe in
Thailand gaben dabei keinen
Ausschlag für Investoren, so Mobius.
Indonesien überraschte die Märkte
unterdessen mit der ersten
Zinssenkung seit über zwei Jahren.
Das nachlassende globale Wachstum
veranlasste die Zentralbanken zu
einer neutraleren oder gar
expansiveren Währungspolitik, um die
heimische Wirtschaft zu stützen.
Diese Umstände schüren weiterhin
Inflationsängste in den
Schwellenländern.
Grenzmärkte – die
nächsten BRIC?
Das Interesse an den
Grenzmärkten (Frontier Markets)
lasse sich tatsächlich feststellen,
freut sich Mobius. „Die Anleger sind
immer besser informiert und merken,
dass sich die Weltwirtschaft
verändert hat. Sie halten nach den
„neuen“ Schwellenmärkten Ausschau
oder, wenn Sie so wollen, den
„nächsten“ BRIC-Märkten. Die
Grenzmärkte stehen heute dort, wo
viele Schwellenmärkte vor 20, 30
Jahren standen. Die Chance, in
Grenzmärkte zu investieren, bevor
sie große Volkswirtschaften werden,
ist daher sehr reizvoll.“ Dabei
favorisiert Mobius derzeit Länder
wie Nigeria, Ägypten, Kenia,
Kasachstan, Rumänien, Argentinien,
Panama, die Vereinigten Arabischen
Emirate, Katar oder Saudi-Arabien.
Chancen ortet der Emerging
Markets-Experte auch etwa in Sri
Lanka. Das Land sei mit seiner
qualifizierten Erwerbsbevölkerung,
üppigen landwirtschaftlichen
Ressourcen und Naturschönheit für
den Export von Gütern und
Dienstleistungen gut aufgestellt.
„Sri Lanka liegt günstig auf
internationalen Schifffahrtsrouten
und bietet sich dadurch als Export-
und Umschlagknotenpunkt an.“
„Jetzt der ideale
Zeitpunkt zur Diversifizierung“
„Die beste Methode
zur Minimierung von Risiken ist nach
unserer Überzeugung die Streuung
über heimische und internationale
Anlagekategorien.“ Vor allem aber
sollten sich Anleger in den Ländern
mit den besten Wachstumsaussichten
engagieren. „Schwellen- und
Grenzmärkte wachsen dreimal so
schnell wie Industrieländer und
verfügen über höhere Devisenreserven
bei niedrigeren Verschuldungsquoten.
Außerdem entfällt auf sie mehr als
ein Drittel der globalen
Marktkapitalisierung. Die Portfolios
der meisten Anleger sind in
Schwellenländern stark
untergewichtet. Daher ist jetzt der
ideale Zeitpunkt zur
Diversifizierung“, rät Mobius
abschließend.
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Sarasin: Emerging Markets-Titel haben 30 Prozent Luft
nach oben 8.11.11 | | |
Viele Anleger haben
im dritten Quartal 2011 die Risiken
in ihren Portfolios massiv
reduziert. Dadurch kamen die
Schwellenländeraktien besonders
stark unter Abgabedruck. Zusätzlich
sorgte die Angst vor einer harten
Landung in China für einen großen
Ausverkauf in Schwellenländeraktien.
Die jüngsten Wirtschaftsdaten zeigen
jedoch, dass sich die Weltwirtschaft
stabilisiert hat und eine weiche
Landung in den Schwellenländern bald
geschafft ist. Sowohl in China als
auch in den übrigen wichtigen
Schwellenländern, wie Brasilien,
Russland, Indien und Korea, ist das
Geschäftsklima im Oktober gestiegen.
Wenn sich die Kehrtwende bestätigt,
dürfte dies nach Ansicht von Philipp
Bärtschi, Chefstratege bei der Bank
Sarasin & Cie AG, in den nächsten
Monaten zu einer deutlichen
Outperformance von
Schwellenländeraktien führen.
Zinserhöhungen in
Schwellenländern
In einem aktuellen Marktkommentar
führt der Sarasin-Experte weiter
aus, dass die Zentralbanken in den
Schwellenländern seit 2010
versuchten, mit Zinserhöhungen das
Wachstum zu dämpfen, um eine
Überhitzung zu vermeiden. Die
Wachstumsverlangsamung in den
letzten Quartalen war somit das
Resultat einer restriktiven
Geldpolitik. Nun scheint sich aber
nach Einschätzung von Bärtschi eine
Wende abzuzeichnen. So hat Brasilien
im letzten Monat bereits zum zweiten
Mal die Zinsen gesenkt. In Indien
hat die Zentralbank zwar im Oktober
die Zinsen noch einmal erhöht, aber
bereits signalisiert, dass damit das
Ende des Zinszyklus erreicht sei. In
China wird zwar noch nicht von einer
Zinssenkung gesprochen, doch es gebe
Anzeichen, dass die Zentralbank die
Wirtschaft wieder mit mehr
Liquidität versorgt. Die in den
kommenden Tagen veröffentlichen
Inflationsdaten dürften zeigen, dass
der Zenit überschritten ist und
somit Raum für eine expansivere
Geldpolitik besteht, so der Experte
der Bank Sarasin.
Schwellenländeraktien derzeit
untergewichtet
Neben der Stabilisierung der
Frühindikatoren und der Wende in der
Geldpolitik spreche auch die
aktuelle Positionierung der Anleger
für eine Outperformance der
Schwellenländer. Die jüngste Umfrage
von Bank of America Merrill Lynch
unter globalen Vermögensverwaltern
zeigt, dass die Positionen in
Schwellenländeraktien zu Beginn des
vierten Quartals 2011 deutlich
reduziert wurden. Die aktuelle
Netto-Übergewichtung von neun
Prozent liegt deutlich unter dem
langjährigen Schnitt von 27 Prozent.
Dies bedeutet, dass bei einem
Anstieg des Risikoappetits der
Anleger die Geldflüsse in
Schwellenländer wieder deutlich
zunehmen dürften.
Hohes
Renditepotenzial in Emerging Markets
Aufgrund des Spardrucks in den
Industrieländern ist es wohl
unbestritten, dass die
Schwellenländer auch in den nächsten
Jahren deutlich stärker wachsen
werden als die Industrieländer. Das
dritte Quartal 2011 hat jedoch
einmal mehr gezeigt, dass auch
Schwellenländeraktien bei einem
Anstieg der Risikoaversion nicht vor
Rückschlägen gefeit sind. Im
Gegenteil: Sie verlieren oft
überproportional an Wert. Die
Rückschläge in den letzten Jahren
zeigten aber auch, dass daraus gute
Kaufgelegenheiten entstehen. Die
Bank Sarasin sieht daher für die
nächsten zwölf Monate ein
Renditepotenzial von 30 Prozent und
bevorzugt China vor Indien und
Russland.
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Albrech & Cie:
EM-Staatsanleihen sind die bessere Wahl 8.11.11 | | |
Im Sommer 2010
standen Staatsanleihen aus den
Schwellenländern hoch im Kurs –
nicht nur auf den Titelseiten der
Finanzpresse. Auch die Börsencharts
kletterten scheinbar unablässig in
die Höhe. Dann ging es kräftig
abwärts mit den Kursen und nach oben
mit den Renditen. Jetzt hat sich die
Situation beruhigt. Für strategisch
denkende und risikobewusste Anleger
könnte sich aber noch immer eine
gute Gelegenheit bieten, hoch
verzinste Anleihen aus stark
wachsenden und gering verschuldeten
Emerging Markets (EM) günstig als
Beimischung zu erwerben – am besten
über Fonds, meint Stephan Albrech,
Vorstand der Albrech & Cie.
Vermögensverwaltung AG..
"Während die Nachfrage nach Staatsanleihen aus Deutschland und den USA in den vergangenen Monaten regelrecht explodierte, sind die Investoren bei Staatsanleihen aus Schwellenländern weitaus zurückhaltender. So markierte der Citigroup Group-of-Seven (G7) Index, der die Entwicklung der Anleihekurse der sieben führenden Industrienationen (G7) abbildet, im Oktober ein neues Hoch – und die Zinsen im Gegenzug ein Allzeittief. Der Emerging Markets Bond Index von JP Morgan (EUR) hat sich von den Tiefkursen im April 2011 ebenfalls deutlich erholt, ist aber weit entfernt von einer Übertreibung.
"Raus aus dem
Risiko" lautete die Parole
Hinter beiden Entwicklungen steht
die Angst vor einer Verschärfung der
Finanzkrise. Sie brachte die in
Panik geratenen Anleger dazu, ihr
Geld aus den so genannten
risikoreichen Märkten abzuziehen und
es vor allem in scheinbar sichere
Anlagen wie Bundesanleihen zu pumpen
– obwohl sie durch deren niedrige
Rendite nach Inflation und Steuern
de facto Kaufkraftverluste erleiden.
Auch in die Staatsanleihen der
Emerging Markets floss wieder Geld,
wenn auch deutlich weniger. Für
strategisch denkende und
längerfristig orientierte
Investoren, die ausreichend
risikobereit sind, könnte sich daher
bei Emerging-Markets-Anleihen noch
immer eine gute Gelegenheit zum
Einstieg bieten.
Hohe Zinsen trotz
guter wirtschaftlicher Situation
Ohnehin spricht auf lange Sicht viel
für Schwellenländer. So sind die
Zinsen für EM-Staatsanleihen mit
einer Bandbreite zwischen fünf und
zehn Prozent deutlich höher als
hierzulande, obwohl viele
Schwellenländer besser dastehen, als
diese Zinsdifferenz suggeriert.
Denn: Die Ökonomien in Asien und
Lateinamerika wachsen deutlich
kräftiger als hierzulande, was sich
in den kommenden Jahren durch die
positive demographische Entwicklung
der meisten Länder verstärken
dürfte. Hinzu kommt, dass diese
Länder meist geringer verschuldet
sind als die entwickelten Länder. So
schätzt der Internationale
Währungsfonds (IWF), dass die
Schuldenquote der 20 größten
Industriestaaten bis 2014 auf 110
Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts
steigen wird. Für die 20
wirtschaftlich stärksten
Schwellenländer indes wird eine
Schuldenquote von im Schnitt nur 40
Prozent erwartet.
Kurs- und
Währungsgewinne wahrscheinlich
Zudem birgt das starke Wachstum in
Kombination mit der geringen
Verschuldung und den hohen Zinsen
weiteres Gewinnpotenzial für
Besitzer von EM-Anleihen: Zum einen
winken Kursgewinne, wenn die Zinsen
sinken; zum anderen sind
Währungsgewinne möglich, wenn die
Währungen der betreffenden Länder
aufwerten, was bei erstarkenden
Volkswirtschaften keine Seltenheit
ist.
Doch auch wenn aus
fundamentaler Sicht vieles für diese
Anleihen spricht, sollten
risikobewusste Anleger bedenken,
dass die Kursausschläge nach oben
wie nach unten deutlich größer
ausfallen als bei Anleihen aus den
wichtigen Industriestaaten.
Entsprechend sollte die Quote von
EM-Anleihen dosiert werden. Zudem
sollte das Investment über Fonds
erfolgen, da diese eine breite,
intelligente Streuung über
verschiedene Emittenten, Laufzeiten
und Währungen ermöglichen."
