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Managementkommentar 31.05.10 zum CS Euroreal   25.6.10
 In Folge der Anfang Mai 2010 erfolgten Veröffentlichung des Diskussionsentwurfes für das „Gesetz zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarktes“ durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und die daraus resultierende Verunsicherung der Anleger drehte das bis dato im Jahr 2010 positive Mittelaufkommen des CS EUROREAL deutlich ins Negative. Nach Rückgabeverlangen in Höhe von ca. 415 Mio. EUR sah sich das Fondsmanagement am 20. Mai 2010 gezwungen, die Rücknahme von Anteilscheinen gemäß § 81 InvG in Verbindung mit § 12 Abs. 5 der Allgemeinen Vertragsbedingungen vorübergehend zunächst für die Dauer von drei Monaten auszusetzen, um eine ordnungsgemäße Verwaltung und Fortführung des CS EUROREAL im Sinne der Anleger sicherzustellen. Die Bruttoliqudität in Höhe von 724,4 Mio. EUR (12,1 % des Fondsvermögens) gewährleistet, dass der Fonds allen Zahlungsverpflichtungen, z. B. aus Projektentwicklungen und Kreditverträgen nachkommen kann. Ungeachtet der aktuellen Situation ist der CS EUROREAL durch das breit gestreute, attraktive Immobilienportfolio von 114 Liegenschaften an 55 Standorten in 11 Ländern sowie die hohe Vermietungsquote bestens gerüstet, um seine stabile, positive Entwicklung unverändert fortzusetzen. Aktuelle Informationen zum CS EUROREAL finden Sie wie gewohnt auch im Internet unter www.cseuroreal.de.
Sichere Häfen in Schwellenländern   25.6.10
 Michael Hasenstab von Franklin Templeton meint, Anleger müssten umdenken und sichere Anlagen in den Emerging Markets suchen
Die von der Finanzbranche auf die Staatshaushalte übergeschwappte Verschuldung wird noch auf Jahre hinaus das Wachstum in Westeuropa und den USA bremsen. Anleger müssten deshalb umdenken, rät Michael Hasenstab, Senior Vice President, Global Fixed Income, bei Franklin Templeton Investments: "Meiner Meinung nach haben sich die sicheren Vermögenswerte verschoben. In vielen Schwellenländern sind jetzt mehr sichere Häfen zu finden."
Hasenstab verzichtet derzeit in seiner Anlagestrategie auf US-Schatzanleihen: "Die konventionelle Investitionstheorie besagt, dass dies eine risikoreiche Strategie sei. Ich würde jedoch behaupten, dass dies womöglich die sicherste Strategie ist. In China, Indien und Brasilien ist das Wachstum so stark, dass dort sogar die Zinsen erhöht werden", sagt Hasenstab. "Dagegen befinden sich die Zinsen in Europa und den USA nach wie vor auf einem historischen Tiefstand. Jeder konzentriert sich so sehr auf die Probleme in Europa, dass sie den Zug in Asien verpassen, wo sich viele positive Dinge ereignen."
»Es besteht insbesondere Besorgnis über den Ausblick für das europäische Wachstum. Hier geht es nicht nur um Griechenland. Es existiert ein größeres Problem, und zwar die Abhängigkeit vom Bankensektor. Mehr als 70-80 Prozent des Kapitals in Europa fließt durch die Banken und dieser Kanal ist immer noch verstopft. Dies führt wahrscheinlich zu einem gedämpften Aufschwung und einer weiter steigenden Arbeitslosequote in Europa, auch wenn sie in den Schwellenländern fällt.
Einige europäische Schwellenländer gingen an die Lösung ihrer Schuldenprobleme ernsthafter und erfolgreicher heran als ihre westeuropäischen Nachbarn. Ungarn, Lettland und Litauen gelten als riskantere Länder, doch sind sie meiner Meinung nach, was die Bewältigung ihrer Schuldenprobleme angeht, um Jahre voraus. In den USA können wir nur von dem, was sie gemacht haben, träumen, insbesondere in punkto Sozialreformen, bei denen sie einige wirklich harte Maßnahmen ergriffen haben. Dagegen war Asien zu Beginn der Krise in einer viel besseren Verfassung und hatte nur wenig Schulden. Infolgedessen erholte sich die Wirtschaft stärker und hat das Potenzial eines zukünftig noch schnelleren Wachstums.«
Hasenstab zeigt sich selber überrascht von der schnellen konjunkturellen Erholung in Asien. "Wir waren der Ansicht, dass die Schwellenländer 2011 oder 2012 wieder ihre potenziellen Wachstumsraten erreichen würden, doch wird dies mit größerer Wahrscheinlichkeit Ende dieses Jahres der Fall sein."
Vontobel: Globales Umfeld ändert sich dramatisch – aktives Management gefragt  25.6.10
 Das globale Umfeld ändert sich dramatisch. Die Schwellenländer Asiens und Lateinamerikas wachsen weiter rasant. Der Ressourcenhunger dieser Länder steht jedoch einem begrenzten Angebot gegenüber – neue Lösungen sind gefragt. Derweil kämpft Europa mit stagnierenden Wachstumsraten, zunehmender Überalterung und steigender Schuldenlast. Diese Veränderungen haben einen gravierenden Einfluss auf Vermögensverwalter. „Durch aktives Management können dabei die Möglichkeiten, die der Wandel bietet, erfolgreich genutzt werden“, so Dr. Zeno Staub, Mitglied des Group Executive Management der Bank Vontobel Zürich.
Der Original-Kommentar:

Neue Mittelschicht als Treiber des Wachstums in Schwellenländern 

Das Bevölkerungswachstum ist der Ausgangspunkt für die dramatischen Veränderungen der globalen Wettbewerbslandschaft. Treiber dieser Entwicklung ist die wachsende Mittelschicht in Schwellenländern, insbesondere in China, Indien und Indonesien. Chinas Volkswirtschaft soll bereits im Jahr 2050 fast doppelt so groß sein wie diejenige der USA. Mit steigendem Einkommen ändert sich auch das Konsumverhalten. In China beträgt das BIP pro Kopf derzeit rund 7000 US-Dollar und wächst rasant weiter. Bereits ab einem BIP pro Kopf von 5000 US-Dollar werden Luxusartikel konsumiert, wie Studien aus etablierten Volkswirtschaften zeigen. Der Anteil der Automobilbesitzer an der erwachsenen Bevölkerung liegt in China beispielsweise erst bei 3,6 Prozent. In den etablierten Volkswirtschaften hingegen liegt diese Zahl deutlich über 50 Prozent. Für Konsumgüter – wie Fernseher oder Computer – gelten vergleichbare Zahlen. Das Wachstum der Schwellenländer wird wesentlich durch diese Konsummuster bestimmt werden. Eine Begleiterscheinung der wirtschaftlichen Entwicklung ist auch die Urbanisierung. So werden in China voraussichtlich bis im Jahr 2025 weitere 350 Millionen Menschen in Städte ziehen.
Diese Veränderungen haben auch auf Vermögensverwalter einen gravierenden Einfluss. Die "Machtverschiebung" in Richtung Osten führt in den nächsten Jahren zu einer stärkeren Ausrichtung der globalen Portfolios auf Schwellenländer. Die Vermögensverwalter müssen hierfür entsprechende Kompetenzen und Produkte entwickeln und aufbauen. Es wird zunehmend schwieriger diese Leistung aus den Heimmärkten zu erbringen. Research und Vertrieb werden deshalb vermehrt vor Ort in Asien stattfinden müssen.
Begrenzte Ressourcen erfordern neue Lösungen
Das rasante wirtschaftliche Wachstum der Schwellenländer erfordert Unmengen an Ressourcen. Gerade fossile Ressourcen sind aber begrenzt und reichen voraussichtlich nur noch für wenige Jahrzehnte. Gleichzeitig liegen die großen Rohstoffvorkommen häufig in politisch oder geographisch kritischen Regionen. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zeigt auf eindrückliche Weise welche Risiken die Exploration zunehmend beinhaltet. Verbunden mit dem Klimawandel liegt es auf der Hand, dass neue Lösungen gefragt sind. Die Förderung alternativer Energien und Erhöhung der Energieeffizienz erhalten deshalb einen immer höheren Stellenwert. Das bietet beste Voraussetzungen für innovative Unternehmen, die Lösungen im Bereich alternativer Energien und Energieeffizienz anbieten oder Ersatzstoffe für traditionelle Rohstoffe herstellen. Vermögensverwalter müssen dieser Entwicklung mit geeigneten Produkten, beispielsweise Themenfonds, Rechnung tragen.

Demographie und Staatsverschuldung als Herausforderung für Industrienationen

Während die Schwellenländer rasant wachsen, wird das wirtschaftliche Wachstum in Industrieländern tendenziell stagnieren. Die erwerbstätige Bevölkerung schrumpft und die Anzahl der Rentner steigt. Es entsteht ein beachtli-cher Finanzierungsbedarf für die Altersvorsorge, die die Staaten kaum mehr bewältigen können. Am Beispiel Schweiz wird deutlich, welche gravierenden

Folgen die demographische Entwicklung auf die Staatsverschuldung hat: Ohne Gegenmaßnahmen würde die Staatsverschuldung von derzeit 40 Prozent bis 2060 auf rund 140 Prozent ansteigen.

Aus diesen Überlegungen folgt, dass das Asset Management im Bereich der kapitalbasierten Altersvorsorge in traditionellen Wirtschaftsregionen eine wichtige Rolle übernehmen wird.
Vontobel Asset Management hat sich auf den Wandel vorbereitet
In den nächsten Jahren stehen große Veränderungen bevor: Die Machtverschiebung von West nach Ost, neue Lösungen in der Ressourcen- und Energieversorgung oder die demografische Entwicklung, Schulden-, Geld- und Fiskalpolitik. Als aktiver Asset Manager ist Vontobel auf diese sogenannten "known unknows" vorbereitet.
Aktives Management ermöglicht flexible Anpassung an Veränderungen

Die rasanten Entwicklungen in den Schwellenländern müssen in der Asset Allocation regelmäßig berücksichtigt werden. Statische Anlagekonzepte sind weder für private noch institutionelle Anleger sinnvoll, ja beinahe fahrlässig. Beide Anlegertypen kommen nicht umhin, ihre strategische Asset Allocation regelmäßig zu überprüfen. Auch im Bereich der taktischen Anlagepolitik bieten sich vermehrt Chancen zur aktiven Bewirtschaftung der Portfolios. Angesichts der enormen Möglichkeiten und Risiken in den kommenden Jahren wird es wohl eine hohe Dispersion der Renditen zwischen verschiedenen Vermögensklassen geben. Aktives Management ist deshalb gefragter denn je.
Ressourcenknappheit und Klimawandel als Chance begreifen

Auf die Herausforderungen der Zukunft reagierte Vontobel bereits 2001 mit der Auflegung eines Themenfonds mit Fokus auf alternative Energie und Energieeffizienz. Inzwischen ist daraus eine ganze Produktlinie entstanden. Ausgehend vom enormen Bevölkerungswachstum und zunehmendem Wohlstand in den Schwellenländern sowie den zu erwartenden Klimaveränderungen bieten die Global Trend Fonds vielversprechende Investmentopportunitäten in den Bereichen Energie, Ressourcen und Umwelt. Da es sich bei den relevanten Unternehmen häufig um geringer kapitalisierte Gesellschaften handelt, ist ein passiver Investor in diesen Bereichen in der Regel massiv unterinvestiert. Vontobel bietet auch eine nachhaltige Produktlinie an, die es ermöglicht, weltweit nachhaltig zu investieren und gleichzeitig gezielt ein verantwortungsvolles wirtschaftliches Handeln in den drei Regionen Europa, USA sowie Asien exkl. Japan zu fördern.
Kompetente Risikobeurteilung durch neuen Fiscal Risk Index
Um die durch die steigende Staatschuld gestiegenen Risiken einzelner Länder besser zu beurteilen hat Vontobel einen neuen Fiscal Risk Index (FRI) entwickelt. Dieser Index identifiziert diejenigen Staatsobligationen, die aus Investorensicht interessant erscheinen. Er zeigt nicht nur die Situation der Länder auf, sondern beurteilt auch, welche Informationen in den Marktpreisen überhaupt enthalten sind.
Organisation als Multi-Boutique schafft idealen Rahmen für Erfolge
Schließlich erfordert eine aktive Investment-Organisation eine Kultur, in der sich Talente entfalten und keine intellektuellen Kompromisse eingehen müssen. Das Investmentteam muss gemeinsame Überzeugungen konsequent schützen. Ergebnis ist ein konsistenter Investmentstil, der auch in Phasen von Minderrenditen Bestand hat. Diese Anforderungen lassen sich in einer Investment-Boutique, d.h. einer abgeschirmten Unternehmenseinheit, am besten umsetzen. Mit der Ausrichtung als Multi-Boutique hat Vontobel dafür geeignete Voraussetzungen geschaffen. Damit die besten Investmentideen erfolgreich umgesetzt werden können, muss die Basis des Anlageprozesses ein eigenes Research sein. Nicht Quantität sondern die Qualität ist hier entscheidend. Große Researchteams mit ineffizienter Informationsverarbeitung und Konsensuszwang produzieren nicht zwangsläufig bessere Ergebnisse als kleine, fokussierte Einheiten. Schließlich muss durch ein unabhängiges Performance- und Risikomanagement das Risiko einer Stilabweichung ausgeschaltet werden. Das Risk Management Team bei Vontobel identifiziert Risiken und analysiert die Performancequalität. Eine hohe Performancequalität bedeutet, dass die erzielte Performance auf ex-ante identifizierten Risiken basiert.

UBS: Ölpreis steigt in nächsten zwölf Monaten auf 90 US-Dollar pro Barrel  25.6.10
 UBS Wealth Management Research (WMR) vertritt die Auffassung, dass die weltweite Wirtschaftserholung an Zugkraft gewinnt. Deshalb richtet WMR den Blick weg von den Schlagzeilen über die Staatsschuldenproblematik und die Ölpest hin zu den interessanten Anlagechancen des dritten Quartals. Die UBS-Analysten prognostizieren einen Öl-Preisanstieg auf 90 US-Dollar pro Barrel in den nächsten zwölf Monaten.
Hier der Originalbericht:
Die zweite Welle des europäischen Staatsschuldenproblems dominierte die Schlagzeilen. Doch im Hintergrund geht die Konjunkturerholung still weiter ihren Weg. Das Wachstum in Asien bleibt robust, die Konjunktur in den USA zieht an, und nur Europa hinkt noch hinterher. Die wirtschaftliche Entwicklung dürfte in den nächsten Quartalen stärker in den Vordergrund rücken und den Finanzmärkten Auftrieb verleihen.

Europäische Exportunternehmen: In führender Position

Europäische Unternehmen, die hochwertige Waren herstellen und ihre Umsätze international – vor allem in Asien und den USA – erzielen, werden von der Euroschwäche profitieren. Außerdem bieten europäische Aktien bei einem historisch tiefen KGV von rund 10 Wertpotenzial. Viele dieser Unternehmen finden sich in Ländern der Nordhälfte Europas, darunter in Deutschland.
Währungen: Das Vertrauen in die großen Währungen bröckelt
Aufgrund der ausufernden Schuldenlast sind wir gegenüber den vier Hauptwährungen – US-Dollar, Euro, britisches Pfund und japanischer Yen – negativ eingestellt. Der Euro hat aktuell ein Glaubwürdigkeitsproblem, und der US-Dollar ist eine ebenso wenig glaubwürdige Alternative. Daher liegt unser Augenmerk auf kleineren Währungen aus Ländern mit soliden Finanzen, darunter Australien, Kanada, die skandinavischen Länder und die Schweiz.
Schwellenländeranlagen: Wachstumspotenzial und solide Bilanzen
Langfristig orientierten Investoren empfehlen wir nach wie vor Anlagen in Aktien, Anleihen und Währungen aus Schwellenländern. Im Allgemeinen sind das Wirtschaftswachstum und die Haushaltslage in diesen Ländern solide, die Gewinnaussichten der Unternehmen gut und Anlagen attraktiv bewertet. Mit ausgewählten Schwellenländeranleihen, insbesondere solchen in Lokalwährung mit kurzen Laufzeiten, könnte man doppelt profitieren, nämlich von steigenden Anleihenkursen und einer Währungsaufwertung.
Öl: Keiner mag es, aber alle brauchen es

Öl sorgte in letzter Zeit überwiegend für Negativschlagzeilen. Der katastrophale Ölaustritt im Golf von Mexiko macht den Rohstoff unbeliebt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die fundamentalen Aussichten. Die Nachfrage aus Asien und dem Nahen Osten ist nach wie vor robust, und die US-Nachfrage erholt sich. Daher prognostizieren wir einen Preisanstieg auf 90 USD pro Barrel in den nächsten zwölf Monaten.

Franklin Templeton: Sind wir zu risikoscheu geworden? 25.6.10
 Einige Investoren sind aktuell über die wachsende Arbeitsunzufriedenheit in China, die politische Gewalt in Thailand, die Unfähigkeit Griechenlands, ihre Schulden zu bedienen und die jüngste Aggression zwischen Nord- und Südkorea besorgt. Ist die in einigen Kreisen vertretene Ansicht, dass in vielen Schwellenländern die Risiken steigen, gerechtfertigt?
Dr. Mark Mobius, leitender Vorsitzende der Templeton Asset Management, vertritt die Ansicht, dass viele ausländische Unternehmen in China gegenwärtig eine Arbeitskräfteknappheit beklagen würden. "Wie kann es sein, dass bei einer Milliarde von Menschen immer noch eine Arbeitskräfteknappheit herrscht?" fragt er. "Die Antwort ist, dass sie nicht bereit sind, für die Löhne und Gehälter zu arbeiten, die sie in der Vergangenheit verdienten. Sie kommen nicht mehr zu den Städten an der Küste, da sich das Hinterland öffnet und dort Arbeitsstellen geboten werden. In ganz China steigen die Verdienste."
Dies habe jedoch auch eine positive Seite und eine, die viele Investoren freuen dürfte, die eine Erhöhung des chinesischen Konsums wünschen, um den fallenden Konsum in den Industrieländern auszugleichen. Dr. Mobius erklärt: "Die Verdienste erhöhen sich von einem sehr niedrigen Niveau aus. Auf jeden Fall bedeuten höhere Verdienste wohlhabendere Konsumenten."
Was Thailand betreffe, so hatten die politischen Schwierigkeiten keine negative Auswirkung auf die Wirtschaft. "Die Schlagzeilen konzentrieren sich auf die Gewalt", meint Dr. Mobius. "Unterdessen blieb der Markt in den letzten sechs Monaten unverändert. Die Wirtschaft entwickelt sich solide, die Exporte steigen und die Touristenzahlen sind ebenfalls gut."
Nach Dr. Michael Hasenstab, Senior Vice President, Global Fixed Income, bei Franklin Templeton Investment, habe Griechenland viel Aufmerksamkeit im negativen Sinne auf sich gezogen, doch dürfte es unwahrscheinlich sein, dass die gleichen Defizitprobleme in anderen Ländern auftreten. "Griechenland unterscheidet sich sehr von Spanien oder Italien. Ich kann hier keinen Dominoeffekt sehen. Meiner Meinung nach wird der Rest Europas mehr wie Japan als Griechenland sein und eine lange Periode mit langsamem Wachstum statt eine weit verbreitete Staatschuldenkrise erleben."
Unterdessen werde die Krise in Korea von denen, die nicht aus dieser Region stammen, missverstanden, meinte Dr. Hasenstab. "Der Markt gerät jedes Mal, wenn Korea Aufsehen erregt, in Panik. Jedoch ist China ein wichtiger stabilisierender Faktor, der stets verhindert, dass die Drohungen wahr gemacht werden. Jedes Mal, wenn der Markt in Panik gerät, sehen wir dies als gute Kaufgelegenheit", sagt er abschließend.
Studie: Mangelhafte Fonds in fondsgebundenen Versicherungen  23.6.10
 Fonds in fondsgebundenen Versicherungen weisen laut einer aktuellen Studie der Feri EuroRating Services AG deutliche Schwächen auf. Untersucht wurde das Fondsangebot von 60 Versicherungen mit insgesamt mehr als 90 % Marktanteil bei Fondspolicen. Die Feri-Experten stellten fest, dass von den 2994 angebotenen Fonds nur jedes vierte Produkt ein Top-Rating A oder B hat, also mittelfristig eine stabile überdurchschnittliche Performance bei relativ niedrigem Risiko vorweisen kann. Die Versicherer setzen danach auf bekannte Flaggschifffonds der Branche, die jedoch teilweise mit Performanceproblemen zu kämpfen hätten. Auch nutzten viele die Möglichkeit, ihre eigenen Fonds in den Policen unterzubringen. Jedoch zeige sich hier, dass die Fondsqualität der Eigenfonds gegenüber Fremdprodukten häufig schlechter sei.Die Fondspolice hat sich in den letzten Jahren als wichtiges Instrument der privaten Altersvorsorge etabliert", kommentiert André Härtel, Senior Fund Analyst bei der Feri EuroRating Services AG. "Allerdings deckt die Studie auf, dass bei der Fondsauswahl akuter Handlungsbedarf besteht und noch deutliches Verbesserungspotenzial vorhanden ist."
Klassiker überwiegen
Wie die Auswertung zeige, konzentrierten sich die Versicherer stark auf Klassiker der Fondsbranche. Der am häufigsten gewählte Fonds sei der European Growth Fund von Fidelity, den 37 von 60 Versicherern anbieten würden. Knapp dahinter folge der Franklin Templeton Growth Fund mit 35 Nennungen. Mit einem gewissen Abstand lägen der DWS Vermögensbildungsfonds I und der BGF World Mining Fund auf den nächsten Plätzen. Dennoch sei eine Spitzenposition nicht gleichbedeutend mit einer guten Performance. Der Templeton Growth Fund beispielsweise könne seit Längerem nicht mehr an die Performanceerfolge zurückliegender Jahre anknüpfen. Dies zeige sich auch am Feri Fondsrating, das den Fonds nur noch mit einem D-Rating (unterdurchschnittlich) bewerte. "Es zeigt sich, dass es zu deutlichen Performanceunterschieden kommen kann. Die Fondsauswahl ist daher besonders wichtig, erklärt André Härtel
Eigenprodukte oft schlechter als Fremdprodukte
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Das Thema "Guided Architecture" ist bei Fondspolicen noch nicht weit fortgeschritten. Als Guided Architecture bzw. gelenkte Architektur bezeichnet man den Fondsvertrieb unter Konzentration auf eine begrenzte Anzahl bestimmter Produktpartner. Hier zeige die Studie, dass so mancher Anbieter hauseigene Fonds den Fremdprodukten vorziehe. Besonders schwer wiege das Argument beim Sparkassenverband und dem genossenschaftlichen Verbund. Die Auswertung von Feri ergab jedoch, dass die angeboten hauseigenen Fonds bezogen auf die Fondsqualität schlechter abschneiden als Fremdprodukte. "Der Anteil der Top-Ratings unter den hauseigenen Fonds liegt mit nur 16 % deutlich niedriger als bei Fremdfonds mit 29 %, kommentiert André Härtel.
Ausgewogene Portfoliostruktur sichert Stabilität  23.6.10
 -Offene Immobilienfonds (OIFs) bilden mit ihrer breiten Risikostreuung eine stabilisierende Basis in Anlegerdepots. Die ausgewogene Portfoliostruktur der OIFs ergibt sich durch die geographische Verteilung der Immobilien auf verschiedene nationale und internationale Standorte sowie durch unterschiedliche Mietvertragslaufzeiten, Nutzungsarten und Objektgrößen. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung des BVI Bundesverband Investment und Asset Management per 31. März 2010.
In den Euro-Ländern befinden sich 70 % der OIF-Immobilien. Nach Deutschland mit einem Anteil von 28,3 % folgt nach BVI-Angaben Frankreich mit 18,9 %. Im restlichen Europa befänden sich weitere 17,1 % der Liegenschaften, davon der Großteil mit 9,7 % in Großbritannien. In Osteuropa befänden sich 5,1 % der Immobilien. Außerhalb Europas sei die USA mit 4,2 % führend, gefolgt von Japan mit 2,9 % und Kanada mit 2,4 %. Knapp 60 % der insgesamt 1.495 Objekte im Bestand der OIFs haben laut BVI einen Verkehrswert von unter 50 Mio. Euro. 502 Objekte davon wiesen einen Verkehrswert von weniger als 25 Mio. Euro aus. 276 Liegenschaften seien über 100 Mio. Euro wert. Ein Vorteil der größeren Immobilien liegt in ihrem verhältnismäßig geringeren Verwaltungsaufwand; der Vorteil der kleineren Immobilien in ihrer leichteren Handelbarkeit.
63,8 % der Liegenschaften der OIFs würden als Büroimmobilien genutzt, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr (31. März 2009: 64,6 Prozent). Der Bereich Handel und Gastronomie sei mit 20,0 % vertreten (31. März 2009: 19,5 %). Zum Segment Hotel, Industrie und sonstige Nutzungsarten gehörten 16,2 % der Bestände (31. März 2009: 15,8 %). Die Mietverträge für die OIF-Immobilien stünden über die Jahre verteilt relativ gleichmäßig zur Neuverhandlung an. Dies glätte zyklische gesamtwirtschaftliche Ausschläge, denn kurzfristige Mietpreisschwankungen beeinflussten die Rendite der Fonds nur minimal. Da die Mietverträge gewerblicher Objekte in der Regel indexiert seien, werde durch die Bindung an die Preisentwicklung ein optimaler Inflationsschutz erzielt. In den fünf Jahren von Anfang 2010 bis Ende 2014 stünden jährlich etwa zehn Prozent der Mietverträge zur Neuverhandlung an. Nahezu die Hälfte der Mietverträge liefen noch fünf Jahre und länger. Langfristige Mietverträge mit einer Vielzahl unterschiedlicher Mieter sicherten den OIF regelmäßige Einnahmen.
AmpegaGerling startet Zusammenarbeit mit ebase 22.06.2010
 

Die AmpegaGerling Investment arbeitet von nun an bei der Depotadministration mit der European Bank for Fund Services GmbH (ebase) zusammen. Ab dem 21. Juni 2010 wird das gesamte Depot-Neugeschäft über die ebase abgewickelt.  

„Damit wir uns zukünftig auf unsere Kernkompetenzen, das Management und die Administration von Investmentfonds, konzentrieren können, war es uns wichtig, einen Profi für die Verwahrung von Investmentdepots zu finden, der auf unsere besonderen Anforderungen flexibel eingehen kann“, sagt Geschäftsführer der AmpegaGerling Investment GmbH. „Mit dem AmpegaGerling Depot bei der ebase werden wir der Erwartung vieler unserer Kunden nach einer zeitgemäßen Depotführung gerecht. Sie können künftig von einem deutlich erweiterten Produkt- und Leistungsspektrum zu weiterhin attraktiven Konditionen profitieren“ so Burger weiter. 

Auch von ebase ist Positives zu vernehmen. „In enger Zusammenarbeit wurde das Angebot für die AmpegaGerling Depotund Kontolösung in Look&Feel, Preismodell und im Funktionsumfang individuell abgestimmt und partnerspezifisch konfiguriert“ erklärt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung ebase. „Gemeinsam wurden präzise Rahmenbedingungen erarbeitet, die so gestaltet sind, dass AmpegaGerling sich ganz auf ihre Kernkompetenz konzentrieren kann: Passgenaue, individuelle Lösung für ihre Kunden. Das AmpegaGerling Depot bei der ebasebietet mit den Ausprägungen classic und comfort für jeden Kunden das passende Fondsuniversum“.

Chancen für disziplinierte Investoren   22.6.10
 Die Menschen vernachlässigen die Chancen, die sich durch Probleme ergeben", sagte unser Gründer, der verstorbene Sir John Templeton. Diese Vorstellung von Chancen in der Krise war wesentlicher Bestandteil seiner Investmentphilosophie. Der Templeton-Ansatz erfordert jedoch drei Faktoren, die viele Investoren abschrecken: Disziplin, Geduld und die Stärke, über kurzfristige Entwicklungen hinauszublicken. Letzteres fällt nicht immer leicht, wie auch Sir John feststellte: "Zu kaufen, wenn andere verkaufen, und zu verkaufen, wenn andere kaufen - das verlangt großen Mut, macht sich aber bezahlt", schreibt Daniel OConnor, Institutional Portfoliomanager der Templeton Global Equity Group in einem aktuellen Marktkommentar.
Die vergangenen Wochen hätten Anlegern zweifellos Krisen und Chancen in Hülle und Fülle geboten. Schuldenprobleme europäischer Staaten hätten die Schlagzeilen beherrscht. Das vorhersehbare Ergebnis sei eine Flucht der Anleger aus Aktien der Region gewesen. "Wir wollen diese tatsächlich erheblichen Probleme keinesfalls kleinreden, doch wir glauben, dass sich viele Investoren diesbezüglich ganz typisch verhalten. Sie verfallen auf schlechte kurzfristige Nachrichten hin in Panik und verkaufen - oft mit Verlust", so OConnor. Templeton verfolge einen anderen Ansatz. Wie schon seit Gründung des Unternehmens durch Sir John in den 1940er Jahren schaue die Gesellschaft über kurzfristige Ereignisse hinweg fünf Jahre in die Zukunft und kaufe Unternehmen, die nach ihrer Überzeugung das Potenzial hätten, in diesem Zeitraum kräftig zuzulegen. "Wir berücksichtigen dabei makroökonomische Entwicklungen, doch unser Schwerpunkt liegt stets auf einzelnen Unternehmen - vor allem auf solchen, die kurzfristig vor Herausforderungen stehen, doch ihren Wert über unseren langfristigen Anlagehorizont hinweg steigern können", heißt es weiter. Infolgedessen habe sich die Strategie nicht verändert. "Wir glauben nach wie vor, dass manche der qualitativ hochwertigsten Unternehmen der Welt aus Europa stammen und viele davon in letzter Zeit zu Schnäppchenpreisen gehandelt wurden". Die europäischen Märkte seien nach Meinung der Gesellschaft de facto mitunter am billigsten bewertet und warteten mit stabilen, hochwertigen Unternehmen mit hervorragenden globalen Wachstumschancen auf. Dabei gelte aber, dass das Engagement von Templeton in der Region schwerpunktmäßig in multinationalen Unternehmen mit vielfältigen globalen Umsatzströmen bestehe, nicht in Unternehmen, die übermäßig auf das Wachstum der Inlandsnachfrage angewiesen seien, um ihre Umsätze zu steigern. "Wir haben zwar in schwächeren europäischen Ländern wie Griechenland eine deutliche Eintrübung der Stimmung beobachtet, doch die wesentlichen fundamentalen Voraussetzungen der breiteren Region - Konjunkturindikatoren und Unternehmensgewinne - haben sich generell gebessert", so OConnor. Der Aufschwung stehe noch auf wackeligen Füßen und die Investoren seien in den vergangenen Wochen zunehmend nervös geworden. Das Fondsmanagement gehe davon aus, dass jeder weitere drastische Stimmungsumschwung kurzfristig Marktvolatilität auslösen dürfte, doch langfristig könnten die Investoren möglicherweise aus bestimmten Chancen Kapital schlagen, die sich im Zuge der Turbulenzen ergeben würden. Dabei behalte die Gesellschaft nicht nur die Reaktion regionaler und globaler Politiker auf die eskalierende Krise im Auge, sondern sie setze auch weiterhin auf die Worte von Sir John Templeton: "Die Leute fragen mich ständig, wo die Aussichten gut sind. Doch sie stellen die falsche Frage. Die richtige Frage ist: Wo sind die Aussichten am schlechtesten?"
Fidelity: Viele Schwellenländer werden Kapitalertrag in zehn Jahren verdoppeln  21.6.10
 

Jeff Hochman, Leiter der technischen Analyse bei Fidelity International, ist davon überzeugt, dass in einigen Fällen die technische Analyse der Schwellenländer-Märkte einen größeren Mehrwert bringen kann als bei der Betrachtung von Industrieländern. „Eine technische Analyse der Schwellenländer birgt zusätzliche wichtige Erkenntnisse, da die Märkte dort häufig weniger effizient sind als die der Industrienationen“, so Hochmann. „Die gelisteten Unternehmen aus Schwellenländern werden noch wenig analysiert. Folglich finden sich nicht alle Informationen in den Kursen wieder. Unternehmen mit großem Wachstumspotenzial sind deshalb oft noch sehr günstig bewertet“. 

Coverage wird ausgebaut

Diese Situation verändere sich jedoch schnell, nachdem sich zunehmend mehr Analysten und Investoren auf die Schwellenländer fokussieren. „Wenn die Analysten immer mehr Informationen erhalten, wirkt sich das auf ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen aus. Das führt dazu, dass die Märkte bei der Preisbildung effizienter werden“, so Hochmann. In der Konsequenz werden sich die Möglichkeiten der technischen Analyse in Schwellenländern denen der Industrienationen annähern, ist der Experte überzeugt. „Man darf nicht vergessen, dass der emotionale Entscheidungsprozess für oder wider eine Aktie oder eine Anleihe immer der gleiche ist - egal, ob er in Mexiko City oder in Frankfurt am Main stattfindet“, erläutert Hochmann.  

Stärkeres Wachstum als Industrieländer

Die Schwellenländer werden ihm zufolge als Gruppe wirtschaftlich stärker wachsen als die Industrieländer. Zwar müssten das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung der Aktienmärkte nicht immer in einem positiven Zusammenhang stehen. In diesem Fall könne man aber davon ausgehen, so Hochmann. „Neue Unternehmen werden an die Börsen gehen und so werden sich in Schwellenländern attraktive Stockpicking-Gelegenheiten bieten“, so Hochmann`s Überzeugung.  

Viele Schwellenländer im Aufwärtstrend
Allerdings werden nicht alle Schwellenländer die gleiche positive Entwicklung durchlaufen. Das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Bruttoinlandsprodukt sei hier eine wichtige Größe. „Für die einzelnen Schwellenländer wird das Verhältnis zukünftig wesentlich höher sein als heute. Ich bin davon überzeugt, dass es vielen Schwellenländer-Märkten ohne große Schwierigkeiten gelingen wird, ihren Gesamtkapitalertrag innerhalb der nächsten zehn Jahre zu verdoppeln“.
Vom technischen Standpunkt betrachtet sei die momentane Volatilität an den Schwellenländer-Märkten eine partielle Marktkorrektur. „Deshalb bieten sich jetzt gute Einstiegsmöglichkeiten in einen als langfristig einzuschätzenden Bullenmarkt", so Hochmanns Fazit.

Sparinvest legt Anlegern dänische Anleihen ans Herz  17.6.10
 Anleger, die auf Anleihen setzen, sollten einen Blick nach Dänemark riskieren. Das meint zumindest Claus Carøe, selbst Däne und Fondsmanager bei der dänischen Fondsgesellschaft Sparinvest: . "Der dänische Rentenmarkt bietet eine höhere Rendite als deutsche Staatsanleihen. Und das bei einer mindestens genauso hohen Sicherheit", sagt Carøe. Dänische Anleihen seien im Vergleich zu den Anleihen anderer europäischer Länder "vernünftig bewertet" und böten auch noch Sicherheit: "Sie sind ideal für Investoren, die Anleihen mit einer relativ hohen Rendite aber auch hoher Sicherheit suchen", so Carøe.
Für die Empfehlung des Fondsmanager, der bei Sparinvest das Portfolio des Long Danish Bonds (WKN: A0LFW9) managt, sprechen die wirtschaftlichen Daten aus dem Land im Norden: Seine Staatsverschuldung belief sich 2009 auf rund 42 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIPs) und liegt damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt. von rund 79 Prozent. Der dänische Rentenmarkt weist außerdem eine Besonderheit auf: Er besteht zu zwei Dritteln aus Hypothekenanleihen. Diese machen ein Volumen von über 300 Milliarden Euro aus. Damit ist der dänische Hypothekenmarkt der größte in Europa. "Dänische Hypotheken sind so konstruiert, dass Fehler vermieden werden, die in den USA zur Krise geführt haben", erläutert Carøe. Dänische Hausbesitzer verschulden sich langfristig zu einem festen Zinssatz. Dabei kann der Kauf eines Hauses nur zu 80 Prozent und der Kauf einer Gewerbeimmobilie nur zu 60 Prozent durch eine Hypothek finanziert werden. Diese Kredite werden gebündelt und als Hypothekenanleihen mit Laufzeiten von 10, 20 oder 30 Jahren verkauft. "Eine Anlage in dänische Pfandbriefe ist sicher", berichtet Carøe. In 200 Jahren habe es keinen Zahlungsausfall gegeben, die drei wichtigsten Anleihe-Emittenten werden mit der Note AAA geratet und der Markt sei "transparent, hochliquide und wird durch eine breite Investorenbasis gestützt."
Etwa die Hälfte der Hypothekenanleihen sind kündbare Schuldverschreibungen. Fallen die Zinsen, kann der also der Kreditnehmer das laufende Darlehen vorzeitig tilgen und zu einem niedrigeren Zinssatz neu finanzieren. Dieses Kündigungsrecht verringert das Risiko von Zahlungsausfällen. Steigen umgekehrt die Zinsen, ist das laufende Darlehen nicht betroffen "Über die letzten fünf Monate sind die Leitzinsen in Dänemark kontinuierlich gesenkt worden", so Carøe. Kündbare Anleihen hätten den Vorteil, dass sie aufgrund des Risikos einer vorzeitigen Kündigung eine höhere Prämie böten.
Offene Immobilienfonds: Abwertungspauschale vom Tisch?  17.6.10
 Die Einwände der Branchenvertreter sind offenbar zumindest partiell auf fruchtbaren Boden gefallen: So lenkt das deutsche Bundesfinanzministerium (BMF) bei offenen Immobilienfonds angeblich dahingehend ein, dass ein pauschaler Bewertungsabschlag von zehn Prozent auf Immobilienbestände vorerst vom Tisch ist, wie die Börsen-Zeitung und die ‚Welt’ berichten. Dem Vernehmen nach sei kurzfristig mit einem Referentenentwurf aus dem Hause Schäuble zu rechnen, in dem dieser Punkt sowie einige andere der wesentlichen Einwände berücksichtigt werden, welche die Kapitalanlagegesellschaften gegen das vom BMF Anfang Mai vorgestellte Regelwerk in einer Anhörung vorgebracht hatten

BVI-Präsident plädiert für Einbau in bAV

Zwar habe BVI-Präsident Thomas Neiße ein bevorstehendes Einlenken des BMF nicht verifizieren wollen, zeigte sich aber zumindest dahingehend optimistisch gestimmt, dass man nach Gesprächen in Berlin den Eindruck bekommen habe, „dass man sich sehr ernsthaft mit unseren Argumenten auseinandersetzt und dass der Bundesfinanzminister sowie die Abgeordneten aus dem Bundestagsfinanzausschuss an sinnvollen Lösungen arbeiten", wie er gegenüber der Börsen-Zeitung sagte.

In dem Interview plädierte er zudem dafür, dass man sich im Hinblick auf Investmentfonds am Beispiel der USA orientieren solle, wo diese gezielt aktiv in die betriebliche Altersvorsorge eingebaut werden. Ein entsprechendes Procedere auch in Deutschland würde nicht nur dazu führen, dass man das von der Fondsbranche verwaltete Vermögen verdoppeln könne, sondern käme auch der Refinanzierung von Unternehmen und der öffentlichen Hand zugute.
Nächster Stichtag im Hinblick auf offene Immobilienfonds ist der 23. Juni. Dann soll dem Bundeskabinett ein Reformentwurf zur Entscheidung vorgelegt werden, wie die Welt schreibt.

Obwohl er den Untergang prophezeit: Jim Rogers investiert in den Euro  17.6.2010
 Der Investmentguru Jim Rogers investiert in den Euro, obwohl er nicht ausschließt, dass die Rettungsaktion für europäische Staaten die Gemeinschaftswährung zerstören wird.Rogers hält aber auf kurze Sicht die Marktstimmung gegenüber der Gemeinschaftswährung für zu negativ, daher habe er in dieser Woche Euro-Bestände gekauft und werde diese möglicherweise aufstocken. „Es ist Zeit, sich konträr zu positionieren. Der Euro wurde zu stark abgestraft“, sagte der Investmentstar im Gespräch mit Bloomberg News. Letztendlich erwartet Rogers allerdings, dass die Hilfspakete für einzelne Mitgliedstaaten zu einem Kollaps des Euro führen werden. „Mit einer schrittweisen Entwertung wird die ehemals starke Währung Euro letztlich zerstört“, sagt Rogers im Interview. Bis Europas Gemeinschaftswährung verschwindet, dauere voraussichtlich aber zehn bis 15 Jahre.
UBS erwartet in den nächsten 12 Monaten einen Goldpreis von 1500 US Dollar  17.6.10
 Die allgemeine Verschuldungslage sowie die Belastungen und Probleme, die sie verursacht, beherrschen derzeit die Wirtschaftsmeldungen. „In diesem Umfeld erstrahlt unseres Erachtens Gold in besonders prachtvollem Glanz. Seit mittlerweile zehn Jahren befindet sich Gold gegenüber allen wichtigen Währungen unaufhaltsam im Aufwärtstrend. Mit anderen Worten: Gold hat im letzten Jahrzehnt jegliche Form von Papiergeld in den Schatten gestellt. Gold ist Rohstoff und Währung zugleich. In den letzten paar Jahren hat das Edelmetall als ultimative, schuldenfreie Währung an Bedeutung gewonnen“, so die Analysten der UBS in der neuesten Ausgabe des UBS research focus.
Die wesentlichen UBS.Prognosen:
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Der Goldpreis wird voraussichtlich weiter steigen. Unser Zielwert für die nächsten zwölf Monate ist ein Preis von rund 1500 US-Dollar je Unze.

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Jede nennenswerte Verschärfung der aktuellen Staatsschuldenkrise in Europa könnte den Goldpreis noch weiter in die Höhe treiben, wobei jedoch die Abwärtsrisiken nicht zu vernachlässigen sind.

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Ein Goldpreis unterhalb von 1200 USD stellt eine Kaufgelegenheit dar. Dabei gehen wir davon aus, dass Anleger für das eingegangene Risiko reichlich entschädigt werden.  

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Anleger sollten sich beim Goldkauf ihre Ziele genau überlegen, da die verfolgte Absicht für die Auswahl des am besten geeigneten Anlageinstruments ausschlaggebend ist.  

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Im aktuellen Umfeld bevorzugen wir nicht abgesicherte, physisch gedeckte Goldpositionen gegenüber Goldaktien und Papiergold.

Wer auf Schwellenländer-Indizes setzt, liegt schnell daneben  16.6.10
 Schwellenländer bieten immense Chancen für Anleger. Wer aber auf Indizes dieser stark wachsenden Wirtschaftsnationen setzt, könnte schnell enttäuscht werden. Denn die Entwicklung der jeweiligen Kursbarometer wird weitaus stärker von Einzelwerten beeinflusst, als dies in entwickelten Märkten der Fall ist. Dies ergibt eine Analyse der MSCI Indizes der Emerging Markets über die vergangenen zehn Jahre der Fondsgesellschaft Fidelity International.
Schwellenländer-Indizes seien in ihrer Zusammensetzung nicht mit Indizes industrialisierter Länder vergleichbar. In Kolumbien, Mexiko, Russland und Tschechien beispielsweise werde der jeweilige MSCI Index ganz wesentlich durch die Wertentwicklung eines Unternehmens beeinflusst. In Tschechien sei es das Energieunternehmen CEZ mit einer Gewichtung von 55 %. Nicht ganz so drastisch sei die Größenverteilung in den Kursbarometern von Ägypten, Chile, Indonesien, Indien und Brasilien. Dort erreichten die drei größten Unternehmen im jeweiligen Länderindex zusammen eine Gewichtung von mindestens 30 %. So enthalte der MSCI Indonesia zwar insgesamt 22 Unternehmen, die drei Schwergewichte Astra International, Telekomunikasi Indonesia und Bank Central Asia hätten gemeinsam aber einen Anteil von 37 %.
Neben der Gewichtung der einzelnen Werte variiere auch die Anzahl der Unternehmen in den Indizes der Schwellenländer drastisch. Der Extremfall sei der peruanische MSCI Länderindex, der nur drei Unternehmen enthalte. Dagegen umfassten der MSCI South Africa 45, der MSCI India 61 und der MSCI Brazil sogar 76 Unternehmen. Unter dem Strich hänge der Verlauf einzelner Schwellenländer-Indizes damit sehr häufig von der Entwicklung einiger weniger oder gar eines einzelnen Unternehmens ab. Enttäusche ein Schwergewicht, ziehe es im Extremfall den kompletten Index nach unten - selbst wenn alle anderen Unternehmen im Index positiv abschneiden würden.
"Anlegern würde ich nicht empfehlen, in Indizes zu investieren - das gilt für Schwellenländer noch mehr als für Industrieländer. Da es für Privatanleger relativ schwierig ist, in einzelne Aktien bestimmter Schwellenländer zu investieren, sind aktiv gemanagte Fonds mit gezielt ausgewählten Werten die beste Möglichkeit, um an der attraktiven Entwicklung der Emerging Markets teilzunehmen", sagt Nick Price, Manager des Fidelity Fund - Emerging Markets Fund (ISIN LU0048575426) und des Fidelity Fund - Emerging Europe, Middle East and Africa Fund (ISIN LU0303816028).
Die Investition in Schwellenländer-Indizes führe selbst dann in die Irre, wenn Anleger lediglich auf eine bestimmte Region setzen wollten. So seien etwa die Wertentwicklungen der asiatischen Länder kaum miteinander vergleichbar, obwohl sie unmittelbar nebeneinander liegen würden. Die Fidelity-Analyse zeige, dass beispielsweise China in den vergangenen zehn Jahren eine Wertsteigerung um knapp 120 % im MSCI China verzeichnet habe, während der MSCI Taiwan im selben Zeitraum einen signifikanten Wertverlust von 28 % erfahren habe. Gleiches gelte für die Entwicklung der Aktienkurse in Osteuropa: Tschechien zähle mit einer Wertsteigerung von fast 500 % zu den größten Gewinnern unter den Schwellenländern. Mit 180 % Wertsteigerung bleibe Ungarn deutlich dahinter.
Schroders: Schwacher Euro trifft Konsumkraft in Asien  16.6.10
 Die europäischen Märkte sind aufgrund der Schuldenkrise in Griechenland und einer möglichen Ansteckung weiterer Euroländer stark unter Druck geraten. Gleichzeitig verzeichnen die Märkte in Asien eine höhere Volatilität. „Wir gehen aber davon aus, dass die Schuldenkrise in Griechenland nur in geringer Korrelation zu der Dynamik steht, die den Konsum und das Wachstum in Asien bestimmt. Klar ist allerdings, dass eine Schwächung des Euros die Wettbewerbsfähigkeit asiatischer Produkte mindert. Außerdem wird es für asiatische Unternehmen – mit ihren ohnehin knappen Margen – dadurch schwerer, ihre Produkte im Euroraum zu verkaufen. Und zu guter Letzt wirkt sich der Verlust der Kaufkraft von Konsumenten und Unternehmen in der Eurozone negativ auf die Konsumkraft in Asien aus“, meint David MacKenzie, Schroders-Produktmanager für asiatische Aktien ex-Japan, in einem aktuellen Marktkommentar. 
Hier derOriginalbeitrag:
Exporteure und asiatische Unternehmen mit großen Einnahmequellen in Europa gehören zu den Gruppen, die am stärksten davon betroffen sind. Auf mittelfristige Sicht werden die Schuldenprobleme in der Eurozone aber auch das Wirtschaftswachstum in Asien bremsen. In China beispielsweise basieren 25 Prozent des Wirtschaftswachstums auf Exporten, 20 Prozent davon nach Europa. Sollte diese Nachfrage aufgrund der Schwäche Europas um 20 Prozent zurückgehen, könnte sich das chinesische BIP-Wachstum dadurch um 0,5 Prozent verringern. Größer wären die Folgen natürlich für die Stimmung unter den Investoren, da in unsicheren Zeiten riskante Anlageklassen häufig verkauft werden.
Eine andere alte Zivilisation, gegenteilige Probleme
In einem Versuch, die Spekulationsblase in China unter Kontrolle zu bekommen, leitete die chinesische Regierung neue Maßnahmen zur Straffung des inländischen Immobilienmarktes ein. Dieser Schritt zielte darauf ab, die spekulative Nachfrage im Immobilienmarkt zu begrenzen. Die Maßnahmen beinhalteten unter anderem eine Erhöhung des Anzahlungsprozentsatzes und der Hypothekenrate für Investitions- und Spekulationskäufe. Bauträger für erstklassige Immobilien sind gut aufgestellt, da sie das Kapital bereits in der Frühphase des Zyklus aufgebracht haben. Die Immobilienpreise in Großstädten sind ebenso wie die Transaktionsvolumina deutlich zurückgegangen. Doch am stärksten betroffen war der Sektor der drittklassigen Immobilien. Die anhaltende Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Zinsentwicklung und andere Straffungsmaßnahmen wirken sich weiter negativ auf die Stimmung an den Märkten aus. Auch wenn wir vor politischem Gegenwind in China, besonders in der Immobilienbranche, gewarnt haben, so ist das Ausmaß der jüngsten politischen Maßnahmen doch ernster als erwartet. Daher gehen wir davon aus, dass der Markt einige Zeit braucht, um die Maßnahmen zu verarbeiten und sich wieder zu erholen. Entsprechend dürfte die Stimmung weiter anfällig bleiben. Trotz allem sind wir der Ansicht, dass die Straffungsmaßnahmen für die mittelfristige Wirtschaftsentwicklung Chinas positiv sind. Denn die Behörden sind bemüht, Inflationserwartungen und überschüssige Liquidität zu zügeln, um der Wirtschaft auf weitere Sicht eine Bauchlandung zu ersparen.
Kurzfristig könnte diese Politik jedoch das Transaktionsvolumen reduzieren und folglich die Investitionen in Sachanlagen verlangsamen. Wir gehen davon aus, dass China neun Prozent seines BIP 2010 auf Grundlage eines besseren Konsumwachstums erzielen wird. Außerdem dürften sich die Unternehmensgewinne weiterhin verbessern – um etwa 20 Prozent gegenüber dem Niveau von 2009. Zu den attraktiven Anlagemöglichkeiten zählen inländische Titel und beispielsweise die Konsumgüterbranche, die nicht nur stabiles und transparentes Gewinnwachstum bietet, sondern auch Beteiligung an den großen Wachstumstrends des Landes. Die Schwerpunktverlagerung von Investitionen hin zu inländischen Konsumgütern ist nicht nur ein langfristiger Entwicklungstrend, sondern einer der wichtigsten Punkte auf der politischen Agenda 2010.
Die Lage in Thailand entspannt sich
Die Lage im Süden Thailands hat sich in jüngster Vergangenheit etwas beruhigt. Doch es besteht immer noch die Gefahr, dass das Land geteilt bleibt. Angesichts der unbestimmten Nachfolgeplanung für den Regenten sollten sich Anleger auf weitere politische Unsicherheit einstellen. Auch bei den jüngsten Unruhen im Norden spielen zwei Parteien die Hauptrolle. Aus unserer Sicht sind die schlimmsten Unruhen fast vorüber, wobei der Markt aber noch einige Zeit nervös bleiben wird.  In Korea bleibt die Situation auch noch angespannt, allerdings entwickelt sich die Lage in Südkorea angesichts des nachgebenden Won eher zu einem Währungsproblem. Das hat dazu geführt, dass Exporttitel besser abschneiden als inländische Titel. Auf der anderen Seite haben Wohnungsbaufirmen und andere Konsumgütertitel durch den Stimmungs- und Vertrauensverlust gelitten. Unserer Ansicht nach ist ein Krieg in Korea unwahrscheinlich – hauptsächlich deshalb, weil China hier keine Unterstützung leistet. Die jüngsten Aktionen haben aber dazu beigetragen, die Macht von Kim Jong Il weiter zu festigen. Wir gehen nicht davon aus, dass er zu irrational handeln wird aber die Spannungen noch eine ganze Zeit anhalten werden. Deshalb werden einige interessante Kaufchancen vermutlich zunichte gemacht werden, aber im Moment haben wir auch keine allzu große Eile dort zu investieren.
Presse: Verschuldung Griechenlands wesentlich höher als ausgewiesen  14.6.10
 Die Schuldenlast des EU-Mitglieds Griechenland ist offenbar weitaus größer als offiziell bekannt. "Wie bei einem Eisberg sieht man auch bei Griechenlands Verschuldung lediglich die Spitze. Die viel größere Gefahr lauert aber unter der Oberfläche", sagte der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen gegenüber der Zeitung "DIE WELT" (Online-Ausgabe, Montag). Schon die sichtbare Schuldenlast des Mittelmeerlandes, die aktuell mit 115 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) angegeben wird, liege deutlich über den im EU-Stabilitätspakt als Höchstgrenze angegebenen Wert von 60 Prozent. Um das wahre Ausmaß der Staatsverschuldung darzustellen, hat Raffelhüschen die im Sozialsystem und im Beamtenapparat steckenden Zukunftslasten unter die Lupe genommen. Diese implizite Staatsverschuldung summiere sich auf 717 Prozent des BIP. Die verdeckte Schuldenlast umfasst Leistungsansprüche, die in Zukunft finanziert werden müssen und für die der Staat, wäre er ein Unternehmen, Rücklagen bilden müsste. Der Grund für die extreme Überschuldung sei laut Raffelhüschen der völlig überdimensionierte Sozialstaat.Der Ökonom erstellt seit Jahren regelmäßig eine sogenannte Generationenbilanz für Deutschland, in der die Gesamtschuldenlast oder - wie Raffelhüschen es nennt - die "Nachhaltigkeitslücke" aufgezeigt wird. Auch hierzulande ist die ausgewiesene Verschuldung stets geringer als die implizite. Allerdings sind die Werte im Vergleich zu Griechenland deutlich niedriger. So betrug im Jahr 2007 die ausgewiesene Verschuldung Griechenlands laut dem Bericht 91 Prozent des BIP. Bei der versteckten Staatsschuld kam das Land mit 712 Prozent auf einen achtmal so hohen Wert. Grund für die Überschuldung ist laut Raffelhüschen der überdimensionierte Sozialstaat. Zum Vergleich: In Deutschland betrug die offizielle Staatsverschuldung im gleichen Jahr 65 Prozent. Die implizite Schuldenlast war dreimal so groß. Zwar hat sich die Finanzlage infolge der Wirtschaftskrise verschlechtert, der Negativtrend dürfte in Griechenland deutlich stärker sein.
"Die Griechen haben im Gegensatz zu uns in den vergangenen Jahren in Bezug auf ihre Wirtschaftsstrukturen keinerlei Hausaufgaben erledigt", sagt der Finanzwissenschaftler. Im Gegenteil: Das südosteuropäische Land habe seine Sozialleistungen und besonders seine Rentenausgaben extrem ausgeweitet. "Eine Sanierung des Sozialsystems auf der Ausgabenseite ist alternativlos", sagte der Ökonom. Allerdings könnte es dann zu heftigsten Verteilungskämpfen kommen. Denn es seien weit einschneidendere Maßnahmen nötig, als sie die Regierung angekündigt habe. "Und schon diese haben zu Toten auf den Straßen geführt", sagte er.
Soros warnt: „Wir befinden uns erst im zweiten Akt des Dramas“  11.06.2010
 

Laut Investmentmilliardär George Soros ist die Finanzkrise noch lange nicht ausgestanden – im Gegenteil. Er geht davon aus, dass wir „gerade erst den zweiten Akt erreicht haben“, wie Bloomberg berichtet. So würde sich die Finanzlage in Europa verschlechtern und die Regierungen dazu gezwungen, ihre Budgetdefizite zu verringern, was die globale Wirtschaft Soros zufolge zurück in eine Rezession drücken könnte.

