Warnung vor zweifelhaften Umtauschangeboten   31.12.09
 

Nach Informationen der BaFin unterbreitet eine Gruppe von Personen über den elektronischen Bundesanzeiger wieder verstärkt Angebote zum Umtausch in Aktien von Gesellschaften, die von ihr beherrscht werden. Die Angebote richten sich vielfach an von der Finanzkrise verunsicherte Inhaber von Aktien, Zertifikaten und Fondsanteilen. Die Adressaten sollen dazu gebracht werden, ihre Anteile gegen Anteile von Unternehmen zu tauschen, deren Werthaltigkeit zumindest zweifelhaft ist. Zudem kennt die BaFin Fälle, in denen Anlegern, die zuvor mutmaßlich wertlose Aktien gekauft haben, angeboten wird, diese Aktien nun gegen andere, mutmaßlich ebenfalls wertlose Aktien umzutauschen. Dieses – häufig per Telefon unterbreitete – Angebot ist an die Bedingung geknüpft, dass der Anleger es nicht beim reinen Umtausch belässt, sondern noch weitere Aktien des angebotenen Wertes dazu erwirbt.Die BaFin erneuert darum ihre Verbraucherhinweise von Juni und Dezember 2008 und rät allen Anlegern, sowohl den Anbieter als auch die wirtschaftliche Substanz der Anlagen sehr genau zu prüfen, bevor sie ein solches Angebot annehmen.

BaFin untersagt Yesilada Bank Finanzgeschäfte in Deutschland  28.12.09
 

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Yesilada Bank Ltd. mit Sitz in Nord-Zypern bereits am 24. November 2009 das Betreiben sämtlicher Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäfte sowie Zahlungsdienste in Deutschland untersagt.Die Yesilada Bank Ltd. bietet Kunden in der Bundesrepublik Deutschland Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen und Zahlungsdienste über ihre deutschsprachige Internetseite an. Laut ihres Internetauftritts verfügt die Yesilada Bank Ltd. über eine Bankerlaubnis der Zentralbank in Nord-Zypern. Die für diese Geschäfte in Deutschland erforderliche Erlaubnis der BaFin besitzt die Bank indes nicht Die Verfügung der BaFin ist sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig.

J.P. Morgan AM: Schlüsselthemen für 2010  23.12.09
  J.P. Morgan Asset Management gibt in ihrem monatlicher Anlageausblick für Dezember 2009 die sechs Schlüsselthemen für das Jahr 2010 bekannt: Auseinanderlaufen der Konjunkturtrends, Zinserhöhung in China, keine Straffung durch die Zentralbanken der G4-Länder, Roll-over-Risiko bei Anleihen, Performance der Schwellenmärkte und Übergewichtung von Aktien gegenüber Anleihen.
Der Konjunkturaufschwung dürfte sich 2010 fortsetzen. Das Risiko von Extremwerten bleibt aber hoch, und ein Auseinanderlaufen der Konjunkturtrends ist wahrscheinlich. J.P. Morgan Asset Management gewichtet Aktien im Vergleich zu Anleihen über und bevorzugt dabei weiterhin die USA, Hongkong und die Schwellenmärkte. Kontinentaleuropa, Großbritannien und Japan werden neutral gewichtet.
HSBC: Schuldenkrise im Nahen Osten könnte Anlagegeld nach China umleiten 23.12.09
 

Die US-Daten sind auch für die asiatischen Märkte weiter ausschlaggebend, und diese bieten nach Ansicht des Fondsmanagements von Halbis Capital Management (Hong Kong) Ltd. (eine Tochtergesellschaft von HSBC Global Asset Management) ein gemischtes Bild. Bessere Konsumdaten wie Autoverkäufe und starke Cash-Flows der US-Unternehmen sind sowohl für die US-Binnenkonjunktur als auch für die asiatischen Exporte ermutigend. Allerdings sind die Kreditmärkte schwach, und der Verbriefungsmarkt zeigt wenig Anzeichen einer Erholung. Die Arbeitslosenzahlen müssen sich noch verbessern, und die persönlichen Einkommen bleiben sehr niedrig. Das kurzfristige Bild bleibt unklar.

Allerdings beurteilt Halbis die längerfristigen Aussichten für die asiatischen Märkte weiterhin positiv. Asien verfügt angesichts niedriger Verschuldung und positiver Bevölkerungsentwicklung über die richtigen Grundlagen für ein starkes Wirtschaftswachstum, das sich von den staatlichen Konjunkturprogrammen anschieben lässt. Aus der Sicht der Halbis-Experten empfiehlt sich angesichts des derzeitigen Risiko-Chance-Profils eine eher defensive Strategie. Im bisherigen Jahresverlauf haben meist schwächere und riskantere Unternehmen den Markt getrieben – zu Lasten fundamental orientierter Investmentansätze. Die Experten von Halbis legen weiterhin Gewicht auf Charakteristika wie dominierende Marktstellung, starke Cash-Flows, stabile Bilanzen und sichere Erlöse.

 

China

Halbis behält seine positive Einschätzung Chinas bei. Die starke Liquidität, die günstigen Wachstumsaussichten sowie die Fortsetzung der Konjunkturmaßnahmen dürften sich positiv auf den chinesischen Aktienmarkt auswirken. Die Schuldenkrise im Nahen Osten könnte Anlagegeld nach China umleiten, das mit Fremdwährungsreserven von 2,3 Billionen US-Dollar finanziell stark dasteht.

Halbis erwartet, dass das starke Wirtschaftswachstum 2010 anhält und die stützenden Maßnahmen der Regierung Binnenkonsum und Investitionen antreiben. Die Experten gehen davon aus, dass das Exportwachstum im ersten Quartal 2010 im Jahresvergleich wieder ein positives Vorzeichen hat. Denn die Ausfuhren Chinas haben sich seit Juni 2009 kontinuierlich erholt. Da sich die Weltwirtschaft stabilisiert, steigen die Chancen auf eine Renminbi-Aufwertung im nächsten Jahr. Das macht Investments in China nach Einschätzung von Halbis zusätzlich attraktiv. Halbis erwartet für 2010 eine Aufwertung der chinesischen Währung um maximal fünf Prozent, da sie nicht konvertibel ist. Gewinne und Qualität der Vermögenswerte der chinesischen Banken bleiben gut. Allerdings erwartet der Markt, dass die Regulierungsbehörde die Kapitalvorschriften für chinesische Banken verschärft. Damit steigt der Druck, frisches Kapital aufzunehmen, um die Kreditversorgung 2010 in Gang zu halten.

 

Indien

Die Experten von Halbis sind der Meinung, dass die starke Aufwertung der Rupie die Betriebsergebnisse der Firmen trüben könnte, weil Indien einen großen Teil seiner Waren in den Dollar-Raum liefert. Die hohen Rohstoffpreise belasten zwar die Wirtschaft als Ganzes, stützen jedoch die Unternehmensgewinne. So wurden die Gewinnschätzungen für 2010 und 2011 angehoben. Laut Konsensschätzung dürften die Firmengewinne in Indien 2010 um neun Prozent und 2011 um 24 Prozent steigen. Die Teuerung dürfte mit steigenden Rohstoffpreisen anziehen, etwa für Metall, Öl und Getreide, zumal der schwache Monsun die Ernte schmälert. Die Verschärfung der Geldpolitik sollte nach Meinung von Halbis zur Normalisierung der Zinsen führen und die Konjunkturerholung nicht gefährden.

 
Die Black Swans für 2010
Die dänische Saxo Bank weiß, wie man Aufmerksamkeit erheischt. Alljährlich sagt ihr Chefvolkswirt David Karsbøl zehn Black-Swan-Ereignisse voraus.

Einen Jahresausblick der besonderen Art liefert jedes Jahr die dänische Saxo Bank. Chefvolkswirt David Karsbøl versucht, sogenannte Black-Swan-Ereignisse auf den globalen Finanzmärkten vorherzusagen. Ein "Black Swan" ist ein äußerst unwahrscheinliches und im Prinzip nicht prognostizierbares Ereignis mit extremen Auswirkungen, die völlig unerwartet eintreten. Wer das Buch "The Black Swan" von Nassim Nicholas Taleb gelesen hat, weiß, dass sich mit solchen Vorhersagen ordentliche Gewinne einfahren lassen. In seinem 2007 erschienenen Buch wies Taleb beispielsweise auf extreme Risiken bei Banken (Fannie Mae) hin.  Ob Karsbøl ebenso treffsicher schwarze Schwäne vorhersagen kann, bleibt abzuwarten. Interessant sind seine zehn Thesen allemal:

1. Staatsanleiherenditen werden auf 2,25 Prozent fallen!
Deflationäre Kräfte und die exzessive Geldpolitik werden die Renditen von Staatsanleihen unter Druck setzen, sofern es der Aktienmarkt nicht schafft, den Rentenmarkt von seiner Wachstumsstory zu überzeugen.

2. Die Volatilität (VIX-Index) wird sinken (auf 14)!
Das sei eine Folge des Gleichmuts gegenüber Risiken, den Anleger wie schon in den Jahren 2005 und 2006 an den Tag legen.

3. Der chinesische Yuan wird um fünf Prozent gegenüber dem Dollar abwerten!
Die Bemühungen der chinesischen Regierung zur Eindämmung des Kreditwachstums könnten das investitionsgetriebene Wachstum Chinas als unzulänglich entlarven. Die massiven chinesischen Kapazitätsüberschüsse und das konjunkturelle Umfeld könnten sich final als entscheidender Faktor für eine Abwertung des Yuan erweisen.

4. Der Goldpreis wird 2010 auf 870 Dollar sinken, 2014 dann aber auf 1500 Dollar steigen!
Die jüngste Dollarstärke könnte der Goldspekulation jegliche Grundlage entziehen. Auch wenn man langfristig optimistisch für Gold gestimmt sei, so sei dieser Trade mittlerweile doch zu leicht geworden, um sich kurzfristig wirklich auszuzahlen. Eine deutliche Korrektur in Richtung der 870-Dollar-Marke könnte die Spekulanten vertreiben und gleichzeitig das Edelmetall in einem längerfristigen Aufwärtstrend verharren lassen.

5. Der Yen wird bei 110 US-Cent notieren!
Die derzeitige Schwäche des Dollar liege in einer verantwortungslosen Fiskalund Geldpolitik begründet. Dennoch hält Karsbøl es für möglich, dass die US-Währung im nächsten Jahr eine Erholung verzeichnet, da der Dollar-Carry-Trade zu lange eine zu einfache Wette gewesen sei. Der Yen wiederum spiegele nicht die wirtschaftliche Realität in Japan wider.

6. Die verärgerte US-Öffentlichkeit könnte den Anstoß für eine neue Partei in den USA geben!
Die Stimmung infolge der zahlreichen krisenbedingten Rettungsaktionen und der allgemeinen Missbilligung beider großer Parteien sinke auf das Niveau von 1994 und 2006. Die Forderung der amerikanischen Wähler nach einem echten Wandel könnte bei den Parlamentswahlen im Herbst 2010 eine dritte, neue Partei zu einem entscheidenden Faktor werden lassen.

7. Der Social Security Trust Fund in den USA wird Pleite gehen!
Dies sieht Karsbøl weniger als spektakuläre Behauptung denn als eine versicherungsstatistische und mathematische Gewissheit. Das Ungeheuerliche sei, dass Sozialversicherungsabgaben und -beiträge so lange verschwendet worden seien.

8. Der Preis für Zucker wird um ein Drittel zurückgehen!
Trotz des jüngsten Preisanstiegs, der durch die Dürre in Indien und die starken Regenfälle in Brasilien ausgelöst wurde, signalisiere die Forward- Kurve für die Zeit nach 2011 bereits jetzt einen Rückgang der Preise.

9. Der japanische TSE Small Index wird um 50 Prozent zulegen!
Japanische Nebenwerte liefen zuletzt deutlich schlechter als große Titel. Die Fundamentaldaten würden jedoch zeigen, dass der TSE Small ein "Schnäppchenindex" sei. Mit einem Kurs/ Buchwert-Verhältnis von lediglich 0,77 kenne Karsbøl aktuell keinen anderen Index, der derart günstig bewertet sei.

10. Die US-Handelsbilanz wird erstmals seit 34 Jahren ins Positive drehen!
Die letzte positive Handelsbilanz gab es 1975. Der Dollar stehe inzwischen tief genug, um den US-Export zu stimulieren. Die Handelsbilanz hat sich auch bereits etwas gebessert. Sobald dieser Trend eine gewisse Dynamik entwickele, sei eine positive US-Handelsbilanz im kommenden Jahr nicht auszuschließen.

Nouriel Roubini: „Bei Gold bildet sich eine Blase“  21.12.09
 Gold hat dieser Tage viele Befürworter – Nouriel Roubini gehört allerdings nicht dazu. Vielmehr ist der New Yorker-Universitätsprofessor und Gründer und Vorsitzender des Think Tanks Roubini Global Economics (RGE) davon überzeugt, dass sich mit Blick auf das Edelmetall bereits eine spekulative Blase gebildet hat, wie er in einer Handelsblatt-Kolumne schreibt.
Mehrere Kontraindikatoren
Roubini zufolge sprechen diverse Punkte dagegen, dass der Aufwärtstrend bei Gold anhält. Als potenzielle Gefahrenquelle sieht er dabei unter anderem Dollar-Carry-Trades an, deren Auflösung die globale Asset-Vermögens-Blase – die in Kombination mit der Geldschwemme einhergeht – zum Platzen bringen könnte. Eine langfristige Anlage in Gold sei zudem auch vor dem Hintergrund nicht zu empfehlen, dass das Edelmetall keinen festen Substanzwert hat und insofern ein beträchtliches Risiko einer Abwärtskorrektur berge.
Fundamentaldaten rechtfertigen Goldpreisanstieg nur bedingt
Hinzu komme, dass sich die jüngsten Preisanstiege für Gold sich nur bedingt mit den Fundamentaldaten rechtfertigen lassen, wie Roubini anmerkt. Während in den letzten beiden Jahren sicher etliche Faktoren dem Goldpreis zu Recht Rückenwind verliehen hätten und das Goldangebot zweifelsohne begrenzt sei, sei es mit Blick auf die letzten Monate allerdings auf der anderen Seite trotzdem verwunderlich, woher der starke Aufwärtstrend beim Edelmetall herrühre, da es kein drohendes Inflations- oder Depressionsrisiko gebe – die beiden einzigen Szenarien, im Zuge derer der Goldpreis in der Regel ansteigt, so Roubini.
Keine eierlegende Wollmilchsau
Zudem sei nicht klar, warum man als Investor auf Gold setzen solle, wenn man eine globale Rezession befürchtet, da man Gold schließlich auch nicht essen kann. Sofern man wirklich eine globale Kernschmelze befürchte, sollte man insofern eher „seinen Vorrat an Waffen, Dosennahrung und anderen Waren aufstocken, die man in seinem Blockhaus tatsächlich gebrauchen kann“, resümiert Roubini.
Der Finanzexperte erklärt weiters, dass Gold immer in Konkurrenz zu Währungen und hier im speziellen zum US-Dollar stehe, wobei gelte, dass alles, was für den Greenback bullish ist, für Gold bearish ist. Vor dem Hintergrund, dass sich die Notenbanken in näherer Zukunft zusehends um eine Exit-Strategie bemühen und sich im Zuge dessen von der lockeren Geldpolitik und den damit einhergehenden Niedrigstzinsen verabschieden dürften, verliere Gold ergo ebenfalls an Charme. In der Handelsblatt-Kolumne schreibt Roubini hierzu wie folgt: „Am Ende werden die Zentralbanken aus der quantitativen Lockerung und Zinssätzen von Null Prozent aussteigen müssen und damit riskante Vermögenswerte, darunter auch Rohstoffe, unter Druck setzen. Oder die globale Erholung könnte sehr zart und schwach ausfallen, was eine Baissestimmung bei den Rohstoffen aufkommen könnte – und Optimismus beim US-Dollar.“
Baring AM: Bodenbildung in Russland - Europ. Schwellenländer positiv - Türkei hinkt hinterher 18.12.09
 

Die Wirtschaftsdaten in Russland verbessern sich weiterhin und deuten darauf hin, dass die russische Wirtschaft inzwischen wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt ist, nachdem ihre Entwicklung im dritten Quartal eine Bodenbildung vollzogen hatte, meinen die Experten von Baring Asset Management. Führende Wirtschaftsindikatoren wie die Einzelhandelsumsätze und die Höhe der verfügbaren Einkommen würden sich derzeit auf Monatsbasis verbessern. Da die Inflation nach wie vor lediglich moderat ist, hält die Zentralbank an ihrer Zinssenkungsstrategie fest. Zwar verzeichneten russische Aktien in den letzten Monaten positive Gewinnkorrekturen, die Märkte werden jedoch weiterhin unter ihrem historischen Abgeld für die globalen Schwellenländermärkte gehandelt. Eine Neubewertung des russischen Marktes gegenüber seinen Schwellenländer-Mitbewerbern beurteilen die Barings-Experten zuversichtlich. Dafür würden zum einen Unternehmensgewinne sowie zum anderen die   im historischen Vergleich günstige Bewertungen sprechen.

Türkei hinkt hinterher
Aktien aus den europäischen Schwellenländern entwickeln sich erfreulich und bauen damit ihre in diesem Jahr bereits sehr feste Tendenz noch aus. Abgesehen von der Türkei, wo die Inflation für unliebsame Überraschungen sorgte, ist in der Region eine lediglich mäßige Teuerungsrate zu verzeichnen. Am besten entwickelt sich die Finanzbranche, und zwar insbesondere in Polen, wohingegen türkische Banken Einbußen erlitten. Belastet wurde der türkische Börsenplatz durch politische Wirren um Premierminister Erdogan sowie durch Besorgnisse, dass der Zinssenkungszyklus in diesem Land allmählich zu Ende gehen könnte. Die Währungen der mitteleuropäischen Staaten werteten gegenüber dem Euro auf, was diese Märkte zusätzlich stützte.

„Anleger könnten 2010 viel Geld mit Aktien verdienen“ 18.12.09
 

„Die Wirtschaftskrise hat nicht nur ganze Märkte auf den Kopf gestellt, sondern auch Wettbewerb verringert“, sagt Dan Chung, Chief Investment Officer der amerikanischen Fondsgesellschaft Alger. „Hieraus ergibt sich die Möglichkeit für die überlebenden Unternehmen, überdurchschnittlich stark zu wachsen“. Gezieltes Stockpicking macht sich jetzt bezahlt.  

"Anleger könnten 2010 viel Geld mit Aktien verdienen“, so Dan Chung, Chief Investment Officer der amerikanischen Fondsgesellschaft Alger. „Schon eine fünfprozentige Umschichtung von Cash und kurzfristigen Anleihen könnte eine Wertsteigerung von 17 Prozent an den Aktienmärkten bedeuten“, zeigt sich Chung überzeugt. Er sieht für 2010 vor allem diejenigen Unternehmen gut aufgestellt, die sich im vergangenen Jahr trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen in ihrem jeweiligen Markt behaupten konnten: „Die Wirtschaftskrise hat die Spreu vom Weizen getrennt. Es gibt keinen Wettbewerb mehr, wodurch die Unternehmen, die überlebt haben, jetzt eine gute Chance haben, sehr viel stärker zu wachsen als noch vor der Wirtschaftskrise erwartet“, erläutert Chung. Laut des Alger-Experten gibt es aktuell viele Unternehmen, die unterbewertet sind und für die in den kommenden Monaten eine positive Aktienkursentwicklung wahrscheinlich ist: „Nach zwei verheerenden Jahren für die Wirtschaft sollten 2010 die Unternehmensgewinne um 25 Prozent ansteigen“, so Chung.  

Vor allem Titel aus dem IT-Sektor überzeugen

Die IT-Branche sollte für Anleger im nächsten Jahr besonders interessant sein. Denn aufgrund des neuen Betriebssystems von Microsoft und des enormen Wachstums der Schwellenländer wird die Nachfrage nach Computern 2010 stark ansteigen. Unternehmen wie Dell dürften von diesem Trend profitieren: „Dell ist gut positioniert, um 2010 positiv zu überraschen. Durch den Kauf von Perot Systems hat Dell seinen Service-Bereich ausgeweitet und bietet jetzt auch maßgeschneiderte IT- und Unternehmenslösungen an“, so Chung. Auch das Unternehmen Atheros Communications sieht der Alger-Experte für das kommende Jahr gut aufgestellt: „Der Computerchip-Hersteller wird von der steigenden Anzahl kabelloser Internetverbindungen profitieren“, erläutert Chung. „Denn vierzig Prozent der bei Atheros Communications produzierten Chips werden in Notebooks verwendet. Und die Notebook-Industrie wird im kommenden Jahr voraussichtlich um dreißig Prozent wachsen“. Im Einzelhandel setzt der Chief Investment Officer auf J. Crew Group. Aufgrund starker Umsätze und breiter Margen hat das Modeunternehmen gerade seine Ergebnisprognosen erhöht. JPMorgan Chase hält Chung im Bankwesen für einen aussichtsreichen Titel. „Die sauberen Unternehmensbilanzen haben es JPMorgan Chase ermöglicht, Washington Mutual und Bear Stearns zu attraktiven Preisen zu kaufen“.  

Zukunftschancen nutzen

Die Fondsmanager der vier US-Fonds von Alger betreiben aktives Stockpicking und gewichten die gezielt ausgewählten Titel entsprechend in ihren Portfolios. Dell, Atheros Communications, J. Crew Group und JPMorgan Chase gehören neben weiteren Unternehmen mit guten Wachstumsperspektiven zu den größten Positionen des Alger US LargeCap Fund, Alger US MidCap Fund, Alger US SmallCap Fund und Alger American Asset Growth Fund. Mit einer Anlage in einen dieser Fonds können so auch Investoren 2010 von gezieltem Stockpicking profitieren.  

DWS :1,5 Milliarden Euro Mehrertrag gegenüber Benchmarks  17.12.09
 

Immerhin rund zwei Drittel aller DWS-Fonds konnten langfristig ihren Vergleichsindex schlagen. Auf Zehn-Jahres-Sicht haben die Fonds für den Anleger einen Mehrertrag von 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Dies ist das Ergebnis eines Gutachtens des Fondsanalyseunternehmens FWW.  Im Zehnjahreszeitraum schnitten 65,4 Prozent der DWS-Fonds (17 der 26 untersuchten Fonds) besser als ihre Benchmark ab. Im Fünfjahreszeitraum lagen 52,9 Prozent über der Benchmark (18 der 34 untersuchten Fonds).
Insgesamt hat die DWS für alle Anleger in den vergangenen zehn Jahren einen Mehrertrag (nach Kosten) zur Benchmark (ohne Kosten) von 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.  Bei dem Gutachten wurde erstmals die Outperformance von Fonds gegenüber ihren Vergleichsindizes mit der tatsächlichen Benchmark verglichen, die von der Fondsgesellschaft verwendet werden. Es wurden bewusst keine standardisierten Peergroup-Benchmarks verwendet, da diese nicht unbedingt mit dem Fonds übereinstimmen und somit das Ergebnis verzerren können. Außerdem wurden beim Prüfungsprozess Benchmarkwechsel berücksichtigt, die bei einer klassischen Peergroup-Benchmark nicht beachtet werden.

Schwellenländer: Rallye geht weiter 16.12.09
 

Die Rallye in den Schwellenländern geht laut Allan Conway, Leiter Aktien Schwellenländer bei der britischen Fondsgesellschaft Schroders trotz der starken Wertentwicklung in diesem Jahr voraussichtlich weiter. Immer mehr Anleger erkennen den Strukturwandel der globalen Wirtschaft: Die Schwellenländer treiben mittlerweile das weltweite Wachstum an und nicht mehr die Industriestaaten. Darüber hinaus weisen die aufstrebenden Länder sehr viel robustere Fundamentaldaten auf, haben gute Aussichten auf Gewinnwachstum und werden obendrein mit einem Abschlag gegenüber den Industriestaaten gehandelt. „Durch zusätzlich günstige Liquiditätsbedingungen ist unsere Prognose für die Emerging Markets auf Sicht von zwölf bis 18 Monaten sehr positiv“, erklärt Conway im aktuellen Jahresausblick für Schwellenländer.  

Die Volkswirte von Schroders verfolgen drei Szenarien für die weltweite Konjunktur: eine W-förmige Erholung (die sogenannte Double-Dip-Rezession), eine V-förmige sowie eine L-förmige Erholung. Wir gehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent von einem Double-Dip-Szenario aus, wobei die zweite Abwärtsbewegung weniger ausgeprägt ausfallen dürfte, als die erste. Das hat folgende Gründe: Die derzeitige Erholung ist in hohem Maße künstlicher Natur und wurde durch massive Konjunkturpakete (besonders in den Industrieländern), quantitative Lockerung und Bestandsauffüllung herbeigeführt. Was ausbleibt, ist jedoch ein signifikanter Anstieg der Verbrauchernachfrage. Dadurch entsteht die Möglichkeit einer Double-Dip-Rezession in den ersten beiden Quartalen 2010. Erste Bedenken in diese Richtung machen sich bereits in den Märkten breit.  

Jedem der drei Szenarien – W-, V- oder L-förmige Erholung – liegt die Annahme zugrunde, dass die Schwellenländer die Industriestaaten hinter sich lassen werden. In früheren Zeiten hätten die Emerging Markets aufgrund ihrer großen Exportabhängigkeit sehr viel stärker unter einer globalen Rezession gelitten. Doch in den vergangenen zehn Jahren sind diese Länder erstarkt und wachsen mittlerweile jedes Jahr um drei bis fünf Prozentpunkte schneller als die Industriestaaten – einhergehend mit einer guten Wertentwicklung der Aktien dieser Länder in diesem Zeitraum.  

Dementsprechend hat sich der Anteil der Schwellenländer am globalen BIP-Wachstum im Laufe der Zeit erhöht. In diesem Jahr dürften sie über 100 Prozent des weltweiten Wachstums ausmachen (bedingt dadurch, dass das weltweite BIP in diesem Jahr rückläufig ist, die Schwellenländer insgesamt jedoch Wachstum erzielen). „Wir sind überzeugt, dass sie auch in Zukunft weiter den Ton angeben. So gehen wir davon aus, dass die Emerging Markets selbst bei einem Aufschwung in der entwickelten Welt für die absehbare Zukunft rund 70 bis 75 Prozent jährlich zum globalen Wachstum beisteuern. Hier hat sich ein großer Strukturwandel vollzogen, der ähnlich bedeutend ist wie die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert. Früher waren die Industrieländer der Motor der weltweiten Konjunktur und die Schwellenländer in hohem Maße auf die Exportnachfrage dieser Staaten angewiesen. Mittlerweise ist das Gegenteil der Fall“, führt Conway weiter aus.

 

Binnennachfrage für das Wachstum der Schwellenmärkte immer wichtiger

Entscheidend für die Erfolgsgeschichte der Schwellenländer ist laut Schroders das Wachstum in den BRIC-Märkten: Brasilien, Russland und vor allem Indien und China. Das Wachstum in China ist beispielsweise stärker von der Nachfrage im eigenen Land als vom Export bestimmt. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass eine Volkswirtschaft mit der Binnennachfrage als der größten Triebfeder zu einem der großen Akteure der Welt aufsteigt – früher waren Entwicklungen dieser Art durch den Export beflügelt (z. B. bei Großbritannien, den USA und Japan). Dies geschieht in einer Zeit, in der der riesigen Bevölkerung Chinas immer mehr Einkommen zur Verfügung steht und der Konsum daher zunimmt. So wächst der Einzelhandel in China sehr viel stärker als in den USA.  

Der breitere Blick auf die Schwellenländer zeigt, dass in den führenden 16 der aufstrebenden Länder mittlerweile mehr Autos verkauft werden als in den USA, Japan und den europäischen Industriestaaten zusammen. Aufgrund des steigenden verfügbaren Einkommens ist die Binnennachfrage nicht nur in China, sondern in der aufstrebenden Welt insgesamt zum immer wichtigeren Wachstumsfaktor geworden.

 

Handel unter den Schwellenländern immer wichtiger

Auch der Handel unter den Schwellenländern gewinnt zunehmend an Bedeutung. China hat in den Schwellenländern mittlerweile einen größeren Exportanteil als die USA und exportiert auch mehr in diese Märkte als alle G7-Länder zusammen. Insgesamt ist das Wachstum in der aufstrebenden Welt sehr viel weniger von den traditionellen Industriestaaten abhängig als früher.  

Die Rezession, aus der wir uns gerade heraus bewegt haben, wurde von einer Kreditkrise mit unangemessener Kreditvergabe und übermäßiger Verschuldung ausgelöst – ein typisches Problem der entwickelten Welt . Die Schuldenquote (Privathaushalte und Hypotheken) ist in den Industriestaaten hoch, in den Schwellenländern jedoch generell niedrig. Im Bankensektor liegt das Verhältnis von Krediten zu Einlagen in den aufstrebenden Ländern allgemein unter 100 Prozent. Im Großen und Ganzen beobachten wir in diesen Ländern hohe Sparquoten, geringe Verschuldung und kluge Kreditpolitik. Daher überrascht es nicht, dass nur wenige Banken in den Schwellenländern in Schwierigkeiten gerieten. So bleibt diesen Ländern im Gegensatz zur entwickelten Welt das Durchlaufen einer Erholungsphase nach der Kreditkrise erspart.

 

Hohe Staatsverschuldung bremst Wachstum in den Industriestaaten

Auch der Stand der Staatsverschuldung ist bezeichnend. Den Prognosen nach steigt die staatliche Verschuldungsquote in der entwickelten Welt bis 2014 auf 120 Prozent (von rund 80 Prozent 2007). Die daraus resultierenden Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen wirken sich belastend auf das Wachstum aus. Im Gegensatz dazu müssen die Schwellenländer sich nicht tiefer verschulden, denn bei mehreren Eckdaten wie Leistungs- und Steuerbilanzen weisen die Schwellenländer bessere Fundamentaldaten aus. Hingegen ähneln die Rahmenbedingungen der Industriestaaten mittlerweile jenen der schwachen, krisengeschüttelten Schwellenländer aus der Vergangenheit.  

Die Stärke der aufstrebenden Volkswirtschaften spiegelte sich in diesem Jahr auch an den Börsen wider: Diese Märkte gingen gegenüber dem Vorjahr um 77 Prozent in die Höhe, der MSCI World Index hingegen nur um 31 Prozent. Doch die Rallye in den Schwellenländern ist trotz der beeindruckenden Wertentwicklung in diesem Jahr wohl noch nicht zu Ende. Steigt der US-Einkaufsmanager-Index (ISM) auf über 50, so folgt historisch gesehen in den kommenden zwölf Monaten eine durchschnittliche Rallye von etwa 40 Prozent in den Schwellenländern. Die Emerging Markets sind gestiegen, seit der ISM-Index im August dieses Jahres die Marke von 50 überschritten hat. Historisch betrachtet stehen aber weitere 30 Prozent noch aus. Die Aktienbewertungen ausgedrückt nach Kurs-Gewinn-Verhältnis liegen bei etwa 13,5. Das entspricht in etwa dem historischen Durchschnitt, obwohl diese Märkte mit einem Abschlag gegenüber den entwickelten Märkten gehandelt werden. Außerdem erwarten wir im kommenden Jahr ein Gewinnwachstum von rund 30 Prozent. Das heißt, eine Marktrallye von 30 Prozent würde die KGVs nicht dehnen. Wir nehmen außerdem an, dass die Schwellenländer angesichts des dort vor sich gehenden Wandels bald einen Aufschlag gegenüber den Industriestaaten erhalten.

 

Liquiditätstrends begünstigen die Schwellenländer

Die erwarteten Liquiditätstrends untermauern das Argument, dass die Rallye in den Schwellenländern noch anhält. Obwohl diese Länder 2009 bereits Zuflüsse von über 50 Milliarden US-Dollar (mit steigender Tendenz) verzeichneten, ist das lediglich ein Ersatz für die Rekordsummen, die während des Markteinbruchs 2008 abgezogen wurden. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt, den wir beobachten konnten, ist der deutliche Einstellungswandel der institutionellen Anleger gegenüber den Schwellenmärkten. Früher sahen diese Investoren nur die riskante bzw. volatile Natur der Schwellenländer und nutzten sie als taktische Anlage. Sie kauften sich bei positiven Marktbedingungen in diese Märkte ein und stiegen wieder aus, sobald sich die Lage verschlechterte. Doch jetzt erlebt man bei diesen Anlegern ein gestiegenes Interesse an diesen Ländern. „Wir haben soeben die schlimmste Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren hinter uns gebracht, aber die Schwellenländer sind daraus gestärkt und nicht geschwächt hervorgegangen. Daher betrachten institutionelle Anleger diese Länder immer mehr als eine strategische und nicht als eine taktische Investition.“ (Conway)  

Auch die Liquiditätslage ist angesichts der enormen quantitativen Lockerungsmaßnahmen insgesamt gut. Zwar sprechen einige Notenbanken bereits über eine mögliche Ausstiegsstrategie, doch unserer Meinung nach wird dieser Ausstieg eher später als früher erfolgen. Man will beim Wachstum kein Risiko eingehen und würde eher die Gefahr einer Inflation in Kauf nehmen. Daher geht Conway davon aus, dass die günstigen Liquiditätsbedingungen noch einige Zeit bestehen bleiben und dass außerdem die Schwellenmärkte angesichts ihrer Attraktivität mögliche Kandidaten für eine Blase sind – wobei das noch einige Zeit dauern dürfte.  

Auf kurze Sicht würde ein Rückschlag in den Schwellenländern nicht überraschen. Ein Auslöser dafür wäre das Einkalkulieren eines Double-Dip-Szenarios für die weltweite Konjunktur. Schroders rechnet damit, dass das Rückschlagspotenzial bei zehn bis maximal 15 Prozent liegt. Er dürfte außerdem kurz und scharf verlaufen, da sich die Anleger bei den Tiefpunkten wahrscheinlich einkaufen.

 

Eine Dollar-Rallye ist ein Risiko

Eine Erholung des US-Dollars würde die positiven Aussichten für die Schwellenländer gefährden. Denn ein schwacher Dollar ist für diese Märkte von Vorteil: Eine lockerere Geldpolitik in den USA fördert die weltweite Liquidität, die hin zu den stärker wachsenden Volkswirtschaften tendiert. Aber auch wenn ein kurzfristiger Höhenflug des Dollars möglich wäre, erwarten wir nicht, dass diese Erholung von Dauer ist. Denn die Währung wird durch die Schwäche der US-Wirtschaft untergraben. Und die Länder mit den größten Devisenreserven haben bereits zum Ausdruck gebracht, dass sie in den kommenden Jahren eine größere Diversifikation gegenüber dem Dollar anstreben. Auch die Veränderung der Handelsflüsse spricht für eine Abschwächung des Dollars und eine Aufwertung der Schwellenländerwährungen, da die Emerging Markets im Welthandel wichtiger werden als die USA.  

Ein längerfristiges Risiko besteht darin, dass der Wohlstand in den Schwellenländern nicht in die unteren Schichten durchsickert. Angesichts des Wachstums der rapide aufstrebenden Volkswirtschaften wie China und Indien ist es wichtig, dass zunehmend größere Teile der Bevölkerung von diesem Wachstum profitieren. Soziale Unruhen würden drohen, wenn sich der Wohlstand in diesen Ländern nicht schnell genug verbreitet. Auch wenn diese Sorge in einigen Schwellenländern erst einmal in größerer Ferne liegt, gibt es doch Zeichen dafür, dass das Thema ernst genommen werden muss. Insbesondere die chinesische Regierung ist sich dieses Problems bewusst und versucht gegenzusteuern, beispielsweise durch erhöhte staatliche Investitionen in ländlichen Regionen.  

"Alles in allem sind wir davon überzeugt, dass die beachtlichen Vorzüge, die die Schwellenmärkte gegenüber den Industriestaaten aufweisen, die Anleger weiterhin anlocken dürften. Wir stehen den Emerging Markets für die nächsten zwölf bis 18 Monaten sehr positiv gegenüber“, erläutert Conway abschließend.

Veritas: Neuallokation im ETF-Portfolio Global  16.12.09
 

Der ETF-Portfolio Global (WKN A0MKQK / ISIN DE000A0MKQK7) wurde zum 1. April 2008 von Veritas in Kooperation mit der ING-DiBa aufgelegt. Damit wurde erstmalig in Deutschland ein passives Dachfondskonzept angeboten, das in Aktien-ETFs (Exchange Traded Funds) investiert. „Von der Erholung an den Aktienmärkten konnte der ETF-Portfolio Global im laufenden Jahr deutlich profitieren. Mit einer Wertentwicklung von 33,5 Prozent rangiert der ETF-Portfolio Global nicht nur unter den besten aktienorientierten Dachfonds im Jahresverlauf, es ist darüber hinaus auch gelungen, gegenüber dem MSCI World Index, dem klassischen Barometer für die Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten, eine deutliche Outperformance zu erzielen“, freut sich Markus Kaiser, Geschäftsführer der Veritas.
 

Portfolio nach GDP-Gewichtung

Der Investmentprozess des ETF-Portfolio Global basiert auf einer festen Allokationsregel, bei der das Fondsmanagement rein passiv in Aktien-ETFs aus sechs verschiedenen Regionen (Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Japan, Emerging Europe/Middle East) investiert. Maßgebend für die Gewichtung der Investments ist die Wirtschaftsleistung der leistungsstärksten Volkswirtschaften der Welt. Die regionale Aufteilung des Aktien-Weltportfolio orientiert sich an dem jeweiligen Anteil der wichtigsten Länder am weltweiten GDP (Gross Domestic Product), dem Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft. Auf Basis der vom IWF (Internationaler Währungsfonds) jährlich veröffentlichten Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der einzelnen Länder wird die regionale Gewichtung des ETF-Portfolio Global regelmäßig überprüft und angepasst. Die Investmentquoten werden dabei über ein breit diversifiziertes Portfolio von ETFs abgebildet, die die Entwicklung der regionalen Aktienmärkte effizient und kostengünstig abbilden.


Neuallokation im Dezember 2009

Im ETF-Portfolio Global sind die Regionen Nordamerika nunmehr mit 32 Prozent, Europa mit 29Prozent berücksichtigt, es folgt    Japan mit 10 Prozent Gewichtung.    Im Bereich der aufstrebenden Entwicklungsländer wird rund ein Viertel des Fondsvolumens investiert. Mit einem Gewicht von 10,5 Prozent dominiert China die Allokation in den Emerging Markets deutlich. Nach Schätzungen des IWF wird China bereits im Jahr 2010 nach den USA zur weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft aufsteigen und dadurch Japan auf den dritten Platz verdrängen.

 

Neue ETFs ergänzen das Portfolio

Der ETF-Portfolio Global wird auf eine breitere Basis gestellt, als bisher. Der Austausch einzelner Aktien-ETFs ermöglicht eine genauere Abbildung und der Einsatz    weiterer ETF-Anbieter sorgt für mehr Diversifikation im Dachfonds. „Der stetig steigende Wettbewerb im ETF-Markt kommt dem Fondsmanagement und den Investoren zu Gute. Sowohl über die Vielzahl von neuen Produkten als Anlagemöglichkeiten, als auch über verbesserte Handelsbedingungen, hinsichtlich der Liquidität und Spreads (Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskursen), sowie über sinkende Kosten. Durch die steigende Zahl von ETF-Anbietern nimmt der Druck auf die Gebührenstrukturen bei jedem einzelnen Anbieter enorm zu“, so Thorsten Winkler, Dachfondsmanager bei Veritas. „Neben Lyxor, db-xtrackers und iShares, die bereits von Beginn an im Portfolio waren, haben wir nun auch Aktien-ETFs von ETFlab, Source, ComStage und ETF Securities neu aufgenommen“, so Markus.   

Mit einer Management Fee von 0,89 Prozent p.a. überzeugt der ETF-Portfolio Global die Anleger nicht nur aufgrund seiner attraktiven Gebührenstruktur. Mit dieser innovativen Dachfondsstrategie, die darüber hinaus ohne Ausgabeaufschlag angeboten wird, spricht Veritas vor allem Privatanleger an. 

„Neben den mehrfach ausgezeichneten aktiv gesteuerten ETF-Dachfonds bieten wir den Anlegern mit dem ETF-Portfolio Global eine weitere innovative Investmentlösung an, die für die neue Art der Geldanlage steht. Die Strategie des ETF-Portfolio Global ermöglicht es den Investoren, langfristig regelbasiert anpassungsfähig zu bleiben, da sich beispielsweise das starke Wirtschaftswachstum aufstrebender Länder wie China, Indien, Brasilien im Zeitverlauf auch in einem höheren Anteil am weltweiten GDP und somit auch im Fonds-Portfolio des ETF-Portfolio Global widerspiegeln wird. Der ETF-Portfolio Global wird daher bewusst als eine echte Alternative zu klassischen weltweit anlegenden Aktienfonds, die sich meist am MSCI World Index orientieren, angeboten“, erläutert Markus Kaiser abschließend.

Sauren legt ersten Absolute-Return-Dachfonds auf 16.12.2009
 

Nach den Entwicklungen der letzten Jahre legen viele Anleger Wert auf Sicherheit. Dabei haben sie mehr Auswahl denn je, weil eine neue Generation von Absolute-Return-Fonds den Markt erobert. Immer mehr Fonds werden in diesem Bereich aufgelegt, viele von erfahrenen und bereits erfolgreichen Fondsmanagern. Vor diesem Hintergrund hat auch die Sauren Fonds-Service AG jetzt ihren ersten Absolute-Return-Dachfonds aufgelegt, der in Deutschland bereits zum Vertrieb zugelassen ist. Der Fonds ist eine konservative Vermögensverwaltung in dem Bereich der neuen Generation von Absolute-Return-Publikumsfonds. Diese innovativen Absolute-Return-Fonds setzen neben klassischen Anlagen auch moderne, alternative Anlageinstrumente ein, um möglichst unabhängig von den allgemeinen Marktrahmenbedingungen einen absoluten Ertrag zu erwirtschaften. Der Fonds ermöglicht Anlegern, in ein aktiv verwaltetes Portfolio von innovativen Absolute-Return-Fonds zu investieren, wie es in eigener Sache heißt. Die Zielfonds werden dabei von dem vierköpfigen Sauren Research-Team sorgfältig nach qualitativen Aspekten und mit einem hohen Verständnis für die jeweils verfolgte Anlagephilosophie ausgewählt. Die Selektion erfolgt gemäß der personenbezogenen Investmentphilosophie „Wir investieren nicht in Fonds – wir investieren in Fondsmanager“ unter besonderer Berücksichtigung der Volumen-Rahmenbedingungen. Ein breit diversifiziertes und aktiv verwaltetes Portfolio und die mehr als zehnjährige Erfahrung des Sauren Research-Teams bei der Fondsmanagerauswahl stellen die Basis für einen langfristigen Erfolg des Sauren Absolute Return dar.
„Die inzwischen erreichte Vielfalt attraktiver Fonds im Absolute-Return-Bereich bietet einer auf dieses Segment spezialisierten Dachfonds-Lösung ein enormes Potenzial“ betont Eckhard Sauren. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Sauren Absolute Return eine sehr attraktive Bereicherung für fast jedes Portfolio darstellt“ ergänzt der Fondsmanager. Vertriebsvorstand Peter Buck ergänzt: „Nach den turbulenten Zeiten der jüngeren Vergangenheit wünschen sich die Anleger verstärkt konservative Investmentlösungen“ Die Modernisierung der Investmentfondsrichtlinien habe hier neue Möglichkeiten eröffnet. Die Auswahl vielversprechender Absolute-Return-Konzepte bedürfe dabei jedoch hoher Sorgfalt und umfassender Erfahrung.
Buck:„Mit dem Sauren Absolute Return haben Berater die Möglichkeit, den von vielen Anlegern in ihrem Portfolio vernachlässigten Absolute-Return-Bereich mit einer attraktiven Vermögensverwaltungslösung abzudecken“ .

Wetterereignisse werden Agrarrohstoff-Preise verstärkt treiben  16.12.2009
 

Die Ölpreisentwicklung wird 2010 vor allem von der konjunkturellen Entwicklung in den Industrieländern abhängen. Diese Einschätzung vertritt die Fondsgesellschaft Pioneer Investments. „Eine weiterhin positive konjunkturelle Entwicklung wird 2010 der Hauptfaktor auf dem Ölmarkt sein“, so Peter Königbauer, Fondsmanager des Pioneer Funds - Commodity Alpha. Durch eine steigende Nachfrage könnten die weiterhin hohen Lagerbestände abgebaut werden und für steigende Preise in 2010 sorgen.

Hohe Volatilität bleibt
Allerdings sei die wirtschaftliche Erholung vor allem in den Industrieländern mit Unsicherheiten verbunden: „Für eine Unterstützung des aktuellen Preisniveaus ist ein weiteres Anziehen der Nachfrage in den USA und in Europa notwendig“. Da dies aber nicht sicher sei, werde man am Markt weiter mit hoher Volatilität leben müssen, so Königbauer. Mit Blick auf Energie-Rohstoffe und Basismetalle stellt der Investmentexperte fest, dass "derzeit die Emerging Markets Treiber der Hausse sind“. Bei Gold sieht er vorerst keine weitere Preisspirale nach oben. Mögliche deutliche Preissteigerungen des Edelmetalls erwartet er erst, wenn die Inflation sichtbar wird. Dies sei in nächster Zeit jedoch nicht zu erwarten.

Wettereinflüsse bestimmen Preise der Agrarrohstoffe
Bei den Preisen für Agrarrohstoffen wirke sich die steigende Nachfrage besonders aus Asien eher langfristig aus: „Im nächsten Jahr dürften Wetterereignisse die Preisentwicklung wesentlich stärker beeinflussen“. Dies sei in diesem Jahr etwa bei Kakao und Zucker der Fall gewesen. Hier waren die Preise auf Grund von außergewöhnlichen Wetterverhältnissen stark gestiegen.

Pioneer Fonds zur Strategie - Umsetzung
Anleger, die von der Entwicklung an den Rohstoff-Märkten profitieren möchten, können über den aktiv gemanagten Pioneer Funds - Commodity Alpha (LU0313643024) in den Sektor investieren. Der Fonds nutzt die so genannte Lagerbestandstheorie und investiert in ein Universum von 31 Rohstoffen.

Aktiv ist nicht gleich aktiv im Asset Management  15.12.09
 ING-Aktienstratege Hans van de Weg zweifelt an der Strategie vieler Fondsmanager Anleger und Analysten haben wenig aus den Fehlern der Finanzkrise gelernt und laufen noch immer in der Herde den Trends hinterher. Diese Meinung vertritt Hans van de Weg, Head of Specialized Core and Growth Equity sowie Fondsmanager des ING (L) Invest Europe Opportunities bei ING Investment Management Europe.
„Den meisten aktiven Fondsmanager fehlt es schlicht an Mut: Sie halten sich zu eng an den Index und können deshalb nur selten echten Mehrwert für die Anleger generieren“, sagt der Experte. Managern, die anerkannte Marktklassifikationen ignorieren und gezielt nach Marktineffizienzen suchen, biete das allerdings umso mehr Chancen, sich von der Menge abzuheben. Fondsmanager van de Weg hält es für sinnvoll, mit einer gezielten Themenauswahl auch bewusst unausgetretene Pfade zu beschreiten – und gibt hierfür ein Beispiel: „Es gibt strukturelle Trends, die die Märkte für zehn Jahre oder länger beeinflussen, wie die alternde Bevölkerung.“ Dies sei zwar nicht neu, doch viele Investoren beschränkten sich in diesem
Zusammenhang auf die Pharmaindustrie. Interessante Investmentchancen infolge der Alterung böten sich aber auch in den Sektoren Immobilien (kleinere und komfortablere Wohnungen), Freizeit (altersgerechte Urlaubsangebote), Essen und Getränke (gesunde Ernährung) oder Finanzdienstleistungen (Versicherung, Geldanlage). Das große Feld der Fondsmanager könne man laut van de Weg nur durch die gezielte Suche
nach Marktineffizienzen abhängen. „Je mehr Fondsmanager analog zum Markt investieren – also nicht nach unterbewerteten Aktien Ausschau halten – desto höher sind die Chancen für Unter- oder Überbewertungen.“ Diese nutzten wirklich aktive Fondsmanager, indem sie beispielsweise eine Position in einer bestimmten Aktie aufbauen, die vorübergehend in ‚Ungnade‛ gefallen ist oder ganze Bestände abstoßen, die der Markt noch für interessant hält. „Wer zusätzlich noch seine Hausaufgaben gemacht hat und laufend das Potenzial
einzelner Firmen anhand von Fundamentaldaten untersucht, kann diese Marktineffizienzen gewinnbringend nutzen“, so van de Weg.
UBS erwartet 2010 höchste Renditen in Schwellenländern 9.12.2009
 

UBS Wealth Management Research erwartet, dass Aktien aus Schwellenländern 2010 die höchsten Renditen von allen analysierten Anlageklassen erzielen werden und dass sich die Erholung der Weltwirtschaft fortsetzt. „Die weitere Entwicklung wird jedoch holprig verlaufen“, so die Verfasser des UBS global outlook, da nach wie vor erhebliche Konjunkturrisiken bestehen. Entscheidend wird sein, wann die Zentralbanken die Zinssätze erhöhen, denn eine Straffung der Geldpolitik könnte zu Rückschlägen an den Finanzmärkten führen. 

Nach Ansicht von Wealth Management Research deuten die günstigen Bewertungen darauf hin, dass die Anleger Anfang 2010 weiterhin in Unternehmenspapieren engagiert bleiben sollten. Im weiteren Jahresverlauf wird es wichtig sein zu ermitteln, ob sich die Gewinne nun tatsächlich im Aufschwung befinden. In Schwellenländern dürften sich weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten bieten. Aufgrund ihrer unterentwickelten Finanzmärkte wird ihre Performance zwar voraussichtlich ungleichmäßig verlaufen, doch gezielte Anlagen in Schwellenländern sollten nach Ansicht von Wealth Management Research attraktive Renditen generieren. 

Laut den Analysten von UBS sind für Aktien aus Schwellenländern im Jahr 2010 durchschnittliche Renditen einschließlich Dividenden von rund 15 Prozent zu erwarten, für Aktien aus Industrieländern dagegen nur Renditen von rund 10 Prozent. Von den Aktienmärkten in Industrieländern bieten jene in der Eurozone und Großbritannien das größte Wertpotenzial zu bieten. Angesichts der Erholung der Konjunktur und des Geschäftsklimas favorisiert Wealth Management Research für das kommende Jahr die Sektoren Energie, Grundstoffe und Informationstechnologie. 

Rohstoffe sollten sich dank der Belebung des Wirtschaftswachstums und mithin der stärkeren Nachfrage gut entwickeln. Sie bieten darüber hinaus bedeutende Diversifikationsvorteile, was sie angesichts ungewisser Inflationsaussichten attraktiv macht. Wealth Management Research erwartet im kommenden Jahr bei Rohstoffen durchschnittliche Renditen von 10 Prozent. In der ersten Jahreshälfte dürften die Rohölpreise infolge der anhaltend starken Nachfrage anziehen. 

Die Renditen von Staatsanleihen werden nach Ansicht von Wealth Management Research im Jahr 2010 dagegen schwach ausfallen. In ihrem Bericht empfehlen die Experten von UBS, das Gesamtengagement in diesen Papieren zu reduzieren und raten von langen Laufzeiten ab. Sie räumen aber ein, dass Staatsanleihen für Anleger weiterhin eine wichtige Rolle spielen können, da sie gegen extreme Ereignisrisiken absichern. Vorsichtigen Anleger raten sie, einen Teil ihrer Staatanleihen in Investment-Grade-Unternehmensanleihen mit mittlerer Duration zu halten. Risikotolerantere Anleger sollten High-Yield-Unternehmensanleihen in Erwägung ziehen. Nach Angaben von Wealth Management Research könnten sich auf Fremdwährungen lautende Staatsanleihen aus Schwellenländern im nächsten Jahr ebenfalls als interessante Anlagen erweisen. Diese Anleihen sind in den letzten Jahren insgesamt sehr viel sicherer geworden, und der Trend zu Rating-Hochstufungen sollte sich in 2010 fortsetzen. Anleihen aus Schwellenländern waren gegen Ende 2009 zwar weniger attraktiv bewertet, doch die Anleihenanalysten von Wealth Management Research halten angesichts der verbesserten Fundamentaldaten von Schwellenländern die aktuellen Kurse nicht für zu hoch.

 

Bei den Währungen erwartet Wealth Management Research, dass der US-Dollar im Jahr 2010 schwach bleibt, während Währungen von Schwellenländern und Rohstoffproduzenten sich auf noch höheren Niveaus als 2009 stabilisieren dürften.

