Invesco:  Parallelen zu 2009 an den europäischen Aktienmärkten  28.3.12
 In ihrer im März 2012 veröffentlichten Monthly Summary analysieren die europäischen Aktienexperten von Invesco Perpetual in Henley, Großbritannien, die aktuellen Treiber der Marktrichtung an den europäischen Aktienmärkten. Anhand eines Vergleichs der Rally von Anfang 2009 mit der jüngsten Markterholung untersuchen sie, ob die Entwicklung der Märkte nach Abklingen der ersten Euphorie Anfang 2009 Rückschlüsse über den Ausblick für 2012 zulässt.
Wie schon Anfang 2009 haben Finanzwerte und andere zyklische Sektoren während der jüngsten Rally risikoärmere Sektoren wie Telekommunikation, Gesundheit und Basiskonsumgüter hinter sich gelassen. Damit erinnert die durch die LTRO-Liquiditätsspritze der EZB Ende 2011 ausgelöste "Survivors' Party" ("Party der Überlebenden") an die "Dash to Trash Rally" ("Jagd nach Ramschpapieren") von Anfang 2009, meinen die Investmentexperten von Invesco Perpetual. Ausgelöst wurde auch letztere durch geldpolitische Maßnahmen, mit denen die US Federal Reserve die Sorgen über die Überlebensfähigkeit des Finanzsystems zumindest temporär zerstreuen konnte. Nachdem zunächst die „Überlebenden der Krise“ im Visier standen, erholten sich die Märkte im weiteren Jahresverlauf 2009 auf breiter Front. Mit einer ähnlichen Entwicklung rechnen die Investmentexperten von Invesco Perpetual auch 2012.
Damals wie heute hatten die politischen Entscheider mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Aktuell gehören dazu die hohe Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen und die Sparpakete der Regierungen. „Auch wenn wir in dieser Krise bereits viel Wegstrecke zurückgelegt haben und ein systemischer Kollaps etwas unwahrscheinlicher geworden ist, bleibt das Umfeld schwierig“, sagt Luke Stellini, European Product Director bei Invesco Perpetual. „Um nachhaltige, über das aktuell bereits erreichte Bewertungsniveau hinausgehende Kursgewinne zu erzielen, müssen einzelne Unternehmen und Sektoren, die zu den Überlebenden der jüngsten Krise zählen, Beweise für fundamentale Verbesserungen vorlegen können."
Im Zuge der Rückbesinnung auf die Bewertungskennzahlen rechnen die Investmentexperten von Invesco Perpetual mit einem Favoritenwechsel, von dem attraktiv bewertete Unternehmen in verschiedenen Sektoren profitieren dürften. Für besonders vielversprechend halten sie Aktien mit soliden und steigenden Dividenden.
Ihrer Analyse zufolge könnten zwei Variablen zu einer Verschiebung des Wirtschaftsausblicks führen: die mittelfristigen Auswirkungen des rekordhohen Ölpreises auf der negativen Seite und mögliche Impulse vom Konsum in den Euro-Kernstaaten, wo die deutschen Industriearbeiter gerade hohe Lohnerhöhungen vereinbaren, auf der positiven Seite.
Bantleon: "Totgesagte Anleihen leben länger" 28.3.12
 Totgesagte leben länger! Diese Binsenweisheit beschreibt nach Meinung von Harald Preißler, Chefvolkswirt und Leiter Anlagemanagement des Hannoveraner Anleihemanagers Bantleon, in idealtypischer Manier das Handelsgeschehen bei Anleihen in der vergangenen Woche: kaum schienen sich die Investoren endgültig von Anleihen abgewendet zu haben – was dort in der Vorwoche einen enormen Renditeanstieg verursacht hatte – verließ sie schon wieder der Mut und sie kehrten reumütig zurück. Deutschen Bundesanleihen bescherte dies ein wahres Kursfeuerwerk, der Ausbruch aus der seit Herbst 2011 bestehenden Seitwärtsrange war damit hinfällig. Die Gründe dafür liegen nach Meinung Preißlers in einer lang anhaltenden Aktienrallye und überzogenen wirtschaftlichen Erwartungshalten.
Ende der Aktienrallye
Der plötzliche Sinneswandel sei auf zwei eng miteinander verknüpfte Faktoren zurückzuführen, so Preißler. Zum einen hat die mittlerweile drei Monate dauernde Rallye der Aktienmärkte die meisten Indizes in extrem überkauftes Terrain befördert. So notierte der Eurostoxx50 zeitweise 36 Prozent über seinem zyklischen Tiefststand vom Herbst 2011, beim DAX waren es sogar 45 Prozent! Bei diesem Tempo nütze irgendwann auch das beste Liquiditätsdoping der Notenbanken nichts mehr. Die Kräfte schwinden, schmerzhafte Rückschläge sind die logische Folge.
Unrealistische Erwartungshaltungen
Zum anderen spielte aber auch die überzogene Erwartungshaltung im Hinblick auf die konjunkturellen Auftriebskräfte eine wichtige Rolle. Seit Anfang 2012 wurden die Investoren immer wieder aufs Neue mit positiven Nachrichten verwöhnt: Die Stimmungsindikatoren schnellten teilweise in Rekordtempo in die Höhe – und das trotz deutlich steigender Steuer- und Abgabenlasten sowie einer schwächeren Nachfrage der öffentlichen Hand. Von Krisenstimmung war nach den großvolumigen Drei-Jahres-Tendern der EZB nichts mehr zu spüren. Umso größer war das Entsetzen, als die Serie immer besserer Daten abriss. Den Anfang machte der chinesische Einkaufsmanagerindex, der den erhofften Sprung über die 50-Punkte-Marke nicht schaffte und stattdessen von 49,6 auf 48,1 abrutschte. Ähnlich erging es den europäischen Pendants, auch dort wurden die jüngsten Umfragen von Enttäuschungen dominiert. Die Auftragslage verschlechtert sich, die Produktionspläne wurden erneut gestutzt und die Beschäftigung zurückgefahren – eine traurige Bilanz für den Monat März. Besonders schlecht fielen die Ergebnisse der Hoffnungsträger Deutschland und Frankreich aus.
Preißler erinnert daher daran, dass sich die Märkte immer noch in einem sehr anfälligen wirtschaftlichen Umfeld befinden: „Deswegen sollte man aber nicht gleich alles in Frage stellen – meines Erachtens gibt es am übergeordneten konjunkturellen Trend keine Zweifel. Die Perspektiven dürften sich unseren weit vorausblickenden Frühindikatoren zufolge bis Ende 2012 schrittweise verbessern. Das gilt für die Weltwirtschaft insgesamt, mit den USA und China an der Spitze, genauso wie für das internationale Wachstumsschlusslicht Eurozone“, so Preißler. „Die Kraft für diesen Aufschwung spendet die Geldpolitik, die nahezu überall auf einen expansiven Kurs eingeschwenkt ist. Die Nachrichtenlage sollte ab dem 2. Quartal wieder von positiven Konjunkturüberraschungen geprägt sein. Einzig die Hoffnung auf einen dynamischen Aufschwung darf getrost über Bord geworfen werden“.
Fazit: Licht am Ende des Tunnels für Eurozone
Das Fazit des Anleihenexperten lautet daher: die Eurozone befindet sich immer noch in rauem gesamtwirtschaftlichem Fahrwasser, hat aber das Ende der Rezession vor Augen. Gleichwohl dürfte der folgende Aufstieg holprig verlaufen und öfter von Rückschlägen unterbrochen werden. Dessen ungeachtet treiben die hohe Überschussliquidität und die niedrigen Zinsen der sicheren Häfen die Investoren in risikobehaftete Assets, die sich im weiteren Jahresverlauf deutlich besser entwickeln dürften als das realwirtschaftliche Umfeld.
KBC: "Hartwährungsanleihen sind die sicherste Strategie"  24.3.12
 Die öffentliche Haushaltslage in den Industriestaaten hat sich in den vergangenen drei Krisenjahren massiv verschlechtert. Schwellenmärkte zeigen dagegen immer solidere Fundamentaldaten, was dazu führt, dass sich die Credit Spreads weltweit annähern. Von dieser Entwicklung soll auch der Fonds KBC Bonds Emerging Markets (LU0082283614) profitieren. Der von Morningstar kürzlich als "Best Global Emerging Markets Bonds Fund" prämierte Anleihefonds legt den Fokus auf die aufstrebenden Märkte Europas und Lateinamerikas und investiert dabei nahe der Benchmark. Im laufenden Jahr erzielte der Fonds eine absolute Performance von 6,28 Prozent, das Fondsvolumen beläuft sich per 16. März auf 684 Millionen US-Dollar (519 Millionen Euro).
Risikoadjustierte Rendite mit USD-Anleihen
Der KBC Bonds Emerging Markets wurde 1997 aufgelegt und ist ein Teilfonds der belgischen Investmentgesellschaft KBC Bonds. Er wird aktiv von Lazlo Belgrado und Bob Maes gemanagt und investiert in Anleihen der Emerging Markets, die fast ausschließlich in US-Dollar notiert sind. Zwar liegt die Verzinsung lokaler Anleihen im Schnitt über der von vergleichbaren Hartwährungsanleihen, jedoch steht das Risikobewusstsein bei den beiden Fondsmanagern im Vordergrund. "Eine Hartwährung ist am sichersten", sagt etwa Maes in einem Interview mit FONDS professionell ONLINE. Auch die Kreditrisiken unterliegen einer strengen Beurteilung. Das Mindestrating ist "B-", wobei höchstens ein Viertel des Portfoliovolumens in hochspekulative Anleihen ("B") investiert sein darf. Der Anteil an Unternehmensanleihen darf 15 Prozent des Fondsvolumens nicht überschreiten.
Corporates kaum besser geratet als der Staat
Den oftmals kolportierten Paradigmenwechsel im Anleihesegment – "Corporates sind die neuen Staatsanleihen" – sieht Maes in den Schwellenmärkten jedenfalls nicht. „Hier hängt das Rating der Unternehmen immer noch stark vom Rating des Staates ab“, so Maes. Als Referenzindex dient der "JP Morgan EMBI+ Composite – Total Return Index", der maximale Tracking Error (Maß für die Abweichung der Wertentwicklung eines Investmentfonds) ist 2,5 Prozent. "Für unsere Kunden wollen wir regelmäßig eine Outperformance erzielen", formuliert Maes die Zielvorgabe des Fonds. Über die letzten sieben Jahre hat der KBC Bonds Emerging Markets die Benchmark geschlagen und konnte dabei größere Abweichungen vermeiden.
Aktives Fondsmanagement via Durationssteuerung
Die Kontraktion der Credit Spreads stellt für den KBC Bonds Emerging Markets den zugrundeliegenden Performancetreiber dar. Aber auch die aktive Steuerung der Spread-Duration – Kennziffer, die den Einfluss einer Änderung der Renditeaufschläge (Credit Spreads) auf den Anleihewert misst – spielt eine bedeutende Rolle im Fonds, sie erfolgt über Futures auf US-Anleihen. Maes rechnet damit, dass die Risikoprämien für Schwellenländeranleihen in Zukunft weiter zurückgehen werden. So wurde die Spread-Duration im Januar von 100 auf etwa 108 Prozent angehoben und insbesondere das Engagement in Mittel- und Osteuropa verstärkt.
Mexiko, Türkei und Russland sind die Hauptakteure
Insgesamt dürfte der Ausblick für die Schwellenmärkte trotz vorhandener Risikofaktoren "konstruktiv" bleiben, so Maes. Viele Schwellenländer profitieren vom steigenden Rohölpreis, gleichzeitig sind die Renditen von US-Staatsanleihen weiter niedrig. Die zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran haben den Fondsmanager jedoch dazu bewogen, dass der Anteil der Anleihen aus dem Nahen Osten zu Beginn des Jahres verringert wurde – wenngleich ihre Kreditwürdigkeit hoch sei. "Wir bevorzugen eine fundamentale und risikobezogene Asset Allokation", so Maes. Die stärksten Positionen im Portfolio sind Anleihen aus Mexiko, Venezuela, Philippinen, Russland und der Türkei.
Swisscanto: "Energiewerte als Kraftstoff fürs Depot"  23.3.12
 Eine der sichersten Zukunftsprognosen lautet: Die Welt braucht immer mehr Energie. Schätzungen zufolge wird der weltweite Energiebedarf aufgrund des Bevölkerungswachstums und der Verdoppelung des globalen Bruttosozialprodukts im Jahr 2040 etwa 30 Prozent höher sein als im vergangenen Jahr. Dabei bleibt der Bedarf in den USA und anderen Industriestaaten relativ konstant. Der Anstieg wird getrieben von der Energienachfrage Chinas und anderen Ländern, die nicht zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehören. Daniel Würmli, Manager des Energiefonds des Schweizer Fondsmanagers Swisscanto, erläutert im folgenden aktuellen Beitrag, warum er große Chancen bei Investments in Unternehmen sieht, die im Bereich Energieförderung tätig sind.
"In diesen Schwellenländern ist bis 2040 mit einem Anstieg von fast 60 Prozent zu rechnen. Um den Nachfrageschub zu meistern, kommt den Bereichen Energieförderung und Energieeffizienz eine unvermindert stark wachsende Bedeutung zu. Für Anleger bedeutet das: sie profitieren von den zu erwartenden Gewinnen entsprechender Unternehmen. Zudem können sie mit einer Investition im Anlagesegment Energie an weiter steigenden Energiepreisen partizipieren und gleichzeitig ein Gegengewicht bezüglich der eigenen dauerhaft hohen Ausgaben für den Energieverbrauch setzen", erläutert Würmli.
Fossile Energieträger sind noch dominant
Weniger kohlenstoffintensive Kraftstoffe, insbesondere Erdgas, gewinnen derzeit Marktanteile, während die Kohlenutzung ihren Höhepunkt erreichen und erstmals in der modernen Geschichte zurückgehen wird. Erdgas aus Schiefer und anderen unkonventionellen Gesteinsformationen wird bis 2040 etwa 30 Prozent der globalen Gasproduktion ausmachen. Ohne die prognostizierten Effizienzsteigerungen wäre das Bedarfswachstum etwa viermal höher.
Das Unternehmen BP kommt im eigenen Energieausblick zum Schluss, dass die erneuerbaren Energien Sonne, Wind und Biomasse bis zum Jahr 2030 zusammen schätzungsweise erst sieben Prozent zum Gesamtenergieverbrauch beisteuern werden. Die drei fossilen Energieträger Öl, Gas und Kohle werden aber mit ungefähr je 27 Prozent am globalen Energieverbrauch teilhaben. Denn gerade Entwicklungs- und Schwellenländer, die momentan ein großes Wirtschaftswachstum und somit auch eine kräftige Zunahme des Energieverbrauchs erleben, setzen nach wie vor sehr stark auf herkömmliche Energieträger - gleichwohl sie den Ausbau der erneuerbaren Energien im Auge haben. "Auch wenn man bei diesem Energieausblick die Eigeninteressen des zitierten Unternehmens berücksichtigt, ist generell zu konstatieren, dass fossile Energieträger dominant bleiben und selbst bei einer nachhaltigen Energiewende der Energiemix die nächsten zwei, drei Jahrzehnte von Öl, Gas und Kohle dominiert wird", so Würmli.
USA mit Renaissance im Energiemarkt
Das zeigt auch die unverminderte Suche und Förderung von Öl- und Gasreserven. Beispiel USA: noch vor wenigen Jahren war sich die Branche einig, dass sich deren Reserven bald dem Ende neigen. Inzwischen hat sich diese Ausgangslage aber fundamental verändert. Die USA verfügen an Land noch über große, unangetastete Öl- und Gasfelder. Diese Entwicklung ist dem technischen Fortschritt zu verdanken. Heute ist es möglich, nicht mehr nur senkrecht, sondern auch horizontal Kanäle in die Erdkruste zu bohren. Tief unten verbergen sich dort riesige Schichten von Schiefergestein (shale), das in Millionen von kleinen Poren Öl und Gas umschließt. Dank des Einsatzes dieser Techniken konnten die US-Gasreserven um 35 Prozent erhöht werden. Die USA ist nun hinter Russland der zweitgrößte Gasproduzent und von Importen unabhängig. Fondsmanager Würmli fasst zusammen: "Neue rentable Fördermethoden fossiler Energieträger, stabile beziehungsweise steigende Preise aufgrund des kräftigen Wachstums des Energieverbrauchs und die immensen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung lassen das Anlagesegment Energie zum Treibstoff für das Depot werden. Denn aufgrund dieser Entwicklungen weisen zahlreiche Unternehmen volle Auftragsbücher auf und ermöglichen den Investoren, an positiven Geschäftsmodellen teilzuhaben."
HSBC: Asiatische Anlageregion bietet günstige Einstiegschancen  22.3.12
 Die Konjunktur in Asien schwächt sich zwar weiter ab, allerdings nicht so deutlich, wie es viele Investoren befürchtet hatten, meint Francis Chung, Produktspezialist Asien / Aktien Asien-Pazifik bei HSBC Global Asset Management. Richtig sei, dass die Exportnachfrage abgenommen hat. Auf der anderen Seite stütze allerdings die relativ robuste Binnennachfrage in der Region die Unternehmensgewinne. "Die meisten Staaten wollen zudem mit Konjunkturprogrammen gegensteuern, sollte dies nötig sein. Aufgrund ihrer moderaten Staatsverschuldung könnten sie den Worten tatsächlich auch Taten folgen lassen", führt Chung ein weiteres Pro-Argument für die Region an.
Bewertungsabschlag bei asiatischen Märkten
In einem aktuellen Marktausblick, nimmt der HSBC-Experte die wichtigsten asiatischen Märkte China, Hongkong, Indien, Südkorea und Thailand ins Visier. Er kommt zu dem Schluss, dass die Stimmung unter den Investoren weiterhin gut ist, obwohl die Eurozone und ein möglicher Ölpreisschock seitens des Iran kurzfristige Risiken darstellen. Der starke Start der Aktienmärkte ins Jahr 2012 hat laut Chung zur Folge, dass die Bewertungen nicht mehr so extrem niedrig sind wie Ende 2011. Allerdings notiert der MSCI Asia ex Japan Index weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt, sowohl hinsichtlich des Kurs-Buchwert- sowie des Kurs-Gewinn-Verhältnisses. Entscheidend ist Chung zufolge aber, dass Asien im Verhältnis zu den Märkten in den Industriestaaten weiterhin mit einem Bewertungsabschlag gehandelt wird, obwohl die Region hinsichtlich der fundamentalen Wirtschaftsdaten und der Wachstumsaussichten besser dasteht.
Festhalten an prozyklischer Einstellung
In eigener Sache bleiben Chung und seine Kollegen von HSBC im Rahmen ihrer Strategie bei ihrer prozyklischen Einstellung und halten Grundstoff-, Energie- und Nichtbasis-Konsumtitel übergewichtet. Dieses Vorgehen habe sich im bisherigen Jahresverlauf im Portfolio ausgezahlt. Bei Telekommunikationswerten und Basiskonsumtiteln sind die HSBC-Experten hingegen deutlich untergewichtet.
Auf Länderebene sind sie bei China übergewichtet: "Der Aktienmarkt bleibt trotz seiner starken Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf attraktiv. Zudem favorisieren wir Südkorea und Thailand und sind in Taiwan und Singapur untergewichtet", bemerkt dazu Chung.
Pictet AM: Neue Investment-App fürs iPad  22.3.12
 Pictet Asset Management (PAM), die Einheit für institutionelle Vermögensverwaltung der Schweizer Privatbank Pictet & Cie, stellte heute ihre neue kostenlose Investmentfonds-Application für das iPad vor.  Die neue App, mit der detaillierte Informationen zu Pictets Investmentfonds abgerufen werden können, ist in sechs Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch und Mandarin. Benutzer können die PAM-App ab heute, den 21. März 2012, kostenlos aus dem App-Store herunterladen.
Die App bietet Zugang zu einer benutzerfreundlichen Plattform, auf der man sich schnell und übersichtlich über die Pictet-Fondspalette informieren kann, wie Pictet in eigener Sache anmerkt. Auf den Inhalt kann auch offline zugegriffen werden.  Die Benutzer können Daten wie Preise, Wertentwicklungen und Aussagen zu Risiken der Fonds abrufen. Portfoliozusammensetzungen im Zeitablauf werden zudem grafisch dargestellt. Wesentliche Informationen je Fonds werden auf einer Seite übersichtlich präsentiert.
Der Inhalt der App kann von den Kunden auf die persönlichen Ziele angepasst werden. Eine Suchmaske hilft dabei, Fonds zu finden, die spezifischen Anlagekriterien entsprechen. Unter "Meine Fonds" können die Benutzer eine Gruppe mit jenen Fonds erstellen, deren Entwicklung sie beobachten wollen.  Zudem bietet die PAM-App Zugriff auf Informationen zu aktuellen Trends, Fonds-Updates sowie kurze Videobeiträge. "Die Lancierung dieser interaktiven App baut auf unserem bereits existierenden digitalen Angebot auf und sichert Pictet eine Stellung am Puls der Entwicklung der Kommunikationstechnologie, von der unsere Kunden profitieren", so Laurent Ramsey, CEO von Pictet Asset Management.
Riester-Rente für Geringverdiener soll nicht geschmälert werden  22.3.12
 Die Riester-Rente soll sich auch in der Zukunft für Geringverdiener lohnen, darum will Arbeitsministerin Ursula von der Leyen bei der für 2013 geplanten Zuschussrente auf die Anrechnung von Riester-Beiträgen verzichten. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Informationen aus dem Arbeitsministerium.
Diese Woche wird von der Leyen den Gesetzentwurf für die Zuschussrente zur Beratung und Abstimmung an andere Ministerien weitergeben. Mit dieser Rente sollen Geringverdiener aus Steuergeldern vor der Altersarmut geschützt werden, indem niedrige Renten auf monatlich 850 Euro aufgestockt werden. Voraussetzungen für die Zahlung der Zuschussrente sind neben einer 45-jährigen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung aber eine private Zusatzvorsorge über einen Riester-Vertrag oder eine Betriebsrente. Anders als im vorigen Jahr noch geplant, sollen Einkünfte aus einer privaten Altersvorsorge, etwa in Form einer Riester-Rente, von der Zuschussrente nicht abgezogen, sondern zusätzlich gezahlt werden. Für Ältere, die nur Grundsicherung beziehen und die Voraussetzungen für die Zuschussrente nicht erfüllen, soll es aber beim Abzug der Riester-Rente bleiben. Darüber hinaus will von der Leyen Selbstständige dazu verpflichten, monatlich 350 bis 400 Euro zwangsweise zur Altersvorsorge und zur Absicherung einer Erwerbsminderung zurücklegen, wie aus den Reuters vorliegenden Informationen hervorgeht. Die "Verpflichtung zur Altersvorsorge" soll verhindern, dass verarmte Selbstständige im Alter das Gemeinwesen "durch die Inanspruchnahme von steuerfinanzierten Grundsicherungsleistungen" belasten.
Lipper: "40 Prozent der aktiven Fonds schlagen Benchmark"  20.3.12
 Ein neuer Research Report von Lipper mit dem Titel "Beating the Benchmark" untersucht, wie erfolgreich aktive Fonds in Europa beim Schlagen der Benchmark waren. Dabei stehen Daten über die letzten 20 Jahren zur Verfügung. Aus dem Report geht hervor, dass 40 Prozent der Aktienfonds  dabei ihre Benchmark schlagen. Diese Zahl betrifft nicht nur den letzten Drei-Jahres-Zeitraum, sondern gilt näherungsweise auch für rollierende Ein-, Drei- und Zehn-Jahres-Zeiträume innerhalb der letzten 20 Jahre.
Im Jahresvergleich variiert dieser Anteil der erfolgreichen aktiven Fonds allerdings und bewegt sich in einem Spektrum zwischen 30 und 60 Prozent. Der Prozentsatz der Gewinner variiert auch bei Fonds, die in verschiedene Regionen investieren und kann bei Betrachtung verschiedener Zeitfenster zwischen 20 und mehr als 50 Prozent ausmachen. Betrachtet man die relative Performance aktiv verwalteter Fonds im Vergleich zu ihrer Benchmark über ein, drei und zehn Jahre zum Stichtag 31. Dezember 2011, betrug der Anteil der Outperformer unter den Fonds 2011 insgesamt 26,7 Prozent, über drei Jahre 40 Prozent und über zehn Jahre 34,9 Prozent.
Rentenfonds outperformen kurzfristig stärker
Aktiv gemanagte Rentenfonds taten sich über drei Jahre leichter als Aktienfonds, ihre Benchmark zu schlagen, der Anteil der Gewinner lag bei 45,4 Prozent. Im Zehnjahresvergleich taten sich die Bond Funds allerdings schwerer, nur cirka jeder sechste (exakt 16,2 Prozent) schlug das Vergleichsbarometer. Im Jahr 2011 war das Ergebnis wieder ähnlich jenem der Aktienfonds, nämlich 23,7 Prozent der Rentenfonds hatten das bessere Ende für sich.
Berücksichtigt man den Survivorship Bias und analysiert dann rollierende Ein-, Drei- und Zehn-Jahresresultate seit 1992, liegt der Anteil der outperformenden Fonds im Einjahresbereich zwischen 59,1 und 26,7 Prozent, der Durchschnitt liegt bei 42,8 Prozent.
Der Autor des Reports, Ed Moisson, Head of UK & Cross-border Research des Analysehauses Lipper, meinte dazu, dass diese Resultate zwar sicherlich nicht zum Ende der Debatte "passiv versus aktiv" beitragen würden, aber einen nützlichen Beitrag lieferten um zu verstehen, wie erfolgreich aktive Fondsmanager doch im Erfüllen ihrer Ziele bis dato gewesen seien. Dadurch könne die noch lange nicht abgeschlossene Diskussion wertvolle Impulse erhalten.
Schweiz: Nationalbank hält am Mindestkurs zum Euro fest  19.3.12
 Die Schweizerische Nationalbank wird den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen. Sie ist bereit, dazu unbeschränkt Devisen zu kaufen. Auch beim heutigen Kurs bleibt der Franken hoch bewertet und stellt die Wirtschaft weiterhin vor große Herausforderungen. Gleichzeitig zeigt der Mindestkurs Wirkung. Er hat die Wechselkursvolatilität verringert und den Unternehmen Planungssicherheit gegeben. Es gibt vermehrt Anzeichen, dass sich die Wirtschaftslage in der Schweiz stabilisiert. Für das Jahr 2012 erwartet die Nationalbank nun ein moderates Wirtschaftswachstum von etwa einem Prozent.
Auf absehbare Zeit gibt es, laut der Schweizerischen Nationalbank, in der Schweiz keine Inflationsrisiken. Die Inflationsprognose der Nationalbank, hat sich im Vergleich zum Dezember nochmals nach unten verschoben. Kurzfristig wird die Inflation stärker negativ. Die Aufwertung des Frankens vom vergangenen Sommer hat die Preisentwicklung deutlicher gedämpft als erwartet. Längerfristig reduzieren die verschlechterten Wachstumsaussichten für die Eurozone und der nach wie vor hoch bewertete Franken die Teuerung. Die Prognose zeigt für 2012 eine Inflationsrate von minus 0,6 Prozent. Für 2013 erwartet die Nationalbank eine Inflation von 0,3 Prozent und für 2014 von 0,6 Prozent.
Fidelity: Europäische Aktien im Vorteil  16.3.12
 Griechischer Schuldenschnitt, Ratingherabstufungen, schlechte Bonität – das sind derzeit die Begriffe, die am häufigsten fallen, wenn von Europa die Rede ist. Anleger werden auch 2012 mit erheblichen gesamtwirtschaftlichen Schwierigkeiten rechnen müssen, sagt Miguel Corte-Real, Head of European Equity Product Management bei Fidelity. Auch ein Ausstieg Griechenlands sei noch lange nicht vom Tisch. In seinem aktuellen Marktkommentar erläutert Corte-Real, was europäische Aktien trotz allem derzeit attraktiv macht.