Auf dem Bankengipfel in Wien (Frühjahrstagung des Weltbankenverbandes IIF (Institute of International Finance)), wo sich gestern führende Banker in der Wiener Hofburg zusammenfanden, um sich über den trüben Konjunkturausblick für europäische Volkswirtschaften und die Sorge vor steigender Staatsverschuldung auszutauschen, sprach Soros deutliche Worte: „Der Kollaps des Finanzsystems, wie wir es kennen ist real und die Krise ist weit davon entfernt, vorüber zu sein. Tatsächlich haben wir gerade erst den zweiten Akt des Dramas betreten.“ Die aktuelle Situation in der globalen Wirtschaft erinnere erschreckend an die 1930er Jahre, als die Regierungen ebenfalls unter Druck standen, ihre Budgetdefizite zu verringern, während die ökonomische Erholung schwach ausfiel. Am 7. Juni hatte die Sorge, dass sich Europas Staats-Schuldenkrise ausweiten könnte, die Gemeinschaftswährung Euro auf ein 4-Jahres-Tief gegenüber dem Dollar gedrückt und in diesem Jahr bereits über vier Billionen Dollar Wert an den globalen Aktienmärkten ausgemerzt, wie Bloomberg berichtet. Laut einer Einschätzung der Bank of America Corp. müssen Europas verschuldete Nationen in den nächsten drei Jahren fast zwei Billionen Euro (2,4 Billionen Dollar) aufbringen, um sich zu refinanzieren.

CDS sind "eine Lizenz zum Töten"

Harte Worte hatte Soros auch für Credit Default Swaps (CDSs), die darauf abzielen, Anleihenhalter gegen das Risiko eines Ausfalls zu schützen. Die Produkte seien gefährlich und de facto „eine Lizenz zum Töten“, so Soros. Sie sollten nur erlaubt sein, wenn es eine versicherbare Verzinsung gebe.

Neue Vermögen: Investments in BRIC-Staaten und arabische Länder werden empfohlen  4.06.2010
 

„Die Staatsschulden wachsen und wachsen. Hinzu kommt, dass immer weniger Bürger diese Last tragen müssen. Für Anleger heißt das: Investieren Sie in wachsende Ökonomien!“, schreibt Gottfried Urban, Vorstand der Neue Vermögen AG in Traunstein, in einem aktuellen Marktkommentar (Originalbeitrag):

 

Die Schuldenmisere ist eines der dringlichsten Probleme. Um es in den Griff zu bekommen, braucht es wirtschaftliches Wachstum – und dafür wiederum eine wachsende Bevölkerung. Doch in Europa wird die demographische Entwicklung das Problem der Staatsschulden in den kommenden Jahren noch verschärfen. Selbst wenn wir keine neuen Schulden mehr machten, werden immer weniger Köpfe die bestehenden Verbindlichkeiten tragen müssen.  

Der Staat sind wir. Das heißt: Jeder in Deutschland lebende Bürger muss derzeit eine öffentliche Schuldenlast von etwa 22.000 Euro stemmen. Die Hauptlast für den Schuldenabbau können aber nur die Erwerbstätigen tragen, was den Pro-Kopf-Betrag auf etwa 37.000 Euro ansteigen lässt. Doch es wird wegen der demographischen Entwicklung schlimmer kommen: Selbst wenn der Staat es schaffen sollte, in den nächsten 40 Jahren keine neuen Schulden zu machen, ergibt sich im Jahr 2050 pro Erwerbstätigem ein Schuldenstand von 60.000 Euro.  

Grundsätzlich gilt: Bei einer Geburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau, bleibt die Bevölkerung eines Landes in etwa konstant. Diesem so genannten „Ersatzniveau“ kommen in Europa aber nur Frankreich und die nordischen Länder nahe. Die deutschsprachigen Länder und die übrigen Staaten Mittel-, Ost- und Südeuropas weisen deutlich niedrigere Geburtenraten zwischen 1,3 und 1,5 auf. Daher werden im Jahr 2050 voraussichtlich nicht mehr 82 Millionen Menschen in Deutschland leben, sondern nur noch 55 Millionen.

 

Bereits 2015 drohen der Bundesrepublik durch diese Tatsache negative Konjunktureffekte. Experten gehen davon aus, dass ab 2025 eine Rezession nicht mehr zu verhindern ist, denn dann wird der negative demographische Effekt Deutschland jedes Jahr über zwei Prozent Wachstum kosten. Bleibt der prognostizierte Trend im Bevölkerungswachstum erhalten, sinkt die Wirtschaftsleistung im Jahr 2030 auf die von 1985 und im Jahr 2050 auf jene von 1975.  

Meiner Meinung nach erfordert dieser Wandel einen radikalen Strategiewechsel in der Geldanlage: Weg von Anlagen in hoch verschuldete Industrieländer, hin zu Investments in Staaten, die eine gesunde demographische Entwicklung und einen soliden Haushalt aufweisen! Die Zukunft ist multipolar. Konsumenten, die für Wachstum sorgen werden, wohnen in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China), aber auch in den so genannten Frontier-Staaten: Die arabischen Länder, islamische Staaten und Afrika haben gute Wachstumsperspektiven dank wachsender Bevölkerung – und damit steigende Ansprüche an Konsum und Wohlstand.  

13 Billionen Dollar: USA versinkt im Schuldensumpf  4.06.2010
 

Die USA versinken in einem immer tieferen Schuldensumpf: Erstmals steigt die Staatsverschuldung der weltgrößten Volkswirtschaft auf über 13 Billionen US-Dollar, wie die Internetseite des US-Finanzministeriums mitteilte. Am 1. Juni betrug die Staatsschuld demnach 13.050.826.000.000 US-Dollar, das sind rund 88 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der größten Volkswirtschaft der Welt. Im Herbst 2008 überschritt die Verschuldung die Zehn-Billionen-Dollar-Marke.

DAX wächst bald auf 7000 Punkte  31.5.10
 Fondsmanager Daniel Zindstein von GECAM : Deutschland profitiert von der Euro-Krise.
Daniel Zindstein, Fondsmanager beim Allgäuer Finanzdienstleister GECAM, gibt sich optimistisch, was den deutschen Aktienmarkt betrifft. Er sieht den Deutschen Aktienindex (DAX) bis Ende des Jahres bei 7000 Punkten und meint in seinem neuesten Marktkommentar, Deutschland profitiere von der Eurokrise. "Wir halten an unserer Kursprognose von 7000 Punkten für den DAX zum Jahresende fest", so Zindstein. "Die hervorragenden konjunkturellen Erholungstendenzen in Deutschland ermöglichten den Unternehmen überraschend gute Geschäftszahlen im ersten Quartal. Mehr noch: Die Aussichten für den weiteren Jahresverlauf und darüber hinaus bleiben ungetrübt." Durch die Verschuldungskrise stagnierten die Zinsen weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Exportindustrie könne den niedrigen Euro-Kurs für sich nutzen. "Daraus resultiert eine Wachstumsprognose von zwei Prozent für das deutsche Bruttoinlandsprodukt für 2010 - wer hätte das gedacht", führt Zindstein aus.
Kritischer geht Zindstein mit der Politik ins Gericht. Mit einem "gigantischen Rettungsschirm in Höhe von 750 Milliarden Euro" sei zwar die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit eines EU-Landes gebannt. Allerdings förderten regulatorische Schnellschüsse wie die des Bundesfinanzministeriums in den vergangenen Wochen eher die Unsicherheit an den Finanzmärkten als dass sie Investoren beruhigten. "Internationale Investoren quittierten das mit der Flucht aus einer Währung, die dauerhaft strukturelle Nachteile haben wird", meint Zindstein. "Ein weiteres Zusammenrücken der Europäischen Staaten, verbunden mit der Abgabe weit reichender Kompetenzen in der Sozial- und Wirtschaftspolitik nach Brüssel, hält wohl niemand ernsthaft für realistisch und politisch vermittelbar."
Sparen würde nun populär. Die sinkende Nachfrage durch die Regierungen dämpfe zwar das Wirtschaftswachstum weltweit, doch dies führe in Deutschland zu keiner neuerlichen Rezession oder zu einem Double-Dip, wie dies viele andere Marktbetrachter befürchten. "Inflation ist aus unserer mittel- bis längerfristigen Sicht in einer Welt, die spart, kein nennenswertes Thema", so Zindstein weiter. "Das bedeutet, dass wir Gold keine großen Perspektiven zutrauen." Allerdings rechnet Zindstein mit einer Kurskorrektur bei den Staatsanleihen und einer hohen Volatilität in den Märkten bis zum Herbst. Für die GECAM-Dachfonds, für die Zindstein mitverantwortlich zeichnet, hält die Gesellschaft weiterhin an den Kernmärkten Deutschland, USA und Japan fest. "Die taktische Steuerung der gesamten Aktienquote sowie aktives Risikomanagement zahlen sich stärker aus als marginale Anpassungen der Gewichtung einzelner Märkte", eint Zindstein, und: "Für den Euro steht eine Erholung an. Unsere mittelfristige Skepsis gegenüber der Währung bleibt erhalten, wir denken, dass das Startniveau von 1,18 US-Dollar erreicht wird, im längeren Zeithorizont sogar die Parität."
Offene Immobilienfonds: BVI wirbt für Reformvorschläge im Finanzministerium  31.5.2010
 

Eine Reform der Offenen Immobilienfonds (OIFs) sollte nach Ansicht des Branchenverbandes BVI in erster Linie den Schutz der Privatanleger zum Ziel haben. Die aufgetretenen Probleme müssten vor allem durch die Optimierung der Liquiditätssteuerung angegangen werden, ohne das Produkt zum Nachteil der Anleger zu verändern, betont der Bundesverband Investment und Asset Management in einer aktuellen Stellungnahme zum Diskussionsentwurf des Gesetzes zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarkts. Dies wird heute in einer Anhörung im Bundesministerium der Finanzen erörtert. Für BVI-Immobilienvorstand Barbara Knoflach ein entscheidender Termin, wie sie im Gespräch mit FONDS professionell deutlich macht.
Bei OIFs sei eine Fristentransformation zu leisten – ebenso wie bei jeder Bank, sagt der BVI. Diese Fristentransformation habe in der Vergangenheit ganz überwiegend gut funktioniert, gerade auch während der Jahre 2005 bis 2009: In diesem Fünfjahreszeitraum hätten die OIFs Anteile im Wert von 97,5 Milliarden Euro ausgegeben und Immobilien für 43,7 Milliarden Euro neu erworben. Im selben Zeitraum seien 97,9 Milliarden Euro aufgrund von Rückgaben an die Anleger ausgezahlt und Immobilien für 37,7 Milliarden Euro verkauft worden. Das unterstreiche, dass OIFs in hohem Umfang Fristen transformieren und das auch könnten. Die Reformvorschläge der Branche zeigten nun auf, wie diese Fristentransformationsleistung durch fünf Maßnahmen optimiert werden könne:

1. OIFs vor „Geldparkern“ schützen
In der Vergangenheit hätten institutionelle Anleger, aber auch vermögende Privatanleger, regelmäßig für nur wenige Wochen oder Monate größere Summen in OIFs angelegt. Eine Immobilienanlage sei von ihnen aber nie beabsichtigt gewesen. Vielmehr seien OIFs als Liquiditätsanlage eingesetzt und die Möglichkeit der täglichen Rückgabe missbraucht worden. Als geeignete Maßnahme schlägt die Branche der OIFs eine Mindesthaltefrist von einem Jahr für alle Anleger vor.

2. Anlageverhalten von institutionellen Anlegern berücksichtigen:
Im  Rahmen der professionellen Tätigkeit dieser institutionellen Anleger werde jede Anlageentscheidung grundsätzlich täglich auf den Prüfstand gestellt. Institutionelle Anleger reagierten im Gegensatz zu Privatanlegern rasch, gleichgerichtet und mit großen Beträgen. Unter den durch die Rückgaben von institutionellen Anlegern ausgelösten Rücknahmeaussetzungen hätten regelmäßig vor allem die Privatanleger zu leiden. Für die Zukunft sei darauf zu achten, dass institutionelle Anleger nicht mehr durch den Abzug hoher Beträge in kurzer Zeit ein „Windhundrennen“ mit nachfolgenden Rücknahmeaussetzungen verursachen könnten. Als geeignete Maßnahme schlägt die Branche eine Kündigungsfrist von einem Jahr für alle nicht-natürlichen Personen vor.

3. OIFs für die private Altersvorsorge optimieren
Als Substanzwertanlage böten OIFs einen eingebauten Inflationsschutz und seien daher besonders für die Altersvorsorge geeignet. Dazu müssten Anleger während der Ansparphase jederzeit (regelmäßig monatlich) investieren können. Gleichzeitig müssten monatliche Auszahlungspläne als private Zusatzrente stets zuverlässig ausgezahlt werden, selbst wenn ein Fonds vorübergehend die Rücknahme aussetzen müsse. Der BVI fordert, dass Anteile weiterhin jederzeit ausgegeben und zurückgenommen werden können. Bei Rücknahmeaussetzung sind Auszahlungspläne fortzuführen, wofür zusätzliche Liquidität vorzuhalten sei.

4. Folgen von Rücknahmeaussetzungen anlegergerecht ausgestalten
In schwierigen Marktphasen sei es nicht im Interesse der langfristig orientierten Anleger, Immobilien zu Ausverkaufspreisen auf den Markt zu werfen. Auf der anderen Seite werde es meist auch Anleger geben, die im Falle einer längerfristigen Rücknahmeaussetzung lieber aussteigen wollen und dabei bereit sind, gewisse Wertverluste zu akzeptieren. Diesen unterschiedlichen Interessenlagen lasse sich gerecht werden, indem Abschläge, die während einer Rücknahmeaussetzung durch Verkäufe unterhalb des Sachverständigenwerts erfolgen, nur den Anlegern belastet werden, die diese Verkäufe durch ihre Anteilrückgaben auslösen.

5. Durch flexible Regeln Produktangebot differenzieren
Der Markt der OIFs habe sich seit den 1990er Jahren stark verändert und differenziert. Der gesetzliche Rahmen solle unterschiedliche Angebote unterstützen, indem an Stelle starrer Regeln flexible Spielräume geschaffen werden. Dazu gehöre, dass mit institutionellen Investoren rechtswirksam einzelvertragliche Kündigungsfristen vereinbart werden könnten, die auch länger sein könnten als ein Jahr.

Bald auch in Deutschland japanische Verhältnisse ?  28.5.10
 -"Nach der Korrektur im Mai sind europäische Aktien jetzt vergleichsweise preiswert. Die KGVs liegen unter ihrem historischen Durchschnitt und viele Unternehmen zahlen höhere Dividenden- als Anleiherenditen. Es mangelt also nicht an interessanten Bewertungen. Zudem geht es mit der Weltkonjunktur wieder aufwärts und die Unternehmensbilanzen sind solide", berichtet Ad van Tiggelen, Senior Investment Specialist bei ING Investment Management. Es habe also den Anschein, dass Aktien den Sündenbock für europäische Staatsschuldner spielen müssten. "Machen sich Anleger zu viel Sorgen?", fragt van Tiggelen.
Die Märkte seien zukunftsorientiert und schenkten den Ertragsprognosen der Analysten für 2011 offensichtlich wenig Vertrauen. Man müsse sich in der Tat fragen, ob Analysten die negativen Auswirkungen des europaweit für 2011 geplanten Schuldenabbaus ausreichend berücksichtigten. Aber selbst wenn es zu einem vorübergehenden Double-Dip käme und nur die Hälfte des prognostizierten 20%igen Ertragswachstums einträte, wären Aktien seiner Meinung nach immer noch vergleichsweise preiswert.
"Oder sitzt die Furcht tiefer?", fragt van Tiggelen. Vor einer diffusen Gefahr, die man verdränge, die aber dicht unter der Oberfläche des Schuldenmeers lauere? Tatsächlich seien Inflationsängste sehr viel verbreiteter - vor allem, wenn die Zentralbanken die Druckerpressen anwerfen würden. Aber nichtsdestotrotz gehe es mit Anleiherenditen und Inflationszahlen abwärts, jedenfalls in den USA und der Eurozone. Es werde häufig vergessen, dass nicht das Drucken von Geld Inflation verursache, sondern das Ausgeben. Solange die Verbraucher vorsichtig bleiben würden und lieber sparten als ausgeben würden, sollte Inflation seiner Meinung nach kein Thema sein. In einer hoch verschuldeten Welt bestehe für die einzelnen Länder ein Anreiz, die eigenen Schuldenberge über den Weg der Inflation abzubauen. Der Haken an der Sache sei allerdings, dass man Inflation nicht nach Bedarf anknipsen könne, das habe Japan bereits vorexerziert.
Einer der Gründe für die hartnäckige Deflation in Japan sei die alternde Bevölkerung. Eine alternde Bevölkerung habe tendenziell weniger Bedarf an neuem Wohnraum, neuen Autos und anderen arbeits- bzw. rohstoffintensiven Produkten (die in der Regel die wichtigsten Inflationstreiber seien). Andererseits benötige eine alternde Gesellschaft umfangreiche risikoarme Investments, um ein stetiges Einkommen für alle Rentner zu sichern. Deshalb investierten Japaner unverdrossen in japanische Staatsanleihen, selbst wenn die Nominalrendite kaum über einem Prozent liege. Wenn nämlich die Deflation zwei Prozent betrage, liege die Effektivrendite ihrer Anlagen bei immerhin drei Prozent! "Warum das relevant ist?", fragt van Taggelen weiter. Weil jetzt die demografische Entwicklung im Euroraum der Japans Anfang der 1990er Jahre entspreche. Die alternde Gesellschaft mit ihren deflationären Tendenzen werde auch in Europa allmählich zur Realität. Zudem erinnere das Ausgabeverhalten der deutschen Verbraucher, auf die es hier besonders ankomme, an das der Japaner. Der Realverbrauch stagniere in Deutschland bereits seit zehn Jahren und die Deutschen verhielten sich in vielerlei Hinsicht ähnlich wie die Japaner. Generell neigten beide Völker stärker als andere dazu, ihre Lebensumstände und ihre Zukunft selbst bestimmen zu wollen, auch in finanzieller Hinsicht. Bei dieser Mentalität falle Sparen leichter als Ausgeben. Gegen finanzielle Vorsicht sei natürlich nichts einzuwenden, aber in Japan habe sich dies bereits als Rezept für Deflation erwiesen.
Die gegenwärtig niedrigen Anleiherenditen in Deutschland seien daher möglicherweise nicht nur auf die Flucht in sogenannte sichere Häfen zurückzuführen, sondern auch ein erster Hinweis auf deflationäre Tendenzen seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Schlußfolgerung van Tiggelens: "In diesem Fall sollten die Aktienbewertungen wirklich etwas unter ihrem historischen Durchschnitt liegen. Auch Anleiherenditen von unter 3 Prozent wären dann gerechtfertigt. Insofern könnte sich das aktuelle Marktverhalten als rationaler erweisen, als es momentan den Anschein hat."
Staatsbankrotte wohl einziger Ausweg aus dem Schuldendilemma 27.5.10
 

Staatsbankrotte sieht Bill Gross, seines Zeichens Co-CEO von Pacific Investment Management Corp. (PIMCO), als wohl einzigen Ausweg für so manchen staatlichen Schuldner, wie er in seinem Investment Outlook für Juni darlegt. 

Es kann Jahrzehnte dauern, eine Schuldenlast zu akkumulieren, aber nur wenige Monate, bis man dadurch in einen krisenhaften Zustand gerät. Viele Investoren, genauso wie Ökonomen und Politiker, zeigen wenig Verständnis dafür, dass sich die Einstellung zum Verleihen von Geld an Staaten so schnell ändern kann. Diese Gruppen haben einen Mind-Set, dass es wie bei Märkten und Arbeitsplätzen zu einer Rückkehr zur Normalität kommt, was aber manchmal genau nicht geschieht.  

Die gegenwärtige Phase ist durch die Schuldenhöhe der Staaten und ihre Fähigkeit, aus ihrer Verschuldung herauszuwachsen, charakterisiert. Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, wo die Schuldengrenze liegt beziehungsweise ab welchem Wirtschaftswachstum man von einem zu geringen spricht, hebt Gross hervor. Wirtschaftshistoriker wie Kenneth Rogoff sagen, dass ab einem Schuldenniveau von 80 bis 90 Prozent des BIP das Wachstum regelrecht verkümmert. Griechenland ist bereits darüber hinaus, was potentielle Zeichner neuer Anleihen beziehungsweise Kreditgeber verschreckt.  

Bezieht man in die Betrachtungen neben staatlichen Schulden auch jene der Unternehmen und privaten Haushalte mit ein, wird das Bild noch düsterer, was insbesondere auch für die USA selbst gilt. Ein zu hohes Schuldenniveau, verbunden mit geringem Wachstum, lassen Gläubiger leicht davon Abstand nehmen, neue Kredite zu geben.  

Souveräne Staaten tun nun alles dazu, um das Wachstum der Schulden zu stoppen. Nicht nur Europas Südflanke, sondern auch Frankreich, Großbritannien, Japan und sogar die USA arbeiten sich in Richtung geringerer Budgetabgänge vor. Noch immer fragen sich manche Marktteilnehmer, ob nicht manche souveräne Schuldner zu weit gegangen sind und eine Restrukturierung der Schulden unumgänglich ist.  

Bei der Festlegung der Zinsaufschläge für Griechenland durch IWF und EU auf Libor plus 300 bis 350 Basispunkte gibt es kein vernünftiges Szenario, wie Griechenland aus dem Schuldendilemma herauswachsen könnte. Fiskalische Sparmaßnahmen führen nun einmal auf kurze Sicht zu einem niedrigeren Wachstum. Budgetäre Schritte bedeuten Arbeitsplatzabbau, Lohn- und Pensionskürzungen und damit einen rückläufigen Konsum. Eine Rezession ist damit unausweichlich, die Staatsschuldenquote steigt dann wegen des sinkenden BIP weiter an. In vielen Fällen kann es deshalb für ein Land gar nicht möglich sein, durch die Reduktion der Defizite aus der Schuldenkrise herauszukommen, erläutert Gross.    

Ist es möglich, durch eine Erhöhung der Verschuldung aus der Schuldenkrise herauszukommen? In einzelnen Fällen wohl schon. Dies gelingt aber nur bei günstigen Voraussetzungen wie einen niedrigen Verschuldungsgrad, niedrigen Zinsen und wachstumsankurbelnden Staatsausgaben auf Pump. Dann könnte ein Staat dem deflationären Schuldeneffekt durch die Schaffung neuer Schulden entkommen. Einer Handvoll Länder inklusive der USA wird das zugetraut, allerdings hegen Investoren wie PIMCO starke Zweifel daran, ob die US-Budgetdefizit zu stärkerem künftigen Wachstum der Volkswirtschaft führen können. Fiskale Sparmaßnahmen und konservative Budgets könnten für Griechenland und einige andere Staaten in vergleichbarer Situation zu spät kommen. Eine Fortführung des Deficit Spending könnte ein Privileg weniger sein. Die meisten westlichen Industriestaaten sind dann zwischen den beiden Extremen gefangen, müssen mit niedrigeren Wachstumsraten und Schwankungen am Wege dorthin fertig werden.  

Die Investorengemeinde andererseits muss sich auf schmerzlich magere Jahre in der näheren Zukunft einstellen, ist der Deleveragingprozess, der sich auf zu hohen Schulden und zu geringem Wachstum gründet, nicht von heute auf morgen beendet. Auf mittlere Sicht sei bei einem ausgewogenen Aktien- und Rentenportfolio von Jahresreturns in der Höhe von vier bis sechs Prozent im Schnitt auszugehen, schließt Gross seine Ausführungen. Negative Überraschungen sind dabei nicht auszuschließen.

HSBC - Marktkommentar zu Asien  27.05.10
 Zu Asien ex Japan  "Angesichts der sich verschärfenden Schuldenkrise in Europa kehrt die Risikoscheu an die globalen Märkte zurück". Dies könnte nach Einschätzung des Fondsmanagements von Halbis Capital Management (Hong Kong) Ltd. ("Halbis") dazu führen, dass die Korrelationen zunehmen und auch die Aktienmärkte fallen. Die asiatischen Märkte seien gegen einen Kursverfall und einen Nachfragerückgang in Europa und anderswo nicht immun. Allerdings würden die Säulen, auf denen die positive Entwicklung der asiatischen Aktienmärkte ruht, dem fundamentalen Investmentspezialisten von HSBC Global Asset Management zufolge tragfähig bleiben: vernünftige Bewertungen, reichlich Liquidität und eine anscheinend robuste globale Nachfrage.
In Asien machen sich die Investoren nach Ansicht von Halbis weiterhin Sorgen, inwieweit die Regierungen in China und Indien die Zügel anziehen. In beiden Fällen normalisierten die Behörden angesichts des starken Wirtschaftswachstums die Geld- und Fiskalpolitik. Dies und die Lage in Europa lassen laut der fundamentalen Spezialisten von HSBC Global Asset Management erwarten, dass der Handel auf längere Zeit in engeren Spannen stattfindet. "Das Risiko einer übergreifenden Korrektur an den globalen Märkten nimmt dabei zu", so die Experten.
Die Halbis-Experten würden hinsichtlich asiatischer Aktien insgesamt bei der positiven Einschätzung bleiben und überzeugende Positionen in Schwächephasen aufstocken. "Die Priorität der fundamentalen Investmentspezialisten von HSBC Global Asset Management liegt wie immer darin, attraktive Aktien herauszufiltern, wobei die entsprechenden Unternehmen durch ihre Marktposition nachhaltig Gewinne erwirtschaften, finanziell stark sind und gut geführt werden. Diese Unternehmen dürften trotz kurzfristiger Marktschwankungen zu den langfristigen Nutznießern der anhaltenden asiatischen Wachstumsstory gehören.
In China erwarten die fundamentalen Investmentspezialisten von HSBC Global Asset Management eine Zunahme des politischen Risikos, weil die Zentralregierung mit verschiedenen Maßnahmen die Immobilienpreise stabilisieren will. Halbis geht davon aus, dass die Immobilientransaktionen in den kommenden Monaten abnehmen werden. Zudem habe die Notenbank Anfang Mai erneut die Reservequoten für die Großbanken angehoben. "Die Experten von Halbis schätzen, dass damit rund 300 Milliarden Renminbi an Liquidität abgeschöpft und somit das Kreditwachstum gehemmt wird", heißt es weiter. Da die Notenbank die Reservequoten in diesem Jahr schon mehrfach angehoben habe, um Konjunkturüberhitzung und Inflation vorzubeugen, dürfte eine Leitzinserhöhung im zweiten Quartal weniger wahrscheinlich werden. Die fundamentalen Investmentspezialisten von HSBC Global Asset Management schätzen, dass der Renminbi im zweiten Quartal wieder stetig aufwertet. Für das gesamte Jahr dürfte die Spanne zwischen drei Prozent und fünf Prozent liegen. Der Einkaufsmanagerindex habe weiter zugelegt. Zudem sei der Auftragseingang im Maschinenbau und der metallverarbeitenden Industrie stark gewesen. Halbis bewertet den chinesischen Markt neutral.
Indien dürfte nach Ansicht der Halbis-Experten die Leitzinsen im weiteren Jahresverlauf stetig anheben. Die Notenbank wolle die Zinsen normalisieren, dabei aber ausreichend Liquidität gewährleisten und die Inflation im Zaum halten. Positiv für die Staatsfinanzen dürften sich Halbis zufolge die Erlöse der Mobilfunkauktion auswirken, die rund doppelt so viel einbringen dürfte wie die angepeilten 7,6 Milliarden US-Dollar. "Die Konsensus-Gewinnschätzungen haben sich im März nach Monaten der Stagnation leicht nach oben bewegt. Für den SENSEX wird jetzt ein Gewinnwachstum je Aktie für 2010 von 2,1 % und für 2011 (jeweils zu Ende März) von 23 % erwartet. Die Schätzungen für 2012 sind großenteils zum Besseren revidiert worden", so die Spezialisten. Der MSCI India Index habe sich noch weiter von den fünf- und zehnjährigen Durchschnittsbewertungen weg bewegt. Die fundamentalen Investmentspezialisten von HSBC Global Asset Management empfehlen weiter die Strategie, das Portfolio mit dem Kerninvestment Indien bei starken Märkten zu trimmen und in Schwächephasen zuzukaufen.
Saxo Bank: Märchenstunde einmal anders – „Des Euros neue Kleider“ 26.5.2010
 

Die Geschichte des Euro gleicht dem Andersen-Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Das zumindest findet Nick Beecroft, Senior Markets Consultant und Devisenmarktexperte bei der Saxo Bank. „Die Einführung des Euro war gut gemeint, sollte die gemeinsame Währung doch den Frieden in Europa sichern helfen, indem das Schicksal von Nord und Süd untrennbar miteinander verbunden wird. Das Konstrukt eines Euro ohne Fiskalunion allerdings war von Anfang an fehlerhaft“, urteilt Beecroft.  

Ähnlich dem Kaiser im Andersen-Märchen habe der Euro in der Illusion herumstolzieren können, die Kreditwürdigkeit Portugals, Irlands, Griechenlands und Spaniens sei mit der Deutschlands zu vergleichen. Schließlich habe es auch hier genügend Höflinge gegeben, die diesen Eindruck aufrecht erhielten. Dabei ist Beecroft überzeugt: „Schon als Frankreich und Deutschland anfingen, den Wachstums- und Stabilitätspakt zu ignorieren, läutete dies die Totenglocke für den Euro.“  

„Es ist wohl wahr“, erklärt der Saxo Bank Experte weiter, „dass der Euro es fast geschafft hätte. Bis zu 27 Prozent der Auslandsdevisen waren zwischenzeitlich schon in Euro angelegt. Doch aktuelle Zahlen belegen gegenwärtig eine starke Umschichtung in Dollar.“ Und so ende auch das Märchen „Des Euros neue Kleider“ laut Beecroft wie das berühmte Original: „Das Experiment Euro basiert auf keiner festen Grundlage. Deshalb sagt der Markt nun: Der Euro trägt überhaupt keine Kleidung mehr.“

Aberdeen AM: Asien vor spannender Dekade  21.5.10
 "In seiner Rede zur Lage der Nation Ende Januar 2010 hatte Präsident Obama versprochen, die Exporte der USA in den kommenden fünf Jahren zu verdoppeln. Die meisten asiatischen Länder verfolgten in den vergangenen Jahren die gleiche Strategie. Wenn einer der weltweit größten Importeure in letzter Instanz eine Export-Strategie ausruft, dann könnten die Auswirkungen für Asien gravierend sein", erklärt Hugh Young, der Aktienvorstand von Aberdeen Asset Management.
Für Obama und andere erscheine es offensichtlich, dass das enorme amerikanische Staatsdefizit den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes schwäche. Obwohl dieser Zusammenhang komplex sei, würden viele Beobachter die jüngsten hohen Arbeitslosenzahlen als Ergebnis der Globalisierung und der Auslagerung von Arbeitsstellen nach Übersee sehen. Seit den 60er Jahren bis zum Jahr 2000 habe die US-Fertigungsindustrie pro Jahr kontinuierlich rund 30.000 Stellen abgebaut. Durch steigende Produktivität seien weniger Arbeitskräfte benötigt worden. Seitdem seien die Zahlen jedoch auf 560.000 Kündigungen pro Jahr angestiegen (Quelle: US Bureau of Labor Statistics, 2010). "Der Zusammenhang ist nicht offensichtlich: die Globalisierung begann bereits vor Jahren, die Arbeitslosenrate ist jedoch erst vor kurzem steil nach oben gestiegen. Tatsache ist, dass die Arbeitslosigkeit in den USA trotz Stellenverlagerung ins Ausland niedrig war, da die abgebauten Arbeitsplätze durch neue in anderen Branchen wie etwa im Gesundheitswesen oder im Regierungssektor ersetzt wurden. Diese Verlagerung hat das Land in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie den vergangenen zwei Jahren jedoch extrem anfällig gemacht. Durch die Finanzkrise und das Platzen der Immobilienmarkt-Blase sind im Bausektor insgesamt ein Viertel aller Stellen (1,8 Millionen Arbeitsplätze) gestrichen worden", heißt es weiter. Obama konzentriere sich von daher zu Recht auf die Exportindustrie, da ein Aufbau des Arbeitsmarktes und der lahmenden Infrastruktur den Dollar gefährden könnten.
Die Frage ist laut Young nur: Wen wollen die USA beliefern? Deutschland bekräftige sein Exportmodell, die japanischen Exporte stiegen wieder an und Länder wie Großbritannien würden ihre Probleme mit einer eigenen Exportstrategie zu lösen versuchen. Dazu komme ein relativer Wettbewerbsdruck: Wenn der Dollar stabil sei oder gegenüber den Währungen steige, in dessen Länder die USA exportieren möchten, werde diese Aufgabe ungleich schwerer. Neben den Währungskursen spielfen auch die jeweiligen Lohnkosten eine Rolle. Hier hätten die USA in der vergangenen Jahren jedoch aufgeholt. Während in vielen chinesischen Provinzen, besonders in der exportorientierten Jiangsu-Provinz die Mindestgehälter in zweistelliger Höhe gestiegen seien, sei die Produktivität der Amerikaner aufgrund von Entlassungen und sinkenden Lohnkosten pro Produktionseinheit um 22 Prozent gestiegen. Außerdem sei die Einkommensschere in den USA sehr hoch gewesen, so dass zukünftige Arbeitnehmer in einem auflebendem Exportsektor zu international wettbewerbsfähigeren Gehältern eingestellt würden.
China, als großer wirtschaftlicher Gegenspieler der USA, richte seine Währung am US-Dollar aus und weise einen Leistungsbilanzüberschuss im Wert von neun Prozent seines Bruttosozialprodukts vor. Der Druck auf das Land, seine Währung neu zu bewerten, steige - ein Druck, dem sich die Chinesen bis jetzt erfolgreich widersetzt hätten. Vielleicht auch zu Recht, denn der US-Dollar sei die weltweite Reservewährung, die es den entwickelnden Nationen ermögliche, ihre eigene Währung danach auszurichten und stabil zu halten. Diese Länder argumentierten, dass sich das chronische US-Handelsdefizit nicht durch eine geänderte Währung löse, sondern durch Änderungen in den amerikanischen Lohnstrukturen. In der Vergangenheit hätten die USA als Hüter der Reservewährung davon profitiert. Vor der Verantwortung, die mit dieser Position einhergehe, schienen sie sich zuletzt drücken zu wollen. Amerikas Handelsdefizit sei im Mai 2009 innerhalb von acht Monaten von etwas über 60 Milliarden US-Dollar auf knapp 26 Milliarden US-Dollar gefallen; im Februar 2010 habe es bereits bei wieder über 40 Milliarden US-Dollar gestanden.
"Wie auch immer die Amerikaner ihre Produktion ankurbeln werden, die Verlierer werden die Asiaten sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass Asien nicht weiterhin interessante Anlagemöglichkeiten bietet. China und andere asiatische Länder haben bereits gelernt, qualitativ hochwertige Waren herzustellen. Im nächsten Schritt müssen die Chinesen und Inder lernen, Waren und Güter für ihre eigenen Märkte herzustellen, wie etwa Maschinen für die Baubranche und den Automobilsektor. Diese werden momentan noch aus Deutschland oder Japan importiert. Der zweite Schritt wird wahrscheinlich einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen und ist aus Anlegerperspektive wesentlich spannender als der erste", so Young. Irgendwo in China und Indien warteten Unternehmen darauf, als aufstrebende Marktführer entdeckt zu werden und heranzuwachsen. Für Investoren werde die asiatische Dekade von daher eine spannende.
Carmignac Gestion: Beim Carmignac Investissement Titel aus dem Euro-Raum eliminiert  20.5.10
 

Durch die Eurokrise ist es zu einigen bedeutsamen Änderungen gekommen, so Eric Le Coz, Chefstratege von Carmignac Gestion, in einem aktuellen Marktkommentar. So haben die globalen Portfolios einen Großteil des Vermögens in andere Währungen als den Euro übertragen. Beim Carmignac Investissement ist die europäische Gemeinschaftswährung sogar gar nicht vertreten.  

US-Wirtschaft erholt sich

Den Daumen hoch sieht Le Coz hingegen für die US-Wirtschaft, die sich auf dem besten Weg der Erholung befindet und bis dato von den Auswirkungen der Eurokrise verschont geblieben sei. Die Lagerbestände der Unternehmen seien niedrig und die Auftragseingänge würden nach oben zeigen, zudem zeichne sich eine zunehmende Investitionstätigkeit ab. Mit Blick auf die eigenen Portfolios setzt man diese Erkenntnis bei Carmignac dahingehend um, dass Aktien, die mit dem Thema der US-Erholung zusammenhängen, stärker gewichtet werden.  

Asiatische Währungen mit Luft nach oben

Gute Aussichten gibt es Le Coz zufolge auch für asiatische Währungen: Zu Beginn des Jahres hob die chinesische Notenbank den Reservesatz der größten Banken auf 17 Prozent an, gleichzeitig verlangt sie größte Transparenz hinsichtlich der Kreditvergabe. Langfristig werde China den Yuan aufwerten und andere asiatische Länder mit ihren Währungen folgen. Auf diese Weise können die Inflationsängste besänftigt werden, ohne dass die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionssektors darunter leidet. China kann dadurch seine Kaufkraft und den Binnenkonsum steigern, so die Einschätzung von  Le Coz.

Offene Immobilienfonds: CS Euroreal setzt ebenfalls die Rücknahme von Anteilscheinen aus 20.05.2010
 So schnell können einen die Geschehnisse einholen: Vor weniger als zwei Wochen sah man bei Credit Suisse noch keine Fondsschließung des offenen Immobilienfonds CS Euroreal auf der Agenda, doch jetzt haben sich die Vorzeichen offenbar geändert. So wird der CS Euroreal zunächst für einen Zeitraum von drei Monaten die Rücknahme von Anteilscheinen aussetzen, wie Credit Suisse heute mitteilte. Grund hierfür sei, dass Anleger nach der Veröffentlichung der Kernpunkte aus dem Diskussionsentwurf des Bundesfinanzministeriums zum „Gesetz zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarkts“ erhebliche Mittel aus dem Fonds abgezogen hätten.

In der Konsequenz hat man jetzt die Reißleine gezogen. So werden Verkaufsaufträge für Anteile des CS Euroreal, die nach Orderannahmeschluss vom 18. Mai 2010 bei der Depotbank eingegangen sind, nicht mehr ausgeführt. Aufgrund der Orderwege von der Hausbank über Ordersammelstellen bis zur Depotbank des Fonds kann dies für Anleger bedeuten, dass bereits vor diesem Stichtag aufgegebene Verkaufsaufträge möglicherweise auch nicht mehr ausgeführt werden. Das Fondsmanagement der Credit Suisse hat die Aussetzung der Rücknahme eingeleitet, um eine ordnungsgemäße Verwaltung und Fortführung des CS Euroreal im Sinne der Anleger sicher zu stellen.

Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten konnte der CS Euroreal mit einer Einjahresperformance von 3,1 Prozent per 30. April mit einer stabilen Entwicklung aufwarten, die deutlich den Branchendurchschnitt überflügelt, wie es in eigener Sache heißt.

Die große Mehrheit der Anleger und Vertriebspartner baut auf solide Erträge aus dem qualitativ hochwertigen Portfolio und hat dem konservativ gemanagten Fonds seit Beginn des aktuellen Geschäftsjahres 2009/2010 (1. Oktober 2009) bis Ende April insgesamt 404,1 Millionen Euro neue Mittel anvertraut.

BMF-Diskussionsentwurf belastet

Das positive Netto-Mittelaufkommen drehte sich mit der Veröffentlichung der Kernaussagen des Diskussionsentwurfs des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) zum „Gesetz zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarkts“ am 3. Mai 2010. Die Vorschläge für eine Gesetzesänderung – insbesondere der angedachte Bewertungsabschlag von zehn Prozent auf die von den vereidigten Sachverständigen festgestellten Verkehrswerte sowie die angekündigte Abkehr von der täglichen Anteilscheinrückgabe – haben im Markt eine große Unsicherheit ausgelöst.

Obwohl auch nach wie vor täglich Zuflüsse zu verzeichnen sind, führte die Verunsicherung zu deutlich erhöhten Nettomittelrückflüssen. Um die Interessen der überwiegend langfristig orientierten Anleger im CS Euroreal zu schützen, hat das Fondsmanagement die Rücknahme von Anteilen vorübergehend ausgesetzt.

„Wir werden uns in Zusammenarbeit mit der Branche weiter aktiv am Gesetzgebungsprozess beteiligen. Ziel muss ein Gesetzesrahmen im Sinne der Anleger sein“, sagt Karl-Heinz Heuß, Geschäftsführer der Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH. „Es ist wichtig, schnellstmöglich wieder Investitionssicherheit zu schaffen.“

Die Aussetzung der Anteilscheinrücknahme des CS Euroreal erfolgt ausschließlich aus Liquiditätsgründen gemäß § 81 InvG in Verbindung mit § 12 Abs. 5 der Allgemeinen Vertragsbedingungen, um eine ordnungsgemäße laufende Bewirtschaftung des Sondervermögens im Interesse der Anleger sicher zu stellen. Der CS Euroreal wird allen eingegangenen Verpflichtungen, zum Beispiel aus Immobilienankäufen, Projektentwicklungen sowie Bau- und Umbaumaßnahmen, unverändert nachkommen. Die Aussetzung der Anteilscheinrücknahme ist zunächst auf drei Monate befristet und hat aus heutiger Sicht keine Auswirkungen auf die Fondsrendite. Während der Rücknahmeaussetzung wird die tägliche Anteilpreisermittlung in gewohnter Weise fortgeführt. Auch der Erwerb von Anteilscheinen am CS Euroreal ist weiterhin möglich.

Hintergrundinfo CS Euroreal

Der CS Euroreal ist für mittel- bis langfristig orientierte Investoren konzipiert, die ein solides und stabiles Immobilieninvestment mit hoher Diversifikation suchen. Das Immobilienportfolio des offenen Fonds umfasst aktuell 114 überwiegend junge Immobilien in elf europäischen Ländern mit einem Schwerpunkt in den Segmenten Büro und Einzelhandel. Es erwirtschaftet unverändert solide Mieteinnahmen. Die kontinuierliche Bewertung der Immobilien belegt, dass das Portfolio wertstabil ist. Aus heutiger Sicht erwartet das Fondsmanagement auch weiterhin keine außerordentlichen Wertkorrekturen. Seit der Auflage im Jahr 1992 beträgt die durchschnittliche jährliche Wertentwicklung des CS Euroreal 5,12 Prozent.

Schuldenkrise - Zahlungsfähigkeit weiterhin fraglich. 19.5.10
 "Nachdem die Schuldenkrise in Griechenland außer Kontrolle geraten ist, haben die Regierungsverantwortlichen der anderen europäischen Staaten schnell gehandelt und einen Rettungsplan in Höhe von 720 Milliarden Euro verabschiedet. Das Ziel: Die Stabilisierung der Märkte. In der Zwischenzeit hat die europäische Zentralbank einen bisher noch nie dagewesenen Schritt unternommen und in nicht näher angegebener Höhe in den Anleihemarkt eingegriffen", so Léon Cornelissen, Senior Strategist im Team für Analyse der Wirtschafts- und Finanzmärkte von Robeco. Seiner Meinung könne das Rettungspaket allerdings - trotz der immensen Größe - die strukturellen Probleme der Euro-Zone nicht lösen. Eine Liquiditätskrise habe abgewendet werden können, aber die Zweifel in Bezug auf die Zahlungsfähigkeit einiger Euro-Länder blieben vorerst bestehen. Die Weltwirtschaft präsentiere sich derweil erstaunlich robust. Aber der Risikoappetit der Investoren werde laut Cornelissen sowohl durch allgemeine Tendenzen zur Geldverknappung in den Emerging Markets als auch durch die zunehmende Sorgen in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Schuldenpolitik einiger Staaten gedämpft.
 In Großbritannien habe das Wahlsystem nach Meinung des Robeco-Experten in eine ungewöhnliche Sackgasse geführt. Dadurch habe sich das drohende Risiko eines Verlustes des aktuellen AAA-Ratings vergrößert, ebenso wie die Gefahr einer Abwertung des britischen Pfunds aufgrund nicht vorhandener Programme zur Konsolidierung der Staatsfinanzen. Cornelissen habe bereits Ende April den generellen Ausblick für Aktien gesenkt. Robeco sei nicht mehr länger positiv für Aktien eingestellt. Die niederländischen Experten rechneten an den Aktienmärkten mit einer Seitwärtsbewegung, begleitet durch eine erhöhte Volatilität. Sowohl das volkswirtschaftliche Wachstum als auch die Unternehmensergebnisse würden zunehmend Schwierigkeiten haben, auf der positiven Seite zu überraschen. Zudem seien die Marktteilnehmer weiterhin verunsichert durch die anhaltenden Sorgen bezüglich des Zustands der Staatsfinanzen einiger Länder
Parallel mit der veränderten Sicht auf den Asset-Mix, hätten sich auch nach Meinung von Cornelissen regionale Präferenzen verschoben. Der Robeco-Experte sei nun negativ in Bezug auf Europa eingestellt, sehe indessen aber in Nordamerika Chancen. Laut Cornelissen sind Staatsanleihen weniger attraktiv als Unternehmensanleihen. Aber im Vergleich zum Geldmarkt würden sich beide Perspektiven nicht wesentlich unterscheiden, da der Robeco-Experte nicht mit einem deutlichem Umschwung am langen Ende der Zinskurve rechne - abgesehen von den Peripherie-Ländern mit Schuldenproblemen. Zudem nehme Cornelissens Begeisterung für zyklische Werte langsam ab. Stattdessen sei der Robeco-Experte für defensive Sektoren wie Telekommunikation und Versorger nicht mehr länger negativ eingestellt. Bezüglich des Finanzsektors behalte Cornelissen seine zurückhaltende Einschätzung bei: Die Unsicherheit bezüglich zukünftiger Regulierungspläne habe negativen Einfluss auf die Finanzbranche und die Problematik der Zahlungsfähigkeit einiger Staaten könnte den Sektor empfindlich treffen.
Nach Korrektur: Chinas Aktienbewertungen wieder attraktiv  18.5.10
 Die Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern wird keinen bedeutenden Einfluss auf den chinesischen Export haben. Denn die in China hergestellten Produkte sind weiterhin wettbewerbsfähig - sowohl in Bezug auf ihre Qualität als auch auf ihren Preis, so die Meinung von Richard Wong, Fondsmanager des HSBC GIF Chinese Equity (263211, 972629).
Im Immobiliensektor zeigten die Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Eindämmung der Spekulationen erste Anzeichen von Erfolg. Dies sollte Wongs Ansicht nach helfen, die Marktstabilität zu stützen und das gesunde Wirtschaftswachstum zu fördern. Auch im Aktienmarkt seien die Bewertungen aufgrund der jüngsten Korrektur wieder attraktiv. Wong bewertet den Einstiegszeitpunkt als günstig - vor allem aufgrund der starken Binnenkonjunktur. Zurzeit baut Fondsmanager Wong in seinem Portfolio die Positionen bei Energie- und Telekommunikationswerten aus, da in beiden Branchen aktuell sowohl die Wachstumsaussichten als auch die Bewertungen attraktiv seien. Dagegen reduzierte der HSBC-Experte in seinem Portfolio eigenen Angaben zufolge die Anteile des chinesischen Bankensektors, dessen Bewertungen bereits angestiegen seien. Auch Schiffswerte habe Wong zuletzt mit Gewinn verkauft.
TMW verlängert Rücknahme - Aussetzung beim TMW Immobilien Weltfonds  18.5.10
 Die liquiden Mittel des TMW Immobilien Weltfonds (A0DJ32) reichen laut Fondsgesellschaft auch nach Ablauf der vorgenannten Dreimonatsfrist nicht für eine Rücknahme der Anteile aus, so daß nunmehr Vermögensgegenstände des Sondervermögens zu veräußern sind. Bis zur Veräußerung der Vermögensgegenstände zu angemessenen Bedingungen, längstens jedoch ein Jahr nach Vorlage der Anteile zur Rücknahme bleibe die Rücknahme von Anteilen des TMW Immobilien Weltfonds eingestellt. Eine weitere Verlängerung der Aussetzung der Rücknahme behalte sich das Fondsmanagements der TMW Pramerica Property Investment GmbH ausdrücklich vor. Die Ausgabe von Anteilen sowie die börsentägliche Berechnung und Veröffentlichung des Ausgabe- und Rücknahmepreises gemäß § 13 Abs. 5 der Allgemeinen Vertragsbedingungen würden von dieser Maßnahme nicht berührt. Die TMW Pramerica Property Investment GmbH hat bereits mit Wirkung 08. Februar 2010 die Rücknahme von Anteilen des TMW Immobilien Weltfonds (A0DJ32) zunächst für einen Zeitraum von drei Monaten eingestellt, weil die liquiden Mittel des TMW Immobilien Weltfonds nicht ausreichten, um den Rücknahmepreis für die zur Rückgabe vorgelegten Anteile zu zahlen und die ordnungsgemäße laufende Bewirtschaftung des TMW Immobilien Weltfonds sicherzustellen.
Invesco: Gros der europäischen Immo-Märkte hat Tiefpunkt erreicht  17.05.2010
 

In ihrem aktuellen halbjährlichen Marktausblick prognostizieren die Investmentexperten von Invesco Real Estate für eine Reihe von Segmenten in Europa eine positive Entwicklung der Anfangsrenditen sowie sich abzeichnende Mietsteigerungen - dennoch sollte ihrer Einschätzung nach eine Out-Performance kurzfristig nur durch eine selektive Objektauswahl zu realisieren sein. Eine generelle Investmentempfehlung für spezifische Teilmärkte sollte trotz der sich aufhellenden Rahmenbedingungen auch zu diesem Zeitpunkt nicht ausgesprochen werden. Angesichts des weiterhin unsicheren Konjunkturausblicks wird der Fokus der Investoren nach Einschätzung der Immobilienexperten von Invesco weiterhin auf Core-Standorte, einer guten Objektqualität, sicheren Mietverhältnissen und langen Mietvertragslaufzeiten liegen. Die Investmentexperten glauben, dass im Zuge der prognostizierten Verbesserung der Lage an den Mietermärkten auch Objekte mit kürzeren Mietvertragslaufzeiten wieder an Attraktivität gewinnen dürften, da die Investoren vom Mietwachstum profitieren wollen.Die Nachfrage nach Mietflächen sehen sie in den nächsten 18 Monaten noch nicht an Fahrt gewinnen. Als Hauptgründe dafür nennen die Immobilienspezialisten in ihrem Research-Bericht die weiter – wenn auch langsam – steigende Arbeitslosigkeit und die vorsichtige Investitions- und Expansionspolitik der Unternehmen. In diesem Umfeld werden ihrer Ansicht nach anhaltende Mietausfälle nur schwer aufzuheben sein, vor allem in solchen Märkten, in denen die Leerstände bereits hoch sind.