Blackrock wird Großaktionär von Allianz  9.12.09
 

Die Übernahme von Barclays Global Investors (BGI) durch Blackrock hat auch Auswirkungen auf die Allianz. Der weltgrößte Vermögensverwalter ist nun Großaktionär des Versicherungskonzerns geworden, der seinerseits ebenfalls zu den fünf größten Vermögensverwaltern der Welt zählt.
Durch die Übernahme von BGI erwarb Blackrock eine Beteiligung von 4,9 Prozent an Allianz. Der Gegenwert dieses Aktienpakets beträgt derzeit etwa 1,8 Milliarden Euro. Dies geht aus einer am Dienstag in München veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervor. Zum 1. Dezember hielt Blackrock demnach 22,08 Millionen Allianz-Aktien oder 4,86 Prozent der Stimmrechte. Insgesamt verwaltet Blackrock ein Vermögen von rund 2,2 Billionen Euro.

TMW Immobilien Weltfonds wird wieder geöffnet  8.12.09
 Die TMW Pramerica Property Investment GmbH wird die Rücknahme von Anteilscheinen für den TMW Immobilien Weltfonds (A0DJ32) am 11. Dezember 2009 wieder aufnehmen, teilte die Fondsgesellschaft mit. Die zwischenzeitlich planmäßig aufgebaute Liquidität des Fonds ermögliche diesen Schritt. Trotz der Branchenereignisse in den vergangenen Wochen halte sich die Kapitalanlagegesellschaft an ihre Zusage. "Es gibt keinen Grund, von unserem für das 4. Quartal kommunizierten Wiederöffnungstermin abzuweichen", erläutert Portfoliomanager und Geschäftsführer Sebastian Lohmer selbstbewusst. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die zurückliegenden Monate dazu genutzt, den TMW Immobilien Weltfonds durch wesentliche Neuerungen zukunftsfähig auszurichten."
Aufgrund laufender Mittelzuflüsse, Rücktritten von geplanten Käufen und insbesondere Objektverkäufen stünden ausreichend liquide Mittel zur Verfügung, um die erwarteten Rückgaben bedienen zu können. Dabei erfolgten alle Objektverkäufe über dem gutachterlichen Verkehrswert, "ein Beleg für die Qualität der im TMW Immobilien Weltfonds gehaltenen Liegenschaften", so die Pramerica Real. Weiterer Handlungsspielraum erwachse durch neue Mittelzusagen institutioneller Anleger, die den Richtlinien ihrer Häuser entsprechend jedoch erst nach Wiederöffnung des Fonds erfolgen könnten. Bestandsinvestoren hätten in Gesprächen bekundet, dass die transparente Geschäftspolitik, die Neuausrichtung des Fonds auf das Thema Nachhaltigkeit und andere Maßnahmen in der Phase der Aussetzung maßgeblich zur Vertrauensbildung beigetragen hätten.  Hinsichtlich der zukünftigen Wertentwicklung sei für das laufende Geschäftsjahr trotz des schwierigen Marktumfelds mit einer weiterhin positiven Renditeentwicklung zu rechnen. Als ausschüttungsorientierter Fonds stehe beim TMW Immobilien Weltfonds die Optimierung laufender Mieterträge im Vordergrund. Mit einer Vermietungsquote von aktuell 98,8 % bestehe für das weltweit investierte Immobilienportfolio faktisch Vollvermietung. Das Portfolio sei im turnusgemäßen Abstand durch unabhängige Sachverständige neu bewertet worden. Vor diesem Hintergrund sei in den kommenden Monaten mit keinem nennenswerten Abwertungsbedarf zu rechnen.Zur zusätzlichen Verbesserung der Liquiditätssteuerung werde zum 30. Dezember 2009 eine neue Anteilklasse für institutionelle Anleger eingeführt. Diese beinhalte u.a. eine einjährige Kündigungsfrist sowie einen 10%-igen Rücknahmeabschlag bei vorzeitiger Verfügung.
UBS: Dubai und die Folgen  7.12.09
 "Nachdem die Staatsholding Dubai World ihre Gläubiger um ein Stillhalteabkommen ersucht hatte, um Verhandlungen über einen Aufschub der fälligen Schuldenrückzahlung zu führen, gerieten die Märkte in Turbulenzen. In diesem Artikel beleuchten wir die Folgen für die Wirtschaft und die Finanzmärkte und fassen unsere Positionierung in den traditionellen Anlagebereichen zusammen. Wir sind nicht oder nur in geringem Masse in Dubai engagiert, beobachten jedoch aufmerksam, wie sich die Ereignisse in Dubai auf die Märkte auswirken", so das Fondsmanagement von UBS. In Ermangelung ähnlich reicher Ölvorkommen, wie sie die Nachbarn in der Region besitzen, habe sich Dubai zu einer Konsumhochburg entwickelt. Ein Grossteil der Infrastrukturprojekte der vergangenen Zeit sei vor allem wegen der einfliegenden Konsumenten und Touristen umgesetzt worden. Infolge des allgemeinen Konjunkturabschwungs blieben jedoch die Einnahmen Dubais aus dem Tourismus hinter den Erwartungen zurück. Da viele der Besucher Dubais aus Grossbritannien stammten, eines der letzten Industrieländer, das sich vom Konjunkturabschwung erholen dürfte, habe sich die Lage weiter verschärft.
"Wir rechnen nicht damit, dass die Wirtschaftskrise auf andere Regionen übergreift, d.h. die Situation dürfte auf Dubai begrenzt bleiben. Die Krise wird wahrscheinlich als Risikoereignis eingestuft werden, was dazu führen dürfte, dass sich die Markteuphorie im 2. Halbjahr 2009 verflüchtigen und eine weltweite Trendwende bei den Marktpreisen ausgelöst wird.  GIS habe sich auf das Eintreffen eines Risikoereignisses, das den Märkten einen Dämpfer versetzen könnte, eingestellt. Die Asset- Allocation-Strategie von GIS habe in den letzten Wochen darin bestanden, entweder den Aktienanteil zu reduzieren oder das Engagement mit Optionen abzusichern. "Die Multi-Asset-Strategien von GIS waren also sehr gut auf dieses Ereignis vorbereitet, sodass GIS keinen Anlass sieht, jetzt zu reagieren. Sollten die Kurse weiter fallen, wird GIS in Erwägung ziehen, die Situation zum Kauf von Schwellenländeranleihen zu nutzen".
Einige Fixed-Income-Strategien und -Fonds seien in geringem Umfang in Dubai engagiert, allerdings im Rahmen von gut diversifizierten Portefeuilles. "Trotz möglicher Phasen mit erhöhter Volatilität halten wir einen Ausfall für unwahrscheinlich. Fixed Income beobachtet die allgemeine Situation und wartet eine ausgeprägtere Schwäche von risikoreicheren Fixed-Income- Anlagen ab (was eine weitere Erstarkung von Staatsanleihen führen würde), um aktive Positionen in die Portefeuilles aufzunehmen. Im Blickpunkt stehen unter anderem Anleihen der G-4-Märkte mit kurzer Duration und Positionen, mit denen ein Anstieg der Länderrisikoprämien ausgenutzt werden soll".
Die Aktienstrategien und -fonds seien kein bedeutendes Engagement in Dubai eingegangen. Das einzige nennenswerte Engagement bestehe in einer kleinen Position in Dubai Ports World eines in Luxemburg domizilierten Sektorfonds, der in Aktien von Infrastrukturunternehmen investiert sei. Die Aktienmärkte hätten zunächst insgesamt negativ auf die Nachrichten aus Dubai reagiert, hätten sich aber seitdem etwas stabilisiert. Dass Finanztitel am stärksten betroffen gewesen seien, sei für die Aktienteams potenziell ein Grund, Qualitätstitel von Banken zu kaufen, deren Engagement in Dubai zu vernachlässigen sei.
BVI: Risiko durch geografische Streuung mindern  8.12.09
 Durch die breite geografische Streuung der Immobilien erreichen Offene Immobilienfonds eine deutliche Risikominderung. Aktuell halten diese 29,5 % des Wertes ihrer Liegenschaften in Deutschland, im europäischen Ausland sind es 58,4 % und im außereuropäischen Ausland 11,6 %. Im arabischen Raum ist kein offener Immobilienfonds investiert. Dies geht aus einer Erhebung des BVI Bundesverband Investment und Asset Management zum 30. September 2009 hervor.
Zudem wirke sich ein hoher Anteil an jungen Fondsobjekten günstig auf die Wertentwicklung Offener Immobilienfonds aus, da bei neueren Immobilien der Erhaltungsaufwand entsprechend niedriger sei. 34,3 % der Immobilien seien nicht älter als fünf Jahre und 29,5 % der Liegenschaften seien vor maximal zehn Jahren erbaut beziehungsweise umfassend renoviert worden. Insgesamt managen Offene Immobilienfonds laut BVI eine Nutzfläche von 25,6 Mio. Quadratmetern. Der Gesamtwert der verwalteten Fläche betrage
89,1 Mrd. Euro. Der Netto-Soll-Mietertrag belaufe sich auf 5,3 Mrd. Euro pro Jahr.Bei den Nutzungsarten der Liegenschaften Offener Immobilienfonds liege der Schwerpunkt mit einem Anteil von 64,3 % nach wie vor bei Büroimmobilien. Im Durchschnitt würden für jeden der 15,7 Mio. Quadratmeter Bürofläche 18,20 Euro Miete pro Monat erhoben. 19,5 % beziehungsweise 4,3 Mio. Quadratmeter entfielen auf den Bereich Handel und Gastronomie. Der durchschnittliche Mietertrag pro Quadratmeter betrage 20,33 Euro pro Monat.
Schließung des Griffin Eastern European Fund (WKN 988954) 03.12.09
 Griffin teilt aktuell mit,  dass  der  Fonds  „Griffin  Eastern  European  Fund“ (WKN 988954) ab dem 25.11.2009 für Käufe gesperrt wurde. Alle Ansparpläne zugunsten des „Griffin  Eastern  European  Fund“  können  daher  ab  sofort  nicht  mehr  ausgeführt  werden. Verkäufe  aus  der  bisherigen  Anteilsklasse  des  Fonds  sind  nach Angabe der Kapitalanlagegesellschaft weiterhin möglich.
Der  Verwaltungsrat  der  Griffin  Umbrella  Fund  plc  hat  beschlossen,  ab  dem  30.11.2009  eine neue Anteilsklasse des Fonds „Griffin Eastern European Fund“ Anteilsklasse B (WKN A0YFBX) aufzulegen. Gleichzeitig wurde die bestehende Anteilsklasse in „Griffin Eastern European Fund“ Anteilsklasse A (WKN 988954) umbenannt.  
Die betroffenen Kunden werden entsprechend von den Plattformen angeschrieben. 
Schroders: Asiatische Konsumtitel mit viel Luft nach oben 01.12.2009
 

Nach einem lediglich zyklischen Abschwung haben sich die Konjunkturaussichten in Asien 2009 bereits deutlich verbessert, wie Louisa Lo, Leiterin Aktien Asien ex Japan bei Schroders, anmerkt. Alle wichtigen Länder würden die Rezession hinter sich lassen. Allerdings sei davon auszugehen, dass die Erholung weltweit holprig verlaufen wird – und ergo dazu führt, dass die Volatilität an Asiens Aktienmärkten im nächsten Jahr zunimmt, so Lo. Angesichts der unsicheren Prognosen mit Blick auf die Weltwirtschaft halte man im eigenen Hause an der defensiven Aufstellung fest und legt den Schwerpunkt auf hochwertige inländische Unternehmen. In einem Marktkommentar, der einen Jahresausblick für Asien ex Japan für 2010 abbildet, schreibt Lo:
„Nach der außergewöhnlichen Wertentwicklung asiatischer Aktien 2009 scheint es, als hätte man das leicht verdiente Geld schon in der Tasche. Was nun? Die Risiken bleiben bestehen, auch wenn das globale Wirtschaftsumfeld sich verbessert und die Stimmung am Markt sich geändert hat. Statt der Angst vor einer wirtschaftlichen Depression dominiert nun die Erwartung einer starken Erholung. Die Kernfrage lautet: Ist der Aufschwung von sich aus tragfähig, oder bricht er ein, wenn die stimulierenden Maßnahmen von staatlicher Seite ausbleiben? Wie auch immer: Die Erholung wird wahrscheinlich schleppend verlaufen und die Volatilität bei asiatischen Aktien 2010 dementsprechend noch zunehmen.

Weltweite Erholung sieht schwach aus
Zweifellos haben sich die Wirtschaftszahlen merklich verbessert. Gründe dafür sind jedoch hauptsächlich bessere Kostendisziplin und das Auffüllen von Beständen, nachdem die Produktion während des weltweiten Abschwungs deutlich zurückgefahren worden war. Darüber hinaus ging diese Entwicklung nicht mit einem nennenswerten Anstieg der Endnachfrage einher. Auch wenn asiatische Exporte wieder angezogen haben, so bewegen sie sich immer noch deutlich unter den Expansionsraten vor der Krise. Es ist unwahrscheinlich, dass sie das alte Niveau bald wieder erreichen.

Aggressive geldpolitische Straffung nicht in Sicht
Ein weiterer Aspekt ist eine leichte Straffung der Geldpolitik, da sich die Entstehung von Wertblasen und Inflationsdruck abzeichnet. Auch wenn diese Erscheinungen in der Region gut in Schach gehalten werden: Die meisten Länder werden demnächst die Zinssätze erhöhen. Abgesehen davon ist für 2010 in Asien keine aggressive geldpolitische Straffung erkennbar. Doch weltweit werden die Regierungen die 2009 eingeführten Stimulationsmaßnahmen auslaufen lassen. Angesichts des bisher beispiellosen Ausmaßes steuerlicher Anreize im Jahr 2009 ist eine Wiederholung dieses Szenarios 2010 unwahrscheinlich. Daher werden wir uns hier mehr auf private Investitionen und den Konsum als auf staatliche Almosen verlassen müssen. Die Sorge ist, ob die Endnachfrage stark genug sein kann, um das Wachstum zu tragen und die weltweite Wirtschaft so vor einem weiteren Straucheln zu bewahren.

Glaube an langfristiges Anlagepotenzial Asiens
Auch wenn wir kurzfristig lieber auf Nummer sicher gehen, sollten Anleger das solide langfristige Anlagepotenzial Asiens nicht aus den Augen verlieren. Zweifellos sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in diesen Märkten stärker als im Westen. Auch wenn der Aufschwung abgebremst wird, dürften sich diese Länder daher weiter relativ gut entwickeln. Nach einem lediglich zyklischen Abschwung haben sich die Konjunkturaussichten in Asien 2009 bereits deutlich verbessert, und alle wichtigen Volkswirtschaften befinden sich nicht mehr in einer Rezession. Auf lange Sicht gesehen, muss sich Asien auch weniger Herausforderungen stellen, als sie seine Gegenspieler in den Industriestaaten noch vor sich haben, zum Beispiel einem langen Entschuldungsprozess auf Staats- und Verbraucherebene.

Wachstum in Richtung Privatkonsum ausrichten
Auch die Staatsbilanzen in Asien sind stark positioniert, die Banken gut kapitalisiert und die Schulden in Privathaushalten und Unternehmen auf bescheidenem Niveau. Ebenso sollte die anhaltende Urbanisierung eine stärkere Diversifizierung der Wirtschaft fördern. In der Folge könnte die Wirtschaft ihre Abhängigkeit von dem reinen Exportmodell reduzieren, das Asien in der Vergangenheit geprägt hat. Wir sind sogar davon überzeugt, dass immer mehr Regierungen in Asien die Notwendigkeit erkennen, ihre Wachstumsmodelle von der Exportabhängigkeit hin zum Privatkonsum zu verändern. Die Zeit dafür könnte nicht besser sein.

Der richtige Zeitpunkt in China
China hat beispielsweise bereits erste Schritte zur Neuausrichtung seiner Wirtschaft eingeleitet. So hat die Regierung eine Reihe von Anreizen eingeführt, um den Konsum in den Privathaushalten anzukurbeln. Es gab bereits erste Erfolge, denn die inländische Nachfrage erwies sich während des Abschwungs als überraschend robust. Längerfristig weitet Peking auch das soziale Netz aus, um die Sorgen der Verbraucher um fehlende Altersversorgung und medizinische Kosten zu beruhigen und so den Konsum zu fördern. Diese positive Entwicklung beschränkt sich nicht nur auf China. Auch andere Regierungen in der Region leiten Schritte ein, um sich nach und nach von der übermäßigen Exportabhängigkeit zu lösen. Denn es wird immer deutlicher, dass der Privatkonsum notwendig ist, um gesundes wirtschaftliches Wachstum auf lange Sicht zu halten.

Volatilität an den Märkten dürfte anhalten
Was folgt daraus für die Märkte? Wir glauben, dass die Aktienmärkte Asiens angesichts bleibender Unsicherheiten im Jahr 2010 volatil bleiben. Zwar rechnen wir nicht notwendigerweise mit einer drastischen Marktkorrektur, doch die Gewinnerwartungen wurden bereits deutlich nach oben korrigiert. Hier könnte es jedoch zu einer Enttäuschung kommen: Die Märkte leiden immer noch unter den weltweiten Unausgewogenheiten, was sich im weiteren Verlauf als Gegenwind für das wirtschaftliche Wachstum erweisen und das regionale Gewinnwachstum beeinträchtigen könnte. Die Prognosen für die weltweite Konjunktur sind bei weitem noch nicht klar; dazu kommt die hervorragende Performance der asiatischen Aktienmärkte 2009. Daher würden uns Gewinnmitnahmen nicht überraschen, wobei sich langfristige Anleger Unternehmen mit guten Fundamentaldaten zuwenden werden.

Defensive Ausrichtung bleibt auf der Agenda
Das passt gut zu unserem Investmentansatz, da wir unsere Portfolios zurzeit defensiv aufgestellt haben. Da sich die Märkte jetzt außerdem „normalisieren“, nehmen wir an, dass wir uns auf eine größere Differenzierung auf Sektor- und Unternehmensebene einstellen können und damit 2010 auf einen Markt, der Stock-Pickern sehr gelegen kommt. Besonders interessieren uns der Konsumgütermarkt in Asien sowie Versicherungen, ertragsorientierte oder Infrastrukturunternehmen und solche, bei denen wir Bewertungsvorteile erkennen und die sich in diesem Umfeld gut behaupten dürften. Dadurch bietet sich nicht nur eine gewisse Absicherung gegen Verluste bei Marktproblemen. Diese Unternehmen sollten gleichzeitig auch von ihrer Beteiligung an den immer wichtigeren Konsum- und Investmenttrends in Asien profitieren. Andererseits sind wir weiter vorsichtig bei den Titeln, die am sensibelsten auf die Prognosen zur weltweiten Nachfrage reagieren. Denn unserer Ansicht nach sind die Bewertungen und die Markterwartungen zu hoch.“

Baring AM: Krise in Dubai dürfte auf MENA-Länder abfärben 27.11.2009
 

Die Zahlungsschwierigkeiten Dubais und die Bitte um Zahlungsaufschub um eine notwendige Restrukturierung des Staatsfonds und des Immobilienunternehmens Nakheel herbei zu führen, kamen überraschend und erschüttern die Finanzmärkte rund um den Globus. Hierzu schreibt Toby Nangle, Fixed Income Stratege und Director beim Multi-Asset Team bei Baring Asset Management (Barings) in London wie folgt:
Was ist passiert?

„Am Donnerstag, den 26. November 2009, hat die Regierung Dubais Pläne verkündet, dass sie die Gläubiger der staatseigenen Konzerne Dubai World und deren Immobilientochter Nakheel um einen Aufschub der Kreditzahlungen bitten wollten. Diese Ankündigung hat die Märkte überrascht und überrumpelt, vor allem, da kurz zuvor positive Nachrichten die Runde machten, dass Dubai erfolgreich 5,5 Milliarden US-Dollar eingesammelt hatte, mit denen man verschuldete staatsbezogene Einheiten unterstützen wollte. Dazu kam, dass die Ankündigung kurz vor den Eid al-Adha Ferien erfolgte und Investoren so zu einem Zeitpunkt überrumpelte, als die Marktliquidität dünn war.

Ungünstige Marktreaktion – MENA Länder abgestraft
Die Ankündigung wurde vom Markt negativ aufgenommen und färbte auf die Währungen von Emerging Markets Ländern und den Kreditmarkt allgemein ab. Auch die Aktienmärkte haben negativ reagiert und verzeichneten rundum Kursabschläge – sowohl über entwickelte als auch sich entwickelnde Märkte. Kurzfristig ist davon auszugehen, dass gerade die so genannten MENA Märkte unter weiteren Verkaufsdruck geraten dürften. Um diesen Trend zu drehen und das Vertrauen in diese Märkte wieder herzustellen, müssen den Marktteilnehmern Details der anvisierten Restrukturierungen offen gemacht werden und zudem auch Klarheit mit Blick auf das Exposure von Banken in den entsprechenden Märkten geschaffen werden.

Abseits der letzten 24 Stunden
Gegen Ende 2008 wurde klar, dass die Finanzkrise eine empfindliche Auswirkung auf Dubai hat. Seither tendierte die allgemeine Erwartungshaltung dahin, dass Abu Dhabi seinem Nachbaremirat Dubai Hilfe leisten würde, aber dass diese Hilfe wahrscheinlich an Auflagen gekoppelt sein dürfte.   Wenngleich die Ankündigung gestern eine Überraschung war und derzeit noch unklar ist, wie sich die Situation lösen wird, sind die Probleme des Emirats innerhalb der Investorengemeinde weitgehend erkannt.   Zum aktuellen Zeitpunkt hat Barings keine Positionen in Dubai World, weder im Anleihen- noch im Aktienbereich. Die gestrigen News haben zweifelsohne als Katalysator, respektive Beschleuniger für Investoren gewirkt, sich Gewinne auf ihre Aktienbestände zu sichern, nachdem Aktienkurse seit Jahresbeginn stark angezogen hatten. Emerging Markets waren die Hauptleidtragenden dieses Verkaufsdrucks, was teilweise auch auf ihre vorangegangene Outperformance zurückzuführen ist. In den Jahren vor Ausbruch der Finanzkrise haben wir eine Explosion von kreditfinanzierten Projekten rund um den Globus gesehen. Die Möglichkeit, diese Schulden zu bedienen hat sich in den letzten sechs Monaten verbessert, nachdem es zahlreiche Anzeichen einer Wachstumserholung gegeben hat. Allerdings haben die Probleme Dubais, wenngleich sie auf breiterer Sicht kein allzu großes Gewicht mit Blick auf das weltweite Wachstum einnehmen, dazu geführt, Investoren daran zu erinnern, dass eine Aktienrally und hohe Dosierungen von monetären und fiskalischen Stimuli von Regierungen der Emerging Markets und der entwickelten Länder, schulen-bezogene Schwierigkeiten nicht aus dem Weg geräumt, bzw. ausgemerzt haben. Wir werden weiterhin die am Markt und im Bankensystem erhältlichen Kreditkonditionen im Auge behalten.“

Carmignac: Dieses Mal ist es anders…  27.11.2009
 

Dieses Mal ist es anders – all diejenigen, die mit den Veröffentlichungen zum Wirtschaftsgeschehen vertraut sind, werden diese Überschrift suspekt finden. Zu Recht, wie Eric Le Coz, Mitglied des Investment Committee bei Carmignac Gestion (Carmignac) anmerkt, denn der Satz wurde in den letzten zehn Jahren öfters verwendet, um Konjunktur- und Marktentwicklungen zu erklären, die nicht in klassischen Muster passten und Modelle der Vergangenheit zu widerlegen schienen. Die Überschrift soll dennoch keine reine Provokation sein, denn die Rezession der Gegenwart unterscheidet sich von anderen in der Vergangenheit dadurch, dass sie eine Kreditblase sei und die Ursachen, die zu ihr führten, andere gewesen sind, als dies zuvor der Fall war, so Le Coz.

Diese Ursachen würden ihn und seine Kollegen zu einer Bewertung der wirtschaftlichen Lage, die deutlich von der sonst üblichen Beurteilung abweicht. So sind die Carmignac-Experten der Ansicht, dass die Erholung der Industrieländer langsam, verhalten und ohne Inflationsgefahren erfolgen muss – ein Szenario was derzeit insbesondere in den USA bestätigt würde.

Während US-Unternehmen bei Rezessionen in der Vergangenheit zunächst ihre Produktion zurückfuhren und dann erst Entlassungen vornahmen, lag der Fall zuletzt anders: Obwohl die Nachfrage der Endverbraucher im Quartalsverlauf anzog, hätten viele Unternehmen zum Mittel der Entlassungen gegriffen. Die hohe Arbeitslosigkeit führt dazu, dass die US-Notenbank die Leitzinsen vorerst weiterhin nahe bei Null lassen wird, so Le Coz, der die Hintergründe in seinem Kommentar weiter ausführt (siehe Anhang).

Künstlich forciertes Wachstum
Ein weiterer Punkt, den man im Hinterkopf wahren sollte, ist zudem, dass das Wachstum im dritten Quartal ebenso wie das für das Jahresende zu erwartende Wachstum auf die geld- und haushaltspolitischen Maßnahmen zurückgeht, aber auch auf eine Erholung, die in etwa dem Rückgang der Wirtschaftstätigkeit vor 12 Monaten entspricht, so Le Coz. Diese Erholung scheint ihm und seinen Kollegen weder von Dauer zu sein, noch trage sie sich selbst. Irgendwann aber müssten die Wirtschaftsakteure einen Ersatz für die staatliche Notenpresse finden, was ihnen zweifellos gelingen wird, so Le Coz, allerdings nicht zum derzeitigen Renditeniveau.

Schwellenländer profitieren von der Entwicklung
Dieses wirtschaftliche Umfeld in den Industrieländern wirke sich derzeit äußerst günstig auf die Fortsetzung des starken Wachstums in den wichtigsten Schwellenländern aus. Während die indische und die brasilianische Volkswirtschaft schon immer sehr stark auf ihre Binnenwirtschaft konzentriert waren, gelang es China, sein Wachstum wieder auf die internen Nachfragemotoren auszurichten. Auch wenn Kritiker nicht müde würden, anzumerken, dass China nicht für den wegfallenden Konsum der US-Konsumenten kompensieren könne, können die Wachstumszahlen der chinesischen Wirtschaft auch die größten Skeptiker nicht unbeeindruckt lassen, merkt Le Coz an.

China als Wachstumstreiber für andere
Ihm zufolge stehen wir in der Tat vor einer neuen Phase in der Neuordnung der Kräfteverhältnisse der Weltwirtschaft. Das starke Wachstum Chinas, das jedes andere Land in den Schatten stellt, bedeutet, dass China in Kürze ein Nettoimporteur wird. Folglich befindet sich China, das schon jetzt ein Wachstumsmotor der Weltwirtschaft ist, auf dem besten Weg, das Wachstum von Ländern wie den USA oder Deutschland zu stützen und sie nicht mehr wie in der Vergangenheit durch eine massive Ausdehnung der Exporte zu belasten.

Fazit
Das Fazit, das Le Coz aus seinen Beobachtungen zieht, ist folgendes: Unter Berücksichtigung aller Entwicklungen, präsentiert sich die Wirtschaftslandschaft in einem neuen Licht. Eine nur langsame Erholung des Westens sei notwendig, um es den Zentralbanken und Regierungen zu ermöglichen, ihre Liquiditätshilfen allmählich zurückzufahren, bevor sie vollständig eingestellt würden. Das Gewicht der Schwellenländer nehme unaufhaltsam zu. Ihr Wirtschaftswachstum wird uns durch den damit einhergehenden Bedarf an Anlagegütern und Infrastruktur sowie das Entwicklungspotenzial im Konsumbereich endlich aus unserer Starre reißen, ist Le Coz überzeugt. Dieses Umfeld, das für kurzfristige Anlagen wenig lohnenswert sei und in dem Staatsanleihen sogar riskant sind, scheint ihm und seinen Kollegen bei Carmignac für Unternehmensanleihen und vor allem für Aktien günstig zu bleiben.

Optimismus bei Fondsgesellschaften: 2010 wird ein Aktienjahr  19.11.09
 

Die Fondsgesellschaften sehen überwiegend zuversichtlich in die iZukunft: Insgesamt wird das Absatzpotenzial für Fonds in 2010 überwiegend als gut beziehungsweise sehr gut bewertet. Besonders positiv wird dabei das Absatzpotenzial für Aktienfonds eingeschätzt. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Feri EuroRating Services AG hervor, an der 56 Fondsgesellschaften aus dem deutschsprachigen Raum teilnahmen.

Mehr als jeder Zweite rechnet mit Konsolidierung
Die Umfrageteilnehmer erwarten für das Jahr 2010 zudem eine weitere Konsolidierung innerhalb der Fondsbranche: Über die Hälfte der Befragten nehmen an, dass sich die angebotene Produktpalette insgesamt verkleinern wird. Über 74 Prozent der Asset Manager gehen davon aus, dass sich die Zahl der Anbieter im Jahr 2010 verkleinern oder sogar stark verkleinern wird.

Drittel plant Ausbau der Produktpalette
„Ob es tatsächlich zu einer Konsolidierung kommt, wird sich allerdings erst zeigen“, so Christian Michel, Teamleiter Fonds & Zertifikate bei der Feri EuroRating Services AG. „Zwar gehen über 55 Prozent der von uns befragten Asset Manager davon aus, dass sich das Produktangebot der Fondsbranche insgesamt verkleinern beziehungsweise stark verkleinern wird, aber nur 14 Prozent erwarten eine Reduktion der Produktpalette im eigenen Haus. Im Gegenteil: Rund 35 Prozent wollen die Produktpalette sogar vergrößern.“

Gros erwartet stärkere Regulierung
Einigkeit besteht bei den Fondsgesellschaften hingegen in der Reaktion auf die Finanzmarktkrise. Mehr als 70 Prozent der Umfrageteilnehmer antworteten auf die Frage, ob die Fondsbranche das in der Finanzkrise verlorene Vertrauen beim Anleger zwischenzeitlich zurückgewinnen konnte, mit „überwiegend nicht“ oder „nicht zurückgewonnen“. Als eine Konsequenz aus der Finanzmarktkrise erwarten daher 87 Prozent der Befragten zukünftig eine stärkere Regulierung beziehungsweise Aufsicht über die Marktteilnehmer. Immerhin 45 Prozent der Umfrageteilnehmer befürworten derartige Maßnahmen auch.

Absatzpotenzial besonders für Aktienfonds positiv
Insgesamt sind 91 Prozent der Befragten der Meinung, das Absatzpotenzial von Investmentfonds im Bereich Aktien sei für das Jahr 2010 „gut“ oder „sehr gut“. Bei der letzten Befragung der Asset Manager im April 2009 waren lediglich 44 Prozent optimistisch für diese Anlageklasse. Auf die Frage, welche Aktien-Segmente im Jahr 2010 das beste Absatzpotenzial bieten, votieren knapp 26 Prozent für das Segment Emerging Markets. Auf Platz 2 und 3 folgen Fonds mit Anlagefokus auf Europa (15 Prozent) und weltweit anlegende Aktienfonds (8 Prozent). Am schlechtesten werden 2010 nach Meinung der Fondsgesellschaften Fonds mit Schwerpunkt Branchen und Nordamerika abschneiden.

Aussichten für andere Produktklassen
Das Absatzpotenzial von Fonds aus dem Bereich Gemischte Sondervermögen bewerten 86 Prozent der Experten mit „gut“ oder „sehr gut“. Für den Absatz von Alternative Investments sind 68 Prozent der Befragten positiv gestimmt, während Rentenfonds (60 Prozent) und Wandelanleihen (55 Prozent) nur auf Rang vier und fünf auftauchen. Für Immobilienfonds sind weniger als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (43 Prozent) optimistisch. Eine deutliche Mehrheit von 84 Prozent der Asset Manager geht für das kommende Jahr von einem schwachen beziehungsweise sehr schwachen Absatzpotenzial bei Geldmarktfonds aus. Bei den Rentenfonds sehen die Asset Manager Inflationsindexierte Anleihen (22 Prozent) und Unternehmensanleihen (21 Prozent) vorne, gefolgt von Renten Emerging Markets (16 Prozent) und Renten High Yield (10 Prozent). Für Rentenfonds im Bereich Staatsanleihen prognostizieren rund 36 Prozent der Befragten sehr schlechte Chancen. Entsprechend des erwarteten Absatzpotenzials für das Jahr 2010 wollen die Anbieter insbesondere in der Asset Klasse Aktien (42 Prozent), Alternative Investments (41 Prozent) und Renten (40 Prozent) das eigene Produktangebot vergrößern oder stark vergrößern.

ETF-Segment: Zahl der Skeptiker hat sich verdoppelt
Insgesamt 80 Prozent der Befragten halten es für wahrscheinlich beziehungsweise sehr wahrscheinlich, dass sich das positive Wachstum im ETF-Segment fortsetzen wird. Damit hat sich die Anzahl der Skeptiker von 10 Prozent bei der letzten Umfrage (April 2009) auf jetzt rund 20 Prozent verdoppelt. Knapp 43 Prozent der Marktteilnehmer erwarten für das kommende Jahr, dass sich die Anbieterzahl im ETF-Segment vergrößern oder stark vergrößern wird. Etwas mehr, nämlich 45 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten eine gleich bleibende Anbieterzahl in 2010. Damit stehen die Erwartungen hinsichtlich des ETF-Segments der Einschätzung für die gesamte Fondsbranche entgegen.

Hintergrundinfo zur Umfrage
Die vorliegende Umfrage wurde im Oktober 2009 von der Feri EuroRating Services AG durchgeführt. Es wurden dabei 56 Fondsgesellschaften aus dem deutschsprachigen Raum befragt. 68 Prozent der befragten Gesellschaften verfolgen einen aktiven Managementstil, 4 Prozent einen passiven und 28 Prozent beide Stile. Die Umfrage wird regelmäßig von der Feri durchgeführt.

Rücknahme von Anteilscheinen für den AXA Immoselect erneut vorübergehend ausgesetzt  19.11.09
 

Das Fondsmanagement begründet und erläutert die erneute Aussetzung der Rücknahme wie folgt:
E
ntgegen unserer sorgfältigen Prognosen, die wir basierend auf intensiven Gesprächen mit unseren Vertriebspartnern erstellt haben, verzeichnete der AXA Immoselect seit der Wiederaufnahme der Anteilschein-Rücknahme am 28.08.2009 Nettomittelrückflüsse, welche die erwarteten Volumina wesentlich überstiegen. Die in den letzten Monaten durch unsere Maßnahmen aufgebaute Liquidität im Fonds ist dadurch wieder erheblich zurückgegangen. Da wir gegenüber den bestehenden Anlegern und zum Schutz des Sondervermögens verpflichtet sind die ordnungsgemäße laufende Bewirtschaftung sicher zu stellen, sehen wir uns gezwungen mit Wirkung zum 17.11.2009 die Rücknahme der Anteilscheine des AXA Immoselect gemäß § 81 InvG in Verbindung mit § 12 Abs. 5 der Allgemeinen Vertragsbedingungen erneut auszusetzen. Die dafür vorgesehene Frist beträgt drei Monate. Eine Verlängerung der Frist nach Ablauf der drei Monate ist bis maximal zwei Jahre möglich. Das bedeutet, dass alle Verkaufsaufträge, die bei unserer Depotbank zur Ausführung seit dem 17.11.2009, 11:30 Uhr (Orderannahmeschluss) eingegangen sind, nicht mehr ausgeführt werden. Das Portfolio wird weiterhin aktiv gemanagt und die tägliche Anteilspreisermittlung fortgesetzt.Die veränderten Marktbedingungen haben bei Anlegern die Befürchtungen um Liquiditätsengpässe verstärkt und führten zu zusätzlichen Rückgabewünschen, die den Druck auf das Risikomanagement des Fonds erhöht haben. Wir erwarten in absehbarer Zeit keine Beruhigung und erachten diesen Schritt als unvermeidbar.

Die Interessen unserer langfristig orientierten Anleger stehen im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Wir können es daher nicht verantworten, den Fonds mit zusätzlichen Fremdmitteln zu belasten, um weitere Rückgabewünsche zu bedienen. Trotz der allgemeinen Verunsicherung im Markt sind wir nach wie vor von der hohen Qualität des AXA Immoselect überzeugt.  

Goldpreis: Wachstum ohne Grenzen?   17.11.09
 

Gold scheint derzeit nur eine Himmelsrichtung zu kennen: Den Norden. Nico Baumbach, Fondsmanager des HANSAgold (DE000A0NEKK1 USD-Klasse, DE000A0RHG75 EUR-Klasse) erläutert, warum er Gold nach wie vor als attraktive Anlageklasse sieht:

„Gold ist teuer wie nie. Seit Jahresbeginn kletterte der Goldpreis – ausgehend von einem Rekordhoch von 900 US-Dollar je Feinunze im Januar – kontinuierlich nach oben. Die aktuelle Notierung liegt bei über 1100 US-Dollar per Feinunze. Der Preis wird nach wie vor durch Inflationsangst und niedrige Zinsen getrieben. Der schwache US-Dollar verbilligt Gold außerhalb des Dollarraums und sorgt für eine steigende Nachfrage von institutioneller wie privater Seite – was wiederum den Kurs nach oben treibt.

Fundamentaldaten stimmen
Pessimisten sehen in der momentanen Preisentwicklung ein Warnsignal und fürchten eine Blasenbildung. Zeit, sich von der goldigen Anlageklasse zu trennen? Fundamental ist der Goldpreis nach unten gut unterstützt. Dafür sorgt vor allem die Nachfrage der Zentralbanken sowie der Bevölkerung. Traditionell verleiht die im Oktober beginnende Hochzeitsaison in Indien und die damit verbundene Schmucknachfrage dem Goldpreis Auftrieb. Üblicherweise erhält die Braut sechs bis zehn Gramm Goldschmuck – er soll ihre Altersvorsorge sichern. Allerdings sind die Inder dieses Jahr aufgrund der hohen Preise deutlich zurückhaltender, insofern fällt die Nachfrage etwas geringer als erwartet aus.

Zudem unterstützt die Nachfrage der Zentralbanken den Goldpreis, die mit Gold ihre Devisenreserven streuen wollen. Allein die indische Zentralbank kaufte im Oktober fast 200 Tonnen Gold vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und trieb den Goldpreis damit auf ein neues Rekordhoch. Bei der Menge handelte es sich um die Hälfte der zum Verkauf stehenden Goldreserven. Als Großeinkäufer für die andere Hälfte ist die chinesische Zentralbank im Gespräch. Zudem hat der chinesische Staat seine Bevölkerung aufgerufen, mit dem Kauf von Gold und Silber die Altersvorsorge zu sichern.

Potenzielle Risikofaktoren
Die Entwicklung des Goldpreises basiert also auf strategischen und nicht spekulativen Zukäufen. Dies lässt auf eine langfristig anhaltende Nachfrage nach Gold schließen. Anleger sollten allerdings Folgendes beachten: Gold ist eine volatile Anlageklasse. Außerdem erhalten Investoren keine regelmäßigen Zins- oder Dividendenzahlungen. Insbesondere wenn sich Spekulanten aus dem Markt verabschieden, um Gewinne mitzunehmen, ist die Gefahr eines Preisrückschlags gegeben. Dass der Goldpreis jedoch wieder unter die Marke von 900 US-Dollar per Feinunze fällt, ist unwahrscheinlich. Sollte dies dennoch der Fall sein, bietet dieses Szenario langfristig orientierten Anlegern gute Möglichkeiten zum Nachkaufen.

Fazit
Für Investoren, die sich gegen einen Währungskollaps absichern wollen, ist eine 5 bis 10- prozentige Depot-Beimischung sinnvoll.Kurzfristige Preisrückschläge bieten strategischen Investoren – und natürlich Schmuckkäufern – gute Gelegenheiten zum Nachkauf.“.
 

Die Hansainvest Hanseatische Investmentgesellschaft legte am 2. Januar 2009 den HANSAgold nach deutschem Investmentrecht auf, der in physisches Gold investiert. Bei einem Verkauf der Fondsanteile hat der Anleger die Möglichkeit, sich den Gegenwert in Goldbarren auszahlen zu lassen.

Fidelity will Fondsdepots auf Frankfurter Fondsbank übertragen  17.11.09
 

Der im September verlautbarte Kauf der Frankfurter Fondsbank GmbH (FFB) durch die Fondsgesellschaft Fidelity hat Folgen: Fidelity will seine eigene Depotführung in Luxemburg und in Deutschland aufgeben und auf die FFB übertragen.
Die Vertragspartner von Fidelity und der Depotplattform Fundsnetwork wurden via Brief über das weitere Verfahren informiert.
Nach entsprechenden Informationen sollen die Depotkunden im Februar 2010 angeschrieben und über den anstehenden Wechsel informiert werden. Sollten die Kunden der Migration nicht innerhalb der Widerspruchsfrist widersprechen, werden die Depots im Mai 2010 an die FFB übertragen. Lt. Fidelity sind sämtliche 153.000 bei Fidelity geführten Kundendepots betroffen. Insgesamt verwaltet Fidelity nach der Übernahme der FFB ca. 903.000 Kundendepots.
Eine markante Änderung gibt es für die bisherigen Kunden von Fundsnetwork:
Eine bisher kostenlos angebotene Depotführung gibt es bei der FFB nicht mehr.

Offene Immobilienfonds:  Degi International macht wieder zu  17.11.09
 

Der offene Immobilienfonds Degi International hat wieder zugemacht. Seit heute nimmt die Fondsgesellschaft Degi keine Anteile mehr zurück. Es ist bereits die zweite Schließung innerhalb eines Jahres Erst Ende Januar hatte der Degi International wieder aufgemacht. Nachdem Anleger neuerlich Kapital abgezogen haben, bleibt er für mindestens drei Monate geschlossen.
Auch der Degi Europa bleibt für zwölf weitere Monate bis Ende Oktober 2010 zu. Beide Fonds geben zudem keine neuen Anteile aus. Um Liquidität zu beschaffen, werden die Fonds nun Immobilien verkaufen. Dadurch könne sich der Anlageschwerpunkt ändern, Anlegern solle die Möglichkeit gegeben werden, sich über die Neuausrichtung zu informieren, bevor sie investierten, heißt es bei der Degi zur Begründung.
Anleger haben zwischen Juni und September rund 250 Millionen Euro aus dem Degi International abgezogen. Die Nettoliquidität liegt damit bei nur noch rund 8 Prozent. Die Fondsgesellschaft verweist auf die „öffentliche Diskussion über mögliche Verlustrisiken bei offenen Immobilienfonds, die zu einer erneuten Verunsicherung der Anleger geführt“ habe.
Hinzu kommen Gerüchte, dass Dresdner-Bank-Berater nach dem Verkauf der Degi von Dresdner an Aberdeen Asset Management den Degi-Fonds verstärkt gegen Commerzbank-Immobilienfonds getauscht haben.

DWS Sachwerte bevorzugt Aktien, Rohstoffe, Immobilien und Edelmetalle 16.11.09
 

Das Inflationsrisiko steigt. Aktien, Immobilien und Rohstoffe können Vermögen gut vor Inflation bewahren. Gold gilt quasi als Ersatzwährung. Das sind die Kerninvestments des im Oktober aufgelegten DWS Sachwerte (DE000DWS0W32).  „Deutsche Anleger fürchten Inflation. Herkömmliche Mischfonds schützen kaum. Der DWS Sachwerte bietet ein aktuelles auf mehrere Inflationsszenarien abgestimmtes Angebot“, so Klaus Kaldemorgen, Leiter Aktienfondsmanagement der DWS und verantwortlich für den Fonds.

Vielfacher Rückenwind für Sachwerte
Zentralbanken fluten die Märkte mit Liquidität. Rohstoffpreise steigen meist sechs Monate nach einer starken Geldmengenausweitung. Die starke konjunkturelle Entwicklung in den Schwellenländern und die intensive Förderung von vielen Infrastrukturprojekten dürften zu einer wachsenden Nachfrage nach Energie und Rohstoffen führen. Öl und Gold sind zudem strategische Investments, mit denen Anleger die erwartete Schwäche des US-Dollar kompensieren. Die DWS erwartet feste Rohstoff- und Edelmetallpreise.

Hintergrundinfo zum Fonds
Der DWS Sachwerte kombiniert Anlageklassen, die vor allem bei einem inflationären Umfeld Vorteile bieten: Aktien, Immobilienbeteiligungen, Rohstoffe, Edelmetalle und hier insbesondere Gold, inflationsindexierte Staatsanleihen sowie Währungen. Die Zusammenstellung der Asset - Klassen basiert auf einer umfangreichen Analyse, welche Werte besonders von einer unerwarteten Inflation profitieren. Dass inflationsindexierte Anleihen sich dann besser entwickeln als übliche Anleihen, ist leicht einsichtig, wie es von Seiten der DWS heißt. Bei Aktien sei die Situation komplexer. Besonders attraktiv seien Unternehmen mit Zugang zu realen Werten, die Preiserhöhungen relativ leicht am Markt durchsetzen können und über einen stabilen Cash-Flow verfügen. Zudem ist Inflation nicht gleich Inflation. Der Grad einer möglichen Geldentwertung kann ganz unterschiedlich sein. Das Fondsmanagement gewichtet die einzelnen Sachwerte im Portfolio entsprechend seiner Einschätzung der Inflationsszenarien. Das Ertragsziel soll langfristig zwischen einer Aktien- und einer Anleihenanlage bei moderater Volatilität liegen. Auch bei Geldwertstabilität soll der Fonds noch die Chance einer angemessenen Wertentwicklung haben. Ein striktes Risikomanagement soll gewährleisten, dass der Anteilswert in schlechten Jahren nicht mehr als 10 Prozent fällt.

DWS verabschiedet sich partiell aus Zertifikategeschäft  16.11.09
 

Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS zieht sich aus dem Zertifikategeschäft zurück – zumindest partiell. Künftig werde die Zertifikate-Tochter DWS Go, die im Oktober 2006 an den Start gegangen war, nur noch auf Kundenwunsch neue Papiere emittieren, wenn ein Kunde mit konkreten Wünschen und ausreichend Kapital – beispielsweise ein Vermögensverwalter – an sie herantritt, wie das Unternehmen mitteilte. Auch die bestehende Produktpalette wurde bereits beschnitten: seit Ende September wurden bisher 30 Zertifikate gekündigt.

Keine Aufgabe des Geschäfts geplant
Gerüchte, dass sie sich von ihrem Zertifikategeschäft komplett verabschieden will, hat die DWS allerdings dementiert. Diese waren aufgekommen, nachdem in der letzten Woche bekannt geworden war, dass zwei DWS-Go-Männer auf dem Sprung sind. Während DWS-Go-Manager Matthias Liermann – der als Architekt von DWS Go gilt – zum Deutsche-Bank-Zertifikateteam X-Markets wechselt, soll Eckhard Hülsmann, der bei der DWS bisher für den Verkauf von Zertifikaten und den Vertriebskanal zuständig ist, seine Stelle verlieren. Dem vorangegangen ist bereits der Abgang von DWS-Geschäftsführer Stephan Kunze, der als einer der DWS-Go-Väter gilt und das Haus bereits im April verlassen hatte, sowie der von Heinz Fesser, bis dahin Leiter Rentenfonds, der Ende 2008 ging. Einige Neuzugänge hatten sich zudem auch vergleichsweise rasch wieder aus dem Team verabschiedeten, nachdem die internen Widerstände dort zu groß waren. Keine Aufgabe der Geschäftstätigkeit also, abgewickelt würden vielmehr nur solche Zertifikate, deren Verwaltung sich nicht rentiere, da sie ein zu geringes Fondsvolumen aufweisen, wie ein DWS-Sprecher sagte, wobei die gewünschte Zielmarke je Produkt zwischen fünf bis 50 Millionen Euro liege. Die Zertifikateplattform DWS Go solle per se weiter betrieben werden.

Mit Blick auf den 100 Milliarden Euro schweren deutschen Zertifikate-Gesamtmarkt ist DWS Go ein kleiner Player: Derzeit stecken noch rund 500 Millionen Euro in 125 Produkten, wobei es das gewichtigste Zertifikat der DWS-Palette auf ein Volumen von rund 80 Millionen Euro bringt, während andere Papiere es gerade mal auf Anlagegelder in Höhe von 50.000 Euro brachten und ergo tendenziell verstärkt auf der Rückkaufliste standen oder stehen. Im Fall von bereits abgewickelten Papieren hätten die Kunden ihr Geld zurückerhalten oder das Angebot angenommen, es ohne Kosten in einen DWS-Fonds zu transferieren.

Carmignac Gestion: Weiterhin günstiges Umfeld für Aktien 13.11.2009
 

Der Aufschwung der Weltwirtschaft hat sich zwar bestätigt, jedoch wächst gleichzeitig die Schere zwischen Industrie- und Schwellenländern, so die Manager von Carmignac Gestion. Während die Schwellenländer – allen voran China – gesunde Wachstumsaussichten zeigen, stehe die Lage in den Industrieländern in starkem Gegensatz zu der bemerkenswerten Widerstandskraft der Schwellenländer. Der Wirtschaftsaufschwung sei hier noch wenig gefestigt, so die Experten von Carmignac Gestion . In der Konsequenz erscheine es ihnen von wesentlicher Bedeutung, dass die haushalts- und geldpolitischen Stützungsmaßnahmen fortgeführt werden

Pro Aktien – Lifestylethematik und Rohstoffe im Fokus
Im Hinblick auf die Anlagestrategie des eigenen Hauses sei man angesichts eines günstigen Marktumfelds und moderater Bewertungen weiter positiv für Aktien gestimmt, die man unter anderem im Carmignac Investissement offensiv positioniere. Der Fokus liege dabei weiterhin auf den Themen Verbesserung des Lebensstandards in den Schwellenländern und die damit einhergehende Knappheit der Rohstoffe.

Hauseigener Fonds – Gold als Puffer im Depot
Im offensiven Teil des Portfolios von Carmignac Investissement – der 70 Prozent einnimmt – behält das Thema der Verbesserung des Lebensstandards in den Schwellenländern mit 26,2 Prozent des Fondsvermögens seine herausragende Bedeutung bei, während Rohstoffe 23,7 Prozent des Fondsvermögens stellen. Die restlichen 30 Prozent sind defensiv investiert, wobei sich dieser Teil aus defensiven Werten (Gesundheit, nicht-zyklischer Konsum etc.) und Goldpositionen zusammensetzt. Mit 13,2 Prozent des Vermögens des Carmignac Investissement bietet das Thema Gold weiterhin den besten Schutz gegen den Eintritt des Inflations- oder Deflationsrisikos.
Die Carmignac Gestion Experten setzen ihre Strategie, die Entspannung der Aufschläge auf Unternehmensanleihen auszunutzen, fort, wohingegen sie bei Staatsanleihen ein wenig attraktives Rendite-Risikoprofil vorfinden. Den Daumen hoch gibt es dafür für inflationsindexierten US-Anleihen, in denen man weiterhin positioniert bleibt. Ferner wurden die Schwellenlandstrategien ausgebaut

FMA-Warnung vor unseriösen Finanzdienstleistern 13.11.09
 

Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA warnt vor dem Abschluss konzessionspflichtiger Bankgeschäfte mit den Anbietern Johnson Carter Inc., Funk Versicherungmakler AG und Park East Capital. Die Daten des Trios lauten wie folgt:    

Johnson Carter Inc.

Manuel Icaza Str.

Edificio Magna Corp.

Panama City , Panama

bzw.

P.O. Box 0832-01295

World Trade Centre

Panama City , Panama

+800-8655-3303

+34 91 1877549

www.johnsoncarterinc.com

jc.madrid@johnsoncarterinc.com  

Das Unternehmen ist nicht berechtigt ist, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungsgeschäfte in Österreich zu erbringen. Dem Anbieter ist Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente gemäß § 3 Abs. 2 Z 1 WAG 2007 untersagt, ebenso wie die Portfolioverwaltung für Kunden, sofern das Portfolio ein oder mehrere Finanzinstrumente enthält gemäß § 3 Abs. 2 Z 2 WAG 2007 und die Annahme und Übermittlung von Aufträgen, sofern diese Tätigkeiten ein oder mehrere Finanzinstrumente zum Gegenstand haben gemäß § 3 Abs. 2 Z 3 WAG 2007.

Johnson Carter Inc. bezeichnet sich auf ihrer Homepage selbst als eine der 'führenden internationalen Wertpapier Brokerage und Investmentfirmen anpreist, mit "einem der größten globalen Netzwerke in der Welt".

 

Funk Versicherungmakler AG

Gebietsrepräsentanz

Lindenstraße 12a

81545 München

Deutschland

Tel.: +49 89 25 55 75 79 4

Fax: +49 89 25 55 75 79 5

www.topfonds.biz

info@topfonds.biz  

Auch dieser Anbieter ist laut FMA nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Die gewerbliche Entgegennahme fremder Gelder zur Verwaltung oder als Einlage (Einlagengeschäft) gemäß § 1 Abs. 1 Z 1 BWG ist dem Anbieter daher nicht gestattet.