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Fonds professionell: G20
planen multipolares Weltwährungssystem 8.11.11 | | |
Die G20-Staaten haben
sich auf eine Reform des
Weltwährungssystems verständigt.
Medienberichten zufolge streben die
Staats- und Regierungschef der 20
wichtigsten Schwellen- und
Industrieländer eine stärkere
Gewichtung der Währungen von
Schwellenländern an. Neben
US-Dollar, Euro und Yen soll
insbesondere dem brasilianischen
Real und dem chinesische Renminbi
eine größere globale Bedeutung
zukommen. Darüber hinaus einigte man
sich auf eine strengere Regulierung
von Hedgefonds und
Derivategeschäften.
Aktuell seien rund
zwei Drittel der weltweiten
Devisenreserven in US-Dollar
notiert, etwa ein Viertel in Euro –
das solle sich in Zukunft ändern.
Geht es nach den G20, werde die
Zukunft Richtung multipolares
Weltwährungssystem tendieren, sprich
einer sukzessiven Lösung der
einseitigen Abhängigkeit vom
US-Dollar hin zu einer breiteren und
damit stabileren Basis. Dabei geht
es um einen Übergang zu einem
System, das "das gewachsene Gewicht
der Volkswirtschaften der
Schwellenländer besser reflektiert",
heißt es.
Bessere Kontrolle
der Finanzmärkte
Ebenfalls auf der Tagesordnung des
G20-Gipfels stand eine Reihe von
Maßnahmen zur besseren Kontrolle von
"riskanten Spekulationsgeschäften".
Dazu gehören eine Verbesserung der
Aufsicht sogenannter
Schattenbankensystem – wie etwa
Hedgefonds – sowie eine verstärkte
Kontrolle des Derivate-Marktes –
hier stehe vor allem eine Auswertung
der Funktion von
Kreditausfallversicherungen auf dem
Plan.
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Stabilitas:
Inflation als logische Konsequenz 4.11.11 | | |
"Die jüngsten
Ereignisse rund um die Eurokrise
machen einmal mehr deutlich, wie
wichtig Gold als Teil der
Vermögensanlage ist", meint Martin
Siegel, Rohstoffexperte und Berater
bei der Stabilitas Fonds GmbH. Es
spiele gar keine Rolle wie das
griechische Referendum ausgeht und
ob das Land in der Eurozone bleibt.
Die kontinuierliche Schuldenaufnahme
zur Tilgung alter Verbindlichkeiten
sei längst Alltag geworden – egal wo
man hinsehe.
Vor dem Hintergrund,
dass es selbst Deutschland in guten
Zeiten nicht gelingt, mit der
eigenen Verschuldung klar zu kommen,
stellt sich die Frage, wo weitere
Gelder herkommen sollen. Der einzige
Ausweg ist Siegel zufolge die
Gelddruckmaschine der Notenbank –
die als natürliche, unmittelbare
Folge Inflation mit sich bringt.
Schon jetzt liegt die Inflation in
der Währungsunion im Schnitt bei
drei Prozent. In den USA und
Großbritannien ist die Rate mit 3,9
und 5,2 Prozent sogar noch höher.
"Allerdings ignoriert der Markt die
bereits ansteigenden Preise noch.
Ansonsten hätte der Goldpreis schon
längst neue Höchstkurse
verzeichnet", so der
Rohstoffexperte. "Bemerkenswert ist
auch, dass sich der US-Dollar trotz
europäischer Schuldenkrise schwächer
als der Euro entwickelt. Das deutet
ebenso auf eine Inflationspolitik in
den USA hin."
Eurokrise befeuert
Goldpreis
Siegel geht davon aus, dass die
erneute Zuspitzung der Eurokrise den
Goldpreis weiter stützen wird. Das
Edelmetall hat seinen Aufwärtstrend
bereits wieder aufgenommen und seit
Anfang Oktober rund sieben Prozent
zugelegt. Für die künftige
Goldpreisentwicklung ist Siegel
optimistisch. "Solange die Geldhähne
offen bleiben kann der Goldpreis nur
steigen!" Bis Jahresende sieht der
Experte einen Preis von über 1800
US-Dollar pro Feinunze.
Auch die übrigen
Edelmetalle haben seit Anfang
Oktober einen ordentlichen Satz nach
oben gemacht: So verzeichnete Silber
ein Plus von 14 Prozent, Platin ein
Plus von fünf Prozent und Palladium
ein Plus von sieben Prozent. „Das
hat markttechnische Gründe und liegt
vor allem an den starken Verlusten
in den Vormonaten. Anleger wissen,
dass es früher oder später wieder
aufwärts gehen muss und steigen
deshalb ein. Dadurch sorgen sie auch
automatisch für eine Preiserholung“,
erklärt Siegel. Für Silber ist er
noch optimistischer und sieht bis
zum Jahresende einen Preisanstieg
auf über 40 US-Dollar.
Minenaktien
gewinnen wieder an Fahrt
Nachdem auch Aktien der
Minengesellschaften Anfang Oktober
noch unter Druck waren, stiegen sie
gegen Ende des Monats deutlich an
und konnten einen Teil ihrer
Unterbewertung somit aufholen. Diese
Entwicklung ging einher mit der
zeitweise verbesserten Stimmung an
den Aktienmärkten. Während
physisches Gold seit Jahresanfang um
rund 20 Prozent zugelegt hat, sind
Minenaktien im Schnitt insgesamt
aber um circa zehn Prozent gefallen.
"Diese Diskrepanz muss langfristig
ausgeglichen werden. Es ist
allerdings noch zu früh, um sagen zu
können, dass diese Phase jetzt
eingeläutet ist. Solche Signale gab
es in der jüngsten Vergangenheit
schon oft – meist jedoch nur für
kurze Zeit", sagt Siegel.
Öl und Kupfer
bleiben gefragt
Rohöl hat eine regelrechte Rallye
hinter sich. WTI ist seit Anfang
Oktober um über 17 Prozent
gestiegen. Angesichts schwächelnder
Konjunkturaussichten sei diese
Entwicklung erstaunlich. Kurzfristig
könnten schwächere Wirtschaftsdaten
den Preis wieder etwas drücken.
Aufgrund der Inflationspolitik in
Europa und den USA ist mittel- bis
langfristig jedoch mit weiteren
Kurssprüngen zu rechnen. "Bis Anfang
2012 halte ich einen Ölpreis von 100
US-Dollar pro Barrel für durchaus
realistisch", so der
Rohstoffexperte. Ähnlich sieht es
bei Kupfer aus: Als Gegenreaktion
auf die heftigen Kurseinbrüche,
legte Kupfer zuletzt um 13 Prozent
zu. Auch hier rechnet Siegel auf
lange Sicht aus monetären Gründen
mit weiteren Preissteigerungen.
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SEB ImmoInvest:
Verkäufe und Vermarktung sollen Wiedereröffnung pushen 4.11.11 | | |
Die SEB Asset
Management hat für ihren Offenen
Immobilienfonds SEB ImmoInvest
Kaufverträge für zehn Immobilien in
den Niederlanden, USA, Belgien,
Italien und Frankreich im Gesamtwert
von rund 680 Millionen Euro
unterschrieben. Damit ist sie –
eigenen Angaben zufolge – mit den
Maßnahmen zur Liquiditätsbeschaffung
wieder im Plan, nachdem sich
einzelne Verhandlungen, belastet
durch die Staatsschuldenkrise,
verzögert hatten. Die erzielten
Verkaufspreise liegen in Summe 0,5
Prozent oberhalb der aktuellen
Verkehrswerte. Mit Eigentumsübergang
der Objekte steigt die Liquidität im
Fonds auf 21,8 Prozent
beziehungsweise rund 1,4 Milliarden
Euro. Das Verkaufsvolumen ist damit
auf insgesamt 14 Objekte im In- und
Ausland im Wert von über 910
Millionen Euro gestiegen.
Deadline für
Wieder-Öffnung des Fonds
Noch offen ist, ob die SEB den
Fonds, der aktuell geschlossen ist,
noch in diesem Jahr wieder öffnen
wird, wie man Ende April noch
ankündigte und auch aktuell noch
einmal als 'geplant' nach außen
kommuniziert. Pro Forma ist es den
Anbietern von offenen
Immobilienfonds möglich, die An- und
Rücknahme von Anteilsscheinen für
maximal zwei Jahre am Stück auf Eis
zu legen – danach muss er zumindest
temporär wieder geöffnet werden.
Diese Zwei-Jahres-Frist läuft für
den SEB ImmoInvest offiziell Anfang
Mai nächsten Jahres aus – ein Datum,
das auch für die Credit Suisse und
ihren aktuell geschlossenen
Immobilienfonds CS Euroreal greift.
Klar ist: Die jüngste Veräußerung
der zehn Fondsobjekte, die sich in
Europa und den USA befinden, spült
der SEB in jedem Fall etliche
Millionen Euro und Dollar in die
Kassen.
Die neuen
Vertragsabschlüsse im Einzelnen:
Für rund 57 Millionen Euro wurden
die beiden an Royal Haskoning und
ABB vermieteten niederländischen
Bürogebäude „Lotus A und B“ an eine
Objektgesellschaft der Real I.S.
veräußert. Die Objekte befinden sich
am Rotterdamer Bürostandort
Alexanderplein und sind Teil eines
vierteiligen Gebäudeensembles, das
2007 als Projektentwicklung für den
Fonds erworben wurde. Der
Verkaufspreis für die beiden Gebäude
liegt zwei Prozent über dem
Gesamtverkehrswert.
Auch das
23-geschossige Art-Déco Bürogebäude
225 Bush Street in San Francisco
gehört zum Verkaufsportfolio. 1922
errichtet und in den letzten Jahren
umfassend modernisiert, wurde das
Gebäude vor sechs Jahren für rund
179 Millionen US-Dollar für den
Fonds erworben. Der Verkaufspreis
liegt nahezu auf Verkehrswertniveau
von 213 Millionen Dollar. Die
insgesamt rund 52.000 Quadratmeter
sind aktuell zu knapp drei Viertel
an verschiedene Unternehmen
vermietet.
Nach 15 Jahren
Haltedauer wechselt auch das
Brüsseler Bürohaus in der 139/141
Rue Royal für rund 5,4 Millionen
Euro den Eigentümer. Das Gebäude
wurde 1976 errichtet und verfügt
über knapp 5500 Quadratmeter. Neuer
Besitzer ist die belgische Behörde
Centre Public d' Action Sociale de
Bruxelles, die das derzeit
unvermietete Gebäude selbst nutzen
wird.
Das italienische
Einkaufszentrum „Megaló“ befindet
sich in der Provinzstadt Chieti und
bietet auf rund 48.500 Quadratmetern
Gesamtfläche eine Mischung aus 110
Läden und
Freizeitangeboten wie Multiplexkino
sowie Restaurants. Neuer Eigentümer
ist ein europäischer
Shoppingcenter-Fonds. Der
Verkaufspreis liegt deutlich über
dem aktuellen Verkehrswert.
In Frankreich wurden gleich für fünf
Immobilien Kaufverträge
unterschrieben. Über die
Einzelkaufpreise wurde zwischen den
Parteien Stillschweigen vereinbart.