 

Leichte Mietkorrektur steht bevor 

Die Mietwachstumsprognose der Analysten von Invesco Real Estate deutet auf eine nur noch leichte Mietkorrektur in diesem Jahr hin. Dadurch sollte das Anlegervertrauen gestärkt werden. In den meisten Märkten dürfte nach Angaben der Investmentspezialisten von Invesco Real Estate das Mietwachstum in den fünf Jahren bis 2014 weitgehend der Inflationsrate entsprechend. Ein positives reales Wachstum dürfte ihrer Meinung nach erst wieder erreicht werden, wenn die Volkswirtschaften in den Jahren 2011 bis 2012 wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückkehren. In den nächsten fünf Jahren sehen sie im Bürosektor mit dem stärksten Mietwachstumspotential. Am schwächsten dürfte der Logistiksektor abschneiden. Während ihres Prognosezeitraums ist mit einer langsamen, aber sukzessiven Erhöhung der Zinsen zu rechnen. Angesichts des dadurch drohenden Anstiegs der Kapitalkosten gehen die Real Estate Experten von Invesco davon aus, dass Investoren Strategien mit einem geringen Fremdfinanzierungsanteil (max. 50% Loan-to-Value (LTV)) bevorzugen werden. Um ihr Risiko zu minimieren, dürften einige Anleger sogar komplett auf Fremdfinanzierung verzichten.

 

Anlagechancen in Deutschland und Europa 

Die Analysten von Invesco Real Estate glauben, dass die europäischen Büromärkte innerhalb ihres Prognosezeitraumes die höchsten Renditeentwicklung aufweisen werden. Insbesondere die Performance des zyklischen Londoner Büromarktes wird ihrer Einschätzung nach herausragen, aber auch für die französischen und skandinavischen Märkte sehen sie erhöhtes Potential. In Deutschland rechnen die Experten bis zum Ende ihres Prognosezeitraums mit einer weiteren Festigung der Renditen. Zwar sei das Potential für Mietwachstum im Vergleich zu den genannten Märkten eher moderat – doch dürfte der insgesamt positive Trend attraktive risiko-adjustierte Returns produzieren, heißt es in ihrem Marktausblick. Positiv bewerten sie auch die Aussichten für Einzelhandelsimmobilien in den europäischen Kernmärkten und den nordeuropäischen Ländern. Die Mietwerte scheinen sich ihrer Ansicht nach stabilisiert zu haben. Vor allem in den Segmenten Einkaufszentren und Fachmärkte sehen sie größeres Potenzial für weitere Renditerückgänge. 

In Deutschland dürfte sich das Interesse der expandierenden Einzelhandelsunternehmen insbesondere auf das begrenzte Angebot der Münchner Einkaufszentren konzentrieren, heißt es im aktuellen Immobilienmarktbericht. Dem entsprechend stünden diese im besonderen Fokus von Privatanlegern sowie institutioneller Investoren aus dem In- und Ausland.  

Die Europäischen Logistikmärkte sind traditionell im Interesse jener Investoren, bei denen die laufenden Einnahmen im Vordergrund stehen. Bevorzugt werden jedoch Objekte, welche langfristig an etablierte Endnutzer vermietet sind und nicht spezifisch an Logistik-Dienstleister.  

Internationale Investoren sollten auch die nahezu anleiheähnlichen Eigenschaften deutscher Logistikinvestments schätzen. Zudem sei die Anzahl spekulativer Neuentwicklungen in der Regel relativ gering. Die qualitativ hochwertigen Logistikstandorte innerhalb Deutschland sollten dem entsprechend wieder eine verstärkte Nachfrage erfahren, heißt es in dem Marktbericht weiter. 

Der britische Immobilienmarkt und insbesondere die Londoner Teil-Märkte werden nach Einschätzung von Invesco Real Estate aufgrund der eigentümerfreundlichen Mietstrukturen und der hohen Liquidität des Marktes weiter das Interesse der Investoren auf sich ziehen. Europaweit sollte der Büromarkt London den Prognosen zur Folge marktübergreifend am besten abschneiden. Angesichts der hohen Leerstandsraten und schwachen Mieternachfrage rechnen die Immobilienspezialisten von Invesco in diesem Jahr in Osteuropa mit weiteren Mietrückgängen. In den weiter entwickelten Märkten wie Polen und der Tschechischen Republik folge die Mietwertentwicklung bereits einem ähnlichen Muster wie in Westeuropa. Hier erscheint den Experten das aktuelle Preisniveau attraktiv, und sie sehen Hinweise auf ein verstärktes Anlegerinteresse an erstklassigen Immobilien. Dies wird ihrer Einschätzung nach auch die Anfangsrenditen wieder nach unten korrigieren. 

Für Investoren, die eine geringere Marktvolatilität bevorzugen, sind nach Angaben von Invesco Real Estate die Vorteile des deutschen Marktes weiterhin offensichtlich. Die Korrelation mit volatilen Märkten wie z.B. London oder Paris sei im Vergleich gering, die Stabilität auch in Zukunft gegeben. Insbesondere unter Berücksichtigung des relativ geringen Risikos sollten sich somit attraktive Returns erwirtschaften lassen welche oberhalb der Mindestverzinsung liegen.

In dubio pro Gold: Inflationsangst sorgt für Run auf das Edelmetall  17.05.2010
 

Die Angst vor Inflation treibt immer mehr Privatanleger dazu, Gold zu kaufen. Während viele Edelmetallhändler einen   sprunghaften Anstieg des Geschäfts vermelden, wird auch an Bankenschaltern immer häufiger nach dem als ‚sicherer Hafen’ bekanntes Edelmetall verlangt, wobei neben Münzen und Barren auch Gold gedeckte Fonds stark gefragt sind. 

Preis erklimmt neue Rekordstände

Die erhöhte Nachfrage – die mancher Orts zuletzt auch Hamsterverkäufen glich – spiegelt sich im Preis wieder, der am Freitag auf Dollarbasis auf ein neues Rekordhoch von 1248,95 US-Dollar per Feinunze (31,3 Gramm) kletterte und auf Eurobasis erstmalig die wichtige Marke von 1000 Euro durchbrach und in der Spitze bei 1002,69 Euro lag – und damit ein Drittel teurer war, als zu Jahresbeginn. Weitere Rekordhochs erreichte der Goldpreis zudem in britischen Pfund und Schweizer Franken. 

Euro-Talfahrt belastet

Die anhaltende Talfahrt des Euro gießt zusätzliches Öl ins Feuer. Am Freitag fiel die europäische Gemeinschaftswährung auf 1,24 Dollar – den tiefsten Stand seit November 2008 – wobei vor allem die Sorge um schwaches Wirtschaftswachstum in Europa als Negativtreiber fungierte. Für weitere Verunsicherung sorgten zudem auch die Worte von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann, der bei Griechenland trotz des von der EU und dem IWF gewährten, umfassenden Finanzpakets von 750 Milliarden Euro keine Bonität sieht.

SEB-Bank schießt Deutschland-Filialen ab 17.5.10
 

Nach monatelangen Marktgerüchten hat der schwedische Finanzriese Skandinaviska Enskilda Banken (SEB) offiziell die Trennung von seinen deutschen Filialen bekannt gegeben. Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, führe man schon Gespräche mit ersten Interessenten über den Verkauf des Filialgeschäfts in der Bundesrepublik. Obwohl man Namen ausspart, soll neben UniCredit-Tochter HVB auch Santander involviert sein, wie pressetext berichtet.  

"Für die Filialen hat man im Retail-Bereich scheinbar keine Verwendung mehr. Zudem war bereits abzusehen, dass an einem Verkauf mittelfristig kein Weg vorbei führt", unterstreicht Branchenfachmann Heino Ruland vom gleichnamigen Research-Unternehmen auf Nachfrage von pressetext. Dem Marktbeobachter nach sind die kolportierten Offertensummen in ihren Größenordnungen "vollkommen angemessen und so in Ordnung".  

Der eigenen Angaben zufolge bestehende "Dialog mit externen Partnern über eine mögliche Übernahme" wurde bereits von der HypoVereinsbank und der spanischen Santander bestätigt. Zudem wurde bekannt, dass beide Interessenten inzwischen verbindliche Übernahmeofferten gemacht haben. Während die Deutschen für die rund 170 Filialen 450 Millionen Euro bieten, hieß es bei Santander nach Informationen vom April, man wolle mehr als 500 Millionen Euro ausgeben.

 

Verkauf wegen zu geringer Erträge  

Als Hauptgrund für den finalen Schlussstrich unter das Geschäft in Deutschland gibt SEB an, dass das Filialgeschäft "zu geringe Erträge" abwirft, um profitabel zu wirtschaften. Weil dies bereits mehrfach bei Bilanzpressekonferenzen erklärt worden war, sehen sich Brancheninsider nun mit ihrer Vorahnung des endgültigen Abstoßens bestätigt. Der Verkauf hat Auswirkungen auf die 3.700 Mitarbeiter, die über eine Mio. deutsche Privat- sowie Firmenkunden betreuen.  

Trotz der aktuellen Verkaufspläne will sich die SEB aber nicht vollständig aus dem deutschen Markt zurückziehen. Das schwedische Unternehmen, das neben dem Private-Banking auch im Geschäft mit Firmen- und Immobilienkunden tätig ist, erachtet den deutschen Markt weiterhin als bedeutsam. Aus dem Grund wolle man das Firmenkundengeschäft weiter ausbauen. "Dem potenziellen Käufer geht es vor allem um die SEB-Kunden", erläutert Ruland abschließend.

CS EUROREAL: Mittelabflüsse haben deutlich abgenommen  14.5.10
 Der zu Beginn vergangener Woche veröffentlichte Diskussionsentwurf des "Gesetzes zu Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarktes" sowie die damit verbundene Aussetzung der Rücknahme von Anteilscheinen bei zwei Wettbewerbern haben auch beim CS EUROREAL (DE0009751404, DE0009805002) zu deutlichen Mittelabflüssen geführt.
"Mit Netto-Mittelrückflüssen in Höhe von 278,7 Mio. EUR, davon allein 127,7 Mio. EUR am vergangenen Freitag, verzeichnete der CS EUROREAL seit der Veröffentlichung des Diskussionsentwurfs deutlich weniger Rückflüsse als diverse Wettbewerber", teilt Credit Suisse mit. Die Erklärung der CDU/CSU-Fraktion im Bundestagsfinanzausschuss am Wochenende, insbesondere einer Einführung von Bewertungsabschlägen auf die von Sachverständigen ermittelten Verkehrswerte nicht zuzustimmen sowie offene Immobilienfonds als attraktive und langfristige Anlageform für den privaten Vermögensaufbau zu erhalten, habe zu einer Marktberuhigung beigetragen. "Nach dieser Klarstellung gingen die Netto-Mittelrückflüsse bereits am Montag wieder auf 41 Mio. EUR und am Dienstag auf 35,3 Mio. EUR zurück", heißt es. Untermauert werde das Vertrauen der Anleger in den CS EUROREAL durch die weiterhin konstanten täglichen Zuflüsse von durchschnittlich 6 Mio. EUR. "Die für Anteilscheinrücknahmen zur Verfügung stehenden Mittel liegen aktuell bei über 250 Mio. EUR", so die Gesellschaft.
Dieser erfreuliche Trend zeige auch, dass die Anleger und Vertriebspartner zwischen den verschiedenen Anbietern und auch zwischen den einzelnen Fonds mittlerweile genauer zu differenzieren wissen. Sie schätzten die langfristig orientierte Strategie und die Fokussierung des CS EUROREAL auf ertragsstarke Coreobjekte in stabilen europäischen Immobilienmärkten. "Nicht umsonst ist der CS EUROREAL auch weiterhin auf den Empfehlungslisten vieler und namhafter Vertriebspartner als langfristige Anlagealternative für den stabilitätsorientierten Teil des Anlageportfolios".
Der veröffentlichte Diskussionsentwurf sei noch weit davon entfernt, Gesetz zu werden. "Da es zu keiner Rückwirkung und einem damit verbundenen Bestandsschutz für Altanleger kommen soll, empfehlen wir, die weitere Entwicklung der Diskussionen um die Novellierung des Investmentrechts abzuwarten", so Credit Suisse abschließend.
Geplante Gesetzesänderungen: DJE Real Estate nicht betroffen  14.5.10
 Die vom Bundesfinanzministerium geplanten Änderungen für offene Immobilienfonds haben keine Auswirkungen auf den DJE Real Estate (LU0188853955). Darauf macht die DJE Investment S.A. angesichts der Unsicherheit, die der Diskussionsentwurf des Finanzministeriums für das "Gesetz zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarktes" unter Anlegern verursacht hat, eindringlich aufmerksam. So war es bei einigen offenen Immobilienfonds in der vergangenen Woche wegen dieses Gesetzentwurfes zu verstärkten Mittelabflüssen gekommen. "Die vorgesehenen Änderungen werden allerdings nicht für den DJE Real Estate gelten, denn er unterliegt als ein in Luxemburg domizilierter Fonds nicht den Regularien für deutsche offene Immobilienfonds", erläuterte Dr. Ulrich Kaffarnik Geschäftsführer der DJE Investment S.A. .
"Weil Anleger in erheblichem Umfang Geld aus einigen deutschen Immobilienfonds abgezogen hatten, sahen sich mehrere Fonds gezwungen, die Rücknahme von Anteilscheinen vorübergehend einzustellen. Anderenfalls hätte die Liquidität dieser Fonds nicht ausgereicht, um die Rückgaben zu bedienen, und die Fondsverwalter wären zu Immobilienverkäufen gezwungen gewesen", so DJE. Obwohl der DJE Real Estate nicht von dem geplanten Gesetz berührt werde und daher auch kein Anlass für überstürzte Rückgaben bestehe, macht Dr. Kaffarnik noch einmal auf die komfortable Liquiditätsausstattung des DJE Real Estate aufmerksam: "Die Portfoliokonstruktion des Fonds mit einem prinzipiell hohen Anteil täglich liquidierbarer Anlagen, die derzeit immerhin 42 % ausmachen, erlaubt eine weitgehende Flexibilität der Handelbarkeit seiner Anteile."
Ungeachtet der Turbulenzen, die der Gesetzentwurf unter deutschen Anlegern ausgelöst habe, befürworte die DJE Kapital AG grundsätzlich die Absicht des Gesetzgebers, einheitliche Regelungen für die Branche der deutschen offenen Immobilienfonds anzustreben. "Wir haben schon mehrfach auf das Problem der fehlenden Fristenkongruenz zwischen täglicher Handelbarkeit und langfristiger Anlage in Immobilien aufmerksam gemacht. Aus diesem Grund werden beim DJE Real Estate Investitionen in offene Immobilienfonds auch nicht zu den liquiden Vermögensanlagen gezählt, so dass Neuregelungen gar keine Auswirkungen auf die Liquiditätsausstattung beziehungsweise Liquiditätsplanung unseres Fonds hätten."
Im vorliegenden Diskussionsentwurf für das neue Anlegerschutzgesetz sei unter anderem eine zweijährige Mindesthaltefrist für Anteile an offenen Immobilienfonds vorgesehen. Außerdem sollten Anteilsausgaben und Anteilsrücknahmen nur noch ein- oder zweimal pro Jahr stattfinden. In Abhängigkeit von der vorhandenen Liquidität plane der Gesetzgeber zudem eine gestaffelte Kündigungsfrist für Rückgaben von Fondsanteilen, die sich in einer Spanne von sechs bis 24 Monaten bewegen solle. Je besser die Liquidität des Fonds, desto kürzer dürfe die Kündigungsfrist sein. "Bei vielen offenen Immobilienfonds sind restriktive Regelungen für Anteilsrückgaben durch Großanleger, wozu der DJE Real Estate ebenfalls gehört, ohnehin schon seit langem Branchenstandard", fügt Dr. Kaffarnik hinzu. "Für das Management unseres Fonds würde sich in diesem Punkt also nur wenig ändern, sollte der Gesetzentwurf in der jetzigen Form tatsächlich umgesetzt werden. Allerdings wurde bereits von vielen Seiten signalisiert, dass erheblicher Diskussionsbedarf besteht."
Das gelte zum Beispiel für den geplanten Abschlag von zehn Prozent auf den Verkehrswert der Fondsimmobilien, den der Gutachter regelmäßig ermittelt. Erst beim Verkauf der Immobilie würde dann der tatsächlich erzielte Übererlös dem Fonds gutgeschrieben. Diese Regelung, die inzwischen von einigen Politikern bereits wieder zur Disposition gestellt wurde, hält auch die DJE Investment S.A. nicht für sachgerecht für den deutschen Markt. Der Vorschlag gehe auf ein Gesamtkonzept zurück, das sich an das Schweizer Modell anlehnt. Dort werden Immobilienfonds allerdings vor allem über die Börse gehandelt. "An diesem Punkt wird sich wahrscheinlich vor allem die Diskussion entzünden", vermutet Dr. Kaffarnik. Es sei also ziemlich wahrscheinlich, dass der Abschlag im Gesetzgebungsverfahren wieder fallen gelassen werde. Die Einführung von Halte- und Rückgabefristen hält die DJE Investment S.A. hingegen für durchaus wahrscheinlich, weil solche Fristen bereits in der Vergangenheit vom Bundesfinanzministerium immer wieder gefordert wurden.
Sie würden die Flexibilität von Anlagen mit offenen Immobilienfonds künftig ohne Frage einschränken. "Der DJE Real Estate hat als Dachfonds durch seine breite Allokation in unterschiedliche Assetklassen einen klaren Vorteil in punkto Flexibilität gegenüber einem Direktinvestment in offene Immobilienfonds", stellt Dr. Kaffarnik abschließend fest.
Immofonds-Branche präsentiert einheitliche Reformvorschläge 14.5.10
 Die im BVI Bundesverband Investment und Asset Management zusammengeschlossenen Anbieter Offener Immobilienfonds (OIFs) haben sich auf eine einheitliche Position zur Verbesserung und langfristigen Stärkung ihrer Produkte verständigt. Es sei wichtig, notwendige Reformen im Sinne der Anleger durchzuführen, ohne den Charakter des Produktes als Offenen Investmentfonds in Frage zu stellen, heißt es von Seiten des Verbandes. Der BVI trete daher dafür ein, eine Haltefrist von zwölf Monaten für alle Neu-Anleger einzuführen, die bei Altanlegern als abgelaufen gelte. "Durch diese Erstanlagefrist wird die Langfristigkeit einer Immobilienanlage noch deutlicher", erklärt BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan Seip. Zudem plädiert der BVI dafür, für institutionelle Anleger generell eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten einzuführen. "Wir sind davon überzeugt, damit die Liquiditätssteuerung der OIFs wesentlich zu verbessern und das Produkt für den typischen Privatanleger noch attraktiver zu machen", sagt der BVI-Hauptgeschäftsführer.
Um Offene Immobilienfonds als Altersvorsorgeanlage zu stärken, sollen Ein- und Auszahlpläne weiterhin uneingeschränkt möglich bleiben, insbesondere soll nach dem Willen des Verbandes - so die einheitliche Position der BVI-Mitglieder - durch entsprechende Liquiditätshaltung sichergestellt werden, dass Auszahlpläne auch bei einer etwaigen Rücknahmeaussetzung weiter bedient werden könnten. Der BVI plädiert zudem dafür, am Grundsatz der täglichen Verfügbarkeit von OIF-Anteilen für den normalen Privatanleger nach Ablauf der Ersthaltefrist festzuhalten. "Sparer sollten unverändert Anteile täglich erwerben können. Nur so sind auch Ein- und Auszahlpläne, die in der Regel auf monatlicher Basis vereinbart werden, weiterhin möglich, erläutert Seip.
Um darüber hinaus das Vertrauen der Anleger in das Produkt zu stärken, spricht sich die OIF-Branche für eine halbjährliche Bewertung der Immobilien durch die unabhängigen Sachverständigenausschüsse aus, statt - wie bislang - nur einmal jährlich. "Wir sind davon überzeugt, dass das gegenwärtige Bewertungsverfahren zu sachgerechten Ergebnissen geführt hat, was durch eine höhere Bewertungsfrequenz unterstrichen werden wird, sagt Seip. Wichtig sei es dem BVI auch, dass über die skizzierten Reformen hinaus künftig auch längere einzelvertragliche Kündigungsfristen zwischen Anbietern und Kunden vereinbart werden könnten. Die Praxis habe gezeigt, dass solche Vereinbarungen, die es bereits geb, sich nicht in allen Fällen durchsetzen ließen. Zudem solle der gesetzliche Rahmen künftig mehr Flexibilität für die Bedürfnisse an eine weitere Produktausdifferenzierung für unterschiedliche Anlegergruppen ermöglichen.
"Offene Immobilienfonds gehören zu Recht zu den beliebtesten Geldanlagen in Deutschland und haben sich über 50 Jahre lang hervorragend bewährt. Auch in den Turbulenzen der Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich die deutschen Offenen Immobilienfonds im internationalen Vergleich als sehr stabil gezeigt. Das Vertrauen der Anleger unterstreichen Netto-Mittelzuflüsse in Höhe von 3,2 Mrd. Euro im ersten Quartal", so der BVI. Der Verband gebe sich daher zuversichtlich, dass auf Basis der gemeinsamen Vorschläge eine Anpassung der Regeln an die veränderten Umfeldbedingungen gelingen werde. Man befinde sich in konstruktiven Gesprächen mit allen Beteiligten
Immofonds: BVI strebt 12 Monate Haltefrist an  13.5.10
 
Der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) hat Reformen für die erneut in eine Krise geratenen Offenen Immobilienfonds (OIFs) vorgeschlagen. Man schlage eine Haltefrist von zwölf Monaten für Neu-Anleger vor, die für Altanleger als abgelaufen gilt, schreibt der BVI am Donnerstag in Frankfurt. "Durch diese Erstanlagefrist wird die Langfristigkeit einer Immobilienanlage noch deutlicher", sagte BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan Seip. Für institutionelle Anleger soll generell eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten eingeführt werden. Der Charakter des Offenen Immobilienfonds soll laut BVI jedoch nicht geändert werden. Ein- und Auszahlungspläne sollen laut BVI uneingeschränkt möglich bleiben um OIFs für die Altersvorsoge zu stärken. Um das Vertrauen der Anleger zu stärken, sollten die Fonds halbjährlich durch die unabhängigen Sachverständigenausschüsse bewertet werden. Bisher gibt es nur einmal jährlich eine Bewertung. Weiterhin sollten auch einzelvertragliche Kündigungsfristen zwischen Anbietern und Kunden vereinbart werden.OIFs waren zuletzt in die Kritik geraten. Zahlreiche Fondsschließungen deckten Konstruktionsfehler auf. OIFs versprechen jederzeit die Rückgabe der Anteile gegen Bargeld. Die Fondsgesellschaft allerdings hat das Anlegerkapital langfristig in Immobilien investiert. Die Bundesregierung hatte zuletzt einen pauschalen Bewertungsabschlag von zehn Prozent auf den Verkehrswert von Immobilien vorgeschlagen. Die Fondsbranche lehnt dies als Enteignung der Anleger ab.
Abwarten! Novellierung des Investmentrechts wird so nicht kommen. 9.5.10
 Der zu Wochenbeginn veröffentlichte Diskussionsentwurf des "Gesetzes zu Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarktes" hat bei Anlegern und Vertriebspartnern zu einer erheblichen Verunsicherung geführt", schreibt die Credit Suisse. Die daraus resultierenden massiven Anteilscheinrückgaben sei nach Angaben der beiden Gesellschaften KanAm und SEB Asset Management die Ursache für die gestern erklärte vorübergehende Aussetzung der Rücknahme von Anteilscheinen beim KanAm Grundinvest-Fonds und des SEB ImmoInvest gewesen. In Folge der aktuellen Entwicklung kommen jedoch nach Angaben der Credit Suisse aus dem Bundesfinanzministerium bereits erste Anzeichen, insbesondere den Abschlag auf die von dem unabhängigen, vereidigten Sachverständigenausschuss auf der Basis der Wertermittlungsverordnung (WertV) festgestellten Verkehrswerte zu überdenken. "Aktuell können wir feststellen, dass für die überwiegende Zahl der Anleger und Vertriebspartner des CS EUROREAL die langfristige Positionierung des Fonds im Zentrum der Anlageentscheidung steht. Sie greifen unsere Empfehlung auf, die weitere Entwicklung der Diskussionen um die Novellierung des Investmentrechts abzuwarten. Nach der positiven Entwicklung der ersten vier Monate dieses Jahres musste auch der CS EUROREAL in den letzten Tagen Rückflüsse in Höhe von rd. 80 Mio. EUR (1,25% des Fondsvolumens) hinnehmen; eine Panik wie zu Beginn der Finanzmarktkrise ist bislang ausgeblieben", berichtet die Credit Suisse.
Bei dem vom Bundesfinanzministerium (BMF) veröffentlichten Papier handele es sich um einen ersten Diskussionsentwurf, der noch breiten Raum für konstruktive und sachgerechte Modifikationen biete, um eine seit mehr als 50 Jahren etablierte Anlageklasse auch in Zukunft erfolgreich weiterzuführen. Vor dem Hintergrund des jetzt anstehenden, längeren zeitlichen Ablaufs der weiteren Gespräche zwischen BMF und der Branche und der zu entwickelnden zufriedenstellenden Lösung für die Anleger bestehe aus Sicht der Credit Suisse kein Grund für übereilte Entscheidungen
Auch SEB schließt Immobilienfonds vorübergehend 7.5.10
 

Nach KanAm hat jetzt auch die SEB die Rücknahme von Anteilsscheinen für den SEB ImmoInvest - Fonds vorübergehend ‚zum Schutz der Anleger’ ausgesetzt.  

Zur Begründung heißt es, dass der am Montag vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) vorgelegte Diskussionsentwurf zum geplanten Gesetz zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarkts insbesondere zur Neuregelung Offener Immobilienfonds zu einer massiven Verunsicherung von Anlegern geführt hat.   In der unmittelbaren Konsequenz sei es über alle Kundensegmente hinweg zu deutlich gestiegenen Anteilrückgaben bei SEB ImmoInvest gekommen.

Das Verlaufsbild der Rücknahmeverlangen zeige, dass über den Diskussionsentwurf informierte Großanleger erneut schneller reagieren als andere. Deshalb hat die SEB Investment GmbH zum Schutz der großen Mehrheit von sicherheitsorientierten privaten Anlegern und zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung des Fonds unter nun veränderten Rahmenbedingungen beschlossen, die Rücknahme von Anteilen des Fonds SEB ImmoInvest vorübergehend mit Wirkung zum 5. Mai 2010 um 13.00 Uhr auszusetzen. Danach eingegangene Rücknahmeverlangen werden nicht mehr ausgeführt. Der tägliche Erwerb von Anteilen am SEB ImmoInvest ist weiter uneingeschränkt möglich. 

Das Fondsmanagement sah sich verpflichtet, die Phase starker Verunsicherung im Sinne der   Kunden mit einem vorübergehenden Rückgabestopp zu überbrücken und geht davon aus, dass alle Beteiligten im Gesetzgebungsverfahren ein großes Interesse daran haben, dass sich die Situation rasch wieder normalisieren und das Gesetz produktgerechte Regelungen enthalten wird, wie es in eigener Sache heißt. Auf die Werthaltigkeit des Fondsvermögens und die nachhaltige Ertragskraft des Immobilienvermögens habe diese Maßnahme keine Auswirkungen.

Fidelity: Die griechische Tragödie – ansteckend oder begrenzt?   6.5.10
 

Das Rettungspaket für Griechenland ist geschnürt. Es ist größer als erwartet und beinhaltet Sparprogramme und quartalsweise Prüfungen durch den Internationalen Währungsfonds. Es scheint glaubwürdig zu sein. Trotzdem bleibt abzuwarten, inwiefern es die europäischen Anleihemärkte beruhigt und den Euro nachhaltig stärkt, zumal sich viele Marktakteure auch die Frage stellen, inwieweit   die Griechenland-Krise andere europäische Wirtschaftsnationen anstecken kann, erklärt Fidelity.

Natürlich sei die Herunterstufung der griechischen und portugiesischen Anleihen keine Überraschung gewesen, wie Firmino Morgado, Manager des Fidelity Iberia und des Fidelity European Aggressive Fund anmerkt. Dennoch sei die Reaktion der Märkte heftig und möglicherweise übertrieben gewesen. Denn dank der Hilfen der EU und des IWF sollte Griechenland die bevorstehenden Tilgungen leisten können, ist Morgado überzeugt, wobei die Zahlungsfähigkeit Griechenlands aber auch davon abhänge, ob die Regierung den Markt überzeugen kann, dass es seine Sparprogramme tatsächlich umsetzt.

Die Sorge um Griechenland hat auch auf andere potenzielle ‚Wackelkandidaten-Länder’ abgefärbt. „Da die Märkte eine mögliche Ansteckung anderer Länder durch Griechenland fürchteten, standen Portugal und Spanien plötzlich im Fokus“, so Morgado, wobei das Duo ihm zufolge aber noch bessere Karten habe, als die Hellenen. Denn beide Länder stünden zwar ebenfalls vor harten fiskalpolitischen Maßnahmen und wirtschaftlichen Reformen, allerdings besteht seitens der Märkte mehr Vertrauen. „Beide Länder haben sehr viel bessere Fundamentaldaten als Griechenland. Außerdem sind die spanischen Unternehmen international ausgerichtet. Nur 42 Prozent ihres Umsatzes stammt aus Geschäftstätigkeiten in Spanien, während über 30 Prozent des Umsatzes außerhalb Europas erzielt wird“. 

Als Stock Picker sieht er angesichts der derzeit hohe Volatilität die Chance, Aktien zu kaufen, die willkürlich nur aufgrund der Ratings der Länder verkauft wurden, in denen die Unternehmen ihren Geschäftssitz haben. „Denn dies führt dazu, dass fundamental starke, international aufgestellte Unternehmen attraktiv bewertet sind", glaubt Morgado. 

Europa nicht in Sippenhaft nehmen

Auch Alexander Scurlock, Fondsmanager des Fidelity European Growth Fund, warnt davor, wegen der Probleme in Griechenland direkt ganz Europa in Sippenhaft zu nehmen und europäische Aktien zu meiden. Denn es gäbe auch durchaus gute Nachrichten aus den Volkswirtschaften Europas: „Die Euro-Zone profitiert weiterhin von der Erholung des weltweiten Handels, wachsenden Lagerbeständen und einer wettbewerbsfähigeren Währung“.

Zudem laufe die Industrieproduktion in Europa auf einem erstaunlich hohen Niveau. Wenn die Erholung weiter andauere, dürften starke Exporte und hohe Margen die Unternehmensgewinne steigern, ist Scurlock überzeugt: „Bleibt die Inflation niedrig, könnte die Geldpolitik zudem für längere Zeit expansiv bleiben. Die Wahrscheinlichkeit einer Umschuldung sollte sich erheblich verringern, da das Hilfspaket der EU und des IWF anläuft und die Bedenken über eine Kreditvergabe an Länder wie Portugal oder Spanien abklingen. Folglich sollte Europa eine Erholung der Märkte mit einem starken Umsatzwachstum und attraktiven Bewertungen erleben".

BVI überzeugt: „BMF-Diskussionsentwurf wird so nicht Gesetz“ 06.05.2010
 

BVI Bundesverband Investment und Asset Management ruft die Anleger zur Besonnenheit auf. Bei den vom Bundesfinanzministerium (BMF) vorgeschlagenen Gesetzesänderungen im Bereich der Offenen Immobilienfonds handelt es sich um einen ersten Diskussionsbeitrag. Das Gesetzgebungsverfahren habe damit noch nicht einmal begonnen.

„Wir sind sicher, dass der Entwurf noch erheblich geändert wird, insbesondere gehen wir fest davon aus, dass es keine vom Gesetzgeber angeordneten Bewertungsabschläge geben wird“, erklärt BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan Seip. Das BMF habe selbst erklärt, zu allen Einzelheiten des Diskussionsentwurfs gesprächsbereit zu sein. Jegliche Änderung könne ohnehin erst frühestens in zwei Jahren in Kraft treten. 

Offene Immobilienfonds gehören zu den beliebtesten Geldanlagen in Deutschland und haben sich über 50 Jahre lang bewährt. Allein im ersten Quartal flossen den Offenen Immobilienfonds per Saldo 3,2 Milliarden Euro zu – das beste Quartalsergebnis seit sieben Jahren. Dies zeigt, dass die rund drei Millionen Besitzer Offener Immobilienfonds – trotz vielfacher Diskussion – risikogestreute Anlagen in Grund und Boden als substanzstarkes Investment sehr schätzen, wie der BVI anmerkt. Zudem haben institutionelle Anleger wie zum Beispiel Versicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen im ersten Quartal weitere 500 Millionen Euro in Immobilien-Spezialfonds investiert. Somit verzeichnen Offene Immobilienfonds einen Zufluss von insgesamt 3,7 Milliarden Euro seit Jahresbeginn. Das Vermögen der Offenen Immobilien-Publikumsfonds beträgt 89,9 Milliarden Euro per 31. März 2010. Weitere 29 Milliarden Euro werden für Institutionelle in Immobilien-Spezialfonds verwaltet.

Déjà Vu: KanAm grundinvest Fonds setzt Rücknahme der Anteile aus 6.5.10
 

Der KanAm grundinvest Fonds setzt zum Schutz der Anleger mit Wirkung zum 6. Mai 2010 die Rücknahme der Anteile aus. Das Fondsmanagement sah sich zu diesem Schritt gezwungen, weil es in unmittelbarer Reaktion auf den am Wochenende an die Presse gestreuten Diskussionsentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Änderung unter anderem des Investmentgesetzes zu starken Mittelabflüssen kam.

In dem Entwurf werden nicht nur Halte- und Kündigungsfristen, sondern auch ein pauschaler 10 Prozent-Abschlag auf die gutachterlich festgestellten Immobilienwerte gefordert. Diese Vorschläge führten zu Verlustängsten bei Anlegern und Vermögensverwaltern, so dass diese vorsorglich Bestände auflösten. Deshalb erklärte das Management zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung des wirtschaftlich erfolgreichen Fonds gemäß § 81 InvG in Verbindung mit § 12 Abs. 5 der Allgemeinen Vertragsbedingungen die Aussetzung der Rücknahme von Anteilen.
Damit werden alle Verkaufsaufträge, die zur Ausführung seit dem 5. Mai 2010, 11.30 Uhr (Orderannahmeschluss), vorliegen, nicht mehr ausgeführt. Die Aussetzung der Rücknahme ist zunächst auf drei Monate befristet. Gleichzeitig wird zunächst die Ausgabe von Anteilen ausgesetzt, um interessierten Anlegern die Möglichkeit zu geben, sich über die Situation zu informieren.

Noch am 8. Juli 2009 konnte der KanAm grundinvest Fonds erfolgreich seine Wiederaufnahme der Anteilrücknahme verkünden. Die Aussetzung seinerzeit war im Oktober 2008 als Folge der Lehman-Pleite und der Staatsgarantie der Bundesregierung für   Spareinlagen notwendig geworden, die Anleger dazu veranlasst hatte, kurzfristig rund 50 Milliarden Euro aus deutschen Investmentfonds abzuziehen.

Seit Anfang dieser Woche führte nun die öffentliche Diskussion des Entwurfes aus dem Bundesfinanzministerium abermals zu einem deutlichen Mittelabfluss auch im KanAm grundinvest Fonds. Bereits in den vergangenen Wochen und Monaten hatten sowohl Abwertungen und Schließungen von Wettbewerbern als auch Probleme an den Immobilienmärkten allgemein immer wieder zu erhöhten Rückgabeverlangen geführt.

Der KanAm grundinvest Fonds erwirtschaftet aus seinen Mietobjekten in Europa und Nordamerika laufende Erträge, durch die über die vergangenen fünf Jahre ein weit überdurchschnittlicher Anlageerfolg von 5,4 Prozent per annum erzielt werden konnte. Die Ausschüttungen waren zudem in den vergangenen drei Geschäftsjahren für Anteile im Privatvermögen zu 100 Prozent steuerfrei. Das Portfolio des KanAm grundinvest Fonds besteht ausschließlich aus Gewerbeimmobilien, die sich durch Lage, einen Vermietungsstand von 98,6 Prozent und Ertragskraft auszeichnen. Wie auch in der Vergangenheit erfolgt eine tägliche Feststellung und Fortschreibung des Anteilpreises

Immobilien, Rohstoffe, Gold und Hedge-Fonds bieten die besten Aussichten  04.05.2010
 
„Die Wiederbelebung der Wirtschaft wird auch 2010 anhalten“, ist Stefan Keitel, Chief Investment Officer der Credit Suisse, überzeugt. Die Fortsetzung der weltweiten Konjunkturpakete und der proaktiven Notenbankpolitik unterstützt den positiven Trend und sollte zu einer weiteren Stabilisierung an den Finanzmärkten, vor allem an den Kreditmärkten, führen. „Es gibt allerdings auch Fragezeichen am Horizont, die Auswirkungen auf 2011 haben könnten, etwa am Arbeitsmarkt, im Bankensektor und auf dem Immobilienmarkt“, sagte Keitel heute vor Journalisten in Wien.Für den Chef-Anlagestrategen der Credit Suisse, Stefan Keitel, ist die globale Rezession seit dem dritten Quartal 2009 vorbei. Die weltweiten Regierungsprogramme und die anhaltend niedrigen Zinsen haben dazu geführt, dass der Konjunkturmotor langsam in Schwung gekommen ist. Durch die Stabilisierung des Finanzsystems hat sich auch die Lage am Kreditmarkt deutlich entspannt, was sowohl bei Unternehmen als auch bei Konsumenten zu einer Stimmungsverbesserung geführt hat. Die weltweite Konjunkturerholung sieht Keitel als Prozess in zwei Phasen: „Einer schnellen Anfangsphase folgte nun eine leichte Abschwächung. Wir sehen den Trend jedoch weiter positiv, die weitere Erholung kann von einem sehr soliden Wachstumssockel fortgesetzt werden.“ Diese spiegelt sich auch in den nochmals deutlich verbesserten Unternehmensgewinnen wider. „Die Talsohle liegt hinter uns, eine weitere Stabilisierung des Wachstumstrends  erwarten wir auch für das zweite und dritte Quartal 2010“, so Keitel.

Anhaltende Volatilität auf den Märkten
Trotz der Griechenland-Problematik rechnet Keitel nicht mit anhaltenden, massiven Rückschlägen für Aktien. Keitel: „Für die nächsten 1-6 Monate haben wir unsere Einschätzung für Aktien von positiv auf neutral herabgesenkt und Gewinne mitgenommen. Aus strategischer Sicht bleiben wir jedoch für die nächsten 6-12 Monate durch die starke Weltwirtschaft und die robusten Gewinne weiter positiv.“ Keitel schätzt, dass Fed und EZB Zinserhöhungen, angesichts der niedrigen Inflation und der hohen Arbeitslosigkeit, weiter hinauszögern werden, was die Aktienmärkte gut abstützen sollte. Jedoch gibt es auch eine Reihe von Risikofaktoren, die längerfristig für die Aktienmärkte negative Folgen haben könnten – vor allem steigende Staatsverschuldung sowie der noch immer vorhandene Abschreibungsbedarf der Banken und die dadurch begrenzte Kreditvergabe.  Längerfristig gesehen bieten derzeit Staatsanleihen wenig Chance auf Rendite, da mit Blick auf den Inflationierungsprozess Zinsen und Renditen perspektivisch ansteigen sollten. Selektive Unternehmensanleihen sowie Hochzinsanleihen mit attraktivem Kupon schätzt Keitel als noch immer positiv ein. Langfristig orientierte Anleger können bei Schwellenländeranleihen aufgrund der strukturellen Vorteile und der tieferen Verschuldungssituation profitieren.

Strategische Anpassung der Benchmark Asset Allocation
Begünstigt durch die niedrige Inflation gewinnen reale Assets wie Rohstoffe inklusive Gold, Aktien sowie Immobilien an Bedeutung. Dies führt zu einer höheren Quote an realen Vermögenswerten in diesen Kategorien. Die wachsende Bedeutung der Schwellenländer ermöglicht höhere Aktienexposures in diesen Märkten und eine reduzierte Ausrichtung in den traditionellen Regionen. Alternative Investments sind, laut Keitel, eine unverzichtbare Anlageklasse geworden: „Durch die immanenten Risiken auf den traditionellen Märkten muss man zur weiteren Diversifikation alternative Investments einplanen. Eine transparente, breitgefächerte Ausrichtung über Immobilien, Rohstoffe, Gold und Hedge-Fonds erachten wir zur Beimischung als unbedingt notwendig.“ Vorallem bei Hedgefonds sieht Keitel durch die Krise eine wesentliche Verbesserung der Transparenz: "Dies macht die Produkt auch für uns wieder interessant," Der Experte empfiehlt Vorsicht bei Währungs-Anlagen und rät zur Reduktion von Fremdwährungsrisiken sieht in Lokalwährungsanleihen von Schwellenländeren allerdings durchaus eine Interessante Beimischung für die Zukunft. Von einem Anziehen der Inflation geht Keitel erst ab den Jahren 2011 und 2012 aus. Für den Goldpreise sieht Keitel die Fahnenstange noch lange nicht erreicht: "die Marke von 2000 US-Dollar pro Feinunze könnte bereits in den nächsten drei Jahren fallen."

Fidelity: Schwellenländer mit neuen Perspektiven 29.4.10
 -"Anleger entdecken zunehmend die ganze Vielfalt der Emerging Markets. Denn auch außerhalb der vier bekannten BRIC-Staaten finden sich echte Perlen. Die durchschnittlichen Anlagerisiken sind dabei nicht viel höher als bei Unternehmen aus Industriestaaten. Für den Investmenterfolg ist allerdings eine intensive Unternehmensanalyse erforderlich", so Nick Price, Manager des Fidelity Emerging Markets Fund und des Fidelity Emerging Europe, Middle East and Africa Fund.
"Das Wachstum der Schwellenländer in den vergangenen zehn Jahren verbinden viele Anleger mit den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China", heißt es. Die Fußball-Weltmeisterschaft hat auch Südafrika ins Rampenlicht gerückt. Doch abseits der bekannten Märkte gebe es ebenfalls attraktive Investmentchancen. "Die Volkswirtschaften der Emerging Markets unterscheiden sich strukturell. Das spiegeln die Wertentwicklung sowie die Chancen und Risiken der einzelnen Märkte wider. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: einen großen Nachholbedarf bei Konsum und Infrastruktur", so Price.
Schwellenländer-Aktien hätten in den vergangenen zehn Jahren (31. März 2000 bis 31. März 2010) eine enorme Wertsteigerung erlebt. Unter den BRIC-Staaten sei Brasilien der Spitzenreiter mit einem Plus von rund 300 %, China belege Platz vier mit rund 140 %. "An der Spitze aller Schwellenländer stehen jedoch kolumbianische Aktien mit einer spektakulären Wertentwicklung von rund 1.200 % über zehn Jahre, gefolgt von peruanischen Werten mit einem Zuwachs von mehr als 560 %", heißt es weiter. Südafrika liege mit einer Performance von rund 175 % im Mittelfeld. An letzter Stelle würden türkische Aktien stehen, die im vergangenen Jahrzehnt nur um knapp 30 % gestiegen seien. Dagegen seien deutsche Aktien im gleichen Zeitraum um rund 13 % gefallen. Verglichen wurden die MSCI Indizes der jeweiligen Länder. "Die enormen Gegensätze verdeutlichen, dass gerade bei den Emerging Markets ein differenzierter Blick und eine detaillierte Analyse der Unternehmen notwendig sind. In den meisten, Anlegern eher unbekannteren Schwellenländern gibt es Perlen zu entdecken. Sie zu finden und zu einer Kette aufzureihen, ist meine Aufgabe als Stock Picker", erläutert Price .
Der MSCI Emerging Markets habe den MSCI World über den Vergleichszeitraum von zehn Jahren durchschnittlich um rund 10 Prozentpunkte pro Jahr übertroffen. Das eingegangene Risiko, das anhand der Volatilität der Märkte gemessen werde, sei dabei für die Anleger nicht viel höher gewesen. Die durchschnittliche Rendite pro Risikoeinheit weise einen höheren Wert auf als die der Industrieländer. "So haben im letzten Jahrzehnt Länder wie Kolumbien (0,95), Peru (0,75), Tschechische Republik (0,71) oder Chile (0,58) eine höhere Wertentwicklung pro Risikoeinheit erzielt als entwickelte Märkte wie Japan (0,14), USA (0,09), Deutschland (0,08) und Großbritannien (0,01)", so Fidelity.
"Die Entwicklung der Marktkapitalisierung − gemessen an den jeweiligen MSCI Indizes − im vergangenen Jahrzehnt zeigt die unterschiedliche Entwicklung der Kapitalmärkte in den Schwellenländern. Chinas börsennotierten Unternehmen gelang es, ihren Börsenwert in den vergangenen zehn Jahren um 15.000 % zu steigern", so die Gesellschaft weiter. Danach würden mit großem Abstand russische und kolumbianische Unternehmen folgen, die ihre Marktkapitalisierung um 539 bzw. 530 % erhöht hätten. Die Marktkapitalisierung der Unternehmen Malaysias sei dagegen auf dem Niveau des Jahres 2000 geblieben, eine Ausnahme unter den Emerging Markets. "Trotz der Erfolgsgeschichte der letzten zehn Jahre stellen Schwellenländer-Aktien nur 13 % der weltweiten Marktkapitalisierung. Hier ist noch viel Spielraum nach oben".
Die vielfältigen Investmentchancen und das große Wachstumspotenzial würden die Schwellenländer zu einer spannenden Anlageregion machen. Bei chancenorientierten Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont sollten Schwellenländer im Portfolio nicht fehlen. "Die Wachstumsstory der Emerging Markets ist noch lange nicht vorbei. Eine günstige Bevölkerungsentwicklung, die fortschreitende Industrialisierung und ein immenser Rohstoffreichtum läuten gerade erst den zweiten Teil der Erfolgsgeschichte ein", berichtet Price abschließend.
Dachfondsmanager setzen verstärkt auf Emerging Markets  26.4.10
 Die Anlage-Klasse Emerging Markets gewinnt unter Dachfondsmanagern weiter an Bedeutung. Das geht aus der aktuellen Dachfondsmanager-Studie 2010 von Pioneer Investments hervor, für die führende Dachfondsmanager in Deutschland mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 25 Milliarden Euro befragt wurden. "Einzelne breit anlegende Schwellenländer-Fonds kommen bei Dachfondsmanagern mittlerweile auch als Core-Investments zum Einsatz", sagt Dominik Kremer, Deutschland-Chef von Pioneer Investments. Einzelne Dachfondsmanager halten eine Schwellenländerquote von bis zu zwölf Prozent in ihren Portfolios. Allerdings betonten die Manager, dass als Core-Investments (Schwerpunktinvestements) nur Schwellenländerfonds mit breitem Regionenansatz in Frage kommen, Zielfonds mit Einzelländer-Fokus hingegen eigneten sich nur für den Satellite-Bereich, also Depot-Beimischungen.Während fast alle Manager Schwellenländer-Investments in ihrer Strategie berücksichtigten, zeige sich beim Anlagethema Socially Responsible Investments (SRI) ein geteiltes Bild: Die eine Hälfte der Befragten berücksichtige entsprechende Kriterien oder verwalte SRI-Mandate, für die andere Hälfte spiele SRI keine Rolle. Dennoch verfolgten auch diese Manager die SRI-Diskussion aufmerksam. "Die Ergebnisse zeigen, daß das Thema in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird", ist sich der Pioneer-Chef sicher. Wie schon die Befragung aus dem vergangenen Jahr gezeigt habe, werde aus der Finanzkrise die Lehre gezogen, dass Qualität und Transparenz sowie der unmittelbare persönliche Austausch bei der Auswahl von Zielfondsmanagern nicht zu ersetzten seien. "Die Anforderungen an die Due-Diligence-Prozesse und eine transparente Informationspolitik wurden durch die Krise nochmals verschärft. Fonds mit nicht klar nachvollziehbaren Investmentmöglichkeiten sowie Fonds mit extremen Wertschwankungen werden gemieden", erklärt Kremer. Durch die Krise habe sich zudem die Erwartungshaltung der Dachfondsmanager mit Blick auf das Alpha gewandelt: "Kapitalsicherung geht vor maximaler Renditesteigerung", so Kremer. Dies decke sich mit dem Wunsch der Retail-Investoren nach der Vermeidung absoluter Verluste. "In guten Phasen wird von Dachfondsmanagern eine kurzfristig etwas schwächere Zielfonds-Performance akzeptiert, wenn dieser in fallenden Märkten dafür Verluste begrenzen oder vermeiden kann", erläutert Kremer. Vor dem Ausbruch der Finanzkrise habe die Regel gegolten, dass rund 70 % des Alphas aus der Asset Allokation und rund 30 % aus der Manager Selektion stammten. "Doch seit Ausbruch der Finanzkrise gilt diese Regel nicht mehr", sagt Kremer. "Mittlerweile scheint sich aber das Verhältnis wieder der alten Marke anzunähern". Die meisten Dachfondsmanager hätten angegeben, dass die Asset Allokation wieder eine sehr hohe Gewichtung bei der Alpha-Generierung habe. Die Werte schwankten von einem Verhältnis von 50 % Asset Allokation/50 % Manager Allokation bis hin zu 80 % Asset Allokation/20 % Manager Selektion. "In der Befragung aus dem Vorjahr hatten die Dachfondsmanager noch angegeben, dass die Bandbreite von nahezu 100 % Asset Allokation bis hin zu 99 % Manager Selektion reiche".
Wie schon 2008 setzten Dachfondsmanager im vergangenen Jahr laut Studie zur Absicherung ETFs und derivative Strukturen ein. Mit diesen Absicherungsstrategien solle der von vielen Anlegern verstärkt geäußerte Wunsch nach Kapitalerhalt angestrebt werden. Allerdings hätten die Dachfondsmanager betont, dass sich der Einsatz von ETFs gegenüber dem Jahr 2008 nicht mehr wesentlich erhöht habe. Meist würden die ETFs im Bereich der taktischen Asset Allokation verwendet. "Dachfondsmanager, die ihren Fokus stark auf die Managerauswahl legen, verzichten weiterhin fast vollständig auf ETFs", erläutert Kremer.
Mit Blick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung gingen die Dachfondsmanager nahezu übereinstimmend von einem zwar positiven, aber unter dem langfristigen Durchschnitt liegenden Konjunkturverlauf aus. "Für Konjunkturoptimismus sehen die Dachfondsmanager derzeit keinen Grund", so Kremer. Ebenfalls übereinstimmend erwarteten die Experten keine rasche Zinswende. Damit sei frühestens Ende 2010 oder zu Beginn des kommenden Jahres zu rechnen. Mit Blick auf die Staatsfinanzen seien die befragten Dachfondsmanager skeptisch, dass es den verschuldeten Ländern gelingen werde, ihre Schulden in größerem Maße abzubauen: "Der Entschuldungsprozess kann Jahre dauern und wird auf der Konjunktur der entwickelten Länder noch lange lasten", erläutert Kremer. Derzeit bestimme eine schnelle Rotation der einzelnen Asset-Klassen das Marktgeschehen - aktive Manager könnten entsprechend schnell auf diese Veränderungen reagieren.
Osteuropa - Marktkommentar von Barings  26.4.10
 "Die Börsenplätze der europäischen Schwellenländer entwickelten sich in den letzten Wochen sehr erfreulich und zählten im ersten Quartal 2010 zu den Aktienmärkten mit der besten Wertentwicklung", berichtet Barings. Angaben zufolge hatten positive volkswirtschaftliche und unternehmensspezifische Meldungen einen weiteren Rückgang der Risikoaufgelder und Mittelzuflüsse zur Folge. In der Türkei legten sich die Besorgnisse um das politische Umfeld und der Markt legte kräftig zu. "Ein erneutes Kreditwachstum und sehr gute BIP-Zahlen für das vierte Quartal 2009 waren der Auslöser. Der türkische Bankensektor entwickelt sich ebenfalls erfreulich".
QWeier: Die Widerstandsfähigkeit der Aktienmärkte der europäischen Schwellenländer angesichts der negativen Meldungen aus den Randstaaten der EU sowie der politischen Unruhen in der Türkei deute darauf hin, dass diese Anlageklasse aufgrund ihres günstigen Bewertungsniveaus sowie wegen ihrer soliden Wachstumsaussichten nach wie vor das Kaufinteresse der Anleger auf sich ziehe. Sollte die zuletzt erfreuliche volkswirtschaftliche Nachrichtenlage anhalten, könnte dies zwar eine Debatte über die Inflation bzw. das Zinsniveau auslösen. Die Ergebnisse einer solchen Diskussion würden aber letztendlich positiv gedeutet werden. "Außerdem gehen wir weiterhin davon aus, dass der Markt die sehr umfangreiche Emissionspipeline bei Aktien gut verarbeiten wird, denn bereits im letzten Quartal wurde eine hohe Zahl potenzieller Börsengänge angekündigt".
Sehr gute volkswirtschaftliche Daten aus Russland
Laut Barings tendierte der russische Aktienmarkt sehr fest und ist weltweit nach wie vor einer der Börsenplätze mit der bisher besten Wertentwicklung. Die Zinsdifferenzen russischer Staatsanleihen seien weiter geschrumpft. Dies habe darauf hingedeutet, dass die Risikoaufgelder in Russland im Vorfeld der möglichen Emission der ersten russischen Eurobond-Staatsanleihe seit 12 Jahren im April weiter zurückgehen würden. Erfreuliche volkswirtschaftliche und unternehmensspezifische Nachrichten seien dem Markt ebenfalls zugute gekommen. Darüber hinaus seien die Preise für Eisenerz und Kokskohle während der jährlichen Preisverhandlungen nach oben geklettert, wodurch der Grundstoffsektor im März beflügelt worden sei. "Branchen aus dem Konsumumfeld wie Einzelhandel, Telekommunikation und Finanzen wurden für ihr Wachstumspotenzial und ihr Bewertungsniveau weiterhin hoch belohnt. Immer noch sehr gute volkswirtschaftliche Daten stützen den Markt nach wie vor. Obwohl die Konsumnachfrage weiter recht verhalten ist, bleibt abzuwarten, inwieweit die Bankenbranche die derzeit außerordentlich hohe Liquidität auf Bilanzebene an die Kreditmärkte schleusen wird. Bei dieser Frage erwarten wir im Frühjahr positive Überraschungen", so Barings abschließend.
Cindy Sweeting: „Risikomanagement ist auch in Schwellenmärkten ein Muss“  21.04.2010
 

Bei aller Euphorie, die etliche Marktteilnehmer Schwellenländer-Unternehmen zurechnen, sollten deren Nachteile ebenfalls im Hinterkopf behalten werden, meint Cindy Sweeting, Executive Vice President und Director Institutional Portfolio Management bei Templeton Global Equity. Um die Spreu vom Weizen zu trennen, sei vor allem gutes Research und effektives Risikomanagement wichtig. In einem Marktkommentar schreibt sie hierzu wie folgt:

„Die Investoren mögen gehört haben, dass Schwellenländer-Unternehmen aufgrund ihres höheren Ertragssteigerungspotenzials bessere Renditeaussichten bieten als Unternehmen aus Industrieländern. Dessen ungeachtet haben solche Unternehmen auch ihre Nachteile. So sind sie potenziell mit höheren Risiken behaftet, darunter instabile Währungen, mangelnde Transparenz in Abschlüssen oder unzulängliche Corporate Governance. Überdies warten Regionen mit höherem Wirtschaftswachstum nicht notgedrungen mit den besten Aktienanlagen auf, da ihre Märkte hart umkämpft sind, was die Rentabilität oft verringert. Die Bewertungen können infolge des Anlegeroptimismus zu hoch steigen. Aus diesem Grund sind gutes Research und effektives Risikomanagement so wichtig.