Die zur Funk Gruppe gehörende Funk Versicherungmakler AG ist in zahlreichen europäischen Ländern aktiv und beschreibt sich auf ihrer Homepage als „führender Versicherungsbroker und Risiko Consultant“, der Risiko- und Versicherungslösungen konzipiert und anwendet und zwar für den Schutz „von Assets für Firmen in allen Marktsegmenten und Größen, Verbindungen, unabhängige Professionelle und private Individuen“.  

 

Park East Capital

Level 14, 1-2-9 Nishi Shimbashi

Minato Ku, 105-0003 Tokyo

Japan

www.parkeastcapital.com

admin@parkeastcapital.com

Tel.: +81 3 4496 4250

Fax: +81 3 4496 4251

Dritter im Bunde ist die japanische Firma Park East Capital, die ebenfalls nicht berechtigt ist, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungsgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher weder die Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente gemäß § 3 Abs. 2 Z 1 WAG 2007 noch die Portfolioverwaltung durch Verwaltung von Portfolios auf Einzelkundenbasis mit einem Ermessensspielraum im Rahmen einer Vollmacht des Kunden, sofern das Kundenportfolio ein oder mehrere Finanzinstrumente enthält gemäß § 3 Abs. 2 Z 2 WAG 2007 und die Annahme und Übermittlung von Aufträgen, sofern diese Tätigkeiten ein oder mehrere Finanzinstrumente zum Gegenstand haben gemäß § 3 Abs. 2 Z 3 WAG 2007 gestattet, so die FMA.

Multi Invest OP: Das andere Risiko  12.11.09
 

Es schien das Jahr von Olaf-Johannes Eick zu werden. Die Folgen der Finanzkrise mit minimalen Verlusten gemeistert, dazu im Abgeltungssteuerfinale in nur vier Wochen mehr als 150 Millionen Euro eingesammelt – der Inhaber der in der Schweiz ansässigen Investmentboutique Multi Invest hatte im Januar allen Grund, sich auf Kongressen und Podiumsdiskussionen mit breiter Brust feiern zu lassen. Der Jubel ist merklich abgeklungen. Weil Eicks mathematische Modelle den ganzen Sommer hindurch keinerlei Kaufsignale für Aktien gaben, blieben sein Flaggschiff-Fonds Multi Invest OP und auch die meisten anderen Mandate 2009 in den Niederungen des Geldmarkts hängen.
Doch damit nicht genug: Um das Geld der Anleger vor Inflation zu schützen, nahm Eick im Frühjahr Anteile der unter anderem im kasachischen Ölgeschäft tätigen Beteiligungsgesellschaft Petro Capital Resources (PCR) auf. Das hätte er allerdings besser gelassen. Die PCR-Aktie brach seither um 80 Prozent ein und ließ den Multi Invest OP seit Jahresbeginn mit 2,2 Prozent ins Minus rutschen. Eick ist nach Madoff-Opfer Bernd Greisinger bereits der zweite prominente Dachfondsmanager, der beim Versuch, Verluste um jeden Preis zu vermeiden, Teile seines Portfolios vor die Wand fährt. Zwar sind die beiden Fälle in ihrer Dimension nicht vergleichbar.
Einmal mehr zeigt sich jedoch: Fonds, deren Manager vorgeben, sich dank einer überlegenen Anlagephilosophie vom Auf und Ab der Aktienmärkte abkoppeln zu können, sind nicht ohne Risiko. Es liegt nur woanders.

DWS: Milliardenregen für Megatrends   12.11.09
 "Auch wenn es etwas stiller um die großen globalen Themen der Zukunft geworden ist: Die Investmenttrends, die vor der Krise die Schlagzeilen beherrschten, sind keineswegs vom Tisch. Ganz im Gegenteil. Ob Klimawandel, Infrastruktur, Agribusiness oder Wasser - geplante Milliarden-Investitionen lassen Investoren wie Anleger hellhörig werden. Während einige Branchen noch immer erheblich unter den Folgen der Krise leiden, könnten diese Sektoren möglicherweise als Gewinner hervorgehen", konstatiert die DWS.
Um den Wirtschaftsmotor wieder in Schwung zu bringen, seien rund um den Globus milliardenschwere Konjunkturprogramme von den Regierungen aufgelegt worden. Gigantische 4350 Milliarden US-Dollar seien es in Summe. Im Vergleich dazu wirkten die 115 Milliarden Dollar aus dem Marshall-Plan für das nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörte Europa aus heutiger Sicht wie eine Mini-Hilfe. Ein Großteil der aktuellen Programme sei für den Ausbau der Infrastruktur vorgesehen. Allein in China wurde nach Angaben der DWS ein Paket von umgerechnet 400 Milliarden Euro geschnürt, wovon ein erheblicher Anteil in den Bau neuer Flughäfen, U-Bahnsysteme und Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen Städten fließen soll. In den USA stünden allein 80 Milliarden US-Dollar für Infrastrukturmaßnahmen bereit - unter anderem für den Straßenbau und den öffentlichen Nah- und Fernverkehr. "Gute Nachrichten für Bauunternehmen oder auch Stahlhersteller. Für sie könnten sich die Vorhaben auszahlen", wird weiter ausgeführt.

Klima hat Konjunktur
Auch Unternehmen, die mit Lösungen rund um das Thema Klimaschutz Geld verdienen würden, kämen in den Genuss der staatlichen Konjunkturprogramme. Beispiel USA: Allein 30 Milliarden Dollar mache die amerikanische Regierung für den Ausbau erneuerbarer Energien locker. "Schon 2025 soll ein Viertel der produzierten Strommenge aus sauberen Quellen stammen. Jüngste Meldung, die für Schlagzeilen sorgte: Satte 3,4 Milliarden Dollar aus dem US-Konjunkturpaket sollen für den Aufbau einer intelligenten Strominfrastruktur verwendet werden", schreibt die DWS. Experten witterten enormes Potenzial vor allem bei den so genannten Smart Grids. Die schlauen Systeme würden nicht nur helfen, sauberen Strom in Leitungen einzuspeisen. Smart Grids leisteten ebenfalls gute Dienste bei der Reduzierung des Stromverbrauchs: Bis 2030 sollten vier Prozent Stromkosten eingespart werden. Gut fürs Klima und gut für Unternehmen, die mit den neuen Technologien ihr Geld verdienten. Schätzungen zufolge werden die Investitionen laut DWS in grüne Technologien auf rund 570 Milliarden US-Dollar ansteigen. Kein Wunder, dass auch in Europa beim Thema Klimaschutz Milliarden-Summen im Gespräch seien. Nach Auffassung der EU-Kommission müssten die Industriestaaten für die Entwicklungsländer ab 2020 pro Jahr allein 100 Milliarden Euro aufbringen. Zum einen, um sich gegen die Folgen der Erderwärmung zu stemmen und zum anderen, um sich an die neuen klimatischen Bedingungen anzupassen. Ziel in der Europäischen Union sei, die Treibhausgase bis 2020 um 30 % und bis 2050 um bis zu 95 % zu drosseln. Rund um den Globus, so veranschlagt die Internationale Energieagentur, koste der Kampf gegen die Folgen des Klimawandels 45 Billionen Dollar.
Ein weiteres Thema, das auch in Jahren oder Jahrzehnten noch für Schlagzeilen sorgen dürfte: die Ressourcenknappheit. Im Blickpunkt stehe vor allem der Agrarsektor. Um die Ernährung der Weltbevölkerung bis 2050 sicherzustellen, müssten allein die Agrar-Investitionen in den Entwicklungsländern mehr als verfünffacht werden - so die Einschätzung der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO). Während weltweit auf einem Hektar Acker 1960 durchschnittlich Nahrungsmittel für 2,4 Menschen und 2005 für 4,5 Menschen hergestellt wurden, müssen 2050 möglicherweise schon mehr als sechs Menschen von derselben Ackerfläche satt werden. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung: das starke Bevölkerungswachstum. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge werde die Weltbevölkerung von derzeit etwa 6,6 Milliarden Menschen bis 2050 auf mehr als neun Milliarden ansteigen. Die verfügbaren Flächen für die Produktion von Lebensmitteln würdenn jedoch schrumpfen. Fruchtbares Ackerland falle mehr und mehr den wachsenden Städten zum Opfer. Spuren hinterlasse auch der Klimawandel: Prognosen der FAO zufolge könnten die Erträge in Afrika um bis zu 30 % und in Asien in Folge der Erderwärmung um bis zu 21 % schrumpfen.
Der Wandel bei der Lebensmittel-Nachfrage verschärfe die Lage zusätzlich. In aufstrebenden Ländern wie China komme statt Reis immer häufiger Fleisch auf den Tisch - eine Folge des steigenden Wohlstands. Das Problem dabei: Um ein Kilo Fleisch zu erhalten, müssten etwa sieben Kilo Getreide verfüttert werden.
Noch dazu beanspruche etwa die Produktion von Rindfleisch 8-10-mal so viel Wasser wie der Anbau von Getreide. Doch auch Wasser sei knapp: Schon heute hätten mehr als eine halbe Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Hinzu komme, dass die Landwirtschaft einer der größten Verbraucher sei: In einzelnen Entwicklungsländern komme der Sektor unter anderem aufgrund der starken Bewässerung der Felder auf einen Anteil am Wasserkonsum von mehr als 90 %.
Wohin der Trend im Agrarsektor führen könne, habe sich 2008 an den Märkten widergespiegelt. Die Preise für Nahrungsmittel seien in die Höhe geschossen - unter anderen weil Ernten aufgrund von Trockenheit hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien. Im Schlepptau der Wirtschaftskrise habe sich die Lage zwar wieder entspannt. "Langfristig dürfte aufgrund der steigenden Nachfrage allerdings mit kletternden Lebensmittelpreisen zu rechnen sein.", schreibt die DWS: Ein möglicher Ausweg: Investitionen, mit deren Hilfe der Ertrag auf den Feldern gesteigert werden könne - etwa durch verbessertes Saatgut. In puncto Wasser seien Ideen gefragt, mit deren Hilfe der Verbrauch des kostbaren Gutes gedrosselt werden könne. Verfahren zur Reinigung und Wiederaufbereitung könnten der Knappheit somit entgegenwirken. "Das Marktpotenzial scheint riesig: Experten rechnen mit einem Investitionsbedarf im Wassersektor von 300 Milliarden US-Dollar".
Aktien der Unternehmen, die rund um die Themen Klimawandel, Infrastruktur, Agribusiness oder Wasser Lösungen und Produkte anbieten, könnten über Jahre oder Jahrzehnte hinweg unter anderem von den geplanten Milliarden-Projekten profitieren.
Threadneedle: Asiatische Volkswirtschaften haben den Tiefpunkt Überwunden  11.11.09
 "Die exportgestützten asiatischen Volkswirtschaften haben das Konjunkturtief überwunden und mit zurückkehrendem Vertrauen erholen sich die regionalen Märkte", so Gigi Chan, die Fondmanagerin des Threadneedle China Opportunities Fund. Aufgrund der weltweit ansteigenden Risikoneigung seien vermehrt Anlagegelder nach Asien geflossen. Zudem herrsche auf den Heimatmärkten eine hohe Liquidität. "Positive strukturelle Treiber wie eine auf Wachstum setzende Geld- und Steuerpolitik der asiatischen Zentralbanken und Regierungen deuten darauf hin, dass sich die positiven Impulse auch im Jahr 2010 fortsetzen werden", heißt es.
Gigi Chan führt aus: "Die Aktienmärkte und Währungen in Asien werden durch die Rückkehr des Kapitals gestärkt und es ergeben sich attraktive Stock Picking-Möglichkeiten. Das Konsumentenvertrauen in Korea ist zurück auf einem 7-Jahres-Hoch und der steigende heimische Konsum in China deutet darauf hin, dass das Wachstum in dieser Region in Schwung kommt." Die stabile Nachfrage nach Finanzdienstleistungen und steigende Infrastrukturausgaben in Asien würden die jeweiligen Sektoren beflügeln und zu verstärkten Investmenttäigkeiten führen. Im Bankensektor profitierten vor allem Wealth Management Einheiten von dem Geschäft mit einer steigenden Zahl vermögender Privatkunden. "Die schnell voranschreitende Verstädterung in China und Indien wird von den erhöhten Regierungsausgaben in Infrastruktur - einschließlich Straßen, Schienen und Häfen - gestützt", so die Gesellschaft. Diese Sektoren würden auch weiterhin stark wachsen. Die Erholung der globalen Wachstumsindikatoren werde sich positiv auf die Stimmung in den stärker exportabhängigen asiatischen Aktienmärkten Korea und Taiwan auswirken. "Deren global wettbewerbsfähige Technologieunternehmen sind gut positioniert, um von einem globalen Aufschwung zu profitieren".Ein entscheidendes Risiko für die Entwicklung der asiatischen Aktienmärkte sei dagegen ein Rückgang der weltweiten Risikoneigung sowie Ängste vor einer restriktiveren Geldpolitik in der Region.
Telos ratet LuxTopic - Aktien Europa mit "AAA-"  10.11.09
 

Telos hat den LuxTopic - Aktien Europa geratet. Der Fonds erfüllt höchste Qualitätsstandards und erhält die Bewertung "AAA-" auf einer Skala von A bis AAA (höchste Qualitätsstandards). Das Fondsrating von Telos beurteilt auf qualitative Weise die Stringenz des Investmentprozesses die Person des Fondsmanagers und sein Team sowie das Qualitätsmanagement innerhalb des Prozesses vor dem Hintergrund der Einhaltung ethischer Grundsätze wie Fondsklarheit und -wahrheit. Die Performanceergebnisse des Fonds dienen zur Beurteilung der Konsistenz des Investmentprozesses. Im Hinblick auf die Bewertung für den LuxTopic - Aktien Europa heißt es in dem Telos-Kommentar unter anderem:
„Der LuxTopic - Aktien Europa wird nach einem gut strukturierten Investmentprozess gemanagt, der einem quantitativen Ansatz folgt und sich auf den Blue-Chip-Index Dow Jones Euro Stoxx 50 Preisindex konzentriert. Das Fondsmanagement verfolgt das Ziel einer langfristig überdurchschnittlichen Performance bei unterdurchschnittlicher Volatilität, wobei die risikoadjustierte Performance oberste Priorität hat. Der erste Teil des Investmentprozesses ist ein quantitativer Auswahlprozess, der anhand eines technischen Selektionsmodells ohne jeden subjektiven Einfluss durchgeführt wird. Dazu werden unterschiedliche Performancezeiträume gewichtet und eine Rangliste vor allem der 50 Werte des Dow Jones Euro Stoxx 50 Preisindexes erstellt. Dabei werden diejenigen Werte ausgewählt, die die höchste positive Kursdynamik aufweisen. Aussortiert werden dagegen Titel, die negative Dynamik zeigen.

Der LuxTopic - Aktien Europa verfolgt dabei keinen bestimmten Stil. Der Fonds wird nicht Benchmark-orientiert gemanagt. Das mathematische Modell bzw. die daraus resultierende Rangliste ist die Entscheidungsgrundlage dafür, welche Aktien in den Fonds aufgenommen werden. Es erfolgt kein Programmhandel, die letzte Entscheidung trifft das Fondsmanagement, das heißt es wird ein regelbasiertes aktives Fondsmanagement betrieben. Der zweite Teil des Investmentprozesses wird von Optionsstrategien dominiert.

Dabei erfolgt die Absicherung durch den Kauf von Index-Put- Optionen, um das Marktrisiko zu reduzieren. Durch die Absicherungsstrategie werden auch in fallenden Märkten Cash-Einnahmen generiert. Die Absicherungskosten werden teilweise durch den Verkauf von covered Call-Optionen hereingeholt. Laut Fondsmanager kombiniert der Fonds Vorteile der Indexanlage mit einem aktiven Risikomanagement.

Durch den Kauf von Put-Optionen, den Verkauf von Call-Optionen und der daraus resultierenden Einnahme von Prämien soll eine Verringerung eventueller Kursverluste bei rückläufigen Märkten erreicht werden. Gleichzeitig wird in der Regel eine niedrige Volatilität erzielt. Das Risikomanagement im Aktienbereich erfolgt in erster Linie durch Diversifikation und Branchenstreuung. Auf der Optionsseite wird stets das Delta berechnet. Der Fonds konnte die Performance des als Orientierungsgröße herangezogenen DJ Euro Stoxx 50 Indexes bei geringerer Volatilität seit seiner Auflage übertreffen. Dabei hat der Ansatz vor allem in Phasen fallender Aktienmärkte besser abgeschnitten als der Index. Das Sharpe Ratio lag bei der rollierenden Betrachtung über 5 Jahre im positiven Bereich."

Franklin Templeton: Russische Aktien sind noch günstig bewertet  10.11.09
 "2008 gehörte Russland mit Verlusten von über 70% in US-Dollar zu den ertragsschwächsten Aktienmärkten im Schwellenländeruniversum. In diesem Jahr konnte sich der Markt eindrucksvoll erholen und legte bis Oktober knapp 100% zu.
Russland zählt zu den billigsten Schwellenmärkten und notiert im Vergleich mit einem Abschlag von rund 50%", berichtet Dr. Mark Mobius, Schwellenländer-Experte bei Franklin Templeton und Fondsmanager des Templeton Emerging Markets Fund innerhalb einer Schwerpunktbetrachtung Russland. Die Entwicklung dort und in vielen anderen Schwellenländern werde derzeit von einer übergroßen Geldmenge auf den internationalen Märkten bestimmt. Das bedeute, dass Investitionskapital in diese Märkte fließe. Da Russlands Aktienkurse tiefer gefallen seien als an anderen Märkten, sei das Aufwärtspotenzial jetzt entsprechend größer. "Wir bei Templeton entdecken trotz der jüngsten Rally weiterhin reizvolle Chancen in den meisten Sektoren, da Aktien nach wie vor unterbewertet sind.
Templetons Emerging Markets-Team analysiert auch künftig Einzelunternehmen und hält an seinem langfristigen Anlagehorizont fest. Natürlich spielen auch allgemeine Faktoren wie Trends bei den regionalen Verbraucherausgaben, Rohstoffpreise und Corporate Governance eine Rolle", so Mobius. "Unseres Erachtens sollten die russischen Aktienmärkte noch kräftig zulegen, da unter Russlands Blue Chips nach wie vor in Relation zu globalen Vergleichswerten oder -sektoren unterbewertete Aktien zu finden sind. Beispiele sind Gazprom und Lukoil. Gazprom ist nach Reserven und Förderung der größte Gasproduzent der Welt. Die Reserven des Unternehmens machen knapp ein Fünftel des globalen Angebots aus. Das Unternehmen ist außerdem der größte Erdgaslieferant Europas und führender russischer Gasproduzent. Mit einem KGV von nur 4,5 und einem KBV von 0,9 ist der Titel immer noch extrem interessant bewerte".
Lukoil sei die zweitgrößte vertikal integrierte Ölgesellschaft Russlands und nach Reserven eine der größten weltweit. Das Unternehmen befasse sich mit Exploration, Erschließung, Produktion und Raffinerie von Rohöl und mit der Vermarktung und Distribution von Rohöl und Ölprodukten. Auch Lukoil werde zu sehr reizvollen Bewertungen (KGV 5,3, KBV 1,0) gehandelt. Mit Russland seien jedoch nach wie vor Risiken verbunden. Das kurzfristige Risiko bestehe in einem Rückgang der Geldmenge und politischen Ereignissen, die sich auf die Marktstimmung auswirken könnten und längerfristig in einem Kurswechsel der Regierungspolitik in Bezug auf Privatisierung und Marktwirtschaft mündeten. "In Russland sprechen uns manche Sektoren stärker an als andere. Im Moment sagen uns Rohstoffe und vor allem Ölgesellschaften zu. Aber auch der Konsumgütersektor reizt uns angesichts des wachsenden russischen Marktes", berichtet Mobius. Insbesondere Konsumgüter- und Distributionsunternehmen betrachte das Fondsmanagement als werthaltig.
Sein Fazit: "Unser langfristiger Ausblick für Russland ist insgesamt nach wie vor positiv. Das Land verfügt mit über 400 Mrd. US-Dollar über die dritthöchsten Devisenreserven weltweit.Währenddessen ist die Inflation zurückgegangen und durch zeitnahe und angemessene staatliche Hilfen für das heimische Bankensystem hat der Rubel wieder ins Gleichgewicht gefunden. Infolgedessen konnten die Behörden die Zinsen senken. Ferner verfügt Russland über einen großen Anteil an den natürlichen Ressourcen der Erde und viele Rohstoffunternehmen des Landes gehören global zu den kostengünstigsten Produzenten. Nicht zuletzt ist interessant, dass der russische Markt auf der Grundlage der aktuellen Bewertungen zu den billigsten des Schwellenländeruniversums gehört. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von nur 9,8 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von nur 1,2 notiert er rund 50 % unter vergleichbaren Schwellenmärkten. Diese Lücke dürfte sich früher oder später schließen, weshalb wir damit rechnen, dass Russland im Schwellenländervergleich künftig überlegen abschneiden sollte. Darüber hinaus notiert Russland auch mit Abschlag auf die übrigen BRIC-Länder (abgebildet vom MSCI BRIC Index), die ein KGV von 15,8 und ein KBV von 2,2 aufweisen. Daher bietet der russische Markt beträchtliches Aufwärtspotenzial und bleibt ein attraktives Anlageziel."
Pioneer: Erholung in den Emerging Markets stärker als erwartet 9.11.09
 

Die Schwellenländer haben sich rascher und besser als erwartet von der Wirtschaftskrise erholt als angenommen. Zu dieser Einschätzung kommt die Fondsgesellschaft Pioneer Investments in einem aktuellen Report. "Dieser Trend wird sich im ersten Halbjahr 2010 verstärkt fortsetzen, weil erst dann die umfangreichen Konjunkturprogramme ihre volle Wirkung entfalten und die heimische Nachfrage weiter beflügeln werden“, erwartet John Pollen, der den Pioneer Funds – Emerging Markets Equity verwaltet. Außerdem befinde sich der Lagerbestandszyklus immer noch in seiner Anfangsphase, in der die geleerten Lager wieder aufgefüllt würden; auch erhole sich der Welthandel allmählich wieder vom Abschwung. 

"Die Schwellenländer gehen gegenüber den Industriestaaten gestärkt aus der Krise hervor“, so Pollen. Aus mehreren Gründen: Zum einen sei die Finanzlage der Schwellenländer nicht so schlecht wie in den USA, dem Euro-Raum und Japan. Zum anderen habe der Finanzsektor der Emerging Markets nicht so stark gelitten wie in den Industriestaaten. Außerdem sprechen weitere, fundamentale Argumente langfristig für die Schwellenländer: Der Wachstumstrend – unterstützt von unterbewerteten Währungen, einer besseren demografischen Entwicklung und gute Entwicklungen bei der Binnennachfrage – rechtfertigte eine positive Einschätzung der Emerging Markets.  

In Asien werde das Wachstum vor allem von China vorangetrieben. So stiegen etwa die Autoverkäufe in den ersten neun Monaten des Jahres um 42 Prozent auf 7,24 Millionen Stück. In Lateinamerika – dessen Widerstandskraft gegen die Krise ohnehin überrascht habe – überzeuge vor allem Brasilien mit soliden wirtschaftlichen Daten. "Auch in Brasilien sorgt die größer werdende Wirkung der Konjunkturprogramme für noch besserer Wachstumsaussichten“, erklärt Pollen. "Die heimische Kreditvergabe nimmt wieder deutlich zu und auch die Schaffung neuer Stellen hat das Niveau von vor der Krise erreicht.“ Gleichwohl bestehe bei allem Optimismus ein Risiko in den Schwellenländern. "Sollten die Politik des leichten Geldes zu spät gestrafft werden, könnte dort durchaus das Risiko einer Blasenbildung auf dem Immobilien- und Finanzsektor sowie einer drohenden Inflation in den kommenden Jahren bestehen“.

Auch Carmignac Investissement erhält von Morningstar das Rating EXZELLENT  9.11.09
 Morningstar zeichnet auch den Fonds Carmignac Investissement erneut mit der maximalen Bewertung EXZELLENT aus:
« Dieser internationale Aktienfonds gehört für uns zu den besten ausstehenden Angeboten für Investoren. Der Carmignac Investissement weist viele derjenigen Qualitäten auf, die wir für eine langfristige Outperformance für wichtig erachten. Fondsmanager Edouard Carmignac verfügt nicht nur über langjährige Investmenterfahrung, sondern managt den Fonds seit nun mehr als 20 Jahren, was in der Fondswelt eine Seltenheit ist. Sein Ansatz ist opportunistisch und auf absoluten Kapitalerhalt ausgerichtet. Dabei folgt er seinen Überzeugungen, für die makroökonomische bzw. Top-Down-Überlegungen eine große Rolle spielen. Seine Strategie beruht darauf, frühzeitig mittel- und langfristig vielversprechende Investmentthemen zu identifizieren, auch wenn sie noch nicht in Mode sind. Ende August 2009 war Carmignac stark in den Schwellenländern und bei Rohstoffaktien engagiert. Seit März hat Carmignac auch angelsächsische Banken ins Portfolio gekauft. Gleichzeitig halt er das Thema Gold mit 14% als Versicherungsschutz im Fonds. Um diese Themen mit Leben zu füllen, stützt sich Carmignac auf die besten Ideen seines Teams aus Fondsmanagern und Analysten. Jüngst heuerte ein erfahrener Analyst für Finanzaktien an. Sich der Größe des Fonds bewusst, beschränkt sich Carmignac auf Werte mit ausreichender Liquidität. Das zeigt sich in der Positionierung in der Morningstar Style Box im Bereich große Aktien.
Was diesen Fonds ebenfalls von der Konkurrenz unterscheidet, ist der Einsatz von Absicherungstechniken und das flexible Liquiditätsmanagement zur Abfederung von Marktkorrekturen. Dadurch verliert der Fonds in fallenden Märkten deutlich weniger als der Kategoriedurchschnitt. Dies ist wichtig, nicht zuletzt, da er volatiler ist als vergleichbare Fonds. Diese im Vergleich zu Konkurrenzfonds höhere Volatilität ergibt sich wiederum daraus, dass Carmignac Wachstumsthemen teils sehr aggressiv spielt. Der Fonds eignet sich somit vor allem für langfristig orientierte Anleger mit einer gewissen Risikotoleranz, die eine internationale Diversifizierung suchen.
Die Gebühren liegen im Rahmen. Die Performancegebühr ist so gestaltet, dass sie die Interessen von Fondsmanager und Anlegern in Einklang bringt. Das gilt leider nicht für die recht hohe Umsatzprovision (commissions de mouvement), die den Kostenanteil hier in die Höhe treibt und bei jeder Portfoliotransaktion zu Lasten des Fonds anfällt. Wir können eine solche Gebühr nicht gut heißen. Allerdings muss man Edouard Carmignac zugestehen, dass er den Fonds trotz dieses Nachteils unter die besten 10% seiner Kategorie über 3, 5 und 10 Jahre geführt hat.
Angesichts des hohen Fondsvolumens und der dadurch entstehenden Skaleneffekte würden wir es jedoch begrüßen, wenn die Gebühren reduziert würden. Der erfahrene, langjähri  erfolgreiche Manager und der solide Investmentprozess machen aus diesem Fonds dennoch ein herausragendes Anlageprodukt. Das Rating des Fonds bleibt „Exzellent"."
Carmignac Patrimoine erhält von Morningstar das Rating "EXZELLENT  9.11.09
 Morningstar zeichnet den Fonds Carmignac Patrimoine erneut mit der maximalen Bewertung EXZELLENT aus. Begründung:
"Dieser ausgewogene Mischfonds gehört zu unseren Favoriten. Der Fonds profitiert in erster Linie von der umfassenden Erfahrung des Gründers der Gesellschaft, Edouard Carmignac. Co- Managerin ist Rose Ouahba, die speziell für den Rententeil des Portfolios zuständig ist. Sie verfügt in diesem Bereich über 11 Jahre Anlageerfahrung. Carmignac und Ouahba stützen sich zudem auf die besten Ideen ihres Teams aus Fondsmanagern und Analysten, das kürzlich dank der Einstellung eines erfahrenen Analysten im Finanzsektor weitere Verstärkung erfahren hat. In Anbetracht der Fondsgröße beschränken sie sich allerdings auf Werte mit ausreichender Liquidität. Das zeigt sich im Aktienteil an der Positionierung im Large-Cap-Segment der Morningstar Style Box. Auf der Rentenseite ist das Portfolio auf mehr 100 Emittenten naufgeteilt. Langfristiges Anlageziel ist es, die absolute Performance zu maximieren. Sowohl die Aufteilung auf die Anlageklassen Aktie, Rente und liquide Mittel als auch die Einzeltitelauswahl beinhalten eine ausgeprägte Top- Down-Struktur. Die Strategie beruht darauf, frühzeitig mittel- und langfristig vielversprechende Investmentthemen zu identifizieren, auch  wenn sie nicht in Mode sind. Wie auch die anderen Fonds des Hausesspiegelt das Portfolio die ausgeprägten Überzeugungen des Teams für verschiedene Themen wider: Angelsächsische Banken, Rohstoffe, Emerging Markets für den Aktienteil; Unternehmensanleihen und inflationsindexierte US-Bonds im Rententeil. Was diesen Fonds ebenfalls von der Konkurrenz unterscheidet, ist der Einsatz von Absicherungstechniken und das flexible Liquiditätsmanagement zur Abfederung von Marktkorrekturen. Diese werden aktiv gesteuert. Während die Aktienquote in der Nettobetrachtung einerseits nicht über 50% hinausgehend darf, kann sie andererseits auf null reduziert werden. Dies war beispielsweise Ende 2008 der Fall. Damit ist der Fonds flexibler als viele andere Mischfonds, die eine Mindestaktienquote vorsehen. Von dieser Flexibilität haben die Fondsmanager guten Gebrauch gemacht. Der Fonds erwies sich in fallenden Märkten als erstaunlich stabil. Dies setzt den Fonds aber auch dem Risiko einer Underperformance aus, sollten die Aktienmärkte kurzfristig steigen, ohne dass dies von den Fondsmanagern rechtzeitig erkannt wird. Insgesamt eignet sich der Fonds vor allem für langfristig orientierte Anleger mit moderater Risikoneigung.
Die Gebühren liegen im Rahmen. Die Performancegebühr ist so gestaltet, dass sie die Interessen von Fondsmanagern und Anlegern in Einklang bringt. Das gilt leider nicht für die recht hohe Umsatzprovision, die den Kostenanteil hier in die Höhe treibt und bei jeder Portfoliotransaktion zu Lasten des Fonds anfällt. Trotz dieser Beeinträchtigung hat der Fonds eine exzellente Wertentwicklung verzeichnet und fällt Ende September 2009 über 3, 5 und 10 Jahre unter die besten 10% seiner Kategorie.
Da viele der Fonds Carmignacs über hohe Volumina verfügen, erscheint es uns gerechtfertigt, die daraus entstehenden Skalenvorteile auch an die Fondssparer weiterzugeben. Dennoch machen die Erfahrung des Teams und die Solidität des Ansatz dieses Angebot zu einem der besten. Wir behalten das „Exzellent" Rating bei."
HWB: „Historisch gesehen ist Gold komplett unterbewertet“  6.11.2009
 

Gold als Investment genießt weiterhin Hochkonjunktur, wie das Beispiel Indien jüngst zeigte. Zwischen Mitte und Ende Oktober sicherte sich das Land 200 Tonnen der Goldreserven des Internationalen Währungsfonds (IWF), nachdem dieser erstmal wieder seit neun Jahren als Verkäufer am Goldmarkt auftrat. Das Vertrauen der Inder in das Edelmetall, färbte auch auf den Markt ab: Am Mittwoch den 4. November kletterte der Goldpreis zeitweise auf ein neues Allzeithoch von 1097,25 US-Dollar per Unze – ein Plus von 24 Prozent seit Jahresbeginn.

Luft nach oben
Trotz des ambitionierten Niveaus sehen etliche Markt-Akteure noch deutlich Luft nach oben. So verkündete Aaron Smith, der Geschäftsführer von Superfund in Singapur gegenüber Bloomberg unlängst, dass er den Goldpreis binnen drei Jahren bei 2000 US-Dollar sieht, eine Meinung, die Rohstoff-Experten Jim Rogers mit ihm teilt. „Historisch ist das Edelmetall in jedem Fall komplett unterbewertet“, meint auch Hans-Wilhelm Brand von HWB Capital Management (HWB). „Wenn dieser beispielsweise auf den Geldwert vor 25 Jahren   angeglichen werden würde, müsste er theoretisch schon bei 5000 Dollar pro Unze liegen“ – ein Szenario, dass er selber auf Sicht von 5 bis 10 Jahren für möglich hält.

Multipler Rückenwind: Schwacher Dollar und Inflationssorgen
Rückenwind erhält Gold zur Zeit jedenfalls aus verschiedenen Richtungen: zum einen durch den schwachen Dollar, der dazu führt, dass Notenbanken – die in der Vergangenheit zumeist als Verkäufer von Goldreserven auftraten – zunehmend zu Käufern avancieren, um durch das Gold ihre Devisenbestände zu diversifizieren. Ein weiterer großer Treiber, der die Nachfrage nach Gold antreibt ist zudem die gemeinhin verbreitete Sorge vor einer Inflation. Superfund-Mann Smith glaubt, dass es in den nächsten Jahren – nach erfolgtem Deflationszyklus – zu einer massiven Inflation kommen wird, die dazu führt, dass eine Tasse Kaffee 20 oder 30 US-Dollar kosten wird. Ein weiterer Punkt, der für eine aufkommende Inflation in den nächsten Jahren spricht, seien Brand zufolge auch die hohen, aufgetürmten Schuldenberge vieler Regierungen, „die wohl nur mit entwertetem Geld zurückgezahlt werden können.“Auch die Schmuckindustrie – die traditionell der größte Goldabnehmer ist, wobei vor allem Indien und China im Zuge des steigenden Wohlstands in beiden Ländern, die Nachfragesituation befeuern – und die Tatsache, dass sich das Angebot zusehends verknappt sorgen für Wertsteigerungsfantasie. „Stagniert der heutige Stand der Technik, wird in absehbarer Zeit kein Gold mehr gefördert werden können“, ist Brand überzeugt.

Fokus auf Minensektor
Angesichts des aktuellen Umfelds, rät er Investoren sogar dazu, mindestens 20 Prozent des Gesamtportfolios in Goldinvestments anzulegen, wobei er neben reinen Goldinvestments, respektive mit physischem Gold hinterlegte ETC-Produkte, auch für Investitionen in Goldminenaktien plädiert, die sich unter anderem auch bei Edouard Carmignac, Gründer der gleichnamigen Fondsgesellschaft großer Popularität erfreuen. „Diese bieten eine gute Alternative, da hier ein laufender Ertrag erzielt werden kann. Denn die Minenbetreiber partizipieren aufgrund der Fixkostendegression überproportional an steigenden Goldpreisen. Zudem hat der Minensektor gegenüber dem Goldpreis noch einen „Nachholbedarf“ von circa 30 Prozent“, so Brand.

HWB Gold & Silber Plus Fonds
Auch im hauseigenen HWB Gold & Silber Plus Fonds (Anteilklasse V, LU0438415563 / Anteilklasse R, LU0438415993) – der in Deutschland, Österreich und Luxemburg zugelassen ist – setzt er gezielt auf das Potenzial von Minentiteln, während Explorer im derzeit gut 20 Titel starken Portfolio außen vorgelassen werden: „Wir konzentrieren uns auf Werte, die etwas herstellen und damit Wert erzielen“. Aus Sektorensicht weist der Fonds derzeit eine starke Tendenz zum Goldsektor auf, der gut drei Viertel des Portfolios stellt, während der Silberbereich nur mit einem Viertel gewichtet ist. „Ein Grund hierfür ist unter anderem, dass Silber zwar sogar noch viel stärker unterbewertet ist als Gold, aber nicht so knapp wie Gold und zudem deutlich einfacher wieder zu recyceln ist“, so Brand.

Absicherung nach oben und unten
Mit Blick auf die Investmentphilosophie des Fonds, sieht er eine Absicherung nach oben und unten als Crux. Fonds, die sich nicht gegen negative Markttrends absichern können, seien nicht mehr zeitgemäß. „Am besten nutzt man beispielsweise bei einem fallenden Goldpreis die zur Verfügung stehenden Absicherungsinstrumente, um das Portfolio gegen temporäre Korrekturen zu schützen“, so Brand, der im eigenen Fonds auf Absicherung mit Future-Overlays und ein in drei Unterbereiche eingeteiltes Trendfolgesystem (kurz, mittel- und langfristig) setzt. „Wenn in allen drei Bereichen signalisiert wird, dass der Goldpreis steigt, sind wir voll investiert und können über die Futures auch drüber gehen“, erklärt Brand. „Entsprechend können wir uns bei einem fallenden Goldpreis auch nach unten übersichern, und so sogar am fallenden Goldpreis verdienen.

Keine eierlegende Wollmilchsau…
Denn trotz seinem erklärten Faible für Gold merkt Brand an, dass Korrekturen selbstverständlich immer möglich seien und der Goldpreis natürlich noch mal deutlich unter Druck geraten könnte, vor dem Hintergrund, dass er schon stark gelaufen ist. Dazu komme, dass der Goldmarkt ein knapper Mark ist, der ergo auch hohen Schwankungen unterliegt.

…im Portfolio aber dennoch ein Muss
Sicher ist: eine eierlegende Wollmilchsau ist das Edelmetall trotz aller Vorzüge und dem Status als ‚sicherer Hafen in Krisenzeiten’ und Werterhaltungsinstrument, den Gold genießt, nicht – allein schon deshalb, weil es keine Rendite abwirft. Deutlich zu spüren bekamen das unter anderem Investoren, die zwischen 1982 – als Gold auf ein damaliges Rekordhoch stieg – bis kurz nach der Jahrtausendwende in Gold investiert waren: die Gewinne tendierten gen Null. Aufgrund der genannten positiven Rahmenbedingungen sollte Gold aber dennoch auf keinen Fall im Portfolio unterrepräsentiert sein, meint HWB-Mann Brand.

Pioneer: Erholung in den Emerging Markets stärker als erwartet  6.11.2009
 

Die Schwellenländer haben sich rascher und besser als erwartet von der Wirtschaftskrise erholt als angenommen. Zu dieser Einschätzung kommt die Fondsgesellschaft Pioneer Investments in einem aktuellen Report. "Dieser Trend wird sich im ersten Halbjahr 2010 verstärkt fortsetzen, weil erst dann die umfangreichen Konjunkturprogramme ihre volle Wirkung entfalten und die heimische Nachfrage weiter beflügeln werden“, erwartet John Pollen, der den Pioneer Funds – Emerging Markets Equity verwaltet. Außerdem befinde sich der Lagerbestandszyklus immer noch in seiner Anfangsphase, in der die geleerten Lager wieder aufgefüllt würden; auch erhole sich der Welthandel allmählich wieder vom Abschwung.  

"Die Schwellenländer gehen gegenüber den Industriestaaten gestärkt aus der Krise hervor“, so Pollen. Aus mehreren Gründen: Zum einen sei die Finanzlage der Schwellenländer nicht so schlecht wie in den USA, dem Euro-Raum und Japan. Zum anderen habe der Finanzsektor der Emerging Markets nicht so stark gelitten wie in den Industriestaaten. Außerdem sprechen weitere, fundamentale Argumente langfristig für die Schwellenländer: Der Wachstumstrend – unterstützt von unterbewerteten Währungen, einer besseren demografischen Entwicklung und gute Entwicklungen bei der Binnennachfrage – rechtfertigte eine positive Einschätzung der Emerging Markets.  

In Asien werde das Wachstum vor allem von China vorangetrieben. So stiegen etwa die Autoverkäufe in den ersten neun Monaten des Jahres um 42 Prozent auf 7,24 Millionen Stück. In Lateinamerika – dessen Widerstandskraft gegen die Krise ohnehin überrascht habe – überzeuge vor allem Brasilien mit soliden wirtschaftlichen Daten. "Auch in Brasilien sorgt die größer werdende Wirkung der Konjunkturprogramme für noch besserer Wachstumsaussichten“, erklärt Pollen. "Die heimische Kreditvergabe nimmt wieder deutlich zu und auch die Schaffung neuer Stellen hat das Niveau von vor der Krise erreicht.“ Gleichwohl bestehe bei allem Optimismus ein Risiko in den Schwellenländern. "Sollten die Politik des leichten Geldes zu spät gestrafft werden, könnte dort durchaus das Risiko einer Blasenbildung auf dem Immobilien- und Finanzsektor sowie einer drohenden Inflation in den kommenden Jahren bestehen“

Roubini warnt: „Die Party wird böse enden – Fed kreiert Monsterblase“  05.11.2009
 Die jüngste Hausse an den weltweiten Aktienmärkten sieht Starökonom Nouriel Roubini mit Sorge. Die Märkte – seien es Aktien, Emerging Markets oder Rohstoffe – seien zu weit und zu schnell gestiegen, was in der Konsequenz dazu führen dürfte, dass der globalen Weltwirtschaft „eher eine anämische Erholung als die erhoffte V-förmige Erholung“ ins Haus stehen dürfte, wie der an der Stern School of Business der New York University dozierende Ökonom gestern im Rahmen einer Präsentation zum Thema Rohstoffe an der New Yorker Börse sagte. „Ich würde argumentieren, dass die Rally zu heftig und schnell erfolgte. Wenn wir eine V-förmige Erholung sehen, dann wäre dies gerechtfertigt und die Assetpreise können weiter steigen. Aber ich glaube, dass wir eine U-förmige Erholung sehen werden, mit der Konsequenz, dass sich diese Assets in dem Fall seitwärts bewegen oder korrigieren könnten“, so Roubini. Zwar könne die Party möglicherweise noch für weitere sechs Monate weitergehen, danach werde sie aber böse enden, ist Roubini überzeugt. Problematisch sei, dass das Gros der seit März erfolgten Anstiege bei Asset Preisen auf eine weitere Blase zurückzuführen sei, die durch die weltweit hohe Liquidität in den Märkten aufgebaut wurde, die durch eine Politik des billigen Geldes signifikant forciert wurde.
Ölpreis als Crux
Als potenzielles Damoklesschwert sieht Roubini den Ölpreis, der auch im letzten Jahr ‚der berüchtigte Tropfen zuviel’ war, der die globale Wirtschaft in die Rezession trieb, nachdem er auf 145 US-Dollar pro Barrel hochgeschnellt war. Zwar sei die Gefahr mittlerweile abgefedert wurden, da die Märkte mittlerweile eine ökonomische Depression eingepreist hätten und der Ölpreis in der Folge auf bis zu 30 Dollar pro Barrel zurückfiel, doch die Gefahr, dass sich der Ölpreis erneut als „Hammer auf den Kopf“ für die globale Wirtschaft herausstellen könnte, bestehe weiterhin, falls der Ölpreis im Zuge von überschüssiger Liquidität und Spekulation befeuert würde. Ein wichtiger Faktor, an den der Aufschwung gekoppelt ist, bleibt der Konsum, und der US-Konsum im speziellen, so Roubini. Dieser sei aber nach wie vor „anämisch“ und das Wachstum, das man im dritten Quartal gesehen habe, primär auf die Stimulierungsmaßnahmen der Regierung zurückzuführen, als auf anziehende Konsumbereitschaft.
Exit-Strategien müssen gut überlegt werden – Timing gefragt Zwar könnten diese Maßnahmen das Wachstum auch bis ins nächste Jahr hinein pushen, doch sofern die Konsumenten nicht in absehbarer Zeit anstelle der Regierung auf den Plan treten würden, würde das Risiko für Märkte weltweit wachsen, wenn sich die Geldpolitik der einzelnen Länder ändert.  Ziehe man das Geld zu schnell aus den Märkten ab, bestehe Roubini zufolge die Gefahr einer Double-Dip Rezession, wie man sie in Japan oder den USA 1937 gesehen habe. Braucht man hingegen zu lange, um das Geld aus den Märkten abzuziehen, bestehe die Gefahr, dass man Inflation begünstige.
Fed kreiert Monsterblase
Als potenziell größte Gefahr sieht Roubini die US-Notenbank und die von ihr forcierte Politik des billigen Geldes an, die ihm zufolge zu einer ‚Monsterblase’ führen könnte. So habe die  anhaltende Niedrigzinspolitik der Fed – die gerade beschlossen hat, den Leitzins vorerst auch weiterhin auf dem historisch niedrigen Niveau von 0,0 bis 0,25 Prozent zu belassen –dazu geführt, dass der US-Dollar mittlerweile zur beliebtesten Verschuldungswährung weltweit geworden ist.  Damoklesschwert Carry Trades  So versucht eine steigende Zahl von Investoren ihr Glück in so genannten Carry Trades, bei denen der Dollar als Grundlage dient. Anleger verschulden sich in der Greenback-Währung und investieren das Geld in rentablere Anlagen. In der Konsequenz würden die jeweiligen Preise weit über den fairen Preis hinausgetrieben, wie er durch wirtschaftliche Fundamentaldaten gegeben ist – und ergo auf einer „gewaltigen Blase“ geritten, so Roubini, in einem Kommentar der "Financial Times Deutschland".
Potenzielle ‚Monsterblase’
Ihm zufolge scheinen sich die Fed und andere politische Entscheider nicht bewusst zu sein, was für ein gefährliches Szenario sie durch ihre forcierte Politik des billigen Geldes und der damit rasant steigenden Zahl an Carry Trades heraufbeschwören. „Je länger und größer die Carry-Trades werden, desto stärker wird der darauf folgende Zusammenbruch“, ist Roubini überzeugt, wobei er die Fed als „Mutter aller Carry Trades" ansieht. Grund hierfür sei, dass ihre leichtsinnige Politik Carry Trades befeuere und zudem auch andere Länder zu einer gelockerten Geldpolitik zwinge – eine Politik, die Roubini zufolge „die weltweite Vermögensblase nährt“, die er als potenzielle Monsterblase ausmalt: „Eines Tages wird diese Blase platzen und zum größten koordinierten Vermögenskollaps der Geschichte führen". „Massenpanik wird kommen“ – Wettlauf gegen die Zeit Die Zinspolitik der Fed bildet die Crux und damit auch den potenziellen Fanal: So würde eine Anhebung der Leitzinsen dazu führen, dass in einem ersten Schritt gehebelte Carry Trades geschlossen werden, da die Investoren ihre Dollar-Short-Positionen abdecken müssen. Dies würde eine plötzliche Aufwertung des Dollars mit sich ziehen, die Roubini zufolge absehbar eine Massenpanik befeuern dürfte, „da das Decken riskanter gehebelter Long-Positionen über alle Vermögensklassen hinweg einen koordinierten Zusammenbruch all dieser risikobehafteten Vermögenswerte auslöst."  Fatal wäre eine Dollar-Rally, zu einem Zeitpunkt, da massenhaft Leerverkaufspositionen in Dollar geschlossen werden müssen, so Roubini. Wie intensiv und heftig der erwartete Fall ausfallen wird, hängt ihm zufolge in erster Linie von den Notenbanken und ihrer Politik des billigen Geldes ab: „Je länger sie blind bleiben, umso tiefer werden die Märkte fallen", so Roubini in seinem FTD-Kommentar.
Zusammenbruch Carry Trades absehbar
Dass die Carry-Trades zusammenbrechen werden, steht für ihn aus viererlei Gründen außer Frage, wie er in der FTD schreibt: „Erstens kann der Dollar nicht auf null fallen, er wird sich irgendwo stabilisieren. Dann sind die Kreditkosten in Dollar plötzlich null statt stark negativ. Das Risiko, dass der Dollar wieder aufwertet, würde viele dazu veranlassen, ihre Short-Positionen abzudecken.  Zweitens kann die Fed Volatilität nicht ewig unterdrücken. Im Frühjahr wird ihr 1800 Milliarden Dollar schwerer Kaufplan beendet sein. Wenn drittens das US-Wachstum demnächst positiv überrascht, könnten die Märkte damit rechnen, dass die Fed früher, nicht später, zu straffen beginnt. Viertens könnte Angst vor einem Rückkehr der Rezession oder vor einem geopolitischen Konflikt eine Flucht vor dem Risiko auslösen“, so Roubini.
Schroders: Schwellenländer - Die Reise hat gerade erst begonnen  4.11.09
 "Auf einer kürzlich bei Schroders stattgefundenen Konferenz, stellte ich fest: Kunden wie auch Kollegen aus der Investmentbranche sind endlich zu dem Schluss gekommen, zu dem mein Team bereits vor einiger Zeit gekommen war - jetzt führen alle Wege in die Schwellenländer", so Allan Conway, Leiter Aktien Schwellenländer von Schroder Investment Management.
Dafür gebe es gute Gründe: In diesem Jahr hätten die aufstrebenden Länder 100 % zum weltweiten Wachstum beigetragen. Für das nächste Jahr, in dem eine schwache Erholung in der entwickelten Welt immer wahrscheinlicher werde, dürfte dieser Wachstumsanteil immerhin noch 70 bis 75 % betragen.
"Was aber steht hinter diesem außerordentlichen Wachstum? Historisch betrachtet waren diese Volkswirtschaften stark von den Exporten in die Industriestaaten abhängig. Länder wie China, Korea und Taiwan begannen in den 1960er Jahren, ihre Volkswirtschaften über den Handel mit dem Westen aufzubauen. Heute sieht das Bild gänzlich anders aus. Die Schwellenländer sind nicht mehr von den Industriestaaten abhängig und ihr Wachstum ist immer stärker von der steigenden Binnennachfrage und dem Handel untereinander geprägt".
Der langsam voranschreitende Wohlstand bei zwei Milliarden Menschen in China und Indien, bliebe nicht ohne größere Folgen und habe das Bild der globalen Nachfrage verändert. China habe nun ein schnelleres Einzelhandelswachstum als die USA und der Absatz von Kraftfahrzeugen in den Schwellenländern sei mittlerweile höher als der in den USA, Europa und Japan zusammen. Auch auf Handelsebene gebe es eine Überraschung: Bereits seit einiger Zeit habe China einen deutlich höheren Anteil an den Schwellenländerexporten als die USA.
Conway weiter: "Die aufstrebenden Länder gehen sehr viel gesünder aus der Finanzkrise hervor als die Industriestaaten. Das liegt daran, dass sich diese Länder schlicht und einfach nicht an der Kreditblase beteiligt haben, die im vergangenen Jahr mit solch verheerenden Folgen geplatzt ist. Im Gegensatz zu den USA oder Großbritannien ist die Verschuldung der privaten Haushalte und der Unternehmen im Allgemeinen gering. Und grob gesagt kam den Banken eine traditionelle, konservative Vorgehensweise zugute.
Die Schwellenländer haben sich in hohem Maße von der entwickelten Welt abgekoppelt. Aber das trifft auch auf den Markt zu. Das Jahr 2008 brachte nicht nur das Ende der Entkopplung - es war auch das Jahr einer recht außergewöhnlichen Risikoaversion, welche die Anleger zu einer Erhöhung der Barmittel veranlasste. Für viele boten sich dafür die Schwellenländer an, da die Renditen dort am höchsten waren."
Trotz der sehr starken Marktrallye in jüngster Vergangenheit seien die Bewertungen immer noch attraktiv. "Wir sind zuversichtlich, dass das Ende hier noch nicht erreicht ist. Es kann natürlich auf dem Weg noch Rückschläge geben - wahrscheinlich aber nur von kurzlebiger Natur", meint Conway. Die Gründe, die langfristig für die Schwellenländer sprächen, seien überzeugend: Diese Volkswirtschaften entwickelten auf der Grundlage von nachhaltigen Wachstumstreibern und soliden Rahmenbedingungen ein ganz eigenes Moment.
Conways Fazit: "Unserer Meinung nach hat die Reise gerade erst begonnen "
Goldkauf in großem Stil: Indien sichert sich Hälfte des IWF-Kontingents  4.11.2009
 

Im Zuge der alljährlichen Hochzeitsaison läuft in Indien auch die Nachfrage nach Gold wieder zu Hochtouren auf. Einen potenziellen Verkäufer hat man bereits ausgemacht: den Internationalen Währungsfonds (IWF), dem das Land insgesamt 200 Tonnen Gold zum realen Marktpreis abgekauft hat, wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet – und damit die Hälfte der zum Verkauf stehenden Reserven. Insgesamt habe das Volumen der Transaktion bei 6,7 Milliarden Dollar gelegen.

Signalwirkung: Goldpreis auf neuem Hoch
Die Tatsache, dass der indische Goldkauf – der in mehreren Tranchen zwischen dem 19. und 30. Oktober getätigt wurde und in der Menge rund acht Prozent der jährlichen weltweiten Minenproduktion entspricht – zum jeweiligen Marktpreis erfolgte, der damals nahe des bis dato erzielten Höchstpreises von 1071 Dollar je Feinunze Gold (31,1 Gramm) notierte, der am 14. Oktober erreicht worden war, hatte bereits Signalwirkung: am Dienstag kletterte der Goldpreis bereits auf 1081 US-Dollar per Feinunze.