Den Zuschlag für vier in den Jahren
1998 bis 2006 erworbene Objekte in
Paris hat ein internationales
Investorenkonsortium erhalten. Das
Paket umfasst rund 31.600 qm Büro-
und Einzelhandelsfläche. Der
Verkaufspreis in Höhe von 290
Millionen Euro liegt leicht
unterhalb des aktuellen
Gesamtwertes.
Unterschrieben ist
auch der Kaufvertrag für das
Bürogebäude "Le Villette" im Zentrum
von Lyon. Käufer der rund 10.200
Quadratmeter großen Immobilie ist
ein institutioneller Investor. Der
Verkaufspreis liegt mehr als 50
Prozent über dem Ankaufspreis des
Jahres 2001. Über den Kaufpreis
wurde Stillschweigen vereinbart.
Doppelstrategie
soll Wiedereröffnung beschleunigen
Neben weiteren ausgewählten
Bestandsobjekten im Gesamtwert von
rund 550 Millionen Euro befindet
sich das Immobilienportfolio
"Quartier Potsdamer Platz" in Berlin
in der Vermarktung. Mit dieser
Doppelstrategie zur
Liquiditätsbeschaffung strebt die
Fondsgesellschaft die Öffnung des
Fonds bis zum Jahresende 2011 an,
wie die SEB in eigener Sache
anmerkt.
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Bantleon: Vorsicht
bei Unternehmensanleihen 4.11.11 | | |
Zahlreiche
Finanzmarktteilnehmer empfehlen
derzeit Unternehmensanleihen als
attraktive Alternative zu
Staatsanleihen. Tatsächlich bieten
Corporate Bonds wegen ihrer
günstigen relativen Bewertung
interessante Einstiegsmöglichkeiten,
weil die Spreadausweitungen
übertrieben erscheinen. Wegen der
Unsicherheiten der
Staatsschuldenkrise und der sich
abschwächenden Konjunktur ist
kurzfristig jedoch Vorsicht
angeraten. Auf Sicht von drei bis
sechs Monaten hingegen gibt es bei
ausgewählten Unternehmensanleihen
der EUR-Kernländer weiterhin gute
Chancen, meint Rosemarie Baumann,
Senior Analystin Corporate Bonds und
Portfoliomanagerin beim
Anleihemanager Bantleon. In einem
hausinternen Kurzinterview steht sie
Rede und Antwort.
Frau Baumann, wie
beurteilen Sie derzeit das Umfeld
für Unternehmensanleihen?
Rosemarie Baumann: Mit Blick auf die
dritte Saison der Quartalsberichte
von Unternehmen sehe ich die
fundamentale Entwicklung noch als
stabil an, weil die Unternehmen
solide Bilanzen und umfassende
liquide Mittel haben, die
Geldpolitik nach wie vor expansiv
ist und sich den Emittenten derzeit
unter Zinskosten-Aspekten noch
attraktive Bedingungen bieten.
Darüber hinaus halten sich in Europa
aktionärsfreundliche Aktivitäten wie
M&A und Dividendenausschüttungen
stark in Grenzen. Vor diesem
Hintergrund meine ich, dass
Unternehmen aus europäischen
Kernländern konservativ finanziert
sind und solide Bonitätskennziffern
behalten, weshalb mit einem
deutlichen Anstieg der Ausfallraten
nicht zu rechnen ist. Dennoch bin
ich kurzfristig vorsichtig. Solange
die Konjunktur sich abschwächt, die
Staatskrise nicht ausgestanden ist
und die Banken deshalb immer wieder
ins Rampenlicht rücken, halte ich es
für verfrüht, aufgrund der
unsicheren Marktstimmung und des
schwachen Wachstums die relative
Spreadbewertung als Einstiegschance
anzusehen.
Und wie sieht es
mittelfristig aus?
Baumann: Auf Sicht von drei bis
sechs Monaten sehe ich bei
ausgewählten Unternehmensanleihen
der Kernländer weiterhin gute
Chancen. Diese Unternehmen zeichnen
sich nach wie vor durch eine gute
Kapital- und Liquiditätsausstattung,
niedrige Ausfallquoten und einen
attraktiven Renditeaufschlag aus.
Mittelfristig erwarte ich, dass auf
den aktuellen Renditeanstieg eine
gegenläufige Bewegung folgt.
Voraussetzung bleibt jedoch, dass in
den nächsten Wochen durch politische
Entscheidungen die Weichen für eine
befriedigende Lösung der
Staatsschuldenkrise eingeleitet
werden und die Wirtschaft nicht in
eine Rezession abgleitet. Hellt
sich, wie von unserem Makroresearch
erwartet, die Konjunktur im Frühjahr
2012 auf, so sind ähnlich wie im
Frühjahr 2009 die Weichen für einen
deutlichen Rückgang der
Risikoprämien bei Corporate Bonds
gestellt, was die Kurse bestehender
Anleihen steigen lassen sollte.
Welche Sektoren
bevorzugen Sie zurzeit?
Baumann: Derzeit halten wir
Unternehmen der Eurozone mit einem
höheren Exportanteil weiterhin für
attraktiver als Firmen, die
ausschließlich auf den Heimatmarkt
fokussiert sind. Unternehmen mit
einer hohen internationalen Präsenz
und Preissetzungsmacht,
beispielsweise aus dem Bergbau, dem
Energie- und dem
Nahrungsmittelbereich, haben diese
Merkmale. Bei Anleihen von
Unternehmen, die ihren Sitz zwar in
Spanien und Italien haben, ihre
Geschäfte aber schwerpunktmäßig im
Ausland machen und ein solides
Geschäftsmodell haben, halten wir
eine neutrale Positionierung für
gerechtfertigt. Aufgrund der relativ
hohen Risikoprämien sehen wir bei
ausgewählten Werten aus diesen
Ländern aber durchaus Chancen.
Und wie steht es
mit Finanzwerten?
Baumann: Im Bereich Finanzwerte
sehen wir bei den Banken deutlich
mehr Risiken als Chancen. Mit Blick
auf die verschärften
Eigenkapitalanforderungen gestaltet
sich die Aufgabe der Banken, ihre
Assetqualität zu verbessern, als
zunehmend schwierig. Positiv zu
werten sind bei Banken hingegen
staatliche Stützungsmaßnahmen in
Notfällen sowie künftige (Zwangs-)Rekapitalisierungen.
Deshalb bewerten wir Banktitel etwas
besser als bisher und reduzieren
innerhalb unserer Branchenallokation
das starke Untergewicht für Banken
etwas. Bei unserem Engagement
bevorzugen wir weiterhin solide
Finanzinstitute mit systemischer
Bedeutung, starker internationaler
Präsenz und guter Kapitalausstattung
außerhalb der Peripherie. Den
Versicherungssektor beurteilen wir
positiver als die Banken. Die
europäischen Versicherungen konnten
sich in der Krise relativ gut
behaupten und sind solider
finanziert als die Banken.
Welche
Ratingkategorien bevorzugen Sie?
Baumann: Ich bevorzuge weiterhin
Unternehmensanleihen der tieferen
Ratingklasse ("BBB"), wobei ich bei
der Auswahl noch genauer hinsehe.
Die Präferenz für diese Kategorie
hängt damit zusammen, dass diese
Unternehmen weiterhin konservativ
wirtschaften dürften und zugleich
die Risikoprämien attraktiv sind.
Unter dem Strich ergibt sich bei
langen Laufzeiten ein gutes
Chancen-Risiko-Profil für
Unternehmensanleihen mit Rating "BBB".
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Credit Suisse: Goldpreis
gewinnt wieder an Fahrt 3.11.11 | | |
Edelmetalle bleiben
fürs Erste der stärkste Sektor im
weiteren Bereich der Rohstoffe,
meinen die Experten von Credit
Suisse – Global Research. Das größte
Potenzial sehen sie dabei beim
Goldpreis, der in der jüngeren Zeit
zwar etliche Kapriolen geschlagen
hat, aber ihrer Meinung nach noch
immer deutlich Luft nach oben hat.
In einem Marktkommentar schreiben
sie dazu wie folgt:
"Der Goldmarkt hat einige turbulente
Wochen hinter sich. Ab Juli hat sich
der Aufwärtstrend deutlich
beschleunigt, sodass der Preis auf
neue Hochs über 1900 US-Dollar
geklettert ist. Im September wendete
sich das Blatt, und der Preis ging
im Zuge einer massiven Korrektur
wieder in Richtung 1600 US-Dollar
zurück. Im Oktober hat sich der
Goldpreis stabilisiert und zeigt
mittlerweile erste Anzeichen einer
Erholung.
Basierend auf der
Kombination von Bewertung,
Fundamentalfaktoren und technischer
Analyse erscheint Gold nach wie vor
stark. Unserem Modell zufolge ist
Gold auf dem derzeitigen Niveau
nicht überbewertet, sondern nähert
sich seinem Fair Value an.
Gleichzeitig steigt der Fair Value
aufgrund der anhaltenden negativen
Realzinsen, was mittelfristig auf
weiteres Aufwärtspotenzial
hindeutet.
Ein Blick auf die zyklische
Situation ergibt, dass sich der
Goldpreis während der Rally im Juli
und August von der Entwicklung der
Realzinsen abgekoppelt hat. Nach der
Korrektur vom September steht der
Goldpreis nun wieder im Einklang mit
den Realzinsen. Dies macht Gold
interessanter für Finanzinvestoren,
sodass es Anzeichen für einen
erneuten Anstieg der
Investment-Nachfrage gibt, ein
Trend, der sich künftig fortsetzen
dürfte.
Auf der technischen
Seite hatte die Korrektur einen
Rückgang des Momentums vom positiven
in den neutralen Bereich zur Folge.
Indes ist der Goldpreis bei der
mittelfristigen Trendlinie auf eine
solide Unterstützung getroffen. Dies
ist ein sehr positives Signal, zumal
die Trendlinie selbst ansteigt.
Basierend auf Bewertung, Zyklus und
Charttechnik schätzen wir den
Ausblick für Gold insgesamt positiv
ein. Aufgrund des nach wie vor
neutralen technischen Momentums
dürfte sich die Erholung
schrittweise vollziehen und einige
Zeit in Anspruch nehmen."
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Nordea:
Anleihenmärkte in Norwegen und Schweden auch 2012 attraktiv
3.11.11 | | |
Torgeir Stensaker und Anette Eineljung, Anleihenexperten von Nordea, schätzen das emittierte Staatsanleihevolumen 2011 von Norwegen und Schweden auf rund 20 Milliarden Norwegische bzw. 41 Milliarden Schwedische Kronen. Die Staatsanleihen sind besonders bei ausländischen Investoren beliebt – Grund dafür sind die gesunden Staatsaushalte der skandinavischen Länder und die damit verbundenen extrem niedrigen Ausfallrisiken. Dennoch werden festverzinsliche Papiere aus Norwegen und Schweden 2012 kein Selbstgänger sein, so die Nordea-Experten.