Hauseigenes Risiko-Bewertungs-Procedere
Als langfristige Value - Investoren managen wir Risiken über die Bewertung. Bei der Analyse von Aktien achten wir auf Titel, die mit erheblichem Abschlag auf unsere Einschätzung des Substanzwertes ihres Geschäfts zu haben sind. Ein solcher Rabatt stellt eine potenzielle „Sicherheitsmarge” dar. Weil der Substanzwert nur schwer genau zu ermitteln ist, gibt eine größere Sicherheitsmarge genügend Spielraum für Irrtümer.

Je höher der Abschlag auf den zugrunde liegenden Wert des Unternehmens, desto reizvoller die Risiko-Ertrags-Merkmale. Das gilt ganz besonders in Schwellenmärkten, wo unerwartete Faktoren erhebliche Auswirkungen auf eine Anlage haben können. Als Ausgleich für das höhere Risikoprofil aufstrebender Märkte verlangen wir bei solchen Anlagen höhere Bewertungsabschläge. Bei einem westeuropäischen Multi reichen uns vielleicht achtzig Cent auf den Dollar, bei einer lateinamerikanischen Telekom wollen wir dagegen 50 Cent auf den Dollar sehen. Unser Ziel ist es, werthaltige Titel so billig zu kaufen, dass uns der niedrige Kurs für die größeren Risiken und die Ungewissheit entschädigt.

Schwellenländer-Engagement als Alternative zu Firmen-Direktinvestitionen
Die direkte Investition in heimische Unternehmen ist aber nicht die einzige Zugangsmöglichkeit zum Potenzial dieser Regionen. Schwellenländer-Engagement durch Investitionen in anderswo ansässige multinationale Konzerne aufzubauen, kann billiger sein als die direkte Anlage. Diese Strategie erhöht unter Umständen die Sicherheitsmarge für unsere Anleger, während sie das Gesamtrisikoprofil eines Portfolios verringern kann.

Viele internationale Unternehmen mit Sitz in Schwellenländern erschließen sich die schneller wachsenden Volkswirtschaften in aller Welt und sind nach unserer Analyse günstiger bewertet – bei möglicherweise geringeren Risiken. Politische Unruhen, die das operative Geschäft eines ausländischen Multis nur oberflächlich ankratzen, können für einen inländischen Betrieb das Aus bedeuten. Andererseits wird eine heimische Emerging - Markets - Aktie in einem starken regionalen Bullenmarkt in der Regel besser abschneiden als die eines im Ausland ansässigen multinationalen Konzerns.

Preis für Aktie ist entscheidend
Der wichtigste Faktor ist allerdings unserer Ansicht nach der Preis, der für eine Aktie gezahlt wird. Wir haben andere Methoden zum Risikomanagement bei der Suche nach Chancen in Schwellenländern. Tiefen - Research hilft uns, länder- und regionalspezifische Risiken zu steuern. Neben unseren Branchenexperten verfügt die Templeton Global Equity Group über Länderanalysten, die sich näher mit der Stabilität und den Wachstumsaussichten verschiedener Regionen befassen. Ihr Ziel ist die Ermittlung von Schnäppchen auf diesen Märkten. Wir möchten wissen, ob ein Land zahlungsunfähig werden könnte, seine Währung abwerten wird, die Zinsen oder Steuern hebt oder senkt, eine amtierende Regierung absetzt, in einen Krieg eintritt, Branchensektoren verstaatlicht oder andere Faktoren vorliegen, die unser Engagement beeinträchtigen könnten. Diese mit gebotener Sorgfalt durchgeführte Prüfung ist ein wesentlicher Teil unseres Risikomanagement- und Analyseverfahrens und liefert den Rahmen für unsere Analysen einzelner Unternehmen.“

Fondsdepot Bank übernimmt Investmentkonten-Abwicklung für Veritas  16.4.10
 

Die Wachstumsgeschichte der Fondsdepot Bank geht weiter. Die Unternehmens-Partnerschaft von Xchanging und Allianz Global Investors schließt einen weiteren strategisch bedeutsamen Vertrag ab: Nach der Übernahme des B2B-Anlagekontengeschäfts für SEB Bank und SEB Asset Management im Januar 2010 nimmt die Fondsdepot Bank jetzt erneut rund 100.000 Investmentkonten unter Vertrag: für die in Frankfurt ansässige Veritas Investment Trust GmbH, eine 1991 gegründete Kapitalanlagegesellschaft und vormals im Miteigentum der Société Générale.

Die Veritas-Produkte - vor allem aktienorientierte Publikumsfonds und Dachfonds, darunter die A2A- und ETF-Dachfonds - werden von rund 280 Vertriebspartnern in Deutschland und Österreich vertrieben. Die Verwaltung der Investmentkonten soll zum 15. August 2010 von der bisherigen Plattform der Veritas auf die IT-Plattform der Fondsdepot Bank übertragen werden.

Herausragende langfristige Wachstumsperspektiven"   13.4.10
 
Als  das "wahrscheinlich am häufigsten übersehene, aber vielleicht auch das interessanteste Land der BRIC-Staaten" stuft Fidelity-Fondsmanager Nick Price Brasilien ein. Im Vergleich zu Werten aus Industrieländern seien brasilianische Aktien derzeit attraktiv bewertet, besonders wenn man ihre "herausragenden langfristigen Wachstumsperspektiven" berücksichtige. Bereits heute sei das Land die neuntgrößte Wirtschaft der Welt und könnte in den nächsten 15 Jahren zu den Top 5 aufsteigen: "Das Land hat deutlich mehr zu bieten als Kaffee und Sojabohnen."
• "Eine kluge gesamtwirtschaftliche Staatsführung sowie eine stabile Finanz- und Haushaltspolitik haben für ein rasantes Wachstum der Mittelschicht gesorgt und das Fundament für ein stabiles Wirtschaftswachstum geschaffen. Experten gehen für 2010 von einer Wachstumsrate von 6,4 Prozent aus. 



• Vor allem die 2007 entdeckten Öl- und Gasreichtümer an der brasilianischen Küste haben das Potential, das Land in ein Öl exportierendes Energiezentrum zu verwandeln. Schätzungen gehen von 80 bis 100 Milliarden Barrel Ölreserven aus - genug, um Brasilien, zusammen mit seinen derzeitigen Vorräten, unter die Top 5 produzierenden Länder zu katapultieren.

• Allein Brasiliens Ölgigant Petrobras wird dieses Jahr 28 Milliarden US-Dollar in die Ölfelder investieren - Teil des 174 Milliarden US-Dollar schweren fünfjährigen Investitions-Programms, das das Unternehmen 2009 ausgerufen hat. Davon werden auch andere Wirtschaftszweige wie der Schiffbau und Öl-Dienstleistungsindustrien wesentlich profitieren. Da die Ölreserven 7.000 Meter unter dem Meeresspiegel liegen, ist wahrscheinlich auch internationales Engagement gefordert. Unternehmen wie ExxonMobil, BG, Galp, Repsol and Royal Dutch Shell sind mit Petrobras bereits entsprechende Partnerschaften eingegangen.

• Berücksichtigt man neben den Ölvorräten die Fortschritte bei erneuerbaren Energien, könnte Brasilien den Energieversorgungsmarkt drastisch verändern. Schon heute stammen über 80 Prozent des Stroms aus Wasserkraftanlagen. 90 Prozent der Neuwagen fahren mit Flex-Fuel-Technik, also abwechselnd mit Ethanol, Benzin oder einer Mischung aus beidem. Damit gehört das Land zu den Weltmarktführern bei Bio-Treibstoffen.


• Seit das Wirtschaftswachstum Investitionen in den Unternehmenssektor ermöglicht, beginnt Brasilien verstärkt seine natürlichen Ressourcen zu nutzen. Verglichen mit anderen Schwellenländern ist seine Wirtschaft zunehmend diversifiziert - mit einer gut entwickelten Landwirtschaft, Bergbau, einem Produktions- und Dienstleistungssektor sowie einem großen Pool an Arbeitskräften.


• Zur positiven Wirtschaftsentwicklung trägt auch die vergleichsweise hohe und wachsende Binnennachfrage bei, die von einer erstarkenden Mittelschicht getrieben wird. Die demographische Entwicklung wirkt dabei zusätzlich positiv: Rund 67 Prozent der 198 Millionen Einwohner sind zwischen 15 und 64 Jahre alt. Das Durchschnittsalter liegt bei 28,6 Jahren. Das heißt, ein Großteil der brasilianischen Bevölkerung ist erwerbstätig und konsumfreudig. Getränkehersteller wie Bebidas das Americas und Drogerieketten wie Drogasil, sind Beispiele für Unternehmen, die davon profitieren und die großes Wachstumspotential aufweisen."
BlackRock: „Europäische Aktien stehen vor längerem Bullenmarkt“ 13.4.10
 Europäische Aktien stehen vor einem mehrere Jahre anhaltenden Bullenmarkt, sagt Nigel Bolton, Chef des europäischen Aktienteams von BlackRock und Manager des BGF European Fund. Trotz der jüngst gestiegenen Volatilität und uneinheitlicher ökonomischer Signale spräche vieles für ein Anhalten des seit März vergangenen Jahres andauernden Aufwärtstrends. Nach Bolton verbesserten sich die Unternehmensergebnisse gerade zum ersten Mal seit September 2007. Dies sei ein positives Signal im Hinblick auf die weitere Gesundung der Unternehmen. Zudem profitierten europäische Unternehmen weiterhin von stark wachsenden Märkten der Schwellenländer und deren Nachfrage. Bereits 20 Prozent der Umsätze europäischer Unternehmen generierten sich aus den Schwellenländern.
Private Nachfrage als Treiber
Als eines der Schlüsselthemen dieses Jahres betrachtet Bolton das Ausmaß, in dem die private Nachfrage die eingeschränkten staatlichen Stützungsmaßnahmen ersetzen kann. Trotz damit zusammenhängender Risiken rechnet er für 2010 mit einem Wachstum von über 20 Prozent in europäischen Unternehmen. Dabei würden die bisher weniger wachstumsstarken Kernländer wie etwa Deutschland, Frankreich oder die Niederlande an ökonomischer Bedeutung gewinnen, so Bolton.
Saxo Bank: Gold entkoppelt sich zusehends vom US-Dollar 12.4.10
 
Dank positiver Signale vom Metall- und Energiesektor hatte der CRB Index letzte Woche zu einem 10-Wochen-Hoch gefunden, bevor der wieder erstarkende Dollar etwas Schwung aus der Entwicklung nahm. Der Goldpreis setzte derweil seine Entkopplung vom US-Dollar fort. Ole S. Hansen, Mitglied des Strategieteams der Saxo Bank, erklärt: „Gold und Dollar stiegen, weil die Anleger verunsichert darüber waren, wie es mit Griechenland weitergehen würde. Allerdings profitierte der Goldpreis ungleich stärker als der Dollar und hatte seine beste Woche seit drei Monaten.” Nicht zuletzt wegen der kürzlich angestiegenen Nachfrage seitens ETFs werde der Fragiler Goldpreis weiteren Auftrieb erhalten, so Hansen.

Höhenflug bei Industriemetallen
Die Preise bei den Industriemetallen wie Kupfer, Aluminium und Nickel erholen sich wieder. „Viele Unternehmen stocken ihre Lager auf, weil sie in Erwartung einer sich erholenden Weltwirtschaft schnell bereit sein wollen, ihre Produktion wieder hochzufahren”, kommentiert Rohstoffexperte Hansen. „Der LME Index für Industriemetalle sprang letzte Woche auf seinen höchsten Stand seit 20 Monaten.” Grund für diesen Höhenflug sei aber wohl eher gewesen, dass Investoren getrieben von positiven Wirtschaftsdaten Geld in den Sektor schossen. „Solange der Markt keine Bestätigung für den tatsächlichen Verbrauch sieht, bleiben die gestiegenen Preise anfällig für Korrekturen”, führt Hansen abschließend aus.

US-Forscher: Geld lindert auch körperlichen Schmerz 12.04.2010
 

Dass Geld die Nerven beruhigen kann, ist bekannt – Dagobert Duck führt es vor – aber kann sich der schnöde Mammon auch in gesundheitlicher Sicht positiv auswirken? Ja, meinen Forscher der Universität von Minnesota, wie die britische ‚Daily Mail’ berichtet. Ihre Aussage basieren die Forscher dabei auf ihrer jüngsten Studie im Rahmen derer sie etlichen Studenten entweder ein Bündel von 80 100-Dollar-Noten oder alternativ ein Bündel von 80 leeren Papieren in die Hand gaben, unter dem Vorwand, dass man die Geschicklichkeit beim Zählen überprüfen wolle.
Danach wurden die Studenten gebeten, ihre Hände in eine Schüssel mit heißem Wasser zu tunken, um u testen, wie schmerzhaft dies sei und wie lange die einzelnen Probanden dies aushalten konnten. Es stellte sich heraus, dass jene, die das Geld gezählt hatten, sich deutlich weniger über Schmerzen beklagten. Daraus leiteten die Forscher ab, dass der Gedanke an das Halten von Geldscheinen und Münzen sich beruhigend auswirken kann, und dabei helfen kann, Schmerzen abzuschwächen, weil sie das Selbstwertgefühl und das Gefühl wirtschaftlicher Unabhängigkeit stärken und so als Puffer gegen Schmerzen fungieren. Die These, dass ein erhöhtes Selbstwertgefühl Schmerzen mindern kann, respektive die betreffende Person weniger anfällig für Schmerzen macht, wurde von einigen vorangegangen Studien ebenfalls bestätigt. Die Resultate des Versuchs wurden im Fachjournal ‚Psychological Science’ veröffentlicht.

Pioneer: Langfristiger Bullenmarkt bei Rohstofftiteln erwartet 9.4.10
 Die europäischen Aktienmärkte profitieren weiter von der zyklischen Konjunkturerholung, prognostiziert Markus Steinbeis, Fondsmanager im Bereich European Equities bei Pioneer Investments. „Die Untergewichtung vieler institutioneller Investoren im Bereich europäischer Aktien bildet eine solide Unterstützung und trägt auf Sicht dazu bei, dass der Markt nicht überhitzt.“ Trotz der aktuellen positiven Entwicklung hält Steinbeis wegen bestehender strukturelle Marktprobleme eine volatile Seitwärtsbewegung an Europas Börsen im weiteren Jahresverlauf für ein wahrscheinliches Szenario.Sehr optimistisch ist der Experte für Rohstoffaktien. „Rohstoffe sind eine der wenigen Assetklassen, die sich in einem langfristigen Bullenmarkt befinden“, erklärt Steinbeis. Dazu trage die auf Deflation ausgerichtete weltweite Geld- und Fiskalpolitik ebenso bei wie die wieder erstarkende Nachfrage aus den Emerging Markets und aus den Industrieländern. Von diesem Trend profitierten beispielsweise im Industriemetallbereich die Fördergesellschaften Rio Tinto und Xstrata sowie im Ölsektor Konzerne wie Total.Weiterhin interessant seien Unternehmen, die einen hohen Anteil ihrer Umsätze in Wachstumsregionen wie den Emerging Markets erwirtschafteten. Dazu zählten neben Rohstoffwerten insbesondere Unternehmen aus der Nahrungsmittel- und Tabakbranche, zum Beispiel British American Tobacco oder Nestlé.Leicht untergewichtet hat Steinbeis derzeit deutsche Aktien. Der heimische Aktienmarkt habe sich aufgrund seiner zyklischen und exportorientierten Ausrichtung zwar gut geschlagen, wie auch das Land an sich recht unbeschadet durch die Krise gekommen sei. Steinbeis verweist aber auch auf die geringe Zahl diversifizierender und defensiver Werte am deutschen Aktienmarkt, beispielsweise große Nahrungsmittel- oder Pharmahersteller.
Maintrust wird zu Nomura Asset Management Deutschland KAG mbH   8.4.10
 Maintrust, die deutsche Kapitalanlagegesellschaft der Nomura-Gruppe, wurde in Nomura Asset Management Deutschland KAG mbH umbenannt. MAINTRUST wurde 1988 gegründet und ist seit 1991 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der international renommierten und stark expandierenden Nomura-Gruppe. Im Zuge dieser Maßnahme würden in Kürze auch alle mit dem Kürzel "MAT" versehenen Fonds umbenannt.
"Als weltweit agierender Partner eröffnen wir unseren Kunden zukünftig ergänzend zu unseren etablierten Produkten einen einzigartigen Zugang zu den asiatischen Märkten. Dabei bieten wir Ihnen eine erweiterte Produktpalette mit internationalen Spitzenprodukten, die von unserem Team auf die Bedürfnisse deutscher Anleger zugeschnitten werden", so die weitere Ankündigung der Fondsgesellschaft an die Anleger.
GECAM - Srudie:  Outperformer häufig nicht im Depot   7.4.10
 Bei steigenden Märkten zahlt sich wohldosierte Aktivität im Fondsmanagement aus. So schafften im Bullenjahr 2009 aktiv gemanagte Investmentfonds teilweise deutlichen Mehrwert gegenüber dem Markt, wenngleich dabei ihre Benchmarknähe mitunter sogar zugenommen hat. "Ein Anstieg der Korrelation, das heißt der Indexorientierung, muss per se nichts Negatives sein. Allerdings brauchten Fondsmanager bei aller Ruhe auch Gespür für einzelne Ertragsperlen, um in einem überwiegend indexnahen Basisportfolio Mehrwert gegenüber anderen Fonds oder der Benchmark zu erzielen", kommentiert Uwe Leonhardt, Vorstand der GECAM AG, die Ergebnisse der aktuellen Studie, die das Korrelationsverhalten und die Managementerfolge von mehr als 8.000 Investmentfonds über drei Jahre bzw. ein Jahr untersuchte.
Auf Sicht der vergangenen drei Jahre hätten 75 % aller untersuchten in Europa zum Vertrieb zugelassenen Investmentfonds ihre Benchmark zu 70 % und mehr abgebildet. Laut GECAM wiesen Aktienfonds dabei mit einer durchschnittlichen Korrelation von 90 % die höchste Indexorientierung auf. Am entgegengesetzten Ende der Skala seien erneut die Dach- und Mischfonds gestanden. "Sie bildeten ihren jeweiligen Vergleichsindex im Schnitt zu 67 % ab. Im Jahre 2009 fuhren die gemischten Portfolios ihre Aktivität allerdings etwas zurück. So stieg die durchschnittliche Indexnähe auf 73 %".
Dies sei mit einer deutlichen Verbesserung der Managementerfolge einher gegangen: "57 % der Dach- und Mischfonds schafften es, ihre Benchmark im vergangenen Jahr zu übertreffen, während dies über drei Jahre 30 % der Mischportfolios gelang", heißt es weiter. Die erwirtschaftete Outperformance habe sich um durchschnittlich 5 Prozentpunkte erhöht. "Entscheidend war im vergangenen Jahr vor allem das richtige Timing in der Justierung von Aktien- und Rentenquote und damit eine gewisse Annäherung an den Mischindex.
Bei Aktienfonds, die ihre Benchmark über das vergangene Jahr schlagen konnten, habe sich der Anteil auf 50 % erhöht, während er über 3 Jahre bei 41 % lag. Hier hätten sich erstaunlich viele Deutschlandfonds verbessert: Die Zahl der Outperformer gegenüber dem Dreijahreszeitraum sei 2009 von 48 % auf 80 % gestiegen. "Sie schlugen die Benchmark bei leicht erhöhter Passivität um durchschnittlich 4,7 % (3 Jahre: 1,7 %). Bei aller guten Gesamtperformance deutscher Aktienfonds enttäuscht aber die Bandbreite der Ergebnisse. So lagen in 2009 zwischen dem besten und dem schlechtesten Portfolio satte 39 Prozentpunkte. Besonders hohen Erfolgsunterschied zeigten die Aktienfonds Emerging Markets: Hier trennten im Börsenjahr 2009 unglaubliche 82 Prozentpunkte den Primus vom schwarzen Schaf", so GECAM. Schwellenländer hätten sich erneut als schwieriges Terrain erwiesen, bei der die aktive Auswahl von Einzeltiteln kaum Erfolg versprach.
Neben der thematischen Ausrichtung und der Gewichtung von Assetklassen sei der Erfolg von Fondsmanagern maßgeblich von der Höhe des verwalteten Volumens abhängig. Angaben zufolge waren Aktienfonds, die sich über die letzten drei Jahre besser als der Markt entwickelen, mehrheitlich unter den kleinen bis mittelgroßen Portfolios zu finden. "In der Regel haben Anleger aber genau diese Ertragsperlen nicht in ihren Depots, sondern verschenken stattdessen mit einem Großteil der Flaggschiffe wertvolle Performance", sagt Leonhardt.
Renten- und Geldmarktfonds hätten sich über drei Jahre im Schnitt zu 66 % an ihrem Index orientiert. "Diesen relativ benchmarkfernen Ansatz konnten sie mehrheitlich jedoch nicht in Outperformance ummünzen. Das zeigt sich besonders deutlich bei der gewichtigen Anlagekategorie der europäischen Rentenkurzläufer: Nur zwei Prozent, also ganze 3 der insgesamt 183 Fonds, übertrafen den Vergleichsindex über die vergangenen drei Jahre. Unter allen Renten- und Geldmarktfonds gelang dies auch nur zwölf Prozent der Portfolien", so die Gesellschaft. In der kurzen Frist habe sich jedoch auch hier die Zahl der Outperformer deutlich erhöht: 59 % aller untersuchten Anleihefonds hätten Mehrwert gegenüber dem Markt geschafft. "Outperformer punkteten 2009 vor allem mit den vielen gut verzinsten Unternehmensanleihen, während Anhänger von Staatstiteln einen Dämpfer erhielten", erklärt Leonhardt das Ergebnis.
"Zum vierten Mal in Folge hat die GECAM AG das Korrelationsverhalten von Investmentfonds untersucht. In der diesjährigen Auswertung wurden insgesamt 8.650 in Europa zum Vertrieb zugelassenen Aktien-, Renten-, Geldmarkt-, Dachund Mischfonds aus 158 Anlagekategorien hinsichtlich ihrer Indexorientierung und Managementerfolge über die letzten drei sowie im vergangenen Jahr analysiert. Stichtag der Untersuchung war der 31. Dezember 2009", erläutert GECAM abschließend.
Gold: Verdoppelung für Chinas Nachfrage  bis 2020 erwartet 06.04.2010
 

Einem aktuellen Bericht des World Gold Council (WGC) zufolge soll sich Chinas Goldnachfrage in den nächsten zehn Jahren verdoppeln. In den vergangenen fünf Jahren habe sich Chinas Goldnachfrage im Durchschnitt um jährlich 13 Prozent erhöht. China sei seit dem Jahr 2007 der weltweit zweitgrößte Goldkonsument und der weltweit größte Produzent, hieß es in dem Bericht des WGC. Der größte Teil der Goldnachfrage in China wurde in der Vergangenheit durch die heimische Goldproduktion befriedigt. Die chinesische Goldnachfrage habe jedoch die heimische Produktion seit 1992 überholt. 

Im Jahr 2009 lag die kumulative Goldnachfrage in China bei einem Wert von mehr als 14 Milliarden US-Dollar (10 Milliarden Euro) – elf Prozent der globalen Nachfrage. Innerhalb der nächsten zehn Jahre könne sich der Goldkonsum aus dem Jahr 2009 verdoppeln.

Die Goldnachfrage in China werde wahrscheinlich langfristig ansteigen. Die Käufer ließen sich auch von höheren Goldpreisen nicht abschrecken. Ein weiterer Impuls könne von der Zentralbank kommen, wenn diese ihre Goldreserven erhöhe.

 

BNP Paribas Investment Partners und Fortis Investments fusionieren  6.4.10
 

Am 1. April haben BNP Paribas Investment Partners und Fortis Investments ihre beiden Unternehmen endgültig fusioniert. Der neue Asset Manager tritt jetzt nur noch unter dem Namen BNP Paribas Investment Partners auf. Durch die Integration von Fortis Investments stößt BNP Paribas Investment Partners (BNPP IP), die Asset-Management-Sparte von BNP Paribas, in eine neue Dimension vor, wie es in eigener Sache heißt. Dieser Zusammenschluss macht BNPP IP zum fünftgrößten Asset-Manager Europas und zur Nummer elf weltweit – mit einem verwalteten Vermögen von 530 Milliarden Euro (einschließlich Beratungsmandate, Stand 31. Dezember 2009).

Die Multi-Specialist-Investmentplattform von BNPP IP wurde um die Kompetenzen von Fortis Investments erweitert. Sie besteht jetzt aus 60 Investmentzentren, die jeweils für das Management einer bestimmten Assetklasse oder Produktart verantwortlich sind und zusammen etwa 1.200 Investment-Professionals beschäftigen. Die Integration hat auch das Multi-Specialist-Modell von BNPP IP weiter gestärkt, das sich unter vielen unterschiedlichen Marktbedingungen als belastbar erwiesen habe. Im Laufe der Jahre ist BNP IP immer mehr zu einem Multi-Boutique-Ansatz übergegangen, der die Stärken eines großen, führenden internationalen Asset-Managers mit denen unserer Investmentpartner verbindet, die wie Boutiquen arbeiten.

Deutlicher Ausbau der Europa-Präsenz
BNPP IP hat in seiner neuen Form auch an geographischer Reichweite gewonnen und seine Präsenz in Europa enorm ausgebaut. Das Unternehmen ist nicht mehr nur in Frankreich und Italien, sondern auch in Belgien, Luxemburg und den Niederlanden sehr stark vertreten. Außerdem gehört BNPP IP jetzt zu den führenden Emerging-Market-Managern weltweit – mit großen Niederlassungen vor Ort, fundierter lokaler Investmentkompetenz und einem umfassenden Angebot an Emerging-Market-Lösungen. Durch die neue Länder- und Produktkompetenz in Asien wird diese Region ein wichtiger Wachstumsmarkt für BNP Paribas Investment Partners.

Deutscher Markt noch stärker im Fokus
BNPP IP strebt an, aus Deutschland einen weiteren Hauptmarkt zu machen und sowohl im institutionellen Geschäft als auch im Vertrieb von Publikumsfonds weiter zu wachsen. „Wir freuen uns sehr, dass die Integration von Fortis Investments jetzt abgeschlossen ist. Für unser Unternehmen ist das ein wichtiger Augenblick. Jetzt, da wir unsere Kräfte gebündelt haben, finden unsere Kunden bei BNP Paribas Investment Partners eines der branchenweit umfangreichsten Angebote an Investment-Lösungen und -Leistungen“, erläutert Philippe Marchessaux, CEO von BNP.

Robeco: Unternehmen des Infrastruktur-Sektors sind Spätzykliker  25.3.10
 
Nach einem viel versprechenden Start ins neue Jahr haben die Infrastruktur-Werte in der jüngsten Berichtssaison leicht nachgegeben. Nach Meinung von Steef Bergakker haben die Einnahmen der Unternehmen zwar alle Erwartungen übertroffen, aber dennoch zeigten sich die Ergebnisse im Vergleich zum Gesamtmarkt schwächer. Der Robeco-Experte erklärt dies mit verhaltenen Prognosen in Bezug auf die Infrastrukturmärkte, was unter anderem auf den harten Winter auf der Nordhalbkugel zurückzuführen sei. Diese Aussichten hätten offensichtlich auch die Investoren beeinflusst. Die Bereiche Anlagenbau sowie Baustoffe und -produkte hätten somit im Februar zu den Verlierern im MSCI gehört. Viele Unternehmen des Infrastruktur-Sektors seien Spätzykliker. "Das heißt, die Konjunkturbelebung zeigt sich erst mit Verzögerung bei den Unternehmen. Bergakker erwartet, dass die Baumärkte, die den größten Anteil im Robeco Infrastructure Equities (A0RCXU) ausmachen, die Talsohle noch in diesem Jahr erreichen und sich ab 2011 langsam erholen werden", so Robeco. Die kurzfristige Entwicklung seines Portfolios schätze Infrastruktur-Experte Bergakker daher eher verhalten ein. Sobald die Investoren jedoch in der zweiten Jahreshälfte den Fokus bei den Gewinnaussichten der Unternehmen von 2010 auf 2011/12 verschieben würden, sollte der Robeco Infrastructure Equities wieder outperformen. "Der Robeco Infrastructure Equities hat ein hohes Risiko-Rendite-Profil und ist insbesondere für langfristig orientierte Anleger geeignet".
Pioneer erwartet keinen dramatischen Goldpreis - Anstieg  1.4.10
 

Ein dramatischer Anstieg des Goldpreises ist lt. Pioneer Investments derzeit nicht zu erwarten.  „Für einen Anstieg in Richtung 2.000 US-Dollar je Feinunze Gold müsste es zu einer wirklich massiven globalen Krise oder zu einer sehr starken Inflation kommen“, sagt Peter Königbauer, Fondsmanager des Pioneer Funds - Commodity Alpha. „Doch derzeit sehe ich für solche Entwicklungen keine Anzeichen.“  

Während Krisenerwartungen auf den Goldpreis einen sehr großen Einfluss hätten, sei bei anderen Rohstoffen das realwirtschaftliche Verhältnis von Angebot und Nachfrage entscheidend für den Preis. So etwa beim Ölpreis: „Hier sind erste Anzeichen erkennbar, dass sich die Ölnachfrage in Europa und den USA wieder erholt“, so Königbauer. Vor diesem Hintergrund seien auch die Aktivitäten vieler Ölunternehmen nachvollziehbar, die angekündigt haben, verstärkt in Exploration neuer Ölvorkommen investieren zu wollen. „Wir sehen, dass die Firmen sich schon jetzt vorbereiten, um über eine gute Marktposition zu verfügen, wenn mittel- bis langfristig die Nachfrage wieder steigt.“

 

Rückschlag beim Zuckerpreis 

Im Bereich der Agrarrohstoffe hebt Königbauer die Entwicklung beim Zuckerpreis hervor: „Nach dem starken Anstieg im vergangenen Jahr erlitt der Zuckerpreis in diesem Jahr einen deutlichen Rückschlag, da der Markt von guten Ernteerträgen ausgeht.“ In der nun beginnenden Aussaatphase sähe es tatsächlich so aus, als wenn das Jahr 2010 für Agrarrohstoffe gut laufen könnte. Königbauer mahnt aber zur Vorsicht: „Bei Agrarrohstoffen ist das Wetter ein unkalkulierbarer Faktor – treten Anomalien auf, kann es innerhalb kürzester Zeit zu starken Preisschwankungen kommen“. Dieser Trend dürfte sich noch verstärken, da über den gesamten Agrarsektor gesehen die Lagerbestände eher niedriger geworden seien. „Angebotsschwankungen können damit nicht mehr so leicht ausgeglichen werden wie in früheren Jahren“, so Königbauer. 

Anleger, die von der Entwicklung an den Rohstoff-Märkten profitieren möchten, können über den aktiv gemanagten Pioneer Funds - Commodity Alpha (LU0313643024) in den Sektor investieren. Der nutzt die so genannte Lagerbestandstheorie. Demnach haben Commodities mit niedrigen Lagerbeständen höher zu erwartende Renditen als Commodities mit hohen Lagerbeständen. Das Fondsmanagement kann in ein Universum von 31 Rohstoffen investieren.  

China: Experten rechnen mit einer Verdopplung der Goldnachfrage 29.3.10
 

Chinas Goldnachfrage wird sich in den nächsten zehn Jahren verdoppeln, so die Prognose des World Gold Councils (WGC). Nach einer Analyse der WGC-Experten besteht im Reich der Mitte erhebliches, noch nicht genutztes Wachstumspotenzial für das gelbe Metall.

Im vergangenen Jahr lag der Goldverbrauch in China bei 14 Milliarden US-Dollar. Das entspricht 11 Prozent der weltweiten Goldnachfrage. Mit China sei eine der größten Volkswirtschaften der Welt schnell zu einem der wichtigsten Märkte für das gelbe Metall geworden, erklären die WGC-Experten. Doch die Obergrenze sei noch bei weitem nicht erreicht. Die Experten rechnen damit, dass die Nachfrage sich in den kommenden zehn Jahren verdoppeln könnte. Das würde eine Goldnachfrage von rund 29 Milliarden Dollar (bei den Durchschnittspreisen zum Jahresende 2009) bedeuten. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Nachfrage nach dem Edelmetall laut WGC durchschnittlich um 13 Prozent pro Jahr.
Als Begründung für ihre Einschätzung nennen die WGC-Experten beispielsweise die Intensität des Goldkonsums, der in China derzeit deutlich unter der anderer großer Märkte liegt. „Würde das gelbe Metall in China mit der gleichen Per-Kopf-Rate konsumiert wie in Indien, Hong Kong oder Saudi Arabien, könnte die chinesische Nachfrage allein im Schmucksektor um 100 bis 4.000 Tonnen steigen“, so WGC.
Auch bei chinesischen Investoren ist das Edelmetall gefragt. Insgesamt sei die Investmentnachfrage nach Gold in China in Übereinstimmung mit dem BIP des Landes und dem Bevölkerungswachstum gestiegen, so der WGC. Die Experten gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird. Zudem halte China global zwar die sechstgrößten Goldreserven, so die WGC-Experten. Jedoch stellten diese aktuell nur 2 Prozent der gesamten Währungsreserven dar, was international gesehen ein niedriger Wert sei, der zukünftig steigen könnte.
Das Gold-Angebot auf dem chinesischen Markt werde die Nachfrage auf lange Sicht nicht befriedigen können, vermuten die Experten. Schließlich verfüge das Land nur über 4 Prozent der weltweiten Goldvorkommen. Die Nachfrage habe die chinesische Goldproduktion bereits seit 1992 übertroffen.

Scope: Kommt Inflation?  29.3.2010
 

Die staatlichen Schuldenberge steigen ebenso wie die Geldmenge. Es gibt gute Gründe, langfristig von einer steigenden Inflation auszugehen, argumentiert man bei der Ratingagentur Scope.

Die Europäische Zentralbank (EZB) definiert Preisstabilität so: „Das Inflationsziel liegt bei 2 Prozent per annum, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreis- Index.“ Die Preisentwicklung in der Eurozone soll also nach der Zielvorstellung der obersten Währungshüter in etwa bei 2 Prozent liegen – und nicht etwa darunter. Die EZB beabsichtigt damit zweierlei: Erstens soll verhindert werden, dass die Inflationsrate zu stark ansteigt. Das zweite ausgewiesene Ziel ist die Verhinderung einer Deflation. Denn sinkende Preise sind für die Volkswirtschaft sogar gefährlicher als Inflation, da aufgrund der Erwartung weiter sinkender Preise ein Teufelskreis entstehen kann: Wenn weiter sinkende Preise erwartet werden, dann geht der Konsum zurück, was sich wiederum negativ auf die Unternehmen auswirkt. Die Folge ist eine steigende Arbeitslosigkeit.

Preisentwicklung in der Eurozone quo vadis?
Wohin geht es nun mit der Preisentwicklung in der Eurozone – dies kurz- und mittelfristig? Kurzfristig rechnet die EZB eher mit einer Deflation. Mit ihrer gegenwärtigen Niedrigzinspolitik weitet sie die Geldmenge deutlich aus und steuert dem deflationären Szenario entgegen. Diese Vorgehensweise passt auch in die derzeitige Marschrichtung der Politik. Denn die aktuelle Krise des Bankensektors wirkt sich auch auf die übrigen Wirtschaftsbereiche aus. Das zwingt die Politik zum Eingreifen. Durch eine expansive Schuldenpolitik werden hohe Geldsummen in das Wirtschaftssystem gepumpt und Banken vor dem Konkurs bewahrt. Gleichzeitig erhöht dies langfristig die Inflationsgefahren.
Es gibt zwar einige Argumente, die dagegen sprechen; bei näherer Prüfung greifen sie aber allesamt zu kurz. Beispielsweise argumentieren einige Marktbeobachter, dass eine Geldmengenerhöhung erst dann in eine Inflation münde, wenn das Geld die Konsumenten erreiche und in eine erhöhte Nachfrage umgesetzt werde. Da sich die steigende Arbeitslosigkeit hemmend auf die Lohnentwicklung und damit auf den Konsum auswirke – so die Argumentation –, komme die erhöhte Liquidität erst gar nicht in der Realwirtschaft an.

Bevorstehende Inflation: Meinungen gehen auseinander
Tatsächlich führt eine langfristige Geldmengenerweiterung jedoch ob kurz oder lang stets zu einer Inflation. Das Lohnniveau ist hierfür nicht unbedingt entscheidend. So kann die Inflation auch bei stagnierendem Lohnniveau steigen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn importierte Güter teurer werden („importierte Inflation“) oder Rohstoffpreise steigen.
Letzteres stellt derzeit tatsächlich eine Gefahr dar. Zwar liegt der Erdölpreis aktuell noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Doch die Mehrzahl der Rohstoffexperten rechnet aufgrund der bereits wieder steigenden weltwirtschaftlichen Nachfrage mittel- bis langfristig mit einem deutlichen Anstieg des Ölpreises. Ausgehend von dem derzeitig niedrigen Niveau bedeutet das eine Verteuerung von Produktion und somit auch von Waren.
Von anderen Marktbeobachtern ist das Argument „contra Inflation“ zu hören, die Wirtschaft befinde sich im Moment auf einem so niedrigen Niveau, dass eine Inflation allein deswegen praktisch ausgeschlossen sei. Doch auch sinkende Wirtschaftsleistung und abnehmende Produktionskapazitäten können zu Inflation führen. Dies gilt gerade in der aktuellen Situation. Banken vergeben derzeit – trotz Geldschwemme – eher restriktiv Kredite. Mittel- bis langfristig werden sich also vor allem diejenigen Unternehmen am Markt behaupten, die eine ausreichende Kapitalreserve haben. Unternehmensschließungen und Konkurse sind die Folge dieser Entwicklung im Zuge der aktuellen Wirtschaftskrise. Gleichzeitig bedeutet dies, dass die Wettbewerbsintensität auf den Märkten abnimmt und teilweise Monopolstellungen entstehen können. Schon kleine Nachfrage- oder Angebots - Änderungen, beispielsweise aus dem Ausland, können zu Preissteigerungen führen.
Das Hauptargument gegen eine zu erwartende Inflation zielt auf die EZB selbst, die als unabhängige Institution darauf festgelegt ist, sich ausschließlich an der Inflationsentwicklung zu orientieren und der darüber hinaus auch die entsprechenden Möglichkeiten zur Verfügung stehen, rechtzeitig zu intervenieren. Grundsätzlich ist das richtig – in der Theorie zumindest. In der Praxis allerdings ist der politische Druck auf die EZB hoch, so dass sie in der Regel neben der Inflation auch andere Kriterien bei ihren Entscheidungen nicht ganz vernachlässigen kann. Zum einen wäre es politisch wohl nicht vermittelbar, bei einem leichten Anstieg der Konjunktur diese wieder durch steigende Zinsen zu drosseln. Und das wäre unweigerlich der Fall, denn verteuertes Geld schadet dem Wirtschaftswachstum nicht nur, sondern kann dieses sogar ganz zum Erliegen bringen.
Des weiteren herrscht unter den Mitgliedern des Euro-Raumes keine Einigkeit über das weitere Vorgehen. Zu groß ist die Versuchung, steigende Staatsschulden durch Inflation langfristig abschmelzen zu lassen. Ein steigendes Zinsniveau bedeutet nämlich einen zusätzlichen Anstieg der Zinsbelastung, was die ohnehin gebeutelten Staatshaushalte noch weiter schwächen würde.   Insbesondere Staaten mit einer hohen Verschuldung werden also auf eine Strategie der EZB drängen, die Inflation in einem bestimmten Ausmaß toleriert.

Anlagevehikel: Potenzielle Puffer gegen Inflation
Für Anleger steht nun die Frage im Vordergrund, wie sie ihre Investments vor diesen Inflationsgefahren schützen oder von diesen sogar profitieren können. In inflationären Phasen sind bei Anlegern seit jeher Gold oder Immobilien sehr beliebt. Und ein Schutz durch Sachwerte ist tatsächlich gegeben. Zu bedenken ist jedoch, dass sich Preisblasen bilden können: Durch die steigende Nachfrage klettern auch die Preise für diese Sachwerte. Wollen bei abklingender Inflation viele Anleger diese Investments wieder veräußern, sinken die Preise. Einen anderen Lösungsansatz in inflationären Zeiten bieten Inflationsanleihen. Diese Produkte funktionieren grundsätzlich so, dass sich die Auszahlung der Papiere nach der Höhe der Inflation richtet. Spezielle Fonds stellen entsprechende Portfolios aus dem Segment inflationsgeschützter Anleihen zusammen.

Robeco: Unternehmen des Infrastruktur-Sektors sind Spätzykliker  25.3.10
 
Nach einem viel versprechenden Start ins neue Jahr haben die Infrastruktur-Werte in der jüngsten Berichtssaison leicht nachgegeben. Nach Meinung von Steef Bergakker haben die Einnahmen der Unternehmen zwar alle Erwartungen übertroffen, aber dennoch zeigten sich die Ergebnisse im Vergleich zum Gesamtmarkt schwächer. Der Robeco-Experte erklärt dies mit verhaltenen Prognosen in Bezug auf die Infrastrukturmärkte, was unter anderem auf den harten Winter auf der Nordhalbkugel zurückzuführen sei. Diese Aussichten hätten offensichtlich auch die Investoren beeinflusst. Die Bereiche Anlagenbau sowie Baustoffe und -produkte hätten somit im Februar zu den Verlierern im MSCI gehört. Viele Unternehmen des Infrastruktur-Sektors seien Spätzykliker. "Das heißt, die Konjunkturbelebung zeigt sich erst mit Verzögerung bei den Unternehmen. Bergakker erwartet, dass die Baumärkte, die den größten Anteil im Robeco Infrastructure Equities (A0RCXU) ausmachen, die Talsohle noch in diesem Jahr erreichen und sich ab 2011 langsam erholen werden", so Robeco. Die kurzfristige Entwicklung seines Portfolios schätze Infrastruktur-Experte Bergakker daher eher verhalten ein. Sobald die Investoren jedoch in der zweiten Jahreshälfte den Fokus bei den Gewinnaussichten der Unternehmen von 2010 auf 2011/12 verschieben würden, sollte der Robeco Infrastructure Equities wieder outperformen. "Der Robeco Infrastructure Equities hat ein hohes Risiko-Rendite-Profil und ist insbesondere für langfristig orientierte Anleger geeignet".
Ifo: „Frühling in der Wirtschaft ausgebrochen"  24.3.10
 

In der deutschen Industrie hat sich die Stimmung im März überraschend deutlich aufgehellt, wie der jüngste Stand des Ifo-Geschäftsklimaindex – das größte Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft – signalisiert. Demnach kletterte der Geschäftsklimaindex gegenüber dem Vormonat um 2,9 Punkte auf nunmehr 98,1 Punkte (Februar: 95,2 Punkte) – was dem höchsten Stand seit Juni 2008 entspricht. Dabei zeichne sich in allen Branchen eine Aufhellung ab, wie Hans-Werner Sinn, Chef des Münchener ifo Instituts für Wirtschaftsforschung mitteilte. Ihm zufolge sei damit „auch in der Wirtschaft der Frühling ausgebrochen." Vor allem mit Blick auf die aktuelle Geschäftslage gaben sich die rund 7000 befragten Unternehmen optimistisch: Der entsprechende Index kletterte gegenüber dem Vormonat um 4,6 Punkte auf jetzt 94,4 Punkte. Die Erwartungskomponente, welche die Aussichten für die nächsten sechs Monate umfasst, stieg um einen Punkt auf 101,9 Zähler – den höchsten Stand seit Mitte 2007.

Aus zwei mach eins: Commerz Real fusioniert hausInvest-Immobilienfonds 24.3.2010
 

Die Commerz Real wird ihre beiden Offenen Immobilienfonds hausInvest europa und hausInvest global fusionieren, wie das Unternehmen heute bekannt gab. Hintergrund der Entscheidung seien markt- und portfolio-strategische Überlegungen, die dem Wandel in den ökonomischen Rahmenbedingungen und den Bedürfnissen der Anleger Rechnung tragen.Mit der Zusammenführung der hausInvest-Produkte wird eine in mehrfacher Hinsicht deutlich breitere Aufstellung erreicht, die Entwicklungen einzelner Märkte oder Branchen noch umfassender abfedern soll, wie es in eigener Sache heißt. Im Einzelnen wird der fusionierte Fonds mehr Wirtschaftsregionen abdecken, die Strukturierung nach Immobiliennutzungsarten optimieren und über ein deutlich breiteres Mieterspektrum verfügen.

Fusion per Ende September – Fondsvermögen von mehr als 12 Milliarden Euro
Die Fusion von hausInvest europa und hausInvest global wird zum 30. September 2010 erfolgen. Mit einem Gesamtvolumen von rund zwölf Milliarden Euro entsteht der mit Abstand größte Offene Immobilienfonds Europas. Das Portfolio umfasst – auf der Basis der aktuellen Zahlen – 125 Gewerbeimmobilien in 19 Ländern. 87 Prozent der Immobilien befinden sich in den stabilen Märkten Europas, 13 Prozent in wirtschaftsstarken Regionen Asiens und Nordamerikas.       

Weitere Ausrichtung – einheitliche Marke
Die neuen Portfoliorelationen spiegeln bereits die weitere Ausrichtung des nach der Fusion unter der Marke “hausInvest“ agierenden Fonds wider. Die stabile Entwicklung Europas, bisher das Fundament des 1972 aufgelegten hausInvest europa, bildet mit mindestens 85 Prozent die Kernkomponente in der Anlagestrategie des fusionierten Fonds. Das außereuropäische Engagement, das über das Portfolio des Ende 2003 gestarteten hausInvest global eingebracht wird, soll einen Anteil von 15 Prozent nicht übersteigen.
Für hausInvest europa stellt die Fondsfusion eine konsequente Weiterentwicklung der anlagestrategischen Historie dar und damit die Möglichkeit, künftig noch flexibler auf den internationalen Immobilienmärkten agieren zu können. Für hausInvest global bedeutet die Fondsfusion die Ausschöpfung außereuropäischer Wachstumspotenziale im Rahmen eines unter Chance-Risiko-Gesichtspunkten optimierten Immobilienportfolios.