Unternehmen anders als Staaten
Der Aktienexperte rechnet 2012 mit einer rückläufigen europäischen Gesamtwirtschaft. Nichtsdestotrotz gebe es viele europäische Unternehmen mit guten Aussichten. Für Corte-Real hat das einen ganz simplen Grund. „Eine Anlage in europäische Aktien ist nicht das Gleiche wie eine Anlage in europäische Staaten. Unternehmen sind nicht auf ihren Heimatmarkt beschränkt und auch nicht so hoch verschuldet wie viele Länder der Eurozone.“ Viele europäische Unternehmen – außerhalb des Finanzsektors – konnten ihre Gewinnen und Dividenden auch während der Schuldenkrise steigern und verfügen mittlerweile über robuste Bilanzen mit stabilen Cashflows.
Dividenden und historische Tiefststände
Im Vergleich zu anderen Anlageregionen hebt Corte-Real vor allem auch die äußerst aktionärsfreundliche Dividendenpolitik hervor. Der MSCI Europe Index bietet momentan eine Dividendenrendite von über 4,3 Prozent. Unterdessen liegen die Bewertungen von europäischen Aktien auf historischen Tiefständen – mit erwarteten Kurs-Gewinn- und Kurs-Buchwert-Verhältnissen auf einem Niveau, das wir zuletzt nach dem Kollaps von Lehman Brothers erlebt haben. „In ganz Europa kann man auf Einzeltitelbasis viele gute Anlagechancen finden. Eine gründliche Analyse der Fundamentaldaten der Unternehmen ist dabei weiterhin ausschlaggebend, um eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erzielen zu können“, so Corte-Real abschließend.
C-Quadrat: Allzeit-Hoch für C-Quadrat APM Absolute Return  16.3.12
 Am 14. März 2012 hat der C-Quadrat APM Absolute Return Fonds mit einem Fondspreis von 11,45 Euro (thesaurierende Tranche/ISIN AT0000729298) ein neues Allzeit-Hoch erreicht. Damit gelang es dem weltweit anlegenden und breit streuenden Vermögensverwaltungsfonds, die vor allem im Kalenderjahr 2011 erlittenen leichten Einbußen von 1,50 Prozent bereits in den ersten Wochen des neuen Jahres wieder vollständig aufzuholen. Das risikoarme Produkt wird von Absolute Portfolio Management (APM), Wien, durch Fondsmanager Günther Kastner seit seiner Auflegung im November 2000 gemanagt. Anfang 2003 hat er den Fonds auf ein Absolute Return Konzept umgestellt. Während in schlechten Jahren wie 2008 oder 2011 die Begrenzung von Verlusten im Fokus des Fonds stand, setzt der C-QUADRAT APM Absolute Return in guten Marktphasen auf Performance-Optimierung. Von Morningstar wird der Fonds deshalb aktuell mit vier von fünf Sternen bewertet.
"Herausforderungen der vergangenen Jahre erfolgreich bewältigt"
"Mit einem gut diversifizierten Portfolio und einer flexiblen Anlagestrategie ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, die Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Der neue Höchststand zeigt, dass wir in jedem Börsenumfeld konstante Erträge liefern können. Das bedeutet für uns Absolute Return", meint Kastner (Bild). Und Thomas Rieß, Gründer und Vorstand von C-Quadrat, ergänzt: "Gerade in den Krisenjahren 2008 und 2011 hat der Fonds gezeigt, dass er mit Erfolg Verluste vermeiden kann. Dadurch konnte er zum Nutzen der Anleger jetzt bereits wieder ein neues absolutes Hoch erreichen."
Gutteil des Vermögens in Anleihen oder Festgeld
Aufgrund seiner ansprechenden Rendite bei hoher Sicherheit wurde der innovative Fonds mit zahlreichen Awards – wie zuletzt dem Visio Fund Award 2010 oder dem Österreichischen Fondspreis 2010 – ausgezeichnet. In den letzten acht Jahren erwirtschaftete der Fonds eine Performance von 3,63 Prozent* p.a. Seit Anfang 2003 liegt der durchschnittliche Ertrag bei 3,86 Prozent* bei einer vergleichsweise niedrigen Volatilität von 3,26 Prozent*. Ziel des Fonds ist ein kontinuierlicher Vermögenszuwachs bei größtmöglicher Sicherheit durch optimale Streuung. Hierzu legt der C-Quadrat APM Absolute Return einen Gutteil des Vermögens in Anleihen oder Festgeld an und steuert vor allem die Aktienquote aktiv, die maximal 70 Prozent des Fondsvermögens betragen kann. Der Fonds kann auch – über Wertpapiere/Fondsanteile/Derivate – in alternative Investments wie Absolute Return-Strategien, Immobilien, Rohstoffe und Währungen investieren. Seine flexible Ausrichtung gibt ihm die Freiheit, auch einmal antizyklisch anzulegen oder von langfristigen Trends in jeder Anlageklasse zu profitieren. In Österreich eignet sich der Fonds für den Gewinnfreibetrag (GFB). Für deutsche Anleger und KESt-befreite Anleger in Österreich gibt es zudem eine vollthesaurierende Tranche (ISIN AT0000497698.)
BlackRock: "Lateinamerika kann die globalen Märkte übertreffen"  16.3.12
 Verstärkt durch die Schuldenkrise rücken die Schwellenländer immer mehr in den Fokus von Anlegern. Nach China und anderen asiatischen Volkswirtschaften ist dies vor allem Lateinamerika, wo viele Regierungen offensichtlich ihre Hausaufgaben in der Geldpolitik gemacht zu haben scheinen und nun einstellige Inflationsraten vorweisen können. Diese wiederum stärken die Kaufkraft der Bevölkerungen und erhöhen den Binnenkonsum. Daher sollten Anleger Lateinamerika aus Sicht von Will Landers, Manager des BGF Latin American Fund und des BSF Latin American Opportunities Fund bei BlackRock, nicht mehr nur auf die Rolle eines Rohstoffproduzenten reduzieren. Wie er in einem aktuellen Marktkommentar schreibt, bieten auch die Binnenmärkte attraktive Investmentchancen:
„Die Hyperinflation gehört der Vergangenheit an. In den 1980er und 1990er Jahren war Brasilien das Paradebeispiel für eine Hyperinflation: 1989 betrug die Inflationsrate auf Monatsbasis kurzzeitig über 80 Prozent. Der Plano Real, den der damalige Finanzminister Fernando Henrique Cardoso im Juli 1994 einführte, markierte das Ende der Hyperinflation und basiert auf drei Säulen: Inflationssteuerung, die einzige Aufgabe der brasilianischen Zentralbank, eine freie Handelswährung und letztlich die Erzielung eines Primärüberschusses zur Reduzierung der Staatsschulden. All das hat dazu geführt, dass die Geldpolitik der brasilianischen Zentralbank die jährliche Inflationsrate des Landes bis auf die Kommastellen steuert. Andere attraktive Volkswirtschaften der Region wie Mexiko, Chile, Kolumbien und Peru verfolgen eine ähnliche Politik der Inflationssteuerung – und dadurch können all diese Staaten jährliche Inflationsraten im einstelligen Bereich vorweisen.
Steigender Wohlstand
Die niedrigeren Inflationsraten wirkten sich in diesen Ländern am meisten auf das Wachstum der Binnennachfrage aus. Es ist schon lange bekannt, dass Inflation insgesamt für Staaten eine steuerliche Belastung darstellt, insbesondere jedoch für die ärmeren Teile der Bevölkerung. Die rückläufige Inflation führte zu sinkenden inländischen Zinssätzen und einer Steigerung der Reallöhne. Das kam am deutlichsten in Brasilien zum Tragen, wo sich die Einkommensverteilung im Vergleich zu vielen anderen Staaten deutlich verbessert hat: Das Jahreseinkommen der ärmsten zehn Prozent der brasilianischen Bevölkerung stieg zwischen 2001 und 2009 um 69 Prozent (während das Einkommen der reichsten zehn lediglich einen Zuwachs von 13 Prozent verzeichnete.) Der steigende Binnenkonsum und die niedrige Inflation haben den Ländern zu hohen Steuereinnahmen verholfen, die wiederum zur Reduzierung der Schuldenstände genutzt wurden. Während sich viele Anleger noch deutlich an den Ausfall Argentiniens im Jahr 2001 erinnern, besitzen die meisten anderen lateinamerikanischen Staaten ein Investment-Grade-Rating führender Ratingagenturen – viele mit positiven Aussichten. Die meisten Länder haben rekordverdächtige Devisenreserven, die die in Dollar nominierten Schuldenstände übertreffen. Die Region ist von den ausländischen Kapitalmärkten deutlich unabhängiger geworden, was dadurch belegt werden kann, dass während der Hypothekenkrise in den USA 2008/2009 in Lateinamerika weder eine Liquiditätskrise vorherrschte noch das Finanzsystem unter Druck geriet.
Nicht nur eine Rohstoffwette
Der wachsende Binnenkonsum führt außerdem dazu, dass Lateinamerika nicht mehr nur auf das Thema ‚Rohstoffe‘ beschränkt wird. Rohstoffe sind in vielen Ländern der Region sicherlich ein wichtiger Faktor, und viele Unternehmen aus diesem Bereich sind an den Börsen gelistet. Von Öl in Mexiko und Venezuela bis hin zu Kupfer in Chile und Peru – Rohstoffe können erheblich zum Wirtschafts-wachstum beitragen. Der brasilianische Aktienmarkt wird auch von zwei riesigen Rohstoffkonzernen dominiert: Petrobrás im Mineralölsektor und Vale in der Bergbaubranche (vorwiegend Eisenerz, aber auch Kupfer und Nickel). Exporte machen insgesamt (nicht nur Rohstoffe) weniger als zehn Prozent des brasilianischen Bruttoinlandprodukts (BIP) aus. Das ist sogar ein kleinerer Anteil am BIP als die USA. Rund 17 Prozent der brasilianischen Exporte gehen nach China. Das ist weniger als zwei Prozent der BIP und kaum ein Treiber für das Wirtschafts-wachstum. Für Länder wie Chile und Peru ist China ein wichtigerer Handelspartner, da dort Kupfer einen größeren Anteil am BIP repräsentiert.
Unsere Strategie
Die Investmentstrategie unseres Teams besteht darin, in vielen Ländern der Region so viel wie möglich auf das Thema ‚Binnenwachstum‘ zu setzen. Erwartungsgemäß wird das Kreditwachstum die Binnennachfrage weiterhin ankurbeln: Die Kreditdurchdringung ist immer noch geringer als in den meisten anderen Regionen der Welt, und Hypotheken sind erst seit kurzem eine attraktives Finanzierungsinstrument für Banken und Verbraucher.  Wir widersprechen denjenigen, die behaupten, dass wir uns mitten in einer Kreditblase befinden (insbesondere in Brasilien), da die Durchdringungsraten im weltweiten Vergleich sehr niedrig bleiben und sich der Anteil des Haushaltseinkommens zur Bedienung solcher Schulden seit 2009 nicht grundlegend erhöht hat. Über 70 Prozent unserer Bestände sind Unternehmen, deren Geschäftsaktivitäten sich auf die Binnenmärkte der Region konzentrieren: Banken, Einzelhändler, Firmen im Konsumgüterbereich, Wohnungsbauunternehmen, Versorger, Mobilfunkbetreiber und andere Unternehmen, die vom Binnenwachstum profitieren.
Die größte Herausforderung für eine Investition in Lateinamerika liegt unserer Meinung nach darin, dass es außer den zwei größten Märkten der Region (Brasilien und Mexiko) keine gut diversifizierten, liquiden Aktienmärkte gibt.
Die Andenregion (Chile, Kolumbien und Peru) bietet attraktive Anlagechancen, aber nur wenige investierbare Aktien. Anders als in Brasilien und Mexiko dominieren dort tendenziell lokale Pensionsfonds (sowie lokale Privatanleger) den Kapitalfluss und verringern von Zeit zu Zeit den aktiven Streubesitz (Pensionsfonds investieren tendenziell langfristig). Da es in der Andenregion nur wenige Börsengänge gab, können sich Anleger also nur begrenzt in diesen Ländern engagieren. Die Gründung der Gemeinschaftsbörse ‚Mercados Integrados Latinoamericanos‘ (MILA) wird jedoch hoffentlich neue Unternehmen zu Aktienemissionen ermutigen und das Anlageuniversum in diesen Märkten vergrößern.
Insgesamt hat Lateinamerika schon viel erreicht, um für Anleger eine interessante Investmentalternative zu werden, sei es auf lokaler oder globaler Ebene. Auch wenn sich in turbulenten Zeiten kein Markt als sicherer Hafen erwiesen hat, hat die Region doch gezeigt, dass sie einen Unterschied machen kann, wenn die Märkte von den Fundamentaldaten angetrieben werden: Wenn das Augenmerk auf länder- und unternehmensspezifischen Fundamentaldaten liegt, kann Lateinamerika die globalen Märkte übertreffen. Stehen wir vor dem Beginn einer solchen Phase? Das wird nur die Zukunft (und Europa) zeigen.“
StarCapital: Zeit für selektive Aktienengagements ist günstig  15.3.12
 Einige schwache Börsentage wie Anfang des Monats genügen, um Anleger wieder in Angst und Schrecken zu versetzen, wie Peter Huber, Fondsmanager bei StarCapital beobachtet hat. Generell würden Aktien nach den verheerenden Kurseinbrüchen der letzten zwölf Jahre als Hochrisiko-Anlage gesehen, die es zu meiden gilt. Dabei sind Aktien Huber zufolge die einzigen Sachwerte, die eine Wertschöpfung generieren und mit Abstand das beste Chance-/Risikoverhältnis unter allen Anlageformen bieten – und zwar unabhängig davon, ob eine Inflation oder eine Deflation bevorsteht. Im aktuellen Marktumfeld würden zudem noch weitere Argumente für steigende Aktienkurse sprechen die Huber wie folgt identifiziert hat: die enorme Überschussliquidität, ein geringes Wirtschaftswachstum, unterbewertete Aktienmärkte und fehlende Anlagealternativen. In einem aktuellen Marktkommentar erläutert Huber, wie sich Anleger, die die bisherige Aufwärtsentwicklung verpasst haben, positionieren können.
ING IM: Chinas Probleme färben auf Brasilien ab 14.3.12
 besonders stark vom kräftigen Anstieg der Anlageinvestitionen in China profitiert haben. Wegen der hohen chinesischen Nachfrage nach Eisenerz und Sojaprodukten legten Brasiliens Exporte in den Jahren 2001 bis 2011 im Durchschnitt um über 20 Prozent zu. Dank dieser guten Exportentwicklung konnten auch die Importe rasch ansteigen, ohne dass sich der Zahlungsbilanzsaldo ernsthaft verschlechterte. Und aufgrund der günstigen Terms of Trade, die auf den langjährigen Anstieg der Rohstoffpreise zurückzuführen waren, wertete die Währung auf und es wurde mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends gerechnet. Dies löste kräftige Portfoliozuflüsse aus.
Ende des Booms für Brasilien
Maarten-Jan Bakkum, Global Emerging Markets-Aktienstratege bei ING Investment Managers (IM) äußert in einem aktuellen Marktkommentar die Meinung, dass die guten Jahre für Brasilien vorbei sind. Da Chinas Nachfrage nach Rohstoffen in den kommenden Quartalen und Jahren langsamer ansteigen dürfte, verschlechtere sich das Umfeld für Brasiliens Wirtschaft. Der seit 2002 zu spürende Rückenwind werde abflauen. Dies habe beträchtliche Auswirkungen auf das Wachstum, die Kapitalflüsse und den Wechselkurs. Wenn die Regierung weiterhin zögert, Strukturreformen umzusetzen, dürfte sich das Wachstum in einem ungünstigeren globalen Umfeld abschwächen. Auch die ausländischen Kapitalzuflüsse dürften sinken, und brasilianische Real dürfte abwerten.
Mittelfristige Prognose nicht so ungünstig
Diese strategische Prognose stellt allerdings auf einen längeren Zeitraum ab. Kurz- bis mittelfristig sind die Wachstumsaussichten nach Meinung Bakkums nicht so ungünstig. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt, die Inflationsraten und das Zinsniveau sind dabei die entscheidenden Faktoren: „Angesichts der hohen Unsicherheit über die Zins- und Wechselkursentwicklung sowie der Konjunktureintrübung in China erscheint eine deutliche Erholung des Wachstums in Brasilien in diesem Jahr unwahrscheinlich“, so der ING-Experte. „Wir prognostizieren für 2012 ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes von 2,7 Prozent. Für 2013 rechnen wir mit einer Rate von 3,8 Prozent, das heißt immer noch unter der Potenzialrate von 4,5 Prozent."
UBS: In Schwellenländern entsteht solide Dividendenkultur  13.3.12
 In den Emerging Markets etabliert sich zunehmend eine Kultur der Dividendenausschüttung. „Bei Anlagestrategien, die gezielt in Schwellenländeraktien mit hohen Dividenden investieren, gibt es hervorragende Einstiegschancen“, sagt Projit Chatterjee, Portfoliomanager des UBS Emerging Markets High Dividend Fund (LU0625543631).
Viele Unternehmen aus Ländern wie Taiwan, Brasilien oder Südafrika würden solide und profitabel wachsen, so dass sie hohe Dividenden ausschütten können, wie Chatterjee weiter anmerkt. Der Grund sei, dass Unternehmen aus Schwellenländern in ihren Bilanzen eine vergleichsweise niedrige Verschuldung aufweisen und über ausreichend liquide Mittel zur Finanzierung nachhaltiger Dividendenzahlungen verfügen. Unternehmen aus Schwellenländern hätten ihre Verschuldung im Laufe der vergangenen zehn Jahre beständig verringert. Der Nettoverschuldungsgrad (gewichteter Durchschnitt) liege bei circa 20 Prozent und damit deutlich unter demjenigen von Unternehmen aus Industrieländern: Dieser betrage rund 50 Prozent.
Von stabilen Dividendenzahlungen profitieren
„Bei der Ausschüttungsquote besteht noch Spielraum nach oben, da immer mehr Unternehmen aus Schwellenländern in eine reife Wachstumsphase eintreten“, betont Chatterjee. Die Ausschüttungsquote in den Schwellenländern liege mit 31 Prozent immer noch sechs Prozentpunkte unter dem weltweiten Durchschnitt. Außerdem hätten Schwellenländerunternehmen in den vergangenen zehn Jahren stabile Ausschüttungsquoten zwischen circa 30 und 45 Prozent verzeichnet, so dass hier mit einem erneuten Anstieg zu rechnen sei.
In Schwellenländern entwickelt sich eine Dividendenkultur
Vergleichsweise hohe Dividenden schütten taiwanische oder brasilianische Unternehmen bereits heute aus. Unternehmen aus beiden Ländern sind deshalb auch besonders stark im Fondsportfolio von Chatterjee gewichtet. Aber auch viele südafrikanische Unternehmen schütteten ihre Gewinne aus.
In den ersten Monaten seit der Lancierung des UBS Emerging Markets High Dividend Fund im Mai 2011 konnten vor allem Unternehmen aus traditionell defensiven Sektoren, wie der Telekommunikation, mit Blick auf die Dividenden überzeugen. Den Telekommunikationssektor hat Chatterjee mit rund 25 Prozent im Gesamtportfolio gewichtet. Die konsequente Diversifizierung über verschiedene Länder, Sektoren und Währungen senkt das Anlagerisiko.
„Schwellenländeraktien sind eine gute Möglichkeit für den Kunden sein Kapital zu mehren und einen dauerhaften Einkommensstrom zu erzielen“, sagt Chatterjee. Doch um eine erfolgreiche Dividendenstrategie in den Emerging Markets umsetzen zu können, bedürfe es genauer Marktkenntnisse. „In Ländern wie Indien oder Korea entwickelt sich die Dividendenkultur erst noch“, sagt Chatterjee. Dort würden die Gewinne bislang typischerweise reinvestiert, um das weitere Wachstum voranzutreiben. „Die Unternehmen in diesen Ländern beobachten wir genau. Wir erweitern unser Portfolio, sobald die Unternehmen anfangen, ihre Gewinne auszuschütten."
Chance auf einen nachhaltig wachsenden Einkommensstrom
Aus wirtschaftlicher Sicht dürfte sich das Wachstum in den Schwellenländern weiter positiv entwickeln: Die dortigen Volkswirtschaften zeichnen sich durch solide Fundamentaldaten aus. Für diese Entwicklung sprechen laut Chatterjee unter anderem die niedrige Verschuldung auf Staats-, Unternehmens- und Haushaltsseite sowie die positive demografische Entwicklung und der zunehmende Binnenkonsum.
Ethna-Fonds verkaufen verstärkt Staatsanleihen  12.3.12
 „Private Sector Involvement“ (PSI) und „Longer-Term Refinancing Operations“ (LTRO) – diese beiden Themen dominierten die europäischen Kapitalmärkte in den letzten Wochen und werden auch Top-Themen bleiben. Während die 2. LTRO der EZB am 29. Februar zu einem mehr oder minder guten Ergebnis führte, könne man dies vom griechischen PSI bislang nicht behaupten, so Guido Barthels, Chief Investment Officer bei Ethenea.
Der Nettoeffekt der Zusatzliquidität, der durch die LTRO-Zuteilung erzielt wurde, lag mit 313 Milliarden Euro signifikant höher als bei der 1. Runde der mehrjährigen Kreditversorgung für Geschäftsbanken. Bei aller Euphorie sollte jedoch stets in Erinnerung bleiben, dass bisher keine Problemlösung erreicht, sondern lediglich den Regierungen Zeit verschafft wurde, ihre wirtschaftlichen Strukturen so zu verändern, dass sie auch ohne gehörigen Stimulus wettbewerbsfähiger werden. Ob dies gelingt, sei laut Barthels „alles andere als klar und sicher“. Zumal der Effekt auf die Kapitalmärkte bisher „eher durchwachsen“ war. Während italienische Renditen durchweg sanken, war der Effekt für Spanien etwa minimal und die Entwicklung in Portugal sogar rückläufig. „Der Markt differenziert scheinbar doch stärker als von uns erwartet“, konstatiert Barthels. Ob die LTRO letztendlich auch die gewünschten konjunkturellen Effekte haben wird, werde daher abzuwarten sein.
„Pech gehabt“ – Verluste gehören dazu
Das 2. große Thema an den Kapitalmärkten ist die „freiwillige“ Umschuldung Griechenlands. Nicht wenige Privatanleger hätten den Äußerungen deutscher Politiker, die mit Überzeugung behaupteten „Griechenland geht nicht pleite!“ Vertrauen geschenkt und dadurch Schiffbruch erlitten. „Durch den Vorabtausch der von der EZB gehaltenen Schuldtitel Griechenlands in andere, nicht am Schuldenschnitt teilnehmende Wertpapiere, ist zur Zeit zumindest die Teilnahme des öffentlichen Sektors vom Tisch“, erklärt Barthels. Dass das griechische Parlament die Anleihebedingungen zwischenzeitlich und im Nachhinein noch um sogenannte CAC (Collective Action Clauses) erweitert hat, also den möglichen Zwangsumtausch für unwillige Investoren, interpretiert der Investmentexperte als Enteignung. „Pech gehabt könnte man nun sagen“, so Barthels. „Verluste zu erleiden gehört nun mal zum Alltag bei Investitionen.“ .
Sand & Schott: Mit Gelddrucken noch keine Krise gemeistert  9.3.12
 Die Europäische Zentralbank flutet Europa mit Geld. Doch die Lehren der Vergangenheit zeigen: Mehr Geld heißt nicht mehr Wachstum und jede Finanzkrise führt zu Staatspleiten, wie Max Schott, Geschäftsführer der Sand & Schott GmbH in Stuttgart anmerkt.
Es ist ein riesiges Experiment mit ungewissem Ausgang: Rund 1020 Milliarden Euro hat die Europäische Zentralbank (EZB) quasi aus dem Nichts geschaffen und Geschäftsbanken in Europa so gut wie kostenlos zur Verfügung gestellt. Was sich die Zentralbanker dabei gedacht haben, ist offensichtlich: Die Banken sollen mit dem frischen Geld Kredite an Unternehmen und Konsumenten vergeben, so die Wirtschaft ankurbeln und auf diese Weise auch für eine etwas höhere Inflationsrate sorgen. Das hätte den schönen Nebeneffekt, dass der Schuldenberg etwas kleiner wird.
Soweit die Theorie. Leider sehen sowohl die Praxis als auch die Erfahrungen aus der Vergangenheit ganz anders aus. Zunächst einmal denken die Banken gar nicht daran, das billige EZB-Geld in riskante Investitionskredite zu stecken. Viel einfacher ist es, damit hoch verzinsliche Staatsanleihen aus Euro- Schuldenländern zu kaufen. Das Pleite-Risiko trägt ja der Steuerzahler, wie uns das Beispiel Griechenland gezeigt hat. Die vielfältigen Krisen in der Wirtschaftsgeschichte zeigen, dass mit Gelddrucken noch keine Schulden- und Wachstumskrisen gemeistert wurden. In Japan ist die Geldmenge seit Anfang der 90er Jahre um den Faktor 5 gestiegen, die Wirtschaft aber darbt wie zuvor. Statt der erhofften Inflation wurde in den meisten Jahren sogar eine Deflation registriert. Dieser Ansicht sind im Übrigen auch die meisten Investoren, wenn man den Signalen des weltweiten Anleihe-Marktes glauben darf. Die Renditen von Staatsanleihen führender Industriestaaten sind seit 2007 massiv gefallen. Das heißt, dass Investoren nicht mit steigenden Inflationsraten rechnen. Denn sonst würden sie auch in Deutschland, USA und Japan höhere Zinsen für Staatsanleihen verlangen.
Eine weitere – bittere – Lehre der Vergangenheit wird von der EZB, aber auch von den meisten Politikern, verschwiegen. Übersteigt der Schuldenstand dauerhaft einen Stand von rund 80 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, ist es für einen Staat extrem schwer, zu überleben. Das gelang den USA nach dem Zweiten Weltkrieg durch einen fulminanten Wirtschaftsaufschwung. Aber das ist nicht gerade, wonach es in Griechenland, Italien und Spanien derzeit aussieht.
Die vergangenen 25 Jahre mit sehr wenigen Staatspleiten waren sehr ungewöhnlich. Es ist zu bezweifeln, dass es dabei bleibt. Wie das Experiment ausgeht, das kann keiner mit Gewissheit sagen. Daher ist dringend zu raten, sich nicht einseitig auf eine Anlageklasse festzulegen. Auch die allseits beliebten „Krisen-Anlagen“ Gold und Immobilien haben längst nicht immer ihren Wert erhalten, wenn es an den Kapitalmärkten kritisch wurde. Gewinner der Euro-Schulden-Krise könnten eher Anlagen in den sogenannten Schwellenländern sein. Die aufstrebenden Volkswirtschaften weisen im Vergleich zu Europa stabilere Haushalte und eine vorteilhafte Demografie auf. Aktien und Anleihen aus diesen Regionen haben in einem breiten Depot auf jeden Fall ihre Berechtigung.“
BVI: Aktualisierte Broschüre "Investmentfonds und Abgeltungsteuer"  8.3.12
 Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management hat eine aktualisierte Broschüre zur Besteuerung von Investmentfonds für Privatanleger veröffentlicht. Dies erleichtert Anlegern das Ausfüllen der Formulare für die Einkommensteuererklärung 2011. Zudem erfahren Sparer alles Wesentliche über das Grundprinzip der Abgeltungsteuer sowie die Besonderheiten der Besteuerung von Investmentfonds. Zahlreiche Begriffsdefinitionen, Rechenbeispiele, Abbildungen und praktische Hinweise, beispielsweise zur Nutzung von Freibeträgen und zum Ausfüllen der Formulare für die Einkommensteuererklärung, runden die Publikation ab. Die Broschüre kann in Einzelexemplaren kostenfrei per Fax (069 / 597 14 06), per Mail (info@bvi.de) oder im Bestellcenter unter www.bvi.de bestellt werden.