Schwacher US-Dollar und Inflationssorgen geben Rückenwind
Die Chancen, dass er weiter steigt stehen zudem nicht schlecht: denn die Tatsache, dass Indien trotz des hohen Goldpreis Niveaus zukaufte, signalisiert, dass der hohe Preis wichtige Marktakteure wie Notenbanken nicht davon abhält, das eigene Kontingent dennoch aufzustocken und damit Währungsreserven zu diversifizieren – wobei die Dollar-Schwäche dieses Engagement noch forcieren dürfte. Schon jetzt profitiert das Edelmetall von einem schwachen US-Dollar und der gemeinhin verbreiteten Sorge vor einer stark steigenden Inflation.

China ebenfalls interessiert
Insgesamt will der IWF, der erstmals seit neun Jahren wieder Gold verkauft   – als Teil des im September in Kraft getretenen dritten Zentralbankgoldabkommen gemeinsam mit den darin zusammengeschlossenen Zentralbanken – ein Kontingent von insgesamt 403 Tonnen Gold am Markt verkaufen. Als zweiter stark interessierter Käufer neben Indien gilt dabei China. Zudem rechnen etliche Marktexperten damit, dass auch andere Notenbanken in den nächsten Monaten in erster Linie als Goldkäufer auftreten werden – statt wie in der Vergangenheit bevorzugt als Verkäufer – was den Goldpreis ebenfalls weiter befeuern könnte.

Gecam: „Vorsicht bleibt die Mutter der Porzellankiste“  3.11.2009
 

Vorsicht bleibt auch mit Blick auf das nächste Jahr weiterhin die Mutter der Porzellankiste, meint Helmut Knestel, Fondsmanager des unabhängigen Finanzdienstleisters Gecam AG und mitverantwortlich für das Portfoliomanagement der vier Gecam Dachfonds. Auch wenn das bevorstehende Weihnachtsgeschäft für Lichtblicke im Handel sorgen sollte, sei ein nachhaltiger Konjunkturaufschwung derzeit noch nicht in Sicht, vielmehr bleibe das Marktsentiment wechselfreudig. Der aktuelle Marktkommentar des Fondsmanagers:

„Bis Mitte Oktober wurden viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt, die auf die mutmaßlichen Gewinner einer schwarz-gelben deutschen Bundesregierung im DAX setzten: die Versorger (z.B. RWE, E-On). Außer am Tag eins nach der Wahl, als diese rund 4 Prozent zulegen konnten, entwickelten sich Versorger gegenüber dem bis zum 20. Oktober noch sehr positiven Gesamtmarkt (DAX + 4,8 Prozent) äußerst schlecht (E-On: - 6,9 Prozent). Der Hauptgrund lag im defensiven Charakter dieser Titel, welche in der allgemeinen Euphorie bis Mitte Oktober nicht wirklich gefragt waren. Dann wendete sich das Blatt jedoch grundlegend: Massive Gewinnmitnahmen setzten am breiten Markt ein und während der DAX von seinem Hoch am 20. Oktober bei 5888 bis Ende des Monats auf 5414 gut 8 Prozent abgab, konnten sich Versorger wie E-On weitgehend halten. Alles in allem enttäuschte jedoch, dass die aus Börsensicht optimal gelaufene Wahl dem DAX vorerst zu keinerlei relativer Stärke verhelfen konnte. Der einzige Wahlprofiteur schien der Euro zu sein, dessen Stärke mit zeitweise über 1,50 Dollar/Euro und der damit einhergehenden Belastung für Exporttitel mit ein Grund für das mäßige Abschneiden des DAX im Oktober gewesen sein dürfte.

Korrektur der Aktienmärkte unterschiedlich stark
Die US-Indices konnten sich in diesem Zeitraum weit besser schlagen. Der Dow landete exakt auf dem Schluss-Niveau vom 30. September, der Nasdaq 100 tat es ihm gleich und der S&P 500 gab rund 2 Prozent nach. Brasilien konnte sich im abgelaufenen Monat gerade noch ins Plus retten und andere wichtige Emerging Market-Regionen wie China und Russland kamen sogar 7 bzw. 5,5 Prozent voran. Doch auch diese vermeintlichen Monatsgewinner schlossen rund 8 bis 10 Prozent unter ihren Monats-Höchstständen von Mitte Oktober.

Turbulente zweite Oktoberhälfte
Zunächst wurden die Börsen am Mittwoch vergangener Woche vom Einbruch des US-Verbrauchervertrauens um immerhin 5,7 Punkte (auf 47,7) geschockt. Donnerstag herrschte dann aufgrund eines deutlich stärker als erwarteten Wirtschaftswachstums blanke Euphorie. Nun sei sie vorbei, die Rezession, dachten anscheinend viele Marktteilnehmer, ob des 3,5-prozentigen US-BIP-Wachstums im dritten Quartal. Am letzten Handelstag wurden diese durch den überraschend starken Einbruch der privaten Konsumausgaben um 0,5 Prozent (nach + 1,4 Prozent im August) wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt. Vielleicht sollte man angesichts der Faktenlage die Rezession nicht für beendet, sondern für im dritten Quartal kurzzeitig abwesend erklären. Denn es war klar, dass das dritte Quartal rein umsatz- und gewinntechnisch nicht so schlecht werden würde. Die Abwrackprämie (in USA „Cash-for-Clunkers“ genannt) und Förderprogramme für den Immobilienmarkt (z.B. 8.000 USD Steuerersparnis beim Ersterwerb eines Eigenheims in den USA) sorgten für Nachfrage und Preisstabilisierung sowie massive Kostensenkungsprogramme (Entlassungen, Kurzarbeit) für Gewinnsteigerungen. Es scheint aber sehr voreilig, auf ein einziges – künstlich gepuschtes – Quartal mit Sekt anzustoßen. Die meisten Förderprogramme sind bereits ausgelaufen oder werden bald enden, wie das US-Immobilienförderprogramm (im November).

Kein nachhaltiger Konjunkturaufschwung in Sicht
Im Gegenteil – eigentlich bleibt Selters angesagt. Über 7,5 Mio. Arbeitsplätze sind allein in den USA seit Beginn der Finanzkrise 2007 vernichtet worden und die Suche nach neuen Jobs gestaltet sich zunehmend schwierig. Dies zeigten die US-Arbeitsmarktdaten, die Ende September auf einem 26-Jahres-Tief verharrten. Viele Ökonomen weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Arbeitsmarkt spätzyklisch sei und die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen zum aktuellen Zeitpunkt nicht überbewertet werden dürfe. Mag sein, dass die Ökonomen Recht haben, doch viele Firmen kündigten an, weitere Jobs und damit Kosten abzubauen. Dies geschieht nicht aus Lust und Laune oder blanker Profitgier, sondern weil Kapazitäten trotz der Stabilisierung (auf niedrigem Niveau) immer noch schlecht ausgelastet sind. Gleichzeitig ist der Margendruck hoch – einerseits aufgrund der Billigimporte, wie das Minus von 11 Prozent bei den Einfuhrpreisen und 6 Prozent bei den Erzeugerpreisen bestätigen. Hinzu kommen die zuletzt doch deutlich angesprungenen Energiekosten (Ölpreis bei aktuell knapp 80 Dollar).

Hoffnung liegt auf Weihnachtsgeschäft
Die Frage ist ferner, wo – wenn überhaupt – neue (Massen-)Jobs im verarbeitenden Gewerbe entstehen: in den Industrieländern oder doch in den Billiglohnländern wie China, Indien, Russland? Der relativ starke chinesische Aktienmarkt scheint eher für Letztere zu sprechen. So lange der Export in diese Emerging-Market-Regionen brummt, gut. Wenn dieser jedoch einknickt, brechen die Arbeitsplätze hierzulande weg und in der Folge der Binnenkonsum. Sollten nun die neuen Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe eher in Billiglohnländern geschaffen werden, wächst die Gefahr, dass die Arbeitslosigkeit hierzulande auf Dauer hoch bleibt und Geld für den heimischen Konsum fehlt. Die letzten Zahlen aus den USA zeigen jedenfalls, dass die Verbraucher in den Industrieländern massiv verunsichert sind. Wenn sich diese Bremsspuren bis in das Weihnachtsgeschäft ziehen, droht 2010 die nächste Entlassungswelle im Einzel- und Großhandel. Zusätzlich droht die zweite Runde des Jobabbaus bei Banken und Maschinenbauern (z.B. Autozulieferern) wenn Geschäftsmodelle und Exporte weiter Hinken sowie Kurzarbeiterregelungen auslaufen.Die aktuelle Pleite des größten US-Mittelstandsfinanziers CIT und damit die größte Bankpleite seit Lehman bestätigt dies einmal mehr. Wenn gleichzeitig die Medien von Rekord-Boni der staatlich gestützten US-Investmentbanken berichten und ein Hedgefondsskandal den anderen jagt, legt dies auch den Verdacht nahe, dass die Reformen in der Finanzbranche noch nicht wirklich weit gediehen sind. Und nachdem Kapital bekanntlich scheu ist wie ein Reh, gibt es schon wieder eine neue Liquidierungsrunde bei den Hedgefonds, wodurch dem Markt natürlich Liquidität entzogen wird. Auch wenn die Dimension (noch) nicht mit der des Vorjahres verglichen werden kann, bleibt Vorsicht weiterhin die Mutter der Porzellankiste – auch in Richtung 2010.

J.P. Morgan AM: Asiens Wachstum ist mittelfristig intakt
 

Die Experten von J.P. Morgan Asset Management (J.P. Morgan AM) sind die Aussichten für die asiatischen Volkswirtschaften weiterhin positiv gestimmt: „Die Märkte der Region dürften kurzfristig weiter vom günstigen Inflationsumfeld, den niedrigen Zinsen und dem langsamen Erstarken der Industriestaaten profitieren“, so Joshua Tan, Portfolio Manager in der Pacific Regional Group von J.P. Morgan AM bei einer Veranstaltung in Frankfurt. So sollte sich das Wirtschafts- und Gewinnwachstum auf kurze Sicht kräftig präsentieren. Tan betont, dass die asiatischen Märkte bereits seit Anfang März mit einer starken Performance überzeugen. Insbesondere in den letzten Wochen konnten sie zudem von der Erholung der Weltwirtschaft, der lockeren Geldpolitik und den seitwärts tendierenden Ölpreisen profitieren. Allerdings musste der chinesische Aktienmarkt aktuell ein wenig zurückstecken, nachdem es in der ersten Jahreshälfte mit seinem umfangreichen Maßnahmenpaket noch Asien und dem Rest der Welt neuen Auftrieb geben konnte.

Temporär veränderte Zugpferde
Stattdessen führten zuletzt traditionelle Exportmärkte wie Taiwan und Korea das Feld an. Da im Zuge des großen Liquiditätsangebots die Risikobereitschaft der Anleger anstieg, verzeichneten auch Peripheriemärkte wie Thailand und Indonesien hohe Zuwächse. Doch selbst die chinesische Wirtschaft hat nach offiziellen Angaben im dritten Quartal ein Wachstum von 8,9 Prozent verzeichnet, nach 7,9 Prozent im zweiten und 6,1 Prozent im ersten Quartal.

Lokalwährungen mit Potenzial
„Das Wachstumsgefälle zwischen Asien und dem Westen ist enorm und hat weltweit die Aufmerksamkeit vieler Anleger auf sich gezogen. Angesichts der unterschiedlichen geldpolitischen Stoßrichtungen ist zudem nicht auszuschließen, dass asiatische Währungen für zusätzliche Gewinne sorgen werden“, so Tan.

Bewertungen nach wie vor auf attraktiven Niveaus
Noch nie zuvor kam es in der Region zu so vielen positiven Gewinnrevisionen wie im letzten Quartal. Insgesamt ist in Asien für 2009 ein stagnierendes Gewinn-Niveau zu erwarten, für 2010 könnte dagegen sogar eine Steigerung um 30 Prozent möglich sein. „Nach der Rally sind die Bewertungen nicht mehr absolut günstig“, meint Emerson Yip, Portfolio Manager in der Greater China Group bei J.P. Morgan AM in Hongkong. „Da sie aber nur knapp über dem langfristigen Durchschnitt liegen, sind sie auch kein besonderer Nachteil. China gehört mit Blick auf 2010 sogar zu den am billigsten bewerteten Märkten.“

Neue Infrastrukturmaßnahmen
Yips Meinung nach sind die Bemühungen der chinesischen Regierung zur Förderung des Wirtschaftswachstums nach wie vor positiv zu beurteilen. „Der Regierung ist bewusst, dass das bislang exportbasierte Wachstumsmodell in den nächsten Jahren nicht mehr aufrechtzuerhalten ist: Im Zuge der Krise gingen bereits Tausende von Arbeitsplätzen in den exportorientierten östlichen Landesteilen verloren. Viele Arbeiter sind daraufhin in ihre ländlichen Provinzen zurückgekehrt und ein großer Teil der staatlichen Stimulierungsmaßnahmen unterstützt gerade diese Gebiete“. Insgesamt sei der Bedarf an Infrastrukturmaßnahmen nach wie vor gewaltig, nicht zuletzt, da der Urbanisierungstrend ungebrochen anhält. „Die Einwohnerzahlen in den Städten steigen pro Jahr um etwa 20 Prozent“, sagt der Experte. Da inzwischen über 90 Prozent der jährlichen Infrastrukturausgaben die Inlandsprovinzen und nicht die Küstenregion betreffen, sollten positive Impulse im gesamten Reich der Mitte spürbar sein. Darüber hinaus würden im ganzen Land so genannte „weiche Infrastrukturmaßnahmen“ wie Arbeitslosenunterstützung und Altersvorsorge umgesetzt, die eine größere soziale Sicherung ermöglichen.

Konsum auf dem Vormarsch
„Noch sparen die Chinesen einen großen Teil ihres Einkommens, statt es für den Konsum zu verwenden.“ Mit steigendem Wohlstand habe sich laut Yip der Konsum in China aber bereits gesteigert und nehme einen immer größeren Teil des Bruttoinlandsproduktwachstums ein. Insgesamt hätten die Einbrüche der Exportindustrie die asiatischen Volkswirtschaften 2009 also weniger hart getroffen als vielfach befürchtet. „Der lokale Konsum in der bevölkerungsreichen Region konnte den globalen Nachfragerückgang zwar noch nicht ganz ausgleichen, aber deutlich abfedern.“

Mittelfristig intakter Aufwärtstrend
Eine Straffung der geldpolitischen Zügel in China befürchten die regionalen Experten also erst, wenn die Anlageinvestitionen und der Konsum nachhaltig wachsen und die Inflation ansteigt. Alles in allem zeigen sich sowohl Tay als auch Yip zuversichtlich, dass die Märkte ihren Höhenflug trotz der bereits hohen Zugewinne mittelfristig fortsetzen werden. Wenn allerdings früher oder später die weltweiten geld- und fiskalpolitischen Anreize eingestellt werden, zeige sich wie nachhaltig die Erholung in den Industrieländern tatsächlich ist. Auch halten sie Korrekturen und Konsolidierungsphasen angesichts der Intensität und des Tempos der Erholung für unvermeidlich. So dürfte die Aktienmarktentwicklung volatil bleiben.

Fortis Investments: Risikoreiche Assetklassen zeigen Ermüdungserscheinungen 3.11.2009
 

Risikoreiche Wertpapiere haben in der letzten Zeit enorm von den niedrigen Zinsen und der reichlich vorhandenen Liquidität profitiert. Doch zuletzt litt die Stimmung unter den schlechten Unternehmenszahlen und der schwächeren Konjunktur und es zeichnen sich erste Ermüdungserschienungen nach der Rallye risikoreicher Assetklassen ab, meint Joost van Leenders, Investment Specialist - Asset Allocation bei Fortis Investments. Das Konjunkturumfeld sei nicht mehr eindeutig positiv. Im hauseigenen ‚Wöchentlichen Marktausblick’ schreibt van Leenders hierzu:
„Asien hat sich stark erholt. In China stieg das BIP (nach 6,1% im ersten und 7,9% im 2. Quartal) im 3. Quartal um 8,9 Prozent, jeweils im Vorjahresvergleich. Das diesjährige Wachstumsziel von 8 Prozent ist damit zwar noch nicht erreicht, liegt aber durchaus im Bereich des Möglichen. Zu verdanken ist die Erholung einerseits den höheren Staatsausgaben und den weniger strengen Kreditbedingungen, doch hat auch der private Verbrauch seinen Teil dazu beigetragen. Die Einzelhandelsumsätze sind nominal um 15,5 Prozent gestiegen. In Korea wuchs das BIP im 3. Quartal um 12,3 Prozent (annualisiert), nachdem es bereits im 2. Quartal 11 Prozent zugelegt hatte. Die koreanische Zentralbank ließ ihre Leitzinsen in diesem Monat unverändert. Sie fügte aber hinzu, dass es vielleicht nicht das beste sei, sie weiter auf einem Rekordtief zu belassen. Damit zählt sie zu den Notenbanken, denen wir definitiv schon bald eine Zinserhöhung zutrauen. Bislang wurden nur in Australien und Israel die Zinsen erhöht, doch dürften andere Länder bald folgen. In den großen Industrienationen sind Leitzinserhöhungen aber noch lange nicht in Sicht. Dennoch könnte die Unsicherheit über die zukünftige Geldpolitik bald wieder für Marktvolatilität sorgen.

Abkehr von risikoreichen Investments
Risikoreiche Wertpapiere haben enorm von den niedrigen Zinsen und der reichlich vorhandenen Liquidität profitiert. Nach ihrer Rallye zeigen sich aber immer mehr Ermüdungserscheinungen. Die Berichtssaison ist weit fortgeschritten, und positive Gewinnüberraschungen, meist aufgrund höherer Umsätze, sind keine Neuigkeiten mehr. Stattdessen litt die Stimmung in den letzten Tagen unter enttäuschenden Unternehmenszahlen, der angekündigten Zerschlagung von ING, dem größten niederländischen Allfinanzkonzern, und den schwächeren Konjunkturdaten. Wir halten weiter Ausschau nach Möglichkeiten, unsere Übergewichtungen risikoreicher Wertpapiere unter Gewinnmitnahmen zu verringern.

Positive Indikatoren für die USA – Konsum bleibt Sorgenkind
Lässt das Wachstum in den USA nach? Nicht wenn man dem monatlichen Frühindikatorenindex Glauben schenkt. Er stieg zum sechsten Mal in Folge – und zwar deutlich. Demnach wäre die Erholung stärker als nach den Rezessionen in den frühen Neunzigern und im Jahr 2001. Zurzeit deutet der Frühindikatorenindex auf ein Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent hin. Die nächsten Quartale müssten aber schon sehr gut sein, damit dies nach dem BIP-Einbruch um 3,9 Prozent im 2. Quartal noch erreicht werden kann.Andere Daten der letzten Woche sprechen hingegen für eine wesentlich schwächere Erholung. Zwei regionale Geschäftsklimaindizes fielen unerwartet schlecht aus, und die Stimmung am Wohnimmobilienmarkt bleibt auf einem Rekordtief. Zwar wurden erheblich mehr Bestandsimmobilien verkauft, doch gingen gleich zwei Preisindikatoren zurück. Ein mögliches Zeichen für eine Stabilisierung des Häusermarkts ist die abnehmende Zahl unverkaufter Immobilien, doch wird eine Erholung wohl noch auf sich warten lassen. Am meisten Sorgen macht uns der private Verbrauch. Die recht hohe Arbeitslosigkeit dürfte die Arbeitseinkommen weiter zurückgehen lassen, und das bereits schwache Verbrauchervertrauen nahm weiter ab.

Euroraum überrascht positiv
Überraschend gut fielen hingen die Einkaufsmanagerindizes im Euroraum aus. Der Index für das verarbeitende Gewerbe stieg erstmals seit 2008 auf über 50 Punkte. In Deutschland und insbesondere in Frankreich nahm die Industrieproduktion zu. Auch der Dienstleistungs-PMI stieg, ebenfalls angeführt von Frankreich. Die Auftragseingänge in der Industrie stiegen zum vierten Mal in Folge, und auch der Ifo-Index legte zu, wenn auch nicht so stark wie in den Vormonaten. Die deutschen Exporte dürften zwar vom wieder stärkeren Weltwirtschaftswachstum profitieren, doch die Binnennachfrage bleibt schwach. Das ohnehin nicht gerade hohe Konsumentenvertrauen ging leicht zurück. Auch der schon zuvor schwache Geldmengenanstieg, ein Belastungsfaktor für das Wachstum im Euroraum, ging weiter zurück.“

Franklin Templeton: „Zu früh, um riskantere Anlagen abzustoßen“ 02.11.2009
 

Die globale Konjunktur erholt sich weiter. Die Industrieländer tendieren kräftig aufwärts. Die Indizes für das produzierende und das Dienstleistungsgewerbe deuten auf eine mögliche Überwindung der Rezession in den Industrieländern hin. Der Welthandel hat zwar noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht, nimmt aber stetig zu. Die Analysten von Franklin Templeton erwarten im Westen keine Rezession mit zwei Tiefpunkten. Eine V-förmige Erholung erscheint jedoch ebenfalls unwahrscheinlich. 

Seit den Tiefs vom ersten Quartal dieses Jahres haben sich viele risikobehaftete Anlagekategorien erholt. Franklin Templeton geht jedoch davon aus, dass wir den leichteren Teil dieser Erholung hinter uns haben könnten und die Kurs-Rally in den kommenden Monaten nachlassen wird: „Der Marktaufschwung ist der offensichtlichen Abwesenheit eines Deflationsrisikoaufschlags und zaghaften Anzeichen für eine globale Erholung zu verdanken. Zum Teil ist er aber auch auf technische Unterstützung und eine enorme Steigerung der Liquidität durch lockere Fiskal- und Währungspolitik zurückzuführen. Dass in den kommenden Monaten verschiedene Unterstützungsmaßnahmen für die Märkte wegfallendürften, mahnt uns zur Vorsicht“, so der Tenor des aktuellen Marktkommentars.

Es könnte allerdings noch zu früh sein, um Risikoanlagen abzustoßen: „Dank der Anreizprogramme ist viel Liquidität in Umlauf – und viel davon fließt in Risikopapiere. Wenn die Märkte wieder mehr auf Unternehmensgewinne achten, könnten etwa Aktien in den kommenden Monaten noch weiteres Potenzial bieten. Der unvermeidliche Anstieg der Kurs-Gewinn-Verhältnisse weist nicht unbedingt darauf hin, dass Aktien schon bald überbewertet sind – obwohl sie überkauft sein könnten. Der Ausschlag bei den KGVs kann in den kommenden Quartalen durch ordentliche Unternehmenserträge leicht korrigiert werden. Bevor wir ernsthaft einen ‚Bullenmarkt’ ausrufen, brauchen wir Belege für nachhaltige Ertragssteigerungen bei den Unternehmen – auch dann, wenn die Industrieländer versuchen, ihre Finanzen durch Rücknahme fiskal- und währungspolitischer Anreize wieder unter Kontrolle zu bringen“, ergänzen die Templeton-Analysten.

BAI und Sauren stellen klar: K1-Gruppe ist kein deutscher Hedgefonds 30.10.2009
 

In einer Mitteilung beziehungsweise in einem offenen Brief stellen der Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI) und die Sauren-Gruppe klar, dass die K1-Gruppe kein deutscher Hedgefonds ist. 

Der Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI), die deutsche Interessenvertretung im Bereich Alternative Investments, betont in einer Mitteilung: „Die K 1 Gruppe besteht aus diversen Gesellschaften, die fast ausnahmslos im Ausland ansässig sind. In Deutschland ist lediglich die X1 Fund Allocation GmbH ansässig. Hierbei handelt es sich allerdings weder um einen deutschen Fonds, noch um eine deutsche Verwaltungsgesellschaft nach dem Investmentgesetz. Die X1 Fund Allocation GmbH ist ein bei der BaFin zugelassenes Finanzdienstleistungsinstitut, die dem Anschein nach Beratungs- und ggf. Vertriebsfunktionen für die ausländischen Gesellschaften übernommen hat.  

Deutsche Hedgefonds und deren Verwaltungsgesellschaft zeichnen sich dadurch aus, dass diese von der BaFin zugelassen und laufend überwacht werden. Dieses Gütesiegel haben die ausländischen Vehikel der K 1 Gruppe gerade nicht, so dass diese nicht nur formell, sondern auch materiell weder mit einem deutschen Hedgefonds vergleichbar sind, noch als ein solcher bezeichnet werden können. An dieser Bewertung ändert sich auch dann nichts, wenn derartige ausländische Vehikel von einem deutschen Finanzdienstleistungsunternehmen beraten werden." 

„Vor diesem Hintergrund ist die Bezeichnung der K1-Gruppe als deutscher Hedgefonds schlichtweg irreführend und stigmatisiert zudem die deutschen Hedgefonds, die einem hohen Aufsichtsstandard unterliegen, der Deutschland gerade von anderen Ländern abhebt, völlig zu Unrecht“, so Frank Dornseifer (Bild links), Geschäftsführer Recht und Policy des BAI, der die mangelnde Differenzierung in der Medien-Berichterstattung zum Fall K1 hin kritisiert. „Der Fall K1 zeigt aber, dass unsere Forderung nach einer Einbettung der geplanten EU-Richtlinie über die Verwalter von alternativen Investmentfonds (AIFM-Richtlinie) in ein international abgestimmtes Regelwerk, mehr als berechtigt ist“, so Dornseifer weiter. 

Sauren: „Schwer zu sagen, was K1 wirklich ist“  

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt die Kölner Sauren-Gruppe in einem offenen Brief, der der Redaktion vorliegt (siehe Anhang). Darin heißt es, Kennern des deutschen Marktes sei K1 seit Jahren ein Begriff, was allerdings wirklich dahinter stecke, sei mehr als unklar. „Seit Jahren wird in einschlägigen Internetforen diskutiert, ob die Wertentwicklung dieser Produkte tatsächlich erzielt wurde – verifizieren lässt sich dies anhand der Informationen auf der Internetseite von K1 in keinster Weise, da sich weder Angaben zu einem Wirtschaftsprüfer oder einer Depotbank bzw. Administrator geschweige denn ein Prospekt oder ein Jahresbericht finden lassen", so Eckhard Sauren, Vorstand der Sauren Fonds-Service AG, und Ansgar Guseck, Vorstand der Sauren Fonds-Research AG in dem offenen Brief. „Selbst die Angaben in den Werbebroschüren strotzen nur so vor Inhaltslosigkeit. Somit verwundert es nicht, dass eine Unternehmung wie K1 negativ in den Schlagzeilen auftaucht.“ K1 sei jedenfalls mit Sicherheit kein deutscher Hedgefonds. „Diese sind nämlich allesamt bei der Bafin gemeldet und eine Übersicht der Produkte ist jederzeit über die Internetseite abrufbar“, so die beiden Sauren-Vorstände.

Fondsgesellschaft K1: Deutschland hat seinen ersten Hedgefonds-Skandal
 

Ob der Skandal um den Milliardenbetrüger Bernard Madoff oder die Insiderhandel-Vorwürfe gegen den Galleon-Gründer Raj Rajaratnam – die Hedgefonds-Branche kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Nun scheint zum ersten Mal auch ein deutscher Hedgefonds betroffen zu sein: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den K1-Gründer Helmut Kiener, der Banken betrogen haben soll.Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat Ermittlungen gegen die Fondsgesellschaft K1 aus Aschaffenburg und ihren Gründer Helmut Kiener eingeleitet. Medienberichten zufolge wird ihm Untreue und Betrug vorgeworfen.
Um höhere Kredite zu bekommen, soll der 50-Jährige das Vermögen seiner beiden Dach-Hedgefonds als größer dargestellt haben als es tatsächlich war. Durch die Kredite konnte K1 deutlich mehr Geld einsetzen, als der Fonds von seinen Anlegern eingesammelt hat. Auch wenn solche Kredithebel in der Branche häufig eingesetzt werden, tun das in der Regel Einzelfonds, keine Dach-Hedgefonds.
Auch Anleger aus Deutschland betroffen
Nach Angaben der Financial Times Deutschland (FTD) verwaltete die K1 Gruppe in ihren beiden Hedge-Dachfonds, die ihrerseits in rund 70 Einzelfonds investieren, zuletzt 600 Millionen Euro. Die Gelder stammen von privaten und institutionellen Anlegern unter anderem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nach Insiderinformationen sollen die Banken Anfang dieses Jahres Kredite gekündigt und das Geld zurückverlangt haben. Die Gesellschaft habe daraufhin keine neuen Kreditgeber gefunden.Internationalen Banken wie Barclays, JP Morgan Chase und BNP Paribas soll ein Verlust von insgesamt rund 400 Millionen Euro entstanden sein.
Der Fall könnte der erste große Skandal der deutschen Hedgefonds-Geschichte werden.

Anmerkung in eigener Sache (FD Fonds-Sparkauf GmbH):
Auch wir hatten in der Vergangenheit einzelne Anfragen zu diesem Produkt, haben dieses aber weder aktiv noch passiv vermittelt, da er über unsere Plattform - Kooperationspartner nicht regulär handelbar war.

Überzeugende Langfrist-Gründe für Indien - Investments  29.10.09
 "Betrachtet man die letzten Monate, so ist die Stimmung in Indien etwas verhaltener geworden, was vorwiegend durch Befürchtungen wegen der Inflation, der schwachen Regenfälle und des ausufernden Haushaltsdefizits ausgelöst wurde. Millionen von Menschen feierten am 17. Oktober 2009 Diwali, das Lichterfest der Hindu, und somit den Beginn eines neuen Jahres", stellt Franklin Templeton fest. Welche langfristigen Aussichten ergeben sich nun für den indischen Aktienmarkt?
Sukumar Rajah, Chief Investment Officer für Asiatische Aktien und Sub-Advisor des Franklin India Fund, ist davon überzeugt, dass das längerfristige Wachstumspotenzial Indiens dank der starken Fundamentaldaten intakt bleibe. Er kommentiert vor allem, wo das Wachstum liegt: "Die langfristige Wachstumsstory in Indien ist eine Interaktion von Infrastruktur- und Konsumthemen." Es gäbe aufgrund der steigenden verfügbaren Einkommen attraktive Chancen in den Sektoren des Konsum- und Investmentbereichs. "Wir sind davon überzeugt, dass Sektoren, die huckepack auf den Themen Binnenkonsum und Investment reiten können, auf mittlere bis lange Sicht günstige Möglichkeiten darstellen. Sie werden vom stetigen Strukturwandel in Indien profitieren." Indien sei bei Finanzdienstleistungen noch immer unterversorgt, aber das stark wachsende persönliche Einkommen führe zu steigender Nachfrage und biete so dem Franklin Templeton India Team reichlich Anlagemöglichkeiten, schreibt die Gesellschaft. "Angesichts der geringen Penetration der Bank- und Finanzdienstleistungen in Indien dürften die Unternehmen in diesem Sektor ein enormes Potenzial aufweisen. Gut etablierte große Privatbanken wie die HDFC Bank und die Kotak Mahindra Bank zum Beispiel sind günstig platziert, um von diesen Wachstumschancen zu profitieren".
Allgemeiner formuliert, weist Sukumar Rajah darauf hin, dass die indischen Märkte 2009 weltweit an der Spitze lagen. Er beurteile zudem die Nachrichtenlage über Konjunktur und Unternehmensgewinne in den letzten Monaten als ermutigend. "Die historische Entwicklung der indischen Unternehmen bei der Eigenkapitalrendite, sowie der zunehmenden Binnenanteil an den Unternehmensgewinnen sind positiv zu werten und verhelfen Indien zu einem Bewertungsaufschlag gegenüber anderen Emerging Markets. Es gibt zudem klare Hinweise auf eine stärkere Nachfrage nach Gebrauchs- und Investitionsgütern, was ebenfalls für ein Gewinnwachstum spricht. Allerdings müssen die Anleger in bestimmten Marktnischen auf eine Überbewertung des Wachstums achten."
Zweifellos beeinflusse Indien die übrigen Märkte Asiens. Innerhalb Asiens sei Indien eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften mit starker Binnennachfrage und einer starken Verbraucherbasis. Sukumar Rajah geht davon aus, dass sich dadurch Möglichkeiten für eine breite Palette von Unternehmen in der Region ergeben dürften. Darüber hinaus habe Indien kürzlich mit Südkorea und der Association of South East Asian Nations (ASEAN) Handelsabkommen unterzeichnet, um Handelsschranken abzubauen und den Handel in der Region zu fördern.
Trotz des allgemeinen Optimismus im Land erkenne Sukumar Rajah auch, dass für Anleger Risiken bestehen: "Kurzfristig stellen der zunehmende Inflationsdruck und eine mögliche Verschiebung der globalen Stimmung die größten Probleme dar. Das massive Angebot an Neuemissionen dürfte ebenfalls das Aufwärtspotenzial des Marktes begrenzen. Indien weist ein hohes Haushaltsdefizit aus. Die Regierung muss die Haushaltskonsolidierung forcieren."
Laut Gesellschaft würden für Sukumar Rajah die Chancen die kurzfristigen Risiken überwiegen. Die langfristigen Aussichten des indischen Aktienmarkts beurteile er als günstig. Er meint abschließend: "Jetzt, da sich Unternehmensgewinne und Konjunktur erholen, bleibt Indien auf mittlere bis lange Sicht ein überzeugender Anlagegrund. Ein positives politisches Umfeld wird den Reformprozess unterstützen und dürfte das Land befähigen, nachhaltig höhere Wachstumsraten zu generieren. Strukturbedingte Wachstumstreiber, z.B. eine günstige demografische Entwicklung, und die zunehmenden Staats- und Unternehmensausgaben, werden langfristig das Gewinnwachstum fördern."
Pioneer - Prognose: US-Wirtschaft wächst 2010 um bis zu vier Prozent 29.10.09
 Die Rezession in den USA ist nach Ansicht von Pioneer Investments beendet. "Das US-Bruttoinlandprodukt dürfte in der zweiten Jahreshälfte ein Wachstum von drei Prozent verzeichnen, für das kommende Jahr rechnen wir mit einem Wirtschaftswachstum zwischen drei und vier Prozent", erklärt Ken Taubes, Head of US Portfolio Management der Fondsgesellschaft.Zum Wachstum würden die Regierungsausgaben, die Aufstockung der Lagerbestände sowie die Stabilisierung der Konsumausgaben in den USA beitragen, so Taubes weiter. Dennoch dürfte die US-Notenbank weiter die Politik des leichten Geldes verfolgen. Damit wolle sie eine Deflation vermeiden, die durch eine weiter zunehmende Arbeitslosigkeit sowie niedrige Kapazitätsauslastung drohen könnte. "Mittelfristig steigt die Gefahr, dass diese Geldpolitik zu einer höheren Inflation führt. Hierfür wird das Timing der Fed entscheidend sein; sprich wann sie ihre expansive Geldpolitik beendet", erläutert Taubes. Besonders vor dem Hintergrund wachsender Anspannungen aufgrund des enormen Haushaltsdefizits und drohender Mehrkosten, wie etwa durch die geplante Gesundheitsreform, sei das Abpassen des richtigen Zeitpunkts entscheidend. "In diesem Umfeld ist die Ausrichtung von Anleihen-Portfolien auf eine kürzere Duration, also eine kürzere durchschnittliche Kapitalbindungsdauer der Geldanlage, sowie steilere Rendite-Kurven sinnvoll", so der Investmentexperte. Nach Angaben der Gesellschaft halte Taubes im Bereich der Hochzinsanleihen nach der Rally der vergangenen Monate eine Korrektur für möglich. "Aber selbst in diesem Fall ist er davon überzeugt, dass der Markt mittelfristig werthaltig bleibe. Bei Investments fokussiert er sich derzeit auf Hochzinsanleihen mit einem Rating von BB bis B".
Norwegische und australische Währung interessant
"Der Investmentexperte rechnet mit einer weiteren Abwertung des US-Dollars wegen der Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed sowie dem steigenden Verschuldungsgrad der USA", schreibt Pioneer Investments. Deshalb verfolgt Taubes mit zunehmendem Interesse Anlagen jenseits des US-Währungsraums: "Um das US-Dollar-Exposure zu reduzieren, gewinnen Rohstoff-Währungen wie der Australische Dollar oder die Norwegische Krone auf lange Sicht an Bedeutung." Hierbei spiele auch die disziplinierte Geld- und Fiskalpolitik dieser Länder eine wichtige Rolle.
Überraschung: UBS 3 Kontinente wagt Öffnung 28.10.09
 Der Offene Immobilienfonds UBS 3 Kontinente nimmt überraschend ab sofort wieder Anteile zurück und aktiviert gleichzeitig einen Rücknahmeabschlag in Höhe von 3 %.
Die UBS Real Estate hatte Ende Oktober 2008 die Rücknahme von Anteilscheinen für sechs Monate ausgesetzt und die Aussetzung im April 2009 um weitere sechs Monate verlängert. Diese Frist wäre Ende der Woche ausgelaufen.  Die Öffnung wurde nach Angaben der Gesellschaft möglich, da sich die Liquidität des Fonds durch Mittelzuflüsse und eine vorübergehende Anhebung der Fremdfinanzierungsquote erhöht hatte.
Ab Wiederaufnahme der Rücknahme von Anteilscheinen wird gemäß der "Besonderen Vertragsbedingungen" für die Dauer von fünf Monaten ein Rücknahmeabschlag in Höhe von 3 Prozent des Anteilwertes erhoben. Dieser steht dem Sondervermögen zu.
ING IM progrostiziert für 2010 langsameres Wachstum
 Nach ING Investment Management (ING IM) markiert das jüngste Wirtschaftshoch nicht den Beginn eines erneuten Abwärtstrends. Dies gelte umso mehr, als die Wachstumseffekte des Lagerzyklus, der Fiskalpolitik und der Weiterentwicklung des Finanzsystems unvermindert fortbestünden.
ING IM rechnet daher im weiteren Jahresverlauf mit einer überdurchschnittlichen Wachstumsrate für die USA und den Euroraum, die in 2010 allerdings wieder auf ein unterdurchschnittliches Niveau sinken dürfte.
Ferner erwartet man bei ING IM eine steigende globale Divergenz zwischen unterschiedlichen Anlageformen und Regionen. Dazu äußert sich Valentijn van Nieuwenhuijzen, Head of Fixed Income Strategy und Economist bei ING IM:
"Das vergangene Jahr war durch einen global im Gleichschritt verlaufenden Konjunkturabschwung und das Ergreifen energischer wirtschaftspolitischer Maßnahmen zu seiner Bekämpfung geprägt. Im weiteren Verlauf von 2009 und im nächsten Jahr müssen wir uns allerdings auf zunehmende Divergenz einstellen. Vor allem jene Länder, in denen der Abschwung bisher relativ mild ausgefallen ist, dürften eher früher als später einen vergleichsweise kräftigen Aufschwung bei einer leicht rückläufigen Inflationsrate und damit einen erneuten Zinsstraffungszyklus erleben. Das ist beispielsweise in Australien und Israel der Fall. In den USA und in Euroland dürften die zinspolitischen Instanzen indes bis auf weiteres bei ihrer abwartenden Haltung bleiben, da der Desinflationsdruck wohl zunehmen wird."
ING IM weist ebenfalls darauf hin, dass die Kapitalströme in die Schwellenländer sich wieder erheblich gebessert und damit zu deutlichen Aufwertungen der Landeswährungen geführt haben. Die Zentralbanken hätten ihre Interventionen am Devisenmarkt verstärkt, um der Aufwertung entgegenzuwirken. Im Ergebnis seien die Devisenreserven gestiegen. ING IM zufolge trage dieser Prozess zum globalen Liquiditätswachstum bei, während der Abbau globaler volkswirtschaftlicher Ungleichgewichte damit schwieriger werde. Zudem habe sich die treibende Kraft hinter den Finanzmärkten seit Anfang August verlagert. Von März bis Anfang August seien die Märkte noch überwiegend von sogenannten Recovery Trades angetrieben worden. Das habe sowohl zu einem positiven Abschneiden risikoreicher Assets wie Aktien, Unternehmensanleihen und Rohstoffen geführt als auch zu einer Festigung des Anlegervertrauens in eine Konjunkturerholung. Risikoärmere Anlageformen wie Geldmarktpapiere und Staatsanleihen hätten dagegen schlechter abgeschnitten.
Weiter: "Seit August hat sich das Marktverhalten insofern geändert, als dass sich die Marktbewegungen nicht mehr allein durch Recovery Trades erklären lassen. Seitdem haben sich stärkere Unterschiede bei der Performance risikoreicherer Vermögenswerte herausgebildet:Während die Aktienkurse anzogen, mussten Rohstoffe Einbußen hinnehmen. Unternehmensanleihen erwiesen sich hingegen als überraschend widerstandsfähig und übertrafen auf risikoadjustierter Basis sogar Aktien." Die naheliegendste Erklärung sei, dass Liquidity Trades sich zu den Recovery Trades gesellt und sie zum Teil sogar verdrängt hätten, da jetzt reichlich Liquidität von den Zentralbanken in die Märkte ströme. Ferner sorge die Auflösung von Barpositionen bei Geldmarkt- bzw. Publikumsfonds, die zunächst von vorsichtigen Geldmarktmanagern gebildet worden seien, für zusätzlichen Kapitalfluss in alle Asset-Klassen, die eine über Bargeldzinsen liegende Rendite abwerfen würden.
Konjunkturprogramm fürs Portfolio  23.10.09
 Staatlich geförderte Renditen: Der Fidelity Global Real Asset Securities (ISIN: LU 041 749 555 2) investiert in Aktien, die von den weltweit aufgelegten Konjunkturpaketen profitieren sollen. Es ist die größte Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Es ist aber auch die größte staatliche Unterstützungsaktion aller Zeiten: Ob USA, Europa oder China – weltweit haben Regierungen beschlossen, ihre Volkswirtschaften mit insgesamt mehr als vier Billionen US-Dollar zu fördern. Vor allem die Sektoren Infrastruktur und Energie sollen reichlich von dem staatlichen Geldsegen abbekommen. So will China für gut 280 Milliarden Dollar seine Transport- und Verkehrswege ausbauen und die USA planen, in den kommenden zehn Jahren allein rund 250 Milliarden Dollar für Erneuerbare Energien auszugeben. Von diesem Kuchen will der Fidelity Global Real Asset Securities Fund ein Stück abhaben. Der Themenfonds investiert in Unternehmen, die von den Konjunkturprogrammen profitieren sollen. Dazu gehören die Branchen Energie, Roh- und Werkstoffe, Industrie, Immobilien und Versorger. "Ich investiere vor allem in Real Assets, also reale, materielle Sachwerte", beschreibt Fondsmanager Amit Lodha sein Investmentprinzip. Darunter versteht er beispielsweise Zement, Stahl, technische Produkte oder Gold.
Amit Lodha ist ein Stockpicker. Dennoch werden makroökonomische Entwicklungen, wie zum Beispiel Veränderungen bei Rohstoffpreisen, in die Entscheidungen miteinbezogen. Insgesamt wählt Lodha 40 bis 60 Titel für das Portfolio aus. Derzeit dominieren Energiewerte mit knapp 30 Prozent, bei der Länderallokation liegen amerikanische Aktien weit vorn.
Fazit:
Der ebenfalls von Amit Lodha gemanagte Fidelity Global Industrials Fonds entwickelt sich ziemlich erfreulich. Wenn alles gut geht, gehören auch die Branchen seines neuen Fonds zu den Gewinnern der Krise.
Immofinanz-Skandal: AWD in Österreich vor Gericht  23.10.09
 

Im zweitgrößten Zivilverfahren Österreichs seit dem Zweiten Weltkrieg steht der Finanzvertrieb AWD in Wien vor Gericht. Der Vorwurf: Systematische Falschberatung. Ob eine Sammelklage zugelassen wird, ist noch nicht entschieden. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) wirft AWD Österreich bei der Vermittlung von Aktien der Immofinanz systematische Fehlberatung vor. Etwa 2.500 AWD-Kunden in der Alpenrepublik mit einem geschätzten Gesamtschaden von 30 Millionen Euro haben sich einer entsprechenden VKI-Aktion angeschlossen. Das Handelsgericht Wien muss seit Donnerstag nun entscheiden, ob diese Form der Sammelklage überhaupt zulässig ist. Bei der zunächst eingebrachten Sammelklage geht es um 125 Anleger mit einem Schaden von rund zwei Millionen Euro. Der VKI wirft AWD vor, die Aktien der Gesellschaften Immofinanz und Immoeast als Alternative zu sicheren Bankprodukten wie Sparbücher oder Bausparverträge angeboten zu haben. Auf eine Streuung des Vermögens habe man bei AWD in vielen Fällen nicht geachtet, so VKI-Chefjurist Peter Kolba. Beide empfohlenen Aktiengesellschaften stehen im Zentrum eines umfangreichen Wirtschaftskandals, der bis in höchste Wirtschaftskreise reicht.
Sammelkage oder Einzelprüfung?
Die österreichischen Verbraucherschützer wollen die Causa aus prozessökonomischen Gründen als Sammelklage abwickeln. Die Rechtmäßigkeit der Sammelklage hat AWD jedoch infrage gestellt. Der zur Swiss-Life-Gruppe gehörende Finanzvertrieb hat die Vorwürfe grundsätzlicher Beratungsfehler stets zurückgewiesen und besteht darauf, alle Fälle einzeln zu prüfen. AWD sprach in österreichischen Medien von einer „Hexenjagd gegen ein renommiertes Unternehmen“, die einer Inquisition gleichkomme und zur Abwanderung von Beratern führe. Kein Wunder, die Causa Immofinanz hat Spuren hinterlassen: Das EBIT für die Region Österreich und Zentral- und Osteuropa war 2008 um knapp 88 Prozent auf 4,2 Millionen Euro gefallen, der Umsatz ging um 30 Prozent auf 114 Millionen Euro zurück. Zum 1. Juni 2009 hatte AWD Österreich zudem den Vorstandschef ausgewechselt.

Das Gericht hat am ersten Verhandlungstag noch nicht entscheiden, ob die Sammelklage zulässig ist. Der Richter will darüber voraussichtlich schriftlich befinden. Sollte dies der Fall sein, will VKI eine zweite Teilsammelklage einreichen, bei der es um einen Streitwert von weiteren zwei Millionen Euro geht. AWD zeigte sich mit dem Ausgang der ersten, knapp zweistündigen Verhandlung zufrieden: So muss die Schadenssumme musste aufgrund der zwischenzeitigen Erholung der Aktienkurse um rund ein Drittel reduziert werden. Zudem hat das Gericht festgestellt, dass auch die Anzahl der in der Klage angeführten Anleger zu reduzieren sei, da manche ihre Immofinanz-Aktien nicht von AWD vermittelt bekommen haben. 

Pioneer mag Türkei und Russland 22.10.2009
 

Türkei und Russland bieten derzeit gute Anlagemöglichkeiten und zählen zu den bevorzugten Ländern unter den Emerging Markets. Zu dieser Einschätzung kommt die Fondsgesellschaft Pioneer Investments in einem aktuellen Marktkommentar. „Die Türkei hat als Anlagemarkt an Attraktivität gewonnen – die dortigen Untenehmen sind vernünftig bewertet und es ergeben sich einige gute Investmentchancen, besonders im Bankensektor“, sagt Marcin Fiejka, Manager des Pioneer Funds - Emerging Europe and Mediterranean Equity. Gerade die Geldinstitute dürften von einer anziehenden Kreditvergabe profitieren. Zuletzt hatte die türkische Zentralbank den Leitzins auf historisch niedrige 7,25 Prozent gesenkt, um den Binnenkonsum zu stärken. Zum Vergleich: Anfang 2002 hatte der Zins noch 50 Prozent betragen. „Neben den geldpolitischen Maßnahmen dürften auch die strukturellen Reformen für den geplanten EU-Beitritt langfristig für wirtschaftliche Impulse am Bosporus sorgen“, erklärt Fiejka.

 

Russische Aktien vergleichsweise günstig  

Auch Russland gegenüber ist der Fondsmanager positiv gestimmt: Hier sprechen der steigende Ölpreis und ein zuletzt stabiler Rubel für ein Investment. „Derzeit konzentrieren wir uns auf den Ölsektor“, so Fiejka. Besonders interessant seien aktuell Werte wie CAT Oil, ein Dienstleister im Ölsektor und der Röhrenhersteller TMK. Insgesamt sieht der Investmentexperte Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung in Russland. Außerdem notiere der Markt in den meisten Bereichen immer noch mit einem Abschlag gegenüber anderen Emerging Markets. So liege das Kurs/Gewinn-Verhältnis für russische Aktien auf Sicht der kommenden zwölf Monate bei 8,3, wohingegen das durchschnittliche Kurs/Gewinn-Verhältnis der Emerging Markets für denselben Zeithorizont 13,1 betrage (per Ende September). „Langfristig sind die Perspektiven für die Schwellenländer Europas und des Mittelmeerraums nach wie vor positiv, selbst wenn es kurzfristig Gewinnmitnahmen geben sollte“, bilanziert Fiejka.

Anthony Bolton: „Der Bullenmarkt wird noch geraume Zeit anhalten” 23.10.2009  
 

Die Aktienmärkte ziehen weltweit an – und der Bullenmarkt könnte auch noch geraume Zeit anhalten, meint Anthony Bolton, Leiter Investments bei Fidelity International. Die niedrigen Leitzinsen würden Investments in riskikoreichere Assets wie Aktien Rückenwind geben, zudem sei das Investoren-Sentiment von pessimistisch zu optimistisch umgeschwungen. Nichtsdestotrotz hätten viele Investoren es verpasst, rechtzeitig Aktien zu günstigen Preisen zu erstehen. „Die Schnäppchen-Phase ist vorbei, aber auch wenn der Markt sich von den Tiefstständen mittlerweile ziemlich entfernt hat, glauben wir, dass der Bullenmarkt weiter geht. Es ist ein mehrjähriger Bullenmarkt“, zitiert der britische Telegraph Bolton.

Technologie- und Konsumwerte punkten
Dieser werde mittelfristig vermutlich von den Sektoren Technologie und Konsum angeführt, mutmaßt Bolton, der darüber hinaus auch für Banken und Versicherer bullish bleibt, sowie für Immobilienwerte, für welche die derzeit günstigen Bewertungen sprächen. Allerdings müsse man im Hinterkopf bewahren, dass die Regulierung diese Sektoren negativ beeinflussen könnte. Bolton bricht eine Lanze für Finanzwerte, vor dem Hintergrund, dass er herausgefunden hat, dass man nach einer Finanzkrise Finanzwerte in der Regel zwei bis drei Jahre halten kann, wie Reuters zitiert.

China als Treiber
Bolton geht davon aus, dass China ein Treiber für das weltweite Wachstum bleiben werde, auch wenn der chinesische Aktienmarkt kurzfristig einen Rückschlag erleiden könnte. Langfristig bleibe die Aussicht aber gut, wie Bolton im Zuge eines Besuchs und einer Rede gegenüber koreanischen Medien sagte. In den letzten sechs Monaten sind die Aktien im land der Mitte deutlich angestiegen, nachdem unter anderem auch die in großem Stil von der chinesischen Regierung initiierten Stimuli-Programme positive Wirkung zeigen.

Emerging Markets haben Potenzial
Auch auf breiterer Sicht ist Bolton bei Emerging Markets positiv gestimmt: „Das relative Wachstum, was man in einigen Emerging Markets sieht, wird gegenüber dem langsamen Wachstum im Westen besonders attraktiv aussehen“, so Bolton. Er geht davon aus, dass die Ökonomien von Emerging Markets von einer steigenden Binnenwirtschaft, respektive steigendem inländischen Konsum profitieren werden. Seine Vorliebe gelte im besonderen Emerging Markets, „die stark von inländischer Nachfrage getrieben werden können, von der internen Dynamik ihrer Wirtschaft.“

Neue Vermögen AG: Die gefährliche Wiedergeburt der Zertifikate 22.10.2009
 

Die Banken verkaufen wieder Zertifikate – und anderem Namen aber mit den gleichen Provisionen. Anleger sollten lieber auf Investmentfonds zurückgreifen, rät Gottfried Urban, Vorstand der Neue Vermögen AG  mit Sitz in Traunstein. In einer Kolumne erläutert er seinen Standpunkt:
„Kaum zu glauben, aber wahr: Jeder dritte Bankberater gibt an, dass der Vertriebsdruck seit Ausbruch der Krise eher zu- als abgenommen hat. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Da passt es ins Bild, wenn Anlagezertifikate mit Garantien im Moment eine Renaissance erleben. Zertifikate? Richtig: Das waren die Papiere, die den Banken dicke Gewinne und den Anlegern satte Verluste bescherten.