Auch 2012 hohe Liquidität der Anleihenmärkte
Nach Meinung von Stensaker und Eineljung werden Norwegens und Schwedens Anleihemärkte Investoren auch 2012 hohe Liquidität bieten. Denn wenngleich die nordischen Länder ihre Staatsverschuldung kontinuierlich abbauen, werden sie die Anlegernachfrage weiterhin adäquat bedienen können. "Wir sehen reichlich Anlagechancen, da inzwischen viele bonitätsstarke internationale Emittenten sowie Adressen aus dem High-Yield-Segment den NOK-Markt für sich entdeckt haben", so Stensaker mit Blick auf Norwegen. Genau so positiv lautet die Einschätzung Anette Eineljungs für Schweden: "In Schweden sorgt außerdem die staatliche Schuldenverwaltungsbehörde Riksgälden für Stabilität. Sie greift bei Bedarf ein."
Gedeckte Anleihen gewinnen an Attraktivität
Allerdings sind Staatsanleihen auch in Skandinavien kein Selbstläufer für Investoren. "Norwegische Obligationen sind inzwischen sehr teuer", warnt Stensaker und verweist auf den spürbaren Trend hin zu grundpfandrechtlich gedeckten Anleihen – so genannte Covered Bonds – also Papiere mit dem deutschen Pfandbrief als Vorbild. Unternehmensanleihen könnten aus Sicht von Stensaker auch bald interessant sein – und hier besonders Corporate Bonds von Banken: "Sie stehen an der Schwelle zur Attraktivität." Nach Meinung von Eineljung verfügen schwedische Unternehmensanleihen Über diese Attraktivität bereits: "Schuldverschreibungen schwedischer Konzerne bieten überdurchschnittliche Renditeaufschläge. Für mich gehören vor allem Emittenten mit Investment Grade aus dem produzierenden Gewerbe in ein diversifiziertes Anleihenportfolio." Mittlerweile ist das Pfandbrief-Segment in dem Land gegenüber Norwegen schon stark entwickelt. "Wir erwarten dieses Jahr ein Emissionsvolumen an Covered Bonds von 320 Milliarden Schwedische Kronen", schätzt die Expertin.
"Erwarten keinen Rückfall in eine Rezession"
Für Norwegen und Schweden als exportstarke Länder wird 2012 viel vom Verlauf der Weltwirtschaft abhängen. "Wir gehen in unserem Basis-Szenario davon aus, dass die Weltwirtschaft allgemein und die Eurozone im besonderen nicht in eine Rezession zurückfallen werden", meint Stensaker. "Für Schweden haben die Märkte vorsichtshalber allerdings schon einen leichten konjunkturellen Abschwung eingepreist", beobachtet Eineljung. Rasche Zinsentscheidungen der Notenbank erwartet sie dagegen nicht: "Die Vorstandsmitglieder der Schwedischen Reichsbank vertreten mehrheitlich die Meinung, dass die Zinsen bereits als ausreichend niedrig anzusehen sind. Wir gehen deshalb nicht von einer Zinssenkung vor April 2012 aus. Eine frühere Reaktion ist nur zu erwarten, wenn die Wirtschaft tatsächlich einbricht und die Arbeitslosigkeit zu steigen beginnt." Natürlicherweise würden Zinssenkungen die Kurse von Staatsanleihen haussieren lassen. Für Norwegen rechnet Stensaker dagegen eher mit einer Zinserhöhung: "Wenn die Staaten der Eurozone die Krise meistern – wovon wir ausgehen – wird die norwegische Wirtschaft weiter wachsen. Das gäbe Raum für entsprechende Zinsschritte, die Anleiherenditen steigen lassen." Norwegische Staatsanleihen würden sich dann wieder verbilligen.
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Fidelity: Wie
schneidet Italien
nach dem EU-Gipfel ab?
28.10.11
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Nach
Ansicht von Dominic Rossi, Investmentexperte bei Fidelity Worldwide
Investment, meint, dass die Ergebnisse des EU-Gipfels nicht überbewertet
werden sollten . Eine Erhöhung des Eigenkapitals der Banken könne
negativen Einfluss auf das Wachstum in Europa haben. Der Schuldenschnitt
Griechenlands ist ein Richtungszeichen für Europa, aber die Lage in
Italien bleibt angespannt. Die Hebelung des EFSF sei ein gewagtes
Manöver mit ungewissem Ausgang. Aktien bleiben unterbewertet – und die
wichtigen Impulse für die Aktienmärkte kommen nicht aus Europa.
Mehr Bankeneigenkapital auf längere Sicht vorteilhaft
Laut Rossi ist die Rekapitalisierung der Banken ein Schritt in die
richtige Richtung. Die Entscheidung, den Banken eine Frist bis Juni 2012
zu setzen, sei vernünftig – so können Banken einige Vermögenswerte
verkaufen und müssen nicht direkt auf den Kapitalmarkt gehen, was
derzeit schwierig wäre. Die Auflage in Bezug auf Bank-Dividenden und
-Boni dürfte dafür sorgen, dass die Vorgaben umgesetzt werden. Und die
106 Milliarden Euro frisches Kapital werden gewährleisten, dass die
Banken der Eurozone nun eine Kernkapitalquote (Tier 1) von mindestens
neun Prozent erreichen. "Ich gehe davon aus, dass sich die stärkeren
Banken bemühen werden, deutlich über diesem Schwellenwert zu liegen.
Kurzfristig wird sich dies negativ auf das Wachstum auswirken, da sich
der Entschuldungsprozess fortsetzt. Allerdings ist ein Bankensystem mit
mehr Eigenkapital auf längere Sicht vorteilhaft".
Schuldenschnitt ist richtungsweisend für andere Länder
Die 50 Prozent-Abschreibung auf griechische Schulden ist für Rossi ein
wichtiger Schritt nach vorne, aber er würde gerne noch mehr Details
kennen – die Abschreibung der Schulden Griechenlands sei
richtungsweisend für andere europäische Länder. "Wie schneidet Italien
nach diesen Kriterien ab? Das Auge des Sturms zieht nun weiter in
Richtung Rom und seine angeschlagene Regierung. Ich glaube nicht, dass
die Renditen der italienischen Staatsanleihen aufgrund dieser
Vereinbarung längere Zeit sinken werden", führt Rossi aus.
Es wird auch vorgeschlagen, den EFSF vier- oder fünffach zu hebeln.
Solange die EFSF nicht über eine solide Eigenkapitalbasis verfügt, hält
Rossi dies für einen heroischen Akt von Finanz-Alchemie. Es sei
sozusagen eine Versicherungsgesellschaft, die eine Absicherung gegen die
eigene Zahlungsunfähigkeit verkauft. Man könne verstehen, warum die
Versicherungsgesellschaft diese Absicherung verkaufen will, aber warum
sollten die Chinesen sie kaufen?
Mehrjähriges Konditionstraining steht Europa bevor
"Insgesamt denke ich, dass diese Vereinbarung keine entscheidende
Veränderung bringt. Die Verschuldungsquote Italiens von 120 Prozent des
BIP sieht heute nicht nachhaltiger aus als gestern. Europa steht ein
mehrjähriges Konditionstraining ins Haus – und in diesem Zeitraum wird
das Wirtschaftswachstum stark gebremst und die Aktien werden preiswert
bleiben", ist Rossi überzeugt.Seiner Meinung nach benötigen die
Aktienmärkte daher bessere Nachrichten: "Das Gewinnwachstum in den USA
überrascht weiterhin positiv. In China könnten wir auf einen Wendepunkt
der Politik zusteuern. Der Katalysator, der die Aktienmärkte beflügelt,
liegt eher außerhalb als innerhalb Europas." |
| AXA-Studie
prognostiziert gute Chancen Immobilienaktien 26.10.11 | | |
Internationale Immobilienaktien sind
besser finanziert und besser
aufgestellt aus der „Großen
Rezession“ hervorgegangen. Die Werte
seien ideal positioniert, um von der
erwarteten Nachfrage nach
Gewerbeflächen zu
profitieren, sobald der Aufschwung
an Tempo gewinne, so
eine aktuelle Studie von AXA
Framlington. Trotz der Eintrübung
der Konjunktur
in den letzten Monaten, so
Frédéric Tempel,
Immobilienaktien-Chef Europa bei AXA
Framlington, sei der der
Immobiliensektor davon kaum
berührt worden.
Die Weltwirtschaft verfolge weiter
einen expansiven Kurs und die
Rahmendaten für
Gewerbeimmobilien würden sich
allgemein verbessern, da die stetige
Nachfrage nach Fläche das historisch
niedrige Angebot weiterhin
übersteigt. Zudem, so Tempel in der
Studie weiter, bedeuteten extrem
niedrige Zinsen auch weiterhin
attraktive Immobilienrenditen.
Der Immobilien-Experte weist zudem darauf hin, dass globale Immobilienaktien, in einem Umfeld, in dem gute Renditen Seltenheitswert haben, derzeit zwischen drei bis vier Prozent rentieren. Bei sich verbessernden Rahmendaten sollten auch die durchschnittlichen Dividenden in den nächsten beiden Jahren steigen. Zwar seien Immobilienaktien nicht völlig vor den negativen Folgen der Finanzkrise gefeit. Dennoch sei dieser Sektor gestraffter, stärker, weniger verschuldet und insgesamt als "bessere" Assetklasse aus der Krise hervorgegangen. Mit zunehmender Dynamik des globalen Aufschwungs würden sich Kapitalzuwächse in beachtlichen Renditen für Investoren niederschlagen, sit Tempel überzeugt,
Dabei sei die allgemeine Knappheit von erstklassigen Gewerbeimmobilien außerordentlich günstig für den Sektor, die die langen Vorlaufzeiten im Baugewerbe zurückzuführen seien. Im Zuge der Finanzkrise wären die Finanzierungsquellen für neue Projekte nahezu versiegt und die Bautätigkeit in den Industrieländern auf historische Tiefststände gesunken.
Bei zunehmender Erholung der Weltwirtschaft würden Leerstände in Bestandsbauten rasch von der wachsenden Nachfrage absorbiert, so Tempel. Damit seien Vermieter erneut in der Lage, die Mieten anzuheben und in der Folge höhere Betriebsgewinne zu erzielen – bei gleichzeitigem Anstieg der Immobilienwerte. Börsennotierte Immobiliengesellschaften würden in der Regel vor allem erstklassige Objekte in ihren Portfolios halten und dürften daher insbesondere von diesem Markttrend profitieren.