Neue Vermögen: Angst der Anleger spricht für Aktien 7.3.12
 „Sei ängstlich, wenn andere gierig sind. Sei gierig, wenn andere ängstlich sind“, empfiehlt Warren Buffet, US-amerikanischer Milliardär und lebende Investoren-Legende. Übersetzen wir „gierig“ einmal politisch korrekt mit „mutig“ und schauen auf die überskeptische Zurückhaltung der deutschen Anleger, könnte der Zeitpunkt zum Aktienkauf kaum besser sein, meint Gottfried Urban, Vorstand der Neue Vermögen AG, Traunstein. Mehr noch als Buffets Börsenweisheit sprechen die realen Trends in der europäischen Finanzpolitik – die Einkehr amerikanischer Verhältnisse – für den Beginn einer lang anhaltenden Hausse.
„Wie die amerikanische Notenbank Fed in den USA versucht auch die EZB in Europa, mit einer Politik niedriger Zinsen gegen die Krise vorzugehen. Sei es, dass sie selbst Anleihen schwächelnder EU-Mitgliedstaaten kauft, sei es, dass sie den Bankenmarkt mit Liquidität flutet, damit diese dann die Staatsanleihen auf ihre Bücher nehmen. Längst geht es nicht mehr um Preisstabilität, sondern um das Überleben des Finanzsystems.
So können europäische Banken noch bis Ende Februar 2012 nahezu unbegrenzt Geld von der EZB abrufen – zu festen Zinsen von einem Prozent mit drei Jahren Laufzeit. Das schwemmt den Kreditinstituten deutlich über 1.000 Milliarden Euro in die Bilanzen, die sie dann als Unternehmenskredite ausreichen oder in staatliche Schuldtitel investieren können. Es scheint gegenwärtig so, als ob dieser Plan aufgeht. Schließlich haben sich die Anleihenmärkte der meisten Krisenstaaten stabilisiert.
Parallel dazu wird die Politik alles tun, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Ein lang anhaltendes Zinstal sowie eine weiterhin unternehmerfreundliche Wirtschaftspolitik begünstigen die Entwicklung von Produktivkapital. Dafür wird stillschweigend eine Inflationsrate von drei bis vier Prozent in Kauf genommen. Eine leicht erhöhe Inflationsrate stimuliert einerseits den Verbraucher zu Konsumausgaben, anderseits hilft es dem Staat, seine Schuldenquote in Kombination mit Niedrigzinsen zu reduzieren.
Bis auf den Bankensektor geht es den meisten Branchen bereits jetzt sehr gut. Insbesondere die global aufgestellten Konzerne aus den defensiven Branchen blicken in eine ertragreiche Zukunft. Ihre Produkte, seien es Medikamente oder Nahrungsmittel, werden aufgrund steigender Nachfrage in den Schwellenländern mehr Absatz finden. Auch Anleger sollten diese Entwicklung berücksichtigen und entsprechend investieren. Für Aktien spricht zusätzlich ihre moderate Bewertung. Die DAX-Konzerne haben ihre Gewinne in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um über 200 Prozent gesteigert. Die durchschnittliche Dividendenrendite lag 2001 bei zwei Prozent, die Umlaufrendite der Bundesanleihen bei fünf Prozent. Aktien waren im Verhältnis zum Gewinn also zu teuer. Heute stellt sich die Situation genau umgekehrt dar: Die Zinsen liegen bei einem Prozent, die Dividenden bei vier Prozent. Unternehmensanteile sind also jetzt günstig. Bleibt es bei der Politik des billigen Geldes, könnten wir jetzt, nach dem Jahrzehnt der Zinsmärkte und des Goldes, am Anfang einer Dekade des Produktivkapitals stehen.“
Sarasin: Höhere Ölpreise werden Aktienmarktrally nicht aufhalten 7.3.12
 Der Fokus der Finanzmärkte richtet sich schnell von einem Thema auf das nächste. Kaum scheint mit dem Schuldenschnitt sowie der nächsten Finanzierungstranche für Griechenland ein weiterer Schritt in der Euroschuldenkrise vollzogen, beunruhigt der rasante Anstieg der Ölpreise die Anleger. Die Parallelen zu 2011 sind groß, wie Philipp Bärtschi, Chefstratege bei der Bank Sarasin & Cie AG, anmerkt: Im Vorjahr trieben die politischen Umstürze in Ägypten und Libyen die Ölpreise in die Höhe, in diesem Jahr erschüttert das Säbelrasseln des Iran die Finanzmärkte. Vor einem Jahr stiegen die Ölpreise innerhalb von acht Monaten um über 60 Prozent. Der jüngste Anstieg im Brent-Preis um circa 15 Prozent im selben Zeitraum ist deutlich geringer. Das Niveau der Ölpreise könnte aber zu einem Problem für die Finanzmärkte werden, wenn es sich negativ auf die globale Konjunktur auswirken würde.
Zyklische Aufschwung ist diesmal robuster
Im Vergleich zum Vorjahr scheint der zyklische Aufschwung ihm zufolge robuster. Sowohl Europa wie auch die Schwellenländer stehen erst am Anfang einer Erholung. Somit ist die reale Nachfrage nach Energie nicht besonders hoch. Der Anstieg der Ölpreise ist vor allem auf eine geopolitische Risikoprämie zurückzuführen. Wenn es also – wie die Bank Sarasin erwartet – nicht zu einer militärischen Eskalation im Nahen Osten kommt, dürften die Ölpreise eher wieder fallen. Erst wenn die Ölpreise für längere Zeit auf ein Niveau von über 140 US-Dollar pro Barrel steigen würden, so könnte der zyklische Aufschwung früher als erwartet abbrechen. Die positiven Makroüberraschungen werden die Aktienmärkte weiter beflügeln. Die Netto-Gewinnrevisionen, welche noch negativ sind, dürften aufgrund der steigenden Frühindikatoren schon bald positiv werden. Neben den besseren Gewinnaussichten spricht auch die Bewertung für einen weiteren Anstieg der Aktienmärkte.
Größere Rückschläge unwahrscheinlich
In den letzten Monaten ist die Bewertung zwar deutlich gestiegen, doch sieht die Bank Sarasin immer noch ungefähr zehn Prozent Potenzial auf dem Weg zu einer als "fair" eingestuften Bewertung. Da die Märkte kurzfristig sehr heiß gelaufen sind, und die Marktstimmung etwas zu optimistisch ist, würde kurzfristig eine Konsolidierung nicht überraschen. Größere Rückschläge sind aber unwahrscheinlich, da zu viele Anleger noch an der Seitenlinie stehen und ihre Aktiengewichtung tendenziell erhöhen möchten.
Aussicht für Aktien und Rohstoffe bleibt posiiv
Nach dem starken Anstieg der Aktienmärkte seit Jahresbeginn dürfte es zu einer Verschnaufpause kommen. Die Bank Sarasin erwarten aber nicht, dass die Euroschuldenkrise oder die steigenden Ölpreise den zyklischen Aufschwung abwürgen werden. Vielmehr dürften die besseren Konjunkturaussichten zu einem steigenden Risikoappetit unter Anlegern und zu einer Umschichtung von risikolosen in risikoreiche Anlagen führen. Die Aussichten für Aktien und Rohstoffe inklusive Gold sind weiterhin positiv, erwarten die Sarasin-Experten.
LGT: Bis zu 15 Prozent fallender Ölpreis  6.3.12
 Es gibt nicht viele Dinge in der Finanzwelt, die Investoren täglich und hautnah miterleben. Der Ölpreis gehört dazu, vor allem wenn Anleger mit dem Auto pendeln müssen. Entsprechend intensiv wird über seine Entwicklung diskutiert. Rohstoff-Experte Bayram Dincer von der Schweizer Investmentgesellschaft  LGT Capital Management geht angesichts der USA-Reise des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu davon aus, dass der Konflikt um das iranische Nuklearprogramm vorerst nicht militärisch gelöst wird. Im Gegensatz zu anderen Analysten, die einen Preisanstieg beim Öl erwarten, hält Dincer den Ölpreis vor diesem Hintergrund für nicht fair bewertet und erwartet einen Rückgang um bis zu 15 Prozent.
"Ölpreis aus fundamentaler Sicht zu hoch bewertet
Während die meisten Rohstoff-Märkte in den vergangenen Tagen eine Verschnaufpause eingelegt haben, ging es an den Ölmärkten weiter bergauf. Aus fundamentaler Sicht ist diese Entwicklung nicht gerechtfertigt. Ausreichenden Lagerbeständen steht eine nur mäßige Nachfrage nach raffiniertem Öl entgegen. Die seit fünf Monaten anhaltende Rally am Ölmarkt ist vielmehr dem geopolitischen Konflikt um das iranische Atomprogramm geschuldet. Mögliche Versorgungsengpässe im Falle der Schließung der Straße von Hormus treiben den Ölpreis. Die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Ölpreis und den Fundamentaldaten von Angebot und Nachfrage ist auf das Einpreisen der geopolitischen Risikoprämie zurückzuführen. Kurzfristig orientiere Investoren sind zuletzt an den Futuresbörsen massiv tätig geworden. Zusätzlich haben zahlreiche Investoren eine Absicherunkstrategie mit Call-Optionen gewählt, welche eine zusätzliche Investorennachfrage nach Erdölfutureskontrakten zur Folge hat. Wir erwarten im weiteren Jahresverlauf ein Auspreisen dieser geopolitischen Risikoprämie. Der Markt wird sich vermehrt auf die Fundamentaldaten fokussieren und dabei feststellen, dass ein hoher Erdölpreis nicht gerechtfertigt ist.
Politische und ökonomische Sanktionen noch nicht ausgeschöpft
Aus Sicht der LGT Capital Management sollte der Konflikt in absehbarer Zeit nicht militärisch eskalieren. Noch sind die politischen und ökonomischen Gegenmaßnahmen der westlichen Staatengemeinschaft nicht ausgeschöpft. Eine Verschärfung des Konflikts passt zudem nicht in die fragile Lage der Weltwirtschaft. In den USA befindet sich Präsident Barak Obama im Wahlkampf. Obwohl Obama am letzten Wochenende versichert hat, dass er nicht bluffen wird, kann keine involvierte Partei in einem Kriegsfall gewinnen. Die Rolle als ‚Peacemaker‘ beinhaltet für Obama die größten politischen Chancen. Weiter steigende Rohölpreise wären Gift für die amerikanische Volkswirtschaft sowie für die Preise an den amerikanischen Tankstellen, die sich jetzt bereits der Vier-Dollar-Marke für eine Gallone nähern. Eine andere Option besteht darin, dass man wie schon im letzten Jahr die strategischen Erdölreserven anzapft bzw. freigibt, damit sich die Erdölpreise und die Situation auf dem internationalen Erdölmarkt kurzfristig entspannen.
Risikozuschläge auf den Ölpreis zu hoch
Unterstützung erhält das „De-Eskalations-Szenario“ durch die aktuellen Signale aus Washington, wo gestern der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit US Präsident Barak Obama zusammengetroffen ist. Ungeachtet der Betonung beider Politiker, sich nach wie vor alle Optionen offenzuhalten, scheint eine militärische Operation in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich. Vor diesem Hintergrund hält die LGT Capital Management die aktuellen Risikozuschläge zu hoch. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass der Ölmarkt das geopolitische Risiko künftig geringer bewerten und um 10 bis 15 Prozent auspreisen wird."
Barings: Aussichten für Lateinamerika-Aktien glänzend  6.3.12
 Lateinamerika ist 2012 ein guter Boden für Aktienkäufe, davon geht Mike Simpson von Baring Asset Management aus. Seiner Ansicht nach sind die Wachstumsaussichten für die gesamte Region glänzend.Auftrieb erhalten die Länder neben den starken Fundamentaldaten auch durch die robuste Konjunkturentwicklung der Haupthandelspartner China und USA. „Seit der Verkaufswelle im vergangenen Jahr mehren sich die Zeichen für eine positive Entwicklung“, so Simpson, der eine anhaltende Erholung von den derzeit niedrigen Bewertungen erwartet.
Brasilien weiterhin im  Fokus
Anders als in den Industrieländern erkennt Simpson auch durchaus Spielraum für weitere Zinssenkungen. So ist man in Brasilien nach einer Phase steigender Zinsen im Jahr 2011 nun dazu übergangen, die Zinsen zu senken, um die Konjunktur anzukurbeln. Was die Anlagestrategie des Baring Latin America Fund betrifft, steht Brasilien weiter im Mittelpunkt. „Wir gehen davon aus, dass der geldpolitische Kurs der brasilianischen Zentralbank die Kreditvergabe der Banken in der größten Volkswirtschaft der Region stimulieren wird. Zusätzlich erhält der private Verbrauch Auftrieb durch steigende Löhne. Dies dürfte sich positiv auf zahlreiche Finanztitel und verbrauchernahe Sektoren auswirken“, erklärt Simpson. Auf Einzeltitelbasis gilt die Banco do Brasil als Kernposition.
Vorsicht bei mexikanischen  Titeln
Die Aussichten für Mexiko sind dagegen etwas vorsichtiger ein, da die Konjunkturbelebung in den USA im 2. Halbjahr 2011 mexikanischen Aktien bereits eine starke Wertentwicklung beschert hat. „Das aktuelle Bewertungsniveau lässt indes nur begrenzt Spielraum für Kurssteigerungen“, konstatiert Simpson. Allerdings erweise sich die Schwäche des mexikanischen Peso als Pluspunkt für die Exportwirtschaft. „Aus diesem Grund konzentrieren wir uns auf konjunktursensitive Sektoren und Titel, die unserer Einschätzung nach gut positioniert sind, um von der US-Erholung und der steigenden Binnennachfrage in Lateinamerika zu profitieren“, erklärt der Fondsmanager. Von großer Bedeutung für die Märkte werde auch die bevorstehende Präsidentschaftswahl sein. So würde die Wahl eines progressiven Kandidaten vermutlich bedeuten, dass die dringend nötige Steuerreform schneller umgesetzt wird, wodurch sich Impulse für das Wachstum ergeben könnten.
Positiv äußert sich Simpson außerdem zu den guten Anlagemöglichkeiten in kleineren Ländern wie Chile, Peru und Kolumbien. Diese Segmente stehen oft nicht so stark im Fokus der Analysten, bergen seiner Ansicht nach aber erhebliches Potenzial „zur Generierung von Alpha“. „Unser Exposure richtet sich hier vor allem nach der Entwicklung der Inlandsnachfrage. In der neu entstehenden Mittelschicht wächst die Nachfrage nach Konsumgütern aller Art stetig. Dies gilt für alltägliche Produkte, aber auch für größere Luxusanschaffungen".
Mark Mobius: Afrika könnte Schwellenmarkt des nächsten Jahrzehnts sein  5.3.12
 Afrika befindet sich investmenttechnisch auf einem aufsteigenden Ast und stellt in den kommenden Jahren eine gewaltige Anlagemöglichkeit dar, erwartet Mark Mobius, Executive Chairman der Templeton Emerging Markets Group.
Der Reichtum an natürlichen Ressourcen, die bisher kaum erschlossen sind, sei bekannt. Hierzu gehören Öl, Gas, zahlreiche Metalle und Mineralien sowie riesige landwirtschaftliche Nutzflächen, wie Mobius anmerkt. Diese Ressourcen haben globale Investoren, vor allem aus den Schwellenländern, wie China, Indien und Brasilien, angelockt. Sie suchen nach Rohstoffen zur Entwicklung der eigenen Volkswirtschaften und streben die Erschließung neuer Märkte für die Industrie an. Im Gegenzug erhielten afrikanische Länder die lebensnotwendige Infrastruktur, wie Transportanbindungen, Kraftwerke, Schulen und Krankenhäuser.
Junge Bevölkerung als Treiber
In diesem Zusammenhang zu erwähnen ist eine weitere Ressource – eine große und junge Bevölkerung: über eine Milliarde Afrikaner sind im Durchschnitt knapp 20 Jahre alt. Ausbildung, Mobilität und Zugang zu Kapitalressourcen werden die Aussichten für die Menschen und die Produktivität verändern.
Dieser Trend hatte bereits eine positive Wirkung. Die sechs Volkswirtschaften mit dem schnellsten Wachstum in den zehn Jahren bis 2010 lagen in Afrika. Der IWF schätzt das BIP-Wachstum der nächsten fünf Jahre für die Staaten südlich der Sahara insgesamt auf über fünf Prozent, wie Mobius anmerkt. Einzelne Länder, wie Nigeria, Ghana und Kenia sollen noch schneller wachsen. Ein Wachstum dieser Größenordnung erzeugt eine expandierende Mittelschicht und dynamische Volkswirtschaften, die für Konsumgüteranbieter sowohl Möglichkeiten als auch eine Abschottung von den Problemen der entwickelten Märkte bieten.
Zugangsprobleme bestehen weiter
Die Möglichkeiten sind groß, aber Zugangsprobleme bestehen weiterhin, so Mobius. Die Börsen außerhalb Südafrikas sind verhältnismäßig klein und illiquide. Wichtige Vermögenswerte sind in staatlicher oder privater Hand und werden nicht notiert. Verordnungen über das Aktionärsrecht sind häufig unvollständig. In zahlreichen Ländern sind politische Instabilität ebenso ein Problem.
Die Situation kann und wird sich ändern, ist Mobius überzeugt. Die Bankenreform in Nigeria hat beispielsweise eine Konsolidierungswelle ausgelöst, die gut geführte und gut finanzierte Banken geschaffen hat, die Mobius und seine Kollegen von Franklin Templeton  für attraktive Bewertungen halten.  Privatisierungen und Börsennotierungen für Staatsunternehmen könnten die Liquidität der Börse verändern und Unternehmen modernen Betriebsführungspraktiken unterziehen. Mit einem großen, weit reichenden und liquiden Markt unterscheidet sich Südafrika entscheidend vom restlichen Afrika. Zahlreiche südafrikanische Unternehmen gestatten indessen ein Marktengagement weiter nördlich, was lokal schwierig zu bewerkstelligen wäre. Insbesondere die Sektoren Bergbau und Einzelhandel eröffnen aussichtsreiche Möglichkeiten. Nigeria, das zweitgrößte Land südlich der Sahara, ist reich an natürlichen Ressourcen. Ihm mangelt es derzeit aber an Infrastruktur, vor allem Elektrizität.
Reformiertes Bankensystem verspricht Rückenwind
Das reformierte Bankensystem ermöglicht lohnende Investments in einer schnell wachsenden Volkswirtschaft. Ist Mobius überzeugt. Er und seine Kollegen werden in anderen Bereichen investieren, sobald sich die aufsichtsrechtlichen Reformen weiterentwickeln.
Aussichtreiche  Länder
Nach schweren politischen Unruhen in 2007 hat Kenia eine neue Verfassung. Das Land ist für Mobius und seine Kollegen wegen der beträchtlichen Naturschätze, vor allem in der Landwirtschaft, und des Zugangs zum Investment in Afrika wichtig. Der gut regulierte Telekom-Markt eröffnet Anlagemöglichkeiten im Mobilfunk. Gleichzeitig gibt es aber auch Investmentchancen im Einzelhandel und Bankwesen.Ägypten, mit einer großen, jungen und relativ gut ausgebildeten Bevölkerung, hat eine vielfältige Wirtschaft, die an der Börse gut vertreten ist. Das Land hat schmerzhafte politische Turbulenzen mit wirtschaftlichen Verzerrungen hinter sich. Diverse Unternehmen, die attraktiv bewertet sind, haben jedoch interessante langfristige Aussichten. Selbst nach afrikanischen Normen erzielt Ghana derzeit ein hohes BIP-Wachstum: laut Schätzungen 13,5 Prozent für 2011 und voraussichtlich über sieben Prozent in 2012.
Banken und Telekom-Unternehmen mit Potenzial
Mit weniger als 30 notierten Titeln ist die Börse recht klein. Dies könnte sich ändern, wenn eine Privatisierung stattfindet. Banken und Telekom-Unternehmen halten Mobius und seine Kollegen für die besten Anlagemöglichkeiten.
Schwellenmarkt des nächsten Jahrzehnts?
Neben dieser Gruppe gibt es viele andere afrikanische Länder mit großem langfristigen Potenzial. Intraregionale Verflechtungen lassen zudem einige panafrikanische Unternehmen entstehen. Afrika, mit seinem enormen potenziellen Wachstum, auf das Investoren erhöhten Zugriff haben, könnte der Schwellenmarkt des nächsten Jahrzehnts sein.
Vontobel: Öl ist zur "wahren" Zentralbank geworden 2.3.12
  "Anleger wurden zumeist auf dem falschen Fuß erwischt"
Der Aufwärtstrend an den Märkten hat bereits gegen Ende letzten Jahres begonnen: Anlagekategorien mit höheren Anlagerisiken haben in den vergangenen sechs Monaten deutlich zugelegt – globale Aktien (MSCI World) um 21 Prozent, Hochzins-Anlagen (High Yield Index in USD) um 14,5 Prozent und Rohstoffmärkte (DJUBS Index) um 9,6 Prozent. Nach Ansicht von Bernard wurde die Rally einerseits durch US-Wirtschaftsdaten ausgelöst, die die Erwartung des Marktes durchwegs übertrafen. Andererseits habe das von der Europäischen Zentralbank den Geschäftsbanken angebotene umfangreiche LTRO-Programm (long-term refinancing operations) entscheidend dazu beigetragem, das Systemrisiko innerhalb der Eurozone zu begrenzen. Auch die Lockerung der Geldpolitik in einigen wichtigen Schwellenländern habe sich positiv ausgewirkt. "Die Anleger wurden zumeist auf dem falschen Fuß erwischt: Sie waren zum Jahresende zu defensiv positioniert und mussten den Anteil von Anlagekategorien mit höheren Anlagerisiken erhöhen. Wir gehen aber davon aus, dass die Balance zwischen Risiko und Ertrag beim gegenwärtigen Kursniveau weniger attraktiv geworden ist",führt Christophe Bernard, Chefstratege der Vontobel-Gruppe, aus.
Steigender Ölpreis bedroht Wirtschaftsentwicklung
Nach Ansicht des Vontobel-Chefstrategen ist es zunächst vor allem unwahrscheinlich, dass die US-Wirtschaft angesichts des ungelösten strukturellen Budgetproblems die Wachstumserwartungen des Marktes dauerhaft übertreffen wird. Des Weiteren gehe vom steigenden Ölpreis von derzeit 125 US-Dollar per Barrel (Sorte Brent) ein Risiko für die Wirtschaftsentwicklung aus. Dieses Risiko mache beim derzeitigen Preis fünf Prozent des globalen BIP aus, ein wichtiger Schwellenwert für dieWeltwirtschaft. Getrieben von angebotsseitigen Einflüssen (Syrien, Nigeria) und einer wachsenden Nachfrage (zum Beispiel aus Japan als Folge der Stilllegung der meisten Kernkraftwerke) komme für den Ölpreis ein weiterer Faktor hinzu: das Risiko eines bewaffneten Konflikts zwischen Israel und Iran, das nukleare Ambitionen hegt.
"Von einem anderen Standpunkt aus betrachtet kann man auch argumentieren, dass die außerordentlichen Liquiditätsmaßnahmen der Zentralbanken der sogenannten G4-Länder – also die US-Notenbank, die EZB, die Bank of Japan und die Bank of England – einen Nachteil haben: Das Anfachen der Nachfrage nach Realgütern wie Rohstoffen führt letztlich zu höheren Ölpreisen", erläutert Bernard. "Ironischerweise dient ein steigender Ölpreis aber auch als 'natürliches Regelventil' bei fortgesetzten Liquiditätsspritzen der Zentralbanken. So gesehen ist Öl dank seiner Eigenschaft als wesentlicher globaler Produktionsfaktor zur 'wahren' Zentralbank geworden."
Rückkehr zum "goldenen Zeitalter" unwahrscheinlich
Zwar erscheine das Wirtschaftswachstum intakt und die Bewertung der Aktienmärkte attraktiv – doch diese Faktoren seien laut Bernard wohlbekannt und in den Preisen enthalten. Zudem lassen die Schuldenberge der meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften erahnen, dass es keine Rückkehr zu jener wirtschaftlichen Stabilität, die wir vom "goldenen Zeitalter" zwischen 1982 und 2007 kennen, geben wird. Auch die rekordhohen Profitmargen (außerhalb des Finanzsektors) sollten nicht als gegeben betrachtet werden, denn verschuldete Länder ändern ihre steuerlichen und regulatorischen Rahmenbedingung allmählich zuungunsten der Unternehmen.
Bernard's Meinung nach darf man dennoch durchaus zuversichtlich sein: "Aktien- und Anleihenmärkte bieten nach wie vor gute Chancen für Anleger, sofern diese die neuen Trends erkennen. Neben robusten Portfolios sind Absicherungsstrategien oder Gewinnmitnahmen, wenn sie gekonnt und zum richtigen Zeitpunkt angewandt werden, die Schlüsselelemente für den Schutz und die langfristige Mehrung von Vermögen."
OIF KanAm grundinvest Fonds wird aufgelöst  29.2.12
 Der KanAm grundinvest Fonds (DE0006791809) wird aufgelöst und schnellstmöglich an die Anleger ausgezahlt, wie die KanAm Grund Kapitalanlagegesellschaft mbH (KanAm Grund) in einer Aussendung mitteilt. Die Entscheidung, die Fondsverwaltung mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 zu kündigen, erfolgte in Abstimmung mit der BaFin bereits zum jetzigen Zeitpunkt, da eine verlässliche Prognose über das Rückgabeverlangen bis Mai 2012 auszuschließen ist, wie es in dem Schreiben weiter heißt.
Die Unsicherheit auf Anlegerseite infolge der Euro-Krise und der öffentlichen Debatte über die Zukunft Offener Immobilienfonds ist in den vergangenen Wochen nochmals erheblich gestiegen. Unter diesen Umständen sei eine nachhaltige Wiedereröffnung nicht zu gewährleisten.
Die Kündigung sichert die Gleichbehandlung aller Anleger des KanAm grundinvest Fonds. Seit Aussetzung der Anteilrücknahme hat KanAm Grund zur Erhöhung der Liquiditätsquote rund 30 Prozent des Portfolios in den Markt gestellt und davon bereits für rund eine Milliarde Euro Objekte in Kanada, in den USA und Europa verkauft, deren Besitzübergang bis spätestens Mai 2012 geplant ist.
Erste Auszahlung steht bevor
Eine erste Auszahlung der freien Liquidität in Höhe von mindestens 200 Millionen Euro erfolgt deshalb bereits in den kommenden Wochen. Weitere Auszahlungen folgen im halbjährlichen Turnus, abhängig von den Immobilienverkäufen.
In eigener Sache merkt das Fondsmanagement von KanAm an, dass es die Augen nicht vor den schwerwiegenden Problemen verschließen kann und darf, unter denen die Offenen Immobilienfonds aktueller Prägung als Ergebnis der bisher größten Finanzmarktkrise des 21. Jahrhunderts sowie der öffentlichen Debatte um ihre Zukunft leiden. Eine verlässliche und belastbare Prognose über die zu erwartenden Mittelabflüsse bei der Wiederaufnahme der Anteilrücknahme sei nicht möglich.