Neue Namen für alte Produkte

Den komplexen Zertifikaten wurden jetzt oftmals neue Namen verpasst: „Anleihen mit Sonderausstattung“ etwa. Mit den vermeintlich neuen Produkten sollen wieder konservative Anleger geködert werden, die eigentlich den sicheren Hafen suchen. Die Ursachen für die neuerliche Fehlentwicklung liegen auf der Hand: Nach wie vor sind komplexe Zertifikate das margenstärkste Geschäft im Wertpapierbereich. Verlockend sind auch die kurzen Laufzeiten. Denn damit können arglose Anleger zur regelmäßigen Wiederanlage in neue Produkte bewegt werden. Das hält die Provisionsmaschinerie am Laufen. In Wahrheit handelt es sich um Zertifikate, wie sie seit Jahren angeboten werden. Preisvergleiche sind nach wie vor praktisch unmöglich – vor allem bei Zertifikaten, die mit Derivaten (Swaps, Optionen und Futures) arbeiten. Der Anleger muss die Preisbildung aber verstehen, um das Zertifikat beurteilen zu können. Daher gilt: Wenn auch nur ein Derivat eingesetzt wird, Finger weg – es sei denn, das Derivat dient zur Absicherung von Währungsrisiken.

Wichtige Kriterien

Welche Anforderung sollte man also an ein Zertifikat stellen? Es reichen einfache Basisprodukte, die keine Derivate enthalten und zusätzlich gegen Insolvenz des Anbieters absichern. Wenn Berater ein Zertifikat schmackhaft machen, sollten Anleger mal nach der Dividende fragen. Denn die sollte beim Anleger landen. Indexprodukte mit Reinvestition der Dividenden sind aber nicht gern gesehen, da sie zu wenig Provision abwerfen.

Fonds bevorzugt

Besser als mit Zertifikaten fahren Anleger mit Investmentfonds. Hier ist die Preisbildung klar geregelt und die Kosten sind im Rechenschaftsbericht offen gelegt. Zudem ist das Geld im Fonds auch bei Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft zu 100 Prozent geschützt. Jeder Anleger kann sich den Investmentfonds aussuchen, der zu seinen Anlagezielen passt. Idealerweise sollte man auch hier auf mehrere Investmentfonds mit verschiedener Ausrichtung setzen.

Sach- und Substanzwerte im Fokus

Für die Altersvorsorge würde ich in Fonds anlegen, die auf Sach- und Substanzwerte setzen. Die Gelder für die kurz- und mittelfristigen Anschaffungen können trotz niedriger Zinsen auf Geldkonten oder sicherheitsorientierten Investmentfonds geparkt werden. Für die Altersvorsorge sind diese Bestandteile jedoch nur bedingt geeignet, da diese zu wenig Schutz vor Inflation bieten.“

Investoren bevorzugen neben Europa Asien und Schwellenländer 22.10.09
 Aktienfonds erleben im vierten Quartal 2009 eine Rückkehr in die Portfolios vieler Investoren. Wie eine vom britischen Vermögensverwalter Schroders unter Vertriebspartnern durchgeführte Befragung zu den Investmenttrends der Jahre 2009 und 2010 zeigt, wollen im vierten Quartal dieses Jahres 36 % der Anleger wieder verstärkt in Aktien investieren, nur zwölf Prozent dagegen beabsichtigen, vor allem Rentenfonds zu kaufen. Defensive Geldmarktprodukte stünden nur noch bei acht Prozent der professionellen Investoren ganz oben auf der Kaufliste. Damit kehrten sich laut Schroders die Verhältnisse des dritten Quartals
2009 um, in dem Rentenfonds bei 45 % und Geldmarktfonds bei 36 % der Kunden noch als bevorzugte Geldanlage gegolten hätten, während Aktienfonds nur von 16 % der professionellen Anleger gekauft worden seien. "Verglichen mit der Zeit vor der Finanzkrise, als 55 % der Kunden bei der Geldanlage Aktienfonds,18 % Rentenfonds und 17 % Geldmarktfonds bevorzugten, sind die Anleger noch immer relativ zurückhaltend gegenüber Aktien", erklärt Achim Küssner, Sprecher der Geschäftsführung der Schroder Investment Management GmbH für Deutschland, Österreich und die Benelux-Länder. "Doch der Risikoappetit nimmt langsam zu."
Die Befragung ergab, dass professionelle Anleger in den nächsten 24 Monaten stark in die Aktienmärkte der Emerging Markets und Asien investieren wollen. Jeweils 63% der Befragten hätten diese Regionen auf der Kaufliste ganz oben. Auch Europa sei für 42% der Anleger eine attraktive Anlageregion und sie planten dort stark zu investieren. Stark nachgelassen habe das Interesse an den USA, die nur noch von 16 % der Investoren als künftiges Anlageziel genannt worden wären. Der Anteil von vorzugsweise auf Rohstofffonds setzenden Anlegern habe sich vor, während und nach der Finanzkrise nur relativ wenig verändert, auch Immobilienfonds blieben in der Gunst der Investoren recht stabil. Alternative Anlagen seien auch in Zukunft noch ein wichtiges Thema, 88% der Befragten planten in den kommenden Monaten in Rohstofffonds zu investieren.
Wenn Anleger derzeit vor Investmentfonds zurückschrecken, sind nach Ansicht der Befragten Risikoaversion, die globale Rezession sowie Unkenntnis in punkto Geldanlagen die Hauptursachen. Auch sinkende Kurse würden häufig genannt. Hohe Kosten schienen dagegen kein sehr wichtiges Hemmnis zu sein, sie würden nur von rund einem Drittel der Befragten angeführt.
Steuerliche Gründe oder die Angst vor Wertverlust infolge einer Inflation spielten so gut wie keine Rolle.
Die wichtigsten Anlagekriterien seien für jeweils 95 % der Befragten derzeit Vertrauen und Kapitalerhalt. Auch Stabilität und Liquidität würden mit 92 und 78 % häufig als Kriterien für eine Geldanlage genannt. Ertrag und die Marke des Anlagehauses würden derzeit dagegen nur zweitrangig als Auswahlkriterium betrachtet.
Griffin (Eastern European Fund): Russische Versorger langfristig interessant 22.10.09
 "Wir hatten damit gerechnet, dass die Märkte während der Sommermonate anziehen würden, bedingt durch das Ausbleiben schlechter Nachrichten, und dass dann eine Konsolidierung bei Bekanntgabe der Unternehmenszahlen für das dritte Quartal folgen würde. Insofern waren wir darauf vorbereitet, unser Marktengagement bei Bekanntwerden der ersten enttäuschenden Ergebnisse auf den unteren Bereich der Spanne von 90-95 % zu reduzieren. Wir wurden dann überrascht, als Alcoa die Gewinnschätzungen sehr deutlich übertraf. Auch andere Unternehmen wie Johnson & Johnson oder Philips Europa veröffentlichten bessere Zahlen als erwartet", berichtet Thomas Farthofer, Fondsmanager des Griffin Eastern European Fund (IE0002787442). "Wir haben deshalb unsere kurzfristige Einschätzung revidiert und sind fast voll investiert geblieben. Unser Netto-Engagement beträgt momentan etwa 96 %. Da das Portfolio fast ausschließlich aus liquiden Blue-Chips besteht, sind wir jedoch flexibel genug, um unser Engagement schnell zurückzunehmen, sollte der zweite Teil der Berichtssaison nicht so positiv verlaufen wie der erste", heißt es weiter im Fondsmanagerkommentar. Der Fonds enthalte immer noch einige defensive Elemente.
Dabei handele es sich insbesondere um Titel wie Comstar, die Surgutneftegas-Vorzugsaktie und einen Hedge auf die türkische Lira. Dadurch sollte der Fonds in einem negativen Szenario, wenn die Risikobereitschaft sinke, besser abschneiden als der Gesamtmarkt. Zugleich sei das Engagement in russischen Versorgern ausgebaut worden, indem MRSK Holding weiter aufgestockt und eine Position in OGK 3 aufgebaut worden sei. Die Nachrichtenlage sei nach wie vor sehr günstig, und wenngleich Korrekturen nach so rasanten Kurssteigerungen immer wahrscheinlicher würden und früher oder später zu erwarten seien, halte Farthofer den Versorgungssektor auf mittlere bis lange Sicht für eines der interessantesten Marktsegmente. Auf der anderen Seite habe das Fondsmanagement die Gewichtung der Türkei weiter verringert, indem es einen Teil der ISE 30-Futures verkauft und die Positionen in den Holdinggesellschaften Koc und Sabanci reduziert habe.
"Die tschechische Krone verlor nach der verbalen Intervention der Tschechischen Nationalbank an Wert. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um unseren Hedge in der Währung zu beenden. Zudem haben wir die Gewichtung Polens im Vorfeld zweier großer Transaktionen, die beträchtliche Summen vom Sekundärmarkt absorbieren dürften, auf untergewichtet reduziert", berichtet Farthofer weiter. Bei der ersten handele es sich um die Kapitalerhöhung von PKO PB und bei der zweiten um den Börsengang des polnischen Versorgers PGE. Das werde in diesem Jahr der größte Börsengang in Europa sein. Fahrthofers Kommentar dazu:
"Wir haben vor, an beiden Transaktionen teilzunehmen."
DAX: Fast jeder zweite Anleger erwartet im nächsten halben Jahr steigende Kurse 20.10.2009
 Dass sich der DAX in den letzten Wochen deutlich über 5.500 Punkten stabilisiert hat, förderte das Börsenvertrauen der deutschen Privatinvestoren: Nun blickt fast jeder Zweite wieder zuversichtlich in die Zukunft, parallel dazu reduzierte sich der Anteil der Börsen-Skeptiker weiter. Der Anteil der Aktienmarkt-Optimisten stieg bei der aktuellen J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Befragung nun zum dritten Mal in Folge deutlich an. An eine positive Entwicklung des DAX in den nächsten sechs Monaten glauben nach einem deutlichen Zuwachs um 12,1 Prozentpunkte nun wieder 46,4 Prozent der befragten Anleger. Damit hat sich der Anteil der Optimisten seit März fast verdreifacht: Zum Zeitpunkt der Börsentiefstände setzten nur 17,3 Prozent auf einen Aufwärtstrend. Die positive Investorenstimmung schlägt sich parallel darin nieder, dass der Anteil der Börsen-Skeptiker weiter sinkt: Die Quote der Pessimisten ging im September um 7,1 Punkte auf 20,1 Prozent zurück. „Obwohl sich viele deutsche Privatanleger nun wieder sehr zuversichtlich für einen weiteren Börsenaufschwung zeigen, bezieht jedoch nach wie vor ein Teil der Befragten bewusst keine Stellung: Der Anteil der Unentschlossenen reduzierte sich zwar ebenfalls; mit 33,6 Prozent kann oder will sich aber immer noch jeder dritte Befragte nicht festlegen,“ erläutert Jean Guido Servais, Marketing Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei J.P. Morgan Asset Management.
 

Investor Confidence-Index deutlich im Plus 

Die deutliche Aufhellung der Anlegerstimmung lässt sich auch im J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Gesamtindex nachvollziehen: Der Mittelwert aus allen Antworten stieg markant und etablierte sich wieder im positiven Bereich. Nach einem Anstieg um 2,4 Prozentpunkte notiert er aktuell auf einem Wert von 2,8. „Dies ist der beste Indexwert seit Ende 2007 – und damals notierte der DAX sogar noch deutlich über 7.000 Punkten“, betont Servais. Das Stimmungshoch lässt sich bei Frauen wie Männern gleichermaßen feststellen: Bei den weiblichen Befragten fällt der Anstieg mit einem Plus des Indexwertes von 2,9 Punkten sogar besonders dynamisch aus. Sie sind aber traditionell etwas vorsichtiger eingestellt und so liegt der Wert mit 2,4 leicht unter dem Durchschnitt. Bei den Männern stieg der Indexwert um 1,9 Punkte auf 2,9. 

Mit der J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Studie ermittelt die Fondsgesellschaft zwei­monatlich die aktuellen Markteinschätzungen und Investitionsabsichten der deutschen Privatanleger. Die von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführte repräsentative Befragung fand zuletzt vom 4. bis zum 18. September 2009 statt. Im ersten Schritt wird die Quote der Investmentbesitzer festgestellt, aus dieser Teilgruppe lässt sich dann der Investor Confidence-Index erheben. Der Stimmungsaufschwung ist aktuell nicht beim Investmentbesitz zu spüren, im Gegenteil. Nach einem deutlichen Anstieg um 3,1 Prozentpunkte bei der letzten Befragung sank er aktuell wieder um drei Prozentpunkte ab: Mit 17,4 Prozent der Befragten hält aktuell nur rund jeder sechste Deutsche börsennotierte Investments wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Fonds, Optionsscheine oder Zertifikate.

 

Investitionsbereitschaft hält noch nicht mit Optimismus Schritt 

Auch in der Bereitschaft der Privatanleger, im nächsten halben Jahr zu investieren, ist das gestiegene Börsenvertrauen noch nicht spürbar: Der Anteil derjenigen, die weitere Investments tätigen wollen, sank sogar um 4,4 Prozentpunkte. Noch in der letzten Befragung im Juli war diese Quote um fast 10 Prozent gestiegen. Nun planen nur noch 34,0 Prozent neue Anlagen. „Dass sich die Investmentbereitschaft wieder gegenläufig zum Vertrauen in die Börse entwickelt ist interessant: In den Monaten der Krise blieb das Investmentklima relativ stabil und der Trend war sogar umgekehrt. Nun zögern die Privatinvestoren trotz des Stimmungsaufschwungs bei weiteren Anlagen“, erläutert Servais. Er unterstreicht dass diese Ergebnisse Finanzberatern neue Gesprächsmöglichkeiten eröffnen. „Offensichtlich besteht Informationsbedarf nach sinnvollen Anlagestrategien, die zum jeweiligen Marktszenario und Risikoprofil der Anleger passen.“ 

Ein Blick auf die Favoriten für weitere Anlagen belegt ebenfalls die wieder gestiegene Zurückhaltung der Privatinvestoren. Bei der letzten Befragung zeigten sie sich noch etwas mutiger in ihren Anlage­entscheidungen. Nun schoben sich aktuell wieder Tagesgeldkonten auf den ersten Rang der gewählten Investments vor. Mit einem Plus von 0,8 Punkten auf 11,9 Prozent liegen sie jedoch nur knapp vor den Fonds, die trotz eines Rückgangs von 3,2 Punkten von 11,7 Prozent favorisiert werden. Sicherheit – in Form von Sparbüchern – wird allerdings auch nicht mehr ganz so groß geschrieben: In der Anlegergunst sanken sie sogar um 3,6 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. Die Bereitschaft zu Direktanlagen in Aktien verbleibt dagegen auf gleichem Niveau und spiegelt damit das gestärkte Börsenvertrauen wieder. Mit einem leichten Rückgang von 0,2 Punkten liegt sie nun bei 8,2 Prozent. Diese Ergebnisse verdeutlichen laut Servais das Dilemma vieler Privatanleger: „Im Zuge der Börsenturbulenzen des letzten Jahres sind viele Investoren in sichere Anlagehäfen geflüchtet, die damals mit einer ordentlichen Rendite lockten. So liegen nach wie vor Milliarden in Geldmarkt- und Sichteinlagen. Heute erreichen die Zinsen nun historische Tiefstände und diese Anlagen erzielen aktuell nur noch eine marginale Verzinsung. Da viele dieser Gelder für die Altersvorsorge bestimmt sind, reichen derartige Minimalzinsen jedoch nicht aus. Um ihre Versorgungslücke im Alter zu schließen, gilt es nun für die deutschen Privatanleger, sich wieder Gedanken um ihre Portfolioausrichtung zu machen.“

 

J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Studie: Aktuelle Ergebnisse September 2009 

Frage: Sprechen wir über die Entwicklung des deutschen Aktienmarktes. Wie wahrscheinlich ist es Ihrer Meinung nach, dass sich der deutsche   Aktienmarkt in den nächsten sechs Monaten positiv entwickeln wird. Würden Sie sagen das ist…?

 

Ergebnisse vom September 2009 (letzte Befragung im Juli 2009)

sehr wahrscheinlich 5,9% (4,1% )

wahrscheinlich 40,5% (30,1%)

weder wahrscheinlich noch unwahrscheinlich (neutral) 33,6% (38,7%)

unwahrscheinlich 15,8% (19,9%)

sehr unwahrscheinlich 4,3% (7,2%)

positive Antworten insgesamt (Optimisten) 46,4% (34,3%)

negative Antworten insgesamt (Pessimisten) 20,1% (27,2%)

J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Index 109 (80)

J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Gesamtindex 2,8 (0,4)

 

Zur J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Studie (Deutschland)  

Im Auftrag von JPMorgan Asset Management erstellt die Gesellschaft für Konsumforschung, Nürnberg (GfK) seit März 2002 regelmäßig ein Investmentbarometer. Die Umfrage erfolgt jeweils unter rund 2.000 Frauen und Männern ab 20 Jahren (bis Januar 2008: 14 Jahren), die repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland sind. Je Befragung werden circa 500 Interviewer eingesetzt. Die Studie erfasst die Einstellungen zu den Entwicklungen der Aktienmärkte und zum Investmentverhalten von deutschen Privatanlegern (Besitzer von Aktien, Investmentfonds, Optionsscheinen, Zertifikaten, Rentenpapieren). Die aktuelle 84. Befragungswelle fand vom 4. bis 18. September 2009 statt. Vierteljährlich erfolgen zudem Studien in Schweden und Spanien sowie in Hongkong.

 

Der J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Gesamtindex  

Für die Berechnung des Index werden die einzelnen Antwortvorgaben mit einem Faktor gewichtet (sehr wahrscheinlich: +20, wahrscheinlich: +10, weder wahrscheinlich noch unwahrscheinlich: 0, unwahrscheinlich: -10, sehr unwahrscheinlich: -20). Der Mittelwert dieser Antwortwerte spiegelt die Gesamtstimmung im Markt wider. Der Index bewegt sich in einer Spannbreite von -20 bis +20: Antworten alle Befragten mit „sehr wahrscheinlich“, beträgt der Gesamtindex 20. Im umgekehrten Fall, wenn alle eine Verbesserung als sehr unwahrscheinlich einschätzen, ergibt sich ein Index von -20. Der aktuelle Wert im September 2009 stieg von 0,4 auf 2,8.

 

J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Index 

Seit Mai 2004 gibt es mit dem J.P. Morgan Investor Confidence-Index eine zweite Größe zur Beschreibung der Anlegerstimmung. Der Index gibt die Veränderung der positiven Erwartungen in Relation zu einem Basismonat an. Dabei werden ausschließlich die gewichteten Bewertungen jener Personen, die von einer positiven Entwicklung in den kommenden sechs Monaten ausgehen, in die Berechnung einbezogen. Die gewichteten prozentualen Anteile der Antworten „sehr wahrscheinlich“ und „wahrscheinlich“ werden addiert und ins Verhältnis zu den Werten des Basismonats (Mai 2004 = 100) gesetzt. Der aktuelle Wert vom September 2009 stieg ebenfalls deutlich von 80 auf 109.

 

Börsenoptimismus hält mit dem Dax Schritt

Die deutschen Privat­anleger sind von einem weiteren Bör­senaufschwung sehr überzeugt: Der J.P. Morgan Asset Mana­gement Investor Con­fidence-Index hat sich nun wieder deutlich im positiven Bereich etabliert und hält mit der Dynamik des DAX- Aufschwungs Schritt.

 

Den Optimismus in Investments umsetzen

Während der Opti­mismus der Privatanleger deutlich zulegte, ist ihre Investmentbereitschaft aktuell wieder rückläufig: Eine interessante Entwicklung, da in den Monaten der Krise das Investmentklima relativ stabil geblieben war. Nun zeigen sich die Anleger für weitere Investments eher zögerlich.

 
Morningstar: Bis Jahresende droht 4000 Fonds der Exitus  20.10.09
 

Die europäische Fondsindustrie strafft ihre Produktpalette, wie Werner Hedrich, Leiter des Fondsresearch bei Morningstar im deutschsprachigen Europa, anmerkt. So wurden bis zum dritten Quartal europaweit bereits 3000 Fonds geschlossen, während im Gegenzug 1500 neu aufgelegt wurden.

Fünf Prozent des Angebots verschwindet
Bis zum Jahresende rechnet Morningstar mit 1000 weiteren Fondsschließungen, womit sich die Gesamtzahl der gescheiterten Fondsprodukte auf Jahressicht auf 4000 summiert. Damit prognostiziert Morningstar, dass im laufenden Jahr rund 5 Prozent der in Europa zugelassenen Fonds geschlossen werden. Im Januar 2009 waren europaweit gemäß der Morningstar Datenbank mehr als 38.000 Fonds zugelassen.

Potenzielle Fallstricke für Investoren
Während man Hedrich zufolge die Bereinigung der umfangreichen Angebotspaletten von Fonds mit geringen Volumina tendenziell begrüße, würden sich Investoren bei Fondsschließungen und –fusionen allerdings vor Herausforderungen sehen. Hintergrund ist, dass geringe Fondsvolumina für Anleger höhere Kosten bedeuten, was mittelbar die Performance eines Investmentfonds beeinflusst. Eine Fondsschließung oder –fusion kann zudem zu einer nachteiligen steuerlichen Behandlung führen (Neuanlage). Anleger sollten bei einer Fondszusammenlegung (Fusion) darauf achten, dass die Investmentstrategie (z.B. regionale Aufteilung oder Stil) und das Risikoprofil mit denen des sich auflösenden Fonds übereinstimmen, merkt Hedrich an. Außerdem sollten Investoren darauf achten, dass die laufenden Kosten eines Fonds (wie TER oder Verwaltungsvergütung) nicht höher liegen als die des alten Fonds.

Breitere Perspektive – Risiko kehrt an die Märkte zurück
Mit breiterem Blick auf die Märkte, lasse sich Hedrich zufolge eine Rückkehr des Risikos beobachten. Die Kategorie Aktien Österreich stieg dabei durchschnittlich um 25   Prozent im dritten Quartal an und war damit Performance-Spitzenreiter unter den etablierten Börsen. Deutsche Blue Chip Fonds starten in das dritte Quartal mit einem Untergewicht an Volkswagen Stämmen und substituieren diese durch die entsprechenden Vorzüge (Kategoriedurchschnitt: 19%). Schweizer Aktienfonds leiden relativ unter defensiven Schwergewichten Roche, Novartis und Nestlé (Kategoriedurchschnitt: 17%). Bei den Sektorenfonds liegen europäische Immobilienaktien mit 27 Prozent und Branchenfonds mit Schwerpunkt Finanztiteln 22 Prozent vorne. Fonds mit Spezialisierung alternative Energien und Biotechnologie bilden die Schlusslichter (7% und 8%). An den Emerging Markets schießen Türkei-Fonds und russische Aktienfonds an die Spitze mit 29 Prozent und 26 Prozent. Chinesische Aktienfonds konnten hingegen lediglich 2 Prozent zulegen.

Hintergrundinfo zur Marktsegmentierung
Die gesteigerte Risikoneigung der Investoren drückt sich auch in der Outperformance von Nebenwerten gegenüber Blue Chips aus. Morningstar definiert per Ende September europäische Standardwerte als Aktien mit einer Marktkapitalisierung größer als 5,6 Milliarden Euro und Mid Caps größer als 1 Milliarde Euro. Diese Schwellen werden monatlich neu berechnet. 70 Prozent des europäischen Marktes sind Standardwerte (die oberen drei Felder der Morningstar Style Box), 20 Prozent Mid Caps (die mittleren drei Felder der Morningstar Style Box) und 10 Prozent Small Caps (die unteren drei Felder der Morningstar Style Box).

Depotbankwechsel beim NV Strategie Quattro Plus 19.10.09
 Zum 2. November 2009 wechselt das Sondervermögen NV Strategie Quattro Plus AMI Anteilklasse (P)
(DE000A0HGZZ4) und Anteilklasse (P0) (DE000A0F5HH8) die Depotbank von der State Street Bank GmbH zu Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA.
BVI: Aktienfonds mit hohen Wertzuwächsen  16.10.09
 

Aktienfonds sind in den vergangenen beiden Quartalen auf Erholungskurs, wie aus der jüngsten Wertentwicklungsstatistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management per 30. September 2009 hervorgeht. Nach den Kurseinbrüchen bis März 2009 legten Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland seit Jahresbeginn um 22,6 Prozent zu und schnitten damit 4,6 Prozentpunkte besser ab als der Dax (plus 18 Prozent). Gerade auch langfristig können Aktienfonds ihr Renditepotenzial ausspielen. Auf 30-Jahressicht beeindruckten deutsche Aktienfonds mit 8,2 Prozent Rendite pro Jahr, Aktienfonds mit internationalem Schwerpunkt verbuchten im Schnitt einen Wertzuwachs von 7,4 Prozent per annum.  
Auch Mischfonds überzeugten über lange Anlagezeiträume: Euro-Mischfonds mit ausgewogener Mischung erwirtschafteten über 30 Jahre 7,5 Prozent pro Jahr. Mit soliden Ergebnissen konnten sich zudem Offene Immobilienfonds und Rentenfonds sehen lassen, so die BVI-Statistik.

Anziehende Börsenkurse
Nach den Kursturbulenzen bis März 2009 zogen die Börsenkurse in den beiden vergangenen Quartalen deutlich an. So drehte das Ergebnis bei Aktienfonds Deutschland auf Jahressicht leicht ins Plus auf im Schnitt 0,3 Prozent (zum Stichtag 30. März 2009: minus 40,4 Prozent, zum Stichtag 30. Juni 2009: minus 26,6 Prozent). Nach 20 Jahren resultierte aus einem Investment von 10.000 Euro ein Vermögen von 31.400 Euro (jährliche Rendite 5,9 Prozent) und nach 30 Jahren von 107.100 Euro (jährliche Rendite 8,2 Prozent).Attraktive Resultate sowohl bei kurz- als auch mittelfristigen Laufzeiten lieferten ausgewählte Branchen- und Regionenfonds, die für erfahrene Anleger eine interessante Ergänzung für das Portfolio darstellen. Der Wert der Emerging Markets-Aktienfonds stieg auf Jahressicht im Schnitt um 7,8 Prozent, im Fünf-Jahres-Bereich wurde eine Steigerung von 9,9 Prozent pro Jahr erreicht. Auch Rohstoff-Aktienfonds können ihre Ergebnisse sehen lassen: Sie erzielten in den vergangenen zwölf Monaten Zuwächse um 9,1 Prozent; die Investition über fünf Jahre brachte den Anlegern ein Plus von durchschnittlich 6,9 Prozent. Mit Aktienfonds Schwerpunkt Osteuropa wurden nach fünf Jahren beachtliche 8,5 Prozent pro Jahr erwirtschaftet. Anleger, die vor zehn Jahren investiert haben, konnten sich über einen Zuwachs von 13,4 Prozent per annum freuen.

Anleihenmarkt im Aufwind
Die sinkenden Zinsen ließen die Kurse am Markt für Anleihen steigen. So konnten beispielsweise in Euro anlegende Rentenfonds, die in Anleihen mit mittlerer bzw. mit langer Restlaufzeit investieren, auf Jahressicht im Schnitt 8,7 Prozent bzw. 7,8 Prozent erwirtschaften. Im 20- und 30-Jahres-Zeitraum legten Euro- Rentenfonds mit Papieren langer Laufzeit im Schnitt um 5,7 bzw. 6,2 Prozent per annum zu. In Euro anlegende Mischfonds, die je nach Marktlage ihren Anteil in Aktien und verzinslichen Wertpapieren ausgewogen variieren, profitierten im zweiten und dritten Quartal von der verbesserten Stimmung an den Aktienmärkten. Sie erzielten auf Jahressicht eine Rendite von im Schnitt 5,8 Prozent. Im langfristigen Bereich erzielte die Fondsgruppe eine Wertsteigerung von im Schnitt 5,7 Prozent (20 Jahre) und 7,5 Prozent (30 Jahre) pro Jahr. Klassische Geldmarktfonds legten in den vergangenen zwölf Monaten aufgrund der stark gesunkenen Zinsen nur noch um 1,20 Prozent zu.

Solide Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds tragen mit geringen Schwankungen zur Stabilität und Ausgewogenheit von Anlegerportfolios bei. Im Ein-Jahresbereich erwirtschaftete die Fondsgruppe ein Plus von im Schnitt 2,7 Prozent, im Drei-Jahres-Zeitraum waren es 4,4 Prozent per annum. Nach einer Haltedauer von 20 bzw. 30 Jahren erzielten Offene Immobilienfonds eine Wertsteigerung von 5,2 bzw. 5,6 Prozent per annum.

Craton Cap.: Gold mit veränderter Rolle im Welt-Finanzsystem  14.10.09
 "Der Goldpreis hat vor einigen Tagen den charttechnischen als auch die "psychologischen" Widerstände überwunden und sich auf dem Niveau von über 1.030 USD pro Unze etabliert", so der Fondskommentar des Craton Capital Precious Metal Funds (LI0016742681,LI0021279844).
Von vielen Marktteilnehmern bezüglich des Zeitpunkts unerwartet habe der Goldpreis damit sein kurzfristiges Allzeithoch aus der Zeit unmittelbar vor dem Kollaps von Bear Stearns durchbrochen. "Was dazwischen lag war der größte Tsunami der modernen Finanzgeschichte, einige halbherzige Anläufe des Goldpreises auf neue Rekordstände zu klettern und eine einzigartige Abwertung von Edelmetallminenaktien relativ zum Goldpreis zwischen Juli 2007 bis November 2008", wie es weiter heißt .
Markiert der neue Höchststand den Beginn einer Trendwende?, fragt das Fondsmanagement. "Wir denken nur den Beginn eines neuen Kapitels. Der Anstieg des gelben Metalls, der seit 2001 einsetzte, wurde durch die Subprime-Krise unterbrochen.Wie ein Chamäleon änderte Gold seine Attribute und zwischenzeitlich seinen Charakter, passte sich zwangsweise den veränderten Bedingungen an. Ein Liquididätsgarant und eine relativ unabhängige Anlage in einem äusserst unsicheren Marktumfeld. Nüchtern betrachtet wurde der starke Aufwärtstrend des Goldpreises im ersten Quartal des letzten Jahres nach dem Kollaps von Bear Stearns nur unterbrochen. Mit der Aufarbeitung der Folgen der Finanzkrise und einer Verbesserung des Marktumfeldes nimmt der Druck auf Gold als Krisenanlage ab und die fundamentalen Faktoren kommen wieder eher zum Tragen. Es ist nicht das Ende des Dollars und auch nicht das Ende Amerikas als Wirtschaftsmacht die zum weiteren Anstieg beitragen können. Diese Schlussfolgerung wäre verfrüht und auch irreführend. Der Verlauf des Goldpreises in den nächsten Jahren ist das Resultat des Entstehens einer sich verändernden Welt- und Finanzordnung. In diesem Umfeld werden die Positionen der Teilnehmer, deren Währungen und die Zentren der Macht neu definiert. Und somit auch diejenige von Gold als Anlageklasse und Alternativwährung", so die Manager des Fonds.
 "In unseren Augen liegt der Schlüssel für die mittelfristige Entwicklung von Edelmetallminenaktien in der mean reversion (die Rückkehr zu langjährigen Durchschnittswerten). Nimmt man für diese Betrachtungsweise den langjährigen Bewertungsmittelwert (4.3 x =Goldpreis / Philadelphia Gold Index) von Goldaktien relativ zum Goldpreis als Ausgangspunkt, identifiziert man einen deutlichen Bruch dieses Verhältnis seit Juli 2007. Seit diesem Zeitpunkt hat sich die Bewertung der Goldproduzenten im Vergleich zum Goldpreis dramatisch verändert. Ebenfalls seit Juli 2007 ging diese Abwertung einher mit einem starken Anstieg der Risikoaversion an den Kreditmärkten (TED) und der Volatilität an den Anlage und Kapitalmärkten (VIX). Historische Höchststände wurden im Oktober/November des letzten Jahres gemessen. Zurück zum Goldpreis/XAU Verhältnis: Dieses lag am 20. Juli 2007 bei 4.3x, genau beim 25-jährigen Mittelwert. Ein fairer Preis für Goldaktien - nicht billig aber auch nicht teuer.
Dieses Verhältnis hat sich kontinuierlich in den folgenden Monaten verschlechtert und stand am 20. November 2008 bei 10.6x, ein noch nie dagewesener Höchststand. Zum Jahresende 2008 belief sich das Verhältnis auf 7.1 x, Ende September 2009 lag es noch bei 6.1 x. Goldaktien teuer? Im historischen Vergleich deutet diese Zahl noch immer auf ein überverkauftes Niveau hin. Die Bewertung von Goldminenaktien zum Goldpreis ging einher mit einer Normalisierung der Risikoaversion und der Volatilität auf einen langjährigen Mittelwert. Wir erwarten, dass die folgenden fünf Faktoren einer mean reversion dem Sektor weiteren Rückwind geben:
1. Eine weitere Erholung der Goldminenaktien im Verhältnis zum Goldpreis.
2. Eine weitere Erholung der kleinen und mittelgroßen Produzenten im Vergleich zur Bewertung der groß kapitalisierten Firmen.
3. Eine weitere Erholung der Risikoaversion an den Kreditmärkten näher zum langjährigen Durchschnittswert.
4. Ein weiterer Rückgang der Volatilität an den weltweiten Anlagemärkten näher zu langjährigen Durchschnittswerten.
5. Gold ist dabei seine alten Attribute zurück zu gewinnen UND es wird eine veränderte Rolle im weltweiten Finanzsystem einnehmen.
Der Craton Capital Precious Metal Fund erholte sich seit den Tiefständen im November des letzten Jahres bis zum Ende September 2009 um 170.4 %. Im Vergleich stieg der Vergleichsindex im selben Zeitraum um 123.2 % an. Trotz dieser gesunden Erholung liegt noch sehr viel Gewinnpotential im Sektor. Bildlich gesprochen hat das Anlageuniversum seine seit dem Juli 2007 zugezogenen Wunden geleckt und kommt langsam wieder auf die Beine."
Deutschlandfonds für starke Nerven   12.10.09
 Der FPM Stockpicker Germany All Cap (ISIN: LU 012 416 792 4) zeigt der Konkurrenz, wo es langgeht. Der Deutschland-Aktienfonds führt seine Vergleichsgruppe im laufenden Jahr an. Eigentlich setzen Manfred Piontke und Martin Wirth von der Frankfurt Performance Management AG bei ihren Investments auf Stabilität und Solidität. Doch die Wertentwicklung ihres Flaggschiffs, des FPM Stockpicker Germany All Cap, ist nichts für Anleger, die es gern beschaulich haben. 2009 war ein sattes Minus von 50 Prozent zu verkraften – mehr als viele andere Deutschland-Aktienfonds erzeugten.
Mit neuer Energie
Dafür geben Piontke und Wirth in diesem Jahr richtig Gas: 48,3 Prozent hat ihr Vehikel seit Januar zugelegt und ist damit zurzeit der beste Fonds für hiesige Aktien. Vor sechs Jahren erregte der Fonds schon einmal großes Aufsehen, weil sein Wert in den Himmel schoss: 2003 legte er phänomenale 88 Prozent zu. Damals hatten die Fondslenker stark auf Nebenwerte gesetzt, die seinerzeit vom beginnenden Aufschwung enorm profitierten. Auch aktuell haben die Manager viele kleine Titel im Portfolio. "Jeweils etwa ein Fünftel des Portfolios besteht aus Dax, MDax und TecDax, die übrigen Titel stammen aus dem SDax oder sind in keinem Index enthalten", berichtet Martin Wirth. Die Bezeichnung ‚All Cap‘ nehmen die beiden Fondslenker also ernst.
Finanzwerte lohnen wieder
Das aktuelle Plus verdanken sie unter anderem der Tatsache, dass sie Finanzwerten die Treue gehalten haben. "Als die Krise 2007 begann, engagierten wir uns stark in Banken und Versicherungen. Denn diese waren sehr preiswert und wir hofften, mit ihnen gut durch den Abschwung zu kommen", erzählt er. Doch letzten Endes kam es schlimmer als erwartet und gerade die Finanztitel sackten in den Keller. Das drückte den Anteilswert 2008 enorm. Im laufenden Jahr gehört die Branche jedoch zu den Besten und nun zahlt sich die Übergewichtung von Finanztiteln aus. "Die Exzesse nach unten wurden in den vergangenen Monaten korrigiert", kommentiert Wirth. Auch wenn es zu einem Übergewicht bestimmter Branchen im Portfolio kommen kann, ist der Fonds ein reines Stockpicker - Produkt. Weder Branchenzugehörigkeit noch Indexgewicht spielen bei der Titelauswahl eine Rolle. Vielmehr analysieren die Fondslenker die Fundamentaldaten und das Geschäftsmodell jedes einzelnen Unternehmens und beurteilen die Qualität des Managements. Anschließend untersuchen sie die Bewertung des jeweiligen Titels. Bei der Beurteilung des Managements spielen eher weiche Faktoren als nüchterne Zahlen eine Rolle. "Wichtig ist, dass ein Unternehmenslenker überzeugend darlegen kann, wie er die Firma voranbringen will", sagt Wirth. Außerdem schätzt er, wenn ein Manager für Missstände nicht andere verantwortlich macht und nicht ständig das Geschäftsmodell wechselt.
Fazit: Manfred Piontke und Martin Wirth haben ihr Gespür für aussichtsreiche Aktien wiederholt bewiesen. Ein kleiner, aber feiner Fonds für deutsche Aktien.
CDU will Zertifikate verbieten  8.10.09
 

Die CDU will den Verkauf von Zertifikaten an Privatanleger stark beschränken. Für intransparente Produkte soll es ein Verkaufsverbot geben, fordert der finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Otto Bernhardt.
„Wir diskutieren das Verbot bestimmter Zertifikate für Private“, sagt Bernhardt. Anleger, die mögliche Risiken unterschätzten, sollten so geschützt werden. Welche Konstuktionen als intransparent gelten, soll dabei die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) entscheiden. Die Bafin soll auch das Verkaufsverbot überwachen.
Der Präsident des Deutschen Derivate Verbands (DDV), Hartmut Knüppel, hält derartige Vorschläge für „irrwitzig“. „Dies wäre ein Bruch mit marktwirtschaftlichen Grundsätzen und ein Sargnagel für den Finanzstandort Deutschland“, sagt Knüppel gegenüber dem Handelsblatt. „Damit würde die Partei Ludwig Ehrhardts die SPD und die Grünen links überholen. Es handelt sich hier um einen Schnellschuss.“
Tatsächlich ist die Neuregelung nicht Teil der laufenden Koalitionsverhandlungen. „Die Fragen sind zu differenziert, als dass wir sie ganz oben entscheiden“, sagt Bernhardt. Und der designierte Koalitionspartner FDP hält die Selbstregulierung der Branche ohnehin für ausreichend.

Fidelity European Growth: Flagschiff auf dem Prüfstand  8.10.09
 Der Fidelity European Growth  (ISIN: LU 004 857 879 2) verzeichnet wieder Mittelzuflüsse. Der Vorzeigefonds von Fidelity International rangiert in seiner Anlageklasse derzeit allerdings nur im Mittelfeld. Doch Manager Alexander Scurlock arbeitet hart am Comeback. Der Gesamtwert der Güter und Dienstleistungen, die die Bürger des arabischen Staates Jordanien in einem Jahr produzieren, liegt in etwa bei 21 Milliarden Euro. Dieselbe Größenordnung wies der Fidelity European Growth Fund auf, als Alexander Scurlock (Foto) am 1. Januar 2007 das Management übernahm. Der 43-jährige Brite sollte das Flaggschiff der Investmentgesellschaft Fidelity wieder auf Kurs bringen. Der Fonds hatte sich seinerzeit nicht mehr von der Konkurrenz absetzen können.
Konzentration auf das Wesentliche

Scurlock führte eine Portfoliobereinigung durch und reduzierte die Anzahl der Aktien von 220 auf 100. Die stärkere Konzentration schützte den Fonds jedoch nicht vor der Talfahrt an den Aktienmärkten. Der Crash ließ das Volumen kräftig schrumpfen, zudem zogen enttäuschte Anleger massenweise Gelder ab. Der Fonds entwickelte sich 2008 mit einem Minus von 45,6 Prozent rund acht Prozentpunkte schlechter als der Vergleichsindex MSCI Europa. "Ich habe unterschätzt, wie stark sich die Finanzkrise auf die Wirtschaft auswirken wird. Aber den Unternehmen ging es genauso, und auf deren Zahlen und Prognosen beruhen meine Analysen", räumt der Oxford-Absolvent ein. Auch wenn das Fondsvolumen zuletzt wieder gestiegen und mit rund acht Milliarden Euro nun in etwa dem Bruttoinlandsprodukt Malawis entspricht: Der Druck unter dem Scurlock steht, ist weiterhin immens. Allein in Deutschland haben ihm rund eine Million Menschen ihr Geld anvertraut. Diesen Investoren fühlt sich Scurlock verpflichet: "Ich will, dass sie mit meiner Arbeit und der Wertentwicklung des Fonds zufrieden sind."
Auf dem Weg der Besserung?
2009 können sie es wieder sein. Der Fonds erzielte seit Jahresanfang ein Plus von 24 Prozent und rangiert nur noch knapp hinter dem Vergleichsindex. Scurlock, der seit seinem 16. Lebensjahr die Aktienmärkte intensiv verfolgt, hatte den Tiefpunkt im März zum Einstieg bzw. zum Zukauf genutzt. Vor allem im Finanzsektor hatte der Stockpicker Chancen erkannt. Dort habe als Folge der Krise der Wettbewerb abgenommen. Die überlebenden Firmen könnten deshalb nun sehr profitabel arbeiten, so die Begründung. Zu Scurlocks Favoriten zählen Credit Suisse und Barclays, die sich beherzt von giftigen Wertpapieren getrennt hätten.
Trotz der starken Kursentwicklung rechnet Scurlock nicht mit einer baldigen Korrektur. Seiner Meinung nach werde der wirtschaftliche Aufschwung im dritten Quartal weitere Bereiche erfassen und in eine nachhaltige Erholung münden. Sollte er Recht behalten und der Fonds Ende des Jahres am Vergleichsindex vorbeiziehen, könnte das Volumen schon bald wieder jordanische Werte erreichen.
Fazit: Der volumenstärkste Fonds Europas kommt wieder in Form. Die Übergewichtung von Finanzwerten hat sich bislang ausbezahlt. Dennoch hat Manager Alexander Scurlock bislang noch keine klare Outperfomance gegenüber dem MSCI Europe erzielt. Das über sieben Milliarden Euro große Fondsvolumen erschwert die Wahrnehmung kurzfristig sich ergebender Chancen. Ein Kauf drängt sich derzeit nicht auf, halten sollte man den Fidelity- Fonds jedoch schon.
Europäischer Gerichtshof erweitert Kreis der Riester-Berechtigten  8.10.09
 

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat wichtige Einschränkungen bei der Riester-Förderung als mit dem europäischen Gedanken nicht vereinbar und deshalb für nichtig erklärt. Von diesem Urteil werden in Deutschland tätige EU-Ausländer, Grenzgänger, Deutsche mit Altersruhesitz im Süden Europas sowie Erwerber und Besitzer von Immobilien im EU-Raum profitieren. Auch ihnen steht die staatliche Förderung uneingeschränkt zu. Die neue Bundesregierung ist verpflichtet, den Richterspruch aus Straßburg zügig in deutsches Recht umzusetzen. Marc Kalass, Prokurist und Direktor Vertriebsunterstützung bei der OVB Vermögensberatung AG, knüpft daran die Erwartung, „dass von der Gesetzesänderung nicht nur künftige, sondern auch bereits bestehende Verträge profitieren werden“.

Riester-Verträge durch Urteil noch attraktiver – größere Radius
Der EuGH verlangt in einem rechtskräftigen Urteil von der Bundesregierung eine Ausweitung der Riester-Förderung auf bisher nicht berechtigte Personen. Profitieren werden davon nicht nur Deutsche mit Altersruhesitz im Süden Europas und Grenzgänger, sondern auch Besitzer von Immobilien im EU-Ausland.Mehr als 12,5 Millionen Bundesbürger hatten nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bis zum 30. Juni einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Allein im ersten Halbjahr 2009 kamen rund eine halbe Million neue Verträge hinzu. Die Erfolgsgeschichte des im Januar 2002 mit dem Altersvermögensgesetz geschaffenen Modells hält somit unvermindert an und könnte bald noch zusätzlichen Schwung bekommen. Denn der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit einem Urteil vom 10. September 2009 wesentliche Einschränkungen im Gesetz als diskriminierend erkannt und deshalb für nichtig erklärt.
Die Bundesregierung hat bereits signalisiert, das Urteil aus Straßburg schnellstmöglich in deutsches Recht umzusetzen. Profitieren werden davon Sparer, die im EU-Ausland leben und in Deutschland arbeiten, Besitzer von Auslandsimmobilien innerhalb der Union und deutsche Rentner mit Wohnsitz in einem anderen Mitgliedsstaat. OVB-Mann Kalass bewertet den Richterspruch äußerst positiv: „Dadurch werden Riester-Verträge für noch mehr Menschen attraktiv."

Im Einzelnen erklärten die EuGH-Richter folgende Einschränkungen als mit dem Recht auf Freizügigkeit innerhalb der EU unvereinbar:
- Wer seinen Hauptwohnsitz außerhalb der Bundesrepublik Deutschland errichtet und nicht mehr uneingeschränkt der deutschen Steuerpflicht unterliegt, muss bereits gewährte Förderung zurückzahlen. Davon betroffen sind nicht nur deutsche Staatsbürger, sondern auch Arbeitnehmer aus anderen EU-Staaten, die nach einer Tätigkeit in der Bundesrepublik in ihr Heimatland zurückkehren.

- So genannte Grenzgänger, die in Deutschland tätig sind und beispielsweise in Luxemburg, Polen oder den Niederlanden wohnen und dort ihre Steuern zahlen, besitzen keinen Anspruch auf eine Riester-Förderung.

- Mit Wohn-Riester gefördertes Kapital darf nicht für die Finanzierung einer eigenen Immobilie im EU-Ausland eingesetzt werden.

Nach Auffassung des Europäischen Gerichtshofes wurde die Riester-Förderung als Anreiz für Arbeitnehmer geschaffen, zum Ausgleich für das sinkende Rentenniveau eine zusätzliche private Altersvorsorge aufzubauen. Zudem ist sie als Vergünstigung unmittelbar an eine rentenversicherungspflichtige Tätigkeit gekoppelt. Wird jedoch eine solche Vergünstigung – wie bei Riester-Verträgen – aus sozialen Gründen gewährt, hat auch jeder in der Bundesrepublik tätige Bürger eines anderen EU-Staates Anspruch auf die staatliche Förderung in Form von Zulagen und Steuerfreibetrag. Zudem existiert innerhalb der Europäischen Union das Recht auf die freie Wahl des eigenen Wohnsitzes. Dieses werde laut EuGH durch den bisherigen Wegfall der Riester-Förderung für all jene, die ihren Erstwohnsitz nicht in Deutschland haben, unzulässig eingeschränkt. Eine gesetzlich festgeschriebene Pflicht zur Rückzahlung bereits gewährter Förderung sei diskriminierend, weil die Betroffenen hierdurch vor einem Umzug in ein anderes Land der europäischen Union abgeschreckt werden könnten.

Vom Urteil des Europäischen Gerichtshofes sind nicht nur die schätzungsweise rund 67.000 Grenzgänger betroffen, wie OVB-Experte Kalass anführt: „Hinzu kommen noch Rentner und Rentnerinnen, die ihren Lebensabend zum Beispiel in Spanien verbringen wollen." Allein im Jahr 2008 habe die Zahl solcher Personen bei knapp 190.000 gelegen.Experten schätzen die durch das EuGH-Urteil auf den Bundeshaushalt zukommenden Mehrausgaben auf 100 Millionen Euro. Es bleibt abzuwarten, wie schnell die neue Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP den Spruch der Straßburger Richter in geltendes deutsches Recht umsetzt.

Vernichtendes Urteil: AfW-Gutachten kritisiert TÜV-Siegel für Fonds als Illusion 02.10.2009
 

"Unqualifizierte Prüfer, ungeeignete Prüfkriterien und unrichtige Prüfergebnisse sprechen gegen die Qualität der Zertifikate des TÜV Nord für geschlossene Fonds und Fondspolicen." Zu diesem Ergebnis kommt ein vom AfW–Bundesverband Finanzdienstleistung in Auftrag gegebenes Gutachten. Darin wird insbesondere aufgeführt, die Einzelnoten vor allem in den Prüfkriterien Kostenquote, Renditeprognose, Mittelverwendungskontrolle, Management, Fondskonzept und Anlegerverständlichkeit häufig seien nicht plausibel. Ebenfalls kritisiert der AfW, dass viel zu milde Gesamtnoten gebildet würden und die Kriterien für die Bildung einer Gesamtnote teilweise unterschiedlich gewesen seien. "Da die meisten Prüfergebnisse für TÜV-geprüfte Fonds nicht einleuchten und daher nicht plausibel sind, schlägt dies auch auf die Zertifizierung der Fondsplausibilität durch", so das AfW-Gutachten. Somit sei die bisher vom TÜV Nord praktizierte Prüfung der Fondsplausibilität zur Beurteilung von geschlossenen Fonds und Fondspolicen nicht geeignet und insbesondere für Anleger nicht verlässlich.
Vorsicht Haftungsfalle

Anleger würden irrtümlicherweise annehmen, dass ein mit „ausgezeichnet“, „sehr gut“ oder „gut“ benoteter Fonds mehr Sicherheit biete und auch wirtschaftlichen Erfolg verspreche. Zu solch einer möglichen Fehleinschätzung verleite auch das Label „Vertrauenswürdige Geldanlagen“ auf der Homepage der TÜV Nord Cert GmbH. Vermittler, die ihren Kunden TÜV-geprüfte Fonds mit Hinweis auf das begehrte TÜV-Siegel empfehlen, könnten laut AfW in eine Haftungsfalle geraten, sofern sich das Fondsangebot als Flop erweise und eventuell sogar zu einem tatsächlichen Totalverlust für den Anleger führe. Laut Rechtsanwalt Norman Wirth, geschäftsführender Vorstand des AfW, sollten Vermittler gegenüber ihren Kunden nicht hervorgehoben mit den TÜV-Siegeln für Fonds werben. „Maßgebliches Kriterium für den Vertrieb geschlossener Fonds sollte weiterhin das Vorliegen und der Inhalt eines Gutachtens nach dem IDW S 4 Standard sein. Auch die in letzter Zeit vermehrt zu hörenden Rufer nach einem verpflichtenden TÜV für Finanzprodukte sollten sich das AfW-Gutachten über die TÜV-geprüfte Fondsplausibilität sehr genau ansehen. So lange nicht die vier entscheidenden Kernfragen ,Qualifikation der Prüfer´, ,Prüfkatalog mit Festlegung der Kriterien´, ,einheitliche Standards für die Bewertung und Beurteilung der Finanzprodukte ´ sowie ,Haftung der Prüfstelle´ beantwortet sind, wird der Finanz-TÜV eine reine Illusion bleiben“, sagt Wirth.
In einer Stellungnahme des TÜV-Nord zur Kritik des AfW-Gutachtens gegenüber FONDS professionell online heißt es: "Das vom AfW veröffentlichte Gutachten greift uns bereits bekannte Vorwürfe auf. Aus unserer Sicht werden keine neuen Sachverhalte dargestellt. Bereits nach Bekanntwerden der DIAS-Studie haben wir das Produkt einer kritischen Bewertung unterzogen und in Teilen modifiziert. Trotz positiver Expertengutachten nehmen wir die erneute Kritik zum Anlass, noch einmal das Produkt und die damit verbundenen Aussagen sorgfältig zu prüfen."

Bernanke: "Dollar in Gefahr". 2.10.09
 

Verliert der US-Dollar seine Stellung als weltweite Leitwährung? Fed-Gouverneur Ben Bernanke sagte, er sehe die Gefahr, dass der Status des US-Dollar als globale Reservewährung leide, wenn das ausufernde US-Staatsdefizit nicht unter Kontrolle gebracht wird. Zwar bestehe auf kurze Sicht kein Risiko, doch langfristig bestehe diese Gefahr durchaus, so der oberste Währungshüter vor dem Finanzdienstleistungs-Ausschuss des Repräsentantenhauses in Washington. Staaten wie China und Russland fordern seit längerem, den Greenback als einzige weltweite Leitwährung abzulösen. Sie haben große Teile ihrer Währungsreserven in Dollar angelegt.