„An den entwickelten Märkten liegen
die Werte von Gewerbeimmobilien
immer noch weit unter den
Höchstwerten des letzten
Konjunkturzyklus. Hinzu kommt, dass
die aktuellen Kurse von
Immobilienaktien im Vergleich zu
direkten Immobilieninvestitionen
niedrig erscheinen: Vielfach
notieren die Aktien mit erheblichen
Abschlägen auf den geschätzten
Nettoinventarwert", sagt Frédéric
Tempel und schlussfolgert: "Für
Immobilienaktien stellt diese
Situation erhebliche Kurs-Chancen
dar.“
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Degi International
wird aufgelöst 25.10.11
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Degi International bereitet halbjährliche Rückzahlungen an Anleger
vor
Geordnete Auflösung des offenen Immobilienfonds
garantiert Gleichbehandlung aller Anleger
Die Aberdeen Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH gibt bekannt, dass
der offene Immobilienfonds Degi International zum 15. Oktober 2014
geordnet aufgelöst wird. Für den Fonds mit aktuell rund 1,5 Milliarden
Euro Nettovermögen ist die Anteilscheinrücknahme seit November 2009
ausgesetzt. Seither ist es dem Management gelungen, die Liquidität durch
Immobilienverkäufe signifikant zu erhöhen. In den nächsten Monaten
werden weitere Objektverkäufe erwartet bzw. sind in fortgeschrittenen
Verhandlungen. Nach ausführlichen Gesprächen mit den Vertriebspartnern
zeigte sich jedoch, dass die Rückgabebegehren der rund 70.000 Anleger
bei Wiedereröffnung des Fonds die dann voraussichtlich verfügbare
Liquidität übersteigen würden. Die Geschäftsführung der Aberdeen
Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH hat daher im Interesse der
Gleichbehandlung aller Anleger beschlossen, die Verwaltung des Degi
International zum 15. Oktober 2014 zu kündigen. Das Sondervermögen wird
geordnet aufgelöst. Damit wird die Aussetzung der Anteilscheinrücknahme
und -ausgabe endgültig.Der Degi International wurde im Februar 2003 als
international diversifizierter offener Immobilienfonds aufgelegt. Die
Fondsstrategie sah vor, ein auf Europa fokussiertes Immobilienportfolio
aufzubauen sowie einen globalen Anteil der Immobilieninvestitionen
beizumischen. Der Fonds war Ende 2008 mit 41 Objekten in 13 Ländern
investiert, die geografische Streuung sorgte für eine gute
Risikodiversifikation. Ein weiterer Ausbau des Fonds und der
Immobilieninvestitionen war geplant. Durch die Finanzkrise 2008 hat
jedoch nicht nur der Degi International, sondern die gesamte Branche
gelitten. Insgesamt flossen 2008 knapp 50 Milliarden Euro aus deutschen
Investmentfonds ab, fünf Milliarden Euro davon aus offenen
Immobilien-fonds. Zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen laufenden
Bewirtschaftung des Fonds musste im November 2009 die Rücknahme von
Anteilen für den Degi International ausgesetzt werden. Das
Fondsmanagement war und ist seitdem intensiv bemüht, die Liquidität des
Fonds zu erhöhen. So wurden in den vergangenen zwei Jahren seit Beginn
der Rücknahmeaussetzung acht Immobilien im Wert von knapp 600 Mio. Euro
veräußert.Im Rahmen der Auflösung plant Aberdeen halbjährliche
Auszahlungen vorzunehmen. Eine erste Tranche wird im April 2012
ausgezahlt. Alle Anleger erhalten pro Anteilschein einen bestimmten
Betrag ihres Investments zurück, gleichzeitig sinkt der Anteilpreis
ihrer Anlage entsprechend. Diese Methode wiederholt sich halbjährlich
nach entsprechenden Veräußerungserlösen über den Zeitraum der gesamten
dreijährigen Auflösungsfrist bis zum 15. Oktober 2014. Dabei wird für
alle Anleger die gleiche Auszahlungsquote gewährleistet und die
geordnete Auflösung stellt die Gleichbehandlung aller Anleger unabhängig
vom investierten Volumen sicher.Dr. Hartmut Leser, Vorstandsvorsitzender
der Aberdeen Asset Management Deutschland AG,
kommentiert die Entscheidung: „Der Anlegerschutz hat für uns den
höchsten Stellenwert. Nach intensiven Gesprächen
mit unseren Vertriebspartnern und zahlreichen eigenen Kontakten mit
Anlegern können wir mit der für Mitte November zu
erwartenden Liquidität nicht gewährleisten, dass alle
rückgabewilligen Anleger bei Wiedereröffnung des Degi
International ihre Anteile zurückgeben können.
Aberdeen hat sich im Zuge der Auflösung für halbjährliche Rückzahlungen
entschieden, um die Gleichbehandlung aller
Anlegergruppen zu garantieren.“
Das Portfolio des Degi International umfasst 32 Immobilien in elf
Ländern. Aberdeen ist in intensiven Gesprächen,
teilweise bereits konkreten Verhandlungen mit Investoren, um die
verbleibenden Gebäude zu angemessenen Preisen zu
veräußern. Der Verkaufsprozess für weitere sieben Immobilien mit einem
Gesamtvolumen von rund 700 Mio. Euro ist bereits eingeleitet. Es
ist geplant, im Zuge der Objektverkäufe auch
Kredite zurückzuführen.
Weitere Informationen zur Auflösung des Fonds sind unter
www.aberdeen-immobilien.de
abrufbar.Der Anleger-Service steht Kunden zudem von Montag bis Freitag
in der Zeit von 09.00 bis 18.00 Uhr kostenfrei unter der Rufnummer
0800-3232 444 (nur im Inland) zur Verfügung. |
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Carmignac: "EZB muss Euro schwächen" 20.10.11 | | |
Auch in
seiner jüngsten Marktanalyse
wiederholt Eric Le Coz,
stellvertretender Geschäftsführer
der französischen Fondsgesellschaft,
die Forderung
nach einem schwachen Euro,
weil im aktuellen Umfeld eine
Rezession immer wahrscheinlicher
werde. „Nur die EZB kann das
europäische Wachstum noch retten.
Sie muss die Zinsen senken,
quantitative Maßnahmen ergreifen und
die Schwächung des Euro anstreben“,
publiziert Le
Coz. Die
Grenzen der Handlungsfähigkeit des
Euro-Rettungsschirms EFSF in Höhe
von 440 Milliarden Euro treten
bereits klar zutage. Es sei daran
erinnert, dass die griechische
Verschuldung 450 Milliarden Euro
beträgt, die italienische ist rund
viermal so hoch. Ohne die
Möglichkeit zur Abwertung seiner
Währung könne Griechenland beim
augenblicklichen Stand der Dinge
nicht gerettet werden, so die
Meinung des stellvertretenden
Carmignac-Geschäftsführers. Denn das
Land wird nicht nur in Bezug auf
sein Haushaltsdefizit die von der
„Troika“ (IWF, EU und EZB) gesetzten
Ziele verfehlen, auch sein
Außenhandelsdefizit ist bereits auf
zwölf Prozent des BIP angewachsen.
Für einen Schock an den
Finanzmärkten könnte eine
Herabstufung Frankreichs sorgen –
für Le Coz eine unvermeidliche
Maßnahme. Die Spaßmaßnahmen der
Grande Nation könnten wiederum
Deutschland als größten
Handelspartner in Mitleidenschaft
ziehen.Von der US-amerikanischen
Konjunktur dürfte sich die
europäische Wirtschaft keine Impulse
erwarten. Die Wirtschaft der
Vereinigten Staaten sei zweifellos
nachhaltig geschwächt. Die von der
Regierung vorgebrachten Vorschläge
zur Konjunkturbelebung dürften zum
Streitobjekt in einem Wahlkampf
werden, der in einem düsteren Klima
beginnt. In der Zwischenzeit
betreibt die Fed eine
Nullzinspolitik und schichtet ihre
Bestände in längerfristige
Staatsanleihen um (Twist). Doch die
Wirksamkeit dieser Maßnahmen sei
sehr beschränkt, so Le Coz. In China
gebe es unterdessen keine
systemimmanente Krise. So glaubt der
Franzose eher an einen sanften
Abschwung denn an ein spektakuläres
„Hard Landing“.
Keine andere Wahl als Reflation
„Schwellenländer, die sich mit einem
etwas langsameren Wachstum
zufriedengeben müssen, eine schwache
US-Wirtschaft, die auf kurze Sicht
nur wenige Pfeile im Köcher hat,
eine europäische Wirtschaft, deren
Fundamente wanken – in einem solchen
Umfeld sind wir nicht bereit,
kurzfristige Risiken einzugehen“, so
das Fazit des Franzosen. Dennoch sei
eine Rezession ist nicht
unabwendbar. Die Zentralbanken der
westlichen Länder hätten allerdings
keine andere Wahl als Reflation,
meint Le Coz. Hinsichtlich der
Investitionsstrategie heißt das
unter anderem, dass man sich bei
Carmignac aktuell auf den
Kapitalerhalt konzentriere. So
wurden die Aktienanteile (alle
Regionen) jeweils nahe der
vorgeschriebenen Untergrenzen
reduziert. Die Duration der
Anleiheportfolien wurde auf einem
hohen Niveau und unter Bevorzugung
US-amerikanischer und deutscher
Staatsanleihen beibehalten. Gleiches
gelte für Beteiligungen im
Goldsektor. „Die Goldwirtschaft wird
aufgrund der finanzpolitischen
Situation mittelfristig kräftig
Unterstützung finden“, ist sich Le
Coz sicher.
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| AXA
Investment Managers Deutschland GmbH löst den AXA
Immoselect auf - halbjährliche
Rückzahlungen an die Anleger 19.10.11 |
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Die AXA
Investment Managers Deutschland GmbH als Verwalterin des
Sondervermögens AXA Immoselect informiert
mit nachfolgender Pressemitteilung (O-Text), dass der
Fonds abgewickelt wird. |
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Die AXA
Investment Managers Deutschland GmbH als Verwalterin des
Sondervermögens AXA Immoselect informiert, dass der Fonds
abgewickelt wird. |
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Die
Entscheidung den Fonds abzuwickeln erfolgte in Abstimmung
mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
In der Konsequenz wurde die Verwaltung des Sondervermögens
zum Stichtag 20. Oktober 2014 durch die Gesellschaft
unwiderruflich gekündigt und die endgültige Einstellung der
Rücknahme und der Ausgabe von Anteilscheinen bekannt
gegeben. |
|
Das
geordnete Abwicklungsverfahren gewährleistet unter den
gegebenen Umständen die Gleichbehandlung aller Anleger und
die Erzielung bestmöglicher Ergebnisse während des
Verkaufsprozesses. Die aus den Immobilienverkäufen
resultierenden Erlöse werden halbjährlich ausgeschüttet,
beginnend voraussichtlich im April 2012. Die laufenden
Erträge des Portfolios werden zusätzlich ausgeschüttet. |
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„Ein
Festhalten an einer Wiederöffnung gegen das Votum eines
Großteils der Anleger und gegen die Marktsituation verbietet
sich von selbst, auch wenn wir den erklärten Willen zur
Wiederöffnung hatten. Unser oberstes Ziel ist es jetzt, für
die Immobilien des AXA Immoselect angemessene Marktpreise zu
erzielen und Kapitalrückzahlungen möglichst zeitnah an
unsere Anleger zu leisten.“ sagt Achim Gräfen,
Geschäftsführer AXA Investment Managers Deutschland GmbH.
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Bis zum
Wirksamwerden der Kündigung wird angestrebt, alle 66
Liegenschaften des Sondervermögens zu verkaufen.
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„Die
Auflösung des Fonds bringt Planungssicherheit und eröffnet
uns die Möglichkeit, die Immobilien ohne zusätzlichen
Zeitdruck zum bestmöglichen Preis zu verkaufen“, so Gräfen
weiter. |
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AXA
Immoselect ist ein Fonds, dessen Asset Management durch AXA
Real Estate, einen globalen Immobilienmanager mit einem
verwalteten Immobilienbestand von 40 Milliarden Euro*,
unterstützt wird. |
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| NRW
kauft CD mit Daten von 3000 Steuerflüchtlingen
14.10.11 | | |
Seit Mitte der 90er Jahre steht der
Finanzplatz Luxemburg auf den
„schwarzen Listen” deutscher
Steuerfahnder. 1994 sorgten
Hausdurchsuchungen bei der Dresdner
Bank mit dem Ziel Steuerflüchtlinge,
die ihr Kapital auf Luxemburger
Nummernkonten verschoben hatte, für
Schlagzeilen.