Wiedereröffnung des KanAm grundinvest Fonds nicht zu gewährleisten. Die allgemeine Verunsicherung könnte bei einer Wiedereröffnung vielmehr ein „Windhundrennen“ auslösen, bei dem nur ein Teil der Anleger ihre Anteile zurückgeben kann. Die einzige Möglichkeit, die Gleichbehandlung aller Anleger im KanAm grundinvest Fonds sicherzustellen, sei daher die Kündigung des Fonds.
Eine nicht nachhaltige Wiedereröffnung würde bei Anlegern dagegen erhebliche Schadenrisiken auslösen. Allein die Kündigung ist unter Berücksichtigung des Interessenausgleichs zwischen den rückgabewilligen Anlegern und denjenigen, die weiterhin im KanAmgrundinvest Fonds investiert bleiben wollen, geeignet, die für KanAm Grund gebotene Gleichbehandlung aller Anleger sicherzustellen.
Schnelle Objekt-Veräußerung angestrebt
Die KanAm Grund beabsichtigt eine schnelle und möglichst werterhaltende Veräußerung des gesamten Immobilienbestandes für die Anleger. Im Rahmen der Kündigungsfrist können Immobilienmarkt- und Objektzyklen besser berücksichtigt werden. Gleichzeitig verbessert sich durch die Kündigungsfrist in vier Jahren und zehn Monaten die Verhandlungsposition des Managements und dementsprechend die Einschätzung über die erzielbaren Verkaufspreise.
Die noch andauernden, intensiven und fortgeschrittenen Verkaufsverhandlungen beziehen sich auf Objekte in Großbritannien, Frankreich und in den USA mit einem Verkehrswertvolumen von insgesamt rund 30 Prozent des gesamten Portfolios. Davon sind Objekte in Höhe von rund einer Milliarde Euro bereits verkauft. Die unmissverständliche Zielsetzung ist es, das gesamte Immobilienportfolio – aktuell bestehend aus 51 Immobilien in neun Ländern und einem gesamten Verkehrswertvolumen von rund 6,3 Milliarden Euro – mit Immobilienkompetenz und Marktkenntnis der KanAm Grund bereits vor Übergang des Sondervermögens an die Depotbank M.M. Warburg & Co KGaA am 31. Dezember 2016 zu veräußern.
Hintergrundinfos zum KanAm grundinvest Fonds
In den vergangenen Jahren ist das Portfolio des KanAm grundinvest Fonds durch umfangreiche Vermietungen von rund 120.000 Quadratmetern Fläche qualitativ aufgewertet worden. Damit ist in diesen von Unsicherheit geprägten Jahren eine gute Basis dafür geschaffen worden, dass die Anleger schnellstmöglich wieder über ihr investiertes Kapital verfügen können. Die Vermietungsquote des KanAm grundinvest Fonds liegt aktuell bei rund 99 Prozent, dies entspricht praktisch einer Vollvermietung.
Der KanAm grundinvest Fonds war für den langfristig engagierten Anleger ein lohnendes Investment, wie KanAm in eigener Sache anmerkt. Der Anlageerfolg im laufenden Geschäftsjahr lag zum Stichtag 31. Januar 2012 bei +1,6 Prozent per annum. Die 3-Jahresperformance lag bei +5,9 Prozent und die 5-Jahresperformance bei 1 8 , 3 Prozent . Die Zehnjahres-Performance nach BVI -Berechnungsmethode mit 64,0 Prozent zeigt den besten Wert der Branche unter den vergleichbaren Offenen Immobilienfonds.
Mit der Auflösung und Auszahlung des KanAm US-grundinvest Fonds seit Oktober 2010 hat das KanAm Grund-Management gezeigt, dass ein solcher Prozess nicht automatisch zu erheblichen Verlusten für die Anleger führen muss. Bereits heute zeichnet sich beim KanAm USgrundinvest Fonds ab, dass mittelfristig engagierte Anleger die Auflösung (und inzwischen fast vollständige Auszahlung) mit einem positiven Ergebnis beenden werden.
Die 1-Jahresperformance des KanAm USgrundinvest Fonds liegt aktuell bei +23,6 Prozent per annum, die 6-Jahresperformance (durchschnittliche Anlagedauer) bei +25,9 Prozent und die Performance seit Auflage im Mai 2003 bei +48,5 Prozent.
S&P: Griechenland ist "partiell zahlungsunfähig" – EZB lehnt Hella-Bonds ab  28.2.12
 Gestern erst hat der deutsche Bundestag die neuen Milliardenhilfen für Griechenland in Höhe von 130 Milliarden Euro abgesegnet, da gibt es bereits wieder eine schlechte Nachricht für die Hellenen: Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat ihre Bonitäts-Einschätzung für Griechenland auf das Niveau eines teilweisen Zahlungsausfalls herabgestuft. Statt einem "CC"-Rating sehen die S&P-Analysten das Rating jetzt bei "Selective Default".
Hintergrund für die Herabstufung der Kreditwürdigkeit ist, dass die S&P-Analysten den ausgehandelten Schuldenschnitt mit Skepsis betrachten, nachdem der griechische Premier Giorgos Papandreou letzten Monat angekündigt hatte, die Gläubiger notfalls per Gesetz zum Forderungsverzicht zu  zwingen, falls sie nicht zustimmen sollten. Möglich wäre dies über nachträglich eingefügte und rückwirkende Umschuldungsklauseln, sogenannte Collective Action Clauses (CAC).
Die Regierung in Athen zeigte sich von dem S&P-Downgrade nicht überrascht, wie Reuters berichtet, da sie den Schritt bereits erwartet hatte, nachdem S&P diesen bereits im Januar als Option deklariert hatte. Laut Aussage des griechischen Finanzministeriums habe die Notenbank bereits entsprechende Rückstellungen gebildet und dem Bankensektor werde kein Schaden entstehen, dafür hätten die Zentralbank und der Euro-Rettungsfonds vorgesorgt.
Eine unmittelbare Konsequenz hatte das Downgrade allerdings bei der Europäischen Zentralbank (EZB), wie Reuters berichtet: Das Institut kündigt an, dass es wegen der Herabstufung jetzt erstmal keine Hella-Bonds mehr als Sicherheiten für Kredite an Banken akzeptiert. Gleichzeitig betonten die Währungshüter aber, dass die Versorgung der Banken mit frischem Geld über Notkredite durch nationale Notenbanken sichergestellt werden könne.
Mit ihrem aktuellen Rating haben die S&P-Analysten jetzt eine ähnliche Einschätzung wie die Konkurrenz von Fitch – diese hatte die Bonität von Griechenland erst letzte Woche auf "C" heruntergestuft, was der letzten Bewertung vor einem Zahlungsausfall ("D") entspricht
und auch die die Feri EuroRating Services AG hat ihr Bonitäts-Rating für Griechenland heute auf "Default“ gesenkt .
Immerhin merkten die S&P-Analysten aber an – wie auch die Konkurrenz von Feri – dass sie das Rating auch wieder auf "CCC" heraufsetzen, wenn sich genügend Anleihenbesitzer auf den vorgeschlagenen Umtausch einlassen, da sich die Kreditsituation für Griechenland dann entsprechend "verbessern" werde.
UBS AM: "Kleinere Währungsräume sind als sichere Häfen gefragt" 23.2.12
 Die Schuldenkrise der Industriestaaten ist aus den täglichen Meldungen nicht mehr wegzudenken. Es gibt aber einen Aspekt der staatlichen Schuldenproblematik, der bisher nicht im Mittelpunkt stand: erfüllen US-Dollar, Euro und Yen noch ihre Funktion als sogenannte Leitwährungen der Welt? Eine sich direkt anschließende Frage ist daher, wie Anleger ihre Währungsinvestments diversifizieren können. David Ric, Währungsexperte und Portfoliomanager bei UBS Global Asset Management, erläutert in einem aktuellen Beitrag die Hintergründe für die Risiken bei den drei Leitwährungen und welche Alternativen es zu ihnen gibt.
Der Kern des Problems liegt in der Geldpolitik der Notenbanken. „Die Zentralbanken vieler größerer Industriestaaten verfolgen geldpolitische Konzepte – wie zum Beispiel extrem niedrige Zinsen oder das Ausweiten der Geldmenge. Diese Ansätze schwächen in der Regel die eigene Währung. Außerdem sind viele dieser Länder in zunehmendem Maße auf ihren Export angewiesen, um Wachstum und Beschäftigung sichern zu können. Denn die heimische Nachfrage ist deutlich gesunken und fällt als Stabilisator aus“, erklärt Ric. Vor diesem Hintergrund sind die großen Währungen verwundbar geworden. Investoren, die deshalb ihr Währungsrisiko besser diversifizieren wollen, sollten gezielt in Währungen von Ländern investieren, die bessere fiskalische Rahmenbedingungen bieten.
Sieben Länder im Interessenfokus
Ric fokussiert bei seinen Investments derzeit auf Australien, Neuseeland, Kanada, Singapur sowie in Europa auf Norwegen, Schweden und die Schweiz, weil sich diese Länder eben durch besonders stabile fiskalische Rahmenbedingungen auszeichnen (siehe auch den Bericht von FONDS professionell über Skandinavien als „sichere Häfen“). Er achte bei der Länderauswahl aber nicht nur auf das Credit-Rating. Weitere Indikatoren, die zum Beispiel die Verteilung von Regierungs-, Bank- und Haushaltsverschuldung messen, werden ebenfalls berücksichtigt. Außerdem wichtig für die Beurteilung seien die laufenden Handelsbilanzüberschüsse oder –defizite, die Wachstumsrate der Länder sowie die Liquidität der Währung und des Markts für Kurzläufer.
Kleinere solide Industrienationen bleiben Währungshäfen
Auch für die Zukunft rechnet Ric damit, dass die kleineren, fiskalisch soliden Industriestaaten als sichere Häfen immer noch Kapital anziehen werden, weil viele Investoren die Schlüsselcharakteristika dieser Länder stärker zu schätzen wissen. Und das könnte erst der Anfang sein, wenn die Unsicherheit in den großen Industriestaaten – und damit auch bei deren Währungen – weiter andauern. Allerdings zeige die Geschichte auch, dass Währungen über lange Zeiträume hinweg von ihrem theoretischen fairen Wert abweichen können. So versucht die Schweizer Nationalbank den Franken gegen eine zu starke Aufwertung gegenüber dem Euro zu schützen. „Doch sollten sich die Aussichten für die Eurozone weiter verschlechtern und die Investoren weiterhin in sichere Währungen wie den Schweizer Franken drängen, dann rechne ich nicht damit, dass die Schweizer Nationalbank in der Lage ist, den Franken vor einer Aufwertung über das aktuelle Ziel hinaus zu schützen“.
Flucht vor der Eurokrise – hohe Zuflüsse in skandinavische Bondfonds  22.2.12
 Die US-amerikanische Ratingagentur Moody's hat vor kurzem erneut mit Nachdruck auf die nach wie vor schwelenden Schuldenprobleme Europas aufmerksam gemacht und einem allzu großen Optimismus der Anleger einen Dämpfer versetzt, indem sie die Kreditwürdigkeit von sechs europäischen Staaten gesenkt hat. Als eine Möglichkeit für Investoren, sich gegen Euro- und Europakrise abzusichern und ihr Geld möglichst in Sicherheit zu bringen, ist die Anlage in stabilen Fremdwährungen. Insbesondere die Währungen der drei skandinavischen Länder Norwegen, Schweden und Dänemark, die sogenannten "Scandies", gelten aufgrund ihrer vergleichsweise gesunden Staatshaushalte schon seit einiger Zeit als "Fluchtwährungen".
Die dänische Zentralbank konnte zum Jahreswechsel erstmals in ihrer Geschichte staatliche Geldmarktpapiere im Wert von knapp 310 Millionen Euro mit einer negativen Rendite platzieren. Das bedeutet faktisch nichts anderes, als dass Investoren bereit sind, eine Prämie dafür zu zahlen, dass sie ihr Geld vermeintlich sicher anlegen dürfen. Investmentgesellschaften verzeichneten dementsprechend im vergangenen Jahr aufgrund der Angst von Anlegern vor einem Zusammenbruch der Eurozone beträchtliche Mittelzuflüsse bei skandinavischen Renten- und Geldmarktfonds .
So gehörte beispielsweise der "Nordea Norwegian Kroner Reserve" in der zweiten Hälfte 2011 zu den zwanzig meist verkauften Produkten, wie eine von FONDS professionell durchgeführte Umfrage unter Maklerpools ergab (der ausführliche Bericht wird im Ende März erscheinenden Heft 1/2012 zu lesen sein). Weil sich die wirtschaftliche Lage im Norden Europas zum Jahreswechsel nicht grundlegend geändert hat, sind die Fondsgesellschaften zuversichtlich, auch in 2012 reichlich Käufer für ihre Devisenfonds zu finden.
2011: Ein gutes Jahr für skandinavische Devisenfonds
In konkreten Zahlen registrierte der nordische Asset Manager "Nordea" für seinen "Norwegian Bond Fund" und den "Norwegian Kroner Reserve" einen weltweiten Nettomittelzufluss von insgesamt mehr als 500 Millionen Euro. Auch die Nordea-Fonds, die in schwedische und dänische Papiere investieren, erreichten hohe Mittelzuflüsse. Der schwedische Mitbewerber SEB Asset Management hatte ebenfalls großen Erfolg mit seinem "SEB Danish Mortgage Bond Fund", der in dänische Hypothekenpfandbriefe investiert. "Das Fondsvolumen hat sich in der Publikumsversion um 40 Millionen Euro auf knapp 70 Millionen Euro erhöht. Speziell für institutionelle Anleger aufgelegte Varianten erzielten sogar Zuflüsse von rund einer halben Milliarde Euro", sagt Stefan Klomfass, Leiter institutionelles Wertpapiergeschäft bei SEB AM. Und eine Sprecherin von Skandia Investment bestätigte – ohne das näher zu quantifizieren -, dass die hauseigenen Skandia-Fonds, die in schwedische Rentenpapiere investieren, ebenfalls europaweit hohe Mittelzuflüsse verzeichneten.
"Fluchtwährung" wichtig, aber nicht alleiniger Kaufgrund
Viele Anleger haben dabei Fondsanteile gekauft, um ihr Geld möglichst stabil in einer "Fluchtwährung" anzulegen. "Der Aspekt, ihre Gelder über die Eurozone hinaus zu diversifizieren, war für viele Kunden entscheidend für eine entsprechende Investition", bestätigt Dan Sauer, Geschäftsführer der Nordea Fonds Service GmbH, der deutschen Vertriebstochter Nordeas. Allerdings war dies nicht der einzige Investitionsgrund, auch die vergleichsweise hohen Renditen von einigen skandinavischen Rentenpapieren spielten dabei eine Rolle. So berichtet Klomfass, dass die Eurokrise beim Vertrieb des "SEB Danish Mortgage Bond Fund" zwar geholfen, für Investoren aber nicht im Vordergrund gestanden habe: "Anleger sind auf der Suche nach sicheren Rentenmärkten gewesen, die gleichzeitig eine überdurchschnittliche Rendite bieten", so der Experte von SEB AM. "Und hier sind dänische Hypothekenpfandbriefe interessant, weil die zur Sicherung eingesetzten Hypotheken auf einer restriktiven Kreditvergabe basieren. Seit 200 Jahren ist kein dänischer Pfandbrief ausgefallen, und die aktuelle Verzinsung der Pfandbriefe liegt immer noch bei zwei bis drei Prozent."
Sinkende Renditen brachten Kursgewinne
Nimmt man die oben genannten Erfahrungen der Fondsgesellschaften, so ist für Anleger neben einer sicheren Anlage natürlich auch die Gesamtperformance aus ihrem Investment von Bedeutung. Sinkende Renditen in Skandinavien brachten ansehnliche Kursgewinne bei länger laufenden Anleihen. In allen drei Ländern sind die Renditen von Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren im letzten Jahrzehnt von rund fünf Prozent (Schweden und Dänemark) beziehungsweise sechs Prozent (Norwegen) auf rund 1,9 Prozent in Norwegen und Dänemark sowie 2,37 Prozent in Norwegen gefallen.
OECD: Wirtschaftsausblick für Skandinavien besser als für Kerneuropa
Nun stellt sich die Frage, wie die Rahmenbedingungen für entsprechende Investments im laufenden Jahr aussehen. Ihren Status als "sichere Währungshäfen" dürften die drei skandinavischen Länder wohl auch in 2012 behalten. Im Falle von Norwegen, Schweden und Dänemark sind die Wirtschaftsaussichten besser als für den Euroraum, auch wenn die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für Skandinavien mit einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums und sinkendem Konsum im ersten Halbjahr 2012 rechnet. Der Abschwung in Dänemark dürfte sogar länger anhaltend sein. Insgesamt geht die OECD wie auch andere Analysten davon aus, dass sich auch der Norden Europas nicht von der Entwicklung in Europa wird abkoppeln können.
Rückgang der Renditen in Skandinavien ein hohes Anlegervertrauen in die "Scandies". Zum Vergleich: Das krisengeschüttelte Italien muss Gläubigern derzeit einen Risikoaufschlag von über 5,5 Prozentpunkten für 10-Jahres-Anleihen zahlen.
Bantleon: "Die Lunte am Pulverfass EZB-Bilanz ist gelegt"  22.2.12
 Seit der Eskalation der Eurokrise im Sommer 2011 wird die Europäische Zentralbank (EZB) offenbar immer expansiver: Von Juli bis Dezember 2011 wuchs die Bilanzsumme der EZB von 2,0 auf 2,7 Billionen Euro – während die Bilanzsumme der US-Notenbank Fed im selben Zeitraum bei umgerechnet 2,2 Billionen Euro stagnierte.
Das wirft die Frage auf, ob die EZB den Bogen damit nicht überspannt, mein Bantleon-Analyst Daniel Hartmann, der auch eine Antwort auf die Frage hat: Jein. Bei Betrachtung und Berücksichtigung aller äußeren Umstände kommt er zu dem Fazit, dass die EZB-Politik ein alternativloses Experiment mit unsicherem Ausgang ist.
Kurzfristig sei diese Liquiditätsflut sicherlich ein wichtiger Beitrag zur Entspannung der Eurokrise, mittelfristig steige jedoch das Risiko einer Vermögensblase. Die Lunte an das Pulverfass EZB-Bilanz ist also gelegt, ob es zur Explosion kommt, ist aber noch offen.
Schroders: Gute Gewinnchancen mit asiatischen Dividendeninvestments  22.2.12
 In Zeiten von niedrigen Zinsen und unsicheren Märkten gelten Anlagen mit einer Dividendenstrategie immer noch als erfolgsversprechend. Richard Sennitt, Fondsmanager für asiatische Anleihen beim britischen Vermögensverwalter Schroder, ist der Auffassung, dass Anleger in Asien bei dem aktuellen Marktniveau dort mit Dividendeninvestments äußerst gute Gewinnchancen haben. Hinzu komme, wie er in einem aktuellen Beitrag schreibt, dass Unternehmen mit hohen Dividendenausschüttungen in der Regel auch höhere Standards in der Unternehmensführung hätten und somit dem Anleger Schutz vor unliebsamen Überraschungen bieten.
Dividendenzahlung als Ausweis von solider Unternehmensführung
Denn in einer Region wie Asien, die in Angelegenheiten der Unternehmensführung noch relativ unbedarft ist, bedeuten Dividendenausschüttungen, dass Unternehmen Barmittel an Investoren zurückgeben, anstatt dieses Geld für wertvernichtende Investitionen zu verschwenden. Gleichzeitig unterwerfen sie sich beim nächsten Anzapfen der Kapitalmärkte einer strengeren Kontrolle durch die Anteilseigner. "Weil Dividenden nur aus realen Gewinnen und Cashflows gezahlt werden können, hilft der Fokus auf Dividenden den Anlegern, Unternehmen mit zweifelhaften Gewinnen zu meiden (denn diese dürften kaum über die tatsächlichen Barmittel verfügen, die für die Auszahlung von Dividenden benötigt werden). Aufgrund dieser Faktoren kann man davon ausgehen, dass Unternehmen mit hohen Dividendenausschüttungen in der Regel auch höhere Standards in der Unternehmensführung erfüllen", erklärt Sennitt die weiteren Vorteile eines Fokus auf Dividendentitel."
ASEAN-Staaten rücken in den Fokus
Dagegen zeichnen sich laut Sennitt die ASEAN-Staaten (Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam) durch eine recht gute Ausgabendisziplin aus. Im Verhältnis zum BIP liegen deren Ausgaben nach wie vor auf einem angemessenen Niveau. Insgesamt stelle die Staatengemeinschaft daher eine sehr große potenzielle Wirtschaftseinheit dar.
Für viele der Unternehmen innerhalb der Region sei die Ende der Neunzigerjahre durchgestandene Asienkrise aber immer noch ein wichtiges Thema schreibt Sennitt: "Nach dieser Erfahrung sind die Unternehmen vorsichtiger geworden und weisen daher im Vergleich zu anderen Regionen den geringsten Verschuldungsgrad auf." Für dividendenorientierte Anleger sei jedoch von Interesse, dass immer mehr Unternehmen der ASEAN-Staaten begreifen, dass sich eine progressive Dividendenpolitik für sie auszahlt. Infolgedessen zeichne sich dort allmählich ein Trend hin zu einer dividendenfreundlicheren Unternehmenskultur ab.
Ausblick für 2012
Nach den Marktturbulenzen im letzten Jahr, die die asiatischen Märkte stärker als die meisten anderen Länder in Mitleidenschaft gezogen hatten, könne 2012 ein interessantes Jahr werden: die Bewertungen hätten nun Niveaus erreicht, die für Asien-Anleger in der Vergangenheit gute Kaufgelegenheiten darstellten. Da jedoch Angst die vorherrschende Stimmung am Markt ist, lasse sich die kurzfristige Entwicklung nicht voraussagen. "Anleger sollten sich daher auf Unternehmen mit im Inland generierten Cashflows konzentrieren, wodurch sie sich teilweise vor kurzfristigen Turbulenzen aufgrund der Entwicklung der Weltwirtschaft schützen können. Längerfristig sind wir zuversichtlich, dass Anleger ausgehend vom aktuellen Marktniveau in Asien äußerst gute Gewinnchancen haben", prognostiziert Sennitt
PEH: "Inflation ist der schwarze Schwan der nächsten Jahre"  21.2.12
 Die Experten der PEH Wertpapier wechselten in den letzten Wochen ins Bullenlager, sind für Aktien sehr optimistisch und erhöhten die Aktienquoten in ihren verwalteten Portfolios von rund 30 Prozent auf ein Niveau zwischen 80 und 100 Prozent. Die Gründe für diese optimistische Sichtweise präsentierte Martin Stürner, Vorstandsvorsitzender der PEH Wertpapier AG, auf einer Presseveranstaltung diese Woche in Wien.
Reichlich Liquidität
Auch wenn Griechenland und Portugal weiterhin die großen Sorgenkinder bleiben und ein Euro-Austritt Griechenlands kein Tabuthema mehr sei, konnten risikobereite Investoren in den ersten Januarwochen dieses Jahres ordentliche Renditen erzielen: Eine reichliche Liquiditätszufuhr in Verbindung mit einer anhaltenden Niedrigzinspolitik der westlichen Notenbanken sorgte bei italienischen Staatsanleihen für einen Kurssprung von rund zehn Prozent und Zugewinne bei den Aktienindizes.
Dafür verantwortlich waren laut Stürner auch die extrem niedrigen Aktienquoten institutioneller Investoren im zweiten Halbjahr 2011, die per Jahresanfang etwas erhöht wurden. Rückenwind erhalten die Märkte von guten Unternehmensergebnissen sowie von Auftragseingängen der US-Industrie, die sich einem Rekordniveau nähern. „Der Realwirtschaft geht es gut, es handelt sich daher um eine Staatsschuldenkrise und nicht um eine Wirtschaftskrise. Im Unterschied zu den Krisenjahren 2007/08 sind die Unternehmen besser finanziert und eine Angst vor einem Credit Crunch ist unbegründet“, erläuterte Stürner. Unterstützend wirken einerseits Aktienrückkäufe von US-Unternehmen (allein 2011 wurden um 400 Milliarden US-Dollar eigene Aktien zurückgekauft) sowie andererseits sinkende Arbeitslosenzahlen in den USA in Verbindung mit einem steigenden Konsumentenvertrauen.
Strukturreformen sollten Wende bringen
Eine fallende Arbeitslosenrate ist auch in Deutschland zu verzeichnen, diese ist (abgesehen von einem Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung)  das Ergebnis von Strukturreformen der ehemaligen Rot/Grün-Regierung unter Gerhard Schröder („Agenda 2010“). An dieser Strukturreform sollten sich die Länder Südeuropas ein Beispiel nehmen, Italiens neuer Premierminister Mario Monti sei der richtige Mann für die Maßnahmenumsetzung – bis zum Wirksamwerden müsse jedoch Geduld aufgebracht werden.
Probleme werden gelost
Als „beste Botschaft“ sieht Stürner den Umstand, dass die Märkte auf negative Botschaften wie Bonitätsherabstufungen von Staaten seitens der Ratingagenturen kaum (oder nicht mehr lang)  negativ reagieren und in Folge sogar mit Kursanstiegen antworten. Stürner: „Es ist schon viel Pessimismus eingepreist.“ Massive Unterstützung kommt von den EZB-Tendern. Nach einem Tender von rund 500 Milliarden Euro letzten Dezember kommt der nächste Tender in unbestimmter Höhe Ende Februar 2012. Dabei können sich Banken bei der EZB unlimitiert Geld um ein Prozent auf drei Jahre ausborgen. Die erhaltenen Milliardenbeträge investieren die Geldhäuser in (dreijährige) Staatsanleihen der Peripherie, die Renditen von weit mehr als einem Prozent bieten. Durch diese Zinsspanne können die Banken hohe Gewinne erzielen und dadurch ihre Bilanzen sanieren. Zusätzlich fördern diese Tender die Nachfrage nach Staatsanleihen und gleichen die negativen Effekte eines austrocknenden Geldmarkts aus. „Der Super-GAU wird nicht passieren“, meinte Stürner und erklärte, dass Schulden an sich kein Problem darstellen, solange die Gläubiger an eine verlässliche Rückzahlung glauben würden. Die weiter wachsenden Staatsschuldenberge sollten nach Einschätzung Stürners durch eine höhere Inflation „weginflationiert“ werden und könnten Teil des Lösungspakets sein.
Ein schwarzer Schwan im Anflug
Eine Gefahr, die in letzter Zeit aus den Schlagzeilen verschwand und auch in den Anlageausschusssitzungen institutioneller Investoren kaum mehr thematisiert wird. Zu Unrecht, meint Stürner: „Inflation ist der schwarze Schwan der nächsten Jahre!“ Einen Vorgeschmack geben einerseits steigende Löhne in den Produktionsbetrieben der Emerging Markets (in China und Indien soll es Zuwächse zwischen 20 und 30 Prozent geben), andererseits auch die deutschen Großhandelspreise, die weiter deutlich ansteigen und damit eine wachsende Inflation in Deutschland wahrscheinlicher machen. Sofern es den Unternehmen gelingen sollte, diese Preiserhöhungen auf die Konsumenten abzuwälzen, sind Aktien als Sachwerte in Zeiten höherer Inflation zukünftig ein besseres Investment als festverzinsliche Rentenpapiere mit Ausnahme inflationsgeschützter Anleihen.
Warum gerade jetzt Aktien kaufen ?