Fondsmanager erwarten Korrekturen für Märkte im Nahen Osten und Nordafrika  30.09.2009
 

Fondsmanager mit Investments im Nahen Osten und Nordafrika (MENA) sind sich laut des jüngsten Sektor-Updates von Standard & Poor’s Fund Services darüber einig, dass es zu einer Marktkorrektur kommen wird  

Ein Beispiel ist der Head of Asset Management bei SICI Shakeel Sarwar. Er verwaltet den von S&P mit AA bewerteten SICO Gulf Equity Fund, der das Jahr mit mehr als 50 Prozent in Barwerten begann. Er erklärte gegenüber S&P Fund Services, dass seine aktive Verwaltung der Kasseposition im zweiten Quartal davon zeuge, dass er von der Nachhaltigkeit der kräftigen Erholung der GCC-Märkte, die Ende Februar eingesetzt habe, nicht überzeugt gewesen sei.  „Sarwar ist der Ansicht, dass der Markt zu schnell zu sehr gestiegen ist und eine Korrektur nicht ausgeschlossen werden kann“, erläutert Analyst Alison Cratchley und verweist auf eine ähnliche Prognose vom Team bei The National Investor. Das Team glaubt, dass die saisonal bedingte Abschwächung im dritten Quartal des Jahres im Verbund mit einem Rückgang der globalen Aktienmärkte eine größere Korrektur der regionalen Aktienkurse bewirken könnte. Ibrahim Masood von Mashreq ist gleichermaßen besorgt, was die geringe Marktliquidität und die Möglichkeit eines Ausverkaufs im US-Markt anbetrifft. Er weist darauf hin, dass die Korrelation der Erträge zwischen der US- und der MENA-Region in diesem Jahr bislang extrem hoch gewesen sei.  

„Die von uns befragten Manager hatten hinsichtlich der Länder und Sektoren weitestgehend die gleichen Meinungen“, sagt Cratchley. Zu den bevorzugten Ländern gehören Saudi Arabien, das von hohen Staatsausgaben profitiert und, trotz der sinkenden Wachstumsaussichten, Katar. Kuwait wird weitestgehend gemieden, da es anscheinend von Investment- und Immobiliengesellschaften dominiert ist.

Fondmanager globaler Aktienmandate warten auf die richtigen Fundamentals, um eine Marktrally zu stützen  

Die Manager globaler Aktienfonds würden es vorziehen, wenn die Fundamentalwerte die jüngsten Aufwärtstrends an den Märkten bestätigen würden, bevor sie sich anlagespezifisch festlegen, so Standard & Poor’s Fund Services im aktuellen Bericht zu globalen Aktienfonds.   

Die Marktturbulenzen hatten eine allgemeine Verlagerung des Interesses auf die Industriemärkte zur Folge, da sich viele Manager in Qualität (Industrieländer, defensive Sektoren und größere Unternehmen) flüchteten, um einen gewissen Schutz zu erwirken. „Nichtsdestotrotz“, sagt die leitende Analystin Lesley-Ann Hodges, „kann sich dies angesichts der zunehmenden Risikobereitschaft durchaus ändern.“

Der Bericht deckt die zwölf Monate bis Ende Mai 2009 ab, d.h. auch die ersten Monate der Kursrally. Hodges bemerkt, dass die Manager globaler Aktienfonds, welche während der Rally Zuflucht in defensiven Bereichen suchten, die Geschwindigkeit der Aufwärtstrends unterschätzt hatten.  

„Die Manager mussten entscheiden, ob die Verluste konsolidiert werden sollten oder ob sie weiter abwarten wollten. Solche, die warteten“, so Hodges, „erlebten eine deutliche Erholung seit März, auch wenn sie zuvor erhebliche Kursverluste hinnehmen mussten.“ Fortis OBAM und Pioneer Global Trend gehören zu denn, die ihre Nerven behielten.

KanAm grundinvest schüttet wieder 2,50 EUR je Anteil aus  30.9.09
 Der Offene Immobilienfonds KanAm grundinvest Fonds (DE0006791809) wird nach Angaben der Fondsgesellschaft am 1. Oktober 2009 2,50 EUR pro Anteil als Ergebnis des Anlageerfolges von fünf Prozent p. a. auch in seinem achten Geschäftsjahr ausschütten. Zudem meldet KanAm eine Vermietungsquote von 98,6 % zum Geschäftsjahresende am 30. Juni 2009, was faktisch einer Vollvermietung entspreche. Der KanAm grundinvest Fonds sei darüber hinaus im Branchenvergleich der Fonds mit den wenigsten auslaufenden Mietverträgen während der Jahre 2009 und 2010. Nur insgesamt 2,6 % der Mietverträge müssten in diesem Zeitraum verlängert oder ersetzt werden. Die hohe Vermietungsquote verleihe dem Immobilienfonds regelmäßig fließende Erträge und stabile Ertragsaussichten auch in unsicheren Zeiten.
Um Klarheit für die Anleger über marktbedingte Preisanpassungen für gewerblich genutzte Immobilien zu gewinnen, habe das Management bereits Ende 2008 eine Neubewertung des gesamten Immobilienportfolios durch den unabhängigen Sachverständigenausschuss veranlasst. Die Korrektur sei mit minus
0,08 Euro pro Anteil sehr moderat ausgefallen.  Das Immobilienportfolio des KanAm grundinvest Fonds sei während des Berichtszeitraums durch den Neuerwerb eines Objekts und fünf Projektfertigstellungen, verteilt auf die Standorte Paris, Luxemburg, Montreal und Calgary, gewachsen. Bis zur nachhaltigen Belebung der Immobilienmärkte wolle sich das Management bei Akquisitionen neuer Liegenschaften vorrangig auf die Kernmärkte des Euroraums konzentrieren.
Fidelity Fonds setzt auf Gewinner staatlicher Konjunkturpakete  30.9.09
 Mit einem neuen Aktienfonds von Fidelity International können Anleger von den weltweiten Konjunkturprogrammen und der voranschreitenden Industrialisierung profitieren. Der langfristig angelegte Fidelity Global Real Asset Securities Fund (LU0417495552) investiert nach Angaben der Fondsgesellschaft in Unternehmen aus den Bereichen Infrastruktur, Energie, Roh- und Werkstoffe, Industrie, Immobilien und Versorger. Der Fonds sei so gemanagt, dass sich sowohl steigende als auch fallende Energie- und Rohstoffpreise positiv auf die Wertentwicklung auswirken könnten. Dies ermögliche, über einen vollen Marktzyklus überdurchschnittliche Renditen zu erwirtschaften. Der Fonds sei auf Firmen fokussiert, die unter anderem in den Bereichen Infrastruktur, Immobilien und Industrie tätig seien - globale Konzerne "mit echter materieller Substanz": Sie lieferten Zement und Stahl, Öl und Erze, Technik und Turbinen.
"Geschäfte mit Sachwerten und Rohstoffen eröffnen auf lange Sicht steigendes Ertragspotenzial. Zusätzlichen Schub verleihen die weltweiten Konjunkturprogramme mit riesigen Investitionen in Infrastruktur und Energieversorgung. Mit unserem neuen Fonds können sich Anleger das zunutze machen", sagt Fondsmanager Amit Lodha.  
Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit auf realen Vermögenswerten aufbaue, profitierten im besonderen Maße von den langfristig wirksamen Wachstumskatalysatoren Industrialisierung und Urbanisierung. "In den Schwellenländern entstehen ganze Industriezweige neu. Benötigt werden zudem Häfen, Straßen, Siedlungen, Kraftwerke sowie Versorgungsnetze. Ich suche weltweit nach Firmen, die diese gigantische Aufbauarbeit leisten und davon profitieren werden", so Lodha. Mit seinem Fonds setze er zudem auf die ständig steigende Nachfrage nach Energie. Dies spreche beispielsweise für Investments in Öl- und Gaskonzerne sowie Explorationsfirmen. Mittelfristig nutze der Fidelity Global Real Asset Securities Fund auch Renditechancen, die sich aus den staatlichen Konjunkturprogrammen ergeben würden. Weltweit summierten sich die Wirtschaftshilfen, mit denen die Regierungen die Krise bekämpfen, auf 4.350 Milliarden US-Dollar. Dies entspreche dem 40-fachen des Marshall-Plans zum Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Allein die USA wollten mit 750 Milliarden Dollar die Konjunktur beleben. Die Obama-Regierung habe davon aber erst 70 Milliarden Dollar ausgegeben. Hohe Ausgaben, etwa zur Modernisierung von Autobahnen aus den 1950er-Jahren, stünden noch aus. Die Staatshilfen würden den nächsten Investitionszyklus in Gang bringen.
Renditen über den gesamten Marktzyklus erzielen
Obwohl der Einsatz alternativer Energien vorangetrieben werde, dürfte sich die Nachfrage nach Erdöl durch die Industrialisierung der Schwellenländer weiter erhöhen - laut OPEC bis 2025 um fast 50 %. Außerdem könnten die hohen Staatsausgaben zur Konjunkturbelebung in Verbindung mit der extrem lockeren Geldpolitik der Notenbanken und Niedrigzinsen dazu führen, dass die Inflation in absehbarer Zeit anziehe. Vor allem Vermögenswerte wie Rohstoffe oder Immobilien verteuerten sich dann. Das könnte Ölkonzernen, Goldminenbetreibern oder Versorgern zugute kommen, die steigende Rohstoffpreise in der Regel an ihre Kunden weiterreichen könnten. Auch auf Phasen sinkender Rohstoffpreise hat Lodha eine Antwort: Dann verlagere er beispielsweise Kapital in Werte, die durch geringere Energiekosten ihre Gewinne steigern könnten. So könne er Renditen über den gesamten Marktzyklus erwirtschaften. Ein wichtiger Unterschied zu Fonds, die nur eine Branche abbildeten.
"Der Fidelity Global Real Asset Securities Fund trägt den aktuellen ökonomischen Bedingungen Rechnung. Er ist flexibel genug, um selbst dann zu profitieren, wenn sich das wirtschaftliche Szenario in einem Sektor grundlegend ändert. Mit seinem Branchenmix ist er vielseitiger als herkömmliche Industrie- oder Rohstofffonds. Dadurch sind die Anlagerisiken breiter gestreut und die Chancen auf überdurchschnittliche Renditen hoch", sagt Evelyn Muth, Leiterin Vertrieb Banken und Vermögensverwalter bei Fidelity International in Deutschland.
Team aus rund 120 Analysten weltweit vor Ort
Beim Zusammenstellen seines Portfolios wendet Lodha eine gezielte Einzeltitelauswahl an, der eine makroökonomische Betrachtung zugrunde liegt. Ihn unterstützt eigenen Angaben zufolge ein Team von rund 120 Analysten. Die aussichtsreichsten Investmentideen kombiniere er zu einem hoch konzentrierten Portfolio aus 40 bis 60 Titeln. Der Fonds eigne sich daher als Beimischung für ein wachstumsorientiertes Portfolio. Lodha bringe neun Jahre Investmenterfahrung mit. Bei Fidelity sei er seit sechs Jahren. Im April 2008 habe er den Fidelity Global Industrials Fund übernommen, der über fünf Jahre eine Wertentwicklung von 50,8 % erzielt und seinen Vergleichsindex um 23,5 Prozentpunkte übertroffen habe.
Pioneer: Wahlergebnis sollte Versorgern Auftrieb geben  29.9.09
 Auch wenn der gestrige Wahlausgang das favorisierte Ergebnis des Kapitalmarktes ist, werden die neuen politischen Verhältnisse kurz- bis mittelfristig lediglich ausgewählten Branchen Auftrieb geben. Zu dieser Einschätzung kommt Karl Huber, der bei der Fondsgesellschaft Pioneer Investments, den Fonds Pioneer Investments German Equity (DE0009752303) managt. "Aufgrund der starken globalen Verflechtungen der deutschen Wirtschaft, sind die Einflussmöglichkeiten nationaler Politik auf den deutschen Aktienmarkt in der Breite mittlerweile gering", kommentiert Huber das Ergebnis.
Zu möglichen Profiteuren der neuen Regierung zähle der Fondsmanager in erster Linie die großen Versorger: "Die Stromkonzerne werden voraussichtlich von einer möglichen Verlängerung der Restlaufzeiten bei Atomkraftwerken profitieren."Für die Solarbranche sieht der Fondsmanager hingegen zukünftig wirtschaftlich schwierigere Bedingungen, da die FDP stärker auf eine Reduzierung der Subventionen in der Branche fokussiert sei. Dies ändere jedoch nichts an der langfristig steigenden Bedeutung erneuerbarer Energien. Zudem könnten die Privatisierungsbestrebungen der Liberalen im Bereich des Krankenhaussektors großen Klinikbetreibern wie der Rhön-Klinikum AG Auftrieb geben. "In der Wirtschaftspolitik rechne ich damit, dass auch das Thema Private Public Partnership wieder mehr Beachtung findet", so Huber. Davon könnten etwa beim Bau und Betrieb von Autobahnen große Baukonzerne profitieren. Bei vielen Unternehmen geht der Investmentexperte davon aus, dass sie nun notwendige Restrukturierungen, die sie aufgrund der bevorstehenden Bundestagswahl zurückgestellt hatten, vornehmen würden. "Unter der neuen Koalition von CDU und FDP werden es die Firmen hiermit wohl etwas leichter haben", vermutet Huber.
J.P. Morgan AM: Zykliker in Schwellenländern punkten  28.9.09
 Bei  J.P. Morgan Asset Management favorisiert man derzeit Aktien in Schwellenländern, die eigentlich als untypisch für die Region gelten: "Die klassische Anlegerstory in den aufstrebenden Märkten fokussiert auf Energie- und Rohstofftitel. Diese Industrien nehmen im MSCI Emerging Markets Equity-Index nach wie vor noch sehr große Gewichte ein", unterstreicht Christian Preussner, Experte für Schwellenländer-Aktien bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. "Nachdem diese Werte zu Beginn des Jahres sehr gut gelaufen sind, sehen wir aktuell jedoch mehr Substanz in den defensiven Sektoren." Der Experte ist überzeugt, dass die Index-Zusammensetzung die Vergangenheit reflektiert und die ehemaligen Staatsunternehmen auf lange Sicht an Bedeutung verlieren werden. Seiner Meinung nach bieten die unterrepräsentierten Sektoren die Chancen der Zukunft. Dazu zählten beispielsweise Industrie- und Konsumgüterunternehmen sowie die Gesundheits- und Finanzdienstleistungsbranche.
Lokaler Konsum als Wachstumstreiber
Besonders drei eng miteinander verzahnte Themen bestimmten die Entwicklung der Schwellenmärkte: Die steigende Urbanisierung, der damit einhergehende Bedarf an Infrastrukturinvestitionen und die daraus resultierende Stärkung der Binnenwirtschaft. So sieht Preussner im Trend zur Verstädterung den Beginn des
Wachstumszyklus: "Dank erheblicher Fremdwährungsreserven und ihrer wirtschaftlichen Stabilität sind die aufstrebenden Länder derzeit besser positioniert als viele Industrienationen. Sie verfügen über Reserven für geld- und fiskalpolitische Maßnahmen und können es sich leisten, massiv in Infrastrukturprojekte zu investieren. Hiervon profitiert insbesondere das lokale verarbeitende Gewerbe." Diese Entwicklung führe dazu, dass sich mit einem höheren Einkommensniveau erstmals eine Mittelschicht bilde, die für steigenden Binnenkonsum sorge. "Wir sehen einen wachsenden Bedarf nach zyklischen ebenso wie nicht-zyklischen Konsumgütern. Die Nutzung von Mobiltelefonen zeigt in vielen aufstrebenden Ländern ein rasantes Wachstum, auch die Autoindustrie profitiert von dem Wunsch nach Mobilität.", heißt es weiter. Ein weiteres Beispiel hierfür sei die sich in den Schwellenländern entwickelnde Tourismusindustrie. Die neue Mittelschicht entdecke das Reisen für sich. Ein anderes nicht zu unterschätzendes Thema sei die Bildung: Solange viele Schwellenländer noch keine funktionierenden öffentlichen Schulsysteme etabliert hätten, boome der private Bildungssektor.So sei der brasilianische Bildungsmarkt beispielsweise der fünftgrößte weltweit. Es verwundere daher nicht, dass darüber hinaus die so genannten "weichen" Infrastruktursektoren - Gesundheitswesen,Sozial- und Arbeitslosenversicherung, Bildung und Umwelt - einen großen Wachstumsfaktor darstellen. Davon profitieren Unternehmen, die im Wesentlichen auf den Binnenkonsum ausgerichtet sind. "Deshalb gewichten wir Konsumgüter- und Industrieunternehmen ebenso wie den Gesundheitssektor in unserem Fonds über", betont Preussner. Durch den Binnenwirtschaftsfokus sinke die Exportabhängigkeit der Zykliker, was ihnen besonders während der Schwächephasen der Industriestaaten zugute kommt. Ein weiterer favorisierter Sektor sei die Finanzdienstleistungsindustrie, die in den Schwellenländern kaum von der Finanzkrise betroffen war. Stattdessen besteht ein großer Nachholbedarf nach Krediten und Kreditkarten: "Wir sehen viele Chancen durch die Verbreiterung eines Finanzsystems und die steigende Nachfrage nach Konsumentenkrediten."
Bewertungsniveaus nach wie vor fair
In den vergangenen Monaten hätten sich die Schwellenländer sehr gut entwickelt und seit Jahresbeginn ein Wachstum von 65,2 % im Vergleich zum globalen Markt (26,0 %, MSCI World beziehungsweise MSCI Emerging Markets-Index per 23.09.) erzielt. Deshalb sei die Frage legitim, ob es für den Einstieg an den Schwellenmärkten möglicherweise bereits zu spät sein könnte: "Aktuell sind die Bewertungen nicht mehr ganz so günstig wie noch vor einigen Monaten. Dennoch sind die Schwellenländer-Aktien basierend auf verschiedenen Bewertungskennziffern weiterhin attraktiv bewertet - besonders unter dem Gesichtspunkt, dass sich die Wachstumsdynamik dieser Länder mittel- bis langfristige entwickeln sollte. Für Anleger in die aufstrebenden Märkte ist deshalb ein entsprechend langer Anlagehorizont wichtig", betont Christoph Bergweiler, Vertriebsleiter bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Er erläutert, dass es zur Optimierung des Markteinstiegs in die nach wie vor schwankungsreicheren Schwellenländer-Märkte vorteilhaft sein könne, regelmäßig kleinere Beträge zu investieren. "Dafür bietet sich beispielsweise ein Sparplan über einen unserer Vertriebspartner an", so Bergweiler. Die Marktsituation falle dabei weniger ins Gewicht, denn mit der Stückelung der Investitionsbeträge könnten Anleger ein unvorteilhaftes Timing beim Markteinstieg vermeiden.
BlackRock: Europäischer Aktienmarkt wird nicht auf Tiefstand zurückfallen 24.09.2009  
 

„Europäische Aktien haben in den letzten Monaten einen starken Aufschwung erfahren, da sich die Indikatoren für das Geschäfts- und Verbrauchervertrauen verbessert haben und Anleger bereits den Beginn einer Erholung der Weltwirtschaft erwarten“, so James Macmillan, Mitglied im Team „Europäische Aktien“ von BlackRock und Manager u.a. des BGF European Value Fund, in einer aktuellen Analyse. Nachfolgend der Originalbeitrag: 

Die Gründe für diesen Optimismus liegen in der erneuten Öffnung der Kreditmärkte, aggressiven Maßnahmen zur Konjunkturbelebung sowie einer positiven Ergebnisbilanz im zweiten Quartal. Letztere ist teilweise der Tatsache zu verdanken, dass die Firmenleitungen die Kostenprofile der Unternehmen rasch neu angepasst haben und daher den Markt mit höheren Gewinnen überraschen konnten.  

Da zahlreiche Aktien allerdings bis zu 50 Prozent gegenüber ihrem Tiefststand im März wettmachen konnten, hat sich das Problem der Unternehmensbewertung sicherlich nach der starken Kursrallye verringert. Anleger sind vorsichtiger geworden und nehmen einen Teil ihrer Gewinne mit. In Anbetracht der Tiefe und der Art der aktuellen Rezession sowie des zugrunde liegenden strukturellen Gegenwinds in Form von hoher und weiter steigender Arbeitslosigkeit sind die Zweifel an einer Erholung jedoch noch groß. Verbraucher und Firmen sind überlastet; sie versuchen, ihre Kredite zurückzuzahlen. Regierungen versuchen mithilfe von Steuererhöhungen und Einschnitten bei den Ausgaben ihre Steuerlöcher zu stopfen. Der wichtigste Faktor, der die Weltwirtschaft derzeit noch bremst, ist ein signifikanter Überhang an Warenbeständen, wobei eine Rückkehr zum trendmäßigen Wachstum dies im Laufe der Zeit verbessern sollte. 

Trotz dieses makroökonomischen Gegenwinds und stellenweiser Volatilität glauben wir nicht, dass die Märkte auf ihren Tiefstand zurückfallen werden. Wir glauben nach wie vor daran, dass wir bereits in eine Phase des positiven, wenn auch verhaltenen Wachstums eintreten, wobei die zu erwartenden Zinsen und die mittelfristig zu erwartende Inflation eher gering sind. Historisch gesehen sind dies günstige Voraussetzungen für Aktien. Der Hauptantrieb für Aktien wird im kommenden Jahr der Umfang sein, in dem die aufkeimende Erholung an Fahrt gewinnt und ein größeres Vertrauen in einen Aufschwung bei den Unternehmenserträgen schafft. Anleger werden daher vermutlich auch weiterhin sensibel auf Veränderungen bei Wirtschaftsdaten und Ertragszahlen reagieren, und die Debatte über die Nachhaltigkeit und die unausgeglichene Natur der weltweiten Erholung wird noch eine Weile anhalten. Unter diesen Umständen werden die Erlöse wohl eher schwach denn spektakulär ausfallen. Für den Rest dieses Jahres wird es daher wichtig sein, einen diversifizierten Ansatz beizubehalten. Der Markt wurde in den vergangenen sechs Monaten von einer sehr begrenzten Anzahl von Werten angeführt, wobei Finanzwerte sowie Aktien für zyklische Konsumgüter und Rohstoffe dank fallender Risikoprämien sehr stark zugelegt haben. Wir erwarten, dass sich die Spitzenwerte auf den Kapitalmärkten von den qualitativ minderwertigeren, konjunkturabhängigeren Bereichen des Markts auf die qualitativ hochwertigeren Namen mit relativ starken Bilanzen, einem gesunden Niveau an Cashflow und adäquater Finanzierung verlagern werden. Vermutlich werden sich die Werte von solchen Unternehmen verteuern, die gestärkt aus der Krise hervorgehen, indem sie ihre schwächeren Mitbewerber übernehmen oder ihren Marktanteil ausbauen.

 

Positive Marktfaktoren 

•Wichtige europäische Wirtschaftsländer sind bereits im Begriff, die Rezession hinter sich zu lassen

•Das BIP-Wachstum verbessert sich, die Erwartungen an Zinsen und die mittelfristige Inflation sind jedoch noch gedämpft

• Bewertungen wirken unterstützend

 

Negative Marktfaktoren 

•Unterdurchschnittliches Wachstum in Europa und anderen entwickelten Ländern

•Struktureller Gegenwind durch hohe und weiter steigende Arbeitslosigkeit sowie überlastete Verbraucher und Firmen, die versuchen, ihre Kredite zurückzuzahlen

•Überhang an Warenbeständen

Credit Suisse: Rohstoffe sind am Beginn eines neuen Zyklus  24.9.09
 

Rohstoffe, im Englischen Commodities, sind eine sehr zyklische Anlageklasse und hängen stark vom Konjunkturverlauf ab. Daher haben die Commodity-Preise stark von den positiven Konjunkturmeldungen der letzten Monate profitiert. Seit dem Tiefststand im März haben sie schnell die Wende geschafft und sich bestens erholt. Den jüngsten Preisanstieg halte man aufgrund der Fundamentaldaten für berechtigt, wie Tobias Merath vom Commodity Research Team der Credit Suisse schreibt. Er und seine Kollegen sind der Meinung, dass der Markt für weitere Preiszuwächse bereit ist.
Neuer Zyklus hat begonnen
Angesichts der neuesten Daten sind sie der Auffassung, dass für Rohstoffe ein neuer Zyklus begonnen hat. Während der letzten Monate hat sich der fundamentale Ausblick für deren Preise markant verbessert. Die weltweite Rezession sei beendet, und die Erholung der globalen Wirtschaftstätigkeit vollziehe sich auf eine stärker synchronisierte Weise. So hätten sich die globalen Einkaufsmanager-Indizes für die Fertigungsindustrie (Manufacturing PMIs) erheblich verbessert und den Wachstumsbereich oberhalb des Schwellenwerts 50 erreicht.
Chinas Wohnungsmarkt kurbelt Rohstoff-Nachfrage an
Der chinesische Manufacturing PMI zählte zu den ersten, die über die Marke von 50 stiegen. Dies trieb die Rohstoff-Preise stark nach oben, denn China wurde für verschiedene Rohstoffe zu einem wichtigen Konsumenten. Außerdem scheint der Wohnungsbau die Infrastrukturinvestitionen als Wachstumsmotor abzulösen, während sich die Gesamtkonjunktur weiter verbessert. Dies sei eine äußert positive Nachricht, so die Credit Suisse Experten, vor allem für Industriemetalle, denn Wohnungen sind weitaus rohstoffintensiver als die Infrastruktur. Dieses positive Bild bestätigen auch erfreuliche Überraschungen bei den Manufacturing PMIs in anderen Regionen, insbesondere in den USA und verschiedenen europäischen Ländern.

Steigerungspotenzial in Sicht
Aufgrund der letzten Verbesserungen der makroökonomischen Situation sehen die Credit Suisse Experten bei den Rohstoff-Preisen weiteres Steigerungspotenzial. Wenn man die Entwicklung der globalen Manufacturing PMIs mit der Performance der Commodity-Indizes vergleichen, sei nicht davon auszugehen, dass die Anlageklasse die jüngste Verbesserung der Manufacturing PMIs bereits eingepreist habe. So würden die Rohstoff-Renditen noch immer hinter dem Fortschritt bei den wirtschaftlichen Bedingungen zurückbleiben.

Nachfrage nach Öl steigt schneller als das Angebot
Außerdem würden die neuesten Angebots- und Nachfragedaten die Einschätzung der Credit Suisse Experten bestätigen, dass für die Rohstoff-Märkte jetzt ein neuer Zyklus beginnt. Während der Rezession habe die Commodity-Nachfrage drastisch nachgelassen, weil die Industrieproduktion einbrach. Da die Commodity-Produzenten ihre Produktion nicht sofort anpassen konnten, entstanden Angebotsüberhänge, und die Lagerbestände schnellten in die Höhe. Dies gilt besonders für die Basismetallmärkte, wo es keine starke Organisation gibt, die ähnlich der OPEC im Ölmarkt eine Drosselung der Produktion durchsetzen könnte. Nachdem die Rezession nun vorüber ist und die Weltwirtschaft sich zu erholen beginnt, setzt eine Umkehr dieses Trends ein. Im Zuge der Verbesserungen bei der Industrieproduktion beginnt sich auch die Rohstoff-Nachfrage zu erholen. Darüber hinaus wurden in den meisten Märkten auch Produktionssenkungen vorgenommen, durch die die Angebotsüberhänge zurückgingen. In einigen Fällen steigt die Nachfrage bereits stärker als das Angebot, zum Beispiel im Ölmarkt. Dadurch haben die Lagerbestände in vielen Märkten ihren Höchststand überschritten.

Märkte erholen sich auf sehr niedrigem Niveau
Einige Risikofaktoren für die Rohstoff-Preise bleiben jedoch bestehen, wie die Credit Suisse Experten anmerken. So seien Lagerbestände und freie Produktionskapazitäten absolut betrachtet, zugegebenermaßen noch immer hoch. Die Nachfrage erhole sich zwar, sei aber bislang recht gering. Die Credit Suisse Experten gehen davon aus, dass die freie Kapazität und die Bestände im Zuge des Fortschritts der weltwirtschaftlichen Aktivität schrittweise abnehmen werden, doch die Geschwindigkeit dieser Entwicklung hängt weiter davon ab, wie schnell sich die Wirtschaft erholt. Überdies könnten auf den jüngsten drastischen Anstieg der Commodity-Preise eine kurzfristige Konsolidierung oder sogar gelegentliche Gewinnrückgänge folgen, weil die hohen Preise zur Wiederaufnahme der Produktion anregen.

Rohstoff-Preise erholen sich auf breiter Front
Die mittel- und längerfristigen Fundamentaldaten für Rohstoffe als Anlageklasse würden sich jedoch Schritt für Schritt weiter verbessern. Daher rechnen die Credit Suisse Experten mit einer Erholung der Rohstoff-Preise auf breiter Front, so dass Commodity-Indizes momentan eine potenziell attraktive Anlagemöglichkeit darstellen. Nach Einschätzung der Credit Suisse Experten haben die Preise für den Rest des laufenden und den größten Teil des kommenden Jahres noch Steigerungspotenzial.

Shedlin übernimmt Mehrheit der Wallberg Kapital AG 17.09.2009
 

Das Nürnberger Emissions- und Investmenthaus Shedlin Capital AG hat sich im Zuge einer Kapitalerhöhung an der österreichischen Wallberg Kapital AG mit Sitz in Salzburg und Linz beteiligt und ist zum größten Gesellschafter des Unternehmens geworden. Weitere Anteile verbleiben bei den Aktionären der Wallberg Kapital AG. Über konkrete Details der Transaktion und den Preis wurde Stillschweigen vereinbart.  

Die Wallberg Kapital AG wurde im Zuge der Transaktion in Shedlin Investment AG umbenannt; das gesamte Team bleibt bestehen. Unter dem Dach der neuen Gesellschaft wird ab sofort der gesamte Bereich der offenen Fonds angesiedelt. Das Ziel besteht laut Shedlin-Mitteilung darin, Produkte zu schaffen, die die Vorteile von offenen und geschlossene Fonds vereinen und deren Wachstum auch in Krisenzeiten sichergestellt ist. Für das Fondsmanagement ist die Tochtergesellschaft Shedlin Investment Managers mit Sitz in München zuständig, die sowohl die bereits bestehenden Fonds Shedlin Warrior Fund (WKN A0EQ07) und Shedlin Defender Fund (WKN HAFX1V) verwaltet als auch neue offene Fonds auflegt. Zwei neue Produkte sind bereits in Planung: Ein offener Dachfonds mit den Schwerpunkten Immobilien und Infrastruktur sowie ein weiterer offener Dachfonds, dem ein Portfolio von überwiegend geschlossenen, institutionellen Beteiligungen zugrunde liegt. Darüber hinaus wird der gesamte Fondsvertrieb über zwei Vertriebstöchter in Deutschland und Österreich organisiert, die sowohl alle hauseigenen Produkte als auch Produkte von Drittanbietern u.a. der britischen Investmentgesellschaft Charlemagne Capital Ltd. vertreiben.    

„Mit der Shedlin Investment AG und dem damit verbundenen Markteintritt in Österreich wird unsere bisherige   Vertriebstätigkeit auf den gesamten deutschsprachigen Raum ausgeweitet“, erläutert Robert G. Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Shedlin Capital AG. „Nach unserem Grundsatz ‚All business is local‘ bauen wir dabei, wie auch bei unseren erfolgreichen Beteiligungsangeboten, auf eine nachhaltige Partnerschaft mit ausgewiesenen Experten vor Ort.“ Die ehemalige Wallberg Kapital AG habe mit ihrem qualitativ hochwertigen Vertriebsnetz in Österreich eine hervorragende Basis für ein partnerschaftliches Wachstum geboten.  

Die Shedlin Investment AG verfügt über ein überregionales Netzwerk von Büros in Berlin, Frankfurt, München, Salzburg, Linz, Wien und Graz. Der Firmensitz ist Salzburg. Im Unternehmensverbund sind in Österreich zwölf Mitarbeiter beschäftigt. Die Geschäftsführung teilen sich Herbert Ackerl, Horst Lukas, Davut Deletioglu sowie Herbert Wagner, der für den Vertriebsaufbau in Österreich gewonnen wurde.  

Die ersten Shedlin-Produkte, die auf dem österreichischen Markt zugelassen und vertrieben werden, sind die Publikumsfonds Shedlin Middle East Health Care 1 und Shedlin Chinese Property 1. Die Vertriebszulassung für Österreich ist   bereits beantragt, der Vertriebsstart erfolgt in Kürze wenn der Kapitalmarktprospekt vorliegt. Während es der Shedlin Chinese Property 1, der in Immobilienprojektentwicklungen in China investiert, seinen Anlegern ermöglicht, am rasanten Wachstum des chinesischen Immobilienmarktes teilzuhaben, profitiert der Shedlin Middle East Health Care 1 vom Boom des Gesundheitswesens in den Vereinigten Arabischen Emiraten. „Aufgrund des positiven Platzierungsverlaufs befindet sich der Fonds in Deutschland bereits kurz vor seiner Schließung, den Anlegern in Österreich steht er hingegen noch bis Jahresende mit einer Exklusivtranche zur Zeichnung mit KMG-Prospekt zur Verfügung“, so Schmidt.

TMW Immobilien Weltfonds mit nachhaltig geschärftem Profil  17.9.09
 Pressemitteilung (Auszug) vom 17. September 2009
Das Management des TMW Immobilien Weltfonds hat die vor mehr als zehn Monaten erfolgte Aussetzung der Anteilrücknahme dazu genutzt, die Liquidität ihres Offenen Immobilienfonds schnellstmöglich wieder herzustellen. Darüber hinaus hat das Management das Profil des Fonds geschärft und den bewährten
Investmentprozess weiterentwickelt. Die während der Aussetzung ergriffenen Maßnahmen reichen weit über notwendige operative Erste-Hilfe-Aktivitäten zur Verbesserung der Liquidität hinaus. Sie finden
ihren Ausdruck insbesondere in der strategischen Neuausrichtung des Fonds. Die bemerkenswerteste Neuerung dürfte in diesem Zusammenhang die Tatsache darstellen, dass der TMW Immobilien Weltfonds zukünftig im Rahmen aller Anlageentscheidungen dem Aspekt der Nachhaltigkeit, also dem „Sustainability-Gedanken“, besondere Aufmerksamkeit schenken wird. Dies gilt sowohl für das Management des Objektportfolios – Stichwort „Green Buildings“ – als auch für die Anlage der im Fonds befindlichen Liquidität in nachhaltige Investments. Im Einzelnen lässt sich das Paket ergriffener Maßnahmen in die folgenden Bereiche unterteilen:
• Feststellung des Liquiditätsbedarfs unter Berücksichtigung eines notwendigen Spielraums.
Zu diesem Zweck werden laufend Vertriebspartner und Investoren befragt, um einen aktuellen Überblick über die Absichten der Anteilinhaber und das zu erwartende Rückgabevolumen zu erlangen. Darauf basierend wird der zu erwartende Liquiditätsbedarf stetig aktualisiert.
• Maßnahmen zur Beschaffung der erforderlichen Liquidität:
Die frei verfügbare Liquidität des TMW Immobilien Weltfonds, welche zum Zeitpunkt der Aussetzung am 28. Oktober 2008 bei 8,5 % lag, sollte bis Ende Oktober 2009 auf ca. 20 % steigen.

An dieser Stelle kann heute der Verkauf von zwei Objekten (Schweiz und USA) vermeldet werden, der in beiden Fällen trotz angespannter Marktlage oberhalb der Verkehrswerte gelang. Diese Tatsache spricht aus Sicht der den Fonds verwaltenden TMW Pramerica Property Investment GmbH für die Qualität der im TMW Immobilien Weltfonds gehaltenen Objekte. Derzeit sind weitere Transaktionen in Anbahnung, über die jedoch mit Rücksicht auf mögliche Insiderinformationen zu diesem Zeitpunkt keine näheren Angaben gemacht werden können. Der Verkauf einzelner Liegenschaften erfolgt grundsätzlich unter Beachtung der
zukünftigen Substanzattraktivität des Fonds. • Laufende Optimierung des Bestandsportfolios: Trotz schwieriger Marktbedingungen gelang es dem Management, die spanische Hotelkette Sol Meliá als Mieter für das Hotel „Am Hofgarten“ in Düsseldorf zu gewinnen und die Absage des ursprünglichen Pächters zu kompensieren. Gerade aufgrund der schwierigen Marktbedingungen gelang es im Zuge von Nachverhandlungen, für das bereits vor der Aussetzung der Anteilrücknahme erworbene Shopping Center Ribera del Xuquer in Spanien einen Kaufpreisnachlass in Höhe von über 10 Mio. Euro zu erzielen. Dies wird sich positiv auf die Rendite des Objektesauswirken.
• Strategische Weiterentwicklung des TMW Immobilien Weltfonds:
Um der stetig wachsenden Bedeutung nachhaltiger Aspekte in der Immobilienwirtschaft Rechnung zu tragen wurde der Entschluss gefasst, den TMW Immobilien Weltfonds als ersten Offenen Immobilienfonds nachhaltig auszurichten. Vor diesem Hintergrund konnte die ÖKORENTA AG, Pionierin nachhaltiger Kapitalanlagen,
als Kooperationspartner gewonnen werden. Die ÖKORENTA AG wird sich sowohl in die konzeptionelle Entwicklung des Fonds einbringen als auch ihren Vertrieb mobilisieren. Erste Gespräche mit Großinvestoren zeigen, dass die Vorreiterrolle des TMW Immobilien Weltfonds begrüßt wird. In diesem Zusammenhang wurden nicht nur ursprüngliche Rückgabeankündigungen zurückgenommen, sondern sogar weitere Investitionsabsichten bekundet. Tjark Goldenstein, Vorstandsvorsitzender der ÖKORENTA AG, nennt als einen der wichtigsten Beweggründe für die Wahl des TMW Immobilien Weltfonds dessen „Best-in-Class-Ansatz“. So soll der Fonds auch künftig neue Objekte unter ökonomischen Gesichtspunkten erwerben können, die dem Nachhaltigkeitsgedanken nur bedingt entsprechen, solang deren ökologische Weiterentwicklung gewährleistet ist. Kurzum, der TMW Immobilien Weltfonds wird selbstverständlich
nicht von heute auf morgen vollständig nachhaltig sein, ist aber zielstrebig „Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“.
• Maßnahmen zur Verhinderung zukünftiger Liquiditätskrisen:
Obwohl die TMW Pramerica Property Investment GmbH schon in der Vergangenheit mit separaten Zeichnungsscheinen für institutionelle Investoren versucht hat, die Liquidität zu steuern, wird man aus der Krise weitere Lehren ziehen. Zu diesem Zweck wird im Zuge der Wiederöffnung eine neue institutionelle Anteilklasse mit Rückgabefristen und Abschlägen zum Schutz der Kleinanleger eingeführt. Die entsprechenden Vorbereitungen befinden sich derzeit kurz vor Abschluss. Im Zuge der bereits ergriffenen und noch zu realisierenden Maßnahmen ist  TMW Pramerica überzeugt, die Anteilrücknahme des TMW Immobilien Weltfonds im Verlauf des 4. Quartals 2009 wieder aufnehmen zu können und die Attraktivität des Fonds als zukunftsfähigen Baustein der Vermögensverwaltung gestärkt zu haben. Über die weiteren Entwicklungen und den Stand der Wiederöffnungsvorbereitungen wird in den kommenden Wochen unverzüglich berichtet. Über ÖKORENTA Die 1999 gegründete ÖKORENTA AG hat sich schnell zu einer namhaften Anbieterin nachhaltig orientierter Finanzprodukte entwickelt. Mit ihrer besonderen Kompetenz im ethisch-ökologischen Bereich ist sie professionelle Partnerin für Finanzvermittler, Banken und institutionelle Investoren. Seit 2007 ist ÖKORENTA Partnerin der Bank Sarasin Deutschland, einer Tochtergesellschaft der Schweizer Privatbank Sarasin & Cie AG, die über eine mehr als 20-jährige Expertise im Bereich der Nachhaltigkeit verfügt und zu einer der ersten Adressen in der Konzeption und im Management von Investmentprodukten gehört. Im vergangenen Jahr hat ÖKORENTA den ersten Maklerpool für nachhaltige Versicherungs- und Finanzprodukte, die ÖKORENTA FINANZ AG, initiiert. Ihre strategischen
Partner sind namhafte Versicherungsunternehmen: Barmenia, Münchener Verein und Volkswohlbund.
Über TMW Pramerica Property Investment Die Kapitalanlagegesellschaft TMW Pramerica Property Investment GmbH (www.weltfonds.de) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Pramerica Real Estate Investors (Deutschland) GmbH (www.pramericarei.de). Pramerica Real Estate Investors (www.pramericarei.com) ist der Immobilienbereich des Finanz- und Versicherungskonzern Prudential Financial, Inc., USA* (www.prudential.com). Pramerica legt Immobilienfonds überwiegend für institutionelle Kunden auf und zählt mit einem derzeit verwalteten Anlagevermögen von ca. 31,6 Mrd. EUR (Stand: 30.06.2009) zu den größten Immobilienmanagern weltweit. Zum globalen Netzwerk gehören Spezialisten an 20 Standorten in den Vereinigten Staaten, Europa, Asien und Lateinamerika.
*Prudential Financial, Inc. USA gehört nicht zum Unternehmensverbund Prudential plc., der seinen Hauptsitz in Großbritannien hat.
DJE Real Estate: Immobilien-Dachfonds öffnet wieder  16.9.09
 

Nach nicht ganz elf Monaten wird der Immobilien-Dachfonds DJE Real Estate (WKN A0B9GC) wieder geöffnet. Ab dem 18. September können Anleger wieder Anteile kaufen und verkaufen.Das Fondsmanagement könne inzwischen viele Zielfonds wieder deutlich besser handeln als zuletzt, heißt es von DJE Investments. Zudem habe der Fonds ein größeres Liquiditätspolster als vor der Schließung. Die Fondsgesellschaft hatte den Dachfonds im Oktober 2008 auf unbestimmte Zeit geschlossen, weil verunsicherte Anleger verkaufen wollten, aber gleichzeitig zwölf Zielfonds ebenfalls dicht gemacht hatten. Jetzt hat das Fondsmanagement den Anteil an offenen Immobilienfonds im Dachfondsvermögen zurückgefahren. „Im Gegenzug wurden hochrentierliche Immobilienaktien und Immobilienaktienfonds sowie Anleihen guter Bonität und Cash aufgebaut“, so Firmenchef und –gründer Dr. Jens Ehrhardt.

Düstere Warnung: Banken vor neuem Milliardenloch 16.09.2009
 

Die internationale Ratingagentur Moody's hat die Finanzwelt vor neuen Verlusten in Milliarden-Höhe gewarnt. Nach Ansicht der Analysten haben die Banken die Krise noch nicht überwunden. Allein den britischen Instituten drohe daher in den kommenden Monaten und Jahren ein weiteres Finanzloch im Umfang von 130 Milliarden Pfund (rund 147 Mrd. Euro). Neben Spätfolgen der Subprime-Krise sei der Anstieg von Forderungsausfällen bei faulen Krediten für weitere Verluste grundlegend. Die anhaltende Schwäche der britischen Konjunktur schlägt sich damit in den Büchern der Finanzhäuser nieder und erhöht den Druck auf ihre Rentabilität. Steht der Wirtschaft eine schlechtere Entwicklung bevor als derzeit angenommen, könnten die Verluste in einem Worst-Case-Szenario sogar auf 250 Milliarden Pfund explodieren. Die drohenden Ausfälle sind mit offenen Rückforderungen im Bereich Konsumentenkredite verbunden. Angesichts der tiefen Rezession ist eine Vielzahl von Verbrauchern nicht mehr dazu in der Lage, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen. Im Unterschied zu deutschen Banken kann eine Schuldenblase in Großbritannien schneller entstehen, da der private Konsum zu einem vergleichsweise höheren Anteil durch Kredite oder Kreditkartenschulden finanziert wird. Zudem wurde die britische Wirtschaft wesentlich härter vom globalen Abschwung getroffen als etwa die deutsche. 

Bis Ende 2008 hatten die britischen Finanzhäuser bereits Darlehensverluste in Höhe von 110 Milliarden Pfund abgeschrieben. Darüber hinaus sammelten die Banken bis zur Jahresmitte 2009 frisches Kapital im Wert von rund 120 Milliarden Pfund, wie pressetext berichtet. Die Reserven könnten Moody's zufolge jedoch schon im Vorfeld von den drohenden Verlusten aufgebraucht sein. Rating-Downgrades seien in den kommenden zwölf bis 18 Monaten dennoch nicht zu erwarten, da die Regierung für ausreichend Stabilität sorge. Bisher pumpte der Staat rund 1,4 Billionen Pfund in das marode System. Die einzelnen Banken müssten aber aufgrund der Abschreibungen im Kreditgeschäft mit Folgen bei Kapitalausstattung und Gewinnen rechnen.

Sauren Golden Awards: Edouard Carmignac räumt ab 15.9.09
 Bei den diesjährigen "Sauren Golden Awards" war Edouard Carmignac von Carmignac Gestion der große Gewinner. Er erhielt nicht nur den Preis in der Kategorie Aktien Global (für den Carmignac Investissement), sondern auch die Auszeichnung "Fondspersönlichkeit des Jahres". Carmignac hat in 20 Jahren aus seiner Firma eine exquisite Fondsboutique geformt, die in 19 überwiegend gut benoteten Fonds 22 Milliarden Euro verwaltet.
P.S.: Insbes. die beiden Fonds Carmignac Patrimoine und Carmignac Investissement gehören seit längerem zu unseren Fondsfavoriten.
Schroder: Pharmabranche im Umbruch 14.9.09
 "Gesundheitstitel gelten traditionell als sichere Häfen in unsicheren Wirtschaftlagen. Denn im Wesentlichen
gilt: Menschen werden immer wieder krank, gehen zum Arzt und kaufen Medikamente. Doch die Zukunft für die großen Pharmahersteller sieht immer unsicherer aus. Die Bewertungen von Gesundheitstiteln sind in den vergangenen Jahrzehnten nach unten gegangen, da bei einer großen Zahl besonders erfolgreicher Medikamente, sogenannten Blockbustern, das Patent auslaufen wird", so Schroders.
Mangel an Innovation Markenmedikamente hätten für viele Pharmaunternehmen in den vergangenen zehn Jahren stark an Bedeutung gewonnen, und die Unternehmen seien zunehmend abhängiger von den Gewinnen geworden, die in diesem Segment zu erzielen seien. Die Gewinnmargen seien durch Kosteneinsparungen beim Verkauf und dem Marketing zusätzlich in die Höhe getrieben worden. Doch den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sei es nicht gelungen, genügend neue Produkte zu entwickeln, um die Einnahmequellen über den Patentzyklus hinaus weiter strömen zu lassen. Das Auslaufen der Patente verstärke diese Problematik noch weiter. Darüber hinaus trügen strengere gesetzliche Auflagen, wie zum Beispiel die vorsichtige Vorgehensweise der US-Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) bei der Zulassung neuer Medikamente, zusätzlich dazu bei, dass weniger neue Produkte auf den Markt gebracht würden. Generika auf dem Vormarsch Durch das Auslaufen von Patenten verlören die großen globalen Pharmaunternehmen ihr alleiniges Monopol auf ihre Verkaufsschlager und bekämen Konkurrenz durch preisgünstige Generika-Anbieter, die mit günstigen Nachahmerprodukten Marktanteile erringen würden. Der Umsatz vieler Generika-Hersteller sei im vergangenen Jahrzehnt weiter angestiegen. Im Jahr 2000 machten Generika laut Schroders bereits rund 50% des Marktes aus, heute reiche ihr Anteil schon an die 70% heran. Es werde allgemein erwartet, dass Generika ihren Vormarsch auf dem Markt weiter fortsetzen, wenn der Patentschutz für viele Blockbuster-Medikamente zwischen 2011 und 2013 auslaufe.
Reform des US-Gesundheitssystems
Darüber hinaushabe die Unsicherheit über die Reform des US-Gesundheitssystems die Märkte in den letzten Monaten in Unruhe versetzt. Die großen US-Pharmakonzerne hätten stets die Flexibilität gehabt, die Preise zu erhöhen (und dabei ihre eigenen Preisstrukturen über direkte Verhandlungen mit privaten Krankenversicherern festzusetzen), was ihnen geholfen habe, rückläufige Volumen zu kompensieren. "Aber die privatisierte Natur des Marktes erzeugte eine stetige Preisinflation noch vor der Inflation der allgemeinen Verbraucherpreise. Auf diese Weise ist die Kluft in puncto Erschwinglichkeit zwischen den Krankenversicherten und den 40 Millionen Personen ohne einen solchen Schutz immer größer geworden".
Ein Teil der Reform werde für größere Preiskontrollen sorgen und damit die Flexibilität der Preisgestaltung einschränken, die die Umsätze der letzten Zeit beflügelt habe. Die US-Regierung habe derzeit eine direkte Preiskontrolle über 15 bis 20% des Marktes. Doch nach den neuen Vorschlägen könnte dieser Anteil auf nahezu 40 bis 45% anwachsen. "Der Befund lautet kurz gefasst: Der Branche steht eine staatliche Überholung ins Haus, es laufen in den nächsten Jahren viele Patente aus, es herrscht Innovationsmangel und starke Konkurrenz vonseiten der Hersteller von Nachahmerpräparaten. Das hat zur Folge, dass der heutige Status quo nicht mehr haltbar ist, und setzt dem derzeitigen Business as usual vieler Pharmaunternehmen unweigerlich ein Ende", ergänzt Schroders.
Wie reagieren die Unternehmen der Gesundheitsbranche auf die Probleme? Mit Blick über die Patentklippe hinaus seien viele Pharmakonzerne dazu übergegangen, die rückläufigen Gewinnmargen durch neue Maßnahmen zur Kostensenkung zu bekämpfen. Im Allgemeinen seien die europäischen Medizinunternehmen offensiver im Erkennen und Lösen von Problemen, die mit dem Verlust des Patenschutzes verbunden seien. Sie hätten bereits vor fast drei Jahren erste Kostenanpassungen durchgeführt, während die Unternehmen in den USA rund ein Jahr hinterherhinkten. Außerdem stünden die Unternehmen unter Druck, nach Möglichkeiten zur Diversifizierung ihres Geschäfts Ausschau zu halten, um alternative Einnahmequellen zu finden. Schließlich würden ihre Bestseller-Produkte durch den Wettbewerb mit den Generika immer stärker unter Preisdruck geraten. Viele Pharmaunternehmen hätten neue Geschäftsbereiche rund um das Thema Gesundheit erschlossen, beispielsweise Impfstoffe oder rezeptfreie Medikamente. Außerdem konsolidiere sich die Branche weiter, wie die jüngsten Übernahmen/Fusionen unter bei den großen US-Pharmafirmen Merck und Schering-Plough sowie Pfizer und Wyeth belegten. Sinkende Umsatzvolumen in den Industriemärkten und die anstehenden Patentabläufe für Markenmedikamente hättem einen Strategiewechsel in Gang gesetzt: Unternehmen konzentrierten sich weniger auf den Verkauf teurer Medikamente in diesen Märkten, sondern fassten nun die wachsenden Möglichkeiten in den Schwellenländern ins Auge, wo einige Märkte in Asien und Lateinamerika zweistellige Wachstumsraten bieten würden. Angesichts der auslaufenden Patente und des Innovationsmangels seien die Bewertungen der Gesundheitstitel in den vergangenen zehn Jahren immer weiter gesunken. Ungeachtet des Höhenflugs im vierten Quartal 2008, als die Marktturbulenzen die Anleger in traditionell defensive Sektoren drängten, seien die relativen Bewertungen erneut ins Wanken geraten. Sie wiesen weiterhin Abschläge auf, da sich die Anleger Gedanken darüber machten, wie es um die Wachstumsaussichten der Pharmakonzerne nach der Patentklippe beschaffen sei. Gesundheitstitel seien auch im Vergleich mit anderen Sektoren sowie im historischen Durchschnitt sehr attraktiv bewertet und hätten im Zeitraum von 15 Jahren den absoluten Tiefpunkt erreicht.
Fazit des Fondsmanagements von Schroder:
"Die Gesundheitsunternehmen stehen weltweit vor ähnlichen Problemen, und die Bewertungen der Branche haben auf breiter Front gelitten, da sich der Markt vorausschauend auf die Folgen der Patentabläufe bei Markenmedikamenten einstellt. Doch unserer Ansicht nach besteht die Anlagemöglichkeit darin, jene Unternehmen zu ermitteln, die auch nach dem Verlust des Patentschutzes, der augenblicklich im Fokus des Marktes steht, noch weiter wachsen können. Den europäischen Pharmakonzernen ist zugute zu halten, dass sie anscheinend einen Vorsprung haben, eine Lösung für ihre Patent-Probleme zu finden. Darüber hinaus profitieren viele dieser Unternehmen von einer steigenden Diversifizierung auf Produkt- und geografischer Ebene. Zurzeit verläuft die Wertentwicklung bei den Gesundheitsunternehmen weltweit stabil mit attraktiven Dividendenerträgen, was sich auch nach Ablauf der Patente halten lassen dürfte. Darüber hinaus dürften sich die Umstrukturierungsbemühungen positiv auswirken und in der Zeit nach Ablauf der Patente für mehr Dynamik bei den Unternehmen sorgen. Zwar wird sich die Gesundheitsbranche in Zukunft nicht unbedingt durch hohes Wachstum auszeichnen. Doch da die Bewertungen zurzeit so niedrig sind, dürfte der Sektor einige sehr gute Möglichkeiten für Investitionen in hochwertige Unternehmen zu extrem attraktiven Preisen bieten. Eine Möglichkeit an der weiteren Entwicklung dieses Sektors zu partizipieren, ist die Investition in einem auf Dividendentitel spezialisierten Investmentfonds. Das Dividendenteam von Schroders sieht das Gesundheitswesen derzeit als einen der interessanten Sektoren an. So ist das Gesundheitswesen aktuell die zweitgrößte Sektorposition im von Sonja Schemmann verwalteten Schroder ISF European Equity Yield. Im Vergleich zum Vergleichsindex ist dieser Sektor um mehr als vier Prozentpunkte übergewichtet."
ING IM vom Aufschwung in Russland nicht überzeugt  11.9.09
 Maarten Jan Bakkum, Global Emerging Market Aktienstratege bei ING IM, zur Thematik:
"Die russische Wirtschaft zählt zu den am stärksten von der globalen Krise betroffenen Volkswirtschaften. In nur zwölf Monaten schrumpfte die russische Wirtschaftsleistung um über 18 %, wobei die Talsohle wohl im zweiten Quartal dieses Jahres erreicht wurde. Inzwischen hat sich der Abwärtskurs allerdings deutlich verlangsamt und auch der stetige Anstieg des Erdölpreises sollte zur konjunkturellen Erleichterung beitragen." Bisher gebe es nur bei der Industrieproduktion eine überzeugende Erholung. Die Nachfragesituation sei dagegen weiterhin trübe. Im Hinblick auf Beschäftigungslage, Lohnentwicklung, Einzelhandelsumsätze und Kreditwachstum zeigten die Indikatoren weiterhin abwärts.
"Die russische Regierung bemüht sich, mittels umfassenden Konjunkturpaketen das Wachstum von Investitionen und Konsum anzuheizen, bislang allerdings mit wenig Erfolg. Es wird daher noch eine Weile dauern, bis die ineffiziente russische Bürokratie das Wachstum wirklich ankurbelt".
ING IM ist überzeugt, dass insbesondere das russische Bankensystem einer zügigen konjunkturellen Erholung entgegensteht. So sei der Anteil notleidender Kredite in Russland außerordentlich hoch; tatsächlich müsse das ganze System restrukturiert werden. Der Nachfrageboom der Jahre 2003 bis 2007 sei vor allem von hohem Kreditwachstum angetrieben worden. Damit sei in den nächsten paar Jahren auf keinen Fall zu rechnen, da zunächst eine Bereinigung des Bankensektors vonnöten sei. ING IM weist allerdings darauf hin, dass die Erfolgsbilanz der wirtschaftspolitischen Instanzen Russlands alles andere als positiv sei. Insofern sei damit zu rechnen, dass Russland unter Umständen auf einen schnellen kreditgetriebenen Aufschwung am Binnenmarkt setze.
Bakkum weiter: "Fürs Erste erwarten wir eine Fortsetzung der Erholung in Russland, vor allem infolge höherer Erdöl- und Metallpreise. Trotz der ausgesprochen lockeren Wirtschaftspolitik wird sich das stark angeschlagene Vertrauen des russischen Verbrauchers wohl nicht so schnell erholen. Die Liquidität der Banken wird sich indes weiterverbessern und schließlich dürften die Konditionen für neue Darlehen wieder so attraktiv werden, dass erneut ein Kreditboom einsetzt. Für 2009 rechnen wir mit einer Wachstumsrate von minus 8 % bzw. plus 3 % für 2010."
EuGH Urteil: Riester-Rentner im Ausland müssen Förderung nicht zurückzahlen  10.9.09
 

Wer bisher als Riester-Renter auswanderte, musste laut deutschem Recht die staatliche Förderung zurückzahlen. Das verstößt aber gegen EU-Recht, urteilte jetzt der Europäische Gerichtshof (EuGH).