Von Verschmelzung profitieren?
„Für Offene Immobilienfonds – und damit auch für den fusionierten hausInvest-Fonds –gilt: Je größer das Fondsvolumen und je breiter die Streuung der Immobilien nach verschiedenen Kriterien ist, desto geringer sind die verhältnismäßigen Auswirkungen durch temporäre Marktgegebenheiten und desto unabhängiger kann der Fonds agieren“, sagt Erich Seeger, im Vorstand der Commerz Real AG verantwortlich für den Fondsvertrieb. „Mit der Fusion der beiden hausInvest-Fonds erhalten die Anleger das Beste aus zwei Welten. Wir verbinden die Stabilität eines umfassend diversifizierten und auf Europa fokussierten Immobilienvermögens mit einem erweiterten Chancenpotenzial, das sich aus der Beimischung einer globalen Komponente ergibt. Dadurch können künftig alle hausInvest-Anleger von den globalen Wachstumsperspektiven profitieren, ohne die europäische Stabilität einzubüßen.“

Stabile Liquiditätssituation
Die Fondsfusion erfolgt auf einer soliden Liquiditätsbasis. Für hausInvest europa beläuft sich die Liquiditätsquote derzeit auf 27 Prozent, im hausInvest global beträgt sie 12 Prozent. Damit wird die gesetzliche Mindestanforderung in beiden Fonds deutlich überschritten. Gleichwohl haben die Entwicklungen der vergangenen Jahre gezeigt, dass insbesondere bei Fonds mit überwiegend globaler Ausrichtung das Anlegerinteresse mitunter größere Volatilitäten zeigt. Dies kann die Gestaltungsmöglichkeiten in der Portfoliosteuerung und in der Immobilienakquisition phasenweise einschränken. Der fusionierte Fonds würde zum heutigen Zeitpunkt mit drei Milliarden Euro bzw. einer Quote von 26 Prozent über eine ausgezeichnete Liquiditätsbasis verfügen. In Verbindung mit dem breiteren Anlagespektrum werden somit die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um künftig in allen potenziellen Zielmärkten zielstrebig und flexibel agieren zu können. Gleichzeitig wird auch der fusionierte Fonds eine ausreichende Liquidität vorhalten, damit Anleger auch weiterhin zum gewünschten Zeitpunkt über ihr angespartes Guthaben verfügen können. Aufgrund des guten Liquiditätsmanagements sind die hausInvest-Fonds unverändert für Anteilscheinrückgaben offen.

Kostenfreier Umtausch der Fondsanteile
Anlegerseitig sind im Zusammenhang mit der Fondsfusion keine besonderen Maßnahmen zu treffen. Dies übernimmt die Depot führende Stelle. Die Fondsfusion erfolgt für die Anleger kostenneutral. Alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Fusion entstehen, trägt die Kapitalanlagegesellschaft. Die Überführung der hausInvest global-Anteile in den künftigen Fonds hausInvest wird nicht als Verkauf mit anschließendem Neuerwerb gewertet und hat somit auch in steuerlicher Hinsicht keine Auswirkungen für die Anleger. Anteile von hausInvest global können noch bis einschließlich 24. September 2010 erworben werden. Die Anteilrückgabe ist im hausInvest europa und im fusionierten Fonds jederzeit möglich, im Falle des hausInvest global kann sie bis zum Fusionszeitpunkt erfolgen. Vereinbarungen im Rahmen bestehender Spar- und Auszahlpläne bleiben von der Fondsverschmelzung unberührt. Sie gehen unverändert auf den fusionierten Fonds über.
 

hausInvest europa – Zahlen und Fakten (Stand: 28. Februar 2010)

WKN / ISIN: 980 701 / DE 000 980 701 6
Fondsauflegung: 7. April 1972
Fondswährung: Euro
Fondsvermögen: 10,9 Milliarden Euro
Anzahl der Fondsobjekte: 102
Streuung: 51 Städte / 11 Länder
Mietflächen, gesamt: ca. 2,2 Millionen Quadratmeter
Vermietungsquote (per 31.12.2009): 95,6 Prozent
Anzahl der Mieter (per 31.12.2009): ca. 1700 

hausInvest global – Zahlen und Fakten (Stand: 28. Februar 2010)

WKN / ISIN: 254 473 / DE 000 254 473 1
Fondsauflegung: 23. Dezember 2003
Fondswährung: Euro
Fondsvermögen: 1,6 Milliarden Euro
Anzahl der Fondsobjekte: 23
Streuung: 18 Städte / 11 Länder
Mietflächen, gesamt: ca. 0,9 Millionen Quadratmeter
Vermietungsquote (per 31.12.2009): 96,8 Prozent
Anzahl der Mieter (per 31.12.2009): ca. 1600    

hausInvest (neu) – Zahlen und Fakten (Stand: 28. Februar 2010)

 WKN / ISIN: 980 701 / DE 000 980 701 6
Fondsauflegung: 7. April 1972
Fondswährung: Euro
Fondsvermögen: 12,5 Milliarden Euro
Anzahl der Fondsobjekte: 125
Streuung: 69 Städte / 19 Länder
Mietflächen, gesamt: ca. 3 Millionen Quadratmeter  
Vermietungsquote (per 31.12.2009): 96 Prozent
Anzahl der Mieter (per 31.12.2009): ca. 3300

Feri: Lateinamerika-Aktienfonds mit Qualitätsunterschieden 22.03.2010
 

Die Bad Homburger Feri EuroRating Services AG zeichnet bei Lateinamerika-Aktienfonds ein gemischtes Bild. Während die Fondsvolumina in den letzten Jahren allgemein stark gewachsen sind, zeigt ein Fonds-Check von 21 Lateinamerika-Fonds erhebliche Qualitätsunterschiede. Insgesamt erhielten nur acht Produkte die Top-Ratings A (sehr gut) oder B (gut). Selbst unter den besten vier gab es deutliche Unterschiede: Während die A-Rating-Produkte von Amundi und ISI hervorragend abgeschnitten haben, zeigten bereits die mit B gerateten Fonds von Gartmore und BlackRock einige Schwächen. Der Fonds-Check ist Teil des aktuellen Feri Fund Rating Monitors (FRM), der halbjährlich herausgegeben wird.Der Amundi Funds Latin America Equities erhält seit mehr als einem Jahr das Feri A-Rating. Die Performance des Fonds bekam die Maximalwertung, in punkto Risiko liegt das Produkt im Durchschnitt. Ebenfalls sehr gut bewertet wurde der ISI Latin America Equities der dänischen Fondsgesellschaft Investeringsforeningen Sydinvest International. Die Fondsperformance erreicht in fünf von sechs Kriterien eine sehr gute Bewertung, der Risikoindikator ergab ein „gut“.
Der Gartmore SICAV Latin American erhielt von Feri ein B-Rating, liegt aber in der Fünfjahres-Betrachtung nur auf dem Performance-Niveau der Benchmark MSCI EM Latin America. Der BGF Latin American Fund von BlackRock ist mit sechs Milliarden Euro der größte in der Vergleichsgruppe. Im Vergleich zu den anderen Fonds wurde das „Flaggschiff“ in der Risikoanalyse allerdings als schwach bewertet und erhielt von Feri insgesamt ein B-Rating.
„Lateinamerika ist mit der aktuellen Krise wesentlich besser fertig geworden, als das früher der Fall war. Viele Länder dort haben frühzeitig und umfassend Reformen in Angriff genommen, und auch die hohen Rohstoffpreise geben der Region positive Impulse“, erklärt Christian Michel, Leiter Fonds und Zertifikate bei der Feri EuroRating Services AG. „Nicht alle Länder und Branchen Lateinamerikas profitieren jedoch gleichermaßen. Wie unser Fonds-Check gezeigt hat, bewiesen die Manager der Lateinamerika-Fonds hier ein unterschiedlich gutes Gespür. Die Anleger tun deshalb gut daran, regelmäßig die Qualität ihrer Fonds zu überprüfen und mit anderen Produkten zu vergleichen.“

DEGI: Aussetzung der Rücknahme und Ausgabe der Anteilscheine  12.3.10
 
Die Geschäftsführung der Aberdeen Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbH hat die Aussetzung der Rücknahme und Ausgabe der Anteile des DEGI International (800799) beschlossen. "Das bedeutet, dass alle Verkaufs- und Kaufaufträge für DEGI International, die bei der Depotbank zur Ausführung seit dem 16.​11.​2009, 07.​00 Uhr (Orderannahmeschluss) eingegangen sind, nicht mehr ausgeführt werden. Die Aussetzung der Rücknahme der Anteilscheine des DEGI International erfolgt aus Liquiditätsgründen und zum Schutz der Anleger. Sie ist zunächst bis zum 16. November 2010 befristet".
Pioneer: „Euro kollabiert nicht“ 11.3.2010
 

Zu den Gewinnern der aktuellen Euro- und Pfund-Schwäche zählen die Norwegische und die Schwedische Krone, Kanadischer Dollar und der Schweizer Franken. Zu dieser Einschätzung kommt die Fondsgesellschaft Pioneer Investments in einem aktuellen Marktkommentar. "Marktteilnehmer bevorzugen derzeit solide Länder mit Schulden- und Haushaltsdisziplin“, erklärt Andreas König, Fondsmanager des Pioneer Funds – Total Return Currencies bei Pioneer Investments. 

Währungsinvestoren fahren wegen der Finanz- und Wirtschaftsprobleme massiv ihr Euro- und Pfund-Engagement zurück. Der Auslöser sei ein Vertrauensverlust der Marktteilnehmer aus Übersee. “Das ist immer Gift für die Märkte“, sagt König. Allerdings hält der Währungsexperte die Situation des Euro nicht für beunruhigend: So habe der Euro seit Januar 2010 nur fünf Prozent verloren und koste damit weiterhin etwa 1,37 US-Dollar. "Das ist nichts Außergewöhnliches“, sagt König. Der Euro könne zwar eine weitere Kursschwäche erleiden, kollabieren würde er aber nicht. "Die Probleme, die Europa derzeit mit seiner Währung hat, sind nicht unlösbar und der Währungsdruck kann sogar Impulsgeber für nötige Reformen sein" , betont der Fondsmanager.  

Als potenzielle Gewinner der aktuellen Entwicklung sieht König vor allem Währungen asiatischer Länder, die sich im wirtschaftlichen Aufschwung befinden, allen voran China. Neben dem Malaysischen Ringgit, dem Südkoreanischer Won, dem Neuen Taiwan-Dollar, der Indischen Rupie profitiere aber beispielsweise auch der Australische Dollar von der Euroschwäche.

Dass der US-Dollar wegen der hohen Schulden Amerikas unter Druck geraten könnte, glaubt König nicht: "Derzeit befindet sich der US-Dollar in einem ’sweet spot’, also einer Situation, in der er bei guten wie schlechten Nachrichten profitiert.“ Erwarten die Marktteilnehmer schlechte Wirtschaftszahlen, werden sie risikoscheuer und verkaufen risikobehaftete Assets, was die Dollar-Nachfrage steigern dürfte. Rechnen sie mit guten Wirtschaftsnachrichten, geht der Markt von schnelleren Zinserhöhungen in den USA aus, was ebenfalls den Dollar stütze. Außerdem spreche für den Dollar – anders als beim Euro – der einheitliche Wirtschaftsraum mit einer einheitlichen Politik. "Die fehlende politische Union belastet den Euro zusätzlich“, so König. 

Mit Blick auf das Finanzjahr 2010 rechnet König mit erheblichen Schwankungen an den FX-Märkten. "Doch dadurch entstehen aber auch sehr viele attraktive Möglichkeiten für Währungsinvestments beziehungsweise Währungsfonds“, so König. "Es bleibt sehr spannend und interessant dieses Jahr.“

ING IM: "Aufschwung ist weltweit ungebrochen"  11.3.10
 Nach Einschätzung von ING Investment Management (ING IM) ist der weltweite Konjunkturaufschwung ungebrochen, auch wenn es hie und da Anzeichen für Stagnation gibt. Nach Angaben von ING IM haben die Sorgen um das Ausfallrisiko staatlicher Kreditnehmer sowie die schwierige fiskal- und zinspolitische Situation Anlegern in den letzten Wochen den Risikoappetit verschlagen. Allgemein schneide der Unternehmenssektor indes weiterhin positiv ab. Aggressive Kostensenkungsmaßnahmen blieben zweifelsohne der entscheidende Faktor für die Ertrags- und Gewinnentwicklung von Unternehmen.
Trotz Skepsis im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Nachfrage dürften positive Faktoren infolge von Produktivitätszuwächsen vorerst überwiegen, so die Fondsgesellschaft.
Patrick Moonen, Senior Equity Strategist bei ING IM kommentiert: "Infolge der Schuldenprobleme staatlicher Kreditnehmer ist eine zunehmende Divergenz an den Aktienmärkten zu beobachten. Länder mit einem niedrigen staatlichen Schuldenstand im Verhältnis zum BIP, geringer Bankenverschuldung, hoher Sparquote und Leistungsbilanzüberschüssen werden von dieser Situation profitieren. Wir gehen für die nächste Zeit von einer Seitwärts-Bewegung der Märkte aus, bedingt durch eine allmähliche geldpolitische Normalisierung. Wir meinen zwar nicht, dass dies bereits der Beginn eines neuen Bärenmarktes ist, aber diese Trading-Range dürfte anhalten, bis sich eine Lösung für Griechenland abzeichnet."
Moonen weiter: "Ich bin überzeugt, dass die Europäische Union Griechenland notfalls beispringen wird. Ein Staatsbankrott Griechenlands würde nämlich nicht nur die Glaubwürdigkeit der EWU untergraben, sondern auch den Wechselkurs des Euro belasten. Zudem muss ein Dominoeffekt bei anderen finanzschwachen Ländern, wie Spanien, Portugal, Irland und sogar Großbritannien, verhindert werden. Überdies wird der Bankensektor wahrscheinlich unter Druck geraten, da zahlreiche Banken griechische Schuldtitel halten."
ING IM weist darauf hin, dass die vom Länderrisiko hervorgerufene Divergenz sich im bisherigen Jahresverlauf bereits an der relativen Wertentwicklung der Aktienmärkte in Griechenland und Spanien gegenüber denen von Deutschland und Frankreich gezeigt hat. Aufgrund des Länderrisikos dürfte sich auch ein deutlicherer Unterschied zwischen den Märkten der Industrieländer und der Schwellenländer herausbilden. Dies liege nicht zuletzt an den attraktiveren Bewertungen, die die Schwellenländermärkte bieten würden. Nach Einschätzung von ING IM erwartet man generell eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik, zumindest bis Ende 2010. Grund sei das zwar positive, aber insgesamt schleppende Wirtschaftswachstum, das für dieses und das nächste Jahr vorausgesagt werde. Nach Ansicht von Patrick Moonen müssen die asiatischen Volkswirtschaften und Brasilien die Zinsschraube stärker anziehen, um die Entstehung von Blasen zu verhindern und Inflationserwartungen zu dämpfen. Dies sei allerdings weniger als Zeichen von Schwäche, sondern vielmehr von Stärke zu sehen.
Erfreulich sind nach Auffassung von ING IM auch die Ergebnisse des vierten Quartals, die nicht nur bei den Nettogewinnen, sondern auch beim Umsatzwachstum die Erwartungen übertrafen. Die verbesserte Ertragsstabilität werde zudem durch steigende Gewinnspannen untermauert. Für 2010 seu mit Ertragszuwächsen von über 30 % zu rechnen. Dabei werde die Ertragsentwicklung vor allem durch Produktivitätszuwächse, einen Rückgang der Lohnstückkosten sowie Umsatzwachstum angetrieben.
 "Auch Fusionen und Übernahmen werden 2010 eine wichtige Rolle spielen. Die Bilanzen der Unternehmen sind kerngesund und liquiditätsstark. Der Drang nach höherem Umsatzwachstum bzw. weiteren Effizienzgewinnen durch Skaleneffekte wird sicherlich der treibende Faktor für die M&A-Tätigkeit sein. Die kräftigen Cashflows werden ein zweistelliges Dividendenwachstum antreiben; insofern favorisieren wir High-Dividend-Strategien." führt Moonen weiter aus:
ING IMs Aktienteam hat seine Haltung zu Finanzaktien etwas revidiert und die Untergewichtung von 2 % auf 1 % reduziert.
"Hierbei handelte es sich um einen taktischen Schritt, mit dem wir der vor allem in Europa ausgesprochen negativen Anlegerpositionierung und den leicht die Erwartungen übertreffenden Ergebnissen Rechnung tragen. Wir bleiben hier untergewichtet, da die Ungewissheit im Hinblick auf mögliche aufsichtsrechtliche Beschränkungen zusammen mit geringem bis negativem Kreditwachstum den Bankensektor belasten könnte. Hinzu kommen die möglichen negativen Folgen des gestiegenen Länderrisikos. Last but not least schafft eine geldpolitische Straffung kein günstiges Umfeld für zinsempfindliche Sektoren", so Moonen. Ferner habe ING IM die Gewichtung des Bereichs Versorger zurückgefahren. Grund seien schwache Preis- und Gewinndynamik und ein Mangel an aussagekräftigen Performance-Faktoren. Überdies sei die Schuldenlast in diesem Sektor vergleichsweise hoch und es stünden enorme Kapitalinvestitionen an. Damit werden laut ING IM die Dividenden wohl nicht so stetig steigen, wie dies früher der Fall war.
Franklin Templeton: "Defizite belasten Staatsanleihen" 10.3.10
 "Weltweit haben Regierungen wachsende Löcher in ihre Haushalte gerissen, um die Finanzkrise zu bekämpfen. Die Folgen der großzügigen Fiskalpolitik schlagen sich inzwischen in höherer Volatilität auf manchen Märkten für Staatsanleihen nieder - vor allem in Europa. In Bezug auf Anleihen wird erhöhte Wachsamkeit an den Tag gelegt, was die Kreditkosten für Länder spürbar in die Höhe treibt, die besonders verschwenderisch sind oder keine glaubwürdigen Pläne zum Abbau ihrer Defizite vorweisen können", erläutrt Dr. Michael Hasenstab, Fondsmanager des Templeton Global Bond Fund.
Es sei zwar unwahrscheinlich, dass die USA in eine ähnlich prekäre Lage geraten werden wie Griechenland, doch Inhaber von US-Anleihen dürften von dem am 1. Februar dem Kongress vorgelegten Haushaltsentwurf der Regierung Obama wenig angetan
sein: "Vorgeschlagen wurde unter anderem ein Defizit für das laufende Haushaltsjahr von 1,56 Bio. US-Dollar, gefolgt von einem weiteren Fehlbetrag von 1,27 Bio. US-Dollar im Jahr 2011. Da die US-Wirtschaft noch nicht aus dem Schneider ist, was bedeutet, dass die Regierung Nachfragelücken füllen muss, gibt es durchaus Argumente, die für ein hohes Defizit im Staatshaushalt sprechen. Dennoch könnte sich der Fehlbetrag 2010 auf 10,6% des BIP belaufen - gegenüber 9,9% im Jahr 2009. Danach soll das Defizit nach Berechnungen der Regierung Obama bis 2015 auf 5% zurückgehen. Die griechische Regierung wurde dagegen gedrängt, einer Rückführung ihres Haushaltsdefizits von 12,7% im letzten auf 8,7% in diesem Jahr und auf unter 3% im Jahr 2012 zuzustimmen".
In Reaktion auf die Haushaltsplanung der USA habe Moodys Investors Service gewarnt vor Belastungen für die Länderbonitätsnote AAA, sofern das Wirtschaftswachstum nicht höher ausfalle als erwartet und schärfere Maßnahmen gegen das Haushaltsdefizit ergriffen würden. Aus ähnlichen Gründen stehe auch Großbritannien unter dem Druck der Rating-Agenturen. Die Märkte für Staatsanleihen in beiden Ländern hätten 2009 die Unterstützung ihrer Zentralbanken genossen, die Staatsanleihen kauften, um ihren strauchelnden Volkswirtschaften Liquidität zuzuführen. Die Bank of England habe Anfang Februar jedoch die Aussetzung ihres quantitativen Lockerungsprogramms angekündigt, obwohl Großbritannien im aktuellen Haushaltsjahr nach den Prognosen noch Staatsanleihen im Wert von rund 220 Mrd. Britischen Pfund auf den Markt bringen werde. Die Fed habe bereits aufgehört, US-Schatzpapiere zu erwerben - im Rahmen eines Interventionsprogramms, das weniger umfangreich gewesen sei als das britische. Zeitgleich emittierten die USA aber neue Anleihen, um das projizierte Defizit zu finanzieren.
Der relative Optimismus in Bezug auf die Aussichten für den Aufschwung in Europa hat nach Meinung Hasenstabs zugenommen. Es gebe mehrere Hinweise darauf, dass die Konjunktur sogar schneller drehen könnte als vorhergesagt. Großbritannien, das hinter Frankreich und Deutschland zurückgelegen sei, habe die Rezession im 4. Quartal 2009 hinter sich gelassen, wenn auch nur mit einer unerwartet niedrigen BIP-Wachstumsrate von 0,1% im Quartalsvergleich. Das Geschäftsklima in Deutschland habe sich durch Impulse aus der Exportwirtschaft im Januar im zehnten Monat in Folge gebessert. Die Regierung in Berlin habe ihre Wachstumsprognosen für 2010 von 1,2% auf 1,4% angehoben, während in Frankreich von staatlicher Seite mit einer ähnlichen Expansionsrate gerechnet werde. Das Stimmungsbarometer der Europäischen Kommission sei im zehnten Monat in Folge angestiegen, während die Produktion in Europa, gemessen an den Einkaufsmanagerumfragen, weiterhin auf Expansion hinweise.Dennoch bleiben laut Hasenstab Zweifel. Zwar wirke der Konsum in Frankreich verhältnismäßig robust, doch in Deutschland blieben Verbrauchervertrauen und -ausgaben weiterhin niedrig, da das großzügige Abwrackprämienprogramm des Landes und die kurzfristigen Arbeitsmarktsubventionen auslaufen würden. Eine von Markt durchgeführte Erhebung habe bei den Aktivitäten des privaten Sektors in der ganzen Eurozone im Januar de facto eine Delle im Aufschwung gezeigt, obwohl die Umfrage auch darauf hindeutete, dass sich die Aktivitäten weiter steigerten. Weitaus beunruhigender sei im Hinblick auf die Erholungsaussichten, dass die Bankkreditvergabe an Unternehmen aus Euroland immer schneller geschrumpft sei. "Im Dezember war sie nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) mit einer Jahresrate von 2,3% gesunken. Trotz des jüngsten Anstiegs der Emission von Unternehmensanleihen sind europäische Unternehmen stärker von Bankkrediten abhängig als amerikanische. Weniger Bankkredite weisen daher womöglich auf eines von vielen maßgeblichen Hemmnissen für das Erholungstempo in Europa in diesem Jahr hin"..
Währenddessen halte Griechenlands Schuldenkrise an und schärfe den kritischen Blick der Investoren für andere Volkswirtschaften der Eurozone mit wachsenden Schuldenproblemen und abnehmender Wettbewerbsfähigkeit - allen voran Spanien und Portugal. Die Angst vor einer Staatsinsolvenz in Griechenland ist nach Meinung Hasenstabs aber womöglich übertrieben. Es bestehe eine konkrete Möglichkeit, dass Griechenland in der einen oder anderen Form von der Europäischen Union (EU) gestützt werde. Zum Zeitpunkt dieses Berichts habe es offenbar unter deutscher Federführung einen Plan gegeben, Griechenland und anderen kriselnden Mitgliedern der Eurogruppe Kreditgarantien anzubieten. Eine solche Unterstützung würde zugegebenermaßen einen kritischen Präzedenzfall für potenzielle Rettungsaktionen für andere Länder der Eurozone schaffen, deren Fiskalpolitik unhaltbar sei. Gleichzeitig könne Griechenland seinen Status als Trittbrettfahrer in Euroland kaum aufrechterhalten: Marktdisziplin und Druck aus anderen Staaten der Eurozone könnten Griechenland durchaus zwingen, seine Finanzen schnell in Ordnung zu bringen, ungeachtet der sozialen Konsequenzen. Tatsächlich seien die Spreads griechischer Anleihen über deutsche Bundesanleihen Anfang Februar geschrumpft (wenn auch nur kurz), nachdem die Europäische Kommission Pläne Griechenlands zur Steigerung der Steuereinnahmen und Kürzung der öffentlichen Ausgaben befürwortet habe. Überdies habe die Kommission versprochen, die Umsetzung dieser Pläne sorgfältig zu überwachen.
Dieser Aufsicht könnte sich Griechenland durch einen Austritt aus dem Währungsverbund entziehen. Das erscheine jedoch vorerst unwahrscheinlich, da ein solcher Schritt für Griechenland einen katastrophalen Zinssprung zur Folge habe.
"Angesichts des fortschreitenden Aufschwungs der US-Wirtschaft und der Schuldenprobleme einzelner Länder der Eurozone sowie langfristiger struktureller Probleme wird der Euro gegenüber dem US-Dollar und auch gegenüber dem Britischen Pfund möglicherweise schwach bleiben. Anfang Februar war er im Verhältnis zum Dollar auf den tiefsten Stand seit über sieben Monaten gefallen, was unsere Skepsis im Hinblick auf die Grundlagen der jüngsten Stärke des Euro gegenüber der amerikanischen Währung bestätigt. Dollar und Pfund haben noch Spielraum für Gewinne gegenüber dem Euro, da die US-Notenbank und die Bank of England in diesem Jahr nach und nach aus ihren quantitativen Lockerungsprogrammen aussteigen. Ein geordneter Wertrückgang beim Euro wäre eine gute Nachricht - nicht nur für die belasteten Regierungen Südeuropas, sondern auch für exportorientierte Länder wie Deutschland. Länder wie Spanien oder Griechenland müssen allerdings noch Wege finden, die Ursachen für ihre seit Beitritt zur Eurozone rückläufige Wettbewerbsfähigkeit zu bekämpfen", so Hasenstab.
Europas wachsender Fremdfinanzierungsbedarf habe zweifellos zum jüngsten Verfall des Euro beigetragen. Allein im Januar hätten Länder der Eurozone rekordhohe 110 Mrd. EUR aufgenommen. Die verstärkte Emission von Anleihen habe die Renditen in die Höhe getrieben. Glücklicherweise gebe es vorerst seitens der Geschäftsbanken große Nachfrage nach den in Großbritannien und der Eurozone angebotenen Staatsanleihen. Niedrige Basiszinsen und der Rückgang der Kreditvergabe im privaten Sektor bewirkten, dass Banken gerne in Staatspapiere investierten, um von der positiven Neigung der Renditekurve zu profitieren. Obwohl der Markt befürchtet, dass ein Nachlassen der Bestrebungen zum Abbau der zugrunde liegenden Schuldenlast bei europäischen Staatsanleihen zu einer Verkaufswelle führen könnte, habe die Fondsgesellschaft die Duration des europäischen Portfolios bislang noch nicht zurückgefahren.
Die Begründung: "Wir sind der Ansicht, dass die Zinsen in Europa länger als in anderen Regionen niedrig bleiben könnten und haben daher Positionen in länger laufenden europäischen Staatsanleihen aufgebaut. Abgesehen von der regen Nachfrage von Geschäftsbanken und der anhaltend hohen globalen Liquidität gehen wir davon aus, dass das Wachstum in Europa 2010 schleppend bleiben könnte, was ein neuerliches Anziehen der Inflation verhindern sollte. Gleichzeitig bedeuten niedrige Zinsen und eine zunehmend anfällige Währung, dass die übergewichteten Währungspositionen, die wir Ende Januar etwa in Norwegen, Schweden und Polen gehalten haben, immer ansprechender wirken".
US-Aktien profitieren von wiederkehrender Investitionstätigkeit  9.3.10
 Aktien nordamerikanischer Unternehmen bleiben dank guter Gewinnaussichten für Investoren attraktiv, auch wenn die Erholung der US-Wirtschaft langsamer als vom Markt erwartet verlaufen könnte. "Die Unternehmen haben ihre Kosten in der Krise massiv gesenkt, sodass der von uns erwartete, moderate Nachfrageanstieg sich in deutlich höheren Gewinnen niederschlagen dürfte", erklärt Cormac Weldon, Head of US Equities bei Threadneedle und Fondsmanager des Threadneedle American Select Fund. es gebe gute fundamentale Anlagemöglichkeiten in vielen Sektoren, die im Vergleich zum Gesamtmarkt hohe Renditen bringen könnten.
Die Wirtschaftserholung in den Vereinigten Staaten werde getragen vom Wiederaufbau der Lagerbestände, die in der Krise deutlich abgebaut worden seien. "Dennoch sind wir etwas vorsichtiger als die Gesamtheit der Analysten, wenn es um die Wachstumsaussichten geht", so Weldon. Historische Daten zeigten, dass der private Konsum nach einer "normalen" Rezession etwa sechs Monate gedämpft bleibe, nach schweren Finanzkrisen aber typischerweise drei Jahre brauche, um sich zu erholen. Im aktuellen Szenario lasse dies erwarten, dass der Konsum noch mindestens ein Jahr verhalten bleiben werde, zumal die Auswirkungen eines langfristigen Schuldenabbaus die Konsumfreude weiterhin bremsen würden. Trotzdem seien die Aussichten für die Unternehmensgewinne gut. Das liege vor allem am Kostenabbau, den die Unternehmen in der Krise durchführten. Dadurch hätte der Rückgang der Gewinnspannen abgefedert werden können, die seit 2007 lediglich um weniger als zwei Prozent gefallen seine. Der Anteil der für den Schuldenabbau oder Dividenden frei verfügbaren Umsatzerlöse sei gestiegen, was den Aktionären künftig zugute kommen sollte. Durch die schlanken Kostenstrukturen dürfte jede Verbesserung der Nachfrage auch hohe Gewinne nach sich ziehen. Diese Gewinne wütden von vielen Unternehmen bisher allerdings nur zögerlich zum Ausbau von Kapazitäten genutzt, Einstellungen erfolgten beispielsweise oft nur befristet. "Während der Krise war es noch richtig, das Geld zusammenzuhalten und die Bilanz zu stärken", erläutert Weldon, "jetzt gibt es aber produktivere Wege, Geld einzusetzen, beispielsweise für Fusionen, Übernahmen oder Aktienrückkäufe." Sollten die Aktivitäten in diesen Bereichen wieder anziehen, dürften ausgewählte Aktien davon stark profitieren. Günstig für den US-Aktienmarkt könnte sich auch auswirken, dass die Anleger im bisherigen Verlauf der Erholung eher Unternehmensanleihen bevorzugt hätten. Jetzt aber seien deren Renditen nicht mehr so attraktiv wie noch vor einem Jahr, sodass Anlegergelder wieder verstärkt in Aktien fließen würden.
"Da das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren eher verhalten bleiben dürfte, liegen Chancen vor allem bei Unternehmen mit einer starken Marktposition und robusten Finanzen", führt Weldon aus. Derartige Firmen würden langfristig von einer Branchenkonsolidierungen profitieren. Mittels des fundamentalen Anlageprozess ließen sich diese in einer Reihe von Sektoren ausfindig machen. "Vor allem den Technologiesektor haben wir derzeit deutlich übergewichtet, denn diese Branche ist sehr vielfältig", so der Fondsmanager. Sie enthalte zyklische Unternehmen ebenso wie Firmen mit stabilen jährlichen Umsätzen.
Die verfügbaren Cash-flows seien sehr hoch, und viele von uns ausgewählte Technologieunternehmen seien Weltmarktführer in ihrem Sektor, so Weldon.
Keine Anhaltspunkte für Spekulationen gegen griechische Anleihen 09.03.10
 Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat - entgegen anders lautender Berichterstattung - bislang keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass in jüngster Zeit verstärkt Kreditderivate, sogenannte Credit Default Swaps (CDS), zur Spekulation gegen griechische Staatsanleihen genutzt worden sind, stellte die Finanzaufsicht heute dar.
Die Finanzaufsicht beobachtet die Märkte für Staatsanleihen und Kreditderivate ausgewählter Länder der Euro-Zone derzeit verstärkt. In einer Analyse, welche die Presse zitiere, hatte die BaFin ihre Einschätzung erläutert. Demnach sei eine wesentliche Ursache des Anstiegs des CDS-Spreads die wachsende Nachfrage nach Kreditabsicherung für das Länderrisiko Griechenland. Die von der zentralen Datensammelstelle, der US-amerikanischen Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) veröffentlichten Daten sprächen nicht für den Aufbau neuer offener Positionen und deuteten auch nicht auf massive spekulative Aktivitäten hin.
Richtig sei zwar, dass das Bruttovolumen ausstehender CDS-Kontrakte auf griechische Staatsanleihen laut DTCC per 12.02.2010 mit rund 83 Mrd. US-$ mehr als das Doppelte des Vorjahresstandes (41,1 Mrd. US- $) betragen habe. Das Bruttovolumen spiegele aber eher den Handelsumsatz wider; es seu in den letzten Handelstagen auch wieder gesunken. Als Indikator für mögliche Spekulationen sei hingegen eher das Nettovolumen heranzuziehen. Das Nettovolumen der ausstehenden CDS-Kontrakte stehe gemäß DTCC seit Mitte Januar auf nahezu unverändertem Niveau von rd. 9 Mrd. US-$. Die der BaFin aktuell vorliegenden Marktdaten ließen damit nicht auf eine massive Spekulation schließen.
150 Dollar pro Barrel: Ölpreis-Explosion befürchtet 3.3.2010
 

Da Investitionen in Öl- und Gasfelder zurückgehen und die Erschließung immense Ausgaben verursacht, gehen Experten für 2011 von einem neuen Ölpreishoch aus. Selbst die gefürchtete 150 Dollar-Marke pro Barrel Öl wird thematisiert und könnte den gerade erst wieder in Gang gekommenen Konjunkturmotor abwürgen. Dass die Ukraine angekündigt hat, Stromlieferungen in die Slowakei, Ungarn und Rumänien für vier Wochen zu stoppen, dürfte den Preisen weiteren Auftrieb geben.

 

Preistreiberei nicht gerechtfertigt 

"Zwar ist die Verdopplung der Preise für die kommenden Monate nicht auszuschließen, aber angesichts der schwachen Weltkonjunktur wäre dies nicht gerechtfertigt. Seitens der Industrie würde eine solche Preisgestaltung auf Gegenwehr stoßen", verdeutlicht Michael Blumenroth, Rohstoffhändler bei der Deutschen auf pressetext-Nachfrage. Große Mineralölriesen wie Royal Dutch Shell hingegen warnen bereits vor einem stärkeren Preisdruck, falls die Nachfrage ansteigt und die Investitionen weiterhin schwach bleiben. Die Ängste vor der Preis-Explosion ähnlich der Situation im Jahr 2008 sind aufgrund der stark zunehmenden Nachfrage aus China und anderen großen Schwellenländern nicht unbegründet. Schon damals stieg der Preis für ein Fass Rohöl auf 147 Dollar. "Derzeit stehen wir gerade einmal zwischen 77 und 78 Dollar. Dass es kurzfristig zu Veränderungen kommen wird, halte ich für unwahrscheinlich", unterstreicht Blumenroth. Die Nachrichten aus der Ukraine seien jedoch "wenig förderlich".

 

Rohöl-Angebotsverknappung droht 

Bedingt durch die wirtschaftlichen Turbulenzen in den vergangenen zwei Jahren verringerte sich die Ölnachfrage nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur IEA um 1,3 Millionen Barrel auf durchschnittlich 84,9 Millionen Barrel am Tag. Für 2010 prognostiziert die Organisation einen Anstieg der Nachfrage um 1,57 Millionen Barrel pro Tag. Die OPEC hingegen rechnet innerhalb dieses Jahres mit einem Anstieg der nachgefragten Ölmengen in der Größe von gerade einmal 810.000 Barrel am Tag. Das verfügbare Angebot dürfte aber nicht reichen. Fachleute der Bank of America sowie Merrill Lynch haben in ihren Berechnungen in Aussicht gestellt, dass es den Ölriesen selbst mit neuen Projekten in extremen Klimazonen jedoch nicht gelingen wird, den unvermeidlichen jährlichen Produktionsverlust alter Felder auszugleichen. Die Lage verschärft sich zudem durch nachlassende Investitionen. Laut IEA sanken diese im vergangenen Jahr um 19 Prozent. Im laufenden Jahr sieht sie diese um allenfalls zehn Prozent steigen. Shell wird 2010 bereits mit 28 Milliarden Dollar um vier Milliarden Dollar weniger investieren.

Europäische Nebenwerte langfristig vielversprechend  2.3.10
 "Obwohl sich europäische Nebenwerte im vergangenen Jahr positiv entwickelt haben, spricht auch 2010 viel dafür, dass kleinere europäische Unternehmen solide langfristige Anlageerträge generieren können", erwartet Dave Dudding, Manager des Threadneedle European Smaller Companies Fund.
Im zweiten und dritten Quartal 2009 sei der Trend negativer Gewinnkorrekturen gestoppt und stattdessen seien die Gewinnprognosen im Nebenwertesegment nach oben korrigiert worden.
Allerdings seien diese kurzfristigen Anhebungen getrieben worden durch eine expansive Fiskal- und Geldpolitik, die langfristig nicht aufrechtzuerhalten seien. "Die Korrekturen werden künftig vermutlich weniger spektakulär verlaufen. Jedoch können finanziell besser aufgestellte Wachstumsunternehmen dank der aufkeimenden weltweiten Erholung und der niedrigen Zinsen mit einem Aufschlag gehandelt werden", kommentiert Dave Dudding. Weiter: "Unternehmen, die 2009 von einem extrem hohen Verschuldungsgrad profitierten, werden 2010 vermutlich weniger gut abschneiden".
"Auf Einzeltitelebene bevorzugen wir Unternehmen, die weiterhin vom Wachstum in Asien und den Schwellenländern profitieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist Vopak, ein Anbieter für die Lagerung von flüssigen Mineralölprodukten und Chemikalien. Das Unternehmen ist bereits seit einiger Zeit attraktiv, da die Produkte weltweit nachgefragt werden, das Wachstum aber besonders in Asien stattfindet".
Von der zyklischen Aufwärtsbewegung im Jahr 2009 habe die Gesellschaft nicht so stark wie andere profitiert, aber die Analysten, die diesen Wert verfolgten, hätten ihre Gewinnerwartungen bereits häufig und stetig nach oben korrigiert.
Im Sektor der echten Wachstumsaktien ist nach Meinung Duddings Dominos Pizza UK & IRL besonders attraktiv. Das Unternehmen eröffne in schneller Folge neue Franchisefilialen, die über Franchisenehmer realisiert würden und nur einen begrenzten Kapitaleinsatz erforderten. Dominos Pizza profitiere von dem starken Wachstum in den Bereichen "Schnellimbiss" und Mitnahmegerichte. Beide hätten sich als langfristige Trends etabliert und profitierten davon, dass die Verbraucher während des Abschwungs häufiger zu Hause essen würden. Darüber hinaus erreiche das Unternehmen eine Kapitalverzinsung von bemerkenswerten 20 %. "Auch wenn die Rallye am Jahresende 2009 zu Bewertungen geführt hat, wie sie typischerweise in der Mitte eines Zyklus auftreten, sehen wir weiterhin gute Chancen auf ein positives Jahr", so die Einschätzung von Dudding. "Anstelle jener Aktien des Small Cap Index, die sich 2009 am besten entwickelten, schlägt jetzt die Stunde der solideren Wachstumsaktien, die eine gute langfristige Wertentwicklung abliefern sollten".
Sauren erinnert an Volumenbegrenzung des Sauren Global Defensiv zum 31. März 2010
 Die beiden Anteilklassen des Sauren Global Defensiv werden, wie bereits im Januar 2010 angekündigt, im Interesse der bestehenden Anleger zum 31. März 2010 eingestellt, erinnert die Fondsgesellschaft. Diese Maßnahme gelte sowohl für die thesaurierende und die ausschüttende Anteilklasse. Betroffen seien daher die Anteilklasse A (LU0163675910) und D (LU0313459959). Nach dem 31. März 2010, 15:00 Uhr würden daher keine Zeichnungsanträge für diesen Teilfonds mehr entgegengenommen. Alle Zeichnungsanträge, die bis 31.03.2010 um15 Uhr der Depotbank vorlägen, würden noch abgewickelt (mit Schlusstag 06.04.2010 und Valutatag 08.04.2010). Zum 31.03.2010 um 15 Uhr würden bestehende Anlagepläne automatisch beendet.Eine Wiederanlage von Ausschüttungen bei der Anteilklasse D sei aus oben angeführten Gründen gleichfalls nicht mehr möglich.
Schroders: "Deutsches Wachstum kommt nicht in Schwung"  25.2.10
  "Die aktuellen BIP-Zahlen für das vierte Quartal 2009 zeigen, dass das deutsche Wachstum gegen Ende vergangenen Jahres ins Stocken geriet. Die Wachstumsdaten sind bedenklich. Die heimische Nachfrage lieferte ihren größten negativen Beitrag (minus zwei Prozentpunkte) zum BIP seit Beginn der Finanzkrise, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Deutschland eine zweite Talsohle der Rezession im Jahr 2010 durchschreitet. Das Vertrauen in Deutschland bleibt zurzeit schwach, da die Bevölkerung von einer steigenden Arbeitslosigkeit ausgeht, insbesondere vor dem Hintergrund des auslaufenden Kurzarbeitergeldes. Trotz des relativ niedrigen Niveaus der Haushaltsverschuldung ist der schwache Konsum der privaten Haushalte überraschend und wird deutsche Unternehmen dazu bewegen, die Kapazitäten für die nächsten Jahre neu zu bewerten. Dies wiederum könnte zu einer zweiten Runde aggressiver Entlassungen führen, die den Menschen Angst macht", so die Ausführungen von Azad Zangana, European Economist von Schroders.
Die gute Seite sei, dass das starke Exportwachstum für ein zweites Quartal in Folge angehalten habe. Dies bedeute in Verbindung mit dem Zusammenbruch des Importwachstums, dass der Nettoabschluss die Schwäche der heimischen Nachfrage ausgleiche."Insgesamt sind wir hinsichtlich der Wachstumsaussichten für Deutschland vorsichtig. Wir erwarten jedoch auch kein zweites Rezessionstief. Die deutsche Regierung muss einen Weg finden, den Ruf nach einer strafferen Geldpolitik abzuwehren. Außerdem muss sie den Haushalten Mut machen, so dass diese bereit sind, Wachstum, Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen".
HWB Capital Management übernimmt GIP Invest S.A.  23.2.10
 Zum 03.02.2010 bestätigte das Luxemburger Finanzministerium die Namensänderung der GIP Invest S.A. in HWB Capital Management S.A, teilte der Anlageberater einiger LRI-Fonds mit. Damit gebe die Luxemburger Aufsichtsbehörde grünes Licht für die Übernahme der GIP Invest S.A. durch HWB. Zur Straffung der GIP Fondspalette würden jetzt der Fonds GIP Universum (LU0344417745) in den GIP Massiv (LU0320298333) und der Fonds GIP InvestWorld Ökoselekt (LU0262527095) in den GIP InvestWorld Zeit und Wert (LU0119628237) verschmolzen. Ihre etablierten Fondsbezeichnungen würden die GIP Fonds aber auch künftig weiterhin tragen.
"Im September 2009 hatte HWB Capital Management das Beratungsmandat für die von der GIP initiierten Dachfonds übernommen. Neuer Hauptaktionär und gleichzeitig Vorsitzender des Verwaltungsrates ist nun der geschäftsführende Gesellschafter von HWB Capital Management, Herr Hans Willi Brand. Mit der Übernahme der Assetmanagement-Sparte der GIP durch HWB konzentriert sich die weiterhin von Herrn Edgar Bauschert geführte GIP International S.A. künftig ganzheitlich auf das Kerngeschäft.
Dazu gehört die Entwicklung und Betreuung innovativer Versicherungs- und Fondspolicen-Lösungen", wie es weiter.
heißt  Durch die konsequente Integration der GIP Fonds in die HWB Fondsfamilie profitierten nun auch GIP -Anleger von dem mehrfach ausgezeichneten HWB Investmentansatz. "Entgegen des benchmarkorientierten Konzeptes früherer Tage steht nun die vermögensverwaltende Investmentstrategie im Vordergrund des Fondsmanagements der GIP Dachfonds, erläutert Hans Willi Brand die maßgebliche Änderung. "Vermögensmehrung - Vermögenssicherung - Erhalt der Geldwertstabilität: In diesem Spannungsfeld werden sich auch die GIP Fonds in den nächsten Jahren bewegen", so Brand weiter. Durch die verstärkte Integration der HWB Fonds in das Zielfondsuniversum der GIP Dachfonds könnten diese künftigen Herausforderungen an den Finanzmärkten zuversichtlich entgegentreten.
Griffin Eastern European Fund baut Türkei-Engagement aus  21.2.10
  "Die Aktienmärkte der europäischen Schwellenländer fielen gegenüber ihren Höchstständen von Mitte Januar um 9,4 %. Maßgebliche Gründe für die Korrektur waren US-Präsident Obamas Pläne für eine Regulierung des Bankensektors, Chinas restriktivere Geldpolitik und vor allem Sorgen über die griechischen Staatsfinanzen", ^so Thomas Farthofer, Fondsmanager des Griffin Eastern European Fund (IE0002787442) in seinem aktuellen Fondskommentar.
Der Fonds sei zurückhaltend positioniert gewesen, mit relativ hohem Cash-Anteil und defensiver Portfolio-Zusammensetzung - dadurch hielten sich die Verluste in Grenzen. "Wir kauften während der jüngsten Schwächephase die russischen Mobilfunker MTS und Vimpelcom sowie der russische Hersteller von Stahlrohren TMK. In der Türkei haben wir vor, Positionen in Industriewerten (zum Beispiel Turkcell) auszubauen, die wir gegenüber Banken bevorzugen, da der Zins- und Ertragszyklus auf ein Ende zusteuert.
In Mitteleuropa habe die Gesellschaft die ungarische Bank OTP zurückgekauft, nachdem sie Anfang des Jahres auf wesentlich höherem Niveau Gewinne mitgenommen hatten. Was das griechische Defizit betreffe, erwarte Farthofer früher oder später eine positive Nachricht. "Wir haben unsere Position deshalb auf niedrigem Kursniveau vorsichtig ausgebaut.
Ziel ist ein Marktengagement von 95 %, das wir in den nächsten Tagen erreichen wollen".
IWF startet Verkauf von fast 200 Tonnen Gold 18.2.2010
 

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird ein Achtel seiner Goldbestände – insgesamt 403,3 Tonnen – verkaufen. Um dabei Verwerfungen zu vermeiden sollen die Käufe zeitlich gestreckt werden, wie die Organisation mitteilte. In Kürze sollen 191,3 Tonnen auf den Markt geworfen werden. Mit dem bereits im verFonds & Märkte 10/00gangenen Jahr beschlossenen Programm soll die Kreditvergabekapazität für arme Länder erweitert werden. 

Bisher hat der IWF das Gold immer an Notenbank verkauft. Indien, Mauritius und Sri Lanka hatten dem IWF bisher 212 Tonnen abgekauft.

Franklin Templeton: Vorsicht trotz Aufschwungs 19.02.2010
 

Riskantere Anlagen entwickelten sich in 2009 über weite Strecken eindrucksvoll und konnten die in den ersten beiden Monaten des Jahres erlittenen Verluste problemlos ausgleichen. Die höchsten Erträge erzielten Aktien aus Schwellenländern. Auf den Rentenmärkten lagen High-Yield-Anleihen an der Spitze, was für eine deutlich auflebende Risikobereitschaft sprach.

Doch während sich der Aufschwung etabliert, macht sich eine gewisse Vorsicht bemerkbar, wie die Experten des Franklin Templeton Managed Investment Solutions-Teams anmerken. Sie gehen davon aus, dass die Marktdynamik anhalten wird und die Bullen-Rally vor dem Höhepunkt steht, Risiken allerdings reichlich vorhanden sind. Das aktuelle Marktszenario biete ihnen zufolge ein gutes Umfeld für Stockpicker.

Davis: Treue zur langfristigen Anlagestrategie zahlt sich aus 19.02.2010
 

„Krisen sind unvermeidlich und schmerzhaft, aber letzten Endes überwindbar“, lautet eine der Schlüssellektionen, die Anleger aus 2008 und 2009 lernen können. „Für Anleger ergeben sich in Baisse-Phasen die besten Investmentmöglichkeiten“, sagt Christopher C. Davis, Portfoliomanager des Davis Value Fund. Der Davis-Experte rät Anlegern, ihr Geld auch in Zukunft langfristig anzulegen und emotional kurzfristiges Handeln auszuschalten. 

„Eine Aktie, die man nicht zehn Jahre zu halten bereit ist, darf man auch nicht zehn Minuten besitzen“, lautet ein Zitat von Warren Buffett. Die Finanzmarktkrise in 2008 und die wirtschaftliche Erholung im Jahr 2009 haben einmal mehr gezeigt, dass eine bewährte Investment-Strategie und ein langfristiger Anlagehorizont für Investoren ausschlaggebend sind, um Vermögen über mehrere Jahre aufzubauen. „Anleger, die 2008 eine zeitweise Underperformance akzeptiert und an ihrer langfristigen Anlagestrategie festgehalten haben, wurden 2009 generell für ihre Standhaftigkeit belohnt“, sagt Christopher C. Davis, Portfoliomanager des Davis Value Fund. Krisen sind zwar unabwendbar und mühevoll. Sie sind jedoch zu überwinden und bieten disziplinierten, langfristig orientierten Investoren attraktive Anlagemöglichkeiten. „Während Anleger sich häufig wünschen, sie könnten die Zukunft vorhersagen und Baisse-Phasen vermeiden, fahren sie meist besser, wenn sie sich bei ihrer Anlageentscheidung nicht von Emotionen steuern lassen“, erläutert Davis. Auch im Hinblick auf die Auswahl geeigneter Aktien für das Portfolio können Anleger aus der Vergangenheit lernen: „Vor allem in unvorhersehbaren Krisenzeiten sind Liquidität, ein niedriger Verschuldungsgrad und die Qualität des Managements für Firmen entscheidend. Die Unternehmen, die 2008 und 2009 alle drei dieser Charakteristiken aufweisen konnten, sind in den meisten Fällen relativ gut durch die Finanzkrise gekommen“, so Davis. Anleger sollten daher einen Fonds wählen, dessen Fondsmanagement-Team ein rigoroses bottom-up Research der individuellen Aktien betreibt.  

Prinzipien, die auch bei der US-Fondsgesellschaft Davis seit über vierzig Jahren gelten. „Emotionales und kurzfristiges Handeln sollte ausgeschaltet werden und anlegerorientierte Grundsätze, die dem langfristigen Vermögensaufbau dienen, im Mittelpunkt stehen. Unsere Grundsätze ändern sich auch in Zeiten von Baissen, extremer Kursvolatilität, Kreditknappheit und Rezessionen nicht“, so Davis.

Griechenlandkrise erfordert Neuausrichtung für europäische Aktien 19.2.10
 
Angesichts der Schuldenkrise in Europa und der robusten Erholung in den USA ist Ronald Doeswijk, Senior Strategist des Economic & Financial Markets Analysis-Teams von Robeco, jetzt zuversichtlicher, was die Aussichten für den Dollar und die US-Aktien anbetrifft.
Obgleich sich die Weltwirtschaft weiter stabilisiert, nehmen die regionalen Unterschiede zu. Besonders stark ist die Erholung in Asien, und auch die USA befinden sich überraschenderweise auf Besserungskurs. In der Eurozone verläuft die Entwicklung jedoch langsamer, und die Erholung in Großbritannien ist enttäuschend.
Diese Unterschiede haben dazu geführt, dass Ronald Doeswijk seine Erwartungen zum US-Dollar und zu Aktien korrigiert. "Wir gehen nicht mehr davon aus, dass europäische Aktien eine bessere Performance zeigen werden als die nordamerikanischen Aktien", betont er. Begründet ist dies in der Schwäche des Euro und der überraschend starken US-Wirtschaft.

Der schwache Euro ist eine Reaktion auf die robuste Erholung der US-Wirtschaft und die Schuldenkrise in Griechenland
Die Schwäche des Euro geht zum Teil auf die unerwartet robuste Erholung der US-Wirtschaft zurück, zum Teil ist sie eine Folge der anhaltenden Schuldenkrise in Griechenland. Die Ängste wegen der griechischen Staatsverschuldung erreichen jetzt auch Portugal und Spanien. Da eine überzeugende politische Initiative auf EU-Ebene fehlt, sehen sich die Länder Südeuropas Jahren mit relativ schwachem Wachstum gegenüber, bis sie wieder wettbewerbsfähig werden.
Selbst schwere Sorgen wegen Griechenland könnten verschwinden, sobald die Regierung weitere Details über die Budgetkürzungen vorlegt, und dies könnte zu einem Zeitpunkt eintreten, in dem sich die US-Wirtschaft schneller erholt als erwartet. Die allgemeinen Bedenken wegen der strukturellen Probleme in Südeuropa (relativ große Defizite, Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit, der demografischen Bedingungen und fehlende Finanzierung der Pensionen) werden nicht so bald verschwinden.
"Angesichts der Besorgnisse über Südeuropa und angesichts der stärker als erwarteten Erholung der US-Wirtschaft gibt es kaum noch Grund, in Bezug auf den Dollar pessimistisch zu sein", so Ronald Doeswijk. Bisher erwartete Ronald Doeswijk eine weitere Dollarschwäche gegenüber dem Euro, bis eine Erholung durch die US-Verbraucher eintritt. Jetzt geht er davon aus, dass die Krise in den südeuropäischen Ländern den Euro weiter belasten wird.