Für Aktien sprechen eine aktuelle attraktive Bewertung (Kurs-Gewinn-Verhältnisse unter dem langjährigen Durchschnitt, hohe Gewinnmargen) sowie die Untergewichtung von Dividendenpapieren in den Portfolios institutioneller Investoren. Vor allem eine Analyse des Zyklus der 10-Jahres-Renditen für Aktien signalisiert ein markantes Erholungspotenzial: Auf Sicht von zehn Jahren war sowohl beim MSCI-World als auch beim DAX nicht viel zu gewinnen. „Hinter uns liegt ein verlorenes Jahrzehnt für die Aktienmärkte – die Chancen stehen gut, dass diese Phase der Unterbewertung zu Ende geht.“ Die Chancen dafür sind, wenn man der Historie Glauben schenken darf, durchaus gut: Ein ähnliches Umfeld gab es Ende der Siebziger Jahre, das den Auftakt für einen zwanzigjährigen Bullenmarkt bot.
BlackRock: Potenzial am Energiemarkt trotz hoher Ölpreise  21.2.12
 Wegen des kräftigen Kursrückgangs im letzten Jahr haben sich die Bewertungen der Unternehmen aus Sicht der BlackRock-Experten von ihrem tatsächlichen Betriebsumfeld abgekoppelt. So ist in den Kursen vieler Unternehmen – wie etwa der kanadischen Ölsandproduzenten – ein deutlich niedrigerer Ölpreis eingepreist als der, der an den Terminmärkten erzielbar ist. Damit die Bewertungen der Ölsandproduzenten den aktuellen Preis an den Terminmärkten widerspiegeln, müssten ihre Aktienkurse um ganze 50 Prozent steigen!
Die Analysten macht in vielen verschiedenen Teilsektoren und Ländern Wertpotenzial aus, möchte jedoch für den BGF World Energy Fund vor allem vier Themen für das kommende Jahr hervorheben:
Restrukturierungen
Nach Meinung von BlackRock sei es in der Vergangenheit immer wieder gelungen, günstig bewertete Unternehmen aufzuspüren, bei denen das Rohstoff-Team wegen laufender Restrukturierung mit einer Neubewertung rechnete – und damit Recht behielt. Beispiele seien unter anderem Conoco Phillips, Rowan, Marathon, BP und Tesoro. Solche Aktien würden sich ungeachtet des gesamtwirtschaftlichen Umfelds positiv entwickeln können, weshalb BlackRock immer auf der Suche nach neuen lukrativen Gelegenheiten ist – Nexen und Talisman sind zwei Firmen, auf die das in nächster Zeit zutreffen könnte.
Normalisierung im Golf von Mexiko
Nach der Ölkatastrophe im Jahr 2010 hatte man im gesamten Golf von Mexiko die Bohraktivitäten zu Explorations- und Erschließungszwecken auf Eis gelegt. Das schickte die Kurse der in der Region tätigen Unternehmen auf Talfahrt. Inzwischen werden wieder Bohrgenehmigungen erteilt, wenn auch zögerlich. In diesem Jahr dürften einige Unternehmen, die in den letzten 18 Monaten zur Untätigkeit verdammt waren, ihre Erschließungsprojekte wieder aufnehmen. Von verstärkter Aktivität der Ölfirmen dürften auch diverse in unserem Depot enthaltene Öldienstleister profitieren. Der BGF World Energy Fund ist über eine Vielzahl von Positionen – wie Anadarko, Noble Energy, National Oilwell Varco und Rowan – in diesem Bereich engagiert.
Exploration und Erschließung entdeckter Ölvorkommen
Mehr als 90 Prozent des Fondsvermögens ist derzeit in Firmen mit produzierenden Vermögenswerten angelegt, die einen Cashflow erzeugen. Das bedeute jedoch keineswegs, dass Entdeckung und Erschließung neuer Vorkommen keine wichtigen Themen für den Fonds sind. Die Bewertungen vieler Firmen im Fonds werden laut den BlackRock-Experten durch ihre vorhandene Produktion und Fähigkeit gestützt, ihren Cashflow in neue Erschließungs- und Entwicklungsprojekte zu reinvestieren und so den Wert ihres Unternehmens zu steigern. Das vor uns liegende Jahr dürfte in dieser Hinsicht zahlreiche spannende Entwicklungen für den Fonds bereithalten – so rechnet das Rohstoff-Team bei einigen ihrer Bestände mit Neuigkeiten zu wichtigen Explorationsvorhaben in West- und Ostafrika sowie in Thailand und Polen. Explorationserfolge dieser Firmen könnten sich als wichtiger Performancetreiber für BGF World Energy Fund im kommenden Jahr erweisen.
US-Erdgas
Kurzfristig schätzt BlackRock den Ausblick für den US-Erdgaspreis als wenig berauschend ein. Längerfristig aber könnte die steigende Nachfrage wegen der Umstellung von Kohlekraftwerke auf Gas und der erweiterten Exportmöglichkeiten den Weg für einen Preisanstieg ebnen. Die derzeit schwachen Rohstoffpreise würden jedenfalls eine gute Gelegenheit bieten, Gasunternehmen mit hochwertigen langlebigen Produktionsanlagen günstig zu erwerben.
Flucht vor der Eurokrise – hohe Zuflüsse in skandinavische Bondfonds 21.2.12
 Die US-amerikanische Ratingagentur Moody's hat vor kurzem erneut mit Nachdruck auf die nach wie vor schwelenden Schuldenprobleme Europas aufmerksam gemacht und einem allzu großen Optimismus der Anleger einen Dämpfer versetzt, indem sie die Kreditwürdigkeit von sechs europäischen Staaten gesenkt hat. Als eine Möglichkeit für Investoren, sich gegen Euro- und Europakrise abzusichern und ihr Geld möglichst in Sicherheit zu bringen, ist die Anlage in stabilen Fremdwährungen. Insbesondere die Währungen der drei skandinavischen Länder Norwegen, Schweden und Dänemark, die sogenannten "Scandies", gelten aufgrund ihrer vergleichsweise gesunden Staatshaushalte schon seit einiger Zeit als "Fluchtwährungen".
Die dänische Zentralbank konnte zum Jahreswechsel erstmals in ihrer Geschichte staatliche Geldmarktpapiere im Wert von knapp 310 Millionen Euro mit einer negativen Rendite platzieren. Das bedeutet faktisch nichts anderes, als dass Investoren bereit sind, eine Prämie dafür zu zahlen, dass sie ihr Geld vermeintlich sicher anlegen dürfen. Investmentgesellschaften verzeichneten dementsprechend im vergangenen Jahr aufgrund der Angst von Anlegern vor einem Zusammenbruch der Eurozone beträchtliche Mittelzuflüsse bei skandinavischen Renten- und Geldmarktfonds .
So gehörte beispielsweise der "Nordea Norwegian Kroner Reserve" in der zweiten Hälfte 2011 zu den zwanzig meist verkauften Produkten, wie eine von FONDS professionell durchgeführte Umfrage unter Maklerpools ergab (der ausführliche Bericht wird im Ende März erscheinenden Heft 1/2012 zu lesen sein). Weil sich die wirtschaftliche Lage im Norden Europas zum Jahreswechsel nicht grundlegend geändert hat, sind die Fondsgesellschaften zuversichtlich, auch in 2012 reichlich Käufer für ihre Devisenfonds zu finden.
2011: Ein gutes Jahr für skandinavische Devisenfonds
In konkreten Zahlen registrierte der nordische Asset Manager "Nordea" für seinen "Norwegian Bond Fund" und den "Norwegian Kroner Reserve" einen weltweiten Nettomittelzufluss von insgesamt mehr als 500 Millionen Euro. Auch die Nordea-Fonds, die in schwedische und dänische Papiere investieren, erreichten hohe Mittelzuflüsse. Der schwedische Mitbewerber SEB Asset Management hatte ebenfalls großen Erfolg mit seinem "SEB Danish Mortgage Bond Fund", der in dänische Hypothekenpfandbriefe investiert. "Das Fondsvolumen hat sich in der Publikumsversion um 40 Millionen Euro auf knapp 70 Millionen Euro erhöht. Speziell für institutionelle Anleger aufgelegte Varianten erzielten sogar Zuflüsse von rund einer halben Milliarde Euro", sagt Stefan Klomfass, Leiter institutionelles Wertpapiergeschäft bei SEB AM. Und eine Sprecherin von Skandia Investment bestätigte – ohne das näher zu quantifizieren -, dass die hauseigenen Skandia-Fonds, die in schwedische Rentenpapiere investieren, ebenfalls europaweit hohe Mittelzuflüsse verzeichneten.
"Fluchtwährung" wichtig, aber nicht alleiniger Kaufgrund
Viele Anleger haben dabei Fondsanteile gekauft, um ihr Geld möglichst stabil in einer "Fluchtwährung" anzulegen. "Der Aspekt, ihre Gelder über die Eurozone hinaus zu diversifizieren, war für viele Kunden entscheidend für eine entsprechende Investition", bestätigt Dan Sauer, Geschäftsführer der Nordea Fonds Service GmbH, der deutschen Vertriebstochter Nordeas. Allerdings war dies nicht der einzige Investitionsgrund, auch die vergleichsweise hohen Renditen von einigen skandinavischen Rentenpapieren spielten dabei eine Rolle. So berichtet Klomfass, dass die Eurokrise beim Vertrieb des "SEB Danish Mortgage Bond Fund" zwar geholfen, für Investoren aber nicht im Vordergrund gestanden habe: "Anleger sind auf der Suche nach sicheren Rentenmärkten gewesen, die gleichzeitig eine überdurchschnittliche Rendite bieten", so der Experte von SEB AM. "Und hier sind dänische Hypothekenpfandbriefe interessant, weil die zur Sicherung eingesetzten Hypotheken auf einer restriktiven Kreditvergabe basieren. Seit 200 Jahren ist kein dänischer Pfandbrief ausgefallen, und die aktuelle Verzinsung der Pfandbriefe liegt immer noch bei zwei bis drei Prozent."
Sinkende Renditen brachten Kursgewinne
Nimmt man die oben genannten Erfahrungen der Fondsgesellschaften, so ist für Anleger neben einer sicheren Anlage natürlich auch die Gesamtperformance aus ihrem Investment von Bedeutung. Sinkende Renditen in Skandinavien brachten ansehnliche Kursgewinne bei länger laufenden Anleihen. In allen drei Ländern sind die Renditen von Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren im letzten Jahrzehnt von rund fünf Prozent (Schweden und Dänemark) beziehungsweise sechs Prozent (Norwegen) auf rund 1,9 Prozent in Norwegen und Dänemark sowie 2,37 Prozent in Norwegen  gefallen.
OECD: Wirtschaftsausblick für Skandinavien besser als für Kerneuropa
Nun stellt sich die Frage, wie die Rahmenbedingungen für entsprechende Investments im laufenden Jahr aussehen. Ihren Status als "sichere Währungshäfen" dürften die drei skandinavischen Länder wohl auch in 2012 behalten. Im Falle von Norwegen, Schweden und Dänemark sind die Wirtschaftsaussichten besser als für den Euroraum, auch wenn die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für Skandinavien mit einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums und sinkendem Konsum im ersten Halbjahr 2012 rechnet. Der Abschwung in Dänemark dürfte sogar länger anhaltend sein. Insgesamt geht die OECD wie auch andere Analysten davon aus, dass sich auch der Norden Europas nicht von der Entwicklung in Europa wird abkoppeln können.
Dennoch haben die drei Staaten laut OECD neben guten Wachstumsraten immer noch solide Staatshaushalte und niedrige Haushaltsdefizite. Vor allem Norwegen steht aufgrund seiner reichen Ölvorkommen gut da. Zudem werden Norwegen und Schweden auf Basis der fünfjährigen Credit Default Swaps (CDS) immer noch unter die sichersten Staaten weltweit eingestuft. Und schließlich zeigt der starke Rückgang der Renditen in Skandinavien ein hohes Anlegervertrauen in die "Scandies". Zum Vergleich: Das krisengeschüttelte Italien muss Gläubigern derzeit einen Risikoaufschlag von über 5,5 Prozentpunkten für 10-Jahres-Anleihen zahlen.
Metzler AM: Griechenland hat nur in der Eurozone Zukunft  20.2.12
 Nach Meinung der Experten von Metzler Asset Management würde ein Austritt Griechenlands aus dem Euro und eine Wiedereinführung der Drachme kaum zu einer Verbesserung beim Außenhandel führen sondern zu Inflation. Griechenland sei offensichtlich insolvent und darüber hinaus aufgrund der hohen Zahl an Staatsdienern und der in vielen Bereichen fehlenden marktwirtschaftlichen Strukturen eher ein sozialistisches Land als eine freie Marktwirtschaft.  Der Wettbewerbsvorteil einer Abwertung wäre daher sehr schnell wieder aufgezehrt. Weiters könnten die Griechen kaum die lebensnotwendigen Importe in Drachme bezahlen und würden sehr wahrscheinlich auch keine Euro- oder US-Dollar-Kredite erhalten. Für die Metzler-Experten steht daher fest: Für Griechenland gibt es nur in der Europäischen Währungsunion eine Zukunft. Die harten Sparmaßnahmen und Strukturreformen seien für das Land sogar eine Chance, die Wirtschaft umzubauen und zukunftsfähiger zu machen. Bisher scheinen einzelne mächtige Interessengruppen innerhalb Griechenlands jeden Fortschritt verhindert zu haben.
Reformfähig oder Fass ohne Boden?
Für die anderen europäischen Ländern stellt sich trotz allem die Frage, ob Griechenland wirklich reformfähig ist oder sich zu einem Fass ohne Boden entwickelt. Sollte Griechenland permanent auf Transferleistungen angewiesen sein, müsste eigentlich ein Schlussstrich gezogen werden und Griechenland dürfte keine weiteren Hilfen erhalten. Da das Finanzsystem in Europa sehr eng verflochten ist, könnte jedoch ein "Default" von Griechenland ein ähnliches Ereignis sein wie der Kollaps von Lehman Brothers im Herbst 2008. Laut Metzler AM kann derzeit niemand die Folgen eines griechischen Zahlungsausfalls wirklich abschätzen. Aufgrund der hohen Staatsverschuldung in vielen europäischen Ländern und der Unterkapitalisierung vieler europäischer Banken könnte Europa kaum eine Verschärfung der Finanzkrise durch Gegenmaßnahmen abfedern. Es wäre wahrscheinlich im aktuellen Umfeld zu riskant, Griechenland fallen zu lassen.
Zweites Rettungspaket immer wahrscheinlicher
Nach aktuellen Meldungen scheinen die Chancen scheinen gestiegen zu sein, dass beim heutigen Treffen der Euro-Finanzminister das zweite Rettungspaket für Griechenland beschlossen wird. Die Hellenen haben die Forderungen erfüllt und auch die EZB scheint einen Weg gefunden zu haben, ihren Bestand an griechischen Staatsanleihen vor einer Umschuldung schützen zu können: Umtausch des Bestands an griechischen Anleihen in neue Anleihen, die nicht auf griechischem Recht beruhen. Somit wären die neuen Anleihen der EZB nicht mehr von einer rückwirkenden Einführung von Umschuldungsklauseln (CAC – Collective Action Clauses) betroffen, die Anleihen unter griechischem Recht drohen.
Weiterhin Optimismus für Deutschland
In einer Pressekonferenz sprach EZB-Präsident Draghi von ersten Anzeichen einer Stabilisierung der europäischen Konjunkturindikatoren und von den – insbesondere in Deutschland – guten Wachstumsperspektiven. Auch die Experten von Metzler AM sind weiterhin optimistisch für Deutschland und erwarten einen weiteren Anstieg des ifo-Index auf 109 – die deutsche Konjunktur zeige damit klare Aufschwungstendenzen. In den anderen Mitgliedsländern der europäischen Währungsunion sieht es dagegen deutlich schlechter aus. So erwartet Metzler AM keine Verbesserung beim französischen Geschäftsklimaindex INSEE und bei den Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone. Nichtsdestotrotz wäre die Stabilisierung der Konjunkturindikatoren schon eine deutlich bessere Entwicklung als aufgrund der Finanzmarktturbulenzen erwartet werden konnte. Zumal EZB-Präsident Draghi darauf hinwies, dass die positiven Effekte aus dem ersten Drei-Jahrestender der EZB noch nicht vollständig in der Wirtschaft angekommen sind. Vor diesem Hintergrund revidieren die Metzler-Manager ihre Leitzinsprognose in der Eurozone auf ein unverändertes Niveau von 1,0 Prozent bis Jahresende – bisher sind sie von zwei weiteren Leitzinssenkungen auf 0,5 Prozent ausgegangen.
Schmitz & Partner: Aktien aktuell sicherer als Anleihen  13.2.12
 Düstere Aussichten für die Weltwirtschaft, Griechenpleite, Eurokrise und mögliche andere Staatspleiten, Minizinsen für deutsche Staatsanleihen,  – es gibt aktuell viele Baustellen und Stolperfallen für Investoren. Doch selbst wenn die Weltwirtschaft ins Straucheln geraten sollte, spricht derzeit alles für Aktien, meint Holger Schmitz, Vorstand der Schmitz & Partner  AG – Privates Depotmanagement, der früher mehrere Jahre mit Börsenlegende André Kostolany zusammenarbeitete . Gerade in unsicheren Zeiten sei es richtig, Aktien oder Aktienfonds zu kaufen und dann auch möglichst langfristig zu halten,erläutert Schmitz.
Er geht davon aus, dass man in diesem Jahr einen Aufschwung bei Aktien erwarten darf, die aktuell historisch niedrig bewertet seien.  Dazu kommt, dass sich die Weltaktienmärkte trotz aller Missstände, bereits im letzten Jahr bemerkenswert stabil gezeigt hätten. Gemessen am Weltaktienindex MSCI World hätten Aktien auf Eurobasis gerade einmal 4,5 Prozent verloren, wie Schmitz anmerkt. Dagegen verzeichneten Staatsanleihen von Ländern wie Italien oder Spanien, die noch vor kurzem als sicherer Hafen galten, teilweise weit dramatischere Einbußen.
Negative Trend an den Rentenmärkten bleibt auf der Agenda
So hätten die Zinsen bei Anleihen, die auch heute noch als sicher gelten, mitunter sogar neue Tiefstände erreicht: Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihen fiel von rund drei Prozent zu Jahresbeginn 2011 auf nur noch knapp zwei Prozent am Jahresende. Nach Abzug der Inflation zahlen Anleger bei einem solchen Zinsniveau drauf. Und nichts spricht derzeit dafür, dass sich der negative Trend an den Rentenmärkten umkehrt, meint Schmitz: „Durch die Weigerung der Politiker, das Problem der Eurokrise an der Wurzel zu packen, wird es wie bereits 2011 zu negativen realen oder sogar nominalen Renditen kommen,“ ist der Experte überzeugt, der als Folge dieser Entwicklung zusätzlichen Rückenwind für Aktien wittert.
Erhöhung der Geldmenge lässt Aktienkurse steigen
Die immer neuen Versuche, den Euro zu retten, würden zudem für die Anlageklasse Aktien sprechen. „Sinkt das Vertrauen in den Geldwert so stark, dass die Anleger nur noch bei Sachwerten wie Aktien und Gold eine Kapitalerhaltung vermuten, ist ein Kaufansturm auf solche Werte selbst dann denkbar, wenn die Unternehmensgewinne nicht weiter steigen oder sogar fallen“.
Für steigende Kurse spreche ihm zufolge zudem auch ser dramatische Anstieg der umlaufenden Geldmenge. Diese hat ihre Ursache wiederum in der „Problemlösungsstrategie“ der Staaten, die darin liegt, mehr und mehr Geld zu drucken. „Insbesondere der Effekt, dass immer mehr Geld über die heiß laufenden Druckerpressen in Umlauf kommt, ohne dass entsprechend mehr Güter oder Dienstleistungen produziert werden, sorgt für mehr Nachfrage nach gut gemanagten und vor allem auch werthaltigen Unternehmen. Das lässt dann wiederum auch deren Aktienkurse steigen".
Enteignungen werden kommen
Zusätzlich müssen sich Anleger Schmitz zufolge 2012 und wohl auch in den folgenden Jahren auf Enteignungen durch den Staat einstellen. Denn die immer weiter steigenden Staatsschulden können nur durch das Geld der Bürger aufgefangen werden – sei es durch direkte Enteignungen wie beispielsweise Vermögenssteuer, Lastenausgleichs- und Hypothekengewinnabgaben oder durch indirekte Enteignung wie steigende Inflationsraten.„Ausgehend von den Erfahrungen der letzten Jahre lautet meine Prognose, dass sich weder an der stetig steigenden Staatsverschuldung noch an der drohenden Inflation in absehbarer Zeit etwas ändern wird“, so Schmitz in seinem Fazit.
Mobius: Frontier Markets werden zunehmend liquider  13.2.12
 „In einer zunehmend vernetzten Welt mit neuen Finanzprodukten und ihren Auswirkungen auf die breiten Märkte und verschiedene Anlageklassen haben sich die globalen Finanzmärkte in den letzten zehn Jahren rasch gewandelt. Die Weltwirtschaft wird inzwischen strukturell anders wahrgenommen“, schreibt Mark Mobius, leitender Vorsitzender der Templeton Emerging Markets Group, in einem aktuellen Ausblick für Schwellen- und Grenzmärkte. Unter diesen Aspekten gilt die USA für den Starfondsmanager nicht länger als der globale Wachstumsmotor.
Mobius erwartet eine recht ungleiche Erholung der Weltwirtschaft in den kommenden Jahren. So werden die Emerging Markets ihren dynamischen Wachstumskurs fortsetzen, während die Industrieländer langsamer expandieren, da sie weiterhin die Kosten der jüngsten Exzesse im Finanzsektor sowie rückläufige Produktivität absorbieren müssen. „Wir denken, dass die Aktienmärkte von Schwellenländern noch viel größer werden könnten als heute. In den kommenden zehn Jahren könnten sie den Gesamtwert der Aktienmärkte der USA, Japans und Europas sogar übersteigen“, sagt der Emerging-Markets-Experte. Die Schwellenmärkte sind seit 1986 weit vorangekommen, als die Internationale Finanz-Corporation (IFC), eine Weltbank-Tochter, mit der Förderung der Entwicklung der Kapitalmärkte in weniger entwickelten Ländern begann. Seitdem haben sich die Schwellenländer von einfachen Billigproduktionsländern zu wachstumsorientierten Volkswirtschaften mit einer sehr starken Verbraucherbasis entwickelt. Die Binnennachfrage dürfte hier auch angesichts der Schwierigkeiten in den Industrieländern künftig eine noch wichtigere Rolle spielen.
Rohstoffe bleiben Kernthema
In Schwellenländern werde der Binnenkonsum von steigenden Einkommen und einer jüngeren Arbeitsbevölkerung getragen, erklärt Mobius. „Die Regierungen werden neue geeignete politische Programme formulieren müssen, um die Beschäftigung zu fördern und der Einkommensungleichheit entgegenzuwirken. Unseres Erachtens werden alle Schwellenmärkte einschließlich der sogenannten BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China) ihren langfristigen Wachstumskurs fortsetzen.“ Die Templeton Emerging Markets Group hat in der Vergangenheit in alle Schwellenmärkte investiert, insbesondere in die neueren Grenzmärkte, und werde dies laut Mobius auch in Zukunft tun. Neben konsumabhängigen Sektoren bleiben auch Rohstoffe angesichts einer anhaltenden Nachfrage aus Wachstumsländern sowie weltweiter Angebotsengpässe ein Kernthema.
Grenzmärkte immer liquider
Das Wirtschaftswachstum in vielen Grenzmärkten sei nach wie vor hoch, sogar kräftiger als in manchen Schwellenländern, konstatiert Mobius. „Dort wächst nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Kapitalmärkte. Einige dieser Länder entwickeln sich von kleinen und illiquiden zu großen und liquiden Märkten.“ Viele Grenzmärkte sind auch führende Produzenten von Öl, Gas und Edelmetallen und gut aufgestellt, um von der hohen weltweiten Nachfrage nach diesen Ressourcen zu profitieren. Größere Schwellenländer wie China, Indien, Russland und Brasilien unterstützen außerdem durch beträchtliche Investitionen.
"Märkte bleiben volatil"
„Mit Blick auf die nächsten fünf Jahre sollten sich Schwellenmärkte gut entwickeln. Die Marktvolatilität wird anhalten und könnte sogar steigen, wenn Derivate weiter anwachsen, weil der Hochfrequenzhandel zunimmt und die Märkte internationaler werden. Ein weiterer Faktor sind potenzielle Staatspleiten in Europa und deren Auswirkungen auf andere Länder. Unseres Erachtens werden diese Länder weiter praktikable Lösungen für kurzfristige Probleme finden und die Möglichkeit bekommen, ihre Haushalte mittelfristig zu konsolidieren“, erklärt Mobius. Es komme darauf an, „gut kapitalisierte unterbewertete Unternehmen mit einzigartigem und wettbewerbsfähigem Produktangebot“ ausfindig zu machen. Besonders attraktiv sind für den Börsenguru Unternehmen, die zuverlässig solide Dividenden ausschütten.
Blackrock: Dividendenwachstum wichtiger als Dividenden - Rendite  9.2.12
 Angesichts niedriger Zinsen und einer unsicheren Marktsituation stehen Dividendenstrategien immer stärker im Fokus der Anleger. Analysten schätzen dabei dass die hohe Nachfrage auch dazu führt, dass DAX-Unternehmen in diesem Jahr Dividenden in Höhe von 27 bis 28 Milliarden Euro ausschütten werden und damit das Niveau von 2011 um zwei Milliarden Euro überbieten werden. Anleger sollten dabei nicht nur auf die Höhe der Dividendenrendite schauen, sondern vielmehr auf das Dividendenwachstum, berichtet Andreas Zöllinger, Fondsmanager des BGD European Equity Income Fund bei Blackrock, zum Anlageerfolg bei Dividendenstrategien.
Viele Anleger fallen bei einer statischen Analyse, die nur die zuletzt ausgeschüttete Dividende berücksichtigt in die sogenannte „Value Falle“. Was bedeutet, dass die Dividenden möglicherweise unter hohem finanziellen Risiko ausgeschüttet wurden. Denn für den langfristigen Erfolg ist nicht nur die Höhe der aktuellen Dividendenrendite, sondern das Wachstum der Dividende entscheidend, denn dabei lässt sich ablesen, ob ein Unternehmen in der Lage ist, auch weiterhin zu wachsen, so Zöllinger. Daher konzentriert er sich bei der Auswahl der Aktien für seine Dividendenfonds auf drei Kernfelder um aus den Aktien mit hoher Dividende diejenigen mit hohem Dividendenwachstum herauszufiltern: die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells, die finanzielle Position und die Dividendenpolitik.
FONDS professionell Umfrage: Viele Finanzprofis erwarten ein "Jahr der Aktie"   8.2.12
 Nach einem schlechten Aktienjahr 2011 erwarten nicht wenige Investoren eine Erholung der Märkte im laufenden Jahr. Das ergab auch die Auswertung einer Umfrage von FONDS professionell ONLINE unter 195 Teilnehmern. So sind gut zwei Drittel der Befragten 2012 eher „bullish“ gegenüber Aktien eingestellt. Nur rund neun Prozent halten diese Asset Klasse angesichts der globalen Wirtschaftslage immer noch für zu unsicher.
Mehr als 35 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass Aktien 2012 die profitabelste Anlageklasse sein werden. 31 Prozent sind der Meinung, dass Aktien grundsätzlich immer Teil jedes Portfolios sein sollen. Zur Aufhellung der Anlegerstimmung dürfte auch die jüngste Erholung des DAX beigetragen haben. Gab es 2011 Einbußen von insgesamt 15,61 Prozent, hat der deutsche Leitindex mit einem Plus von elf Prozent per 6. Februar einen guten Start ins laufende Jahr hingelegt. Dass Aktien zwar riskant bleiben, einige Werte jedoch großes Potenzial nach oben bieten, glaubt etwa ein Viertel der Befragten.