Und bis heute hält die Jagd nach
deutschem Kapital im benachbarten
Zwergstaat an. Jüngster Aufreger ist
eine Daten-CD mit Informationen über
3000 Kunden, die von Nordrhein
Westfalen angekauft wurde, wie die
Financial Times Deutschland exklusiv
berichtet. Es soll sich um Kunden
der HSBC Luxemburg handeln, deren
Kontodaten den deutschen
Steuerfahndern angeboten wurden. Die
bezahlten dem Bericht zufolge drei
Millionen Euro für diese
Informationen und gehen nun davon
aus, dass ein Vielfaches davon in
Form von Steuereinnahmen plus
Strafzahlungen in die Staatskasse
zurückfließt. Laut FTD wurde der
Datenträger bereits vor einigen
Monaten erworben, inzwischen hat man
sie ausgewertet. Die betroffenen
Steuersünder müssen nun täglich mit
Besuch rechnen, eine Selbstanzeige
ist wegen der bereits laufenden
Ermittlungen wirkungslos.
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| Stern
/ Roubini: Nur Deutschland kann globalen Crash
abwenden 13.10.11 | | |
Der US-Ökonom der seit seiner
frühzeitige Warnung vor dem
US-Immobiliencrash Guru-Status
genießt, erklärte dem deutschen
Nachrichtenmagazin Stern in einem
Interview, dass die Gefahr eines
baldigen Zusammenbruchs der Eurozone
bestehe, wenn Deutschland nicht die
nötige Führungsstärke zeige. Mit
Führungsstärke meint er die
politische Durchsetzungkraft den
aktuellen Euro-Rettungsschirm von
derzeit 440 Milliarden Euro auf
zumindest das vierfache Volumen zu
vergrößern. Zitat Roubini: „Der
Rettungsschirm ist schon viel zu
klein. Die 440 Milliarden reichen
höchstens bis Ende des Jahres.“
Konkret gehe die Gefahr von den Euro-Ländern Spanien und Italien aus, deren Zahlungsprobleme ständig größer werden. Der frühere Clinton-Berater glaubt, dass die Ausweitung des Fonds zur Stützung von in Schieflage geratenen Euro-Staaten bis Anfang November stehem muss, will man ernsthafte Probleme abwenden. Roubini zum Stern: „Sonst droht ein globaler Crash der Finanzmärkte und eine globale Depresseion.“
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Neuer Name: Aus Carlson
wird DNB 13.10.11 | | |
Carlson Fund Management wird ab 11.
November 2011 DNB Asset Management
heißen. Das gibt die
Fondsgesellschaft und
100-prozentigen Tochter der
norwegischen Bank DnB NOR Group in
einer aktuellen Aussendung bekannt.
Die Kompetenzen bleiben dabei ebenso
unverändert wie das Carlson-Team
rund um Fondsmanager,
Vertriebsmitarbeiter und Backoffice.
Zum Stichtag werde die Konzernmutter
zudem alle bis dahin bestehenden
Marken unter dem neuen Namen DNB
vereinen.
Außer dem Namen soll sich also für die Kunden nichts ändern. Künftig werde das gesamte Produkt- und Dienstleistungsangebot unter einem einzigen Markendach vereint, so auch das Luxemburger Kompetenzzentrum, das für den internationalen Fondsvertrieb verantwortlich ist. Der Fokus der Vermögensverwaltung bleibt auf den Regionen Skandinavien und Asien sowie Absolute Return und anderen ausgewählten Themenfonds. Die Adresse der Website wird ab dem 11. November www.dnb.no/lu lauten, die E-Mailadressen Vorname.Nachname@dnb.no.
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Griechenland: Steht bei CDS der
große Zahltag bevor? 13.10.11 | | |
Ein möglicher Zahlungsausfall
Griechenlands könnte den
Sicherungsnehmern von
Credit-Default-Swaps (CDS) einen
großen Zahltag bescheren. Analysten
gehen davon aus, dass
ein Schuldenschnitt der über die
bereits im Juli ausgehandelte 21
Prozentmarke hinaus geht, die
Auszahlung solcher Swaps auslöst,
berichtet Bloomberg.
"Ein noch größerer Schuldenschnitt
würde ein Kreditereignis
auslösen" werden Analysten von
Barclays Capital und Credit Agricole zitiert.
Der Luxemburger Prämierminister
Jean-Claude Juncker schürte solche
Spekulationen als er in einem
ORF-Interview am Dienstag einen
Haircut von mehr als 60 Prozent bei
griechischen Anleihen in Aussicht
stellte. Die EU-Finanzminister
denken über eine Nachjustierung des
Julideals nach. So sollte der
Beitrag der privaten Investoren zur
Rettung Griechenlands von 50
Milliarden Euro auf 159 Milliarden
Euro angehoben werden. Diese
deutliche Steigerung der Beteiligung
des privaten Sektors würde im
Konflikt mit der Europäischen
Zentralbank stehen, die sich schon
seit Beginn der Krise vehement gegen
ein Ereignis ausspricht, dass die
Auszahlung der Versicherungssumme
der CDS auslösen könnte.
Credit Default Swaps auf
Griechenland decken, nach dem
Depository Trust&Clearing Corp.,
eine Summe von 2,7 Milliarden Euro
ab. Was weniger als ein Prozent der
mit ca 340 Milliarden Euro noch
ausstehenden Griechenlandanleihen
ausmacht. Derzeit zahlt man für
einen Credit Default Swap auf eine
fünfjährige griechische Anleihe in
der Höhe von zehn Millionen Euro 6,1
Millionen Euro im Voraus. Dazu
kommen noch jährliche Zahlungen von
100.000 Euro.
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State Street: "Es gibt keine spekulative
Goldblase" 11.10.11 | | |
Gold ist bei Anlegern beliebt. Derzeit
streiten allerdings immer häufiger
Experten darüber, ob der Preis für das
kostbare Edelmetall noch gerechtfertigt
ist. Anderer Meinung ist Chris
Goolgasian, Fondsmanager bei State
Street Global Advisors: „Es gibt keine
spekulative Übertreibung beim
Goldpreis.“ Im Rahmen der Morningstar
ETF Invest Conference 2011 erklärte
Goolgasian auch, dass es nicht die an
der Wall Street üblichen Kriterien sind,
die den fairen Goldpreis bestimmen.
Vielmehr versuche die Finanzindustrie
einmal erreichte Höchstpreise im
Nachhinein durch phantasievolle
Kennzahlen zu legitimieren.
Klassische Blasen erkennt man
üblicherweise an einem sich ständig
ausweitenden Angebot und einer
explodierenden Nachfrage. Anders als
während der Technologieblase 1999 oder
des Immobilienbooms 2004, ist das
Goldangebot in der vergangenen Dekade
relativ stabil geblieben. Der Goldpreis
ist hingegen von rund 200 auf 1.800
US-Dollar gestiegen. Der Grund sei, dass
es selbst auf diesem Preisniveau sehr
schwer ist, noch mehr Gold zu fördern,
ist sich der Fondsmanager sicher. Jeder
Rohstoffzyklus ende üblicherweise damit,
dass mehr und mehr gekauft wird und die
Kapitalkosten fortwährend steigen. Am
Goldmarkt könne man heute jedoch das
Angebot nicht erhöhen, um die Nachfrage
zu stillen. Einen weiteren Grund sieht
Goolgasian im gegenwärtigen Sentiment.
„Sehen Sie sich die Berichterstattung in
den Medien zum Gold an. Da ist kein
Überschwang oder Euphorie zu spüren.“
Grundsätzlich gilt am Markt die Annahme,
dass Angebot und Nachfrage den Preis
bestimmen. Laut Goolgasian neigen
Investoren jedoch dazu, den Preis in dem
Sinne objektivierbar zu machen, dass es
einen wissenschaftlich bestimmbaren
Preis gebe. „An der Wall Street ist man
dazu übergegangen, Kennzahlen zu
erfinden, die die Preisbildung von
Assets vermeintlich objektivieren
können“, so die Erklärung. Dabei
konzentriere man sich bei der Bestimmung
des so genannten fairen Werts auf
Kennzahlen, die auf Vergangenheitsdaten
basieren. Nehme man beispielsweise den
inflationsbereinigten Preis von Gold aus
dem Jahr 1980 als Referenzpunkt, kommt
man auf einen angemessenen Preis von
2.500 US-Dollar pro Unze heute. „Diese
Kennzahlen beziehen sich auf historische
Höchststände. Den fairen Preis daraus
abzuleiten, halte ich aber für nicht
zulässig“, kommentierte Goolgasian.
„Ihnen liegen keine kausalen
Zusammenhänge zugrunde.“
„Für den Goldpreis weiter bullish“
Bei State Street verlasse man sich daher
auf Variablen, die „den Goldpreis
tatsächlich beeinflussen“. Dazu zählen
der Realzins, die Inflationserwartungen,
die Maßnahmen der Zentralbanken, das
politische Sentiment oder das erwartete
Wirtschaftswachstum. Die Haltung des
Fondsmanagements für den Goldpreis ist
trotz zahlreicher negativer Signale in
jüngster Vergangenheit weiterhin bullish.
„Das weltwirtschaftliche Gesamtbild
unterstützt weiterhin einen
Aufwärtstrend".
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Robeco: Gegen
Markttrends investieren ist wichtiger denn je 11.10.11 | | |
Sander Bus, Leiter des Credit Teams von
Robeco, kritisiert in seinem aktuellen
Credit Outlook für das vierte Quartal
2011: "Uneinigkeit führt zu Untätigkeit.
Die aktuelle Konjunkturverlangsamung
deckt sich mit unserer langfristigen
Einschätzung, dass wir in einem durch
Schuldenabbau geprägten Umfeld vor einer
längeren Phase mit einem unter dem Trend
liegenden Wachstum stehen. Da die
Notenbanken und Regierungen mittlerweile
ihre finanz- und geldpolitischen
Möglichkeiten weitgehend ausgereizt
haben, sind die Wachstumsaussichten
düster. Sparmaßnahmen tun zwar weh. Aber
sowohl für den privaten Sektor als auch
für die öffentliche Hand heißt das Gebot
der Stunde bis auf weiteres, ihre
Bilanzen zu sanieren und in finanzieller
Hinsicht einen konservativen Kurs zu
fahren."
Laut Bus sei in diesem Zusammenhang
positiv, dass sich Unternehmen und
Banken in wesentlich besserer Verfassung
befinden als 2008. Die Gewinnmargen, die
Liquiditätsausstattung und das
Verschuldungsprofil sind durchaus
solide. Darüber hinaus agieren die
Finanzvorstände von Unternehmen sehr
konservativ – in vielen Fällen gleicht
ihr Verhalten dem eines
Anleihegläubigers.