Aktien-Ausverkauf scheint beendet
Ronald Doeswijk erwartet zwar nicht viel von Aktien in Europa, der Gesamtausblick für Aktien ist seiner Meinung nach jedoch weiter gut. Natürlich hatten die Aktienmärkte Anfang 2010 eine schwierige Phase. Die griechischen Schuldenkrise, die Bedenken wegen einer strikteren chinesischen Geldpolitik, einigen makroökonomischen Daten, die schwächer ausfielen als erwartet, und die harten Vorschläge zur Bankenregulierung trübten die Marktstimmung. "Unserer Ansicht nach sind diese Ängste übertrieben", so Ronald Doeswijk. Seiner Meinung nach werden die Anleger wieder Appetit auf Aktien entwickeln. Wenn die Weltwirtschaft sich weiter festigt und positive Wirtschaftsnachrichten vorliegen, dürfte seiner Meinung nach Geld in Aktien fließen, das bisher sicher geparkt ist, selbst wenn die Besorgnisse wegen der Staatsverschuldung weiter bestehen. "Es gilt nach wie vor unser Ausgangsszenario für eine Rendite von 5 bis 15 % für Aktien im Jahr 2010."

Aktien der Schwellenmärkte weiter Favorit
Bei Aktien bevorzugt Ronald Doeswijk Aktien aus Schwellenmärkten. Ihm ist bewusst, dass für China die Gefahr einer Überhitzung besteht, er ist jedoch der Ansicht, dass die Politik wieder in der Lage sein wird, die aktuelle Beschleunigung in solides Wachstum umzuwandeln. "Unserer Ansicht nach ist die Bewertung kein Hindernis für die moderate Outperformance, die wir in Schwellenmärkten erwarten", so Ronald Doeswijk.
Skeptisch bleibt er in Bezug auf Aktien im Pazifikraum, die sich kürzlich sehr gut entwickelt haben. In der Vergangenheit habe man schon mehrere kurzlebige Rallys zum Ende des Geschäftsjahres in Japan erlebt. Der wahrscheinlichste Deflationskandidat sei ebenfalls Japan.
Immobilien dürften Probleme haben, die gleichen Renditen wie Aktien zu erzielen. Dieser fremdkapitalfinanzierte Sektor profitiert zwar vom Rückgang der Spreads bei Unternehmensanleihen, die Bewertung ist jedoch zu hoch. Globale REITs haben immerhin ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21,7. Bei Aktien liegt das KGV nur bei 13,7. Außerdem wurden die Ertragserwartungen für REITs nicht nach oben korrigiert.

Zurzeit sieht es so aus, dass die Anleihezinsen weiter niedrig bleiben
Wenn mit einem höheren Wirtschaftswachstum gerechnet wird, ergibt sich nach Ansicht von Ronald Doeswijk kaum noch eine positive Marktprognose für Regierungsanleihen. "Bis jetzt gehen wir jedoch davon aus, dass die kurzfristige Inflationsprognose und die niedrigen kurzfristigen Zinssätze einen Anstieg der Zinsen bei langfristigen Regierungsanleihen verhindern werden", so seine Meinung.
Bei Anleihen bevorzugt Ronald Doeswijk nach wie vor Unternehmensanleihen. Die Unternehmen profitieren von den wieder steigenden Erträgen, halten sich aber mit zu optimistischen Fusionen und Übernahmen zurück. Insgesamt rechnet Ronald Doeswijk für 2010 mit einem moderaten Wachstum; Investment Grade-Unternehmensanleihen hätten in dieser Situation ein besseres Verhältnis zwischen Risiko und Risikoprämie als Hochzinsanleihen.
PEH Wertpapier: Sind Staatsanleihen noch sicher? 18.02.2010
 

Stefan Mayerhofer, Vorstand der PEH Wertpapier AG. geht In seiner Kolumne auf diese Frage ein:

„Seit Herbst 2008 haben Regierungen und Notenbanken die Finanzkrise mit beispiellosem Einsatz bekämpft. Sie haben damit sicher Schlimmeres verhütet – doch die extremen Maßnahmen haben neue Unsicherheiten geschaffen. Viele Staaten haben sich in bisher ungekanntem Ausmaß verschuldet. Moody’s deutet an, dass selbst die USA ihr Top-Rating verlieren könnten. Und wo schon vorher – wie in Griechenland – die Defizite hoch waren, spricht man nun von der Gefahr des Staatsbankrotts. Dass so etwas tatsächlich geschehen kann, zeigt das Beispiel Argentiniens 2002.

Wie groß die Skepsis geworden ist, zeigt sich an den immer höheren Zinsen, die einzelne Staaten auf neue Anleihen geben müssen, damit diese noch Käufer finden. Rentenfonds, die in Anleihen solcher Staaten investieren, können deshalb kurzfristig   hohe Renditen erzielen. Anleger sollten sich allerdings bewusst sein: Hier handelt es sich nicht um ein besonders verlässliches Investment, sondern um risikobehaftete Produkte.

Wer Wert auf größtmögliche Sicherheit legt, sollte auf erstklassige Bonität achten. Hier liegt Deutschland ganz weit vorn. Im internationalen Maßstab ist die Verschuldung immer noch gering, die Ausgabenpolitik vergleichsweise diszipliniert. Anleihe-Experte Bill Gross, der für das weltgrößte Volumen in Rentenfonds verantwortlich zeichnet, empfiehlt genau aus diesen Gründen, aus amerikanischen und britischen Anleihen auszusteigen und deutsche zu erwerben.

Auslaufende Maßnahmen
Aber auch im Euro-Raum haben die Notenbanken die Märkte mit billigem Geld geflutet, um die Konjunktur zu stützen. Diese Maßnahmen müssen eines Tages auslaufen. Dann muss konsolidiert werden. Es ist kaum zu erwarten, dass die europäische Notenbank beim Euro die Zügel schießen lassen wird. Aus heutiger Sicht ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Staatsverschuldung durch eine bewusst geduldete Geldentwertung abgebaut wird. Andererseits wird die EZB den fragilen Aufschwung durch Zinserhöhungen keinesfalls gefährden wollen. Inflation oder Deflation, steigende oder fallende Zinsen – die Signale waren und sind widersprüchlich. Es lässt sich zurzeit keine klare Tendenz für die Entwicklung der Kapitalmärkte bestimmen. Die Lage wird noch einige Zeit hoch volatil bleiben.

Auf Veränderungen einstellen
Was bedeutet das für Sie als Anleger? Sie müssen auf Veränderungen vorbereitet und handlungsfähig sein. Mit Festgeld oder dem direkten Kauf von Staatsanleihen legen Sie sich auf längere Frist fest. Sollte es zu einer Inflation kommen, verlieren diese Anlagen an Wert. Ein aktiv gemanagter Rentenfonds kann auf Veränderungen am Markt reagieren, indem er je nach Situation die Laufzeiten entsprechend anpasst. Akzeptieren Sie jedoch bei einem solchen Basisinvestment keine versteckten Risiken. Die bestmögliche Sicherheit erreichen Sie, wenn die Strategie nur in Anleihen bester Bonität investiert – optimal: deutsche Staatsanleihen kombiniert mit Bund Futures. Damit kommen Sie jederzeit an Ihr Geld. Und damit lässt sich eine Rendite erzielen, die über der auf dem Geldmarkt liegt – Sie sind auch auf eine Inflation vorbereitet.“

Schroders bleibt für Schwellenmärkte optimistisch 18.2.2010
 

Die Emerging Markets sind mittel- bis langfristig weiterhin eine gute Investition, obwohl 2009 hohe Renditen erzielt wurden, so die Überzeugung des Schwellenmärkte-Teams von Schroders. Die aktuellen Marktverluste sind demnach eine gesunde Atempause nach der kräftigen Marktperformance und den hohen Mittelzuflüssen.

Erwartete Gewinnmitnahmen
Die Vorzüge dieser Anlageklasse werden derzeit durch günstige Liquiditätstrends, eine weltweit höhere Risikobereitschaft und angemessene Bewertungen unterstrichen. Das für 2010 prognostizierte hohe Gewinnwachstum von 25 bis 30 Prozent   ist dabei berücksichtigt. Trotz dieses positiven Ausblicks schließt das Team eine weitere Konsolidierung in nächster Zeit nicht aus, wenn das US-Wachstum die Erwartungen übertrifft und gleichzeitig der US-Dollar anzieht. Nachdem die Schwellenmärkte 2009 Rekordzuflüsse verzeichnet haben, sind nun entsprechende Gewinnmitnahmen zu erwarten. Aufgrund ihrer angemessenen Bewertungen und guten Wachstumsaussichten können die Schwellenländer mittel- bis langfristig aber zuversichtlich in die Zukunft sehen.

Zunehmend strategisches Investment
Schroders geht nach wie vor davon aus, dass sowohl Privatanleger als auch institutionelle Investoren immer mehr Interesse an den Schwellenmärkten bekunden werden. Aus der größten Wirtschaftskrise seit den 1930er-Jahren sind die aufstrebenden Volkswirtschaften in der Regel nicht geschwächt, sondern gestärkt hervorgegangen. Deshalb betrachten institutionelle Investoren die Schwellenmärkte zunehmend als strategisches denn als taktisches Investment.

Hauseigener Fonds
Der Schroder ISF Global Emerging Market Opportunities (LU0269904917), der die besten Anlageideen des 32-köpfigen Anlageteams für die globalen Schwellenmärkte vereint, beging vor kurzem seinen dritten Jahrestag. Einen bedeutenden Vorteil bietet die Unabhängigkeit von einer Benchmark. So kann der Schroder ISF Global Emerging Market Opportunities bis zu 60 Prozent in liquiden Mitteln und Anleihen halten, wenn ein Baissemarkt prognostiziert wird und konzentriert sich in einem Haussemarkt auf die besten Ideen des Teams.
„Produkte mit dieser Flexibilität ermöglichen es, auf die Geschehnisse des Marktes zu reagieren und sind genau auf das Interesse und die Bedürfnisse von Privatkunden zugeschnitten“, kommentiert Achim Küssner, Sprecher der Geschäftsführung der Schroder Investment Management GmbH für Deutschland, Österreich, die Benelux-Länder, CEE und Mediterranean. „Denn letztlich ist unseren Kunden der Kapitalerhalt wichtiger als das Abschneiden einzelner Produkte im Vergleich zu einer Benchmark. Schroders wird diese Idee in weiteren Produkten umsetzen, da wir von Kundenseite eine steigende Nachfrage verzeichnen.“

Seit seiner Auflegung erzielte der Fonds im Jahr 2007 bis Ende Januar 2010 eine annualisierte Rendite von 10,9 Prozent und schnitt besser ab als die meisten Schwellenmarktfonds (der MSCI EM Index rentierte annualisiert 3,6%). Im Jahreszeitraum bis Ende Januar 2010 fuhr er zudem eine Performance von 85 Prozent ein (der MSCI EM Index erzielte im gleichen Zeitraum 80,2%)

Schwellenländer: BRIC und mehr... 17.2.10
 

Es ist kein Geheimnis mehr: Für Investoren spielt die Musik in den Schwellenländern. Doch Investoren müssen ihren Blick weiten. BRIC ist nicht mehr alles, so Gottfried Urban, Vorstand der Neue Vermögen AG in Traunstein. In einer Kolumne schreibt er hierzu wie folgt:
„Während die Wirtschaft in den Industrieländern auf Grund der demografischen Entwicklung langfristig an Schwung verliert und zudem unter einer gigantischen Schuldenlast ächzt, weisen die Schwellenländer kräftige Wachstumsraten auf. Eine junge Bevölkerung, meist reiche Rohstoffvorkommen und günstige Investitionsbedingungen machen es möglich.
Dabei sind die Begriffe „Schwellenländer“ und „BRIC“ inzwischen nicht mehr identisch. Denn zum Quartett der etablierten Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC), deren Börsen schon gut gelaufen sind, stößt nun eine Reihe von Staaten, die bisher nicht im Fokus der Investoren standen – die so genannten Frontier-Staaten.

Zu diesen Schwellenländern von morgen gehören vor allem Länder des Nahen Ostens, Afrikas und Zentralasiens, Südosteuropas sowie einzelne Länder aus Asien und Lateinamerika. Genannt seien etwa Bulgarien, Kasachstan, Ukraine, Kenia, Tunesien, Jordanien, Oman, Sri Lanka oder Argentinien. Anleger sollten sich überlegen, mit einem kleineren Teil ihres Depots auf die Frontier-Staaten zu setzen. Viele dieser Länder befinden sich in einem vergleichbaren Stadium, wie einige große Schwellenländer vor zehn bis 15 Jahren. Zudem konzentrieren sich viele Unternehmen der neuen Schwellenländer auf die Binnenwirtschaft. Das macht die dortigen Märkte unabhängiger von etablierten Ökonomien.

Doch auch bei der neuen Generation von Schwellenländern gilt: Wer das Risiko scheut, der streut. Der Anteil der neuen Schwellenländer sollte in einem Aktiendepot nicht höher als zehn Prozent sein. Ich bin davon überzeugt, dass man mit diesem Depotteil in zehn Jahren eine wesentlich bessere Rendite erwirtschaftet als mit den etablierten BRIC-Märkten – natürlich unter großen Schwankungen.

Am besten setzen Privatanleger auf Investmentfonds wie den „Templeton Frontier“, der mit einer extrem guten Streuung besticht und von Investmentlegende Mark Mobius verwaltet wird. Um Länderzertifikate sollten Privatanleger besser einen Bogen machen, denn diese eignen sich nur für ausgemachte Profis.

Übrigens: Wer in den BRIC-Staaten investiert ist, sollte darüber nachdenken, Gewinne mitzunehmen. Die dortigen Börsen haben in den vergangenen zwölf Monaten um etwa 100 Prozent zugelegt. Der MSCI-Frontier-Markets-Index indes hat es nur auf einen Anstieg von 25 Prozent gebracht, vom Allzeithoch ist er 60 Prozent entfernt – ein guter Zeitpunkt, um in die Märkte der neuen Schwellenländer einzusteigen.“

George Soros baut Goldposition massiv aus  17.2.10
 

Der US-Milliardär George Soros glaubt offenkundig stark an das Potenzial von Gold. Im vierten Quartal hat die von ihm gegründete Hedgefonds-Investmentgesellschaft Soros Fund Management LLC ihren Anteil an dem weltgrößten Gold-ETF – dem SPDR Gold Trust –mehr als verdoppelt, wie Bloomberg berichtet. Insgesamt stockte Soros den Anteil um 3,728 Millionen Aktien auf insgesamt 6,178 Millionen Aktien auf, wie aus den von der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlichten Daten hervorgeht – die bis dato größte Einzelinvestition des Hedgefonds. Damit avancierte die 25 Milliarden Dollar schwere Hedgefondsfirma zum viertgrößten Halter des Gold-ETFs. Größter Investor ist der institutionelle Investor Paulson & Co. der per Stichtag 31. Dezember 2009 insgesamt 31,5 Millionen Papiere des Gold-ETFs hielt, was einem Anteil von 8,65 Prozent entspricht.

AXA ImmoSelect: Aussetzung der Anteilscheinrücknahme verlängert  17.02.10
 AXA Investment Managers Deutschland GmbH informiert, dass gemäß § 81 des Investmentgesetzes in Verbindung mit § 12 Absatz 5 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen nach Ablauf der ersten Phase von drei Monaten, die Aussetzung der Anteilscheinrücknahme des offenen Immobilienfonds AXA Immoselect um weitere neun Monate verlängern wird. Das bedeutet, dass auch nach dem 17. Februar 2010 Verkaufsaufträge nicht ausgeführt werden. Grund ist die unzureichende Liquidität zur Bedienung der zu erwartenden Anteilscheinrückgaben.
Fortis: Noch keine Akten - Übergewichtung  15.2.10
 

Die Märkte haben die größtenteils positiven Nachrichten über Unternehmensgewinne nicht berücksichtigt. Gewinne, die durch Kostensenkungen erzielt wurden, lassen sich langfristig nicht aufrechterhalten. Nachhaltiger sind hingegen Gewinne aufgrund von Umsatzsteigerungen. Wir sehen die Gewinnaussichten daher weiterhin positiv. Unserer Ansicht nach ist die Marktstimmung in den negativen Bereich umgeschlagen. Aus der Sicht unseres Contrarian-Ansatzes ist dies ebenso positiv für Aktien, wie das derzeit überverkaufte Kursniveau. Dennoch sind wir noch nicht bereit, Aktien überzugewichten. Die Probleme auf dem europäischen Rentenmarkt sind noch nicht gelöst und Pläne für eine verschärfte Regulierung der Banken könnten negative Auswirkungen haben. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist das politische Gerangel um eine Rettungsaktion für das überschuldete Griechenland. Die Pläne der US-Regierung, eine Bankensteuer zu erheben und den Eigenhandel der Banken zu beschneiden könnten sich zwar langfristig positiv auswirken, hätten aber möglicherweise auch eine Verlangsamung der Kreditvergabe und eine Verringerung der Marktliquidität zur Folge. 

Enttäuschend war in den USA der Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen. Dennoch waren Zeichen für eine Verbesserung des Arbeitsmarktes zu erkennen. Frühindikatoren wie Zeitarbeit und die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit stiegen wieder. Ab dem Frühjahr wird sich die Arbeitsmarktlage vorübergehend verbessern, da die Regierung Mitarbeiter für die Volkszählung benötigt. Gleichzeitig wies der „Household Survey“ einen Rückgang der Arbeitslosigkeit aus. Aufgrund des aggressiven Stellenabbaus, stieg die Produktivität im vierten Quartal scharf an. Gleichzeitig waren die Lohnstückkosten rückläufig. Deswegen kann man hoffen, dass sich sowohl Neueinstellungen als auch Investitionen positiv entwickeln werden. Die Arbeitsmarktlage verbessert sich jedoch deutlich langsamer als die Wirtschaftslage im allgemeinen. Die hohe Arbeitslosigkeit belastet weiterhin die Gehaltsentwicklung. Hinzu kommt, dass die Anzahl der Arbeitslosmeldungen seit Jahresbeginn zunimmt. 

Das Geschäftsklima für kleine Unternehmen in den USA verbesserte sich, ist aber weiterhin recht pessimistisch. Kleinere Firmen bauten weiterhin Stellen ab, wenn auch in geringem Ausmaß. Sie empfanden die Kreditsituation als schlecht und nur wenige unter ihnen waren zu Gehaltserhöhungen bereit. Diese Umfrageergebnisse bilden einen Gegensatz zur Entwicklung des amerikanischen Einkaufsmanagerindex ISM, der in den letzten Monaten deutlich anstieg, und zu Statistiken aus denen hervorgeht, dass die Banken die Standards für die Kreditvergabe so gut wie nicht mehr verschärfen. Die beiden letzteren Erhebungen berücksichtigen jedoch in erster Linie größere Unternehmen und Banken, die Zugang zu den Finanzmärkten haben. Für große Teile der US-Wirtschaft scheint die Krise noch nicht überwunden zu sein. 

Japans Economy Watchers’ Survey, ein wichtiger Frühindikator, verbesserte sich weiter. Nach deutlichen Rückgängen im Oktober und November letzten Jahres, hatte dieses Konjunkturbarometer Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung aufkommen lassen. Obwohl dieser Rückgang noch nicht ganz wieder aufgeholt werden konnte, weist der Indikator jedoch

inzwischen auf ein stärkeres BIP-Wachstum hin. Auftragseingänge für alle Arten von Maschinen stiegen im Dezember um 21,2 Prozent. Damit kehrte dieser Indikator auf das Jahr bezogen in den Bereich der schwarzen Zahlen zurück. Auch die Binnennachfrage scheint sich zu verbessern. Gleichzeitig ging die Arbeitslosenquote zurück. In Deutschland, dessen wirtschaftliche Erholung ebenfalls von der Entwicklung des Exportgeschäfts abhängt, war die Industrieproduktion rückläufig. Der Rückgang der Auftragseingänge war im Exportgeschäft wesentlich deutlicher zu spüren. Trotzdem sind wir nicht der Ansicht, dass die wirtschaftliche Erholung Deutschlands zum Stillstand gekommen ist. Vielleicht handelt es sich eher um negative Auswirkungen der kalten Wetterlage. Konjunkturbarometer wie der Ifo-Index und der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe weisen auf eine weitere Verbesserung der Wirtschaftslage hin.

Erneute Aussetzung der Anteilsrücknahme beim TMW Immobilien Weltfonds 8.2.10
 Einer Pressemitteilung der TMW Pramerica GmbH zufolge muss die Anteilsrücknahme beim TMW Immobilien Weltfonds (voraussichtlich für drei Monate) wiederum ausgesetzt werden.
Grund: Nicht ausreichend vorhandene Liquidität für Rückgabewünsche. Der Erwerb des Fonds ist dagegen weiterhin möglich.
Aberdeen muss Degi-Immobilienfonds Global Business um 21 Prozent abwerten  8.2.10
 

Schock für die Immobilienfondsbranche: Die Fondsgesellschaft Aberdeen muss den Anteilspreis des offenen Immobilienfonds Degi Global Business (A0ETSR) massiv senken. Privatanleger sind indirekt betroffen.Die enorme Abwertung von 21,6 Prozent resultiert aus einer vorgezogenen Neubewertung einiger Immobilien. Das berichtet der Branchendienst "Fonds im Visier" in seiner aktuellen Ausgabe. Der Degi Global Business steht Investoren ab einer Anlagesumme von 75.000 Euro zur Verfügung.
Derzeit ist der Fonds jedoch geschlossen. Alle Verkaufsaufträge werden seit dem 11. November 2009 nicht mehr ausgeführt. Die Aussetzung der Rücknahme erfolgte aus Liquiditätsgründen. Sie ist zunächst auf drei Monate befristet. Wie das Management nach Ablauf der Frist verfährt, ist derzeit unklar.
Nach dem Morgan Stanley P2Value ist der Degi-Fonds der zweite Immobilienfonds, der eine massive Wertberichtigung vornehmen muss. Die aktuelle Abwertung ist auch der hohen Kreditquote des Fonds geschuldet. Die Neubewertung lässt den Anteil um 13 Prozent sinken, der hohe Fremdkapitalhebel schlägt dann noch gesondert und in Summe mit einem Minus von 21,6 Prozent zu Buche.
Abenteuerlich sind einzelne Neubewertungen. So hat sich der Verkehrswert einer Immobilie in Bukarest seit der letzten Bewertung vom Juni 2009 um 48,2 Prozent nahezu halbiert.
Kleinanleger sind von der Entwicklung allenfalls indirekt über Dachfonds betroffen.

Rohstoffpreise durch Währungsverschiebungen kurzfristig belastet 5.2.10
 

Der im Zuge der Verschuldungsproblematik Griechenlands wieder erstarkte US-Dollar belastete die Rohstoffpreise zu Jahresbeginn auf ganzer Linie. Gold hat seit seinem Höchststand von Anfang Dezember letzten Jahres elf Prozent nachgegeben und notierte Ende Januar bei 1.080 USD/oz. Silber verlor auf sein Hoch um die 17 Prozent und lag Ende Januar bei 16,21 USD/oz. Auch Basismetalle verzeichnen Preiskorrekturen aufgrund der wieder aufkeimenden Befürchtung anhaltender wirtschaftlicher Schwächen. Laut Werner J. Ullmann, Rohstoffexperte von ERA Resources, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass zumindest für Edelmetalle die Bodenbildung erreicht ist. Denn trotz der besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten zum Monatsende rechnet der Rohstoff-Experte nicht damit, dass die Dollar-Rallye anhalten wird. „Der US-Dollar stößt aufgrund massiver technischer Widerstände an seine Grenzen. Die negativen Meldungen für den Euro dürften mittlerweile eingepreist sein.“ Das US-Repräsentantenhaus hat zudem ein neues Konjunkturprogramm über 800 Milliarden US-Dollar bewilligt. Die Abstimmung im Senat erfolgt noch in dieser Woche. „Die Verschuldung der USA schraubt sich in immer schwindelerregendere Höhen. Damit kann der US-Dollar auf Dauer nicht als Fluchtwährung dienen. Der Yen bietet ebenfalls keine Alternative.“ Auch rechnet Ullmann nicht mit Zinserhöhungen der Notenbanken. „Das gesamte Umfeld ist für den Gold- und Silberpreis extrem positiv und bietet derzeit gute Einstiegsmöglichkeiten“, so der Experte.  

Minenaktien haben die Entwicklung der Metallpreise überproportional nachvollzogen und zum Jahreswechsel stark korrigiert. Der Branchen-Index HUI (AMEX Gold Bugs Index) fiel seit Anfang Dezember 2009 von 510 auf 374, was einem Rückgang von 27 Prozent entspricht. Kleinere Minengesellschaften mit niedrigen Förderkosten können ihre Margen trotzdem halten und sind von der aktuellen Entwicklung weniger stark betroffen. Da der US-Dollar mittelfristig aber wieder nachgeben wird, werden auch die großen Fördergesellschaften wieder aufholen können.  

Für Energie-Werte ist Werner J. Ullmann verhalten optimistisch. „Das Angebots-/Nachfrageverhältnis ist aus Anlegersicht noch positiv.“ Trotz der jüngsten Preisrückgänge ist sich Ullmann sicher, dass die Zeit des billigen Öls definitiv vorbei ist. „Der langfristige Trend bleibt ungebrochen.“ Dagegen rücken für den Rohstoffexperten erneuerbare Energien stärker in den Fokus der Betrachtung. „Noch ist der Markt der erneuerbaren Energien ein Zuschussgeschäft. Die Effizienz der Energiegewinnung aus Renewables wird sich aber weiter steigern.“ Besonders interessant sind für Werner J. Ullmann aktuell die für die Herstellung von Solarzellen und Hochleistungsbatterien relevanten seltenen Metalle. Mittelfristig könnten daher auch Anteile von Minengesellschaften aus diesem Bereich das Portfolio etwa des Stabilitas-Gold+Resourcen gut ergänzen.
 

Nach den allgemeinen Preisrückgängen bei Soft Commodities infolge guter Ernten im vergangenen Jahr ist für Werner J. Ullmann jetzt ein guter Zeitpunkt, zu investieren. Die Lagerstände sind nach wie vor niedrig und Spekulanten konzentrieren sich zurzeit auf Short-Positionen. Der ERA-Experte rechnet in diesem Jahr bei Potash mit einem starken Preisanstieg. Düngemittel werden in den kommenden Jahren extrem von einer Steigerung der Erträge pro Anbaufläche profitieren. Dies werde mit zunehmendem Bevölkerungswachstum unabdingbar. Das United States Department of Agriculture hat bereits angekündigt, verstärkt Düngemittel einsetzen zu wollen. Auch Landmaschinenhersteller bieten nach Meinung von Ullmann momentan einen guten Einstiegszeitpunkt. Diese haben im vergangenen Jahr Umsatz- und Gewinneinbrüche hinnehmen müssen, weil Landwirte Investitionen zurückgestellt hatten.  

 

Zu ERA Resources
Die Investmentboutique ERA Resources hat sich auf die Beratung von Rohstoffinvestments spezialisiert. Mit Sitz in Augsburg berät das Unternehmen die auf den Nebenwertesektor ausgerichteten STABILITAS-Rohstofffonds, die unter der luxemburgischen Kapitalanlagegesellschaft IPConcept Fund Management S.A. verwaltet werden.

Strategie 2010: Anlagetipps von Edouard Carmignac 04.02.2010
 Die französische Fondsgesellschaft Carmignac Gestion zählt zu den wenigen Vermögensverwaltungen, denen es gelungen ist in den zurück liegenden zwei Jahren einerseits die Rückschläge gut abzufedern und andererseits am Aufschwung voll zu partizipieren. Möglich war das nur, weil das Unternehmen offensichtlich über die Fähigkeit verfügt, Marktbewegungen richtig zu antizipieren. Ähnlich erfolgreich waren nur die Vermögensverwalter, die mit Hilfe quantitativer Handelsansätze (Trendfolgemodelle) rasch auf Marktänderungen reagieren. Die Trendfolger haben allerdings zu keinem Zeitpunkt eine Marktmeinung, bei Carmignac ist das anders. Die Franzosen bewiesen erst vor wenigen Wochen ihr Timing-Talent, als sie die Goldgewichtung ihrer Portfolios nahe der bisherigen Höchstpreise deutlich zu senken begannen. Ihre aktuelle Markteinschätzung ist daher auch für Anleger interessant, die keine Carmignac-Fonds halten. Und diese jüngste Aussendung der KAG ist - unterm Strich - ermutigend. So wir etwa die Lage in den USA trotz der überraschend guten Konjunkturdaten zwar nicht euphorisch bewertet, die Wende zum Besseren aber für wahrscheinlich gehalten: "Auch wenn der Rhythmus der Produktivitätssteigerung im Vergleich zu den vergangenen neun Monaten (7% im Quartalsdurchschnitt) mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf dem gleichen Niveau gehalten werden kann, scheint es uns doch unausweichlich, dass die Einstellungszahlen in den kommenden drei Monaten wieder deutlich steigen werden. Mit ihren positiven Auswirkungen auf die Moral der Verbraucher, die Einkommen und damit den Konsum, kann die Verbesserung der Beschäftigungslage diesen positiven Wirtschaftstrend verstärken. Der somit voraussichtliche Anstieg der Nachfrage der Endverbraucher scheint die Unternehmen schon jetzt dazu zu bewegen, ihre Lagerbestände zu erhöhen, was dem BIP zu neuem Aufwind verhelfen sollte. Abgesehen von dieser kurzfristigen Erholung wird das Wachstum mittelfristig dennoch verhalten bleiben."

Ähnlich differenziert beurteilt die Vermögensverwaltung die konjunkturellen Aussichten der gesamten industrialisierten Welt.  Es zeichne sich zwar eine Erholung ab, starke Bremsfaktoren stünden einer soliden Erholung aber mittelfristig entgegen. Der wichtigste dabei sei die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe. Carmignac schreibt: "Trotz eines gewissen Ausgleichs durch die Inanspruchnahme der Renten- oder Aktienmärkte führt diese Zurückhaltung bei der Kreditvergabe zu einem geringeren wirtschaftlichen Wachstumspotenzial." Das anhaltend niedrige Wachstum dämme aber immerhin das Inflationsrisiko, denn die Arbeitsmarktschwäche in den Industrieländern werde auch weiterhin die Löhne gering halten. Und das wiederum lasse erwarten, dass die Notenbanken ihre lockere Geldpolitik beibehalten werden.

Die Lage in aufstrebenen Ländern wie China, Indien oder Brasilien sieht nach Einschätzung Carmignac Gestion anders aus. Hier gebe es erste Anzeichen eine drohenden Konjunkturüberhitzung, was die dortigen Notenbanken zu einer restrikiveren Vorgehensweise zwinge, dennoch sei das Wachstum in den Boomregionen nicht gefährdet. 

Bezüglich der Kapitalmarktentwicklung rechnen die Franzosen damit, dass in nächster Zeit nicht mehr die hohe Liquidität der Haupteinflussfaktor bleibt, sondern verstärkt die fundamentalen Daten in den Blickpunkt rücken. Trotzdem bleiben sie optimistisch: "Auch wenn sich der Motor nach dem Übergang von hoher Liquidität zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum verändert, gehen wir doch von einem weiterhin günstigen Klima für Aktienanlagen aus. Die Risiken, die mit dieser Veränderung einhergehen – Abschaffung der Anreize und Anstieg der Zinsen – sind real, aber, mit Bedacht vorgegangen, wird die Titelauswahl in einer Welt der zwei Geschwindigkeiten basierend auf geschätzten Ergebnissen dennoch einfacher, da die Bewertungen mit dem Abschwächen der Krise weniger dem Zufall überlassen bleiben."

Nachfolgend die Details zur Anlagestrategie 2010:

Internationale Aktien
Auch ein verhaltenes Wachstum in den Industrieländern ermöglicht einen starken Anstieg der Gewinne. Auch wenn das Wachstum in den Industrieländern weiterhin verhalten bleibt, so ist doch ein deutlicher Anstieg des Ertragswerts der Unternehmen absehbar. Die von den Gesellschaften vorgenommenen, ausgesprochen drastischen Kosteneinsparungen (massive Reduzierung der Lagerbestände, Entlassungen, Verringerung ihrer Zinslasten im Zusammenhang mit eingeschränkten Kreditspielräumen und schwachen Investitionen) führen zu einer Rentabilitätssteigerung der voraussichtlich leichten Zunahme der Verkäufe, was für Aktienanlagen möglicherweise sehr günstig ist.
Das Thema der US-amerikanischen Erholung betrifft 8,6% der Anlagen von
Carmignac Investissement. Die Bestätigung einer positiveren Konjunktur in den Industrieländern, in erster Linie in den USA, zusammen mit der Erwartung einer moderaten aber gleichwertigen Erholung der Weltwirtschaft hat uns dazu geführt, eine Position anzulegen, die unmittelbarer auf den US-amerikanischen Aufschwung abzielt. Finanziert wurde sie hauptsächlich durch eine deutliche Reduzierung unserer Goldanlagen von 13,2% auf 4,3% des Vermögens von Carmignac Investissement. Wir beabsichtigen, uns die verstärkte US-amerikanische Dynamik zu Eigen zu machen, indem wir in Emerson Electric und Alstom, Unternehmen die elektrische Anlagen herstellen, den Automobilhersteller Ford, die Fluggesellschaft Delta Airlines und das Kreditkartenunternehmen Mastercard investieren. Im Rahmen des gleichen Themas beschäftigen wir uns auch mit Schwellenländern, die Güter und Dienstleistungen exportieren und gut auf dem US-amerikanischen Markt positioniert sind: Infosys (Indien) im Bereich Informatikdienste und Hon Hai (Taiwan), Assembler für Computer und Unterhaltungselektronik, wie zum Beispiel das iPhone von Apple. Das Thema der Verbesserung des Lebensstandards in den Schwellenländern bleibt von entscheidender Bedeutung Das starke Wachstum der Volkswirtschaften in den wichtigsten Schwellenländern bei einer gleichzeitigen weltweit schwachen, externen Nachfrage spricht für Unternehmen, die die Binnennachfrage bedienen. Dieses Thema bleibt für uns global von entscheidender Bedeutung. Es entspricht 24,3% des Vermögens von Carmignac Investissement und konzentriert sich auch weiterhin auf diejenigen Länder, die am besten aufgestellt sind, d. h. China, Indien und Brasilien.Im Kontext eines synchronen weltweiten Wachstums wurde die Rohstoffposition verstärkt
Die Gewichtung der Rohstoffposition stieg im Laufe des vergangenen Quartals von 23,7% auf 27% des Vermögens von Carmignac Investissement. Die nachhaltige Rohstoffnachfrage in den Schwellenländern geht mit der Prognose einer wirtschaftlichen Erholung in den USA einher, welche sich insbesondere positiv auf den Erdölsektor auswirken dürfte.
Wir setzen weiter auf unsere defensive Komponente in Höhe von 20% des Vermögens von 
Carmignac Investissement.Neben den 80%, die in das Wachstumsthema angelegt sind, setzt der Fonds Carmignac Investissement weiterhin auf einen defensiven Teilfonds mit 20% der Anlagen, die sich aus 9,6% defensiven Werten (Gesundheitswesen, nichtzyklischer Konsum usw.), 6,5% liquiden Mitteln und 4,3% Goldminen zusammensetzen.

Motoren der Rentenentwicklung
2010 wird die Analyse der Länderrisiken entscheidend sein In einem Kontext, in dem der langsame Fremdfinanzierungsabbau gleichbedeutend mit Transfers der Privatverschuldung zur Staatsverschuldung war, werden die Staatsanleihen tendenziell unter den unter starkem Druck stehenden öffentlichen Finanzen zu leiden haben, v. a. da der Beitrag der Zentralbanken als Randkäufer zurückgehen wird. Die finanzpolitischen Zielabweichungen haben im Übrigen bereits eine gewisse Fragilität bei den hoheitlichen Emittenten offen gelegt. Der Kredit eines jeden Landes hängt also von den eigenen Verdiensten ab. Trotzdem gehen wir nicht davon aus, dass von einem starken Ausufern der langfristigen Zinsen auszugehen ist. Die Zentralbanken werden die langfristigen Zinsen nicht aus dem Ruder laufen lassen, um die wirtschaftliche Erholung nicht zu gefährden. Daher würde es uns sehr überraschen, wenn die Zinsen für 10-jährige Staatsanleihen in den kommenden Monaten über 4,5% in den USA bzw. 4% in Europa steigen würden. Die flexible Vorgehensweise von
Carmignac Patrimoine wird es dem Fonds auf jeden Fall ermöglichen, sich entsprechend den Gelegenheiten bestmöglich zu positionieren. Der Fonds verfügt insbesondere über einen breiten Durationsbereich, der von -4 bis +10 variieren kann. Der Posten der Staatsanleihen wurde auf 9% des Vermögens von Carmignac Patrimoine reduziert.

Die Unternehmensanleihen profitieren von den besseren Unternehmensbilanzen
Wir setzen weiter auf unsere Allokation in Unternehmensanleihen in Höhe von 30% des Vermögens von
Carmignac Patrimoine (davon 25,2% in der „Anlagenkategorie" und 4,7% in Anleihen „mit hoher Rendite"). Im Laufe des vergangenen Jahres hat die Anlageklasse dank einer gleichzeitigen Reduzierung von Kreditrisikoprämien und Liquidität voll und ganz zur Performance unseres Portfolios beigetragen. Während die derzeitigen Niveaus der Kreditprämien (zwischen 50 und 250 Basispunkten) für eine bescheidenere Performance im Jahr 2010 sprechen, ist das Klima für Unternehmensanleihen von geringerem Risiko geprägt. Somit werden die europäischen Unternehmen aufgrund geringerer Investitionsausgaben und eines geringeren Dividendensatzes 2010 das Free-Cash-Flow-Niveau von 2008 wieder erreichen. Das verhaltene Wachstumsklima erweist sich als günstig für die Anlagenklasse, da es mit einer niedrigen Ausfallquote und einem vorsichtigen Verhalten der Unternehmen einhergeht. Zu diesen grundlegenden Aspekten kommt noch ein wichtiges technisches Element hinzu, nämlich das geringere Angebot. Die Emissionen von Unternehmensanleihen in Euro gehen voraussichtlich um 25 bis 40% zurück. Wir geben dieser Anlageklasse gegenüber Staatsanleihen nach wie vor den Vorzug, um den Halteeffekt zu nutzen.

Chancen auf Unternehmensanleihen mit „hoher Rendite"
Im Übrigen stellen wir, sowohl in den USA als auch in Europa, günstige Bedingungen auf den Märkten der Anleihen mit hohen Renditen fest, in denen wir uns mit 10% des Vermögens von Carmignac Patrimoine stärker engagieren möchten. Die Risikoprämien, die auf diese Emittenten angeboten werden, belaufen sich auf 250 bis 600 Basispunkte über den Staatsanleihen, während die Ausfallquoten voraussichtlich stark zurückgehen werden. Die Markteinschätzungen setzen somit auf eine Ausfallquote von 4% für 2010, nach dem 2009 erreichten Spitzenwert von 10,2%. Die Schwellenländer erzielen auch weiterhin eine bessere Performance als die Industrieländer
2010 werden die Schwellenländer im Vergleich zu den Industrieländern dank eines mittleren Verschuldungsniveaus und geringerer Defizite voraussichtlich auch weiterhin eine Outperformance aufweisen. Wir beabsichtigen unsere Strategien hinsichtlich der Schwellenländer (lokale Verschuldung, Auslandsverschuldung und Devisen) in Höhe von 10% des Vermögens von
Carmignac Patrimoine zu verstärken.

GoldPort Stabilitätsfonds wurde von DJE übernommen  3.2.10
 Das Anlageberatungsmandat für den GoldPort Stabilitätsfonds P (A0M67Q) von der Wilhelm Peinemann Vermögensbetreuung e.Kfm ist auf die DJE Kapital AG übertragen worden. Wilhelm Peinemann wird allerdings nach Angaben der Gesellschaft weiterhin als Sub-Anlageberater fungieren.
"Der Fonds hat inzwischen eine Größe erreicht, für die umfangreichere Analyse- und Researchkapazitäten erforderlich sind. Daher haben wir uns zur Übernahme des Anlageberatungsmandates entschlossen. Das Anlage-konzept ändert sich aber dadurch nicht", erläutert Dr. Ulrich Kaffarnik, Geschäftsführer der DJE Investment S.A.
Der GoldPort Stabilitätsfonds P wurde nach Angaben der Gesellschaft im April 2008 als erster Luxemburger Investmentfonds deutscher Provenienz aufgelegt, der einen Teil seines Anlagevermögens in physischen Goldbeständen hält. Der Fonds hat danach ein substanzorientiertes Konzept, das konsequent über alle Anlageklassen angewandt wird. Er könne bis zu 30 % seines Vermögens direkt in Gold investieren. Weitere 30 % dürften in physisch besicherte Exchange Traded Commodities (ETCs) auf Gold, Silber, Platin und Palladium angelegt werden. Darüber hinaus seien inflationsgeschützte Euro-Staatsanleihen, ausgewählte liquide Immobilieninvestments sowie solide Schweizer Aktien ein fester Bestandteil des Fondsportfolios. Somit biete der GoldPort Stabilitätsfonds dem Investor einen Mix aus Anlageklassen, der sich in historischen Vergleichen als überdurchschnittlich krisenresistent erwiesen habe. Der Fonds werde aktiv gesteuert, wodurch eine schnelle Anpassung an sich verändernde Marktgegebenheiten möglich sei. In Phasen einer konjunkturellen Erholung könne somit beispielsweise die Aktienquote auch stärker erhöht werden. Minimalziel des GoldPort Stabilitätsfonds sei jedoch die Sicherung des Anlegervermögens nach Inflationseffekten. Die für den Fonds selektierten Anlagen sollten in der Lage sein, einen Kaufkraftverlust auszugleichen bzw. ihn bei geschickter Disposition zu kompensieren.
5 Gründe, weshalb 2010 besser werden sollte  2.2.2010
 

Nach der Krise im Jahr 2009 sehen Wirtschaftsexperten wieder positive Signale für die deutsche Wirtschaft. In ihrem Konjunkturausblick für 2010 erwarten Experten der Deutschen Bank für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von etwa zwei Prozent für Deutschland.  

Nach Ansicht der Deutschen Bank sprechen fünf Gründe für eine wirtschaftliche Erholung: 
 

1. Die entschlossene Reaktion der deutschen Politik

Die auf den Weg gebrachten Konjunkturprogramme, etwa Steuerentlastungen, die Erhöhung des Kindergeldes und des Kinderfreibetrages sowie Ausgabenprogramme zur Sanierung öffentlicher Gebäude, sorgen für steigende Nachfrage. Zusätzlich stabilisierte die Ausweitung der Kurzarbeit den Arbeitsmarkt und hält die Arbeitslosigkeit in Schach.

 

2. Die Stabilisierung der Finanzmärkte

Ein weiterer Grund für den Wachstumsoptimismus ist die Stabilisierung an den Finanzmärkten. Dies führt zu besseren Rahmenbedingungen für kapitalmarktbasierte Unternehmensfinanzierungen: Die Finanzierungskosten für Unternehmen sinken und das Investitionsklima verbessert sich.

 

3. Der synchrone weltwirtschaftliche Aufschwung

Der Welthandel wird 2010 kräftig zulegen. Die Experten rechnen mit einem globalen Wirtschaftswachstum von knapp vier Prozent. Deutschland profitiert besonders stark vom regen Handelsaustausch, denn jeder vierte Arbeitsplatz ist exportabhängig. Entsprechend positiv entwickeln sich derzeit die wirtschaftlichen Indikatoren wie Auftragseingänge oder Exporte – sie senden klare Wachstumssignale.

 

4. Die niedrige Inflation

Stabile Preise schaffen Vertrauen. Weil die Kapazitätsauslastung der Unternehmen immer noch gering ist, erwartet die Deutsche Bank keinen nennenswerten Preisdruck in diesem Jahr. Auf Sicht der nächsten zwei Jahre dürfte die Inflationsrate sehr moderat bleiben und etwa um die Ein-Prozent-Marke pendeln. Auf längere Sicht haben allerdings die extrem lockere Geld- und Fiskalpolitik die Inflationsrisiken erhöht.

 

5. Die verbesserte Stimmung der Unternehmen

Mit der Erholung der Weltwirtschaft hat sich auch die Stimmung der deutschen Wirtschaft verbessert. Die Geschäftserwartungen liegen laut ifo-Geschäftsklimaindex bereits wieder über dem langjährigen Durchschnitt und auch die Einschätzung der aktuellen Lage stimmt positiv. Insgesamt sendet der ifo-Index deutliche Wachstumssignale. Eine Folge besserer Wirtschaftsaussichten sind steigende Unternehmensgewinne. So haben die Analysten ihre Gewinneinschätzung für die 30 Dax-Konzerne in den vergangenen Monaten deutlich angehoben. 

 

Fazit: Während das Wachstum bislang überwiegend durch die extrem expansive Geld- und Fiskalpolitik getrieben wurde, stehen die Chancen gut, dass sich das Wachstum in 2010 verfestigt und zunehmend selbsttragend wird.

Invesco: in asiatischen Konsum investieren  1.2.10
 "Der zunehmende Wohlstand und die sich wandelnden Konsumgewohnheiten in den größten asiatischen Schwellenländern wie Indien und China bilden den Nährboden für wachsende Ansprüche an den Lebensstandard und starke Nachfrageimpulse in allen konsumorientierten Branchen", so die Fondsexperten von Invesco.
Anders als viele Industrieländer, die die Rezession noch nicht überwunden hätten, dürfte nach Invesco-Meinung die starke asiatische Binnennachfrage die Volkswirtschaften der Region auf dem Wachstumspfad halten. Zudem hätten viele asiatische Regierungen großzügige Konjunkturpakete aufgelegt, die auch Maßnahmen zur kurz- und langfristigen Förderung der Verbrauchernachfrage umfassten und so kontinuierlich Anlagechancen für wachstumsorientierte Investoren hervorbringen würden. Hinzu kämen hohe private Ersparnisse. So böten die im Vergleich zum Westen hohen Sparquoten in Verbindung mit einer wachsenden und zunehmend wohlhabenden Mittelschicht viel Potenzial für zusätzliches Konsumwachstum.
ING IM: Wachsendes politisches Risiko versetzt Märkte in Unruhe  1.2.10
 "Was sind das für Negativmeldungen, die die Anleger so sehr in Unruhe versetzen? In erster Linie stammen diese Meldungen aus China und den USA. Hinzu kommt, dass auch die Konjunkturdaten zum Teil enttäuschten", so die Experten von ING Investment Management.
Die chinesische Regierung versuche, die Vergabe von Bankkrediten durch eine Erhöhung der Mindestreserveanforderungen zu drosseln. Entsprechend befürchteten Teile der Anlegerschaft, dass es in den nächsten Quartalen zu drastischen Maßnahmen kommen werde, um dem Überhitzen von Wirtschaft und Vermögensmärkten entgegenzuwirken. "Unserer Auffassung nach sind diese Befürchtungen allerdings übertrieben", so die Fondsgesellschaft. Die Binnennachfrage in China wachse kräftig, wie sich auch am Importwachstum von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie einer Zunahme der Stromerzeugung von über 20 % zeige. "Wir gehen davon aus, dass die chinesische Volkswirtschaft in diesem Jahr um etwa 10 % wachsen wird. Insofern macht es Sinn, dass die Regierung ihre Konjunkturmaßnahmen zurückschrauben wird. Eine geldpolitische Straffung wird in China - wie während der vergangenen zehn Jahre - nur allmählich stattfinden, da es noch keine überzeugenden Hinweise auf eine Überhitzung von Konjunktur und Vermögensmärkten gibt", so ING IM. Die Inflationsrate sei in den vergangenen Quartalen zwar gestiegen, liege im Vorjahresvergleich aber immer noch nahe null. Und nur bestimmte Segmente des Immobilienmarktes in einigen wenigen Städten könnten derzeit als überhitzt bezeichnet werden. Ansonsten sei dies bei den Vermögensmärkten - darunter auch der Aktienmarkt - durchaus nicht der Fall. Die Bewertungsniveaus hätten jetzt fast den globalen Durchschnitt für Emerging Markets erreicht und seien mittlerweile weit von den zuvor verbuchten Höchstständen entfernt. "Unserer Einschätzung nach ist China wegen der Kombination aus starkem Wachstum der Binnennachfrage und praktisch völlig fehlendem Währungsrisiko derzeit einer der attraktivsten Märkte. Längerfristig ist mit einer Aufwertung des Renminbi zu rechnen."
"Mit seinen Plänen zur Reformierung des Bankensektors will Präsident Obama sowohl die Größe als auch das Betätigungsfeld von Banken begrenzen. Bisher sind diese Pläne allerdings wenig konkret", heißt es weiter. Klar sei indes, dass diese Art der Regulierung für den Finanzsektor nicht unbedingt günstig sein werde. Aller Wahrscheinlichkeit nach würden sich diese Pläne negativ auf die Verfügbarkeit von Krediten und damit auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Im größeren Zusammenhang betrachtet, könnten diese Pläne durchaus dazu beitragen, den Finanzsektor den anderen Sektoren der Volkswirtschaft anzunähern. Während der vergangenen zehn bis zwanzig Jahre sei der Finanzsektor stark gewachsen. Zudem habe die Kreditkrise klar vor Augen geführt, welchen Risiken für die Stabilität des globalen Finanzsystems bestünden.

Die Diskussion um die künftige Struktur des Finanzsektors habe die Anlegerschaft indes verschreckt. In den nächsten Monaten dürften diese Diskussionen noch anhalten; die Unsicherheit werde dementsprechend noch einige Zeit bestehen bleiben.
Bei einem bereits unruhigen Markt reagierten Anleger nervös auf Negativmeldungen. Insgesamt deuteten die jüngsten Zahlen darauf hin, dass der Konjunkturzyklus seinen Höhepunkt bereits hinter sich habe oder der Höhepunkt jedenfalls kurz bevorstehe. Die Weltkonjunktur schreibe immer noch recht ordentliche Wachstumszahlen, wenn auch das Wachstumstempo etwas nachgelassen habe. "Solange nichts auf einen deutlichen Rückgang der privaten Konsumausgaben hindeutet, bereitet uns dies wenig Sorge", schreiben die Fondsexperten. Die befristeten Konjunkturmaßnahmen seien bis auf weiteres nicht nur für die Weltwirtschaft sondern auch für die Unternehmenserträge günstig.