BGH: Steuersünder kommen schneller ins Gefängnis 8.2.12
 Steuersünder, die dabei ertappt werden, dass sie mehr als eine Million Euro am deutschen Fiskus vorbeigeschmuggelt haben, werden zukünftig in der Regel hinter schwedische Gardinen wandern.  Eine Aussetzung auf Bewährung soll entsprechend nur noch in begründeten Ausnahmefällen möglich sein. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe jetzt entschieden.
Mit dem Urteil hob der 1. Strafsenat die Bewährungsstrafe für einen Geschäftsmann aus Augsburg auf und folgte damit der Revision der Staatsanwaltschaft. Der Fall wandert damit an das landgericht Augsburg zurück, das jetzt ein neues Strafmaß ansetzen muss, das sich an der BGH-Sprechung orientiert.
Im konkreten Fall ging es um einen Angeklagten, der Steuern in Höhe von  1,14 Million Euro hinterzogen hatte. Zum einen hatte er gegenüber dem Finanzamt einen zu niedrigen Aktienanteil angegeben, den er im Zuge eines Unternehmensverkaufs eingenommen hatte. Zum anderen hatte er versucht, über den Umweg einer Schenkung und ergo der Schenkungssteuer an seine Familie, die fällige Lohnsteuer für sein Gehalt zu umgehen.Der Mann hatte sich geständig gezeigt und war vom Landgericht Augsburg zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein und forderte striktere Maßnahmen, wobei sie sich  auf ein früheres Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs vom Dezember 2008 berief, in dem erstmals konkrete Leitlinien für Strafhöhen bei Steuerbetrug aufgestellt wurden, wie der Spiegel schreibt.
Trotz dieser Grundsatzentscheidungen, blieb einigen ‚Groß-Steuersündern‘ der Knast erspart und sie kamen mit einer Bewährungsstrafe davon. Dies wird angesichts des neuen BGH-Urteils künftig jetzt nicht mehr so leicht möglich sein.
Bantleon: Gute Aussichten auf breiter Front 7.2.12
 Aktien und andere risikobehaftete Assetklassen sind mit einem Kursfeuerwerk ins neue Jahr gestartet. In diesem Tempo dürfte es zwar in den nächsten Monaten nicht weitergehen, dennoch schaffen die weltwirtschaftliche Erholung sowie die Liquiditätspolitik der Notenbanken ein weiterhin freundliches Umfeld in allen Anlageklassen, meint Harald Preißler, Chefvolkswirt und Leiter Anlagemanagement des Anleihemanagers Bantleon. Selbst deutsche Bundesanleihen sollten in Anbetracht dessen nur moderat unter Druck geraten. In einem hausinternen Interview äußert er sich ausführlicher zu seiner positiven Einschätzung für Aktien, Rohstoffe und Unternehmensanleihen.
Herr Dr. Preißler, Sie sehen das konjunkturelle Umfeld für die Entwicklung risikobehafteter Assets positiv. Wie ist Ihr Ausblick für die einzelnen Regionen?
Harald Preißler: In den USA dürfte die konjunkturelle Erholung gut unterstützt werden, aber die Bäume werden nicht in den Himmel wachsen. Der wachstumsdämpfende Deleveraging-Prozess ist nämlich noch nicht zu Ende. Die privaten Haushalte haben ihren Schuldenstand zwar reduziert – im Gegenzug hat der Staat jedoch seine Schulden gesteigert. Nach der Präsidentschaftswahl im November 2012 rechnen wir mit verstärkten Sparbemühungen, weshalb nach einer Wachstumsbelebung in diesem Jahr mit einem BIP-Wachstum von 2,2 Prozent im Jahr 2013 schon wieder eine konjunkturelle Abkühlung droht. Derweil mehren sich in den Schwellenländern die Anzeichen für ein Ende der konjunkturellen Talfahrt. So haben die Trend bestimmenden OECD-Frühindikatoren in wichtigen Regionen eine Bodenbildung begonnen oder sogar bereits wieder nach oben gedreht.
Für China rechnen wir mit einem BIP-Wachstum von 8 bis 8,5 Prozent nach 9,2 Prozent im Jahr 2011 und 10,4 Prozent im Jahr 2010. Die Eurozone dürfte mit einem stagnierenden Bruttoinlandsprodukt das Schlusslicht der Weltwirtschaft bleiben. Ursachen sind die riesigen öffentlichen Konsolidierungsprogramme in Frankreich, Italien und Spanien. Für Deutschland hingegen rechnen wir trotz des schwachen Jahresbeginns mit einem Wachstum von knapp einem Prozent.
Was stimmt Sie dennoch optimistisch für Aktien, Rohstoffe und Unternehmensanleihen?
Preißler: Ende 2011 und Anfang 2012 hat sich ein Stimmungswandel an den Finanzmärkten vollzogen. Die Gründe sind zwei eng miteinander verbundene Faktoren. Erstens wächst an den Märkten die Überzeugung, dass die EZB ihrer Rolle als Retter in der Not allen Unkenrufen zum Trotz doch nachkommt. Zweitens haben sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen überraschend schnell zum Positiven gewandelt. Zwar befindet sich die Eurozone mitten in einer Rezession, die vor allem in den Peripheriestaaten tiefe Spuren hinterlässt.Allerdings halten sich die Auswirkungen auf die Kernländer in Grenzen. Deshalb reicht die anziehende Expansionsdynamik in den USA im Verbund mit dem immer noch hohen Wachstum in den Schwellenländern sowie den historisch günstigen Finanzierungskonditionen in den Kernländern der Eurozone aus, um die Weltwirtschaft zu beleben. Wir beobachten derzeit spürbar anziehende Stimmungsindikatoren, was am ZEW-Index ebenso abgelesen werden kann wie an der IFO- und der Einkaufsmanagererhebung.
Könnte es sich dabei nicht um ein Strohfeuer handeln?
Preißler: Wir gehen nicht davon aus, dass es sich hierbei nur um ein Zucken im Abwärtstrend handelt, sondern um eine Trendwende. Unseren eigenen Frühindikatoren zufolge hatten wir diese zwar erst für das Ende des 1. Quartals beziehungsweise Anfang des zweiten Quartals 2012 erwartet, angesichts des überraschend kräftigen Rückenwinds von der Geldpolitik ist der vorzeitige Trendwechsel aber durchaus plausibel.
Aus diesem konjunkturellen und geldpolitischen Umfeld folgt, dass auch der Rückenwind für die Finanzmärkte noch eine Weile erhalten bleiben dürfte, was für risikobehaftete Assets gute Rahmenbedingungen erwarten lässt. Deshalb sollten aus strategischer Sicht Aktien, Rohstoffe und Unternehmensanleihen übergewichtet sein, zulasten der Safe-Haven-Anlagen wie beispielsweise deutschen, niederländischen und finnischen Staatsanleihen.
Wie stabil wird diese Entwicklung sein?
Preißler: Der übergeordnete Aufwärtstrend der Konjunkturindikatoren dürfte wegen der enormen fiskalischen Konsolidierungsbemühungen in weiten Teilen der Eurozone ebenso wenig geradlinig verlaufen wie der Performancetrend risikobehafteter Assets. Entsprechend gehen wir davon aus, dass die Kurstrends an den Aktien- und Rohstoffmärkten bis zum 3. Quartal 2012 unter starken Schwankungen aufwärts gerichtet bleiben.
Bei deutschen Bundesanleihen rechnen wir mit moderat steigenden Renditen. Moderat vor allem deswegen, weil die Liquiditätsschwemme der EZB auch den sicheren Häfen zugute kommen und dort einen massiven Renditeanstieg verhindern dürfte. Für 10-jährige Bundesanleihen erwarten wir einen Angriff auf 2,50 Prozent. Zugleich sollten die Renditeabstände zwischen kurzen und langen Laufzeiten wachsen. An unserer seit Längerem positiven Bewertung der Ertragsperspektiven von Covered Bonds halten wir fest. Dort sollten die günstigen Refinanzierungskonditionen zu einer spürbaren Einengung der Risikoprämien führen. Unternehmens- und Hochzinsanleihen (Corporates) sollten ebenfalls profitieren, wobei sich dort insbesondere das verbesserte konjunkturelle Umfeld positiv auswirkt. Im Segment Unternehmensanleihen sind die größten Kursgewinne bei unbesicherten Bankschuldverschreibungen zu erwarten – im Jahr 2011 waren diese noch die größten Verlierer aller Unternehmensanleihen.
AGI:  Dividendenstrategien als Schutz vor Deflation und Inflation  7.2.12
 Laut einer aktuellen Studie von Allianz Global Investors (AGI) können Dividendenstrategien zu einer höheren Stabilität des Portfolios in Phasen von Inflation und Deflation beitragen. Die Studie „Dividendenstrategien im Umfeld von Inflation und Deflation“ basiert auf einer Performanceanalyse von Dividendenaktienstrategien. Danach haben sich überdurchschnittliche und nachhaltige Dividendenrenditen in Märkten wie den USA und Japan in den vergangenen Dekaden als zuverlässiger Stabilitätsanker erwiesen.
Dabei traten folgende zwei Schlüsselergebnisse zutage:

1. Aktien mit nachhaltigen und hohen Dividendenrenditen können die Volatilität eines Portfolios in unterschiedlichen Preisniveauszenarien dämpfen.
2. Hohe Ausschüttungsquoten gehen eher mit überdurchschnittlichem als unterdurchschnittlichem Gewinnwachstum einher.
Klaus Telöken, Chief Investment Officer (CIO) des Systematic Equity Teams, der die Zusammenhänge gemeinsam mit Kai Hirschen, Portfoliomanager des Teams, untersucht hat, fasst das Ergebnis zusammen: „Hohe und nachhaltige Dividendenrenditen konnten den Anlegern nicht nur einen gewissen Schutz in einem inflationären sowie deflationären Umfeld bieten, sondern haben sich in der Vergangenheit auch immer wieder als Stabilitätsanker in schwierigem Marktumfeld erwiesen."
Dividenden und Inflation
Vor den vergleichsweise moderaten Inflationsraten in den vergangenen 30 Jahren war die Weltwirtschaft von den späten 60ern bis in die frühen 80er Jahre von sehr hohen Inflationsraten geprägt. Die Teuerungsrate stieg in Deutschland beispielsweise in den 70er Jahren auf etwa sieben Prozent, in den USA sogar beinahe auf 15Prozent.
Dividendenstrategien schnitten im Gesamtzeitraum von 1967 bis 1982 besser ab, als der breite Aktienmarkt  oder Investments in festverzinsliche Anlagen. „Mit einem realen Wertzuwachs von jährlich fast vier Prozent konnten langfristig orientierte Anleger in einem inflationären Umfeld ihre Kaufkraft mit Dividendenstrategien nicht nur erhalten, sondern sogar steigern".
Dividenden und Deflation
Der Einfluss von Dividendentiteln im deflationären Umfeld wurde am Beispiel Japans untersucht, wo die Preise seit mehr als 15 Jahren fallen. Laut der Untersuchung von Allianz Global Investors haben sich Aktien von Unternehmen, die trotz des schwierigen Marktumfeldes Dividenden an Aktionäre ausschütteten, durchschnittlich deutlich besser entwickelt als der japanische Gesamtmarkt, der seit seinem Höchststand Ende 1989 mehr als 50 Prozent an Wert verloren hat.
Auch wenn Aktien mit hohen Dividendenrenditen in 90er Jahren ebenfalls hohen Schwankungen unterworfen waren, konnten  Verluste im letzten Jahrzehnt aufgeholt und über den Gesamtzeitraum eine positive Rendite erzielt werden.
Dividendenstrategie als defensive Anlagestrategie
Ein weiterer Teil der Studie widmet sich dem Einfluss von nachhaltig überdurchschnittlichen Dividendenrenditen im Rahmen einer defensiven Anlagestrategie. Rückwirkend lässt sich aus dem Vergleich einer US-Dividendenstrategie mit dem US-Gesamtmarkt über 60 Jahre ableiten, dass solche Strategien sich durchschnittlich besser entwickelt haben als der Gesamtmarkt.
Als Ursache identifiziert der Co-Autor der Studie Kai Hirschen die besonderen Eigenschaften der Titel: „Unternehmen mit den höchsten Dividendenrenditen stammen häufiger aus defensiven Sektoren wie Versorger, Energie oder Telekommunikation. In der Regel sind es große, etablierte Unternehmen mit soliden Bilanzen, die sich in schwierigen Marktphasen gut behaupten können."
Dividendenstrategie und Gewinnwachstum
Die Studie widerspricht zudem der Meinung, dass sich hohe Dividendenzahlungen negativ auf das Gewinnwachstum der Unternehmen auswirken würden. Für US-amerikanische Aktiengesellschaften zeige sich dagegen ein positiver statistischer Zusammenhang zwischen den Dividendenausschüttungen eines Jahres und dem Gewinnwachstum für die darauf folgenden ein, drei oder fünf Geschäftsjahre.
Einen Grund dafür könnte die aus hohen Dividendenzahlungen folgende Disziplin bei der Auswahl zukünftiger Investments darstellen. „Überinvestition in unprofitable Projekte, oder gar wertvernichtende Übernahmen unterbleiben angesichts der verknappten Mittel. Dies führt letztlich in den meisten Fällen zu einer höheren Profitabilität und höherem Wachstum bei den Unternehmen“, meint Hirschen.
Die Analyse basiert auf der Untersuchung vergangener Marktentwicklungen, die allerdings keine Garantie für künftige Entwicklungen darstellen können,so AGI.

EU will Derivate - Handel an die Kette legen 6.2.12
 In der Europäischen Union sollen die Regeln für den außerbörslichen Handel von Derivaten verschärft werden. Das meldet der Nachrichtendienst dpa/AFX. Wie aus dem Parlament in Brüssel verlaute, stehen EU-Kommission, Ministerrat und Europaparlament kurz vor dem Abschluss ihrer Verhandlungen über einen Kompromiss zur Kontrolle des Handels mit derivativen Instrumenten, einem gigantischen Markt mit einem Volumen von über 450 Billionen Euro. Zu einer Einigung soll es in der kommenden Woche kommen, danach könnten die Regeln Ende 2012 in Kraft treten.
Das neue Gesetz schreibe künftig eine Meldepflicht für den Handel mit Derivaten vor. Transaktionen müssten dann an ein zentrales Register gemeldet werden, das darüber berichtet. Käufer und Verkäufer würden verpflichtet, ihren Handel über Verrechnungsstellen – sogenannte Gegenparteien oder Clearinghäuser – abzuwickeln. Sie würden Ausfälle auffangen, so dass keine Kettenreaktion einsetzen könnte, wenn ein Marktteilnehmer zahlungsunfähig wäre. Das Ziel laute, das Risiko der oft schwer durchschaubaren Produkte zu verringern und Spekulation einzudämmen.
Außerbörslich gehandelte Papiere gelten laut dpa/AFX als riskante Geschäftspraktiken und als Auslöser für die globale Finanzkrise 2008. „Derivate dürfen nicht mehr hinter dem Rücken der Aufsichtsbehörden auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden“, zitiert der Nachrichtendienst Udo Bullmann, Vorsitzender der SPD-Europaabgeordneten.
Pensionsfonds bleiben für drei Jahre verschont
Umstritten sei noch, wo die Clearinghäuser ihren Sitz haben und wie sie zugelassen werden sollen. Als Aufsichtsbehörde über die Verrechnungsstellen agiere die europäische Wertpapieraufsicht ESMA. Vor allem das Parlament hatte sich für die Stärkung der ESMA eingesetzt. Pensionsfonds werden von der Clearing-Pflicht für drei Jahre ausgenommen.
BaFin: Warnung vor Firmen  3.2.12
 Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor den drei Firmen "Europa Financial Group", "Europa Capital Group", "Europa Capital Markets" und "Europa Trading Company". Alle sind keine nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zugelassenen Institute, das heißt, ihnen ist das Betreiben von Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäften nicht erlaubt. Gleichzeitig weist die BaFin darauf hin, dass Unternehmen dieses Namens nicht unter ihrer Aufsicht stehen.
Wie die Behörde in einer Aussendung schreibt, hat sie aber Grund zu der Annahme, dass die Unternehmen mit Geldanlagemöglichkeiten, die möglicherweise einer Erlaubnis nach § 32 Abs. 1 KWG bedürfen, an das Publikum herantreten.
Die von den Unternehmen bezüglich ihres Geschäftssitzes angegebene Adresse in "Karlplatz 14, 80335 München" existiert nicht. Die Unternehmen haben soweit ersichtlich auch sonst keine zustellungsfähige Adresse im Inland und sind telefonisch nicht erreichbar,so die BaFin - Mitteilung.
Stabilitas: Edelmetall-Hausse bleibt auf der Agenda  3.2.12
 So enttäuschend das Jahr 2011 für Edelmetalle und Rohstoffe zu Ende gegangen ist, so erfreulich hat es 2012 begonnen. Bereits seit Anfang Januar ging es für die Mehrzahl der Edel- und Basismetalle aufwärts. „Diese Entwicklung belegt, wie übertrieben die Ängste vor Konjunktureinbrüchen und Rezessionen im letzten Jahr waren“, erklärt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas Fonds GmbH. „Der Markt erkennt das jetzt und die Preise passen sich den fundamentalen Rahmendaten an."
Die jüngsten Äußerungen von Vertretern der europäischen und US-amerikanischen Notenbank deuten ihm zufolge darauf hin, dass sich am neuerlichen Aufwärtstrend bei Edelmetallen so schnell auch nichts ändern wird. „Das Festhalten an der Niedrigzins- und somit Inflationspolitik ist hiermit offiziell. Hinzu kommen neue Statistiken, wie etwa der Anstieg der deutschen Großhandelspreise in 2011 um 7,5 Prozent, die bereits erahnen lassen, wie stark uns die Geldentwertung in den nächsten Monaten treffen wird", erläutert Siegel.
Gold- und Silberpreis im Aufwind
Im Januar konnte Gold in US-Dollar gerechnet um rund zehn Prozent zulegen. Silber stieg im selben Zeitraum mit über 18 Prozent wie gewohnt deutlich stärker. Ein anhaltendes inflationäres Umfeld spricht nach Meinung von Siegel für neue Höchststände beim gelben Metall. Dieses Jahr hält er sogar Werte von über 2000 US-Dollar pro Feinunze für möglich. Ein weiteres Argument hierfür sind auch jüngste Zahlen des Analysehauses GFMS, wonach Indien von China als weltweit größter Goldschmuckmarkt abgelöst wurde. „Zwar ist die Nachfrage aus Indien für den Goldpreis sehr wichtig, aber China hat einen sehr viel dynamischeren Einfluss auf die Preisentwicklung".
Trendwende bei Minenaktien hat begonnen
Auch Aktien der Minengesellschaften sind stark ins neue Jahr gestartet. Bereits vor der offiziellen Ankündigung von US-Notenbankchef Ben Bernanke, an der Niedrigzinspolitik festhalten zu wollen, haben Minenaktien deutlich zugelegt. In der letzten Januarwoche ging es dann sogar noch weiter aufwärts. So stieg der HUI-Minenindex auf Monatsbasis und in US-Dollar gerechnet insgesamt um 8,5 Prozent.
Stabilitas-Experte Siegel erklärt dies auch mit der grundsätzlich verbesserten Stimmung an den Aktienmärkten. „Die heftigen Kurseinbrüche in 2011 waren übertrieben und teils völlig ungerechtfertigt. Mit dem Jahreswechsel ist jetzt auch endlich die erwartete Trendwende bei den Minenaktien eingeläutet“.
Basismetalle gleichen Übertreibung aus
Auch wenn es bei Basismetallen im Vormonat ebenfalls durchweg nach oben ging, spricht Siegel hier noch nicht von einer Trendumkehr. Dafür seien die Preiseinbrüche im letzten Jahr zu stark ausgefallen. „Die jüngsten Kursgewinne bei Industriemetallen wie Kupfer, Aluminium oder Nickel von durchschnittlich über zwölf Prozent belegen lediglich, wie übertrieben die Ängste 2011 waren“, erklärt der Experte.  Jetzt fände die entsprechende Korrektur in die andere Richtung statt.
Im Vergleich zu Edel- und Basismetallen schloss Rohöl der Sorte WTI mit minus 0,7 Prozent nahezu unverändert – und das trotz der beschlossenen EU-Sanktionen gegen Iran. Laut Siegel wird das Öl-Embargo an sich keinen bedeutenden Einfluss auf den Ölpreis haben, solange die Produktionsmengen in der Region bestehen bleiben und stattdessen neue Abnehmer wie China und Indien beliefert werden. „Mit einer befürchteten Blockade der Straße von Hormuz würde sich Iran doch selbst schaden“, gibt sich Siegel überzeugt
Baring AM: Russische Banktitel überzeugen  27.1.12
 Das Jahr 2011 war ein schwieriges Jahr. Auch für Emerging Markets-Aktienmärkte wie Russland, weil die Anleger sich über die Entwicklung des globalen Wachstums und das Fehlen einer glaubwürdigen Lösung für die Schuldenkrise in Europa besorgt zeigten. Matthias Siller, Fondsmanager des Baring Russia Fund, beleuchtet in einem Marktüberblick den aktuellen Zustand und die Zukunft des russischen Marktes.
Russischer Markt beendet 2011 im Minus
Siller beginnt den Ausblick mit einem Rückblick: der russische Markt beendete das Jahr 2011 mit einem Plus gegenüber anderen europäischen Schwellenländern, der MSCI Russia 10/40 Total Return Index verzeichnete jedoch zum Jahresende mit einer negativen Rendite von -23,7 Prozent (in US-Dollar) einen starken Rückgang. Hierbei gab es aber erhebliche Performanceunterschiede zwischen dem Energiesektor, der sich in diesem Umfeld als äußerst widerstandsfähig erwies, und dem übrigen Markt, schreibt Siller. So verzeichnete der russische Energiesektor im Laufe des Jahres lediglich einen Rückgang um sechs Prozent (in US-Dollar). Die zweitbeste Entwicklung zeigte der Sektor nichtzyklische Konsumgüter mit einem Minus von 25,6 Prozent. Andere Marktbereiche gaben um mehr als 30 Prozent nach; der Grundstoffsektor bildete mit einer in US-Dollar gemessenen Rendite von -37,7 Prozent das Schlusslicht.
Ölpreis stützt Konjunktur
Trotz des Rückgangs 2011 sieht Siller die Situation auf dem russischen Markt weiter positiv. Der starke Ölpreis dürfte der Konjunktur weiter Auftrieb verleihen. Zudem finde eine Anlagebeurteilung auf breiterer Basis Unterstützung in einer wachsenden Mittelschicht mit steigendem Wohlstand. Die Binnennachfrage nach Waren und Dienstleistungen steige, und angesichts der günstigen demographischen Entwicklung in Russland rechnet er langfristig mit einem Anstieg der Konsumausgaben. Zusammen mit der Tatsache, dass Russland weltweit zu den am attraktivsten bewerteten Märkten zählt, sollten sich daraus günstige Rahmenbedingungen für 2012 ergeben.
Russische Bankwerte bieten erstklassige Erträge
Der Russlandexperte ist nach wie vor der Ansicht, dass die Konsumentwicklung in Russland eine treibende Kraft darstellt, die den Anlegern auf lange Sicht hohe Renditen bescheren wird. Auch wenn sich dies nicht ohne Weiteres aus der Aktienkursentwicklung ablesen lässt, bieten seiner Meinung nach Banktitel in Russland immer noch ein erstklassiges Ertragswachstum und attraktive Aktienbewertungen. Trotz der soliden Bilanzen und der hohen Liquidität in diesem Marktsegment schenken die Anleger diesen Titeln derzeit keine Aufmerksamkeit, da sie ein Übergreifen der Krise in Westeuropa auf diesen Bereich befürchten. Dagegen denkt Siller, dass Anleger in Russland mit der allmählichen Rückkehr des Vertrauens an den Weltmärkten und der Annäherung der politischen Entscheidungsträger an eine Lösung für die europäische Schuldenkrise ihre Nervosität überwinden und die Fundamentaldaten der Unternehmen somit wieder zum bestimmenden Faktor für die Kursentwicklung werden.
Hingegen begrüßt er die jüngsten politischen Proteste in Moskau. Seiner Meniung nach ging damit eine Ära der politischen Stagnation zu Ende. Die Regierung stehe nun unter Druck, noch vor den Präsidentschaftswahlen Reformpläne vorzulegen. Darüber hinaus dürfte die politische Entwicklung ein höheres Maß an Transparenz mit sich bringen, was eine sehr gute Nachricht für Minderheitsaktionäre  wäre.
Rouvier Associés : Markteintritt in Deutschland  25.1.12
 Neben der Eröffnung eines Vertriebsbüros in Frankfurt am Main unter der Leitung von Patrick Linden, können Anleger nun auch Fondsanteile an den UCITS IV konformen Produkten Rouvier Valeurs, Rouvier Europe und Rouvier Patrimoine erwerben. Die Fondsgesellschaft ist zudem seit 1. Januar 2012 Premiumpartner des Maklerpools Fondsnet, weitere Anbindungen an Bank- und Fondsplattformen sollen laut Linden folgen.
Studie: Volatilitätsstrategien verbessern Rendite-Risiko-Struktur   25.1.12
 Volatilitätsstrategien verbessern die Rendite-Risikostruktur gemischter Portfolios. Darüber hinaus senkt der gleichzeitige Kauf- und Verkauf von Volatilität (Long-Short-Strategien) gerade in Krisenzeiten die Sensitivität zu Aktienmärkten, so dass auch in einem schwierigen Kapitalmarktumfeld positive Renditen erzielt werden können. Dies sind zwei der Ergebnisse einer gemeinsamen Studie von Prof. Dr. Uwe Wystup, MathFinance, Honorarprofessor Quantitative Finance an der Frankfurt School of Finance & Management und Lupus alpha.
Bekannt ist Volatilität als Risikomaß. Investoren haben in den letzten Jahren jedoch zunehmend festgestellt, dass Marktschwankungen auch als alternative Renditequelle genutzt werden können. Der Volatilitätsmarkt ist mittlerweile so groß, dass Volatilität selbst zu Zeiten wie der Lehman- oder Euro-Staatsschuldenkrise sehr liquide gehandelt werden kann; abzulesen beispielsweise am Handelsvolumen von Eurex-Optionen oder des VIX-Futures.
Ziel der empirischen Studie von Professor Dr. Uwe Wystup und Lupus alpha war die Untersuchung der Eigenschaften unterschiedlicher Volatilitätsstrategien in verschiedenen Marktphasen für den Zeitraum von Januar 2004 bis Juli 2011. Es handelte sich dabei um eine einfache Verkaufsstrategie und eine Long-Short-Strategie auf Basis von Varianzswaps. Darüber hinaus wurde analysiert, ob und in welchem Ausmaß die Beimischung dieser Long-Short-Strategie in einem gemischten Portfolio (70 Prozent Aktien, 30 Prozent Renten) positive Effekte generiert. Die Beimischung einer Long-Short-Volatilitätsstrategie zu einem gemischten Portfolio (70 Prozent Aktien; 30 Prozent Renten) kann das Rendite-Risikoverhältnis erheblich verbessern und positive Diversifikationseffekte erzielen. Für den US-Markt verbessert sich die Sharpe Ratio deutlich durch die Beimischung von 0,15 auf 0,79. Eine ähnliche Verbesserung ergibt sich für den europäischen Markt. „Damit wurden die positiven Diversifikationseigenschaften von Vola-Strategien empirisch belegt. Volatilität ist für Investoren nicht nur als isoliertes Investment interessant, sondern spielt gerade als Beimischung in der Asset Allokation eine wichtige Rolle“, so Alexander Raviol, Partner und Leiter Absolute Return bei Lupus alpha.