Das Rezessionsrisiko hat zugenommen
Nach Meinung des Robeco-Experten haben
wir es immer noch mit den Nachwehen des
so genannten "Schulden-Superzyklus" zu
tun, der auf längere Sicht zu einem
unter dem Trend liegenden Wachstum
führen wird. An den Kreditmärkten wird
eine Rezession eingepreist – dies gilt
insbesondere für Investment
Grade-Papiere.
Die Uneinigkeit der politisch
Verantwortlichen und mögliche
wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen
drücken die Stimmung unter den Anlegern.
"Die Liquidität an den Märkten dürfte
weiterhin niedrig bleiben mit der Folge,
dass es bei den Spreads zu starken
Schwankungen kommen wird. Gegen die
herrschenden Markttrends zu investieren,
ist jetzt wichtiger denn je".
Der Markt für Investment Grade-Papiere
geht von einer ausgewachsenen Rezession
aus. Hochzins-Anleihen sind ebenfalls
billig und in geringerem Maße peripheren
Risiken ausgesetzt. Was die Emerging
Markets angeht, ist sich Sander Bus
nicht so sicher, ob diese wirklich als
"sicherer Hafen" zu betrachten sind.
Denn diese Märkte seien überlaufen und
keineswegs ohne Risiken.
Krise wird letztlich in vielen
kleinen Schritten überwunden werden
Aus technischer Sicht teilt das Credit
Team von Robeco die Befürchtung der
Märkte, dass die politisch
Verantwortlichen weitere Fehler machen
könnten. Von Anfang an hinkten sie der
Entwicklung hinterher – und sie handeln
anscheinend nur dann, wenn es an den
Märkten Anzeichen für eine Panik gibt.
Sander Bus ist dennoch überzeugt, dass
diese Krise letztlich in vielen kleinen
Schritten durch fiskalpolitische
Anpassungen überwunden werden wird. Denn
die Politiker können es sich nicht
länger leisten, so uneinig wie bisher zu
sein, und sehen sich einem wachsenden
internationalen Druck ausgesetzt. Da die
Markterwartungen bereits sehr negativ
sind, stellt fast jede Lösung eine
Verbesserung gegenüber dem derzeit
herrschenden Stillstand dar. An den
Märkten für Investment Grade- und
Hochzins-Anleihen sind Renditen von mehr
als zehn Prozent auf Sicht von einem
Jahr möglich.
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Goldman Sachs: Milde Rezession in Deutschland erwartet
7.10.11 | | |
Vor dem Hintergrund der zunehmend
angespannten wirtschaftlichen und
finanziellen Lage in der Euro-Zone haben
die Goldman Sachs Analysten Jan Hatzius
und Dominic Wilson ihre globale
BIP-Prognose für 2012 deutlich von 4,3
Prozent auf 3,5 Prozent gesenkt. Im
Laufe der nächsten Quartale erwarten
beide nun eine milde Rezession in
Deutschland und Frankreich, und eine
tiefere Rezession in der
Euro-Peripherie. Die Erhöhung der
finanziellen Risiken werde laut Hatzius
und Wilson sehr wahrscheinlich auch die
Europäische Zentralbank dazu bewegen,
vermehrt Liquidität in die Märkte zu
pumpen, heißt es im aktuellen
Marktkommentar weiter:
Die erhöhte Gefahr, dass die Finanzkrise
aus der Eurozone in andere Regionen
übergreift, in erster Linie wegen
schlechterer finanzieller Bedingungen,
ist der Hauptgrund, warum Hatzius und
Wilson ihre Prognosen für die USA weiter
gesenkt haben. Sie beziffern die
Wahrscheinlichkeit einer erneuten
Rezession in den USA jetzt mit rund 40
Prozent. Zudem gehen sie davon aus, dass
eine weitere Lockerung der Geldpolitik,
die über die kürzlich angekündigte
"Operation Twist" der US-Notenbank Fed
hinausgeht, erfolgen werde. Allerdings
wohl erst in der ersten Hälfte 2012.
Darüber hinaus sei zu erwarten, dass der
Markt verstärkt auf Änderungen der
Politik der Fed achten werde,
insbesondere eine eventuelle stärkere
Betonung der Vollbeschäftigung
zuungunsten stabiler Preise und / oder
eine vorübergehend Erhöhung der
zulässigen Inflationsrate.
Goldman Sachs hat seine Vorhersage für
das globale Wirtschaftswachstum 2012
aber nur leicht korrigiert und um 0,8
Prozent auf 3,5 Prozent gesenkt. Dies
sei trotz der Verschlechterung der Lage
in den entwickelten Volkswirtschaften
und einer Verschlechterung gegenüber den
Jahren 2010 und 2011 im historischen
Vergleich immer noch sehenswert so
Hatzius und Wilson. Der Hauptgrund dafür
ist, so die beiden Analysten, dass sie
nur einen geringen Rückgang der
Wirtschaft in China und in anderen
Schwellenländern erwarten. Obwohl die
jüngste Restriktion der chinesischen
Geldpolitik und der Abschwung bei der
Exportnachfrage das Wachstum in den
nächsten Quartalen belasten dürfte,
erwarten die Autoren, dass der
abnehmende Inflationsdruck zu einer
erneuerten Lockerung der chinesischen
Geldpolitik noch in diesem Jahr führen
wird. Das sollte in ihren Augen eine
moderate Wiederbeschleunigung des
Wachstums in 2012 unterstützen.
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Hansainvest: Neuer
Europa-Aktienfonds mit Risiko-Minimierung 06.10.11 | | |
Die Hamburger Kapitalanlagegesellschaft
Hansainvest Hanseatische Investment-GmbH
hat mit dem HANSAsmart Select E (WKN
A1H44U/ISIN DE000A1H44U) einen neuen
europäischen Aktienfonds aufgelegt, der
zu 100 Prozent in europäische Aktien
investiert – und sich dabei auf
Minimierung des Verlustrisikos
konzentriert. Als Messlatte hierfür
dient der Hansainvest der sogenannte "Value
at Risk". Im Gegensatz zur bekannteren
Volatilität, die die Schwankungen einer
Anlage nach oben und nach unten misst,
erfasst der Wert "Value at Risk" nur
Schwankungen nach unten. Damit eignet
sich der Aktienfonds insbesondere für
Anleger, die eine ausgeprägt geringe
Toleranz gegenüber Verlusten aufweisen –
dies sind auf institutioneller Seite
beispielsweise
Versicherungsgesellschaften. Aber auch
risikoaverse Privatanleger, denen
Garantiefonds aufgrund ihrer geringen
Aktienquote zu defensiv sind, werden
sich für diesen Fonds interessieren.
"Bei der Entwicklung des Fonds ging es
uns um einen systematischen Ansatz, der
das Risikoprofil jeder Einzelaktie
berücksichtigt und die Korrelationen
ausnutzt. Letztere bezeichnen die
Wechselbeziehung der Kursentwicklung und
damit die Stärke des Zusammenhangs der
Kursbewegungen zweier Aktien der
einzelnen Titel untereinander",
erläutert Fondsmanager Philipp van Hove.
Die Auswahl der Titel erfolgt nun durch
eine mathematische Optimierung, die die
Risikoparameter der einzelnen Aktien
berücksichtigt und das Portfolio-Risiko
– ausgedrückt durch den Value at Risk –
so weit wie möglich reduziert. Der Fonds
bietet hingegen bewusst keine Garantie,
da diese teuer bezahlt werden müsste und
gerade in Zeiten niedriger Zinsen nur
geringe Partizipationsraten verspricht.
Anlageuniversum aus Großunternehmen im
DJ Euro STOXX
Das Anlageuniversum des HANSAsmart
Select E besteht aus im breiten
europäischen Aktienindex DJ Euro STOXX
gelisteten Großunternehmen – damit kann
der Fonds von einer positiven
Entwicklung der europäischen Konjunktur
profitieren. "Europäische Aktien sind
derzeit besonders attraktiv, da viele
Titel auch aufgrund der aktuellen
Schuldenkrise fundamental günstig
bewertet sind", meinte van Hove. Die
Beteiligung an Unternehmen stellt in
weiten Teilen eine Sachwertanlage dar
und bietet gerade in diesen Zeiten einen
Schutz vor Inflation. Zudem sind die
Dividendenrenditen häufig höher als bei
verzinslichen Wertpapieren. Im Portfolio
selbst hat ein einzelner Titel eine
maximale Gewichtung von 4,9 Prozent.
"Value at Risk" um fast 50 Prozent unter
der des Marktes
Dieser aktive Ansatz führt zu einer
deutlichen Abweichung vom Verlauf der
Benchmark. Gemeinsam mit einem
institutionellen Anleger wird das
Konzept in einem Spezial-Fonds bereits
seit März 2010 umgesetzt. "Die
Ergebnisse haben uns überzeugt", so
Hansainvest-Geschäftsführer Gerhard
Lenschow. So fiel der
Performancerückgang des
Managementansatzes in Schwächephasen
deutlich geringer aus als der des
Marktes. Umgekehrt stieg aber natürlich
die Wertentwicklung in
Aufwärtsbewegungen nicht so dynamisch
an. Weitergehende Rückrechnungen über
einen Zeitraum von zehn Jahren ergaben,
dass die Messgröße "Value at Risk" des
so konzipierten Portfolios im
Durchschnitt um fast 50 Prozent unter
der des Marktes lag. Im Ergebnis hätten
mit diesem Portfolio dann gut 60 Prozent
der positiven Entwicklung mitgenommen
werden können, während auf der
Verlustseite de facto nur etwa 30
Prozent der Abwärtsbewegung des
Aktienmarktes hätten realisiert werden
müssen.
Mit dem HANSAsmart Select E ist dieses
neue Konzept ab sofort erhältlich.
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Stefan Riße neuer Partner der
HPM Portfoliomanagement 5.10.11 | | |
Stefan Riße, ehemaliger
Börsenkorrespondent des
Nachrichtensenders n-tv, wird künftig
als Partner und Mitglied der
Geschäftsführung den in Hamburg
ansässigen Portfolioverwalter HPM
Hanseatische Portfoliomanagement GmbH
verstärken. Nach eigenen Angaben plant
Riße künftig Anlagestrategien, die er
für den Eigenhandel entwickelt hat, in
Form der klassischen Depotverwaltung
auch für Kunden umzusetzen. Auch ein
UCITS IV Fonds sei in Planung.
„Den Schritt ins Asset Management mache
ich sehr bewusst erst jetzt nach 25
Jahren intensiver Börsenerfahrung. Diese
Erfahrung ist meiner Ansicht nach
unablässig für dauerhaften
Anlageerfolg“, sagt der 43-jährige zu
seinem Wechsel an die Spitze des
Hamburger Unternehmes. Wolfgang von
Malottky, der bisherige
Alleingesellschafter der HPM, fügt
hinzu: „Stefan Riße ist ein großer
Gewinn für die HPM. Gemeinsam mit ihm
wollen wir in den kommenden Jahren in
die erste Riege der unabhängigen
deutschen Vermögensverwalter
aufsteigen.“
Riße war zuvor Geschäftsleiter beim
CFD-Broker CMC Markets. Bekannt wurde er
Anfang des neuen Milleniums durch seine
Börsenberichte für den Nachrichtensender
N-TV.