Er entschied heute, dass die Bundesregierung die Riester-Rente in drei Punkten nachbessern muss.

  1. Ausländische Arbeitnehmer, die hier in Deutschland gearbeitet haben, ihren Ruhestand aber in ihrem Heimatland verbringen wollen, müssen die Riester-Förderung zurückzahlen .
    Aber auch Deutsche, die ihren zweiten Frühling etwa auf Mallorca verbringen wollen, sind von dieser Regel betroffen.

  2. Die Riester-Förderung gibt es grundsätzlich nur für Sparer , die hierzulande Einkommensteuer zahlen. Wer dagegen im Ausland wohnt und dort Steuern zahlt, aber in Deutschland arbeitet und hier Sozialversicherungsabgaben zahlt (sog.  Grenzgänger), muss aufs Riestern verzichten.

  3. Die Riester-Regeln für den Kauf eines Hauses müssen verbessert werden. Denn bisher gibt es die staatliche Förderung nur, wenn die Immobilie in Deutschland steht. Wer z. B. ein Haus in Italien kaufen will, geht zulagentechnisch leer aus.

In allen Fällen muss die Bundesregierung nun nachbessern. Das Centrum für Europäische Politik in Freiburg hat in einer Studie berechnet, dass dem Staatshaushalt pro Jahr künftig mindestens 470 Millionen Euro fehlen werden.

DWS: "Wirtschaftswunderland"  9.9.09
 "Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah", wird Johann Wolfgang von Goethe oft zitiert.
Das Bonmot des deutschen Dichters könnte für Investoren zum neuen Credo werden, meint die Fondsgesellschaft DWS. Denn in der Bundesrepublik scheine die Rezession überwunden zu sein. Nach einem Jahr Abschwung hab schon im zweiten Quartal 2009 wieder ein leichtes Wachstum verzeichnet werden könnnn. Bereits im nächsten Jahr sollten Wachstumsraten um die drei Prozent erreicht werden können. Insgesamt drehe die Stimmung schneller als vorauszusehen ins Positive, das habe auch die Befragung zu den Konjunkturerwartungen für Deutschland von mehr als 300 Analysten durch das Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW ergeben.
"Sie hat die Talsohle erreicht", sagt Bundesbankpräsident Axel Weber über die deutsche Wirtschaft, auch wenn er davor warnt, das Ende der weltweiten Finanzkrise zu früh auszurufen. Auch der FTD-Chefökonom Thomas Fricke sehe trotz aller Unkenrufe und bestehender Risiken erhöhte Chancen, "dass dem jähen Absturz ein ähnlich eindrucksvoller Wiederanstieg der Weltwirtschaft folgt" und viele Effekte der Konjunkturprogramme gerade in Deutschland sogar erst noch greifen werden. Das seien besonders gute Nachrichten für Anleger, denn so eine Situation eröffne Chancen am heimischen Aktienmarkt.
Bis dato - stellt Investment-Profi Marc Faber fest - haben nur die wenigsten von der scheinbar eingeläuteten Wende am deutschen Aktienmarkt profitiert. 80 % der Anleger, so seine Schätzung, hätten den Aufschwung verpasst. Bei vielen Kleinanlegern wie auch Vermögensverwaltern bestehe nun Handlungsbedarf. Etwaige Kauforders dürften dem Markt nach Meinung der DWS einen gewissen Grad an Kontinuität verleihen.
Zusätzlich könnte auch die Bundestagswahl der einen oder anderen Branche einen Extraschub verleihen. Komme im September etwa eine schwarz-gelbe Koalition zustande, könnte zum Beispiel der Energiesektor in Form einer Verlängerung der Atomkraftwerksrestlaufzeiten profitieren. Dabei sei jedoch Vorsicht geboten: Mit jeder veröffentlichten Wahlprognose, die einen Sieg des konservativen Lagers vorhersage, würden bereits Anpassungen durch den Markt vorgenommen. Insgesamt seien jedoch nach Meinung der DWS von der Wahl nur geringe Impulse zu erwarten. Spielraum ergebe sich vielmehr durch die günstigen Bewertungen einzelner Unternehmen. Obwohl sich die deutschen Aktienindizes von ihren Tiefständen im März weitgehend erholt hätten, böten sie immer noch gute Chancen. So liege das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im deutschen Standardwerte-Index DAX in der Konsensschätzung bei etwa 12,5 und damit noch immer knapp 20 % unter dem langfristigen Durchschnitt. Wer den Gewinnprognosen und somit auch dem KGV nicht traue, der könne einen Blick auf das Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV) werfen: Auch diese Kennzahl - bei Analysten traditionell beliebt, da nur schwer manipulierbar - signalisiere für den DAX ein auffallend günstiges Niveau. Das aktuelle KCV bewege sich nahe der Rekordtiefsund selbst das auf Prognosen beruhende KCV 2010 sei im Vergleich mit vielen internationaler Indizes (u.a. Dow Jones, Nikkei, Hang-Seng) mit rund 6 das günstigste. Allerdings hätten manche zyklische Titel bereits mehr als ordentlich aufgeholt und Investoren sollten daher kurz- bis mittelfristig besser Stock-Picking, also eine strenge Aktienauswahl, betreiben. Pharma-, Telekomunikations- oder Versorgertitel könnten etwa mit ihren derzeit stetigen Mittelzuflüssen in der jetzigen Situation die bessere Wahl sein. Nicht allen in Deutschland fielen Entscheidungen im Wahljahr 2009 leicht. Anders als bei der Bundestagswahl könnten Anleger in Sachen Geldanlage jedoch auf Expertenwissen zurückgreifen. Mit diesem können jene Deutschland-Fonds überzeugen, die seit Jahren ihren Vergleichsindex in der Regel geschlagen hätten.
Nordea: Lateinamerika trotzt der Krise und bleibt auf Kurs 4.9.09
 Lateinamerika hat die globale Wirtschaftskrise besser überstanden als viele andere Regionen der Welt", berichtet Robert Nemr, der für die Fondsgesellschaft Nordea den Latin American Equity Fund (ISIN: LU0309468808) verwaltet. Die Wirtschaft sei nur kurz und vergleichsweise wenig geschrumpft. "Die Wirtschaftspolitik der vergangenen 15 Jahre hat dazu beigetragen, dass die Staaten das erste Mal in der Geschichte in der Lage waren, antizyklische Maßnahmen durchzuführen ohne die langfristigen Wachstumsperspektiven zu verschlechtern", erläutert Nemr im aktuellen Marktkommentar.
Die Krise habe Lateinamerika vor allem an drei Punkten getroffen: Zum einen sei die Exportnachfrage im Bereich Industrieerzeugnisse gesunken, zum anderen das heimische Verbrauchervertrauen mit der höheren Angst vor Arbeitslosigkeit eingebrochen. Außerdem seien durch die Krise zahlreiche geplante Investitionen in der Region verschoben worden. Dass der Abschwung dennoch relativ schwach gewesen sei, erklärt Nemr mit den erfolgreichen antizyklischen Maßnahmen der einzelnen Länder: "Chile beispielsweise zapfte den eigenen Staatsfonds an, um Investitionen in Infrastruktur-Projekte anzuschieben, die einen Gesamtwert von rund 1,8 % des Bruttoinlandsproduktes haben", erklärt Nemr. "Brasilien hingegen änderte die Bilanzregeln für Banken um die Versorgung der Wirtschaft mit Liquidität zu verbessern, und senkte die Abgabenlast um arbeitsintensive Sektoren zu stützen." Die Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt: So habe Brasilien in diesem Jahr Japan erstmals bei den Pkw-Neuzulassungen überholt (per 31. Juli 2009) und sei damit der viertgrößte Pkw-Markt der Welt. Wegen der erfolgreichen Konjunkturmaßnahmen zählten Brasilien, aber auch Chile und Peru für den Fondsmanager zu den bevorzugten Investmentzielen in der Region. Kolumbien und Mexiko hingegen habe der Fonds untergewichtet, so Nemr. So leide Mexiko immer noch unter den Folgen des starken Ölpreisverfalls Ende 2008. "Mexikos Staatshaushalt ist weniger handlungsfähig, außerdem trifft die schwache US-Nachfrage etwa nach Automobilen und anderen Erzeugnissen die Exportwirtschaft Mexikos besonders stark", erklärt Nemr. Mit Blick auf einzelne Sektoren bleibe der Experte derzeit bei den Bereichen Grundstoffe, Energie und Industrie zurückhaltend, während er Werte aus der Konsumgüterbranche sowie von Versorgern favorisiere. "Aktuell spielen wir eher die defensive heimische Karte. Wir erwarten, dass mittelfristig das Binnenwachstum in der Region das globale Wachstum übertreffen wird", so Nemr. Bei Investments im Rohstoff-Sektor bleibt Nemr vorsichtig: "Das Segment scheint den Fundamentaldaten schon etwas vorausgelaufen zu sein." Ausnahmen seien die Aktien des Ölkonzerns Petrobras und des Stahlkonzerns Usiminas. Die Einnahmen von Petrobras hingen nicht so stark vom internationalen Ölpreis ab und die Wachstumsaussichten seien aufgrund der großen Rohstoffreserven des Unternehmens großartig. Usiminas hingegen sei fokussiert auf die inländische Nachfrage - vor allem aus der Automobilindustrie in Brasilien - und biete von daher Chancen.
Fidelity: Bei Aktien zählt wieder Qualität 4.9.09
 "Deutsche institutionelle Investoren sind im zweiten Quartal wieder deutlich aktiver geworden. In der allgemeinen Marktrallye konnten sie im Jahresverlauf vor allem mit Unternehmensanleihen und Aktien eine sehr gute Performance erzielen. In einem selektiveren Umfeld wird nun dagegen eine gezielte Titelauswahl immer wichtiger", so Hans-Jörg Frantzmann, Geschäftsführer und Leiter des institutionellen Vertriebs bei Fidelity International in Deutschland. "Unternehmens- und vor allem Hochzinsanleihen hätten inzwischen an Attraktivität eingebüßt: Die Renditezuschläge bei Anleihen mit Ausfallrisiko (Credit Spreads) seien deutlich zurückgegangen. Gerade vor dem Hintergrund der nach wie vor schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage und entsprechend hoher Insolvenzrisiken würden die Kreditrisikoprämien den Risiken der Investoren oft nicht mehr gerecht. Wahrscheinlich werde die weitere Marktentwicklung sehr selektiv verlaufen. Daher sei es wichtig, dass Anleger ihre Credit-Portfolios auf Einzeltitelebene durchforsteten. Sie sollten sich nach Meinung von Fidelity zügig von den Anleihen trennen, bei denen das Risiko-Rendite-Verhältnis nicht mehr stimme. Auch auf der Aktienseite werde nach der allgemeinen Marktrallye nun eine gezielte Titelauswahl wichtiger. Von der bisherigen Aktienrallye hätten häufig fundamental schwächere Titel profitiert und seien dadurch inzwischen oft überbewertet.Daher sei davon auszugehen, dass in einem selektiveren Umfeld - wie in früheren Marktzyklen - Aktien mit überdurchschnittlichen fundamentalen Kennzahlen verstärkt profitieren würden. Unter diesen fänden sich noch viele Titel mit erheblichem Kurspotenzial.
Ein besonders gutes Renditepotenzial böten derzeit auch Immobilieninvestments, vor allem im Vergleich zu Staatsanleihen und Unternehmensanleihen. Die Immobilienmärkte in Europa befänden sich - mit unterschiedlicher regionaler Ausprägung - klar in der Phase der Bodenbildung. Die Yield-Ausweitung sei schon sehr weit fortgeschritten. Risiken beständen allerdings noch hinsichtlich der zukünftigen Vermietungssituation, die detaillierte Analysen der Mieterbonität erforderlich machten.
AXA Immoselect: Entwicklung wie erwartet  4.9.09
 Die ersten Tage seit der Wiederaufnahme der temporären Rücknahmeaussetzung der Anteilscheine des AXA Immoselect (DE0009846451) haben nach Mitteilung der Fondsgesellschaft den Erwartungen entsprochen. Die Mittelrückflüsse hätten sich in dem von ihr kalkulierten Rahmen gelegen und größere Abweichungen lägen bis jetzt nicht vor. Detaillierte Ausführungen zu den Rückflüssen und den weiteren Entwicklungen im Sondervermögen würden am 10. September 2009 veröffentlicht.
Galiplan-Fondsmanager: „Anleger müssen sich auf deutliche Kurseinbrüche einstellen“  2.9.09
 

Der rund 50-prozentige Anstieg im DAX seit dem 6. März ist für Dr. Steffen Hauptmann, Fondsmanager des
Galiplan Aktien Global AMI (ISIN DE000A0F5HG0). nur eine Gegenbewegung in einem immer noch intakten Bärenmarkt. „Für mich deutet vieles darauf hin, dass wir einen großen Teil der in der jetzigen Rallye erzielten Gewinne wieder abgeben könnten, bevor der endgültige Boden in dieser Krise gefunden ist“, meint Hauptmann. In vielen Bereichen spiegeln verschiedene Zahlen eine sequentielle Erholung wider, so sind beispielsweise die Auftragseingänge der deutschen Industrie den vierten Monat in Folge gestiegen. Im Juni lag der Anstieg im Vergleich zum Mai bei 4,5 Prozent. Ähnliches zeigt sich in den Ergebnissen vieler Unternehmen für das abgelaufene II. Quartal. Solche Zahlen bilden die Grundlage für den Optimismus. „Viele vergessen jedoch zu berücksichtigen, dass die Erholung   von extremen Tiefständen aus erfolgt“, so Hauptmann. So liegen die Auftragseingänge im Juni zwar höher als im Mai, aber um 25,3 Prozent niedriger als im Juni des Vorjahres. „Daher bin ich der Meinung, dass wir keinen normalen Aufschwung sehen, sondern eine ganz normale   Gegenreaktion nach einem extremen Abschwung“, so der Galiplan-Fondsmanger.  

Fonds bleibt defensiv ausgerichtet  

Der Galiplan Aktien Global AMI wird rein quantitativ verwaltet. Der Investmentprozess erfolgt auf Basis des Vergleiches mit historischen Zahlen und Marktsituationen. Eine flexible Absicherung ist die 2. Säule der Investmentstrategie. Sie soll das Portfolio in Abwärtsphasen vor übermäßigen Verlusten schützen. „Die Indikatoren, die die Absicherungsstrategie über Jahre hinweg bestimmt haben, halten den Fonds nach wie vor in einer defensiven Position. Deshalb hat der Galiplan Aktien Global so gut wie nicht an der Aufwärtsbewegung teilgenommen“, so Hauptmann. Unter technischen Gesichtspunkten hätten der zu schnelle Anstieg in zu kurzer Zeit sowie die abnehmende Stückzahl der gehandelten Aktien (im März 2009 belief sich diese Zahl an der New Yorker-Börse auf 65,6 Milliarden Stück im Juli auf 40,9 Milliarden Stück) besonders negativ gewirkt. Die stetige Abnahme des Handelsvolumens sei typisch für Bewegungen die irgendwann „im Sande verlaufen“ und nicht selten komplett revidiert werden, so der Galiplan-Fondsmanger.

  „Trotz allem fällt es schwer zu sehen, dass der Fonds aufgrund seiner defensiven Ausrichtung mittels der Absicherung nicht den Marktanstieg mitnimmt. Meine Erfahrungen zeigen mir aber, dass es in der Vergangenheit immer so war, dass sich eine aktuell zu defensive oder zu offensive Position im Nachhinein als durchaus richtig herausgestellt hat. Auch unter den aktuellen Marktbedingungen ist ein schneller und heftiger Börseneinbruch bis zu den alten Tiefstständen durchaus wahrscheinlich. Deshalb bleibe ich bei der für den Fonds statistisch optimalen Höhe der Absicherung, auch wenn es kurzfristig wehtut“, so Hauptmann.  
Im historischen Vergleich: Zahlen zeigen kein dauerhaftes Rezessionsende
 

Die Interpretation der Sendimentindikatoren zeige, dass die Rallye auf zunehmenden Widerstand stoßen könnte. Zuletzt hätte es diese Art von Optimismus im Dezember 2007 gegeben und somit ziemlich genau am Beginn der großen Abwärtsbewegung am Aktienmarkt. Auch die fundamentalen Zahlen wiesen im Vergleich mit historischen Zahlen noch nicht auf das Ende der Rezession hin. „Zwar ist die Rallye bereits länger und stärker als typische Bärenmarktrallyes, aber das mag dem stärkeren gesehenen Einbruch geschuldet sein“, so Hauptmann.  

Geduld ist gefragt  

Auch wenn, die aktuelle Hausse noch ein Stück weit an ihm vorbei zieht, Hauptmann mahnt die Investoren zur Geduld. Ziel des internationalen Galiplan-Aktienfonds sei es in den bevorstehenden Abschwüngen die Investorengelder zu erhalten und in der Nähe kommender Tiefpunkte aggressiver in den Markt einzusteigen. „Geduld ist notwendig und sie ist eine wichtige und profitable Tugend am Aktienmarkt“, schließt Hauptmann seinen aktuellen Marktbericht.

Pioneer: Langfristig droht Inflation in den USA  2.09.2009
 

Nach Ansicht der Fondsgesellschaft Pioneer Investments droht in den USA auf lange Sicht Inflation. Zu dieser Einschätzung kommt Ken Taubes, Leiter US-Portfolio Management bei Pioneer Investments in einer aktuellen Marktanalyse. "Auch wenn es derzeit kein unmittelbares Inflationsrisiko gibt, nimmt die Gefahr der Geldentwertung in den USA langfristig deutlich zu“, erklärt Taubes. 

Nach seiner Ansicht sprechen gleich mehrere Gründe für eine künftige US-Inflation: So betreibe die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) eine sehr expansive Geldpolitik mit einem Leitzins nahe null. Außerdem habe die Fed im Zuge der Finanzkrise ihre Bilanz seit Oktober 2008 auf mehr als zwei Billionen US-Dollar ausgeweitet. Hinzu komme das riesige US-Haushaltsdefizit: So gehe das Weiße Haus mittlerweile von einem Anstieg des Defizits auf 9,1 Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2019 aus. Früheren Schätzungen zufolge sollte das Defizit bis dahin nur rund sieben Billionen US-Dollar betragen. "Die schiere Größe der Schulden nährt die Befürchtung, dass die US-Regierung die Fed dazu drängen könnte, dem Staat mit neuen US-Dollars Anleihen abzukaufen – das Ergebnis wäre eine Inflation durch Geldmengenwachstum.“ 

Bei einer inflationären Entwicklung, würden vor allem High Yield Bonds wieder interessanter: "Während wir derzeit unser Engagement im Bereich der Hochzinsanleihen mit Blick auf die deutlich geringer gewordenen Spreads nicht erhöhen, wird diese Asset-Klasse in einem Inflationsumfeld wieder attraktiver.“ Schließlich sorge die Geldentwertung dafür, dass unter anderem die reale Schuldenlast des Anleihe-Emittenten sinke. Das wiederum erhöhe die Schuldnerqualität und reduziere das Ausfallrisiko. Die Unternehmen könnten zudem den "Inflations“-Dollar dazu nutzen, ihre alten Schulden rascher zu tilgen. Allerdings müssten sie dazu in der Lage sein, Preiserhöhungen an ihre Kunden weiterzugeben und so ihre Gewinnmargen stabil zu halten. Neben Hochzinsanleihen können in Zeiten allgemein hoher Teuerung auch selektive Aktieninvestments langfristig gute Perspektiven bieten: So profitierten etwa während der Inflationsphasen der 1970er- und 1980er-Jahre die Aktien von Unternehmen aus den Sektoren Energie und Grundstoffe durch die deutlichen Preissteigerungen. Interessant seien auch Unternehmen, die auf ihrem Markt eine Monopolstellung haben und so Preiserhöhungen durchsetzen können.

AXA ImmoSelect:  Rückgabestopp beendet, Fonds wieder für Anteilsrückgaben offen  31.08.09
 
Eine gute Nachricht: 
AXA Investment Managers Deutschland GmbH hat am 28. August 2009, nach Orderannahmeschluss die Bedienung der Anteilscheinrücknahme des AXA Immoselect wieder aufgenommen. Somit können Anleger ihre Fondsanteile ab heute Montag, 31.08.09, wieder "normal" kaufen und auch verkaufen.
BVI informiert mit neuer CD-ROM über Investmentfonds
 Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management hat eine neue CD-ROM ""Investmentfonds - einfach praktisch" produziert. Das Medium informiert eigenen Aussagen zufolge einerseits Einsteiger auf lebendige Art und Weise über die Vorzüge von Investmentfonds und biete andererseits Fortgeschrittenen pfiffige Berechnungsmodule zu Sparplänen, Einmalanlagen sowie Kapitalentnahmeplänen. Neben der Funktionsweise einzelner Typen von Investmentfonds würden auch die staatlich geförderte Altervorsorge mit Riester- und Rürup - Fonds sowie die Grundzüge der Besteuerung von Fondserträgen dargestellt. Die Gesamtspielzeit der CD-ROM betrage gut 50 Minuten. "Die einzelnen Themen und Kapitel können gezielt über das Menü angesteuert werden". meldet der BVI. Interessenten könnten die CD-ROM in Einzelexemplaren kostenlos beim BVI Bundesverband Investment und Asset Management per Mail (info@bvi.de), per Fax (069 / 597 14 06) oder im Internet (www.bvi.de) bestellen.
Klimawandel sei Dank: Der beste Umwelt-Fonds  18.08.09
 

Saubere Leistung: 46,25 Prozent in den vergangenen fünf Jahren – am BGF New Energy von Blackrock kommt kein Konkurrent vorbei. Über alle Anlageklassen hinweg liegt der von Robin Batchelor und Poppy Allonby gemanagte Aktienfonds an der Spitze der Kategorie Nachhaltigkeit. Kann das Duo auch in Zukunft Höchstleistung bringen? Ein Fondsporträt:
Bisher haben Robin Batchelor und Poppy Allonby ein gutes Händchen bewiesen. Sie haben sich rechtzeitig mit Solaraktien eingedeckt und den Aufschwung voll mitgenommen. Bereits Ende 2007 sind sie ausgestiegen und haben auf eine andere Trendbranche gesetzt: Windenergie. Während Solaraktien inzwischen nur noch 6 Prozent des Portfolios ausmachen, wurde der Anteil an Windfirmen massiv erhöht. 40 Prozent des 2,4 Milliarden Euro schweren Portfolios sind aktuell dort investiert.  Die aktuellen energiepolitischen Rahmenbedingungen – Novelle des Erneuerbaren–Energien–Gesetzes in Deutschland, verbindliche Ausbauziele der EU sowie das Energieprogramm der USA – treiben den Ausbau der Windenergie weiter voran, ist sich Robin Batchelor sicher. „Windenergie ist in den meisten Fällen wettbewerbsfähig mit anderen Energieträgern und die Unternehmen in diesem Sektor sind profitabel“, erklärt der Fondsmanager. Geologe Batchelor managt den BGF New Energy seit Auflegung im April 2001, Physikerin Allonby (ehemals Buxton) ist seit Oktober 2002 mit dabei. Batchelor leitet das Energie-Team von Blackrock, das aus drei Fondsmanagern und zwei Analysten besteht. Beide Manager haben langjährige Investment-Erfahrung. Sie kaufen bevorzugt Unternehmen mit einem starken operativen Management, soliden Finanzen und führenden Produkten. Trotz des Fondsnamens „New Energy“ sind Batchelor und Allonby nicht verpflichtet, ausschließlich im Bereich erneuerbare Energien auf Einkaufstour zu gehen. Allerdings sind mindestens 70 Prozent des Portfolios dort investiert.
>Das Anlageuniversum hat sich seit Auflegung des Fonds enorm vergrößert. Trotz des milliardenschweren Portfolios dürfte es für das Duo darum auch weiterhin kein Problem sein, genug attraktive Titel zu finden und in der Gewinnspur zu bleiben. Der mögliche Anteil an Nebenwerten wird durch die Größe des Portfolios allerdings begrenzt: Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Standardwerten, die überwiegend aus den USA (42,1 Prozent) und Europa (46,7 Prozent) kommen.

Der Fonds ist nichts für schwache Nerven: Batchelor und Allonby investieren ihre Milliarden in nur 60 bis 90 Aktien. Die Einzelwetten sind dementsprechend hoch. So ist die größte Titelposition, der US-Anbieter von alternativen Energien FPL, derzeit mit 8,7 Prozent gewichtet. Die zehn größten Positionen machen zusammen bereits die Hälfte des Portfolios aus. Die Anteilspreise können darum ordentlich schwanken: Die Volatilität liegt über drei Jahre bei 34 Prozent. Zum Vergleich: Die Preise internationaler Aktienfonds schwankten in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um 22 Prozent. Der Blackrock New Energy ist darum nur als Beimischung im Portfolio geeignet. Für ein streng nachhaltiges Depot kommt er zudem nicht infrage. Bei der Titelauswahl achten Batchelor und Allonby weder auf die ökologische noch soziale Kompetenz der Unternehmen. So ist beispielsweise der US-Konzern Monsanto unter den zehn größten Positionen. Der Marktführer im Bereich des gentechnisch veränderten Saatguts hält unter anderem Patente auf Gen-Soja, -Raps, -Mais und –Baumwolle. Wer die oft fragwürdigen Aktivitäten des Biotech-Konzern nicht mit seinem Geld unterstützen will, sollte nicht bei Blackrock einsteigen.

"AA" - Rating von Telos für VCH New Energy  18.08.2009
 

Telos hat den VCH New Energy geratet. Der Fonds erfüllt sehr hohe Qualitätsstandards und erhält die Bewertung "AA-" auf einer Skala von A bis AAA (höchste Qualitätsstandards).Das Fondsrating von Telos beurteilt auf qualitative Weise die Stringenz des Investmentprozesses die Person des Fondsmanagers und sein Team sowie das Qualitätsmanagement innerhalb des Prozesses vor dem Hintergrund der Einhaltung ethischer Grundsätze wie Fondsklarheit und -wahrheit. Die Performanceergebnisse des Fonds dienen zur Beurteilung der Konsistenz des Investmentprozesses. Im Hinblick auf die Bewertung für den VCH New Energy heißt es in dem Telos - Kommentar (auszugsweise):
„Der VCH New Energy ist ein aktiv gemanagter, zukunftsorientierter Aktienfonds, der in Unternehmen mit Geschäftsfokus auf erneuerbare Energiequellen und deren Nutzung, Speicherung und Distribution investiert. Dabei wird neben traditionellen erneuerbaren Energien (Solar und Wind) auch in "Next Generation Energies" wie Solar und Geothermie sowie Technologien der Energieeffizienz, Energiespeicherung und Wasser angelegt. Der Fonds ist global ausgerichtet. Das Ziel besteht darin, von dem aus Sicht des Fondsmanagements zunehmenden Umweltbewusstsein von Unternehmen und Regierungen weltweit zu profitieren. Vor dem Hintergrund der Folgen des Klimawandels und politischer Förderungen sind die Portfoliomanager überzeugt, dass die weltweite Nachfrage nach erneuerbaren Energien in Zukunft steigen wird. Zum einen werden Unternehmen, die in ihrer Branche Technologie- und Marktführerschaft sind, in das Portfolio aufgenommen. Zum anderen wird aber auch in eher unbekannte Unternehmen investiert, die als chancenreiche Newcomer angesehen werden. Dabei können bis zu 10 Prozent des Fondsvolumen in bisher noch nicht börsennotierte Werte angelegt werden. Die Gewichtung eines Titels wird in Abhängigkeit der Liquidität und des Risikos, das mit einem Wert verbunden wird, vorgenommen. Tendenziell werden Marktführer stärker gewichtet als Newcomer. Im vergangenen Jahr hat sich der regionale Anlageschwerpunkt von Deutschland auf die USA verschoben. Dies ist auf die dortigen als chancenreich eingestuften Investmentmöglichkeiten im Bereich Energie-Effizienz und Energie- Infrastruktur zurückzuführen. Währungsrisiken werden dabei grundsätzlich abgesichert. Die Fondskonstruktion erfolgt Bottom-Up in einem mehrstufigen Prozess. Entsprechend findet das Risikomanagement vorwiegend auf Einzeltitelebene statt. Zur Risikoreduktion wird eine ausreichend breite Diversifikation des Fondsvolumens über einzelne Länder und Sektoren hinweg angestrebt, wobei allerdings keine festen Limite bestehen. Da erneuerbare Energien per se ein nachhaltiges Thema darstellen, fokussiert der Fonds das Research neben traditionellen Nachhaltigkeitskriterien wie Umwelt und soziale Verantwortung vor allem auf die Corporate Governance der Unternehmen. Grundsätzlich nicht investiert wird in Unternehmen aus dem Bereich Kernenergie. Durch die fundamentale Analyse wird das Anlageuniversum weiter reduziert. Bei der Einzelanalyse potentieller Investments werden Unternehmen zuerst quantitativ anhand einer Trendfolgeanalyse und anschließend qualitativ mittels einer Beurteilung der Managementqualität und des Track Records ausgewertet. Das Portfolio konzentriert sich auf 35 bis 45 Aktien. Im Jahr 2008 hat der Fonds eine deutliche Underperformance gegenüber dem Vergleichsindex MSCI World erzielt. Dies ist insbesondere auf die hohe Volatilität zurückzuführen, die aus der Fokussierung auf ein spezielles Thema resultiert. Für interne Zwecke wird der Fonds auch mit zwei weiteren Indizes, dem S&P Global Clean Energy und dem ÖkoDax, verglichen. Beide Indizes konnte der VCH New Energy outperformen. Sofern der Fonds in einem Jahr eine positive Performance erzielt, fällt neben der Managementgebühr eine Performancefee von 10 Prozent an (High-Water-Mark)."

Schroders sieht Ende der Rezession in Deutschland und Frankreich 18.08.2009
 

„Die vergangene Woche veröffentlichten Konjunkturdaten überraschten Anleger und Ökonomen gleichermaßen. Aus den Zahlen geht hervor, dass die französischen und deutschen Volkswirtschaften im zweiten Quartal nach vorläufigen Schätzungen um 0,3 Prozent wuchsen. Damit ließen die beiden größten Volkswirtschaften die Rezession hinter sich“, so Azad Zangana, Volkswirt für Europa bei Schroders, in einem aktuellen Marktkommentar. Originalbericht:

 Wir hatten eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Wachstum im ersten Quartal erwartet. Doch da die meisten privaten Konjunkturumfragen nach wie vor auf ein weiteres Schrumpfen des BIP hinweisen, bringt das Ende der Rezession für Frankreich und Deutschland der weltweiten Konjunktur einen unerwarteten Auftrieb. Außerdem stärkt es Kanzlerin Angela Merkel vor den Wahlen in Deutschland im September. Allerdings wird angesichts dieser Daten vor zu viel Euphorie gewarnt. Die Schätzungen sind erst vorläufig und nur wenige Informationen über die Einflussfaktoren sind verfügbar. Wir wissen, dass die Inflation des har­monisierten Verbraucherpreisindexes im Euroraum in den vergangenen Monaten ins Negative umschlug. Daher kann das nominale BIP-Wachs­tum schwach, wenn nicht sogar negativ sein. Die Arbeitslosigkeit steigt weiter und die europäischen Banken haben immer noch mit den toxischen Vermögenswerten in ihren Bilanzen zu kämpfen. Darüber hinaus war die Entwicklung nicht bei allen Mitgliedern der Eurozone gleich: In den Niederlanden gab es trotz der offensichtlich engen Verbindungen zu Deutschland und Frankreich einen Rückgang von 0,9 Prozent. Insgesamt bleibt der Euroraum weiter in der Rezession (Rückgang von 0,1%).

Dennoch sind die offiziellen Pressemeldungen vom 13. August ein Indiz dafür, dass das reale BIP-Wachstum durch die Steuerpolitik in Form der Abwrackprämienprogramme einen Schub erhalten haben könnte. Darüber hinaus geht man von einem positiven Beitrag des Nettohandels aus, da sich die Exportquote im Gegensatz zu den gesunkenen Importen schein­bar gehalten hat. Tatsächlich sind die deutschen Exporte aufgrund der starken Nachfrage aus Schwellenländern wie China so schnell gewach­sen wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Diese Faktoren scheinen den positiven Einfluss des Lagerzyklus, der bisher als Wachstumsbremse wirkte, verstärkt zu haben. Wir sind vorsichtig optimistisch hinsichtlich der Aussichten für das reale Wachstum. Vor diesem Hintergrund werden wir unsere Prognosen für das Wachstum in der Eurozone voraussichtlich anheben. Doch für die mittelfristigen Aussichten bleiben wir weiterhin vorsichtig und gehen von einem anhaltenden deflationären Druck aus. Wir rechnen daher weiterhin damit, dass die EZB die Zinssätze noch eine Zeitlang niedrig halten wird.  

Weltweit haben positive Wirtschaftsmeldungen die Stimmung deutlich verbessert und die Aktienmärkte angetrieben. Obwohl das Momentum nachgelassen hat, erhalten die Märkte unserer Ansicht nach durch positivere Makrodaten und Unternehmensgewinne kurzfristig gute Unterstützung.

DWS bei Riester-Fonds weit vorne – Spitzenfonds von Robeco neu im „Vorsorge Dachfonds“ 17.8.09
 Wie FONDS professionell vorab erfahren konnte, wird die DWS anlässlich der Präsentation ihrer Ergebnisse im Riestergeschäft fürs erste Halbjahr 2009 nicht nur mit bemerkenswert guten Zahlen aufwarten, sondern auch mit einem neuen, attraktiven Produktpartner im DWS Vorsorge Dachfonds, der als Basis für die DWS RiesterRente Premium dient. Demnach sind seit kurzem auch Fonds der niederländischen Robeco, Kompetenzzentrum der Rabobank für Vermögensverwaltung, im  Vorsorge Dachfonds enthalten. Im Gegenzug will Robeco offenbar das Marketing des gemeinsamen Produkts unterstützen. Eine Partnerschaft, von der beide Gesellschaften profitieren: Robeco erhält Zugang zum staatlich geförderten Altersvorsorgegeschäft mit Privatkunden in Deutschland, gleichzeitig wird die Fondsauswahl der DWS RiesterRente Premium noch attraktiver. „Der  DWS Vorsorge Dachfonds hat seit Auflegung über 10 Prozent Mehrwert gegenüber dem MSCI-Welt erzielt“, erklärte dazu Ferdinand Haas, Leiter Strukturierte Lösungen bei der DWS, auf Nachfrage der Redaktion. Ingo Ahrens, Leiter Robeco Deutschland, sieht in der künftigen Zusammenarbeit eine Bestätigung für die Qualität seiner hauseigenen Produkte. Insgesamt ist die DWS im Riestermarkt weiter auf einem guten Wachstumskurs: Über 31.000 Neuverträge netto hat die Gesellschaft im zweiten Quartal 2009 abschließen können. Das entspricht rund 77 Prozent aller Riester-Neuverträge im Fondsmantel. Damit steht auch fest: Gegen den allgemeinen Absatztrend konnte die DWS die Zahl der Neuverträge im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um weitere 13 Prozent auf 69.000 steigern. Der Gesamtbestand liegt nun bereits bei knapp 390.000 Verträgen. Frank Breiting, Leiter private Altersvorsorge bei der DWS, führt den Erfolg der RiesterRente Premium auf das überlegene Investmentmodell zurück. „Unser I-CPPI hat sich in der Jahrhundertkrise bewährt“, so Breiting. „Unsere Kunden sind aktuell im Schnitt zu 92 Prozent in Aktien investiert und profitieren nahezu vollständig von der Kurserholung an den Aktienmärkten.“
Auf die Investmentexpertise der DWS setzen auch die beiden führenden Versicherungslösungen im Riestermarkt. Die Zürich Förderrente Premium nutzt das Anlagekonzept der DWS RiesterRente Premium im Versicherungsmantel, bei der „RiesterRente Strategie No. 1“ der AachenMünchener Versicherungen handelt es sich um ein Hybridmodell, bei dem die Vermögensallokation von AachenMünchener und der DWS gemeinsam vorgenommen wird. Von den insgesamt 1.150.000 Verträgen verwaltet die DWS per Ende Juli 2009 Gelder in Höhe von über einer Milliarde Euro. In Kürze will die Gesellschaft offenbar eine offizielle Pressemitteilung dazu veröffentlichen 
Allianz Global Investors schließt über 100 Fonds (aus Pressemitteilung) 17.8.09
 

Allianz Global Investors gibt Details zur Weiterentwicklung der Produktpalette im Zuge der Integration der Cominvest bekannt. So führt die Gesellschaft auf ihrer Internetseite den aktuellen Planungsstand der in 2009 und 2010 vorgesehenen und für private Anleger relevanten Produktmaßnahmen auf. Hinzu kommen die Laufzeitfonds, die automatisch zum Laufzeitende aufgelöst werden.  

„Im Interesse der privaten Anleger werden wir die überwiegende Zahl der Veränderungen in der Produktpalette über Fondsverschmelzungen realisieren können, die für die Anleger steuerneutral sind,“ hebt Horst Eich, CEO von Allianz Global Investors Deutschland GmbH, hervor. „Fondsauflösungen kommen nur dann in Frage, wenn eine Verschmelzung aus wichtigen Gründen wie beispielsweise rechtlichen Hürden nicht umsetzbar oder praktikabel ist“, so Eich weiter.

Die 2009 umgesetzten und geplanten Maßnahmen setzen sich aus 53 Fondsverschmelzungen mit einem Volumen von rund 830 Millionen Euro und 20 Fondsschließungen mit einem Volumen von rund 205 Millionen Euro zusammen. Das durchschnittliche Volumen der von diesen Maßnahmen betroffenen Fonds liegt bei rund 14 Millionen Euro. Darüber hinaus transferiert Allianz Global Investors die Administration von 36 so genannten White-Label-Fonds an andere Verwaltungsgesellschaften. Insgesamt wird sich die Anzahl der Publikumsfonds von Allianz Global Investors einschließlich der Fonds der Cominvest 2009 um 109 Fonds reduzieren.  

Die Veränderungen wurden auf Basis einer intensiven Analyse sämtlicher relevanten Einflussgrößen auf Fondsebene wie beispielsweise Produktqualität, Volumen, Produktdopplungen sowie steuerliche und rechtliche Behandlung geplant. Eich lässt keinen Zweifel daran, dass die Gesellschaft ihre Produktpalette weiter entwickelt: „Natürlich werden wir im Interesse unserer Kunden mit neuen Produkten auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren und Innovationen im Fondsbereich vorantreiben.“

Schroders schaltet Durations- und Zinsrisiko aus  11.8.09
 Der von der britischen Fondsgesellschaft Schroders verwaltete Unternehmensanleihenfonds Schroder ISF Strategic Credit hat ein Fondsvolumen von 250 Millionen Euro erreicht. Das sei innerhalb von sechs Wochen nach Änderung des Anlageziels und der -strategie erfolgt, teilte Schroders mit. Die Investmentstrategie wurde am 15. Juni verändert. Das Produkt eliminierte den Angaben zufolge dadurch fast vollständig das
Durations- und Zinsrisiko. Schroders reagierte damit nach eigenen Angaben als eines der ersten Investmenthäuser auf die Gefahr von Zinserhöhungen: Denn steigende Zinsen seien "Gift für Anleihekurse".
Der Schroder ISF Strategic Credit generiert Erträge nur über die Auswahl von Kreditsektoren, Emittenten und Einzelwerten, nicht über Zins-, Durations- oder Makrostrategien. Der Fonds strebt durch die Investition in alle Arten von Unternehmensanleihen, maximal 20% in Staatsanleihen, maximal 20% in High Yield und Hochzinsanleihen aus den Schwellenländern oder auch Wandelanleihen Kapitalschutz und Mehrrenditen für die Investoren an. Die Fondsmanager verfolgen in der Regel etwas aggressivere Strategien als herkömmliche Unternehmensanleihenfonds, wodurch langfristig höhere Erträge erzielt werden sollen, als konventionelle Fonds im historischen Vergleich erreicht haben.
Neuer DWS-Fonds: Schrittweise in BRIC - Fonds investieren  11.08.09
 

Die Deutsche Bank-Tochter DWS bringt einen neuen Bric-Aktienfonds auf den Markt. Der DWS Step Invest Bric Plus (WKN DWS0XB) startet mit einem geldmarktähnlichen Portfolio und steigt schrittweise in Aktien der Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China ein.Bei Auflegung am 24. August wird das Fondsvermögen zunächst vollständig in relativ wertstabilen Geldmarkt- und geldmarktnahen DWS-Fonds angelegt. Ab September 2009 schichtet das Fondsmanagement die Mittel in 12 monatlichen Schritten in ein Aktien-Zielportfolio um. Ende August 2010 soll das Zielportfolio vollständig aufgebaut sein und weitgehend der Allokation des DWS Invest Bric Plus entsprechen. Der 2005 aufgelegte DWS Invest Bric Plus Fonds (WKN A0DP7P) ist zu rund 78 Prozent in Bric-Aktien investiert, wobei Wertpapiere aus China und Brasilien die größten Posten bilden. Knapp 16 Prozent des Fondsvermögens sind in sonstigen Industrie- und Schwellenländern angelegt, den Rest bilden Bargeldvorräte.

Fortis: Erholung in Sicht  10.08.09
 „V-förmige Erholung in Asien, Tiefpunkt in den USA und im Euroraum offensichtlich erreicht“, fasst Joost van Leenders, Investment Specialist - Asset Allocation bei Fortis, in einem aktuellen Kommentar zusammen. Nachfolgend der ausführliche Originalbeitrag. Im zweiten Quartal 2009 ist das US-BIP (annualisiert) um 1,0 Prozent gefallen. Gegenüber den drei Quartalen zuvor (als die Wirtschaft um durchschnittlich 4,8 Prozent schrumpfte), ist das eine erhebliche Verbesserung. Negative Wachstumsbeiträge lieferten Konsum, Unternehmensinvestitionen und Wohnungsbauinvestitionen; für positive Beiträge sorgten Staatsausgaben und die aufgrund des Importeinbruchs hohen Nettoexporte. Der Abbau der Lagerbestände kostete 1,1 Prozent des BIP. Wenn die Unternehmen aufhörten, ihre Lagerbestände zu verringern, würde das BIP in der zweiten Jahreshälfte enorm steigen. Zwar deutet alles darauf hin, dass die US-Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2009 wieder wächst, doch gibt es nach wie vor Probleme. Der Rückgang der Haushaltseinkommen ist eine besondere Belastung.
Im Euroraum haben sich die Frühindikatoren verbessert. Der Economic Sentiment Index stieg im Juli zum vierten Mal in Folge, signalisiert aber nach wie vor kein Wachstum. Auch der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe entwickelte sich im Juli besser als erwartet, hat aber die 50-Punkte-Marke noch nicht erreicht. Die Arbeitslosigkeit ist auf 9,4 Prozent gestiegen. Dies mag zwar hoch erscheinen, doch fiel der Anstieg geringer aus als in den Monaten zuvor. Zwei Dinge stehen einer schnelleren Erholung im Euroraum entgegen: die Vorsicht der Konsumenten und die zurückhaltende Kreditvergabe der Banken.
Aus Asien kamen weitgehend gute Daten. Die massiven Konjunkturprogramme und der starke Immobilienmarkt ließen das chinesische BIP-Wachstum im zweiten. Quartal 2009 steigen. Auch die Einkaufsmanagerindizes signalisieren weiterhin eine gute Industriekonjunktur. Die Industrieproduktion Chinas, Koreas, Taiwans und Japans, die in den letzten Monaten noch sehr schwach war, hat sich stark erholt. Viele asiatische Länder profitieren vom starken Wachstum Chinas. Die schwache Nachfrage aus den Industrieländern kann das allerdings nur teilweise ausgleichen.
Die japanische Binnenwirtschaft bleibt schwach. Im Juni ist die Arbeitslosigkeit gestiegen, und die Haushaltsausgaben gehen weiter zurück. Die Arbeitseinkommen sind im Juni um 7,1 Prozent gefallen. Das zeigt, dass Japan noch immer in einer tiefen Deflation steckt.
Die Inflationsängste sind unserer Meinung nach überzogen. Tatsächlich fällt die Inflation weiter. Da der Ölpreis seit letztem Jahr gefallen ist, wird es noch einige Monate einen negativen Basiseffekt geben. Die Zentralbanken wandern jedenfalls auf einem schmalen Grat zwischen Inflationsangst und Deflationsgefahr. Deshalb versprach die Fed einerseits, die Zinsen eine Zeitlang niedrig zu halten. Andererseits referierte der Fed-Vorsitzende Ben Bernanke kürzlich mögliche Wege zur Beendigung des Quantitative Easing – während EZB-Chef Trichet meinte, dass ein Refinanzierungssatz von derzeit 1 Prozent durchaus noch Spielraum nach unten bietet. Die Anleiherenditen mögen in den kommenden Monaten steigen, doch wird sich die Aufwärtsbewegung in Grenzen halten, da die geringe Inflation und niedrige Kurzfristzinsen für niedrigere Renditen sprechen.
Im Juli haben wir unser Engagement in Aktien erhöht. Insbesondere haben wir unsere Übergewichtung von Emerging-Market-Aktien zu Lasten europäischer Aktien ausgebaut. Unsere Länderallokation lautet nun: Europa neutral, Japan und USA untergewichtet und Emerging Markets übergewichtet. Außerdem haben wir Rohstoffe und Hochzinsanleihen gekauft (beide übergewichtet) und dazu europäische inflationsindexierte Anleihen abgestoßen (untergewichtet). In Renten sind wir untergewichtet, insbesondere in Staatsanleihen. Außerdem sind wir in Unternehmensanleihen mit Investmentqualität stark und in Emerging-Market-Lokalwährungsanleihen leicht übergewichtet. In Immobilienwerten sind wir untergewichtet.
Offene Immobilienfonds erwirtschafteten 2008 weniger Rendite  6.8.09
 Offene Immobilienfonds haben 2008 im Schnitt weniger Rendite abgeworfen als 2007. Der von der IPD Investment Property Databank jährlich erhobene Performanceindex für Offene Immobilienfonds OFIX-10 zeige für 2008 eine durchschnittliche Rendite in Höhe von 4,4 % an, teilte die IPD GmbH mit. Gegenüber dem Rekordwert von 2007 entspreche das einem Rückgang von 1,7 %-Punkten. "Im OFIX-10 sind die Offenen Immobilien-Publikumsfonds enthalten, die eine Historie von mindestens zehn Jahren vorweisen. Der nachlassende Anlageerfolg ist bei stabiler Netto-Cashflow-Rendite maßgeblich auf Abwertungen zurückzuführen", erläutert IPD-Geschäftsführer Daniel Piazolo. "Der Index folgt damit der Abschwächung an den Vermietungs- und Investmentmärkten, bleibt aber dennoch über dem Zehn-Jahresdurchschnitt von 3,97."
Fidelity kauft Frankfurter Fondsbank  05.08.2009
 

Fidelity International erwirbt die Frankfurter Fondsbank von der BHF-Bank. Damit entsteht einer der Top 3 Partner für unabhängige Finanzberater in Deutschland. Fidelity erschließt über die neue Plattform ein zentrales Wachstumsfeld in Deutschland, denn unabhängige Finanzberatung gewinnt an Bedeutung.Fidelity International erwirbt die BHF-Bank-Tochter Frankfurter Fondsbank (FFB) zu 100 Prozent. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der aufsichts- und kartellrechtlichen Genehmigungen. Sie soll bis Ende 2009 abgeschlossen sein. „Wir nutzen eine einmalige Chance und werden so der Partner   für unabhängige Finanzdienstleister in Deutschland", fasste Christian Wrede, Sprecher der Geschäftsleitung von Fidelity International in Deutschland, zusammen.

Fidelity hat sich als Dienstleister für unabhängige Finanzberater etabliert und will diesen Geschäftsbereich weiter ausbauen – von der Depotverwaltung und Abwicklung über die Fondsauswahl bis hin zur Vertriebs- und Strategieplanung. „Indem wir das erstklassige Geschäfts- und Servicemodell der FFB mit unseren Ressourcen und Mitteln zur Vertriebsunterstützung kombinieren, setzen wir einen neuen Standard und schaffen Mehrwert für unsere Kunden und Eigentümer", so Wrede. Die neue Fondsplattform wird als eigenständiger Geschäftsbereich weitergeführt.

Strategie und Angebot ergänzen sich
Die FFB zählt mit circa 13 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen (Assets under Administration) in rund 750.000 betreuten Depots zu den führenden Fondsabwicklern Deutschlands. Das Institut mit Vollbanklizenz ist Partner für Vertriebe und deren Privatkunden, institutionelle Kunden, Kapitalanlagegesellschaften und Banken.
„Die BHF-Bank konzentriert sich erfolgreich auf die Betreuung von vermögenden Privatkunden, Unternehmerfamilien und institutionellen Investoren. Für die Frankfurter Fondsbank als einen auf die Zusammenarbeit mit unabhängigen Finanzdienstleistern ausgerichteten Abwicklungsspezialisten für die Verwahrung von Investmentfonds eröffnet die Anbindung an Fidelity sehr gute Perspektiven für weiteres Wachstum", erklärt Dietmar Schmid, Vorstand der BHF-Bank   und Aufsichtsratsvorsitzender der Frankfurter Fondsbank.
Auch die Geschäftsführer Peter Nonner und Gerhard Oehne, die weiterhin die Frankfurter Fondsbank steuern werden, sind vom Erfolg der Zusammenarbeit überzeugt: „Die strategischen Zielsetzungen von Fidelity International und der Frankfurter Fondsbank zur Stärkung des unabhängigen Vermittlermarktes ergänzen sich in idealer Weise."