Bei Strategien, die auf den Verkauf von Volatilität (Short) setzen, hat sich gezeigt, dass diese im Untersuchungszeitraum eine höhere Sharpe Ratio aufweisen als die jeweils zugrunde liegenden Aktienindizes. Beispielsweise erzielten Vola-Short-Strategien auf amerikanische Aktien mit einmonatiger Laufzeit eine Sharpe Ratio von 1,29. Die Sharpe Ratio des S&P 500 lag dagegen bei 0,04. Jedoch wurde festgestellt, dass einfache Vola-Short-Strategien in Krisenzeiten anfällig für Marktrückschläge sind.
Daher wurde eine kombinierte Long-Short-Volatilitätsstrategie auf amerikanische und europäische Aktien getestet. Hierbei zeigte sich, dass durch die Kombination von Kauf- und Verkaufsstrategien (Laufzeiten: Verkauf 1 Monat; Kauf 12 Monate) zwar bewusst Renditepotential aufgegeben wurde, jedoch konnte dagegen die Krisen-Sensitivität deutlich verbessert werden. Dabei wurde festgestellt, dass Long-Short-Volatilitätsstrategien eine stark negative Korrelation zu dem korrespondierenden Aktienindex aufweisen (-0,80 US-Aktien; -0,75 Aktien Europa).
Die empirischen Ergebnisse machen deutlich, dass derartige Volatilitätsstrategien auch in einem schwierigen Kapitalmarktumfeld positive Renditen erzielen können.Die Studie „Volatilität als Investment. Diversifikationseigenschaften von Volatilitäts-strategien“ wird in der Reihe CPQF-Working Paper der Frankfurt School of Finance & Management veröffentlicht.
Pioneer: Deutscher Aktienmarkt bleibt trotz wirtschaftlicher Abkühlung attraktiv  25.1.12
 Karl Huber, Manager des Fonds Pioneer Investments German Equity (DE0009752303), kommt zu der Einschätzung, dass die Aussichten für den deutschen Aktienmarkt trotz Konjunkturabschwächung weiterhin positiv sind – davon dürften neben deutschen Standardwerten vor allem auch Nebenwerte profitieren. "Trotz Konjunkturabschwächung halten wir beim DAX die Marke von 6.800 Punkten im Jahresverlauf für durchaus realistisch", erläutert Huber. Allerdings werde der Marktverlauf auch 2012 sehr volatil bleiben. Denn die Entwicklung hänge stark davon ab, ob die Maßnahmen zur Lösung der Schuldenkrise tragfähig sind, und ob die Investoren wieder Vertrauen in die Euro-Zone fassen.Nebenwerte bieten gute Anlagemöglichkeiten
Für den Fondsmanager sind neben den Standardwerten auch in diesem Jahr deutsche Nebenwerte ein wichtiger Performancetreiber: "Die deutschen Nebenwerte bieten Stockpickern gute und kursstarke Anlagemöglichkeiten." Der Experte betont dabei, dass er in diesem Segment keine Brancheninvestments vornimmt: "Bei den Small- und Mid-Caps muss jedes Unternehmen mit seinem individuellen Geschäftsmodell und entsprechenden Kennziffern überzeugen."
Nach Ansicht von Huber blieben die Grundbedingungen für hiesige Unternehmen gut – auch wenn sich die Konjunktur zuletzt eingetrübt habe. "Für die Firmen bleiben die Finanzierungskosten niedrig, viele Nebenwerte sind Marktführer in ihren Nischen und verfügen über eine intakte Nachfrage. Zudem sind sie gut in den stark wachsenden Schwellenländern aufgestellt", betont Huber. Damit seien deutsche Unternehmen überdurchschnittlich wettbewerbsfähig.
Guter Jahresauftakt für Automobil- und Maschinenbau-"Zykliker"
"Viele Nebenwerte sind erfolgreich in das neue Jahr gestartet", meint der Pioneer-Experte. Vor allem "Zykliker" aus dem Automobilbereich und dem Maschinenbau legten einen guten Jahresauftakt hin und hätten weiterhin gute Aussichten. So profitiere beispielsweise Dürr, Anbieter von Lackiertechnik, vom Bau neuer Automobilfabriken in China und verfüge über volle Auftragsbücher. Maschinenbauer GEA komme die hohe Nachfrage nach Maschinen für die Nahrungsmittelherstellung zu Gute. Aber auch Technologieanbieter wie Dialog Semiconductor, der Komponenten für Smartphones von Apple und Samsung liefert, oder Fraport, der einzige europäische Flughafen, der eine große Kapazitätsausweitung vorweisen kann, können von der weiterhin intakten Weltkonjunktur profitieren – so sind diese Titel auch aktuell in Hubers Portfolio enthalten.
"Pioneer Investments German Equity" mit +35,4 Prozent in drei Jahren
Der von Karl Huber verwaltete Pioneer Investments German Equity zählt zu den besten Fonds seiner Anlageklasse: So wurde der Fonds zuletzt bei den Feri EuroRating Awards 2012 in der Kategorie Aktien Deutschland mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Feri bewertet dabei die Fonds nicht nur anhand einer quantitativen Analyse, sondern lässt auch qualitative Kriterien wie beispielsweise Erfahrung und Ausbildung der Fondsmanager sowie die Portfolio-Konstruktion in die Bewertung mit einfließen. In den vergangenen drei Jahren konnte Karl Huber mit seinem Fonds Pioneer Investments German Equity ein Plus von 35,4 Prozent verbuchen und damit seine Benchmark, den CDAX, der im gleichen Zeitraum um 26,3 Prozent zulegte, deutlich hinter sich lassen (Stand: 30.12.2011).
Sauren Global Defensiv" mit neuer Anteilsklasse aufgelegt – 3 % Ausschüttung jährlich 24.1.12
 Der Dachfonds-Pionier Sauren hat eine Anteilklasse seines langjährig erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Dachfonds "Sauren Global Defensiv" aufgelegt, die jährlich drei Prozent ausschüttet. "Mit der neuen Anteilklasse 3F tragen wir dem Wunsch vieler Investoren Rechnung, die auch in turbulenten Zeiten eine fest kalkulierbare Ausschüttung aus ihrem Investment wünschen", erläutert Sauren Vertriebsvorstand Peter Buck.Seit Auflegung im Februar 2003 erwirtschaftete der "Sauren Global Defensiv" einen Wertzuwachs in Höhe von 37,3 Prozent. Der Chart zeigt die simulierte Entwicklung der neuen Anteilklasse bei jährlicher Ausschüttung in Höhe von drei Prozent."Die simulierte Wertentwicklung der neuen Anteilklasse ist mit der realen Wertentwicklung der thesaurierenden Anteilklasse A identisch und zeigt, dass es bei einem Betrachtungszeitraum von zirka neun Jahren, seit Auflage der thesaurierenden Anteilklasse A am 27. Februar 2003, gelungen wäre, bei einer jährlichen Ausschüttung in Höhe von drei Prozent, das Kapital zu erhalten", erläutert Fondsmanager Eckhard Sauren hervor. Gleichwohl darf die Ausschüttung, die jedes Jahr für Mitte/Ende Oktober geplant ist, nicht als Garantie für eine entsprechende Wertentwicklung verstanden werden.
Die Zeichnungsfrist für die Anteilklasse 3F (ISIN LU0731594668) läuft vom 9. Februar bis zum 28. Februar 2012. "Wir freuen uns, den Markt und unser Produktangebot mit dieser innovativen Anteilklasse bereichert zu haben und gehen davon aus, dass die innovative Anteilklasse alsbald über alle Pools und Plattformen handelbar sein wird".
ebase: Ab sofort flexibles Wertpapierkredit - Angebot  24.1.12
 Die ebase GmbH erweitert ihr Produkt- und Leistungsspektrum im Bereich Banking. Ab sofort können Kunden der ebase und deren Vertriebspartner mit dem ebase Wertpapierkredit ihren finanziellen Freiraum flexibel erhöhen. Somit verfügen die Privatanleger über zusätzliche Liquidität, ohne dabei Investmentfonds aus dem Depot verkaufen zu müssen. „Die Besicherung des Darlehens erfolgt durch die Wertpapiere im ebase Depot“, erläutert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase. „Der ebase Wertpapierkredit kann somit eine interessante Alternative zu deutlich teureren Angeboten im Markt sein".
Darlehen nicht zweckgebunden – 50.000 Euro maximal
'Der Kredit ist nicht zweckgebunden und eignet sich deshalb beispielsweise für kurzfristige Anschaffungen. Den individuellen Kreditrahmen ermittelt ebase auf Basis eines depotbezogenen Beleihungswertes. Dabei gelten fest definierte Beleihungssätze. Weitere Produktmerkmale: Es fallen keine Bearbeitungs- und Bereitstellungskosten an, der Kredit ist unbefristet und kann zudem flexibel getilgt werden. Auch eine Restschuldversicherung ist durch die Besicherung des Depots nicht notwendig.
Der aktuelle Darlehenszinssatz liegt bei 6,00 Prozent. Die möglichen Darlehenssummen bewegen sich zwischen 2500 Euro und maximal 50.000 Euro. Aus rechtlichen Gründen ist es beim ebase Wertpapierkredit notwendig, dass Kunden den Wertpapierkredit direkt bei ebase beantragen und nicht über ihren Vermittler oder Vermögensberater.
Albrech & Cie.: Lieber Szenarien als Prognosen 20.12.11
 Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Dieses Bonmot von Mark Twain gilt für die Kapitalmärkte im Jahr 2012 ganz besonders. Denn nicht nur die Konjunktur hängt am seidenen Faden der Euro-Schuldenkrise. Wegen der angespannten Psychologie sind an den Finanzmärkten auch heftige Bewegungen nach unten und  oben möglich – je nachdem, welchen Weg die Politik einschlägt. Szenarien sind daher die beste Form für Prognosen des Jahrgangs 2012, meint Stephan Albrech, Vorstand der Albrech & Cie. Vermögensverwaltung AG.
„Rückblende: Ein Anlegermagazin befragt vier Kapitalmarkt-Strategen zu den Aussichten für 2011. Jeder der Experten nennt vier Aktien, denen er im Jahresverlauf gute Chancen einräumt. So weit, so gut. Doch ab August macht die Politik den Auguren einen gewaltigen Strich durch die Rechnung – und zum Jahresende verbuchen ihre Depots im Schnitt ein Minus von 15 Prozent. Die beste Aktienauswahl verliert rund fünf Prozent, die schlechteste büßt satte 30 Prozent an Wert ein.
Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Es geht hier keineswegs um Kollegenschelte. Auf was ich hinaus will, ist: Die Unwägbarkeiten, die die Politik für die Geldanlage mit sich bringt, sind derzeit so groß, dass solche fixierbaren Aussagen keinen großen Wert besitzen. Sinnvoller ist es, sich bei der Prognose auf die wahrscheinlichsten Szenarien zu konzentrieren.
Zwischen Wirtschaftsaufschwung und EU-Zusammenbruch
Szenario 1:
Wenn es den Politikern und der EZB durch entschiedenes Handeln gelingt, das Vertrauen in die Euro-Zone wieder herzustellen, könnte Europas Wirtschaft, die auf die Rezession zusteuert beziehungsweise sich teils darin befindet, erneut auf Wachstumskurs gehen. Die Wahrscheinlichkeit liegt meines Erachtens zwischen 60 und 70 Prozent.
Szenario 2: Finden die EU-Staaten, die im gesamten Jahr Hunderte von Milliarden Euro aufnehmen müssen, nicht genügend Käufer für ihre Staatsanleihen und ziert sich die EZB, als Feuerwehr bei der Finanzierung einzuspringen, könnte sich die Wirtschaftsschwäche deutlich verschärfen und Europa in eine tiefere Rezession führen. In diesem Fall dürfte sich die Lage erst im Jahr 2013 bessern. Wahrscheinlichkeit: 20 bis 30 Prozent.
Szenario 3: Tritt ein Land aus dem Euro aus und/oder brechen Banken zusammen, könnte sich ein Finanz-Tsunami entwickeln, gegen den der von 2008 vermutlich harmlos war. Wahrscheinlichkeit: 0 bis 20 Prozent.
US-Aktien und Dollar könnten gleichzeitig anziehen
Szenario 3 lässt sich vermutlich ausschließen, da die Verantwortlichen alles unternehmen dürften, um diesen GAU zu vermeiden. Bei den beiden anderen Szenarien zeigt sich: Die konjunkturellen Risiken in Europa sind angesichts der politischen Unsicherheiten derzeit höher als in den USA, die sich zudem in einem (für die Börse oft gut verlaufenden) Präsidenten-Wahljahr befinden. Auch läuft in den Vereinigten Staaten die Wirtschaft besser; die Unternehmen verdienen glänzend. All das dürfte dazu führen, dass die Aktienmärkte in Übersee im ersten Halbjahr besser abschneiden als in Europa. Zudem sollte dieser Geldstrom den US-Dollar stärken. Ist eine überzeugende Lösung der Schuldenkrise gefunden, sollten die Börsen des Alten Kontinents zur Aufholjagd ansetzen.
Staatsanleihen am Scheideweg
Und die Staatsanleihen? In Szenario 1 müssten die Renditen deutscher Papiere bald kräftig steigen, da eine Entspannung bei Italien, Spanien und Co. nur über Euro-Bonds und/oder eine höhere Haftung Deutschlands möglich sein dürfte. In Szenario 2 könnte die Rendite indes noch weiter sinken und dem japanischen Modell Konkurrenz machen. Größter Profiteur eines solchen Szenarios sollten die US-Staatsanleihen sein, die sodann den Status als einzig verbleibender „safe haven“ einnehmen. In diesem Szenario sollte der Dollar ebenfalls anziehen."
Frankfurter Fondsbank mit neuem Namen: Aus "FFB" wird FIL Fondsbank  20.1.12
 Die Zeit des Rätselratens ist vorbei: Die „Frankfurter Fondsbank“ heißt künftig „FIL Fondsbank“. Damit haben die Fidelity-Strategen ihr Ziel umgesetzt, wonach die im Markt weithin eingeführte und bekannte Abkürzung „FFB“ bestehen bleiben sollte. „Wir haben die Markenidentität der FFB weiterentwickelt“, erklärt dazu eine Fidelity-Sprecherin, „allerdings behutsam. So bleibt die Abkürzung ,FFB’ als gelernte Kurzform für unsere Fondsplattform ebenso erhalten wie das Blau des FFB-Logos.“ Die offizielle Firmierung „FIL Fondsbank GmbH“ soll demnach nur dort zum Einsatz kommen, wo es rechtlich notwendig ist. Auf eine große und teure Einführungskampagne habe man bewusst verzichtet, allerdings seien alle Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner bereits informiert worden.
Bereits bei der Übernahme der FFB am 6. Oktober 2009 hatte Fidelity als neuer Eigentümer der FFB betont, dass die Fondsplattform als eigenständiger Geschäftsbereich neben dem Asset Management nicht nur weitergeführt werden soll, die Zugehörigkeit der Plattform zu Fidelity sollte eben auch im Auftritt erkennbar sein.
Wie beim Fidelity-Logo selbst, das seit September vergangenen Jahres im Einsatz ist, besteht der neue Ansatz beim FFB-Logo aus der Adaption eines Symbols aus dem Finanzbereich, das alle Hauptwährungen der Welt verwenden: dem Doppelstrich im ersten F. „Bei der FFB steht dieses weiße F in einem blauen Quadrat, bei Fidelity in einem roten Quadrat“, so die Sprecherin. „Dieses verbindende Element spiegelt die Zugehörigkeit der FFB zu Fidelity wider. Schließlich vereint Fidelity bereits seit Oktober 2009 unter seinem Dach nicht nur eine der Top-Fondsgesellschaften, sondern auch eine der größten Fondsplattformen des Landes."
Sauren: Dach-Hedgefonds überzeugt seit fünf Jahren 19.1.12
 Der Sauren Global Hedgefonds Opportunities (DE0005321442) kann mittlerweile auf eine fünfjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. In den zurückliegenden fünf Jahren erzielte der von Dachfonds-Pionier Eckhard Sauren gemäß der hauseigenen Investmentphilosophie „Wir investieren nicht in Fonds – wir investieren in Fondsmanager“ mit bewusst konzentriert gehaltenem Portfolio verwaltete Dach-Hedgefonds in einem äußerst schwierigen Marktumfeld einen Wertzuwachs in Höhe von zehn Prozent. Im gleichen Zeitraum verzeichnete der HFRX Global Hedge Fund EUR Index einen Verlust in Höhe von 16,1 Prozent.
„Der Mehrwert in Höhe von 26,1 Prozentpunkten in fünf Jahren belegt eindrucksvoll, dass unsere personen-bezogene Investmentphilosophie auch im Alternativen Bereich hervorragend funktioniert“ erklärt Fondsmanager Sauren. Der Sauren Global Hedgefonds Opportunities stellt mit diesem Ergebnis den erfolgreichsten deutschen Dach-Hedgefonds dar und zählt auch im europäischen Vergleich zur Spitzenklasse,wie Sauren konstatiert.
Perspektiven für Hedgefonds in Deutschland
Trotz ihrer Sauren zufolge ‚hervorragenden Eigenschaften‘  zur Verbesserung des Ertrags/Risiko-Profils eines Wertpapierportfolios werden Hedgefonds in Deutschland in den Portfolios privater und institutioneller Investoren bisher kaum eingesetzt. Insbesondere auch aufgrund des in breiten Kreisen oftmals vorherrschenden fehlerhaften Verständnisses für Hedgefonds erweist sich der Markt dabei unverändert als äußerst schwierig.
„Hedgefonds haben in Deutschland eine Perspektive und wir hoffen, mit der Historie der Dach-Hedgefonds unseres Hauses Investoren einen Anstoß für die Auseinandersetzung mit dieser wichtigen Fondsgattung gegeben zu haben“ unterstreicht Sauren- Vertriebsvorstand Peter Buck. Das Haus Sauren stellt mit einem in Hedgefonds insgesamt verwalteten Volumen von rund 320 Millionen Euro einen der größten und auch erfolgreichsten deutschen Hedgefonds - Investoren dar.
Threadneedle: Globale Unternehmen im Vorteil 17.1.12
 Threadneedle sieht sich durch die aktuelle Entwicklung bezüglich des Downgrades Österreichs und Frankreichs durch die Ratingagentur Standard & Poors (S&P) in seiner Strategie bestätigt europäische Aktien zu meiden, die sehr stark auf ihren Heimatmarkt fokussiert sind. Stattdessen setzt der britische Assetmanager auf Unternehmen, die global aufgestellt sind und über einen kompetitiven Wettbewerbsvorteil verfügen.
Dan Ison, Leiter des paneuropäischen Aktienteams von Threadneedle, meint dazu, dass gerade bei europäischen Aktien der Markt in den kommenden Monaten sehr stark zwischen binnenländischen und global operierenden Unternehmen unterscheiden wird. Welche Sektoren zukünftig herausstechen werden, kann er zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sagen.
Bislang zeigten die eingelangten Quartalsergebnisse eine gemischte Bilanz, mit einer Tendenz zum negativen, meint Ison. Aber die Ergebnissaison wird erst nächste Woche wirklich eröffnet. Laut Ison, werden die Unternehmen einen eher vorsichtigen Ausblick für 2012 geben.
Die Anlagestrategie seiner Fonds bezeichnet Ison wie folgt: „Wir versuchen Investitionen in Firmen die ausschließlich den einheimischen Markt bedienen zu vermeiden. Weiters schauen wir bei den Unternehmen vor allem auf stabil wachsende Erträge, überdurchschnittliche Gewinnmargen, sowie Return on Capital (ROC) und Cash Flow.
Robert Guttmann: "Euro ist wie ein Zimmer, in dem 5 Bomben liegen"
 Die globale Finanzkrise, die im Jahr 2007 zunächst auf nationaler US-Ebene begann und sich später sukzessive auf die Weltwirtschaft ausbreitete, hat auch das Ende der bestehenden Währungen eingeläutet, meint US-Wirtschaftsprofessor Robert Guttmann. Er ist davon überzeugt, dass wir bereits in fünf bis zehn Jahren „in einem deutlich veränderten Geldsystem“ leben werden, wie er auf einem Vortrag in Wien in den Räumlichkeiten der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) auf Einladung der Numismatischen Gesellschaft anmerkte. Das berichtet die Nachrichtenagentur APA.
Zwar wollte er nicht über das Aussehen des künftigen Geldsystems spekulieren, den US-Dollar sieht Guttmann, der an der  New Yorker Hofstra University lehrt, dann aber nicht mehr vertreten, wie er seine Zuhörer wissen ließ: „Ich glaube, dass die Schocks aus dieser Finanzkrise letztlich zu einem Ende des Dollar-Systems führen werden."
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Euro ist wie ein Zimmer, in dem fünf Bomben liegen"
Auch für den Euro sieht er keine Zukunft, sondern sieht in ihm "den zweiten Schuh, der fallen wird“, war er in seinem Vortrag mit einer düsteren Metapher untermauerte, wie APA schreibt: „Der Euro ist wie ein Zimmer, in dem fünf Bomben liegen. Die Bomben haben unterschiedlich lange Zündschnüre, aber jede einzelne von ihnen brennt bereits." Vor allem zwei Explosivkörper bergen ihm zufolge dabei zerstörerische Kraft: ein „ungeordneter Staatsbankrott Griechenlands" sowie „sechs, sieben Prozent Zinsen auf italienische und spanische Staatsanleihen, wenn im Lauf des heurigen Jahres kein Mittel dagegen gefunden wird".
Eine Auflösung der Eurozone, respektive ein  Ende des europäischen Währungsraums müsse dies aber nicht zwangsläufig implizieren, so Guttmann. Ebenfalls unklar sei zudem auch ob bzw. wie die internationalen Zentralbanken der ganzen Welt ihre aufgeblähten Bilanzen wieder runterfahren könnten. Guttmann geht davon aus, dass die Zentralbanken auch in der nächsten Zeit „Billionen von toxischen Assets kaufen werden".
Sauren: Zehn neue Goldmedaillenträger  17.1.12
 Trotz eines Kapitalmarktumfelds, das manchen Fondslenker verzweifeln lässt, sind die Spezialisten der Kölner Sauren Fonds-Service AG auf ihrer Suche nach erfolgversprechenden Fondsmanagern auch in der jüngsten Zeit wieder fündig geworden. „Eine Vielzahl von ausführlichen und detaillierten Gesprächen mit erfolgversprechenden Fondsmanagern führte zu insgesamt zehn neu publizierten Auszeichnungen im Januar“, fasst Eckhard Sauren das Ergebnis des jüngsten Updates zum haueigenen Fondsmanager-Rating zusammen. Sieben mal zwei und drei mal eine Goldmedaille haben die Kölner dabei vergeben (siehe Tabelle). „Sechs der zehn Neuauszeichnungen entfielen dabei auf die Bereiche Aktien bzw. Anleihen Schwellenländer, was einmal mehr die zunehmende Bedeutung von Schwellenländerinvestments unterstreicht", erläutert Sauren.
Nick Price von Fidelity International wurde neben seiner bisherigen Auszeichnung in der Kategorie „Aktien Mittlerer Osten“ nun auch in der Kategorie „Aktien Schwellenländer“ mit zwei Goldmedaillen ausgezeichnet. In der gleichen Kategorie erhielt James Syme nach seinem Wechsel von Baring Asset Management zu JO Hambro Capital Management eine Goldmedaille. Mit Jonathan Asante und David Gait wurden zwei weitere Fondsmanager aus dem überaus erfolgreichen Schwellenländerteam von First State Investments ausgezeichnet. Jonathan Asante erhielt zwei Goldmedaillen in der Kategorie „Aktien Lateinamerika“ und David Gait wurde mit der gleichen Anzahl Goldmedaillen in der Kategorie „Aktien Indien“ ausgezeichnet.
Schließlich wurde Denise Simon für ihre langjährig unter Beweis gestellten Fähigkeiten im Bereich der Anleihenmärkte der Schwellenländer ausgezeichnet. Die Auszeichnungen sowohl im Hartwährungsbereich als auch im Lokalwährungsbereich unterstreichen die Erwartung, dass Denise Simon ihre Investmentphilosophie nach ihrem Ausscheiden bei HSBC nunmehr bei Lazard Asset Management mit vergleichbarem Erfolg wird umsetzen können.In der Kategorie „Aktien Europa inkl. Großbritannien“ wurde Robrecht Wouters von J O Hambro Capital Management mit zwei Goldmedaillen ausgezeichnet. Robrecht Wouters war über einige Jahre Analyst, bevor er vor kurzen die Rolle des Entscheidungsträgers für den nun von ihm verantworteten Fonds übernommen hat. In den Gesprächen mit den Sauren-Experten konnte Robrecht Wouters dabei insbesondere mit fundierten Kenntnissen zu den von ihm analysierten Unternehmen überzeugen. Steven Pollack von Robeco wurde für die konsequente Umsetzung seiner prozessorientierten Investmentphilosophie mit zwei Goldmedaillen in der Kategorie „Aktien USA Nebenwerte“ ausgezeichnet. In der Kategorie „Unternehmensanleihen“ wurde Richard Woolnough von M&G mit zwei Goldmedaillen ausgezeichnet. „Woolnough gehört in diesem Segment zu den erfahrensten Fondsmanagern und kann insgesamt beeindruckende Vergangenheitserfolge vorweisen."
Eine Auszeichnung entfiel auf den Hedgefondsbereich. Hier wurde Paul Findley, der zuvor bei Moore Capital und bei Threadneedle Investments seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt hat, in der Kategorie „Long/Short Equity (flexibel) Europa“ mit zwei Goldmedaillen ausgezeichnet. Eine vollständige Übersicht aller bisher ausgezeichneten Fondsmanager ist neben ausführlichen Informationen zum Rating-Ansatz auf der Internetseite der Sauren Fonds-Research AG verfügbar.
Franklin Templeton: Lösung für europäische Frage in Sicht 16.1.12
 Die entscheidende Frage für Anleger ist im Moment, ob sich die aktuelle Finanz- und Eurokrise beilegen lässt. Uwe Zöllner, Head of Pan European Equities bei der amerikanische Fondsgesellschaft Franklin Templeton, rechnet mit einer Lösung in den nächsten Monaten, was mit Blick auf die jüngsten Ereignisse nicht zu erwarten sei. Doch bei der Beurteilung des Krisenmanagements in der Eurozone gebe es bestimmte positive Faktoren zu berücksichtigen, auf die er in einem Marktausblick näher eingeht.
Für Zöllner handelt es bei der Eurokrise um einen politischen und daher schwierigen Prozess, weil sich Parteien mit gegensätzlichen Interessen in Diskussionen und Verhandlungen einigen müssen. Er wünscht sich für die Finanzmärkte zwar eine rasche Abhilfe, akzeptiert aber, dass es der Politik eher um den richtigen und nachhaltigen Weg geht als um eine schnelle Lösung, die bald die nächste Krise auslöst. Eine gute Nachricht sei aber, dass in den hochverschuldeten Länder bezüglich Inangriffnahme ihrer Schuldenprobleme und struktureller Hindernisse für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit Bewegung zu sehen sei, vor allem im wichtigsten Land Italien. Deshalb ist Europa seiner Meinung nach auf dem Weg zu einer endgültigen Lösung, die aber noch einige Zeit dauern dürfte. Ein Optimismusdämpfer sei allerdings, dass der Abbau der hohen Schuldenberge schmerzhaft sein werde. Zu Spar- und Deregulierungsprogrammen gebe es aber keine Alternative. Staaten wie die Niederlande, die skandinavischen Länder und Deutschland hätten diesen Prozess bereits hinter sich, Südeuropa werde es nicht erspart bleiben. Daher sei laut Zöllner eine Rezession in Südeuropa unvermeidbar, die sich auf die gesamte Eurozone auswirken werde. Ein weiteres Problem in und für Europa sei der Umstand, dass europäische Banken nach den letzten Stresstests ihre Kernkapitalquote erhöhen müssen. Das mache die Banken vorsichtiger in Bezug auf die Hereinnahme zusätzlicher Risiko-Aktiva in ihre Bilanzen, was die Kreditkonditionen für kleinere und mittlere Firmen verschärfen könnte. Das wiederum trübe ebenfalls den Ausblick für Wirtschaftswachstum in der ganzen Eurozone.