Fazit
"Investoren sehen sich politischen Risiken gegenüber, die zum Teil auch infolge der Schwierigkeiten, mit denen die Regierung Obama zu kämpfen hat, deutlich gestiegen sind und auf absehbare Zeit wohl nicht verschwinden werden. Ohne heftige Debatten werden die Bankenreformpläne wohl nicht verabschiedet und umgesetzt werden", so ING IM. In jedem Fall werde dieses Thema die Märkte noch eine Weile beschäftigen.
Langfristiger Vermögensaufbau mit Investmentfonds 29.01.10
 Regelmäßiges Sparen mit Investmentfonds zahlt sich aus. Anleger, die in Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland 30 Jahre Monat für Monat 100 Euro angespart haben, erreichten im Mittel ein Vermögen von knapp 120.000 Euro (bei einer eingezahlten Summe von 36.000 Euro). Im Schnitt entspricht das einem jährlichen Zuwachs von 7,1 %. Dabei sind alle Fondskosten inklusive des Ausgabeaufschlags berücksichtigt. Dies geht aus der jüngsten Sparplan-Statistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management per 31. Dezember 2009 hervor.
Selbst zwischenzeitliche Rückgänge wie die weltweiten Marktturbulenzen im vergangenen Jahr und nach der Jahrtausendwende könnten Anleger mit langfristigem Anlagehorizont wenig anhaben. "Wer vor 30 Jahren mit einer monatlichen Einzahlung von 100 Euro in einen Mischfonds mit Anlageschwerpunkt Euroraum begonnen hat, konnte sich per 31. Dezember 2009 über einen Depotwert von 115.604 Euro freuen. Das Ergebnis entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Zuwachs von 6,9 %".
Werde ein solches Finanzpolster im Alter in einen Auszahlplan umgewidmet, bedeute es für den Vorsorgesparer ein beachtliches Zusatzeinkommen. Über 20 Jahre ließen sich Monat für Monat 694 Euro entnehmen (bei Kapitalverzehr und durchschnittlichem jährlichen Wertzuwachs von vier Prozent).
Die stichtagsbezogene Momentaufnahme von Sparplanergebnissen zeige sehr deutlich, dass der richtige Ausstiegszeitpunkt eine entscheidende Rolle spiele. So sei der 31. Dezember 2009 für einen Aktienfondssparplan mit Anlageschwerpunkt Europa ein vergleichsweise ungünstiger Ausstiegszeitpunkt gewesen. Zwei Jahre zuvor wären dabei beispielsweise gut 50.000 Euro mehr herausgekommen. Laut BVI sollte einige Jahre vor dem geplanten Beginn der Auszahlungen schrittweise in wertstabile Investments umgeschichtet werden.
"Schwankungsärmere Rentenfonds und Offene Immobilienfonds boten den Anlegern wie gewohnt eine ansehnliche Wertentwicklung", heißt es weiter. Euro-Rentenfonds und internationale Rentenfonds hätten jährliche Zuwächse von 5,5 % nach 30 Jahren erwirtschaftet. Auch regelmäßige Einzahlungen in Offene Immobilienfonds hätten stabile Ergebnisse geliefert. "Die jährlichen Steigerungen lagen im Mittel zwischen 2,9 % nach zehn Jahren und 4,6 % nach 30 Jahren. Mit einer monatlichen Einzahlung von 100 Euro über 30 Jahre erzielten Anleger ein Vermögen von 76.361 Euro", schreibt der BVI abschließend.
BVI: VL-Anlage und Riesterfondsverträge lohnen sich 26.01.2010
 

3,5 Millionen Arbeitnehmer legen ihre vermögenswirksamen Leistungen (VL) mit Investmentfonds an. Das Gesamtvermögen der VL-Depots belief sich per 31. Dezember 2009 auf 5,1 Milliarden Euro, wie der BVI Bundesverband Investment und Asset Management mitgeteilt hat. Arbeitnehmer, deren siebenjährige VL-Vertragsdauer zu diesem Stichtag auslief, konnten sich etwa beim Sparen mit Deutschland-Aktienfonds über eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 5,4 Prozent freuen. Eine Überweisung des Arbeitgebers von zum Beispiel 40 Euro pro Monat auf das VL-Konto seines Arbeitnehmers führte nach der sechsjährigen Einzahlungsphase und dem Wartejahr somit zu einem Vermögen von rund 3570 Euro per 31. Dezember 2009. Sofern der Arbeitnehmer die Einkommensgrenzen für das zu versteuernde Einkommen (bei Ledigen: 20.000 Euro, bei Verheirateten: 40.000 Euro) in den Vorjahren nicht überschritten hat, kann er sich zudem über eine staatliche Zulage von bis zu 480 Euro freuen. Durch diese Förderung wächst der verfügbare Betrag auf 4050 Euro bzw. die durchschnittliche jährliche Rendite auf 8,5 Prozent. Sparer können diesen Betrag im Depot belassen und weiter von künftigen Ertragschancen der Aktienfonds profitieren.

240.000 neue Riester-Fondsverträge
Mit Blick auf die staatlich geförderte Altersvorsorge zählt der BVI per 31. Dezember 2009 insgesamt 2,6 Millionen Riester-Fondsverträge. Im vergangenen Jahr haben sich damit gut 240.000 Personen neu für diese Riester-Variante entschieden. Insbesondere jüngere Sparer profitieren von den langfristigen Renditechancen der Investmentfonds bei gleichzeitiger Beitragsgarantie durch die Anbieter zum Renteneintritt.Weitere Impulse für das Neugeschäft aller Riester-Anbieter verspricht sich der BVI durch eine Festsetzung des förderungsfähigen Höchstbeitrags auf vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze und eine damit verbundene Dynamisierung der Riester-Zulagen. Zudem sollte die Riester-Rente nach Ansicht des Verbands allen in Deutschland Steuerpflichtigen zugänglich gemacht werden. Insbesondere Selbstständigen mit niedrigem Einkommen, für die der Abschluss einer Rürup-Rente steuerlich nicht attraktiv ist, kann so der Aufbau einer zusätzlichen Alterssicherung ermöglicht werden.

Fondsdepot Bank führt neues Depotgebühren-Modell ein  29.01.2010
 

Als die Fondsdepot Bank, eine Unternehmens-Partnerschaft von Xchanging und der Allianz Global Investors, im Mai 2009 die FondsServiceBank erwarb, war klar, dass die Depotgebührenmodelle angeglichen würden. Jetzt ist es soweit: Ab sofort gilt das neue Gebührenmodell der Fondsdepot Bank einheitlich für alle Kunden – für die bisherigen wie für die neuen Kunden.Das neue Gebührenmodell der Fondsdepot Bank hat eine klare Struktur und kann vom Vermittler einfach und schnell erklärt werden. Bei der Konzeption des Gebührenmodells wurde das Feedback der angebundenen Vermittler bewusst mit einbezogen; dadurch ist sichergestellt, dass die Depotgebühren marktgerecht und kundenfreundlich sind.
„Das Gebührenmodell der Fondsdepot Bank orientiert sich an der Anzahl der Fondspositionen im Depot“, so Matthias Sohler, Sprecher der Geschäftsführung der Fondsdepot Bank. „Kunden mit bis zu drei Fondspositionen zahlen 25 Euro pro Jahr. Unseren Kunden mit vier oder mehr Fondspositionen berechnen wir 45 Euro pro Jahr – die genannten Depotgebühren sind eingebettet in ein Flatfee-Modell. Das bedeutet: Alle transaktionsorientierten Kostenkomponenten entfallen komplett. Für Neuverträge unseres VL-Multifondsdepots berechnen wir 84 Euro am Ende der Laufzeit. Damit ist die Fondsdepot Bank die einzige unabhängige Fondsplattform ohne Transaktionskosten“, so Sohler weiter Durch das neue Gebührenmodell hat die Fondsdepot Bank einen weiteren Schritt zur Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie getätigt, wie es in eigener Sache heißt.

Neues Geldkonto ab 6. April 2010
Ab 6. April 2010 bietet die Fondsdepot Bank zudem ein Geldkonto an. Die wichtigsten Features: marktgerechte Verzinsung, Lombardfähigkeit und die Möglichkeit der Kontoführung in US Dollar. In Verbindung mit einem Depot bei der Fondsdepot Bank ist die Führung des Geldkontos kostenfrei.

George Soros warnt: „Gold ist mittlerweile die ultimative Blase“  29.01.2010  
 

Die billige Liquidität an den Finanzmärkten führe dazu, dass sich Gold zur ultimativen Blase entwickelt, warnt der Star-Hedgefondsmanager George Soros am Randes des wirtschaftlichen Gipfeltreffens in Davos, wie der britische Telegraph berichtet. Dennoch sei es Soros zufolge zu früh, dem Finanzsystem die Liquidität zu entziehen. Durch die weltweit niedrigen Leitzinsen würden Politiker das Entstehen neuer Blasen riskieren,, die in der Zukunft platzen könnten. „Wenn die Leitzinsen niedrig sind, finden wir Konditionen vor, dass sich Asset Blasen entwickeln können und sie entwickeln sich derzeit. Die ultimative Asset Blase ist Gold“, so Soros.

Bedenklicher Boom des Edelmetalls
Im letzten Monat steig der Preis für eine Feinunze auf ein Rekordhoch von über 1225 US-Dollar, nachdem er im Verlauf des letzten Jahres bereits um rund 40 Prozent nach oben geklettert war. Hintergrund für den Preisanstieg sei, dass sich Investoren in das Edelmetall flüchteten, weil sie zum einen das Risiko einer Inflation fürchteten und zum anderen das Vertrauen und den Glauben in die Stabilität von zuvor als sicher erachteten Investments, wie beispielsweise Unternehmensanleihen, verlieren würden, so Soros.

Zu schneller Ausstieg nicht ratsam
Er warnt davor, dass Regierunge weltweit im Zuge von vorgeschlagenen imminenten „Exit-Strategien“ aus den gewährten Hilfsmaßnahmen riskieren würden, dass der globalen Weltwirtschaft ein Double-Dip-Szenario ins Haus steht. Ein zu schneller Ausstieg aus den Hilfsmaßnahmen, respektive ein übereilter Einzug der Liquidität am Markt sei Soros zufolge allerdings nicht zu empfehlen. „Ich denke, dass es einen Bedarf an zusätzlichen Stimuli gibt, vor dem Hintergrund, dass der Adjustment-Prozess mit Blick auf die Rezession inkomplett ist“, so Soros. „Einige Länder wie die USA und einige europäische Länder haben großen Spielraum, ihre Defizite auszuweiten. Der politische Widerstand, dies zu tun, erhöht die Chancen, dass es 2011 und danach zu einem Double Dip in der Wirtschaft kommt.“

J.P.Morgan: Gewinnschätzungen eventuell zu niedrig  25.01.10
 Die J.P. Morgan Asset Management beobachtet an den Aktienmärkten derzeit einen klassischen "Nebenschauplatz-Effekt": "Nachdem es 2009 einige unangenehme Kapitalmarktüberraschungen gab, versuchen sich viele Anleger nun vor den Tretminen für 2010 zu schützen", erläutert Tilmann Galler, Experte für Aktien- und Multi Asset-Fonds bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Doch sei das eigentliche Problem ein ganz anderes: "Zu viele Anleger sind aus Furcht vor weiteren Rückschlägen zu vorsichtig mit ihren Investitionen - und verpassen dabei die Erholungschancen, die sich 2010 weiterhin bieten." Auf den ersten Blick scheinen diese Anleger richtig zu liegen: "In der Tat sind drohende Zinsanstiege und nachlassende fiskalische Impulse ernstzunehmende Störfaktoren für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte. Jedoch sollten diese den Blick auf die Chancen nicht verstellen".
Laut Galler sei eine dieser Opportunitäten für 2010 eine starke Erholung der Industrieproduktion. Sie befinde sich aktuell auf sehr niedrigem Niveau. Die Auftragseingänge hätten sich insbesondere in der Eurozone jedoch inzwischen deutlich erholt. Im Gegensatz dazu verharrten die Lagerbestände weiterhin auf Rekordtief. "Dies lässt auf einen sehr dynamischen Anstieg der Produktion im Jahr 2010 schließen, denn diese Kennzahl war - zumindest in den letzten zwölf Jahren - immer ein guter Frühindikator für die Produktion", erläutert Galler. Eine zweite Chance biete die aktuelle Situation der Unternehmensinvestitionen. Am Beispiel der US-Unternehmen lasse sich beobachten, dass sich die Investitionen derzeit im Verhältnis zu Profiten auf einem extrem niedrigen Niveau befänden. In den vergangenen 50 Jahren seien die Investitionen auf Jahresbasis noch nie so stark gesunken, wie dies in den vergangenen Monaten der Fall gewesen sei. Die Investitionszurückhaltung trage dazu bei, dass Unternehmen zurzeit sehr hohe Kassenbestände in der Bilanz hätten. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich dieser Trend in den nächsten Monaten massiv umkehren wird: Die Unternehmen werden ihr Kapital wieder stärker einsetzen oder ausschütten - mit deutlich positiven Konsequenzen für die Aktienmärkte", erklärt Galler.
So seien ein Anstieg von Akquisitionen und Fusionen, das Anheben der Dividendenzahlungen und vor allem zunehmende Investitionen zu erwarten. Voraussetzung für eine nachhaltige Umkehr in den Unternehmensinvestitionen seien laut Galler allerdings eine weitere Öffnung des Finanzierungsmarktes und eine Normalisierung der Kreditvergabe bei den Banken.
Wachstumsimpulse der Industrie, unterstützt durch einen im Jahresverlauf drehenden Arbeitsmarkt, sollten nach Meinung Gallers die Konjunktur 2010 positiv stimulieren. Die Umsätze der Unternehmen dürften somit nach einem sehr negativen Jahr 2009 wieder ansteigen. Dieser Umstand sei jedoch nur in einem geringen Maße in den aktuellen Gewinnschätzungen von +20 % bis +25 % für die Aktienunternehmen weltweit eingepreist. Die Marktteilnehmer gingen für 2010 weiterhin von einem kostengetriebenen Gewinnwachstum und einem sehr schwachen Umsatzwachstum aus. "Hier liegt unserer Meinung nach das größte Überraschungsmoment im Jahr 2010", so das Fazit.
Für die Aktienmärkte sollte diese Situation einen weiteren Sprung nach oben bedeuten. Verstärkt davon profitieren könnten Value- und Dividendenstrategien: Die Zunahme von M&A und das Ansteigen der Dividenden sind gute Voraussetzungen für Value-Aktien, die insbesondere in Europa ein starkes Aufholpotenzial besäßen. Studien über den Anlagestil "Value" belegen, dass Anleger gerade nach Krisen wieder günstig bewertete, fundamental gesunde Aktien suchten. In der Folge entwickelten sich Value-Aktien besser als der breite Markt. Denn zum Ende einer Krise fokussieren sich die Marktteilnehmer wieder auf die Fundamentaldaten, und Substanzwerte würden dann in der Regel überdurchschnittliches Erholungspotenzial bieten. Von einem Anstieg der Unternehmensinvestitionen sollten dann insbesondere Aktien mit attraktiver Bewertung, starkem Gewinnwachstum und einem aktuellen Gewinnniveau weit unter Potenzial profitieren.
AXA arbeitet weiter an Neuausrichtung des Immoselect  22.01.10
 AXA hat die Anteilscheinrücknahme für AXA Immoselect am 17. November 2009 für zunächst drei weitere Monate ausgesetzt. Eine aktuelle Information zeigt, dass weiter an der Neuausrichtung des Sondervermögens gearbeitet wird.
Ein Vergleich des AXA Immoselect mit den Sondervermögen der Wettbewerber (Peer-Group) verdeutliche, dass der Immobilienbestand ausreichend diversifiziert sei, sowohl nach Objektgrößenklassen, Alter, Ländern als auch Nutzungsarten. Die Qualität der Mietverträge liege auf Wettbewerbsniveau. Im Dezember 2009 seien zwei Objekte in das Fondsvermögen eingebucht worden, die bereits in den Jahren 2007 und 2008 erworben wurden. Hierbei handle es sich zum einen um das Hotel "Motel One": Der Neubau mit über 248 Zimmern liegt am Berliner S-Bahnhof Bellevue im Stadtteil Tiergarten. Der Mietvertrag mit Motel One laufe über einen Zeitraum von 25 Jahren. Das Investitionsvolumen liege bei rund 18 Mio. Euro. Zum anderen sei ein Büroprojekt in der nordfranzösischen Stadt Lille fertig gestellt worden: Diese Immobilie befinde sich in unmittelbarer Nähe zum TGV-Bahnhof Das Investitionsvolumen belaufe sich auf rund 55 Mio. Euro. Beide Projektfertigstellungen folgten der strategischen Portfoliodiversifikation hinsichtlich Nutzungsart und Standort und führten zu einer weiteren Verjüngung des Immobilienbestandes. Zur generellen Planung schreibt AXA: "Unsere Aktivitäten konzentrieren sich nun auf die Neuausrichtung des AXA Immoselect. Es bleibt dabei unser Ziel, den bestandswilligen Kunden größtmögliche Wertstabilität zu bieten und das Anlegervertrauen in den AXA Immoselect wiederzugewinnen." Man untersuche derzeit die Möglichkeiten von strukturellen Änderungen im Sinne der Anleger.
Ankündigung einer Volumenbegrenzung für den erfolgreichen Sauren Global Defensiv  22.01.10
 Der seit nunmehr fast sieben Jahren erfolgreiche Sauren Global Defensiv erfreut sich im Markt einer immer größer werdenden Beliebtheit. Mit einer seit Auflegung im Februar 2003 bei niedriger Volatilität erzielten Wertsteigerung in Höhe von insgesamt 35,7 % stellt der Sauren Global Defensiv einen der erfolgreichsten defensiven Dachfonds dar. Die nachhaltigen Erfolge führten insbesondere auch in jüngster Vergangenheit zu hohen Mittelzuflüssen. Um bestehenden Investoren weiterhin eine attraktive Wertentwicklung zu ermöglichen, haben wir uns entschlossen, ab dem 31. März 2010 keine weiteren Anteile am Sauren Global Defensiv mehr auszugeben.
Die Entscheidung wurde im Interesse der bestehenden Investoren getroffen. Hierdurch soll einem weiteren Wachstum des Dachfondsvolumens durch Mittelzuflüsse entgegengewirkt werden. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, dass der ca. 1,3 Milliarden Euro große Dachfonds auch in Zukunft weiter effizient verwaltet werden kann. Unserer Einschätzung nach hätte ein weiterer Anstieg des Volumens zu der Verwässerung von Anlageideen sowie zu der Einschränkung der Flexibilität bei der Umsetzung der Anlageentscheidungen geführt. Die Maßnahme zeigt auf, dass für uns die Qualität der Fonds wichtiger als Quantität ist. Selbstverständlich ändert die Maßnahme nichts an der börsentäglichen Kursfeststellung und an der jederzeitigen Rückgabemöglichkeit von Anteilen. Mit der Volumenbegrenzung denken wir, erneut unter Beweis gestellt zu haben, dass die Interessen der Anleger bei uns in einem hohen Maße Beachtung finden.
Franklin Templeton wird Fondsgesellschaft des Jahres  21.01.10
Der Axel Springer Finanzen Verlag, Herausgeber der Wirtschaftsmagazine €uro und €uro am Sonntag, verleiht Franklin Templeton bei den €uro-FundAwards 2010 den "Goldenen Bullen" als beste Fondsgesellschaft des Jahres. "Dank ihrer hervorragenden Wertentwicklung sammelten die Fonds von Franklin Templeton die meisten FundAwards innerhalb ihres Fondsuniversums ein - und ebneten so den Weg zum Titel "Fondsgesellschaft des Jahres 2010".
Mit dieser Auszeichnung werde das höchste Verhältnis von €uro-FundAwards zur Gesamtzahl der bewerteten Fonds einer Gesellschaft belohnt. Der Preis sei damit ein hervorragender Indikator für die Leistungsdichte eines Anbieters. "Es ist schön zu sehen, dass die langfristigen Leitgedanken Sir John Templetons unverändert Gültigkeit haben und damit eine wesentliche Grundlage für diesen Erfolg und die globale Expertise von Franklin Templeton darstellen. Die Auszeichnung ist ein Beleg dafür, dass wir Anlegern neben dem Templeton Growth Fund, Inc. eine große Auswahl an ausgezeichneten Aktien- und Rentenfonds anbieten", zeigt sich Reinhard Berben, Geschäftsführer von Franklin Templeton Investments in Deutschland über die Auszeichnung erfreut.
Carlson: Chinesische und indische Gesundheitsbranche mit Potenzial  20.01.10
 

Chinas Gesundheitsbranche wird im Jahr 2010 von umfangreichen Reformen profitieren und Anlegern so interessante Investmentchancen bieten. Diese Meinung vertritt Anna Ho, Fondsmanagerin des Carlson Fund – Asian Small Cap (LU0067059799). Bis Ende 2012 will Peking eine allgemeine Krankenversicherung einführen, mit der rund 400 Millionen Chinesen zusätzlich versichert werden sollen. „Wir rechnen damit, dass die Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich schon bald von den Reformen profitieren werden“, so Ho. „Denn mittlerweile gerät der Markt in Bewegung, nachdem die Reformen anfänglich langsamer als erwartet umgesetzt wurden.“  Im Carlson Fund – Asian Small Cap, den Anna Ho gemeinsam mit Indienexperte Parameswara Krishnan managt, ist das Gesundheitswesen bereits seit 2009 relativ hoch gewichtet. Derzeit beträgt der Anteil dieses Sektors knapp zehn Prozent.

Indiens Pharma-Unternehmen punkten im Ausland
Auch in Indien gilt der Gesundheitssektor als besonders chancenreich. „Einige namhafte indische Firmen werden davon profitieren, dass in den USA Patente verfallen. Außerdem werden kleinere Firmen den Markteintritt in den Vereinigten Staaten und Japan wagen – ihr Geschäft gewinnt dadurch deutlich an Zugkraft“, sagt Parameswara Krishnan, Fondsmanager des Carlson Fund - India (LU0302237721). Mit einem Gewicht von 17,8 Prozent bildet der Gesundheitssektor hinter IT und Industrie den drittgrößten Anteil in dem von Krishnan gemanagten Fonds. Zu seinen Favoriten zählt beispielsweise Opto Circuits, ein indischer Hersteller für medizinische Geräte, und die Klinikkette Fortis Healthcare.Für das indische Bruttoinlandsprodukt rechnet Krishnan im Jahr 2010 mit einem Anstieg um etwa 7,5 Prozent. „Sollte die Binnennachfrage stärker als erwartet wachsen, könnte das Wachstum jedoch auch höher als acht Prozent ausfallen“, so Krishnan.

Fidelity: Mehrfacher Rückenwind für europäische Aktien  20.10.10
 Auch Alexander Scurlock, Fondsmanager des Fidelity European Growth Fund, hebt das Potenzial europäischer Aktien hervor. Dabei hält er in nächster Zeit vor allem vier Schlüsselbereiche für besonders aussichtsreich: Unternehmen, die von den staatlichen Stimulierungsmaßnahmen profitieren, den Bankensektor, Technologie und Innovation sowie Schwellenmärkte.
 

Langfristige Investition
Dass die staatlichen Stimulierungsmaßnahmen innerhalb der einzelnen Volkswirtschaften für Rückenwind sorgen, lässt sich bereits seit einiger Zeit erkennen. Immerhin wurden für Konjunktur- und Rettungsmaßnahmen fast 40mal so viel ausgegeben wie für den gesamten Marshall-Plan nach dem Zweiten Weltkrieg, wie Scurlock anmerkt. Ein beträchtlicher Teil der Mittel fließe dabei in Infrastrukturvorhaben. „Angesichts der langfristigen Natur solcher Projekte fangen die Maßnahmen gerade erst an, ihre Wirkung zu entfalten“, so Scurlock. Bislang sei nur ein kleiner Teil der Stimulierungspakete ausgegeben wurden, wobei Scurlock den Wert der Konjunkturprogramme, die bis jetzt im Markt angekommen sind, auf „höchstens 20 Prozent“ taxiert. Vor diesem Hintergrund geht er auch davon aus, dass Unternehmen wie BASF, Akzo, Linde und ArcelorMittal auch im Jahr 2010 und darüber hinaus von den Investitionsmaßnahmen profitieren werden.

Bankensektor schrumpft sich gesund
Auch bei Banken ist er optimistisch. Zwar gehörten die Institute zu den Branchen, die am heftigsten unter den Turbulenzen der vergangenen Jahre zu leiden hatten. „Das zwang die Branche aber auch dazu, schnell strukturelle Verbesserungen umzusetzen“, so Scurlock. Der Bankensektor sei der einzige Bereich, in dem Kapazitäten abgebaut und Kosten reduziert wurden, wodurch seitdem die Margen steigen. Zudem hätten viele der stärkeren Banken die Marktlage dazu genutzt, sich solide Anlagen zu Schnäppchenpreisen einzuverleiben. Auch die steigende Nachfrage nach Bankdienstleistungen, vor allem im Bereich der Kapitalbeschaffung, bei abnehmender Zahl der Wettbewerber sei von Vorteil, wie Scurlock anmerkt: „Banken, die Kapital zur Verfügung stellen können, haben dadurch eine gewisse Preismacht."

Technologie und Innovation punkten in verschiedenen Marktszenarien
Die Technologiebranche erwägt er als interessant, da sie zwar einer der größten Nutznießer des Wirtschaftswachstums sei, andererseits aber   nicht komplett von der konjunkturellen Entwicklung abhängt. Der Sektor besitze vielmehr eigene Produktzyklen, die nicht immer parallel zum Wirtschaftswachstum verlaufen, so Scurlock. „Es ist mitunter sehr beeindruckend, wie viel Umsatz selbst in Abschwungphasen mit dem Verkauf von neuen technischen Helfern und Zubehör erzielt wird. In einem Umfeld, in dem die Konsumnachfrage so unsicher ist wie heute, ist das ein großer Pluspunkt", begründet Scurlock sein Faible für entsprechende Werte.

Schwellenmärkte
Die Präferenz für Schwellenländermärkte gründet Scurlock unter anderem daraus, dass diese   schneller wachsen als die in den USA und Europa. Er sucht daher gezielt nach Unternehmen, die den Konsum in den Schwellenländern bedienen. Die Kombination aus wachsender Mittelschicht und steigendem verfügbaren Einkommen bewege die Verbraucher dazu, einerseits mehr Geld auszugeben und andererseits bessere Qualität und mehr Markenprodukte nachzufragen, so Scurlocks Conclusio. Zu den Nutznießern dieses Trends dürften ihm zufolge Luxusgüterhersteller wie Richemont und Burberry gehören. Ebenfalls profitieren könnte zudem die europäische Tourismusbranche, weil mehr Konsumenten aus den Schwellenländern nach Europa reisen werden, spekuliert Scurlock.
Eine weitere Anlagechance bieten ihm zufolge Titel, die von einer zyklischen Erholung profitieren, wie Export-, Zeitarbeits- oder Logistikunternehmen. „Personaldienstleister wie Adecco oder Randstad erhalten schlagartig Aufwind, sobald die Wirtschaft wieder Tritt fasst, weil die Unternehmen dann mehr Arbeitskräfte benötigen", so Scurlock.

Klimakompetenz des Finanzsektors ist gefragt  20.01.10
 

Mehr als der Hälfte der Privatkunden ist es wichtig, dass sich Finanzdienstleister aktiv für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel engagieren. Privat- und Geschäftskunden haben zum Teil erheblichen Informationsbedarf. Dies sind zentrale Ergebnisse der heute vom „Finanz-Forum: Klimawandel“ als Dialogpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vorgestellten Studie „Herausforderung Klimakompetenz: Kundenerwartungen an Finanzdienstleister“. Erstmals werden in der vom Sustainable Business Institute (SBI) und der GfK durchgeführten Studie etwa 1000 Privatkunden und etwa 500 Geschäftskunden nach ihren Erwartungen an die Klimakompetenz der Finanzdienstleister gefragt.

Hohe Erwartungen an „Klimakompetenz“ von Finanzdienstleister
Die befragten Privat- und Geschäftskunden messen den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel mehrheitlich eine sehr hohe Bedeutung bei. Zugleich haben sie auch sehr konkrete Erwartungen an die „Klimakompetenz“ von Finanzdienstleistern und deren Finanzangebote für den Klimaschutz. So sind die Kunden daran interessiert, wie Versicherungen Risiken des Klimawandels absichern und wie Banken und Sparkassen helfen, Investitionen in Klimaschutz und Energieeffizienz zu finanzieren. Und sie begrüßen Informationen zu Möglichkeiten, finanzielle Ziele der Geldanlage mit dem Anliegen des Klimaschutzes zu verbinden.
„Wir, die Mitglieder des „Finanz-Forum: Klimawandel“, sehen uns durch das Votum der Kunden bestätigt, unsere Kompetenzen zu den Themen Klimaschutz, Klimawandel und Anpassung an den Klimawandel auszubauen“, sagt Jan-Christian Dreesen, Sprecher des „Finanz-Forum und Vorstand der BayernLB.

In Bezug auf Klimawandel geht es um eine verbesserte Einschätzung von unmittelbaren Risiken für Gebäude und Infrastrukturen wie auch die land- und forstwirtschaftliche Produktion. Etwa ein Drittel der Privatkunden weiß nicht, gegen welche Naturgefahren ihre Immobilien versichert sind. „Das erstaunt mich – und es zeigt zugleich, welche wichtige Rolle die Versicherungswirtschaft auch bei der Aufklärung noch spielen kann“, so Professor Dr. Dr. Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung von MunichRe. „Wir sind sicher: Der Klimawandel ist eine Tatsache, und er wird auch hierzulande zu mehr Wetterextremen führen. In Deutschland dürften vor allem Sturzfluten nach Starkregen langfristig zunehmen – und dieses Risiko ist gut versicherbar. Neben Versicherungsschutz wirken Versicherer aber auch an schadenmindernden Maßnahmen mit.“
Die Studienergebnisse bestätigen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das „Finanz-Forum: Klimawandel“, gemeinsam nach neuen Dienstleistungen und Technologien für den Klimaschutz und die Anpassung an Klimaveränderungen zu forschen.

Appell an Finanzdienstleister
Finanzdienstleister können zur Beschleunigung der Umsetzung von Innovationen, zur Senkung der volkswirtschaftlichen Kosten des Klimaschutzes, zur Minimierung von wirtschaftlichen Risiken des Klimawandels und zu einer effizienten Anpassung an den Klimawandel einen wichtigen Beitrag leisten. Der Ausbau der Klimakompetenz des Finanzsektors ist daher auch unter volkswirtschaftlichen Aspekten von erheblicher Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit diesem Sektor ist daher ein wichtiges Element in der Hightech-Strategie zum Klimaschutz.

Hintergrundinfo „Finanz-Forum: Klimawandel“
Im Rahmen der Entstehung der Hightech-Strategie gründeten das BMBF im Oktober 2007 gemeinsam mit Vertretern der deutschen Finanz- und Versicherungswirtschaft das „Finanz-Forum: Klimawandel“ als zentrale Forschungs- und Dialogplattform für die effektive Unterstützung der Klimapolitik der Bundesregierung. Das Forum dient der Entwicklung und Umsetzung von Forschungsinitiativen. Ziel dieser Kooperation ist die weitere Mobilisierung des Finanzmarktes zur Beschleunigung der Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien.

Mitglieder des „Finanz-Forum: Klimawandel“ sind: Allianz SE, Altira AG, BayernLB, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V., Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, Deutsche Postbank AG, Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V., Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Munich Re, UniCredit Bank AG (HypoVereinsbank).

Die Studie und eine Zusammenfassung der Studienergebnisse kann unter der folgenden Webseite abgerufen werden: http://www.cfi21.org/Sustainable Business Institute (SBI) e.V.

J.P. Morgan: Ausblick auf Anleihenmärkte 2010   18.01.10
 J.P. Morgan Asset Management rechnet für das Jahr 2010 mit einem moderaten Wachstum der globalen Wirtschaft: "Unserer Einschätzung nach sollte die Erholung, die sich in der zweiten Jahreshälfte 2009 allmählich festigte, an Breite gewinnen", unterstreicht Michael Mewes, Leiter des Anleiheteams bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Mewes sieht verschiedene Faktoren für einen weiteren Aufschwung im Jahr 2010. Erstens seien die kurzfristigen Zinsen in den vergangenen 12 bis 18 Monaten weltweit drastisch gekürzt worden, was sich mit Verzögerung auf das Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes in den USA auswirken werde. Zweitens seien die Energiepreise seit Mitte 2008 gesunken und 2010 werde sich diese Entwicklung endlich auch auf die Verbraucherausgaben auswirken. Drittens fingen Unternehmen gerade erst an, ihre Lagerbestände wieder aufzubauen, so dass die Industrieproduktion weiteren Auftrieb erhalten sollte. Und viertens seien sie dank höherer Cashflows und besserer grundlegender Rentabilitätslage in einer guten Wettbewerbsposition: So seien ein Anstieg der Investitionsausgaben und eventuell sogar eine erneute Akquisitionswelle zu erwarten - vermutlich würden sogar bereits in diesem Jahr wieder neue Arbeitsplätze geschaffen. Diese Faktoren sollten nach Meinung von J.P. Morgan Asset Management den Grundstein für eine Erholung der Konsumentennachfrage im Verlauf des Jahres legen.

Die konjunkturelle Schere öffnet sich wieder
Mewes sieht für die globalen Märkte im Jahr 2010 zunehmend uneinheitliche Konjunkturtrends voraus. Zuletzt sei der Konjunkturverlauf weltweit relativ gleichförmig gewesen, und in vielen Ländern verliefen Beginn und Ende der Rezessionsphase fast synchron. Diese Entwicklung sei im Vergleich zu früheren Abschwüngen ungewöhnlich und dürfte nicht lange anhalten. "Wir gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Entwicklung der verschiedenen Regionen im Jahr 2010 zunehmend auseinanderlaufen wird. Anzeichen dafür sind bereits erkennbar. So beflügeln die günstige Liquidität und die unterbewerteten Währungen die asiatischen Volkswirtschaften". .

Innerhalb der Eurozone hätte sich bereits 2009 eine Schere
geöffnet: Während das Wachstum in Spanien und Griechenland im dritten Quartal erneut geschrumpft sei, verzeichneten Deutschland und Frankreich seit dem zweiten Quartal ein positives Wachstum.Schwächeren Volkswirtschaften mit ausgereizten Staatshaushalten, die ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht durch eine Abwertung der Währung zurückerlangen könnten, stünden Bonitätsherabstufungen und eine längere deflationäre Phase bevor. Die makroökonomischen Extremrisiken seien entsprechend hoch. Vor diesem Hintergrund seien 2010 sowohl Inflation als auch Deflation möglich, wobei vermutlich zunächst weiter stabil niedrige Inflationsraten dominieren sollten.

Roll-over-Risiko bei Anleihen
"Eine Wende an den Märkten im Jahr 2010 dürfte maßgeblich von den Anleihenmärkten ausgehen. 2009 konnten die Zentralbanken mit außergewöhnlichen geldpolitischen Maßnahmen die Risikobereitschaft wieder anfachen. Als Folge der Wertpapierkaufprogramme hielten Banken höhere Barbestände und waren gezwungen, diese in risikoreichere Anlagen zu investieren, sei es durch ein höheres Durations-, Kredit- oder Aktienrisiko. Im Verbund mit den historisch niedrigen Geldmarktzinsen bewirkten die Programme eine Umschichtung, die die Vermögenspreise und die Risikobereitschaft ansteigen ließ. Die Rechnung der Zentralbanken ging somit auf, eine Nebenwirkung ist jedoch die Fehlbewertung von Anleihen. Die realen Renditen liegen teilweise unter den potenziellen Wachstumsraten der Wirtschaft, was nahe legt, dass diese zu niedrig, und die Bewertungen zu hoch sind", schreibt J.P. Morgan Asset Management. Aus Anlegerperspektive sei entscheidend, wann und wie diese Bewertungsanomalien 2010 berichtigt würden. Den jüngsten Äußerungen der geldpolitischen Entscheidungsträger zufolge bereiteten sich die Zentralbanken in den USA und Großbritannien zwar auf einen Ausstieg aus der quantitativen Lockerung vor: "Mit einer Straffung der Geldpolitik ist vorerst jedoch noch nicht zu rechnen", erläutert Mewes. "Wir sehen dabei zwei potenzielle Problemfaktoren. Die durchschnittliche Laufzeit US-amerikanischer und britischer Anleihen hat sich in den letzten Jahren verkürzt. Gemäß Marktanalysen hat sich die durchschnittliche Laufzeit von US-Staatsanleihen von sechs Jahren im Juni 2001 auf knapp über vier Jahre im März 2009 verringert. Entsprechend nimmt das Roll-over-Risiko in einer Zeit höherer Haushaltsdefizite zu. Es ist mit umfangreichen Brutto-Emissionen zu rechnen, und die Renditen der Anleihen könnten deutlich ansteigen. Dies sollte weltweit weiter steile Zinskurven bedeuten, bis die Zentralbanken die Zinswende einläuten und dann eine rasche Verflachung der Kurve auslösen werden."

Vorerst keine Zinsstraffung in den G4-Ländern
Die Diskussionen über Ausstiegsstrategien und Zinserhöhungen durch die Zentralbanken werden nach Meinung von J.P. Morgan ohne Zweifel zunehmen. "Wir glauben jedoch nicht, dass die wichtigen Notenbanken zu einer aggressiven Straffung übergehen werden", betont Mewes. "So dürfte den Währungshütern die Gefahr einer W-förmigen Konjunkturentwicklung, der so genannten Double-Dip-Rezession, nur allzu bewusst sein. Zudem bezweifeln wir, dass es einen Masterplan für den Ausstieg aus den umfangreichen quantitativen Lockerungsprogrammen gibt." Allerdings hat die Fed bereits drei Kriterien für eine Zinserhöhung vorgestellt: Ressourcenauslastung, Inflation und Inflationserwartungen. Diese Faktoren könnten aber zueinander in Widerspruch treten, wenn die Ressourcenauslastung niedrig bleibe und die Gesamtinflation 2010 ansteigen sollte. "Wir gehen davon aus, dass die Fed Vorsicht walten lässt und den US-Tagesgeldsatz vorerst nicht anhebt", so Mewes. Die Bank of Japan dürfte nach Meinung der Experten ihr quantitatives Lockerungsprogramm indes ausweiten. Sie habe im Dezember bereits zehn Billionen JPY in die Märkte gepumpt. Weitere Liquiditätsspritzen und Staatsanleihenkäufe seien wahrscheinlich, allerdings sei Japan auch in die Deflation zurückgefallen.
"Die Europäische Zentralbank (EZB) hat jüngst erste Schritte unternommen, um die Bereitstellung von Liquidität allmählich zurückzufahren. Obwohl dies darauf schließen lässt, dass die Bank den Weg für eine Straffung bereitet, stehen unseres Erachtens keine unmittelbaren Zinserhöhungen bevor. Das Wachstum der Eurozone wird 2010 voraussichtlich wenig Dynamik gewinnen. Dabei ist weiterhin mit deutlichen Unterschieden zwischen den verschiedenen Mitgliedstaaten zu rechnen. Selbst wenn die Entscheidungsträger der EZB diesem Faktor wenig Gewicht beimessen, sind die Argumente für eine Straffung angesichts der starken Währung und des gemäßigten Wachstums- und Inflationsausblicks unzureichend", schreibt die Fondsgesellschaft. Die Märkte erwarteten Zinserhöhungen der Fed, EZB und Bank of England (BoE) ab Mitte 2010. Schwaches Wachstum, niedrige Inflation und restriktivere Haushaltspolitik könnten diese Notenbanken aber von einer solchen Straffung abhalten.

Opportunitäten nutzen
In diesem Umfeld biete es sich laut Anleihenexperte Mewes an, variabel positioniert zu sein. So ließen sich die verschiedenen Chancen nutzen, die sich in den unterschiedlichen Rentensektoren bieten würden.
Barings: Für den Einstieg in Emerging Markets ist es noch nicht zu spät  18.01.10
 

2009 war ein herausragendes Jahr für Emerging Markets. In Euro ist der MSCI EM Index um 69 Prozent gestiegen, wie Morningstar errechnet hat. Doch trotz der beeindruckenden Gewinne in 2009 glauben die Kapitalmarktexperten von Barings, dass es immer noch Raum für Kurssteigerungen geben wird und die Emerging Markets die entwickelten Länder in 2010 outperformen werden. Der wirtschaftliche Ausblick auf die Emerging Markets sei beeindruckend, gerade im Vergleich mit dem glanzlosen Wachstum der entwickelten Märkte. Der Internationale Währungsfonds IWF prognostiziert in seinem Bericht aus Oktober 2009 ein BIP-Wachstum von 1,7 Prozent in 2009 für die Emerging Marktes und sogar ein Anstieg auf 5,1n Prozent in 2010. Im Vergleich dazu liegen die Erwartungen für die entwickelten Länder bei -3,4 Prozent in 2009 und einer Erholung mit 1,3 Prozent in 2010.
Der Unterschied zwischen Emerging Markets und den entwickelten Märkten könnte größer nicht sein, wie die Barings-Experten anmerken. Die entwickelten Länder würden einen langen Prozess von ökonomischen Restrukturierungen und Reformen durchleiden. Im Gegensatz dazu durchliefen die Emerging Markets eine signifikante Krise vor zehn Jahren und seien jetzt in einem guten Zustand mit Leistungsbilanzüberschüssen und starker fiskaler Position. Durch die Kombination von Urbanisierung, Industrialisierung und günstigen demographischen Faktoren erwarten die Barings-Experten für die Emerging Markets einen langanhaltenden wirtschaftlichen Aufstieg. Gerade in den Emerging Markets würden sich die Prognosen für Unternehmensgewinne recht schnell verbessern und erholen, was sich als sehr vorteilhaft für die Aktienmärkte herausstelle.

Eigene Positionierung – Übergewichtung in China
In den hauseigenen Fonds haben die Barings-Experten derzeit China übergewichtet, wo sie in Unternehmen investieren, die von steigenden Vermögenswerten begünstigt werden, wie Banken, Versicherungen und Immobilienwerte. Zudem gehen die Barings-Experten davon aus, dass es immer noch Potential für Konsumsteigerungen gibt, weshalb sie Aktien aus dem Konsumgütersektor halten. Ein kürzlicher Kauf für das Portfolio ist Ctrip, ein chinesisches Online Reisebüro, bei dem die Barings-Experten davon ausgehen, dass es von den steigenden Tourismusausgaben profitieren wird.

Russland verspricht Potenzial
Auch Russland sehe auch sehr attraktiv aus. Die Marktschwäche in 2009 haben die Barings-Experten als Kaufgelegenheit ergriffen und erwarten, dass sich das BIP-Wachstum wieder zwischen 5 und 6 Prozent einpendelt, wie in den Jahren 1998 und 2007, was den Markt positiv beeinflussen dürfte.

Aussichtsreiches Länder-Trio
Drei andere Länder, welche die Barings-Experten im Moment für aussichtsreich halten, sind Indonesien, Türkei und Brasilien, wenngleich sie im Moment auch vorsichtig im Hinblick auf die kurzfristigen Bewertungen in Brasilien sind. In den letzten 10 bis 15 Jahren hätten diese drei Länder funktionierende Demokratien aufgebaut. Auch hätten sich Inflationsrate und Zinsen durch ökonomische, politische und legale Reformen in diesen Ländern reduziert. Die Barings-Experten erwarten einen Anstieg der Konsumausgaben. Die Verschuldung der Bevölkerung mit Konsumentenkrediten sei gering, auch im Vergleich zu anderen Emerging Markets. Die Barings-Experten sehen auch einen Anstieg in der Vergabe von Hypothekendarlehen und Automobilkrediten. Deshalb halten sie auch Banken und Werte aus dem Konsumgütersektor in den hauseigenen Portfolios. Umgekehrt sind sie sehr selektiv, was die exportorientierten Werte angeht und haben deshalb Osteuropa und Taiwan untergewichtet.Zusammenfassend sind die Barings-Experten der Auffassung, dass es Raum für weitere Kurssteigerungen in den Emerging Markets geben wird und die entwickelten Märkte auch in 2010 outperformen werden. Für alle diejenigen, die den Einstieg noch nicht gewagt haben: Es ist noch nicht zu spät, so die Barings-Experten.

Diversifikation allein reicht nicht aus"  18.01.10
  „Der Aufbau eines sinnvoll und angemessen diversifizierten Portfolios gilt als Basisdisziplin für all jene Anleger, die einen dauerhaften und kontinuierlichen Anlageerfolg anstreben. Nach Ansicht von Lothar Eller, Fondsmanager des Pellucida Multi Asset Fund und Geschäftsführer der Schweizer Vermögensverwaltung "Vermögens-Manufaktur", hat jedoch das Ausnahmejahr 2008 die Grenzen und Risiken vieler Modelle aufgezeigt. In einer aktuellen Studie hat Eller deshalb jene Annahmen auf den Prüfstand gestellt, die bis dahin als Standard galten. Dabei geht es ihm in erster Linie um die Frage, ob die Diversifikation über Märkte allein ausreichend ist, um der zunehmenden Volatilität an den Finanzmärkten künftig gerecht zu werden. Lesen Sie nachfolgend seine Einschätzung:

„Wenn es möglich wäre, aus allen verfügbaren Finanzanlagen die profitabelste ausfindig zu machen, dann würde jeder rational denkende Anleger dort sein ganzes Geld investieren. Allerdings nur dann, wenn er sicher sein kann, dass diese Anlage auch in Zukunft die profitabelste bleibt. Da es diese Sicherheit leider nicht gibt, neigen Anleger bereits seit dem Altertum rein intuitiv dazu, ihr Geld über verschiedene Anlagen zu streuen. Heutzutage wird dies als Diversifikation bezeichnet. Wissenschaftlich hat sich Harry Markowitz bereits 1952 in seiner Arbeit „Portfolio Selection“ dem Thema Diversifikation gewidmet. Er kam zu dem Schluss, dass ein richtig diversifiziertes Portfolio aus langfristig profitablen Einzelanlagen ein geringeres Risiko aufweist als jedes Investment in eine der Einzelanlagen allein. Die Arbeit von Markowitz bildet den Ausgangspunkt für die „Moderne Portfoliotheorie“, die im Vermögensmanagement weit verbreitet ist und auch die Grundlage des passiven Investmentansatzes bildet.

Passiver Investmentansatz
Der passive Investor geht davon aus, dass er sein Kapital nur über verschiedene, möglichst unabhängige Anlageklassen, wie Aktien, Rohstoffe und Renten, streuen muss, um langfristig eine angemessene Rendite bei vertretbarem Risiko zu erzielen. Er verzichtet auf aktive Anlagestrategien wie zum Beispiel das Timing. Als Risiko- und Money- Management wird dem passiven Investor neben der Diversifikation das so genannte Rebalancing empfohlen. Der passive Investmentansatz erscheint auf den ersten Blick genial einfach zu sein. Aber macht er ein Portfolio wirklich wetterfest? Ist das wirklich alles was ein Anleger tun kann? Welche Annahmen müssen erfüllt sein, damit dieser Ansatz funktioniert. Und sind diese Annahmen realistisch?

Rebalancing
Unter „Rebalancing“ wird das periodische Wiederherstellen der ursprünglichen Risikostruktur eines Portfolios verstanden. Durch die unterschiedlichen Renditen der einzelnen Portfoliobestandteile verschiebt sich im Zeitablauf die Gewichtung der einzelnen Komponenten. In regelmäßigen Abständen, meist alle 12 oder 24 Monate, wird von den Positionen mit höherer Rendite in die Positionen mit niedrigerer Renditeumgeschichtet, bis die ursprüngliche Gewichtung wieder hergestellt ist. Rebalancing impliziert allerdings eine antizyklische Anlagestrategie, was die Annahme zu Grunde legt, dass sich die in der Vergangenheit renditeschwächeren Investments in Zukunft besser als die bisher renditestarken Positionen entwickeln. Das Rebalancing macht den passiven Ansatz natürlich auch ein Stückweit aktiv, denn der Anleger muss ja immer wieder Transaktionen durchführen und damit auch Transaktionskosten zahlen.

Wechselkursrisiken
Neben der Diversifikation über unterschiedliche Märkte sollte der Anleger bei Fremdwährungsanlagen auch auf eine Diversifikation im Währungsbereich achten. Man sollte beachten, dass die meisten Rohstoffe und damit auch der CRB-Index in US-Dollar notiert werden und somit eine Kombination mit dem US-Aktienmarkt zu einem Klumpenrisiko im US-Dollar führt. Wer dann noch Gold und Silber als Inflationsschutz hinzufügt, verstärkt die Abhängigkeit vom US-Dollar weiter.

Alles steigt langfristig?
Eine Voraussetzung, die bei der modernen Portfoliotheorie und auch beim passiven Investmentansatz erfüllt sein muss, ist die Annahme, dass jede eingesetzte Anlageklasse langfristig steigt. Hier ist langfristig sicher ein sehr dehnbarer Begriff. Viele Anleger empfinden 10, 15 oder 20 Jahre schon als sehr langfristig. In der Theorie müssen mittlerweile längere Zeiträume herangezogen werden, um die Annahme aufrecht zu erhalten. Betrachtet man beispielsweise den deutschen Aktienmarkt gemessen am DAX, so lassen sich mittlerweile 10-Jahres-Zeiträumefinden, in denen ein Anleger in diesem Markt Verluste gemacht hätte. Ein weiteres Beispiel ist der japanische Aktienmarkt. Bei einem Investment in den japanischen Index Nikkei 225 besteht selbst nach 20 Jahren die Möglichkeit, noch auf Verlusten zu sitzen. Hier wird die Leidensfähigkeit der Anleger sicher auf eine harte Probegestellt. In der Zeit als Markowitz seine Arbeit veröffentlichte, waren derart lange Verlustphasen an den Aktienmärkten noch nicht aufgetreten. Allerdings sollte niemand davon ausgehen, dass ein Ereignis, welches bisher nicht aufgetreten ist, zukünftig nicht auftreten kann. Wer nicht davon ausgeht, dass jede Anlageklasse im betrachteten Anlagezeitraum steigt, wird das Rebalancing deutlich kritischer sehen. Wenn eine oder mehrere Anlageklassen einen lang andauernden Abwärtstrend aufweisen, verstärkt Rebalancing die negativen Auswirkungen, indem immer wieder neues Geld in diese Anlageklasse investiert wird, welches aus den profitablen Anlageklassen abgezogen wird. Die alte Börsenweisheit: „Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen“ wird dadurch ins Gegenteil verkehrt.

Psychologische Hindernisse
Auch aus psychologischer Sicht ist das passive Investieren nicht einfach durchzuhalten. Viele Anleger betrachten ihr Portfolio nicht als Ganzes, sondern bilden so genannte „mentale Konten“ für jedes Einzelinvestment und orientieren sich an ihren Einstiegspreisen. Dies führt häufig dazu, dass der Anleger in der Krise seinen passiven Ansatz nicht durchhält und die stark gefallenen Positionen in Panik nahe dem Tiefpunkt abstößt. Hier wäre es sicher vorteilhaft, Verluste zu begrenzen und damit auch den Stress des Anlegers zu reduzieren. Obendrein zeigen Untersuchungen, dass bei Anlegern ein Verlust schwerer wiegt als ein Gewinn in gleicher Höhe. Man spricht hier von Verlustaversion. Wer in Kundenauftrag Vermögen betreut, tut gut daran Kapitalrückgänge niedrig zu halten, wenn er seine Kunden dauerhaft halten will. Außerdem sollten große Verluste in jeder einzelnen Position des Kundendepots tunlichst vermieden werden.

Veränderte Finanzmärkte
Die zunehmende Dynamik an den Finanzmärkten, wo sich beispielsweise zwei große Abwärtsbewegungen in den letzten 10 Jahren ereigneten, machen reine Kauf-Halte-Strategien zum Glücksspiel. Der Ausgang wird stark vom Ein- und Ausstiegszeitpunkt abhängig. Und es ist nicht unbedingt damit zu rechnen, die Dynamik an den Finanzmärkten wieder abnimmt und das Niveau der guten alten Zeit erreicht. Ebenfalls ist zu beobachten, dass sich die Entwicklungen an den Aktienmärkten verschiedener Länder immer mehr angleichen. Wenn die US-Aktienmärkte fallen, so fallen auch die Aktienmärkte in Europa und Asien. Früher war diese Tendenz nicht so ausgeprägt, so dass eine Diversifikation über Ländergrenzen wirkungsvoller war. Ein weiteres Problem tritt in Krisenzeiten auf. Dann neigen viele Finanzmärkte dazu im Gleichschritt in die Tiefe zu rasen. Und damit verliert die Diversifikation gerade dann ihre Wirkung, wenn der Anleger sie am meisten braucht. Das wurde auch im Krisenjahr 2008 im besonderen Maße deutlich. Rendite und Risiko messen Bevor man sich die Anlageergebnisse der Beispiele ansieht, sollte man sich über die Kriterien zu deren Beurteilung Gedanken machen. Unstrittig ist sicher, dass neben der Rendite auch das Risiko einbezogen werden sollte. Meist ist es so, dass ein mehr an Rendite, durch ein höheres Risiko erkauft werden muss. Während die Rendite sich mit der durchschnittlichen Rendite (geometrisch) pro Jahr noch recht eindeutig bestimmen lässt, sind die Kennzahlen zur Quantifizierung des Risikos vielfältiger. In der Wissenschaft wird normalerweise die Standardabweichung der Renditen als Maß für das Risiko einer Anlage herangezogen. Allerdings trifft die Betrachtung nicht immer den Kern. Stellen Sie sich beispielsweise zwei Kapitalanlagen vor: die eine hat eine konstante Rendite von drei Prozent in jeder Zeitperiode und die zweite hat in acht von zehn Fällen ebenfalls eine Rendite von drei Prozent je Zeitperiode. Jedoch hat die zweite Anlageform in zwei Zeitperioden eine Rendite von sechs Prozent. Die Standardabweichung der Rendite der zweiten Kapitalanlage ist damit höher als die erste. Aber ist das Risiko dadurch wirklich größer? Das Problem dieses Risikomaßes ist, dass auch positive Abweichungen als Risiko angesehen werden.
Den Anleger interessiert normalerweise nicht, ob seine Rendite vom Durchschnitt abweicht. Er möchte nichts von seinem Kapital verlieren. Hier ist der maximale Kapitalrückgang in Prozent sicher ein Maß, was dem Risikoempfinden des Anlegers näher kommt. Der maximale Kapitalrückgang stellt den größten Rückgang des Kapitals von einem zuvor erreichten Höchststand dar. Oder anders ausgedrückt, es ist der größte Verlust, der entsteht, wenn der Anleger den schlechtesten Ein- und Ausstiegszeitpunkt im Betrachtungszeitraum gewählt hätte.
Um die Rendite ins Verhältnis zum Risiko zu setzen, sind die Sharpe-Ratio und das MAR-Ratio mehr oder weniger gängige Kennzahlen. Die Sharpe-Ratio stellt die jährliche Rendite minus den risikolosen Zins ins Verhältnis zur anualisierten Volatilität der Renditen. Das MAR-Ratio ergibt sich aus dem Verhältnis von jährlicher Rendite zu maximalen Kapitalverlust.