Anmerkung in eigener Sache:
Aufgrund einer langjährigen Kooperation können auch
wir, die FD Fonds-Sparkauf GmbH, Ihnen
auf Anfrage Produkte der HPM Hamburg vermitteln. |
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ING IM: Anpfiff zum Euro-Endspiel? 5.10.11 | | |
Die zunehmenden Spannungen im Hinblick
auf die Auszahlung der nächsten
Darlehens-Tranche an Griechenland durch
die Troika aus EU/IWF/EZB bestimmten im
September das Marktklima. Themen wie
Hinweise auf einen Moral-Hazard-Effekt
in Italien, Verknappung der
Interbankenfinanzierung sowie die
Diskussion um Garantien für die EFSF
sorgten erneut für Verunsicherung. In
aktuellen "FocusPoint" skizzieren die
Experten von ING IM Investment
Management ihre Einschätzung und
diskutieren vier mögliche Szenarien
sowie ihre Folgen für die
Renditeentwicklung am Anleihemarkt.
Die ING IM-Experten möchten allerdings
betonen, dass ein Zusammenbruch bzw. das
Ende der Eurozone keinesfalls ihr
Basisszenario ist – desgleichen erwarten
sie keinen "Rauswurf" Griechenlands aus
der EWU.
Szenarien-Analysen
Wie sehr der Druck noch steigen wird und
wie letztlich das Endspiel verläuft,
lässt sich für die Experten nicht
zuverlässig vorhersagen – vorstellbar
sind indes verschiedene Szenarien.
Anhand von vier möglichen Szenarien
wollen die ING IM-Experten die Folgen
für bzw. die potenziellen Renditechancen
an den Anleihemärkten aufzeigen. Weiters
analysieren sie ihre Wirkung auf
europäische Benchmark-Staatsanleihen
über einen Zeithorizont von ein bis drei
Jahren.Neben ihrem Basisszenario
analysieren die Fachleute auch zwei
pessimistischere und ein positiveres
Szenario. Der stärkere Fokus auf
Wahrscheinlichkeiten führt zu einer
negativeren Ausrichtung der Szenarien
und beruht auf der eher ungünstigen
Risikobilanz der skizzierten
Perspektiven.
1. Durchwurschteln (ING IM
Basiszenario)
Im Rahmen des ersten Szenarios geht ING
IM von einer Art "Durchwurschtelei" aus,
bei der Marktvolatilität die politischen
Entscheidungsträger dazu zwingt, die
erforderlichen Mindestmaßnahmen für
fortgesetzte Integration zu ergreifen.
Das würde zwar zu wirksameren
Lenkungsmechanismen führen, jedoch nicht
zu einer langfristig glaubwürdigen
Verhütung von Moral-Hazard-Effekten
aufseiten von Regierungen und
Finanzinstituten in der Eurozone. Bei
diesem Szenario gehen die Experten von
einem Risikoabschlag in Höhe von 60
Prozent auf griechische Anleihen aus.
Auch bei einer Staatspleite würde
Griechenland Teil der Währungsunion
bleiben. Die Pleite eines anderen Landes
bzw. einer systemtragenden Bank wird
nicht angenommen. Auf Jahressicht könnte
dieses Szenario mit einer 60-prozentigen
Wahrscheinlichkeit eintreten, die über
einen Dreijahreszeitraum indes auf zehn
Prozent sinkt. Über einen längeren
Zeitraum ist eine glaubwürdigere und
längerfristig angelegte Lösung nach dem
Dafürhalten der ING IM-Experten
unumgänglich, da der Druck noch zunehmen
würde, sofern die Krise unbewältigt
bleibt.
2. Lösung
Bei diesem Szenario wird eine
langfristige und glaubwürdige
Governance-Lösung mit einer nur
begrenzten Umschuldung Griechenlands
erreicht – Risikoabschlag von rund 30
Prozent, wie im Rahmen des aktuellen
PSI-Programms zur Beteiligung der
Privatwirtschaft angenommen. Dabei
würden wirksamere Lenkungsmechanismen
umgesetzt, die Moral-Hazard-Effekte
aufseiten von Regierungen und
Finanzinstituten unterbinden. Zugleich
würde das zu einer weiteren politischen
und fiskalischen Integration führen und
eine Form der gemeinsamen fiskalischen
Verantwortung schaffen (Stichwort:
Eurobond). Zudem würde auf Dauer ein "Lender
of last Resort" für solvente Banken und
Regierungen eingerichtet (eine EFSF-Bank
oder ein dauerhaftes Securities Markets
Program (SMP)). Für die Umschuldung
insolventer Banken und Staaten gäbe es
Einrichtungen zur juristischen Lösung.
Die Experten gehen weiters davon aus,
dass die Zinsen in AAA-gerateten Ländern
deutlich steigen werden und in den
Ländern ohne Top-Rating eine
Erleichterungs-Rally stattfinden wird.
Auf Jahressicht könnte dieses Szenario
mit einer zehnprozentigen
Wahrscheinlichkeit eintreten, die über
einen Dreijahreszeitraum indes auf 50
Prozent steigt.
3. Mühsames Überleben
Das dritte Szenario ist sehr viel
pessimistischer. Hier führt das
Unvermögen der Politiker, die Krise in
den Griff zu bekommen, zu einem
ungeordneten Austritt Griechenlands aus
der Eurozone. Im Ergebnis kommt es zu
derartig katastrophalen Wirtschafts- und
Finanzbedingungen in Griechenland
(Depression, Massenarbeitslosigkeit,
Unruhen, Ansturm auf Banken sowie
Kapitalflucht), dass Pleite und
Währungsabwertung gegenüber der
Einhaltung der Troika-Auflagen als das
kleinere Übel erscheinen. Da die ING
IM-Experten davon ausgehen, dass es sich
dabei um eine einseitige Entscheidung
Griechenlands handeln würde, wäre es in
diesem Fall kaum möglich, Dominoeffekte
an anderen europäischen Staatsanleihe-
und Bankenmärkten zu vermeiden.
Die Kollateralschäden für die
Realwirtschaft (schwere Rezession) sowie
für die Bilanzen der öffentlichen Hand
und des Finanzsektors wären dann so
erheblich, dass eine breiter angelegte
Umschuldung unumgänglich wäre. Bei
diesem Szenario müssten griechische
Staatsanleihen um 70 Prozent, irische
und portugiesische Staatsanleihen um 40
Prozent und italienische und spanische
Staatsanleihen um 20 Prozent
wertberichtigt werden. Dabei gehen die
Fachleute davon aus, dass die jeweiligen
Regierungen systemtragende Banken vor
einer Pleite retten würden. Wenn auch in
weitaus geringerem Maße als beim zweiten
Szenario würden wir in Ländern, die ihre
Schuldenlast abbauen, eine
Erleichterungs-Rally bei Staatsanleihen
erleben. Auf Jahressicht könnte dieses
Szenario mit einer 25-prozentigen
Wahrscheinlichkeit eintreten, die über
einen Dreijahreszeitraum auf 30 Prozent
steigt.
4. Zusammenbruch der Eurozone
Dies ist das Worst-Case-Szenario: Nicht
nur würden mehrere Länder einen
Staatsbankrott anmelden und die EWU
verlassen, auch die deutsch-französische
Achse würde zerbrechen und damit die
Europäische Union. Am Ende stünde
lediglich eine Euro-Mark-Zone, der
Deutschland, die Niederlande, Finnland,
Österreich und Luxemburg angehören. Die
übrigen EWU-Mitglieder würden dann
wieder ihre alten Währungssysteme
einführen. Im Rahmen dieses Szenarios
gehen die ING IM-Experten von folgenden
Risikoabschlägen aus: 80 Prozent für
Griechenland, 60 Prozent für Irland und
Portugal, 40 Prozent für Italien und
Spanien sowie 20 Prozent für Belgien und
Frankreich. Auf Jahressicht könnte
dieses Szenario mit einer
fünfprozentigen Wahrscheinlichkeit
eintreten, die über einen
Dreijahreszeitraum auf zehn Prozent
steigt.
Fazit: ING IM setzt auf
Diversifizierung
Diese Ausführungen sind natürlich im
Kontext der eigenen Einschätzung des
weiteren Verlaufs der europäischen
Schuldenkrise zu sehen. Ist man
überzeugt, dass die EWU die aktuelle
Krise nicht überstehen wird, so mag es
sinnvoll sein, sich an AAA-gerateten
Benchmark-Staatsanleihen zu orientieren.
Die ING IM-Experten wären hier
allerdings vorsichtig, denn eine solche
Herangehensweise würde die
Diversifikation stark verringern. Zudem
könnte sich ein Auseinanderfallen der
Eurozone auch auf die AAA-gerateten
Länder negativ auswirken.
Mit anderen Worten: Will man sich völlig
gegenüber der Staatsschuldenkrise in
Europa absichern, so muss man alle auf
Euro lautenden Werte verkaufen. Aber
auch dieses Konzept wäre fragwürdig,
denn ein Zusammenbruch der EWU würde die
Finanzmärkte weltweit belasten.
Grundsätzlich legen die Resultate nahe,
dass ein diversifiziertes Portfolio aus
Euro-Benchmark-Staatsanleihen in drei
der vier analysierten Szenarien
stagnierende bis leicht positive Erträge
generieren würde. Das gilt auch bei
einer wahrscheinlichkeitsgewichteten
Ertragserwartung bei allen vier
Szenarien, die über einen Ein- sowie
einen Dreijahreshorizont bei knapp ein
Prozent liegt. Das ändert sich natürlich
grundlegend, wenn man davon ausgeht,
dass die Wahrscheinlichkeit eines
Euro-Kollapses fünf bis zehn Prozent
deutlich übersteigt.
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Moody`s: Italien um 3
Stufen herabgestuft 5.10.11 | | |
Die Ratingagentur Moody's hat die
Kreditwürdigkeit des hoch verschuldeten
Italien deutlich herabgestuft. Begründet
wurde dies von Seiten der Agentur mit
dem ungewissen Marktumfeld und einer
damit verbundenen möglichen weiteren
Eintrübung der Investorenstimmung,
die den Zugang des Landes zu den
Anleihemärkten behindern könnte.
Die drittgrößte Volkswirtschaft der
Eurozone sitzt auf einen Schuldenberg
von rund 1.9 Billionen Euro, was 120
Prozent der jährlichen
Wirtschaftsleistung entspricht- nur
Griechenland hat mit ca. 160 Prozent
eine prozentuell höhere Verschuldung in
der Eurozone aufzuweisen als Italien.
Dazu kommen die externen Risken für die
italienische Wirtschaft, herbeigerufen
durch die allgemeine Skepsis an den
Finanzmärkten, die auch
die Refinanzierungskosten für Italien
erschweren könnte. So senkte Moody´s die
Bewertung italienischer Staatsanleihen
gleich um drei Stufen von Aa2 auf A2 mit
negativem Ausblick.
Schon Mitte September hat die
Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P)
die Kreditwürdigkeit Italiens
herabgestuft. Das Land wird nun von der
Agentur bei der langfristigen Bonität
mit der Note „A“ statt „A+“ bewertet.
Als Gründe wurden von S&P „die sich
abschwächenden Wachstumsaussichten“
angegeben, sowie die Einschätzung, dass
die derzeitige Koalition die Fähigkeit
Roms einschränke, entschlossen auf die
Schuldenkrise zu reagieren.
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