US-Wirtschaft zeigt Anzeichen für Besserung
In den USA gebe es dagegen Anzeichen für eine Besserung. Der Konsum in den USA sei unerwartet robust, da niedrigere Rohstoffpreise die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte schonen. Es gebe aber noch verschiedene andere positive Faktoren: Die Unternehmen seien finanziell solide aufgestellt, der Bankensektor habe Fremdkapital abgebaut und in den USA sei, im Gegensatz zu Europa, ein Trend zur Lockerung der Kreditkonditionen zu erkennen. Die entscheidende Frage für die USA sei jetzt, ob es Anfang 2012 zu fiskalpolitischen Belastungen kommt, wenn verschiedene staatliche Hilfsprogramme auslaufen könnten. „Das könnte das Wirtschaftswachstum in den USA und damit weltweit bremsen. Nach den Erfahrungen des letzten Sommers müssen wir uns auf weitere politische Unsicherheit einstellen, vor allem in einem Wahljahr wie 2012“, so Zöllner.
Europäische Aktien fast auf historischem Tief
„Was bedeutet das alles für die europäischen Aktienmärkte?“ fragt Zöllner abschließend. „Angesichts des verhaltenen Konjunkturausblicks könnte man den ganzen Markt negativ beurteilen. Viele Investoren ziehen sich zurzeit tatsächlich aus dem europäischen Aktienmarkt zurück. Meines Erachtens ist das die falsche Reaktion. Sie übersieht, dass der Aktienmarkt mit dem Einbruch von 2011 einen extrem negativen Ausblick eingepreist hat.“ Zöllner rät daher davon ab, defensive Titel zu ordern, die am oberen Ende ihrer historischen Bandbreite liegen. Er sieht vielmehr, vor dem Hintergrund eines pessimistischen Konjunkturausblickes, dass hochwertige zyklische Aktien zu günstigen Bewertungen gehandelt werden, die dem geduldigen Anleger erhebliches Aufwärtspotenzial bieten. Außerdem seien viele in Europa notierte Unternehmen sind global tätig und werden viel stärker von den Volkswirtschaften der USA oder der BRIC-Staaten beeinflusst als von den Problemen in der Eurozone. Als weitere Empfehlung nennt er dividendenstarken Aktien, die in unruhigen Zeiten regelmässige Erträge bieten.
Scope: Top-Bewertungen für zwei PEH-Fonds  16.1.12
 Die Ratingagentur Scope hat zwei vermögensverwaltende Fonds des unabhängigen Asset Managers PEH aus Oberursel im Taunus eine hohe Qualität bescheinigt und sie mit jeweils vier Sternen bewertet. Der PEH Strategie Flexibel P, der zur Kategorie „Vermögensverwaltender Fonds – Flexibel gehört, kann laut Scope auf der qualitativen Ebene durch eine sehr gute Strategie und einen stringent aufgebauten Investmentprozess überzeugen. Die Aktienquote wird über zwölf verschiedene quantitative Modelle gesteuert, wobei hier sowohl fundamentale als auch markttechnische Indikatoren und Bewertungsgrößen berücksichtigt werden. Der Fondsmanager Robert Reinhard, Manager des Fonds seit 2003, setzte hierbei eine stringente Kaufs- und Verkaufsdisziplin ein, womit die reibungslose Umsetzung der Ergebnisse aus dem Researchprozess gewährleistet wird. „Als Ergebnis steht ein breit diversifiziertes Portfolio mit hochliquiden, hochkapitalisierten und fair bewerteten Einzelwerten. Zudem wird auch positiv gewertet, dass eines der wichtigsten Ziele eines Vermögensverwaltenden Fonds, der Kapitalerhalt, in der Vergangenheit deutlich erreicht wurde“, schreiben die Scope-Analysten. Als leichte Schwäche bewertet die Agentur allerdings das Fehlen eines Anlageausschusses.
Dem in die Kategorie „Vermögensverwaltender Fonds – Offensiv“ gruppierte Fonds PEH Empire P bescheinigt Scope einen durch hohe Stabilität und Qualität Investmentprozess: „Der seit 1998 für den Fonds verantwortliche Manager Klaus-Dieter Wild setzt ein dreistufiges Auswahlverfahren ein, welches auf technischen und fundamentalen Markt- und Einzelanalysen basiert. Positiv wird insbesondere gewertet, dass das dabei eingesetzte Prognosemodell „EvoPron©Welt“ in Eigenregie entwickelt wurde und Märkte aus 44 Ländern analysiert“, führt Scope in seiner Begründung aus. Ebenfalls positiv auf das Rating wirke sich aus, dass der Kapitalerhalt, langfristig in allen untersuchten Perioden erreicht werden konnte. Eine bessere Bewertung verhinderte das Fehlen eines Anlageausschusses und einer erfolgsabhängigen Gebühr: Durch das Fehlen sowohl einer Hurdle Rate als auch einer High Water Mark könne hier ein Nachteil für den Anleger entstehen.
Scope basiert seine Bewertung Vermögensverwaltender Fonds sowohl auf quantitativen als auch qualitative Kriterien. Neben den Performancedaten wird analysiert, ob die Anlage mittels eines verbindlich definierten Investmentprozesses flexibel über mindestens drei Assetklassen aktiv gemanagt wird – das gilt auch für die liquiden Mittel. Die Strategie muss unabhängig von den Marktindizes arbeiten und vor allem ein effizientes Risikomanagement aufweisen. Primäres Ziel ist der Kapitalerhalt. Volatilität, maximale Draw-downs und Dauer der Underwater- Perioden gehen deshalb als wichtige Punkte in die Bewertung ein.
Flossbach von Storch: Auf Zerfall der Eurozone einstellen 16.1.12
 Der Vermögensverwalter Flossbach von Storch ist davon überzeugt, dass der Euro langfristig nicht funktionieren kann. Denn die Eurozone ist wirtschaftlich, kulturell und mental zu heterogen. Wann und in welcher Form die Eurozone auseinanderbrechen wird, lässt sich jedoch nicht prognostizieren. Investoren sollten sich aber darauf vorbereiten und bei der Asset Allocation insbesondere die Staatsschuldenkrise berücksichtigen. Der Weg aus der Staatsschuldenkrise selbst scheint vorgezeichnet zu sein. Mit der ‚Abschaffung’ des Zinses für Staatsanleihen senken die Notenbanken die Finanzierungskosten der Staaten und schaffen die zum Abbau der hohen Staatsschuldenquoten erforderliche ‚unverzinste Inflation’. Diese als ‚Financial Repression’ bezeichnete Strategie bewirkt einen negativen Realzins und damit eine schleichende Teilenteignung der Sparer. „Eine risikolose Anlagemöglichkeit gibt es nicht mehr!“, schlussfolgert Bert Flossbach, Vorstand und Mitgründer von Flossbach von Storch. Das künstlich gedrückte Zinsniveau entlastet die Staatskasse und erfreut zwar den Immobilienkäufer. Für institutionelle Anleger wie Stiftungen, Versicherungen und Pensionskassen ist es aber eine große Herausforderung. Anleihen, die mit Abstand wichtigste Anlageklasse dieser Investorengruppe, werfen keine ausreichenden Renditen mehr ab, um zukünftige Zahlungsversprechen zu decken.
Das extrem niedrige Zinsniveau macht jedoch Aktien immer attraktiver und praktisch zur einzigen liquiden Anlageform. Gerade für langfristig orientierte private und institutionelle Anleger sind daher Aktien von Qualitätsunternehmen die Ertragsbringer der letzten Instanz, meint Flossbach. Aktien bieten nicht nur einen besseren Schutz vor einem starken Inflationsanstieg oder einem Auseinanderbrechen der Eurozone, sondern im Idealfall eine Dividendenrendite. Voraussetzung hierfür ist, dass die Qualität der Unternehmen eine nachhaltige, möglichst steigende Dividende erwarten lässt.
Aussichten im Rente3nbereich
Im Rentenbereich gibt es bei Unternehmensanleihen zahlreiche Titel mit überschaubaren Laufzeiten und Renditen von drei bis sechs Prozent. Nur wenn die Rendite im Vergleich zur ermittelten Bonität attraktiv ist, lohnt sich ein Engagement, so Flossbach. Die historische Wertentwicklung allein, ist ihm zufolge kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Auch bei Staatsanleihen sind attraktive Renditen erzielbar, wenn man die Kurspotenziale berücksichtigt, die sich außerhalb der Problemwährungszonen (Euro, Pfund, Dollar, Yen) ergeben, und diese Anleihen bewusst auch zur besseren Portfoliodiversifikation einsetzt. Der Schwerpunkt liegt auf Anleihen aus folgenden Währungsräumen: Australien, Neuseeland, Hong Kong, Norwegen, Schweden, Dänemark und Kanada.
Hauseigener Fremdwährungs-Fonds
Dass eine solche Anlage in Fremdwährungen nicht mit starken Wertschwankungen verbunden sein muss, zeigt die Entwicklung des Flossbach von Storch Bond Diversifikation (ISIN: LU0526000731). Aktuell weisen die Titel im Fonds eine durchschnittliche Rendite von knapp 3 Prozent bei einer Restlaufzeit von 3,4 Jahren auf. Nach einem vergleichsweise schwierigen letzten Jahr, bieten in 2012 auch Wandelanleihen wieder ein sehr interessantes Chance-Risiko-Profil.
Bedeutung von Gold als Anlage dürfte steigen
Wenn man ein Vermögen nicht ‚parken’, sondern erhalten will, muss man heute bereit sein, auch eine gewisse Schwankung der einzelnen Vermögenswerte zu akzeptieren, merkt Flossbach an. Idealerweise sollte deren Preisentwicklung gering korreliert sein, sodass das Gesamtvermögen eine nicht so starke Schwankung wie die einzelnen Anlagen aufweist. So weist Gold in den ausgeprägten Schwächephasen des Aktienmarktes eine besonders negative Korrelation auf, das heißt der Goldpreis entwickelte sich gegenläufig und stieg teilweise deutlich. Angesichts der sich langfristig auftürmenden Staatsschulden dürfte die Bedeutung von Gold als Anlage, die die Kaufkraft eines Vermögens erhält, eher noch zunehmen.
Diversifikation praktizieren – Fehler akzeptieren
Eine ausgewogene Diversifikation des Vermögens nach Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, physisches Gold, Immobilien sowie Währungen ist die einzig erfolgversprechende Weise, um das Vermögen langfristig zu sichern. „Dabei sollten Anleger nicht der Versuchung erliegen, unbedingt alles richtig machen zu wollen, sondern die Bescheidenheit haben, mögliche Fehler und deren Folgen zu begrenzen“, rät Flossbach.
BNP Paribas: "Inflation wird zurückkommen"  13.1.12
 „Die Welt wird nicht in sich zusammenbrechen“, sagt William De Vijlder, Chief Investment Officer bei BNP Paribas Investment Partners, im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien und spricht damit direkt die große Unsicherheit an, die seit Monaten die Märkte in ihren Bann zieht. In Kombination mit einer „natürlichen“ Risikoaversion der Menschen führt dies nach Einschätzung des Investmentprofis und Ökonomen zu einem insgesamt niedrigen Renditepotenzial. Die strukturellen Probleme wiegen weiterhin schwer auf den Schultern der Industrieländer, so überwiegen trotz hoher Liquidität deflationäre Tendenzen und Produktionslücken. Die Eurozone steht dabei weiter im Brennpunkt mit einer negativen Wachstumsdynamik. De Vijlder ist überzeugt, dass Inflation zurückkommen wird, gibt sich aber insgesamt zurückhaltend im Bezug auf die Konjunkturaussichten.
2012: Jahr der Entscheidung
Die Politik war 2011 ein wichtiges Thema, und auch 2012 dürfte sich daran nichts ändern. „Die Fiskal- und Geldpolitik sind dazu angehalten, den Konsum anzukurbeln und damit die Konjunktur zu stimulieren“, rät De Vijlder. Das Problem liege darin, dass viele Länder, die die Möglichkeiten dafür hätten, nicht mehr wollten. De Vijlder hierzu: „Deutschland hält eine noch expansivere Geldpolitik für unangemessen und den Rest Europas sorgen vor allem Kreditratings und die Risikoaufschläge auf Staatsanleihen. Und in den USA schränkt ein Streit zwischen den Parteien die Handlungsfähigkeit massiv ein.“ De Vijlder erwartet sich in diesem Umfeld ein anhaltend schwaches Wachstum für die Industriestaaten, die Eurozone werde sogar leicht schrumpfen. Damit steige auch das Rezessionsrisiko, warnt der Experte. „Die Volkswirtschaften sind eher anfällig für negative Schocks, wie etwa steigende Ölpreise aufgrund von politischen Spannungen oder unfähige Regierungen, die ihre enormen Haushaltsprobleme nicht lösen.“ Auch der Schuldenabbau im Finanzsektor und das schwache Kreditwachstum können einige Länder wieder in die Rezession treiben.
"Krise noch nicht stabilisiert"
Geduld auf. „Die Probleme können nicht über Nacht gelöst werden. Investorenzweifel an der Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen erzeugen zudem einen Rückkoppelungseffekt, der uns auf einen nicht nachhaltigen Pfad führt.“ Das Ziel müsse also sein, „wieder glaubwürdig zu werden“, also das Vertrauen der Investoren zurück zu gewinnen. Das koste Zeit und Geld, wie auch Neo-EZB-Präsident Mario Draghi im Rahmen seiner Antrittsrede im November 2011 zu Bedenken gab. Gleichzeitig forderte Draghi damals „eine robustere europäische Regierung“. Wenn es um den kurz- bis mittelfristigen Finanzierungsbedarf mancher Euroländer geht, stehe nach wie vor die Frage nach einem „Käufer der letzten Instanz“ im Raum. Der Stabilitätsmechanismus EFSF bleibt weiterhin unklar in einigen Punkten und die EZB habe bereits angekündigt, dass sie aus zwei Gründen nicht in diese Rolle schlüpfen werde: Inflationsrisiko und „moral hazard".
Warten auf den "Trigger"
Vor dem Hintergrund überschüssiger Liquidität am Markt zeigt De Vijlder ein Modell, das die Renditeentwicklung von Staatsanleihen in drei Marktphasen unterteilt. Die erste Phase ist gekennzeichnet von destabilisierender Spekulation, die Anleihenrenditen laufen auseinander. Grund ist das sehr unterschiedlich bewertete Risiko, so ist das Ex-Ante-Risiko von deutschen Papieren extrem gering. Umgekehrt müssen die PIIGS-Staaten hohe Aufschläge bezahlen, wobei das Risiko oft nur „theoretischer Natur“ ist. „Es liegt dabei an der Politik, das Vertrauen der Investoren zu gewinnen. Wenn das gelingt, werden in der zweiten Phase Risiko und Möglichkeiten neu bewertet“, erklärt der Ökonom. Die Renditeausweitung könne dadurch gestoppt werden. Darauf folge die letzte Phase, in der es zu einer Stabilisierung der Finanzmärkte kommen würde und die Spreads sich wieder reduzieren. Zwar kann De Vijlder nicht sagen, wo sich die Kapitalmärkte in diesem Szenario aktuell befinden. Allerdings gibt er sich optimistisch, dass dies „ein Katalysator für die Erholung der Märkte“ sein könne.
Besserer Aussichten für Emerging Markets
Im Gegensatz zu den Industrieländern sei die Lage in den Emerging Markets besser. „Der private Sektor muss nicht so viele Schulden abbauen und die öffentlichen Finanzen sind in einem ganz guten Zustand. Das Wachstum ist strukturell höher, weil die Emerging Markets in Punkto Innovation und Produktivität aufholen werden und die jüngere Bevölkerung ihrer Entwicklung Rückenwind gibt“, nennt De Vijlder die positive Seite. Er gehe jedoch nicht davon aus, dass die Emerging Markets sich vollständig vom erwartet schwachen Wachstum in den Industrieländern abkoppeln werden. Tatsächlich haben sich auch die Frühindikatoren in den Emerging Markets verschlechtert und signalisieren ein etwas schwächeres Wachstum. „Mit Blick auf die Inflation und die Geldpolitik halten wir das für günstig“, sagt De Vijlder, etwa in Bezug auf den überhitzten chinesischen Markt.
AGI - Studie: Dividendentitel sind attraktive Performance-Treiber  12.1.12
  "Eine Dividendenstrategie bei Aktien, die auf ausschüttungsstarke Unternehmen setzt, bietet gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld einen attraktiven 'Kupon'", meint Andreas Utermann, Global CIO von Allianz Global Investors (AGI) in seiner Einleitung zu einer dreiteiligen Analyse zu Dividendenstrategien von Allianz Global Investors. Es spiegelt seine Überzeugung wider, dass diese Titel gerade jetzt vor einem Comeback seit ihrer großen Zeit in den 80er-Jahren stehen könnten. Der erste Teil der Serie ist eine aktualisierte Studie der Kapitalmarktanalysten von Allianz Global Investors, die ursprünglich bereits 2007 erstellt wurde und seitdem jährlich aktualisiert wurde. In „Dividendentitel – eine attraktive Ergänzung fürs Depot“ beleuchtet Autor Dennis Nacken unter anderem regionale Abweichungen bei Dividenden, die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen sowie die Implikationen für Aktien auf Basis der globalen Dividendenrenditen auf den hohen Niveaus von 2011.
Anfang Februar wird eine zweite Analyse zum Thema folgen. Darin beleuchten Klaus Telöken und Kai Hirschen, CIO Systematic Equity Team und Portfolio Manager im Systematic Equity Team, die Auswirkungen von Dividendenstrategien im Umfeld von Inflation und Deflation. Stefan Hofrichter, Chef-Volkswirt bei Allianz Global Investors, widmet sich schließlich dem Thema, warum hohe Ausschüttungsquoten ein hohes Gewinnwachstum bei Unternehmen erwarten lassen. Die Publikation ist im März diesen Jahres geplant, wie AGI in eigener Sache mitteilt.
Carmignac: "Die Probleme werden 2012 nicht aufhören"  3.1.12
 Die Rechnung Eurokrise in 2011, Ende der Probleme in 2012 wird nicht aufgehen, meint Didier Saint-Georges, Mitglied des Investmentkomitées von Carmignac Gestion. Warum er denkt, dass die europäische Krise zumindest im ersten Quartal 2012 in ihrem ganzen Ausmaß weiter bestehen bleiben wird. erläutert er in seinem aktuellen Marktkommentar.
Das Ausmaß der europäischen Krise könne auf das Zusammentreffen zweier miteinander unvereinbarer Umstände zurückgeführt werden: unhaltbar hohe Staatsschulden und ein Bankensektor, der nicht ausreichend kapitalisiert ist, um dem Ausmaß dieses Risses in seinen Bilanzen Rechnung zu tragen. Der erste Teil der Gleichung verschlechtere sich tendenziell. So hat beispielsweise Portugal derzeit eine Zinsbelastung für seine Schulden von 4,2 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) zu tragen, während sein Primärdefizit 1,5 Prozent beträgt und seine Wirtschaft um zwei Prozent schrumpft. Folglich werde Portugal das Jahr 2012 insgesamt 7,7 Prozent von einem ausgeglichenen Haushalt entfernt starten, der es dem Land ermöglichen würde, mit der Rückzahlung seiner Schulden zu beginnen.
Europäische Länder hoch verschuldet
Diese Situation, so Saint-Georges, treffe auf die meisten europäischen Länder, wenn auch in unterschiedlichem Maße, zu und wird sich mit der Konjunkturabkühlung verschlimmern. Was die Banken anbelangt, so sieht er ihre Entwicklung ebenfalls besorgniserregend, denn um ihre Bilanzen zu stärken, bemühen sie sich, ihre ausstehenden Beträge zu verringern und ihre Risiken zu mindern. Dadurch beschleunigen sie den wirtschaftlichen Umschwung und verlieren jegliches Interesse an Staatsanleihen.
Liquiditätsspritze für Banken
Die Ende Dezember durch die EZB zu einem Zinssatz von einem Prozent über drei Jahre gewährte umfangreiche Liquidität stellt für die Banken eine willkommene Finanzspritze dar. Diese erwartete Maßnahme senkt ihre Finanzierungskosten und ihr Liquiditätsrisiko. Doch ihr Umfang sollte nicht überschätzt werden, warnt der Experte von Carmignac: Zum einen beträgt der gewährte zusätzliche Nettobetrag – ohne die Verwertung bestehender kurzfristigerer Finanzierungen – seinen Schätzungen zufolge lediglich etwa 180 Milliarden Euro. Allein der Refinanzierungsbedarf der Staaten beläuft sich im ersten Quartal jedoch bereits auf 650 Milliarden Euro. Zum anderen handelt es sich zwar um eine Reaktion auf das Liquiditätsrisiko der Banken, doch keineswegs auf das Insolvenzrisiko der staatlichen Emittenten.
Stabilitas: 2012 neue Höchststände bei Gold und Silber erwartet  3.1.12
 2011 war kein Rohstoffjahr, da gibt es keinerlei Zweifel meinen die Experten der Investmentboutique Stabilitas GmbH. Von Gold einmal abgesehen, ging es für sämtliche Edel- und Basismetalle durchweg nur in eine Richtung: nach unten.
„2011 wurde viel Angst gespielt, vor allem mit der europäischen Schuldenkrise. Sorgen vor bevorstehenden Konjunktureinbrüchen sind bereits seit Monaten in sämtlichen Märkten eingepreist“, erklärt Martin Siegel, Rohstoffexperte und Geschäftsführer der Stabilitas Fonds GmbH. So verlor beispielsweise auch der DAX seit Jahresbeginn 2011 rund 15 Prozent, obwohl es der deutschen Wirtschaft gut geht und zahlreiche Unternehmen hierzulande Rekordgewinne verzeichnen. Die Unsicherheit hat einen Boom bei deutschen Staatsanleihen ausgelöst. „Da hat sich eine regelrechte Blase entwickelt. Die große Nachfrage ist doch verrückt, wenn man bedenkt, dass die Realzinsen sogar negativ sind“, so Siegel. Der Experte ist aber sicher: „Sobald sich die Lage um den Euro minimal beruhigt, ziehen Investoren ihr Geld aus Bundesanleihen und Geldmärkten wieder ab und investieren in solide Unternehmen. Das treibt in der Folge die Leitindizes nach oben und verschafft auch den Rohstoffen wieder Auftrieb."
Gesunde Preiskorrektur
Gold verzeichnete 2011 mit über 1920 US-Dollar wieder ein neues Allzeithoch und auch Silber kletterte zwischenzeitlich auf seinen Rekordwert von 50 US-Dollar pro Feinunze zurück. Zum Jahresende hat sich der Goldpreis bei rund 1600 US-Dollar eingependelt: „Eine durchaus gesunde Korrektur“, findet der Rohstoffexperte, der darauf hinweist, dass die Nachfrage nach dem physischen Edelmetall ungebrochen ist, während die Korrektur überwiegend Papiergold, wie ETFs und Zertifikate betrifft.
Erwartete Flucht in Sachwerte
In US-Dollar gerechnet ist Gold in der Summe seit Jahresbeginn um rund zehn Prozent gestiegen, Silber hingegen um etwa neun Prozent zurückgefallen. Für 2012 können Anleger optimistisch sein, da steigende Inflation und weltweite Niedrigzinspolitik weiterhin zu einer Flucht in Sachwerte führen wird. Allein in Deutschland beispielsweise sind die Preise für Eigentumswohnungen um 5,2 Prozent gestiegen. „Daher werden wir 2012 sowohl bei Gold als auch bei Silber neue Höchstkurse erreichen“, so Siegel. Abgesehen von der deutlich höheren Volatilität, entwickelt sich Silber meist parallel zu Gold, so dass das Potenzial beim weißen Edelmetall deutlich größer ist. „Erreicht Gold einen Wert von über 2000 US-Dollar, notiert Silber bei über 50 US-Dollar“, prognostiziert Siegel.
Minen-Titel mit enttäuschender Performance
„Für Aktien der Minengesellschaften war 2011 ein enttäuschendes Jahr“, resümiert Siegel. „Nach den erfolgreichen Jahren 2009 und 2010 waren die Erwartungen auch für 2011 hoch.“ Doch obwohl Gold neue Höchststände erklommen hat, blieben Minenaktien deutlich hinter ihrem Potenzial zurück. Dafür ist die Ausgangslage für 2012 optimal: Den Minengesellschaften geht es gut, sie weisen steigende Gewinne auf und die Aktien sind aktuell extrem günstig bewertet. Allein die Dividendenrendite, die teilweise bei um drei Prozent liegt, macht einen Einstieg attraktiv. „Die Konsolidierung der Minenaktien könnte kurz vor dem Abschluss stehen, denn der Jahreswechsel läutet oft eine Trendwende ein“.
Stabile Entwicklung beim Ölpreis erwartet
Basismetalle sind im Jahr 2011 hart abgestraft worden. Obwohl die Weltwirtschaft trotz einer Verlangsamung immer noch um etwa 3,8 Prozent wuchs, sind Industriemetalle im Schnitt um über 20 Prozent eingebrochen. „Die eingepreisten Rezessionsängste sowohl in Europa als auch in China sind aus meiner Sicht völlig übertrieben. Selbst in den USA ist wieder Wachstum in Sicht. Die Niedrigzinspolitik wird für eine Stabilisierung der Wirtschaft sorgen und in der Folge die Nachfrage nach Basismetallen 2012 wieder nach oben treiben“, glaubt der Experte. Auch der Ölpreis (WTI), der im vergangenen Jahr wegen niedriger Lagerbestände und politischen Umbrüchen in den arabischen Förderländern um etwa 9 Prozent zugelegt hat, wird auch 2012 keinesfalls unter Druck geraten. „Für den Ölpreis sehe ich eine stabile bis steigende Entwicklung".
Vertrieb von Fremdfonds bei der  Postbank eingeschränkt  3.1.12
 

Die Postbank soll künftig nur noch eingeschränkt konzernfremde Fondsprodukte  vertreiben dürfen – so will es die Deutsche Bank, die eine Mehrheit an dem Institut hält. Hintergrund ist, dass der Branchenprimus darauf abzielt, seine eigenen Geschäftsfelder wie beispielsweise das Privatkundengeschäft auszubauen, wie aus einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ hervorgeht. Zudem wolle man mögliche Imageschäden und Haftungsfälle durch Produkte von externen Anbietern vermeiden.Der Verkauf konzernfremder Investmentfonds durch Postbank-Berater habe tendenziell wenig Zukunft, zitierte die Zeitung am Dienstag aus Bankkreisen – was Experten im Umkehrschluss vermuten lässt, dass stattdessen stärker auf DWS-Offerten gesetzt werden soll.
Die Deutsche Bank hat in Deutschland zehn Millionen Kunden, die Postbank 14 Millionen und damit mehr als jedes andere Institut in Deutschland. Von der engen strategischen Verbindung dürfte vor allem die DWS profitieren. Die Deutsche Bank-Fondstochter könnte ihr eigenes Vertriebsvolumen deutlich aufstocken.Seit Ende 2010 besitzt die Deutsche Bank die Mehrheit an der ehemaligen Post-Tochter, im Februar kann sie ihren Anteil auf mehr als 90 Prozent aufstocken.
Ergänzung:
Seit Ende 2010 besitzt die Deutsche Bank die Mehrheit an der ehemaligen Post-Tochter, im Februar kann sie ihren Anteil auf mehr als 90 Prozent aufstocken.

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