Die Testbedingungen
An einer Reihe von einfachen Beispielen soll die Wirkungsweise und die zu erzielende Rendite, sowie das Risiko verschiedener Ansätze betrachtet werden. Zu diesem Zweck werden 100.000 Euro jeweils ab dem 1. Januar 1998 investiert und die Entwicklung bis zum 1. November 2009 betrachtet. Dabei wird die Wertentwicklung von ETFs auf der Basis des zugrunde liegenden Indizes simuliert, da es zum Startzeitpunkt noch keine ETFs für die betrachteten Märkte gab. Selbstverständlich wird eine für den jeweiligen ETF übliche Verwaltungsgebühr, sowie Transaktionskosten einberechnet. Für den Aktienmarkt wurde der DAX, für den Rentenmarkt der REX und für den Rohstoffbereich der CRB verwendet. Während beim DAX und REX kein Währungsrisiko für Anleger aus dem Euroraum auftritt, hat beim CRB, wie zum Beispiel auch bei Gold, Silber und Platin, nicht nur die Preisentwicklung der Rohstoffe, sondern auch die Wechselkursentwicklung von Euro zu US-Dollar einen Einfluss auf das Ergebnis. Der Geldmarkt wird durch ein Eonia-ETF abgebildet.

Jede Anlageklasse für sich betrachtet
Wer im Betrachtungszeitraum nur in ein DAX-ETF investiert hatte, erzielte eine durchschnittliche Jahresrendite von 1,63 Prozent und hatte dafür mit einem zwischenzeitlichen Kapitalrückgang von -73 Prozent sicher die ein oder andere schlaflose Nacht. Er wird sicher neidisch auf den REX geschaut haben, der eine Rendite p. a. von 5,08 Prozent erzielte und das bei einem maximalen Kapitalrückgang von nur -5,53 Prozent. Am schlechtesten erging es sicher dem reinen Rohstoff-Investor, er verlor sogar jährlich 1,55 Prozent. Hier hat der Verfall des US-Dollar zu dem Verlust geführt. In US-Dollar gerechnet wäre immerhin ein Jährlicher Zuwachs von 0,81 Prozent zustande gekommen.
 

 

 

Ein Mix aus Anlageklassen
Im nächsten Schritt betrachten wir die Ergebnisse eines diversifizierten Portfolios aus allen drei Anlageklassen. Wir investieren jeweils 30 Prozent in einen DAX-, einen REX, und einen CRB-ETF. Weitere zehn Prozent werden am Geldmarkt in ein Eonia-ETF investiert. Bei dieser Portfolio-Zusammensetzung wurde ohne Rebalancing eine Rendite p. a. von 2,27 Prozent erzielt und der maximale Kapitalverlust lag bei -25,94 Prozent. Durch die Streuung konnte eine Rendite erzielt werden, die über einen reinen DAX oder CRB Investment liegt. Auch der maximale Kapitalrückgang wurde gegenüber diesen beiden Anlageklassen deutlich reduziert. Allerdings wäre der Anleger mit einem Investment in einen Eonia-ETF mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 3,09 Prozent noch deutlich besser gefahren.
Auch wenn das Portfolio jeweils zum Jahresanfang neu rebalanciert wird, führt dies nicht zu deutlichen Verbesserungen bei der Rendite oder zur Risikoreduktion. Die Rendite steigt zwar auf 2,52 Prozent pro Jahr, dafür erhöht sich auch der maximale Kapitalverlust auf -28,38 Prozent. In diesem Beispiel hat Rebalancing also nicht zu einer deutlichen Verbesserung der Rendite-Risiko-Relation geführt.

Verlustbegrenzung durch Stopps
Als nächstes nutzen wir neben dem Rebalancing auch noch einen nachgezogenen 10-Prozent-Stopp zur Verlustbegrenzung. Wird eine Anlageklasse im Laufe des Jahres ausgestoppt, so wird das Geld bis zum Rebalancing am Jahresanfang in Eonia-ETFs investiert. Am Jahresanfang wird dann die ursprüngliche Aufteilung in den Anlageklassen wieder hergestellt. Mit einer Rendite von 4,38 Prozent und einem maximalen Kapitalrückgang von nur -6,84 Prozent hat sich die Begrenzung der Verluste durchaus bezahlt gemacht.

Einfache Trendfolge-Strategie
Bei unserem letzten Beispiel ersetzen wir das Rebalancing durch eine trendfolgende Methodik aus der Technischen Analyse. Um nicht den Anschein von nachträglicher Optimierung zu erwecken, verwenden wir mit dem 200-Tage-Durchschnitt den wohl bekanntesten Indikator aus der Technischen Analyse. Sobald der Kurs einer Anlageklasse über den Durchschnitt verläuft, werden 30 Prozent des Kapitals investiert. Wenn der Kurs wieder unter den Durchschnitt fällt oder der nachgezogene 10-Prozent-Stopp erreicht wird, wird wieder in den Geldmarkt, sprich das Eonia-ETF umgeschichtet. Mit diesem Ansatz liess sich mit begrenzten Aufwand, eine Rendite von immerhin 7,13 Prozent erwirtschaften, und das bei einem vergleichsweise niedrigen maximalen Kapitalrückgang von -6,63 Prozent.

Sicher ist der 200-Tage-Durchschitt keine optimale Lösung, da es beispielsweise in ausgedehnten Seitwärtsphasen zu einigen Fehlsignalen kommt. Aber hier sind bereits Methoden verfügbar, die solche Schwachstellen deutlich reduzieren. Auch wurde in diesem Beispiel nur auf steigende Kurse gesetzt und die Möglichkeiten, die Short-ETFs eröffnen nicht berücksichtigt.  

 

Resümee

Die Beispiele zeigen, dass sich durch gezielte Verlustbegrenzung, die Rendite steigern und das Risiko reduzieren ließ. Die Verwendung einer trendfolgenden Ein- und Ausstiegsstrategie anstelle des eher antizyklisch wirkenden Rebalancings hat zu einer deutlichen Renditesteigerung bei gleichzeitig erheblich verbesserten Risikokennzahlen geführt. Sicher kann behauptet werden, dass diese Ergebnisse Zufall sind, doch haben wir eine Reihe weiterer Test über längere Zeiträume und mit mehr Märkten durchgeführt, die diese Ergebnisse bestätigen. Hier lassen sich mit moderner Software schnell eigene Ideen überprüfen. Jeder sollte seine Strategie testen, bevor er danach sein Geld oder das Geld seiner Kunden investiert.

Diversifikation 2.0

Grundsätzlich soll an dieser Stelle nicht die Vorteilhaftigkeit von Diversifikation in Frage stellt werden, sondern viel mehr hinterfragt werden, ob Diversifikation über Märkte allein ausreichend ist, um der zunehmenden Volatilität an den Finanzmärkten gerecht zu werden. Neben der Diversifikation erscheint der Einsatz von Stopps sinnvoll. Wer aktive Strategien einsetzt, sollte nicht nur über die Anlageklassen diversifizieren, sondern auch ein Bündel von Strategien mit einem positiven Erwartungswert einsetzen. Denn auch Anlagestrategien können temporär versagen und dann hilft ein Strategie-Portfolio, den Anlageerfolg zu verstetigen. Eine Diversifikation über verschiedene Handelstaktiken und auch Zeitebenen kann zu einer deutlich verbesserten Rendite-Risiko-Relation führen. Und ETFs eignen sich schließlich nicht nur zum passiven Investieren, sondern bieten auch für aktive Investoren einen Mehrwert.  

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Der Pellucida Multi Asset Fund (LU0332906832) der Vermögens-Manufaktur verbindet ein flexibles vermögensverwaltendes Anlagekonzept mit dem systematischen Einsatz von 22 Trendfolgestrategien über 45 Märkte hinweg, die über das hauseigene Handelssystem TrendPower gescreent werden. Investiert wird je nach Marktlage in die Anlageklassen Aktien-, Rohstoff-, Devisen- und Geldmarkt. Allerdings nicht über Managed Futures oder Einzelaktien, sondern mit Blick auf die Kosten über Exchange Traded Funds (ETFs). Fondsmanager Lothar Eller betreut das Portfolio seit Ende 2008 alleinverantwortlich. Das von ihm und seinem Geschäftspartner Oliver Paesler entwickelte Handelssystem ist seit Mai 2009 im Einsatz.

BVI: Investmentfonds punkteten 2009 auf breiter Front  18.01.10
 

Investmentfonds-Anleger konnten sich im Jahr 2009 über attraktive Renditen in allen Anlageklassen freuen. Besonders mit Aktienfonds ließen sich Wertsteigerungen im zweistelligen Prozentbereich erzielen. Aber auch Rentenfonds erwirtschafteten Renditen, die meist deutlich über den Marktzinsen lagen. Besonders ragten spezielle Segmente wie Unternehmensanleihen- und Emerging-Market-Rentenfonds hervor. Offene Immobilienfonds verzeichneten über alle Zeiträume solide Resultate. Dies geht aus der aktuellen Wertentwicklungsstatistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management per 31. Dezember 2009 hervor.

Aktienfonds
Trotz eines schwachen ersten Quartals 2009 sind die Zwölf-Monatsergebnisse von deutschen, europäischen und internationalen Aktienfonds sehr erfreulich. So konnten Aktienfonds Deutschland im Schnitt mit einem Plus von 27,3 Prozent die DAX-Performance (23,8) um 3,5 Prozentpunkte übertreffen. Während der europaweite DJ Stoxx 50 um 24,9 Prozent und der Euroraumindex Euro Stoxx 50 lediglich um 21,0 Prozent anstiegen, legten europaweit investierende Aktienfonds im vergangenen Jahr um 29,9 Prozent zu. Aktienfonds, die global investieren, erzielten im Schnitt 27,3 Prozent; der MSCI-World-Index blieb gut vier Prozentpunkte darunter. Aktienfonds zeigen jetzt auch wieder ihre langfristige Stärke: Über 30 Jahre erwirtschafteten Aktienfonds, die in Deutschland anlegten, im Mittel eine Jahresrendite von 8,5 Prozent Rendite. Eine Einmaleinlage von 10.000 Euro in Aktienfonds Deutschland verdreifachte sich im 20-Jahreszeitraum (29.740 Euro). Im 30-Jahreszeitraum konnte sich diese Anlage mehr als verzehnfachen (116.010 Euro).

Regionenfonds
Spezielle Regionenfonds verbuchten in den vergangenen zwölf Monaten glänzende Wertzuwächse: Aktienfonds mit Schwerpunkt Osteuropa erwirtschafteten 80,8 Prozent und Aktienfonds mit Schwerpunkt Emerging Markets 68,3 Prozent. Im Fünf-Jahreszeitraum verbuchten Aktienfonds Osteuropa ein jährliches Plus von 9,0 Prozent und Aktienfonds Emerging Markets von 10,8 Prozent pro Jahr.

Euro-Mischfonds
Euro-Mischfonds, die je nach Marktlage ihren Anteil an Aktien und verzinslichen Wertpapieren im Fondsvermögen variieren, profitierten auf Jahressicht von steigenden Aktien- und Rentenkursen. Ihre Wertzuwächse betrugen im vergangenen Jahr im Schnitt 11,6 Prozent. Über 20 Jahre wurden Renditen von 5,7 Prozent pro Jahr erreicht, über 30 Jahre lagen die Resultate im Mittel bei 7,6 Prozent pro Jahr.

Rentenfonds
Das rückläufige Zinsniveau führte bei Anleihen 2009 zu steigenden Kursen. Der Wert von Rentenfonds mit Anlageschwerpunkt Euro erhöhte sich im Jahr 2009 im Schnitt um 6,2 Prozent. Mit Blick auf langfristige Anlagezeiträume ergab sich ein Plus von 5,8 Prozent pro Jahr nach 20 Jahren und von 6,3 Prozent pro Jahr nach 30 Jahren. Rentenfonds mit internationalem Schwerpunkt erzielten im Berichtsjahr eine beachtliche Rendite von 7,9 Prozent und überzeugten auch über einen 30-Jahreszeitraum mit 6,6 Prozent pro Jahr. Mit Unternehmensanleihen- und Emerging-Market-Rentenfonds profitierten Investoren in 2009 von einer Wertsteigerung in Höhe von 21,5 bzw. 20,7 Prozent.

Geldmarktfonds
Geldmarktfonds bieten die Möglichkeit, Kapital kurzfristig zu parken. Der Wert von klassischen Geldmarktfonds mit Anlageschwerpunkt Euro erhöhte sich im Jahr 2009 im Schnitt um 1,5 Prozent.

Offene Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds verbuchten in allen Anlagezeiträumen mit einer beständigen Wertentwicklung stetige Zuwächse. So resultierte beispielsweise aus einer Einmalanlage von 10.000 Euro vor 20 Jahren ein Endvermögen von 27.380 Euro. Dies entspricht einer jährlichen Steigerung von im Schnitt 5,2 Prozent.

Ökoworld: Wasserfonds gewinnt über 30 Prozent  15.01.10
 Trinkwasser ist ein wertvolles Gut und sein Bedarf steigt ständig. Zwar ist Wasser weltweit im Überfluss vorhanden, nutzbar ist indes nur ein Bruchteil. Gründe dafür sind unter anderem Bevölkerungswachstum, Verschmutzung, Verschwendung und industrielle Produktion.
Im Jahr 2008 hat die nachhaltige Kapitalanlagegesellschaft Ökoworld Lux S.A. den nachhaltigen Wasserfonds Ökoworld Water For Life (WKN A0NBKM) aufgelegt. Ziel des Fondsmanagements: Beste Renditen mit den ökologisch führenden Unternehmen des Wassersektors. Dabei werden ausschließlich Werte in das Portfolio aufgenommen, die (passend zum Thema Wasser) glasklar definierte Kriterien an die ökologische, soziale und makroökonomische Nachhaltigkeit erfüllen. Zu den Top-10-Holdings gehören derzeit unter anderem Manila Water ( Philippinen), Kurita Water (Japan) und American Water Works (USA).

Vorbildliches Wassermanagement und hohe Effizienz in der Wassernutzung stehen im Fokus, um das vorhandene Wasser wieder in „Blaues Gold“ zu verwandeln und auch entsprechend sorgfältig mit dem wertvollen Nass umzugehen. Aus Performancesicht konnte der Water For Life Fonds im letzten Jahr überzeugen. Während der Dow Jones im Jahresverlauf 19 Prozent zulegte und der DAX 24 Prozent, generierte der Water For Life ein Plus von 33,4 Prozent.
„Das ist eine Bestätigung für vorausschauende Anleger“, so Ralph Prudent, Geschäftsführer der Ökoworld Lux S.A. Repräsentanz GmbH. Die Aussichten bleiben ihm zufolge positiv, da die globale Wasserversorgung stetig großen Bedarf an neuem Kapital habe. „Größte Chancen am expandierenden Wassermarkt werden den Unternehmen eingeräumt, deren Technologien und Produkte bei der Ver- und Entsorgung von Wasser benötigt werden. Aber auch Wasserinfrastruktur und Wasserrecycling werden enorm profitieren. Denn Wasser ist Leben“, so Prudent.
 
Die Ökoworld Lux S.A. ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der seit 1999 börsennotierten versiko AG.

Saxo Bank warnt vor Turbulenzen: 2010 ist Jahr der Reflation  15.01.10
 

Saxo Bank prognostiziert in ihrem jährlichen Finanzmarktausblick, dass 2010 ein Jahr der Reflation sein wird. Einerseits werden die positiven Trends, die in der zweiten Jahreshälfte 2009 zu beobachten waren, bis weit in das neue Jahr anhalten. Andererseits sehen die Analysten des Strategieteams jedoch eine Reihe struktureller Probleme vor uns liegen, die 2010 für entsprechende Turbulenzen sorgen könnten.  

Ein wichtiger Treiber für globale Marktturbulenzen in 2010 dürfte ein kräftiger Rückgang der Wirtschaftsaktivität in China sein, wenn das sogenannte „investmentgetriebene" Exportmodell auf eine nachlassende Nachfrage in den westlichen Industrieländern stößt. Die chinesischen Exporte sind im vergangenen Jahr um fast 20 Prozent eingebrochen. Jetzt sind die Augen der Welt genauso gebannt auf China als Wachstumshoffnung gerichtet wie 1988 auf Japan.  

David Karsbøl, Chefvolkswirt bei Saxo Bank, äußerte sich hierzu bei einem Pressegespräch in Frankfurt am 12. Januar 2010 wie folgt: „Die aktuelle Verbesserung der BIP-Daten und Verbraucherstimmung an den Finanzmärkten ist nicht realer als der spekulative Boom, der durch das leichte Geld in den Jahren 2003 bis 2006 begünstigt wurde. Die Industrieländer werden seit Mitte der 1990er Jahre von kreditinduzierten Blasen dominiert, und bei jeder auftretenden Schwierigkeit bzw. Krise wird versucht, dieser mit Zinssenkungen und Schuldenaufnahme zu begegnen. Das Problem dabei ist, dass es einer exponentiellen Zunahme der Stimuli bedarf, um diesen Kreislauf in Gang zu halten. Niedrige Zinsen haben neben wilder Spekulation und moralischer Versuchung Über- und Fehlinvestitionen begünstigt und dabei zu einer Schuldenlast geführt, die nicht mehr bedienbar ist."  

„Um die Schulden nachhaltig zu reduzieren und wieder bedienbar zu machen, benötigen wir jetzt einen Abbau der Verschuldung – also „Deleveraging" – und Ausfälle. Es ist nur leider so, dass jede staatliche Bemühung um Wirtschaftsstimulierung dem Wandel zu langfristiger Nachhaltigkeit im Weg steht und somit die Krise nur in das Jahr 2010 hinein verlängern wird", so Karsbøl weiter.

VCH setzt auf Geothermie  14.01.10
 Ob im Zusammenhang mit dem Kopenhagener Klimagipfel oder im Vorfeld des World Economic Forum in Davos – viel wird derzeit über Investitionen in Klimaschutz und erneuerbare Energien gesprochen. Oft stiefmütterlich behandelt wird dabei die Energiequelle Geothermie. Zu Unrecht, denn gerade Geothermie ist ein wachstumsstarker Zukunftsmarkt. So soll sich das globale Geothermie-Marktvolumen von 10 Gigawatt in 2008 bis zum Jahr 2020 auf rund 25 Gigawatt mehr als verdoppeln. Dementsprechend große Anlagechancen bieten sich hier.

Allerdings: "Die Branche ist noch relativ jung. Daher bietet sie vor allem für professionelle Investoren. Privatanleger sollten sich auf die Kenntnisse eines erfahrenen Fondsmanagers verlassen", sagt Olaf B. Koester, Leiter des Fondsmanagements bei VCH und verantwortlicher Manager des VCH New Energy (WKN: A0M JV9). Der Fonds legt weltweit in Aktien aus dem Bereich Erneuerbarer Energien an, kann aber auch in Unternehmen aus den Sektoren Energieeffizienz und Energiespeicherung investieren. 

Warum der Fondsmanager derzeit besonders den Geothermie-Markt im Blick hat und auf welche Einzelaktien er ein Auge wirft, erfahren Anleger in der aktuellen Ausgabe des Newsletters EFFICIENT investing (zum Download).

Dexia AM ist optimistisch: Steigerungspotential bei Unternehmensgewinne 14.01.10
 

Der Millennium-Bug war die am weitesten verbreitete Angst zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts 1999. Zum Start der neuen Dekade hingegen können Investoren geradezu zwischen einer Vielzahl ernsthafter ökonomischer Risiken wählen, wie die Experten von Dexia Asset Management anmerken: die Erderwärmung, eine sich abzeichnende Altersversorgungskrise oder die Reduzierung der Verschuldung. Und angesichts des enormen Wettbewerbs durch die erstarkenden Schwellenländer sehe sich die westliche Welt zwei enormen Herausforderungen gegenüber: Erhaltung der eigenen finanziellen Stabilität und die Suche nach einem nachhaltigen Weg für weiteres Wachstum.

Aber auch konkrete Risiken für Aktienmärkte
Auch für die Aktienmärkte finden sich im nun folgenden ersten Jahr dieses neuen Jahrzehnts sehr konkrete Risiken, so die Dexia-Experten: Verschlechterung der Kreditwürdigkeit vieler Staaten, Ausstiegsszenarien aus den staatlichen Rettungsprogrammen, der US-Dollar, politische Regulierungsdiskussionen, um nur einige zu nennen.

Lichtblicke für 2010
Doch es gibt auf der anderen Seite auch Lichtblicke, sind die Dexia-Experten überzeugt. Sie gehen davon aus, dass die Gewinne der Unternehmen 2010 steigen werden und kein Rückfall in die Rezession, also ein Double-Dip, zu erwarten sei. Die Unternehmensgewinne würden im Gegenteil positiv überraschen. Und Aktien seien immer noch so niedrig bewertet, dass sie auch dem Druck steigender Anleihenzinsen gewachsen seien – zumindest bis zu einem gewissen Grad. 2009 war ein Spiegelbild der Aktienmarktentwicklung des Jahres 2003. Die Frage ist, ob 2010 ergo das Jahr 2004 ebenfalls kopieren werde, so die Dexia-Experten. Immerhin sei dies ein positives Jahr für Aktien gewesen, wenn auch ein sehr holperiges.

Aktien und Gold brachten mit den besten Renditen  14.01.10
 

Aktien und Gold waren im vergangenen Jahr besonders rentabel. Wer am ersten Handelstag 2009 deutsche Standardaktien (DAX-Werte) kaufte, konnte sein Geld bis Anfang 2010 im Schnitt um 22 Prozent vermehren, wie der Bundesverband deutscher Banken errechnet hat – aus 10.000 Euro wurden nach einem Jahr etwa 12.200 Euro. Noch besser schnitten Goldliebhaber ab, die im gleichen Zeitraum einen Wertzuwachs von gut 23 Prozent erzielten.
Sicherheitsorientierte Anleger mussten sich dagegen mit deutlich geringeren Erträgen begnügen. Verzinsliche Anlagen boten durchweg weniger als vier Prozent. Besonders niedrig fiel die Rendite bei Bundeswertpapieren wie beispielsweise den Finanzierungsschätzen des Bundes aus. Mögliche Steuern und Transaktionskosten wurden bei den Berechnungen dabei nicht berücksichtigt.

Aus 10.000 Euro, angelegt zu Jahresbeginn 2009, wurden bis Anfang 2010:

Gold: 12.350 Euro
Deutsche Aktien (DAX-Werte): 12.200 Euro
Sparbriefe (4 Jahre Laufzeit): 10.360 Euro
Bundesobligationen (5 Jahre Laufzeit): 10.300 Euro
Termineinlagen bei Banken (bis 1 Jahr Laufzeit): 10.290 Euro
Finanzierungsschätze (1 Jahr Laufzeit): 10.160 Euro

Quelle: Bundesverband deutscher Banken

Schroders Property erwartet Erholung bei britischen Gewerbeimmobilien 14.01.10
 

Britische Gewerbeimmobilien sollten in diesem Jahr eine starke Wertentwicklung zeigen. Das erwarten Neil Turner und Mark Wolter, Geschäftsführer der Immobilien-Investmentgesellschaft Schroder Property in Deutschland.  

„Wer die Wertentwicklung britischer Gewerbeimmobilien in den letzten Monaten aufmerksam verfolgte, wird kaum bestreiten können, dass sich der Aufwärtstrend im ersten Halbjahr 2010 fortsetzen wird“, so die beiden Geschäftsführer in ihrem aktuellen Statment:

Wie sich der Markt jedoch anschließend entwickeln wird, ist weniger deutlich absehbar. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit wird der britische Markt wohl noch die nächsten zwei bis drei Jahre volatil bleiben. Auf kurze Sicht wird der Investmentmarkt in den nächsten sechs Monaten genug Schwung haben, um eine weitere Erholung der Kapitalwerte zu stützen. Im Gegenzug werden die Renditen weiter fallen, vor allem weil die Mietwerte ihre erwartete Talsohle erreichen werden.  

Für die zweite Hälfte von 2010 lautet die übereinstimmende Marktsicht, dass die Kapitalwerte ein Plateau erreichen, auf dem sich die Gesamterträge von 2010 bis 2012 bei 8 bis 10 Prozent halten werden.  

Schroder Property glaubt allerdings, dass die Wertentwicklung volatil bleiben wird. Wenn der Investmentmarkt sich selbst übertrifft oder die wirtschaftliche Erholung enttäuscht, besteht für 2011 oder 2012 das Risiko einer mäßigen Abwärtskorrektur der Kapitalwerte.  

Entscheidend bleibt die Entwicklung der britischen Wirtschaft – und die ist weiterhin ungewiss. Schwer vorherzusehen ist auch, wie geduldig die Banken mit Immobilieninvestoren sein werden, die ihre Kreditvereinbarungen brechen.....  

Kräftige Erholung in Emerging Markets setzt sich fort  12.01.10
 "Während die meisten Schwellenländer auf einen soliden Wachstumspfad zurückgekehrt sind, kämpfen die westlichen Industrieländer weiter mit den Nachwehen der Kreditblase. Entsprechend moderater sind die Wachstumsaussichten für diese Länder, so John Greenwood, Chefvolkswirt von Invesco, in seinem Wachstumsausblick für 2010.  Aus Anlegersicht sieht Greenwood in einem von anhaltend niedrigen Zinsen, gedämpftem Wirtschaftswachstum und schwacher Inflation gekennzeichneten Umfeld gute Perspektiven für die Renten- und Aktienmärkte. Mit einer Wiederholung der zwischen März und Juli 2009 verzeichneten Aufwärtsdynamik sollten Anleger seiner Einschätzung nach allerdings nicht rechnen.
"Wo auch immer angeschlagene Bilanzen repariert werden müssen, werden die Wachstums- und Inflationsraten tendenziell niedriger ausfallen als andernorts, da Entschuldungsprozesse deflationär wirken", so Greenwood. Der Chefvolkswirt von Invesco meint, dass die absehbar schwachen Wachstumsraten in Kombination mit dem anhaltenden Schuldenabbau in den entwickelten Volkswirtschaften die Teuerung im Jahr 2010 sehr niedrig halten werden. In einigen Schwellenländern hingegen könnten die Inflationsrisiken gegen Ende 2010 und ins Jahr 2011 hinein zunehmen.
Greenwood zu Folge stehen die westlichen Industrieländer jetzt vor der zentralen Frage, "ob die Erholung der privaten Haushalte und der Privatwirtschaft ausreichend kräftig ist, um eine schrittweise Rückführung der umfangreichen staatlichen Konjunkturprogramme zu ermöglichen, ohne dadurch einen erneuten Abschwung herbeizuführen". Bislang hätten die Liquiditätsspritzen der Notenbanken die Haushalte und Unternehmen noch nicht erreicht, da die Banken weiterhin zurückhaltend mit ihrer Kreditvergabe seien und die Bereitschaft der Kreditnehmer zu einer erneuten Ausweitung ihrer Verschuldung gering sei. "Bei der Bilanzgesundung handelt es sich zwangsläufig um einen langsamen Prozess. Dementsprechend wird es auch noch eine Weile dauern, bis die Weltwirtschaft wieder ihre vor der Kreditkrise von 2007 bis
2008 verzeichnete Dynamik erreicht, schreibt Greenwood. Obwohl viele Finanzindikatoren in den USA inzwischen wieder ein normaleres Niveau erreicht hätten, sei die Erholung der Privatwirtschaft fragil und abhängig von den staatlichen Konjunkturmaßnahmen. Vor diesem Hintergrund geht Greenwood in den USA von einem realen BIP-Wachstum von 2-3% im Jahr 2010 aus. Für die Eurozone, deren Erholung durch die finanziellen Probleme von Randstaaten wie Griechenland verzögert werden könnte, prognostiziert er ein Wachstum von 1,4%. In Großbritannien rechnet der Invesco-Chefvolkswirt angesichts der hohen Verschuldung des privaten Sektors und der raschen Verschlechterung der Finanzposition der Regierung mit einem noch schwächeren Wachstum von 1,2%.
Da die meisten Schwellenländer nicht den gleichen schuldeninduzierten Wachstumsbeschränkungen unterlägen wie die Industrieländer, rechnet Greenwood im Jahr 2010 mit einer Fortsetzung der kräftigen Erholung der Emerging Markets. Für die lateinamerikanischen Schwellenländer prognostiziert er solide Wachstumsraten. Der stärksten Aufschwung sei dabei in den asiatischen Volkswirtschaften mit Ausnahme Japans zu erwarten. Dies liege vor allem daran, dass die geld- und fiskalpolitischen Anreize in den relativ schuldenfreien asiatischen Volkswirtschaften deutlich besser greifen würden. Die Schwäche der westlichen Handelspartner deckele die Wachstumsraten dieser Volkswirtschaften zwar unter dem vor der Krise erreichten Niveau, beschleunige aber zugleich eine stärkere Verlagerung hin zu binnenwirtschaftlichen Wachstumstreibern. Für die Region Asien ex Japan rechnet Greenwood im Jahr 2010 mit einem Wachstum von 4-5%. Pessimistischer sieht er dagegen die Aussichten für Japan, dessen exportabhängige Wirtschaft von der Wirtschaftskrise besonders hart getroffen worden sei. In Japan rechnet der Chefvolkswirt im Jahr 2010 mit einem Wachstum von 1,4% und einem Rückgang der Verbraucherpreise um -0,7%.
Sparinvest setzt auf verantwortungsbewusste Investments  12.01.10
 Die Sparinvest Gruppe hat die so genannten PRI-Richtlinien der UN unterzeichnet, sechs von den Vereinten Nationen verfasste Leitsätze für verantwortungsbewusste Investments. Dadurch intensiviert das Unternehmen innerhalb seines Investmentprozesses seinen Fokus auf sozialverantwortliche Anlagen. "Als Unterzeichner der PRI-Richtlinien der UN setzt Sparinvest bei seiner Investmentanalyse zukünftig auf die Umsetzung von Kriterien zur ökologischen und sozialverträglichen Geldanlage sowie der verantwortlichen Unternehmensführung", so die Fondsgesellschaft.
Für Sparinvest seien verantwortungsbewusste Investments durchaus nichts Neues, erklärt Managing Director Henrik Lind-Grnbk. "So haben wir beispielsweise im Jahr 1998 einen Fonds aufgelegt, der neben seinem prinzipiellen Value Ansatz zusätzlich ethische Gesichtspunkte berücksichtigt. Außerdem durchlaufen unsere Engagements bereits seit einigen Jahren ethisch bestimmte Filterprozesse des Beratungsunternehmens Ethix, die zum Beispiel auf den Global Compact-Richtlinien beruhen. Nun gehen wir noch einen Schritt weiter, weil wir der Meinung sind, dass es das Richtige ist - sowohl für uns als Unternehmen als auch für unsere Kunden. Unser Ziel war es stets, auf lange Sicht die bestmöglichen Erträge zu erzielen - und daran hat sich auch nichts geändert. Wir glauben jedoch, dass wir dieses Ziel auch auf eine nun noch verantwortungsbewusstere Art und Weise erreichen können. Und unserer Meinung nach erhält unsere Entschlossenheit in dieser Hinsicht durch die Unterzeichnung der PRI-Richtlinien der UN zusätzliche Kraft und neue Impulse."
Das Interesse an verantwortungsbewussten Investments und aktiv ausgeübten Firmenbeteiligungen sei seitens der Kunden und der Aktionäre von Sparinvest in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Inzwischen sei aber der Ausschluss oder der Verkauf von Unternehmen (die nicht den UN-Investmentrichtlinien entsprechen) nicht mehr ausreichend. Vielmehr komme es in den vergangenen Jahren zu einer Tendenz hin zu aktiv agierenden Unternehmensbeteiligungen, im Rahmen derer Investoren von ihren Stimmrechten Gebrauch machten, um Firmen so in die gewünschte Richtung zu beeinflussen. Bei Sparinvest betrachte man die aktuelle Umsetzung der Richtlinien aber als fortlaufenden Prozess, so dass die Unterzeichnung der PRI-Richtlinien der UN lediglich einen ersten Schritt in dieser allgemeinen Entwicklung darstelle.
"Die Umsetzung der PRI-Richtlinien der UN wird nicht über Nacht erfolgen. In unseren Portfolios sind knapp 3.000 Unternehmen vertreten, so dass dies ein eher kostspieliges Unterfangen ist, insbesondere was die aktiv interpretierten Unternehmensbeteiligungen betrifft. Wir führen aber bereits seit einiger Zeit für alle unsere Positionen ethisch orientierte Filterprozesse durch. Darüber hinaus bieten wir schon eine Reihe ethischer Fonds an, die aber einen eher passiven Ansatz verfolgen und lediglich Firmen ausschließen, die unsere entsprechenden Anforderungen nicht erfüllen. Durch die Unterzeichnung der PRI-Richtlinien der UN werden wir nun aber nicht einfach die faulen Äpfel aus dem Korb entfernen - sprich verkaufen - sondern vielmehr aktiv ausgeübte Beteiligungsengagements aufbauen und verstärkt Einfluss nehmen", kündigt Henrik Lind-Grnbk an. Der neue Status als Unterzeichner der PRI-Richtlinien der UN habe zur Folge, dass nun auch alle Unternehmenseinheiten und Konzerngesellschaften den UN-Richtlinien für verantwortungsbewusste Investments verpflichtet seien.
Franklin Templeton  für Schwellenländer positiv gestimmt  11.01.10
 "2009 verzeichneten die Schwellenmärkte nach einem heftigen Einbruch Ende 2008 einen sprunghaften Anstieg. Dieser bescherte dem MSCI Emerging Markets Index 2009 ein Plus von 79% in US-Dollar. Manche Märkte verdoppelten ihre Erträge im Berichtsjahr sogar. Der Kurssprung war die Folge vieler Faktoren, vor allem aber des raschen Anwachsens der Geldmenge und der Liquiditätsspritzen von Regierungen in aller Welt zur Verhinderung einer Depression. Das führte zu hohen Zuflüssen in die Anlagekategorie der Schwellenländer. In den ersten elf Monaten des Jahres 2009 verzeichneten sie Nettozuflüsse von knapp 75 Mrd. US-Dollar und lagen damit über dem 2007 erreichten Rekordhoch von 54 Mrd. US-Dollar. In den letzten 15 Jahren belief sich der Nettozustrom insgesamt auf mehr als 153 Mrd. US-Dollar. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen", so Dr. Mark Mobius, Emerging-Market-Fondsexperte von Franklin Templeton. Ein weiterer entscheidender Aspekt sei im vergangenen Jahr das Vorpreschen der beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt, Indien und China, mit einem angesichts der düsteren Prophezeiungen für die Weltwirtschaft unglaublichen BIP-Wachstum von jeweils 8% bzw. 6% in den ersten neun Monaten des Jahres 2009 gewesen. Das solle jedoch natürlich nicht heißen, dass es 2009 keine Misstöne gegeben hätte - doch diese seien selten gewesen.
Ein jüngster und nur befristeter Rückschlag sei die Ankündigung der staatlichen Investmentgesellschaft Dubai World gewesen, dass Schuldenzahlungen sechs Monate lang ausgesetzt würden. Die Märkte hätten sich jedoch schnell erholt, nachdem der Nachbar Abu Dhabi Dubai Mittel zur Rückzahlung von Verbindlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Solange die globale Geldmenge weiter wachse, könne sich die optimistische Stimmung in Schwellenländern unseres Erachtens generell halten.

"Tatsächlich könnte in den nächsten zehn Jahren immer mehr Geld in die Schwellenmärkte fließen, wenn die Investoren merken, dass sie dort im Vergleich zu den Industrieländern für wenig Geld und bei im Vergleich geringeren Risiken reizvolle Werte erwerben können. Die rasanten Entwicklungen in Schwellenländern sollten es diesen Märkten ermöglichen, im globalen Anlageuniversum noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Schwellenländer wie China, Brasilien, Russland und Indien könnten künftig sogar zu den wichtigsten und einflussreichsten Ländern der Welt gehören.

China habe im Berichtsquartal weiterhin
ermutigende Wirtschaftsdaten vorgelegt. Das BIP-Wachstum beschleunigte sich laut Franklin Templeton im 3. Quartal 2009, da staatliche Anreize und kräftige Kreditvergabe durch die Banken den Aufschwung weiter angeheizt hätten. Das BIP sei im 3. Quartal im Jahresvergleich um 9% gegenüber 8% im Vorquartal gewachsen.
Die Exporte seien im November so schwach zurückgegangen wie seit über einem Jahr nicht mehr - im Jahresvergleich nur um 1%. Die Importe dagegen legten nach Angaben von Franklin Templeton erstmals seit Oktober 2008 wieder zu, und zwar gleich um 27% gegenüber dem Vorjahr. Auch die Wertschöpfung des Output habe sich weiter gesteigert. Der Output sei im November im Jahresvergleich um 19% gestiegen und damit stärker als im Oktober und im Juni 2009, als das Wachstum 16% bzw. 11% betragen habe.
Die Steigerung ging laut dem Emerging Market-Experten vor allem auf Infrastrukturinvestitionen infolge der Anreizmaßnahmen der Regierung zurück.

"Im November besuchte US-Präsident Barack Obama China zu Gesprächen mit Premier Wen Jiabao und Präsident Hu Jintao. Beide Länder vereinbarten eine Fortsetzung des Dialogs sowie Zusammenarbeit bei vielen Themen einschließlich Wirtschaftsaufschwung, Terrorismusbekämpfung und Klimawandel. Der russische Premierminister Wladimir Putin besuchte China und traf mit Präsident Hu Jintao zusammen, um Pläne zu engerer Zusammenarbeit zu besprechen, vor allem in Bereichen wie Energie, Technologie und Kultur. In der Folge unterzeichneten die beiden Länder Verträge über 3,5 Mrd. US-Dollar. Außerdem verpflichteten sich China und Japan zu Vertrauensbildung und Zusammenarbeit, um die strategischen bilateralen Beziehungen zu stärken", heißt es weiter.

Die südkoreanische Wirtschaft habe die
Markterwartungen im 3. Quartal 2009 mit einem Wachstum von 3% im Quartalsvergleich übertroffen. Das sei das größte Plus seit über sieben Jahren gewesen. Zuwächse in den Sektoren Produktion und Kapital hätten die heimische Wirtschaft gestützt ebenso wie Anreize durch Investitionen und beispiellos niedrige Zinsen. Auch der südkoreanische Handelssektor habe positive Daten ausgewiesen.
Die Exporte hätten nach mehr als einem Jahr wieder zugenommen.
Sie seien im November im Jahresvergleich um 18% auf 34,1 Mrd.
US-Dollar gestiegen, was einen Außenhandelsüberschuss von 4,6 Mrd. US-Dollar ergeben habe. Die Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens mit der Europäischen Union Anfang 2010 könne das Exportwachstum zusätzlich fördern. Im Berichtsquartal sei US-Präsident Barack Obama nach Südkorea gereist, wo er sich mit Präsident Lee Myung-bak getroffen habe. "Beide Staatschefs sprachen sich für eine Vertiefung der bilateralen Beziehungen und für die Entnuklearisierung Nordkoreas durch Sechsparteiengespräche aus sowie für stärkere Bestrebungen zur Verbesserung des koreanisch-US-amerikanischen Freihandelsabkommens. Zum Ausbau der bilateralen Beziehungen besuchte der Minister für auswärtige Angelegenheiten und Handel Yu Myung-hwan im Oktober Vietnam. Beide Seiten verständigten sich auf verstärkten Dialog für besseres gegenseitiges Verständnis und auf die Intensivierung der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen", schreibt Mobius weiter.

"Die indische Wirtschaft wuchs im 3. Quartal 2009 im Jahresvergleich mit 8% so schnell wie zuletzt vor 18 Monaten.
Die wichtigsten Wachstumstreiber waren unter anderem Staatsausgaben, privater Konsum und Produktion. Im vorausgehenden Dreimonatszeitraum war das BIP im Vergleich zum Vorjahr dagegen um 6% gestiegen. Das Wachstum in Industriesektor blieb robust.
Die Produktion legte im Oktober im Jahresvergleich um 10% zu. Das war eine deutliche Steigerung gegenüber dem im April 2009 verzeichneten 1%. Auch die Industrieproduktion verzeichnete mit einem Anstieg von 11% im Vergleich zum Vorjahr im November zweistelliges Wachstum. Der Handelssektor zeigte Anzeichen für Bodenbildung, da der Rückgang der Exporte und Importe weiter nachließ. Die Exporte schrumpften im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 7% und damit nur rund halb so stark wie im September mit 14%. Der Rückgang war der kleinste der letzten zehn Monate.
Die Importe gaben im Jahresvergleich um 15% auf 22,0 Mrd.
US-Dollar nach. Im September waren sie noch um 31% - also fast ums Doppelte - zurückgegangen. Dadurch verringerte sich das Handelsdefizit im Oktober auf 8,8 Mrd. US-Dollar gegenüber 11,7 Mrd. US-Dollar im Vorjahr", berichtet Mobius. Premierminister Manmohan Singh sei im November zu Gesprächen mit Präsident Barack Obama in die USA gereist. Beide Staatschefs hätten sich auf den Ausbau der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen wie Wirtschaft, Technologie, Landwirtschaft und Handel geeinigt. An der politischen Front habe die indische Kongresspartei im Oktober alle drei Wahlen in Bundesstaaten gewonnen. Das Ergebnis habe die Popularität der von der Kongresspartei angeführten Regierungskoalition United Progressive Alliance (UPA) infolge der jüngsten Erholung der Wirtschaft im Land und der staatlichen Anreizmaßnahmen bestätigt.

"Brasiliens BIP wuchs im 3. Quartal 2009 im Quartalsvergleich um 1% und damit etwas schneller als im Vorquartal. Neben den Sektoren Produktion und Dienstleistungen wirkten im Quartal auch die steigende Nachfrage bei Anlageinvestitionen und der höhere private Konsum wachstumssteigernd. Expansive Währungspolitik, Steuererleichterungen und niedrigere Inflation erhöhten die verfügbaren Einkommen. Der Industriesektor tendierte ebenfalls weiter aufwärts. Der Output legte im Oktober im Monatsvergleich um 2% zu. Das war der zehnte Wachstumsmonat in Folge. Im Jahresvergleich fiel die Industrieproduktion zwar um 3% niedriger aus, lag damit jedoch weit über dem im April 2009 verzeichneten Minus von 15%. Im Handelssektor verbuchten die Exporte im November mit einer Verringerung von 14% auf 12,7 Mrd. US-Dollar im Jahresvergleich den geringsten jährlichen Rückgang seit sieben Monaten. Die Importe gingen im Jahresvergleich um 8% zurück. Im Oktober waren es noch 26% gewesen", berichtet Mobius. Der Außenhandelsüberschuss sei jedoch von 1,3 Mrd. US-Dollar im Oktober auf 615 Mio. US-Dollar geschrumpft. Rio de Janeiro werde als ausgewählter Gastgeber der Sommerolympiade 2016 die erste südamerikanische Olympiastadt. Die Vorbereitungen auf die Spiele dürften nach Meinung der Fondsgesellschaft den Wirtschaftsaufschwung im Land zusätzlich ankurbeln. Beträchtliche Investitionen in Bereichen wie Infrastruktur, Bau, Transport sowie Tourismus und Gastronomie/Hotellerie würden erwartet. Die Regierung habe im Oktober die Einführung einer 2%igen Steuer auf Kapitalströme in Anlageportfolios angekündigt. Die Steuer solle vor allem den Real bremsen, der gegenüber dem US-Dollar drastisch zugelegt habe.

Die südafrikanische Wirtschaft habe im 3. Quartal
2009 wieder Wachstum verzeichnet. Das annualisierte BIP habe im Quartalsvergleich um 1% zugelegt. Im 2. Quartal sei es gegenüber dem Vorjahr um 3% gefallen. Zu den Sektoren, die die wichtigsten Wachstumsbeiträge leisteten, zählten Produktion, öffentlicher Dienst und Bau. Die Regierung plane trotz der globalen Wirtschaftskrise höhere Ausgaben für Infrastruktur und Sozialleistungen, da die Mehrausgaben die Inlandsnachfrage stützten und die Konjunkturerholung vorantreiben könnten.
"Gestiegene globale Nachfrage nach Rohstoffen, eine Erholung der Inlandsnachfrage sowie die Vorbereitungen und die Gastgeberschaft für die Fußball-WM 2010 sollten das Wirtschaftswachstum 2010 weiter anheizen", prognostiziert Mobius. Der Produktionssektor habe erneut zugelegt, der Output habe sein zweites Monatsplus in Folge verbucht. Im Jahresvergleich habe er jedoch immer noch mit 9% im Minus gelegen. "Das war allerdings bis dato der schwächste Rückgang in diesem Jahr und deutlich weniger als die im April
2009 verbuchten 22%. Eine Erholung der Nachfrage in China sowie die Umsetzung fiskalpolitischer Anreize kamen dem Sektor zugute.
Der Inflationsdruck ließ weiter nach. Die Verbraucherpreise stiegen im November im Jahresvergleich um 6%. Das entsprach dem oberen Zielwert der Zentralbank von 6%", schreibt der Emerging Market-Fondsexperte.

"Neueste Daten wiesen für Russland fürs 3. Quartal
2009 ein BIP-Wachstum von 14% gegenüber dem Vorquartal aus. Im Jahresvergleich schrumpfte das BIP zwar um 9%, allerdings lange nicht so stark wie im 2. Quartal 2009, als der Rückgang noch 11% betrug. Die staatlichen Anreize, günstige außenwirtschaftliche Bedingungen und gesunkene Zinsen förderten den Konjunkturaufschwung im Land. Die Zentralbank behielt ihren expansiven währungspolitischen Kurs im 4. Quartal bei.
Initiativen zur Stimulierung der Binnenwirtschaft wurden fortgesetzt. Der Leitzins wurde um 100 Basispunkte (1,0%) auf 9% gesenkt. Der Satz fiel damit seit April 2009 insgesamt um 4%. Der erste Stellvertreter des Zentralbankchefs sagte, die Zinsen könnten 2010 weiter gesenkt werden. Der Inflationsdruck verringerte sich weiter. Die Verbraucherpreise zogen im November im Jahresvergleich um 9% an. Im Oktober waren es noch 10% gewesen", so Templeton zum Russlandmarkt. Der vietnamesische Premierminister Nguyen Tan Dung habe sich im Dezember in Russland mit seinem Amtskollegen Wladimir Putin getroffen. Beide Länder hätten mehr bilaterale Zusammenarbeit auf Gebieten wie Energie, Politik, Handel, Verteidigung und Technologie vereinbart.
Premierminister Wladimir Putin habe im Oktober China besucht, wo er mit dessen Präsident Hu Jintao zusammengetroffen sei, um über engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu sprechen, vor allem in Bereichen wie Energie, Technologie und Kultur.
Russland und China hätten dabei Verträge über 3,5 Mrd. US-Dollar unterzeichnet.

Die türkische Wirtschaft sei zwar im 3. Quartal
2009 geschrumpft, doch das Tempo des Rückgangs habe sich weiter verringert. Mit dem 4. Quartalsverlust in Folge sei das BIP im Jahresvergleich um 3% zurückgegangen. Im zweiten und 1. Quartal seien es noch jeweils 8% bzw. 15% gewesen. Steigende Staatsausgaben und ein nachlassender Rückgang des privaten Konsums, der Exporte und der Bruttoanlageinvestitionen hätten die Inlandswirtschaft gestützt. Auch der Industriesektor hebe weiter Anzeichen für positive Entwicklungen gezeigt. "Der Output legte im Oktober im Jahresvergleich um 6% zu. Das war das erste Plus nach 14 Verlustmonaten in Folge. Die Zentralbank setzte ihren expansiven währungspolitischen Kurs im 4. Quartal fort, um den Aufschwung im Land voranzutreiben. Sie senkte ihren Leitzins um
75 Basispunkte (0,75%) auf 6,5%. Die Inflation ging weiter zurück. Die Verbraucherpreise hielten sich deutlich unter dem Jahresendziel der Bank. Die internationale Rating-Agentur Fitch hob ihre Note für die langfristigen Auslandsanleihen des Landes im Dezember infolge seiner relativen Widerstandsfähigkeit in der globalen Finanzkrise um zwei Stufen an - von BB- auf BB+", berichtet Mobius weiter. Der türkische Präsident Abdullah Gül habe im Dezember Jordanien besucht, wo beide Länder ein Freihandelsabkommen zur weiteren Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen und zur Förderung des bilateralen Handels geschlossen hätten. Die beiden Staatschefs hätten außerdem regionale Infrastrukturprojekte erörtet. Die Türkei, die auf einen Beitritt zur Europäischen Union (EU) hinarbeite, habe im Dezember Gespräche über das Kapitel Umwelt eröffnet.

Fazit: "Unser Ausblick für die Schwellenmärkte für 2010 ist optimistisch. Nach unserem Dafürhalten befinden sich die Schwellenmärkte in einem langfristigen Aufwärtstrend und die Entwicklungsrichtung ist generell positiv. Viele Länder verzeichnen bereits wieder Wachstum. Nach unserer Erwartung sollte das Wachstumstempo 2010 noch steigen. Wir haben erlebt, wie Regierungen in aller Welt umfangreiche Anreizpakete verabschiedeten, um ihre Volkswirtschaften aus der Rezession zu holen und nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten. Daher beurteilen wir das Aufwärtspotenzial der Märkte weiterhin zuversichtlich. Dennoch gilt, dass nach wie vor - und vermutlich noch einige Zeit - Volatilität herrscht. Das bedeutet, dass es nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste geben wird. Risiken wie das Unvermögen von Regierungen, die Derivatemärkte zu kontrollieren, Vertrauensverlust, Über- oder Unterregulierung, die Einführung protektionistischer Maßnahmen und das Abgehen von der marktwirtschaftlichen Philosophie sind unleugbar vorhanden.
Daher müssen wir auf die Bewertungen und die langfristigen Ertragssteigerungsaussichten achten, um infolge der beobachteten dramatischen Kurssprünge nicht teure Aktien zu kaufen oder zu halten. Die aktuellen Bewertungen liegen noch unter den Höchstwerten der letzten fünf Jahre und sind daher nicht übertrieben. Wir blicken folglich optimistisch ins Jahr 2010 - in dem Bewusstsein, dass es in jedem Bullenmarkt auch Korrekturen gibt und dass diese angesichts der aktiven Entwicklungen bei Derivaten durchaus größer ausfallen können. Unser Optimismus stützt sich auf: wachsendes Vertrauen der Anleger in Aktien - allgemein und schwellenländerspezifisch, kräftige Kapitalzuflüsse in die Schwellenmärkte, das Streben nach höheren Renditen angesichts niedriger Bankzinsen, im Vergleich höheres BIP-Wachstum in Schwellenländern, die Anhäufung von Devisenreserven, die Schwellenländervolkswirtschaften in die Lage versetzen, externe Schocks deutlich besser zu verkraften, die im Verhältnis geringere Verschuldung von Schwellenländern und das hohe Geldmengenwachstum weltweit. All diese Faktoren machen die Schwellenmärkte für Investoren aus aller Welt attraktiv."