Unabhängigkeit als Kernphilosophie
Unabhängige Beratung ist entscheidend für den Anleger und dessen Investmenterfolg. Je mehr der Berater durch umfassende Plattform-Services entlastet wird und sich auf seine Kernaufgabe konzentrieren kann, desto mehr profitiert auch der Kunde. Dessen Vorteile liegen auf der Hand: besserer Service, umfassendere Beratung und eine große Produktvielfalt. Das Plattformgeschäft für unabhängige Berater mit Zugang zu Produkten zahlreicher nationaler und internationaler Fondsgesellschaften ist seit Jahrzehnten Teil der Unternehmensstrategie von Fidelity. Die Fidelity-Plattform FundsNetwork zählt in einigen Ländern der Welt zu den Marktführern, wie es in eigener Sache heißt. Unabhängige Finanzberater nutzen sie, um Fonds verschiedenster Anbieter in der Beratung einzusetzen und diese in nur einem einzigen Depot pro Kunde zu verwalten. Das entlastet sie von der Administration und lässt ihnen mehr Zeit für eine ausführliche Beratung.
„Mit der Akquisition der Frankfurter Fondsbank erweitert Fidelity dieses Geschäft auch in Deutschland - und schließt zur Spitze des Marktes für unabhängige Fondsplattformen mit einer offenen Fondsarchitektur auf", so Robert Higginbotham, Europa-Präsident von Fidelity International.
Fidelity ist überzeugt, dass sich die Bedürfnisse der Anleger auch getrieben durch die Finanzkrise fundamental verändern. „Unabhängige Finanzberatung gewinnt an Bedeutung", sagte Higginbotham. „Diesen Trend unterstützen wir mit unserer Plattform, bei der die Produkte verschiedener Fondsgesellschaften gleichberechtigt nebeneinander stehen. Wir schaffen so die Voraussetzung für unser weiteres Wachstum - sowohl im Bereich der unabhängigen Berater als auch im deutschen Markt insgesamt, dem Kernmarkt von Fidelity in Kontinentaleuropa."

Aussichtsreicher deutscher Markt
Der deutsche Markt für unabhängige Berater bietet großes Wachstumspotenzial. Derzeit werden 72 Prozent aller Investmentfonds in Deutschland über Banken und Sparkassen vertrieben. Freie Makler gewinnen jedoch als Vertriebspartner an Bedeutung und die Nachfrage nach unabhängiger Beratung steigt. Zudem haben die Regierungen in Deutschland und Europa in Folge der Finanzkrise bereits erste Gesetzesänderungen verabschiedet, um den Anlegerschutz zu stärken und die Qualität der Finanzvermittlung zu verbessern. Das und die veränderten Anforderungen der Berater erhöhen den Wettbewerb und fördern einen Wandel im deutschen Markt für Fondsplattformen. „Als nunmehr eine der größten unabhängigen Fondsplattformen mit umfassenden Services und einer offenen Fondsarchitektur sind wir für die Zukunft bestens gerüstet", resümiert Wrede.

Die Frankfurter Fondsbank GmbH (FFB) wurde Anfang 2002 als Wertpapierhandelsbank gegründet. Ihren Ursprung hat sie in der Anteilkontoführung von Frankfurt-Trust, der Investmentfondsgesellschaft der BHF-Bank. Heute ist die FFB ist als Wertpapierhandelsbank auf die Verwahrung von Investmentfonds-Anteilen spezialisiert. Ihre Dienstleistungen richten sich an unabhängige Finanzdienstleister sowie Investmentgesellschaften und Banken.
Sauren Global Defensiv mit historischem Höchststand  3.8.09
 

Der konservativ ausgerichtete, vermögensverwaltende Dachfonds Sauren Global Defensiv hat sich im laufenden Jahr sehr erfreulich entwickelt und verzeichnete heute einen neuen historischen Höchststand. Damit konnte die Wertminderung aus dem Vorjahr, in dem bis auf Staatsanleihen höchster Bonität alle Anlageklassen signifikante Verluste verzeichneten, in kurzer Zeit vollständig ausgeglichen werden. Der hervorragende Wertzuwachs im laufenden Jahr in Höhe von 6,1 Prozent basiere zum einen auf den Fähigkeiten der sorgfältig ausgewählten Fondsmanager – wie es in eigener Sache heißt – und zum anderen auf den Portfolioanpassungen um den Jahreswechsel 2008/2009. Durch die frühzeitige Reduzierung der Quote der offenen Immobilienfonds im letzten Jahr stand um den Jahreswechsel ausreichend Liquidität zur Verfügung, um die in Folge der Finanzkrise und den Verwerfungen an den Märkten entstandenen vielversprechenden Investitionsgelegenheiten zu nutzen. Der Sauren Global Defensiv konnte attraktive Fonds für Unternehmensanleihen, Hochzinsanleihen bzw. Wandelanleihen in das Portfolio integrieren, die mit ihren nachfolgenden Wertzuwächsen zu der erfreulichen Entwicklung des Dachfonds beitrugen.
„Ich freue mich, dass wir die Stabilisierung an den Finanzmärkten insbesondere aufgrund unserer sorgfältig durchdachten Anlageentscheidungen in hervorragender Weise nutzen konnten und alle Dachfonds unseres Hauses im laufenden Jahr sowohl hohe absolute Wertzuwächse als auch beeindruckende Mehrwerte gegenüber ihren jeweiligen Vergleichsindizes aufweisen können“ hebt Eckhard Sauren die guten Ergebnisse der von ihm verwalteten Dachfonds hervor.

Auch Multi Asset Dachfonds punkten
Dabei erzielten auch die weiteren Multi Asset Dachfonds des Hauses Sauren und dabei insbesondere die drei Sauren Zielvermögen-Fonds im laufenden Jahr sehr erfreuliche Ergebnisse und beachtliche Wertzuwächse. Trotz der äußerst schwierigen Marktrahmenbedingungen können alle drei Sauren Zielvermögen-Fonds seit ihrer Auflegung im Februar 2008 absolute Wertzuwächse sowie einen durchschnittlichen Mehrwert von weit über 10 Prozentpunkte gegenüber dem Vergleichsindex verzeichnen.

Die überdurchschnittlich gute Wertentwicklung der Sauren Dachfonds führt auch zu Zuflüssen beim verwalteten Volumen. „Besonders die Geschäftspartner, die uns auch im schwierigen Jahr 2008 die Treue gehalten haben, können sich dieses Jahr sicherlich über die bisher erzielte Wertentwicklung freuen“, sagt Vertriebsvorstand Peter Buck. „Die guten Ergebnisse werden zunehmend wieder vom Markt erkannt und wir können erfreuliche Mittelzuflüsse in unseren Dachfonds verzeichnen.“

Russland bleibt attraktiv 3.8.09
 "In Russland dürfte die Abwertung des Rubels den russischen Rohstoffexporteuren helfen", erwartet Marcin Fiejka, Fondsmanager des Pioneer Funds - Emerging Europe and Mediterranean Equity (LU0119336021). Außerdem sollten sich in Russland die Hilfsprogramme für strategisch wichtige Industrien wie etwa Wohnungsbau, Landwirtschaft und Einzelhandel positiv auswirken. Die Stabilisierung des Ölpreises über der Marke von 60 US-Dollar/Barrel dürfte zudem die Haushaltslage entspannen, ist Fiejka überzeugt. Besonders interessant bleibe der russische Öl- und Gas-Sektor: So habe die russische Regierung erlaubt, dass der heimische Gaspreis künftig steigen darf. Davon könnten unabhängige Gaskonzerne wie Novatek oder Lukoil profitieren, so ein aktueller Marktkommentar.
AXA Immoselect schüttet Erträge aus 30.7.09
 Der AXA Immoselect (DE0009846451) von AXA Investment Managers hat am 30. April 2009 sein siebtes Geschäftsjahr abgeschlossen und erzielte eine Wertsteigerung von 3,8 %. Der Fonds schüttet daher am 24. Juli pro Anteilschein 1,85 Euro an seine Anleger aus, was einer Ausschüttungsrendite von 3,1 % entspricht. t
Die Ausschüttung erfolge unabhängig vom Status des Sondervermögens. Das heiße, dass der Fonds auch ausschütten könne, wenn die Rücknahme von Anteilscheinen ausgesetzt sei. "Der AXA Immoselect ist ein grundsätzlich ausschüttender Fonds und wir geben die erzielten Erträge auch in diesem Jahr wie in jedem vergangenen Jahr an unsere Anleger weiter", sagt Achim Gräfen, Geschäftsführer von AXA Investment Managers Deutschland GmbH und Fondsmanager des AXA Immoselect. "Die Mittel für die Ausschüttung sind bei der Berechnung der Nettoliquidität bereits berücksichtigt."
Weiter in der AXA-Information: "Seit Aussetzung der Anteilscheinrücknahme gemäß § 81 InvG in Verbindung mit § 12 Abs. 5 der Allgemeinen Vertragsbedingungen konnte die Nettoliquidität im Fonds auf rund 380 Millionen Euro (Stand: 30.06.2009) erhöht werden. Dies konnte unter anderem durch Mittelzuflüsse und Finanzierung von Objekten erreicht werden. Dazu beigetragen haben auch der Verkauf von drei Objekten in Mannheim, Köln und Mailand, die gewinnbringend für das Sondervermögen veräußert werden konnten". Dies stelle die Marktfähigkeit unseres Immobilienbestands auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld unter Beweis, so Gräfen. "Unser Ziel ist es, die Rücknahme der Anteilscheine zeitnah zu ermöglichen. Wir kalkulieren ein potentielles Rückgabevolumen von 500 Millionen Euro ein, das wir bei Wiedereröffnung frei verfügbar haben möchten. Entsprechend arbeiten wir weiterhin an der Schaffung von Liquidität. Der AXA Immoselect hat mit 13,8 % (Stand: 30.06.2009) eine vergleichsweise geringe Fremdfinanzierungsquote, was uns grundsätzlich die Möglichkeit weiterer Darlehensaufnahmen bietet.
Das ist zurzeit unser Fokus", so Gräfen weiter. "Wir sind bekannt für unsere konservative Anlagestrategie im AXA Immoselect. Wenn wir den Fonds wieder öffnen, müssen wir nach bestem Wissen sicher sein, dass wir das Geld unserer Anleger schützen und die Öffnung dauerhaft sein wird".
Zum 21. Juli 2009 sei ein 90%iger Anteil an einer Objektgesellschaft in Italien in das Sondervermögen übergegangen. Der Wert der Gesellschaftsanteile an einem Einkaufszentrum in Antegnate belaufe sich auf rund 145 Millionen Euro. Die Kaufverpflichtung bestehe bereits seit Januar 2007. Insgesamt halte der Fonds damit aktuell 47 Liegenschaften in zehn europäischen Ländern direkt und sei an 22 Immobilien-Gesellschaften beteiligt. Als ausschließlich in Europa anlegender Fonds halte der AXA Immoselect keine Objekte in den USA und Asien. Der Investitionsschwerpunkt liege zudem auf ertragreichen und wertstabilen Gewerbeimmobilien.
BVI: Riester-Rente mit Investmentfonds hat sich etabliert - VL zu Ausbildungsbeginn starten 30.07.2009
 

Die deutsche Investmentfondsbranche verwaltet zur Jahresmitte 2009 insgesamt 2,48 Millionen Riester-Verträge. Wie die jüngste Auswertung des BVI Bundesverband Investment und Asset Management zeigt, wurden Riester-Sparpläne auch während der Marktturbulenzen der vergangenen Quartale nachgefragt. Die Entwicklung belegt die wachsende Bedeutung der Investmentfondsanlage für die private Altersvorsorge. Riester-Sparpläne mit Investmentfonds erfreuen sich unter Anlegern immer größerer Beliebtheit, weil die Kombination aus Renditechancen bei gleichzeitiger Garantie der eingezahlten Beiträge inklusive Förderung zu Beginn der Rentenphase attraktiv ist.Die Beitragsgarantie gilt nicht nur für staatlich geförderte Verträge, sondern auch bei ungeförderten sowie „überzahlten“ Riester-Fondssparplänen. Zudem greift die Abgeltungsteuer bei allen Riester-Fondssparplänen nicht – die laufenden Erträge sind während der Ansparphase steuerfrei. Und bei der Auszahlung nach einer Mindestspardauer von zwölf Jahren und einem Mindestalter des Sparers von sechzig Jahren sind die Leistungen aus dem Altersvorsorgevertrag nur mit der Hälfte des persönlichen Steuersatzes zu versteuern.

VL-Fondsvertrag zum Ausbildungsbeginn starten
Der Bestand an Investmentfonds-Sparplänen mit vermögenswirksamen Leistungen (VL) stieg per 30. Juni 2009 im Vergleich zum Vorquartal (31. März 2009: 3,6 Mio. Verträge) um rund 50.000 Depots auf knapp 3,65 Millionen VL-Depots. Gerade Berufsanfänger, die im August bzw. September 2009 mit ihrer Ausbildung beginnen, sollten sich die Vorteile von VL genauer anschauen. Meist zahlt nicht nur der Arbeitgeber zum Gehalt einen Zuschuss. Auch vom Staat wird die VL-Fondsanlage mit einer Arbeitnehmersparzulage in Höhe von 20 Prozent gefördert. Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage haben alle Arbeitnehmer, deren zu versteuerndes Einkommen 20.000 Euro bei Alleinstehenden bzw. 40.000 Euro bei Ehegatten nicht übersteigt.

Nachwuchs-Börsenstars erkennen 29.7.09
 Die Manager des JP Morgan Emerging Markets Small Cap erkennen kommende Börsenstars schon frühzeitig. Vor allem in China werden sie fündig.Nacht für Nacht füllen sich die Karaoke-Bars entlang der Sanlitun-Straße in Peking. Auch die Vergnügungslokale an der Maoming Nanlu in Shanghai sind brechend voll. Um die Kehle vor dem Auftritt noch ein wenig zu ölen, bestellen die Amateursänger meist Bier. Ausländische Sorten sind begehrt, doch immer öfter werden die Produkte der heimischen Marke Kings Brewery bestellt. Brauerei-Chef Jiang Guo-Quing ist glänzender Stimmung. Er rechnet in den kommenden Jahren mit hohen Gewinnsteigerungen. Seine Prognosen sind so ganz nach dem Geschmack renditedurstiger Investoren. Der Aktienkurs der an der Börse in Hongkong gelisteten Kings Brewery legte seit Jahresanfang um mehr als 117 Prozent zu.
Die Rallye sorgte auch für ein Kursplus beim JP Morgan Emerging Markets Small Cap. Die Manager des auf Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von unter zwei Milliarden Dollar konzentrierten Fonds stiegen frühzeitig ein. Aktuell ist der Titel mit 1,5 Prozent gewichtet.
Research vor Ort

Doch wie hat Fondslenker Greg Mattiko frühzeitig die Chancen von Kingway Brewery erkannt? Immerhin besteht das Anlageuniversum Emerging Markets Small Caps aus über 4000 Unternehmen. "Wir unterhalten allein in Asien ein 25- köpfiges Researchteam", sagt Christian Preussner (Foto), Aktienexperte bei JP Morgan. "Unsere Experten sind vor Ort, sie sprechen direkt mit den Unternehmenschefs, analysieren die Gewinnaussichten der Firmen – und das nicht nur für wenige Quartale, sondern auf mehrere Jahre", sagt Preussner. Dann wird eine strenge Auswahl getroffen. Von rund 1000 intensiv untersuchten Unternehmen schaffen es gerade mal 70 ins Depot.
Die Konsumgewohnheiten studieren
Zudem zieht der Manager seine Schlussfolgerungen für die Depotbestückung aus der genauen Beobachtung der Konsumgewohnheiten der Bevölkerung. Beispiel Internet: Auch das ist in Asien ein echter Wachstumsmarkt. Allein in den vergangenen sechs Monaten stieg im Reich der Mitte die Zahl der Online-User um 40 Millionen auf insgesamt 360 Millionen. Um zu chatten, spielen, shoppen oder zu lernen, nutzen die Chinesen vor allem das Webportal Sina. Das Unternehmen bringt es mittlerweile auf 600 Millionen Seitenaufrufe täglich. Damit ist das Potenzial aber noch lange nicht ausgeschöpft. Das gilt auch für den Aktienkurs von Sina – obwohl der Titel seit Jahresanfang schon 44 Prozent zugelegt hat.
Fazit: Das Portfolio weicht sowohl in der Gewichtung als auch in der Titelauswahl immer wieder vom Vergleichsindex ab. Bislang haben die Manager die richtigen Entscheidungen getroffen. Neben der erfolgreichen Research-Arbeit sprechen die hohen Wachstumsraten in den Schwellenländern für den Fonds. Allerdings sind die Börsen in diesem Jahr schon gut gelaufen. Viele Aktien sind nicht mehr günstig, sondern nur noch fair bewertet. Die Zuwächse dürften daher etwas moderater ausfallen.
Constantia Real Estate: Ausgabe von Fondsanteilen vorübergehend ausgesetzt  24.7.09
 Die CPB Immobilien Kapitalanlagegesellschaft setzte per Dienstag, 21. Juli 2009, die Ausgabe von Fondsanteilen des Immobilienfonds "Constantia Real Estate" vorübergehend aus. Der Grund für diese Maßnahme ist die schwierige Lage an den Immobilienmärkten, die eine Neubewertung des Portfolios sinnvoll macht.
"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil in der aktuellen, herausfordernden Marktsituation eine unabhängige Neubewertung der Immobilien geboten scheint. Wir wollen unsere Anleger bestmöglich vor unliebsamen Überraschungen schützen und haben daher diese transparente Vorgangsweise gewählt", sagt Detlef Schumacher, Geschäftsführer der CPB Immobilien Kapitalanlagegesellschaft.
Zusätzlich zu den üblich fälligen Bewertungen werden die österreichischen Immobilien neu bewertet. Zur Neuevaluierung der deutschen Liegenschaften ist die Beauftragung internationaler Gutachter mit lokalen Marktkenntnissen geplant.
„Die insgesamt 25 in Deutschland und Österreich gelegenen Objekte des rund 118 Millionen Euro schweren Constantia Real Estate (per 21.07. 2009) können eine Gesamtmietrendite von 6,7 Prozent (per 31.5.2009) aufweisen. Über 50 Mieter höchster Bonität aus verschiedensten Branchen sorgen dank langfristiger Mietverträge für einen ausgezeichneten Vermietungsgrad der Immobilien und einen stabilen Fluss an Mieterlösen. Rund 80 Prozent des Fondsvolumens wird von institutionellen Investoren gehalten“, heißt es in einer Aussendung.
Der Constantia Real Estate wurde erstmals im Juli 2004 zur Zeichnung aufgelegt und ist in einer Stückelung von 100 Euro erhältlich. Der Immobilienfonds hat 2008 eine Performance von 5,30 Prozent erzielt. Seit Erstauflage konnte der Constantia Real Estate eine Wertentwicklung von 37,7 Prozent erreichen. Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zum Anlegerschutz wurde per 24. Oktober 2008 die Rücknahme von Fondsanteilen für vorerst zwölf Monate ausgesetzt.
Rekordabwertung beim P2 Value Immobilienfonds – Exit verboten 24.07.2009
 

Die Neubewertung des P2 Value Immobilienfonds von Morgan Stanley ist abgeschlossen und dürfte bei Anlegern für wenig Freude sorgen: In toto wurde das Portfolio um 231 Millionen Euro abgewertet, was einem Minus von 13,9 Prozent pro Fondsanteil und 10,4 Prozent der anteiligen Verkehrswerte entspricht. Die Abwertungen zogen sich dabei quer durch den Immobilienbestand.

Verkaufen können die Anleger ihre Anteile allerdings noch immer nicht, da Morgan Stanley die Rücknahme von Fondsanteilen in eigenem Interesse aufrecht erhält, um zu verhindern, dass Investoren in großem Stil ihre Gelder abziehen und den Fonds so in die Bredouille bringen. Im September oder Oktober werde entschieden, ob die Liquidität ausreicht, um den Fonds wieder zu öffnen. Was seit heute (24. Juli) allerdings wieder möglich ist, ist die Ausgabe von Anteilen für den Fonds, die Morgan Stanley zeitweise ebenfalls ausgesetzt hatte.

Hoher Abwertungsbedarf in Japan
Auf Länder heruntergebrochen fiel der Abwertungsbedarf in Japan am größten aus. Hier veranschlagten die Gutachter ein Minus von 66 Millionen Euro. Auf Platz zwei folgten deutsche Objekte, die um 50,2 Millionen abgewertet wurden, wobei hier allein 46 Millionen Euro auf das Trianon-Hochhaus im Frankfurter Bankenviertel entfielen. Spanische Immobilien   im Portfolio verloren 32,8 Millionen Euro, US-amerikanische 31,1 Millionen Euro und französische 16,7 Millionen Euro. Insgesamt reduzierte sich das Volumen des P2 Value Immobilienfonds von 1,7 Milliarden Euro auf 1,4 Milliarden Euro.

Der Morgan Stanley P2 Value wurde im Jahr 2005 aufgelegt, kaufte den Großteil seines Bestands allerdings erst in den Jahren 2006 und 2007 – als die Preise für internationale Gewerbeimmobilien auf Höchstniveau notierten. (ir)

BVI: Sparplan-Ergebnisse auf dem Weg der Besserung 22.07.2009
 

Gegenüber dem Stichtag 31. März 2009 haben sich die Anlageergebnisse der Investmentfonds-Sparpläne zum Quartalsende Juni 2009 deutlich verbessert. Dies zeigt die aktuelle vom BVI Bundesverband Investment und Asset Management veröffentlichte Sparplan-Statistik. Gleichwohl sind die Zahlen zum 30. Juni 2009 aufgrund der volatilen Kapitalmärkte für die Anleger nicht befriedigend. 

Aktienfonds-Sparpläne mit Anlageschwerpunkt Deutschland verbuchten nach zehn Jahren eine Jahresrendite von im Schnitt minus 2,6 Prozent. Wie die Vergangenheit zeigt, können sich solche Ergebnisse aber schnell ändern. So verloren beispielsweise Aktienfonds-Sparpläne mit Anlageschwerpunkt Deutschland nach einem Zehn-Jahreszeitraum zum Stichtag 31. März 2003 im Schnitt 7,1 Prozent pro Jahr. Drei Jahre später lag das Resultat von zehnjährigen Sparplänen um 13 Prozentpunkte höher: Deutsche Aktienfonds-Sparpläne erwirtschafteten per 31. März 2006 im Mittel 6,1 Prozent Zuwachs pro Jahr. Wenn ein Anleger Kapital entnehmen muss, ist zu empfehlen, Sparpläne möglichst nur in freundlichen Kapitalmarktphasen aufzulösen und ansonsten nur so viel Vermögen zu entnehmen wie nötig, rät der BVI. 

Schwankungsarme Rentenfonds und Offene Immobilienfonds boten den Anlegern über alle Anlagezeiträume zum Stichtag 30. Juni 2009 positive Wertzuwächse. Sparer mit einem langfristigen Anlagehorizont sollten auf die Ertragschancen von Aktienfonds setzen. Die Wertentwicklung von Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland beispielsweise betrug nach 30 Jahren im Schnitt 6,1 Prozent pro Jahr. Der Anleger verfügte zum 30. Juni 2009 im Schnitt über ein Vermögen von rund 100.000 Euro (eingezahlte Summe: 36.000 Euro). Bei international ausgerichteten Aktienfonds-Sparplänen bewegten sich die Resultate zwischen minus 5,6 Prozent pro Jahr (10 Jahre) und 4,9 Prozent (30 Jahre). 

Langfristig angelegte Sparpläne mit Mischfonds in Euro, deren Schwerpunkt des eingesetzten Kapitals rentenbetont ist, zeigten 30-Jahresresultate von 7,5 Prozent pro Jahr (Endvermögen: 129.074 Euro). Nach einer Haltedauer von 20 Jahren belief sich der Zuwachs auf im Schnitt 5,8 Prozent pro Jahr (Endvermögen: 44.519 Euro). 

Rentenfonds mit Anlageschwerpunkt Euro (Langläufer) zeichneten sich durch einen stabilen Kursverlauf aus und erzielten auf 20-Jahressicht eine jährliche Rendite von im Schnitt 4,7 Prozent und nach 30-jähriger Spardauer bei 5,5 Prozent pro Jahr. 

Offene Immobilienfonds leisten einen wichtigen Beitrag zur Stabilität von Anlegerportfolios. Im Zehn-Jahresbereich erwirtschaftete diese Assetklasse ein Plus von 2,6 Prozent per annum, nach 20 Jahren erzielten Offenen Immobilienfonds eine Steigerung von im Schnitt 3,9 Prozent pro Jahr, im 30-Jahresbereich 4,7 Prozent pro Jahr.

Fidelity: China bleibt der Wachstumsmotor Asiens  21.7.09
 "Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat in den letzten beiden Jahren kein Land verschont. Für Anleger stellt sich die Frage, welche Region derzeit gute Chancen bietet für ein aussichtsreiches Investment. Während Europa und die USA noch mit dem Folgen der Krise kämpfen, scheint sich China bereits auf Erholungskurs zu befinden. Die Volksrepublik hat aus Krisen der Vergangenheit gelernt und die Banken gestärkt. Zudem kurbelt China mit umfangreichen Maßnahmen die Wirtschaft an. Dass der Wachstumsmotor wieder auf Touren kommt, spiegeln bereits die Börsen wieder. Sie haben in den letzten Monaten deutlich angezogen", stellt Fidelity International fest.
Chinas Banken seien in der Lage, ihre Kreditvergabe noch zu verstärken und unterstützten damit die Stimulierungsmaßnahmen der Regierung. Unternehmen hätten in der Regel solide Bilanzen und stünden daher nicht unter Druck, Kapital beschaffen zu müssen.Das starke Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre versetze China heute in die Lage, der aktuellen Krise mit steuer- und geldpolitischen Mitteln zu begegnen. Chinas wachsende Mittelschicht werde auch weiterhin die Binnennachfrage und damit den Konsum antreiben. Investitionen in Bau- und Infrastrukturprojekte liefen weiter; sie verbesserten die Produktivität, schafften Arbeitsplätze und steigerten damit ebenfalls den Konsum. Wie viele andere asiatische Volkswirtschaften habe China aus den schmerzhaften Erfahrungen der Finanzkrise von 1997-1998
gelernt: Die Volksrepublik habe ihre Devisenreserven erhöht.Während diese vor gut zehn Jahren noch etwa 150 Milliarden US-Dollar betragen hätten, beliefen sie sich heute auf rund zwei Billionen US-Dollar. Zudem erwirtschafte China einen Leistungsbilanzüberschuss und habe eine moderate Auslands- und Staatsverschuldung, so dass man der aktuellen Krise vergleichsweise gut gerüstet entgegentreten könne.
"Die damalige Krise veranlasste China außerdem dazu, die einheimischen Banken strenger zu regulieren. In der Folgezeit haben diese - anders als ihre US-amerikanischen und europäischen Gegenspieler - nur in geringem Umfang in riskante Wertpapiere investiert. Deshalb litten sie auch deutlich weniger unter uneinbringlichen Forderungen,toxischen Wertpapieren und unzureichender Kapitalausstattung. Zudem bewirkten der Abbau der Staatsverschuldung und die Erhöhung der volkswirtschaftlichen Sparrate, dass chinesische Banken heute ein relativ niedriges Kredit/Einlagen-Verhältnis aufweisen. Deshalb sind die Finanzinstitute gut aufgestellt, ihre Kreditvergabe auszuweiten", schreibt Fidelity. Die Regierung könne diese Kredite schnell mobilisieren, weil sich das Gros der chinesischen Banken in Staatsbesitz befinde und die von der Regierung ernannten Bankvorstände den politischen Vorgaben folgten. In China sei der Druck zur Kapitalbeschaffung im Augenblick viel geringer als in den westlichen Volkswirtschaften.Chinesische Unternehmen wiesen in der Regel starke Bilanzen und deutlich weniger Schulden auf. Mit zusätzlichen Geldern in Form von Unternehmenskrediten würden vor allem Investitionen getätigt. Es müssten keine Bilanzen saniert oder Schuldenberge abgebaut werden wie im Westen. In entwickelten Marktwirtschaften würden staatlich induzierte Unternehmensausgaben häufig die Gefahr bergen, Überkapazitäten noch weiter zu erhöhen. In Schwellenmärkten könnten die Mittel dagegen zur Modernisierung der Anlagen verwendet werden, wodurch wiederum die Produktivität verbessert werde. Zwischen der Finanzkrise von 1997/98 und den aktuellen Turbulenzen habe China von einer starken Wachstumsphase profitiert. Deshalb könne die Regierung heute auf eine Vielzahl von monetären und fiskalischen Maßnahmen zurückgreifen, um der Krise gegenzusteuern. China habe seine Geldpolitik bereits gelockert und ein umfangreiches Konjunkturpaket angekündigt, das unter anderem beträchtliche Ausgaben für den Ausbau der Infrastruktur vorsehe. Berechnungen gingen davon aus, dass dieses Konjunkturpaket im Jahr 2009 etwa vier Prozent des chinesischen Bruttosozialprodukts betragen werde - im Vergleich zu zwei Prozent in den USA und einem Prozent in der Eurozone.
China exportiere einen beträchtlichen Anteil seiner Produktion in den Westen und sei damit vom dortigen Konsumklima abhängig. Ob die chinesische Konjunktur wieder anspringe, hängt jedoch nicht ausschließlich von den Ausfuhren in die USA und nach Europa ab, sondern darüber hinaus auch von einer Reihe inländischer Faktoren. Es spreche einiges dafür, dass die Chinesen erfolgreicher als andere Volkswirtschaften darin sein werden, ihre Konjunktur wieder auf Vordermann zu bringen. Zunächst einmal seien die Privathaushalte in China nur in geringem Umfang verschuldet. Deshalb werde zusätzliches Geld eher ausgegeben als zur Begleichung ausstehender Verpflichtungen verwendet. Damit dürften nach Meinung von Fidelity Zinssenkungen, die Lockerung der Kreditkontrolle und andere Stimulierungsmaßnahmen die Ausgaben sehr rasch ankurbeln. Die aktuellen Auto-Verkaufszahlen lieferten beispielsweise positive Signale: Während in China seit Jahresbeginn mehr Pkws verkauft worden seien, habe sich der Absatz in den USA rückläufig entwickelt. Ein Großteil der Bevölkerung lege momentan zwar Geld für die Rente oder die Gesundheitsversorgung zurück. Die chinesische Regierung scheint jedoch, so Fidelity, inzwischen erkannt zu haben, dass dieses Verhalten sich ungünstig auf den Konsum auswirke. So sei unlängst angekündigt worden, man beabsichtige über die kommenden drei Jahre insgesamt 125 Milliarden US-Dollar in das Gesundheitssystem zu investieren, um damit bis zum Jahr 2011 mindestens 90 % der Bevölkerung abzudecken. Solche Initiativen könnten Kapital freisetzen, das momentan noch gespart wird, und es direkt in den Konsum leiten.
Fidelity zieht folgendes Fazit :
"China gehört 2009 zu den Aktienmärkten, die bisher relativ gut abgeschnitten haben. Trotz der aktuellen Finanz-und Wirtschaftskrise scheint China eine der Regionen zu sein, die weiterhin attraktive Anlagechancen bieten. Das Reich der Mitte profitiert von starken Fundamentaldaten, einem relativ gesunden Bankensystem und soliden Bilanzen. Zudem stehen der Regierung unterschiedliche fiskalische und monetäre Instrumente zur Verfügung, und das umfangreiche chinesische Konjunkturpaket beginnt, seine Wirkung zu entfalten. Treiber wie eine wachsende Mittelschicht und massive Infrastrukturinvestitionen dürften diese Entwicklung zusätzlich unterstützen."
Offene Immobilienfonds: BVI beruhigt  15.7.09
 

Aufgrund des kommunizierten Abwertungsbedarfs beim Morgan Stanley P2Value beruhigt der Branchenverband BVI:  "Anleger anderer offener Fonds brauchen Abwertung nicht zu fürchten", sagt BVI -Sprecher Andreas Fink.

Dem Offenen Immobilienfonds Morgan Stanley P2 Value droht eine signifikante Abwertung 13./15.7.09
 

Dem derzeit geschlossenen Immobilienfonds Morgan Stanley P2 Value (A0F6G8) droht eine signifikante Abwertung. Die Fondsgesellschaft reagiert: Der Fonds wird auch für Neukäufe geschlossen. Der derzeit geschlossene Immobilienfonds Morgan Stanley P2 Value ist seit dem 13.7.09 ganz dicht.
Über die Höhe des Abwertungsbedarfs gibt es noch keine konkreten Zahlen, da die Gutachterprüfungen noch andauern.. Der Fonds hatte bisher seine Bewertungen immer zeitnah kommuniziert. Um so überraschender kamen für die Branche die Meldungen über diesen publizierten Abwertungsbedarf. Zum Verhängnis dürfte P2 Value ein offensives Trading-Portfolio mit einem hohen Anteil asiatischer Immobilien werden, so wird vermutet.. Morgan Stanley hat dem Vernehmen nach inzwischen drei Gutachtern gekündigt, die eine Immobilie im P2 Value um 6,55 auf 102 Millionen Euro abwerten wollten.

Die Aussetzung der Ausgabe erfolgt, da erste Ergebnisse der Neubewertung durch unabhängige Sachverständige auf signifikante Abwertungen hinweisen, so die Gesellschaft. Mit dieser Maßnahme soll sichergestellt werden, dass sich  neue Anleger vor einer Kaufentscheidung eingehend über die Situation informieren können. Ende Oktober 2008 führten erhebliche Mittelabflüsse dazu, dass die Liquiditätsquote des Fonds auf die gesetzlich vorgeschriebene Mindestliquidität von fünf Prozent sank. Infolgedessen hatte das Fondsmanagement die Rücknahme von Anteilen mit sofortiger Wirkung für zunächst drei Monate ausgesetzt. Am 20. Januar verlängerte das Fondsmanagement die Schließung des Fonds auf insgesamt bis zu zwölf Monate.

Fusionsvertrag zwischen Credit Agricole S.A. und  Société Générale  unter Dach und Fach  13.7.09
 Bereits am 26. Januar 2009 wurde die Fusion der Asset-Management-Gesellschafen von Credit Agricole S.A. und der Société Générale angekündigt, nun wurde der Vertrag in Paris unterzeichnet. In den kommenden Monaten werden die organisatorischen Voraussetzungen zum Zusammenschluss in die Wege geleitet, mit dem eigentlichen Vollzug wird im 4. Quartal 2009 begonnen. Nach Vollzug verwaltet die gemeinsame Fondsgesellschaft 591 Mrd. EUR Assets under Management. Damit steigt die Gesellschaft zur viertgrößten Europas und zur achtgrößten der Welt auf, so heißt es weiter.
Mit der Zusammenlegung ergäben sich laut eigenen Angaben vor allem drei Vorteile:
- eine komprimierte Präsentation von Fonds für Privatanleger und Institutionelle
- eine Effizienzstärkung in Verkauf und Service
- ein weite regionale Abdeckung durch Präsenz in 37 Staaten mit einem starken Asienanteil, da es sich
  hierbei um eine Wachstumsregion handelt.
CS EUROREAL: Positive Bilanz nach Wiedereröffnung 09.07.09
 Aufgrund der unverändert soliden und stabilen Entwicklung des CS EUROREAL haben unsere Anleger insgesamt sehr positiv und entspannt auf die vorzeitige Beendigung der Rücknahmeaussetzung reagiert. Während sich die Mittelabflüsse im Rahmen der Erwartungen bewegen, haben sich die Mittelzuflüsse aufgrund der verstärkten Aktivitäten unserer Vertriebspartner deutlich erhöht", so ein Kommentar der Fondsgesellschaft. In der Summe habe der CS EUROREAL (DE0009751404,DE0009805002) in den ersten fünf Tagen nach der Wiedereröffnung für Anteilscheinrücknahmen einen Nettomittelabfluss von rd. 430 Mio. EUR bzw. 6,2% des Fondsvermögens von 6,9 Mrd. EUR per 30.06.2009 verzeichnet.
"Aufgrund des Liquiditätsbedarfs einiger Anleger registrierte der Fonds in den ersten beiden Tagen einen auch in dieser Höhe erwarteten Nettoabfluss von rd. 365 Mio. EUR. In den darauf folgenden Tagen haben sich die Nettomittelabflüsse deutlich reduziert und bewegen sich mit abnehmender Tendenz inzwischen bereits im sehr niedrigen zweistelligen Millionenbereich".
KanAm Grundinvest sowohl für Verkäufe als auch für Käufe wieder geöffnet  8.7.09
 
bulletVerkäufe werden ab dem Handelsstag 8. Juli 2009 wieder uneingeschränkt ausgeführt.
bulletKäufe sind – wie bisher auch – uneingeschränkt möglich,
J.P. Morgan: Optimismus für "Value" - Werte  6.7.09
 Bei  J.P. Morgan Asset Management ist man wieder leicht optimistisch für europäische Aktieninvestments. "Nachdem die Risikobereitschaft der Anleger in den letzten Monaten wieder zugenommen hat, haben die Bewertungen europäischer Aktien zwar ihren historisch niedrigen Stand verlassen. Dennoch liegen sie weiter unter ihrem langfristigen Durchschnitt", betont Michael Barakos, Chief Investment Officer für europäische Aktien bei J.P. Morgan Asset Management. Auch die realen Erträge von Europa-Aktien befänden sich aktuell unter ihrem langfristigen Trend, was die Unternehmenspapiere zusätzlich zu einem attraktiven Investment mache. "Das Momentum der negativen Gewinnrevisionen sollte seinen Tiefpunkt durchschritten haben, so Barakos.  Zwar werde insbesondere im Euroraum weiterhin ein schwaches Wirtschaftswachstum erwartet, doch auch hier zeigten die Frühindikatoren eine Trendwende an. Außerdem könnten europäische Aktien besonders vom globalen und vom US-Wachstum profitieren, wo die Experten von J.P. Morgan Asset Management für Ende 2009 den Beginn einer allmählichen weltweiten Erholung prognostizieren. Zudem erholten sich die Aktienkurse in der Regel bereits vor dem Ende der Rezession. "Zwar ist nach dem rasanten Anstieg der vergangenen vier Monate eine weitere Korrekturphase der Aktienkurse an den europäischen Börsen nicht ausgeschlossen, doch lassen sich gerade im derzeitigen volatilen Umfeld attraktive Aktien mit langfristig hohem Kurspotenzial besonders gut identifizieren, erklärt Michael Barakos.
Substanzwerte profitieren besonders Insbesondere vor diesem Hintergrund stünden für die Investmentspezialisten von J.P. Morgan Asset Management aktienspezifische Merkmale im Mittelpunkt, wie etwa Bewertungsunterschiede, die Solidität der Unternehmensbilanzen und der Nachrichtenfluss der Unternehmen. Dabei fielen derzeit Value-Titel - auch als Substanzwerte bekannt - vermehrt positiv auf. Diese günstigen, aber fundamental gesunden Aktien seien aufgrund der Verunsicherung der Anleger im Zuge der Finanzkrise massiv verkauft worden, während die Investoren in der Hoffnung, das Risiko zu reduzieren, defensive, aber überteuerte Aktien, gekauft hätten. Studien über die beiden Anlagestile "Value" und "Growth" zeigten jedoch, dass Anleger gerade nach Krisen wieder nach günstig bewerteten aber fundamental gesunden Aktien suchten, in der Folge also Value-Aktien sich gegenüber dem breiten Markt besser entwickelten. Allein seit dem 9. März 2009 hätten Value-Titel mehr als 25 % der Verluste der vergangenen Jahre wieder wettmachen können. Dieser Trend könnte sich fortsetzen, da "Value" in der Regel über einen längeren Zeitraum eine gute Performance zeige und sich langfristig in der Vergangenheit besser entwickelt habe als der breite Markt. Ein weiteres Zeichen dafür, dass der Einstiegszeitpunkt für europäische Value-Werte günstig sei, seien die aktuell relativ hohen Bewertungsdifferenzen zwischen günstigen und teuren Europa-Aktien. Vor diesem Hintergrund zeige der Value-Anlagestil im Allgemeinen eine überdurchschnittliche Wertentwicklung.  Doch nicht nur Value-Aktien hätten Anlegern an den europäischen Märkten derzeit einiges zu bieten. Auch in den anderen Segmenten lie0en sich viel versprechende Anlagegelegenheiten finden. "Für langfristig orientierte Anleger scheint uns der Einstiegszeitpunkt in europäische Aktien derzeit attraktiv", fasst Christoph Bergweiler, Vertriebsleiter bei J.P.
Morgan Asset Management, zusammen. "Wichtig ist dabei jedoch, auf die richtigen Aktien zu setzen, die auch unabhängig von der Entwicklung des breiten Markts ein hohes Ertragspotenzial versprechen."
KanAm grundinvest Fonds wird wieder geöffnet 6.7.09
 

Der KanAm grundinvest Fonds hat in seinem achten Geschäftsjahr einen Anlageerfolg von 5,0 Prozent per annum zum 30. Juni 2009 erzielt. Auf Basis dieses Ergebnisses erfolgt eine Ausschüttung wie im Vorjahr in Höhe von 2,50 Euro je Anteil. Erneut bleibt die Ausschüttung für Anteile im Privatvermögen weitestgehend steuerfrei.
Die Liquiditätssituation konnte seit Aussetzung der Anteilrücknahme im Oktober 2008 so verbessert werden, dass die KanAm Grund Kapitalanlagegesellschaft die Aussetzung der Anteilrücknahme für den KanAm grundinvest Fonds am 8. Juli 2009 beendet. Sie folgt damit der Ankündigung, den gesetzlichen Rahmen von neun Monaten nicht in vollem Umfang auszuschöpfen. Insgesamt stehen rund eine Milliarde Euro – dies entspricht rund 20 Prozent des Fondsvermögens – liquide Mittel zur Verfügung. Für das Immobilienportfolio des KanAm grundinvest Fonds besteht mit einer Vermietungsquote von rund 99 Prozent zum Geschäftsjahresende faktisch eine Vollvermietung. Bereits zu Beginn des Jahres 2009 wurde das gesamte Portfolio durch den unabhängigen Sachverständigenausschuss neu bewertet und ist damit den aktuellen Marktverhältnissen angepasst. Durch stetige Mittelzuflüsse, laufende Miet- und Zinserträge, Rücktritte von Kaufverpflichtungen und zusätzliche Kreditlinien wurde die Liquiditätssituation des Fonds gestärkt. Da sich der KanAm grundinvestFonds auch während der Schließung weiter positiv entwickelte, wurden zwischenzeitlich über zwei Drittel der ursprünglich bei der KanAm Grund vorliegenden Verkaufsaufträge widerrufen.Um die Schwankung des Mittelaufkommens zu reduzieren und die Stabilität des Produkts weiter zu stärken, unterstützt die KanAm Grund KAG aktiv die dem Gesetzgeber über den Branchenverband BVI vorgeschlagenen Modifikationen des Investmentgesetzes für Anlagen institutioneller Investoren in Publikumsfonds.

Unternehmensanleihefonds jetzt auch ohne Durations - Risiko  2.7.09
 Die britische Fondsgesellschaft Schroders reagiert nach eigenen Angaben als eines der ersten Investmenthäuser auf die Gefahr von Zinserhöhungen, die sich aus aktuellen Inflationsdaten ergibt. Im Fondsmantel des Schroder ISF1 Strategic Credit (LU0227788626) sei zum 15. Juni die Investmentstrategie verändert und dabei die bisherige Durationsspanne von mindestens drei bis maximal fünfeinhalb Jahren auf null bis maximal drei Monate verringert worden. Mit einem Produkt, welches Durationsrisiko und Zinsrisiko fast vollständig eliminiere werde Anlegern ein echtes Novum angeboten. Der SISF Strategic Credit seu ansonsten nahezu identisch mit dem SISF Global Corporate Bond, der sich über 1,3 und 5 Jahren stetig im 1. Quartil befinde. Eine Umbenennung in SISF Global Corporate Bond Duration Hedged erfolge in den nächsten Monaten. "Bislang setzte sich das Gesamtrisiko des Fonds aus dem Zins- und dem Kreditrisiko zusammen", kommentiert Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment Management GmbH für Deutschland, Österreich und die Benelux-Länder. "Nach der Minimierung der Duration wird künftig im Wesentlichen noch das Kreditrisiko der Einzelwerte als Risikoquelle übrig bleiben. Dies ist angesichts des bestehenden wirtschafts- und zinspolitischen Umfeldes eine vorausschauende und vernünftige Maßnahme, um die Interessen der Anleger und ihr Kapital zu schützen. Schroders ist eines der ersten Häuser, die zu solchen Absicherungsmaßnahmen greifen. Ähnliche Strategien sind zukünftig auch für andere Rentenfonds angedacht. Damit erweist sich Schroders erneut als besonders innovativer Vermögensverwalter und erfolgreicher Anleihemanager", wie es heißt .
Hintergrund für die Umstellungen der Investmentstrategie seien Zinsgefahren, denn steigende Zinsen seien Gift für Anleihekurse. Je niedriger die Duration, desto geringer sei die Zinsanfälligkeit. Dass die Zinsen schneller steigen könnten als erwartet, zeige beispielsweise der unlängst veröffentlichte britische Verbraucherpreisindex. Ein Rückgang der Jahresteuerungsrate von 2,3 % im April auf zwei Prozent im Mai sei erwartet worden, tatsächlich sei aber die Inflationsrate nur auf 2,2% zurückgegangen, und die Kerninflationsrate, die stark im Preis schwankende Waren wie Energie und Lebensmittel nicht berücksichtige, sei sogar von 1,5 auf 1,6 % gestiegen. Für die Eurozone habe Schroders unlängst die hauseigene Prognose der durchschnittlichen Inflationsrate bereits von 0,5 auf 0,7 % für das Jahr 2009 angehoben, vor allem wegen der steigenden Energiepreise, die einerseits die wirtschaftliche Erholung bedrohten, gleichzeitig aber inflationstreibend wirkten. Zwar könnten Zentralbanken durch Zinserhöhungen der Inflation entgegenwirken, damit werde aber auch das Wachstum gebremst. Bislang gingen die meisten Experten davon aus, dass Zinserhöhungen erst gegen Ende nächsten Jahres erfolgen würden, wenn sich wieder Wirtschaftswachstum einstelle. Eine höher als erwartet ausfallende Inflationsrate könnte aber die Notenbanken zwingen, schon früher ihre ultralockere Geldpolitik aufzugeben. Die Eurozone-Zinsprognose von Schroders für Dezember 2010 sei bereits auf 1,25 % gestiegen. Erträge werde der Schroder ISF Strategic Credit künftig nur über die Auswahl von Kreditsektoren, Emittenten und Einzelwerten generieren, nicht mehr über Zins-, Durations- oder Makrostrategien. Der Referenzindex werde deswegen ebenfalls angepasst, als neue Benchmark diene der von der British Bankers Association ermittelte Referenz-Zinssatz (BBA Libor) für Dreimonats-Eurotermingelder (Ticker: EU0003M Index). Morningstar führe den Fonds im Sektor Europe OE - Euro Global Bond, Lipper im Sektor Bond Global Corporate. Bei Morningstar GIFS (Micropal) heiße der Fondssektor Fixed Income Global - Corporate. Das Anlageziel bleibe unverändert: Der Fonds strebt weiterhin durch die Investition in alle Arten von Unternehmensanleihen, maximal 20% in Staatsanleihen, maximal 20% in High Yield und Hochzinsanleihen aus den Schwellenländern oder auch Wandelanleihen Kapitalschutz und Mehrrenditen für die Investoren an. ABS Struturen seien nicht erlaubt. Desweiteren werde das Währungsrisiko gehedged. Die Fondsmanager Wesley Sparks und Jamie Stuttard verfolgten in der Regel etwas aggressivere Strategien als herkömmliche Unternehmensanleihenfonds, wodurch langfristig höhere Erträge erzielt werden sollten, als konventionelle Fonds im historischen Vergleich erreicht hätten. Der Anlageprozess des Fonds beginne damit, dass die Fondsmanager jene Märkte und Sektoren identifizierten, die mit größter Wahrscheinlichkeit in den kommenden Monaten besser abschneiden würden als andere Märkte oder Sektoren. Regionale Präferenzen bestünden dabei im Grundsatz nicht, der Fonds könne unbeschränkt sowohl in den USA, in Europa oder auch in anderen Regionen investieren. Die Fondsmittel würden entsprechend der Einschätzung des Managements aufgeteilt und von Spezialisten in den jeweiligen Regionen verwaltet, die Anleihen oder Kredite mit besonders hohen Ertragschancen auswählten. Um Anleger vor den Gefahren steigender Zinsen zu schützen, wird es im Laufe des Jahres zu einer Erweiterung der Unternehmensanleihenfonds kommen: Der besonders erfolgreiche Schroder ISF Euro Corporate Bond, der über ein Volumen von 2,5 Milliarden Euro verfügt, wird zusätzlich in einer Version angeboten werden, bei der das Durations- beziehungsweise Zinsrisiko ebenfalls minimiert ist.
CS EuroReal  - Der nächste Offene Immofonds öffnet wieder 01.07.09
 

Wieder eine gute Nachricht aus dem Markt:  Am 30. Juni 2009 ab 17 Uhr beendet der CS Euroreal die Aussetzung der Rücknahme von Anteilscheinen. Dies ist nach der kürzlich erfolgten Wiederöffnung bei SEB ein weiteres positives Zeichen für Kunden und Vermittler. Da der Fonds auch über eine erstklassige Qualität verfügt und durch starke Mittelzuflüsse in der jüngsten Vergangenheit über hohe Liquiditätsrücklagen verfügt, steht einer schnellen Öffnung nichts mehr im Wege. Ohnehin stand der Rücknahmestopp nie im Zusammenhang mit der Qualität der Produkte...

Morgan Stanley P2 Value: Neubewertung verschoben 1.7.09
 Die Geschäftsführung der Morgan Stanley Real Estate Investment kündigte Mitte Juni marktbedingt die Beauftragung der vorgezogenen Neubewertungen für alle Objekte des Morgan Stanley P2 Value (DE000A0F6G89) bei den unabhängigen Sachverständigen zum Stichtag 1. Juli 2009 an. Obwohl der Bewertungsprozess bereits weit fortgeschritten sei, sei nunmehr jedoch absehbar, dass die endgültigen Ergebnisse nicht zum 1.Juli 2009 vorliegen würden, teilte die Gesellschaft mit. Die Bewertung werde zeitnah abgeschlossen und entsprechend kommuniziert.
Offene Immobilienfonds: Inventur beim Morgan Stanley P2Value 23.6.09
 

Morgan Stanley Real Estate Investment wird alle Objekte des derzeit geschlossenen Immobilienfonds Morgan Stanley P2 Value (A0F6G8) von einem unabhängigen Sachsverständigen prüfen lassen. Möglich ist eine Neubewertung des Portfolios, auch Wertkorrekturen sind nicht auszuschließen.„Aufgrund von Beeinträchtigungen des Immobilienmarktes durch die Finanzkrise sowie im Zuge der Vorbereitungen der Wiederaufnahme der Anteilscheinrücknahme sehen wir uns veranlasst, einen aktuellen Werthaltigkeitstest unseres Immobilienportfolios durchzuführen“ sagt Walter Klug, Geschäftsführer der Immobilienfondsgesellschaft. „Es gilt herauszufinden, ob die aktuelle Bewertung unserer Qualitätsimmobilien durch die Krise beeinträchtigt ist“. Zum 1. Juli 2009 sollen die Ergebnisse der Neubewertung des Immobilienportfolios veröffentlicht werden. Ende Oktober 2008 führten erhebliche Mittelabflüsse dazu, dass die Liquiditätsquote des Fonds auf die gesetzlich vorgeschriebene Mindestliquidität von fünf Prozent sank. Infolgedessen hatte das Fondsmanagement die Rücknahme von Anteilen mit sofortiger Wirkung für zunächst drei Monate ausgesetzt. Am 20. Januar verlängerte das Fondsmanagement die Schließung des Fonds auf insgesamt bis zu zwölf Monate.

Fondswissen auf Rekordtief  16.6.09
 Was wissen die Deutschen über Fonds? Dieser Frage ging AXA Investment Managers (AXA IM) auch in diesem
Jahr wieder mit einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage nach. Zum vierten Mal in Folge hat das Unternehmen das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest damit beauftragt, die Deutschen zu ihrem Wissen und ihrer Einstellung gegenüber Investmentfonds zu befragen. Erstmals wurde im Rahmen der Studie ein "AXA IM Wissensindex" entwickelt.
Das erschreckende Ergebnis: Das Wissensniveau der Deutschen erreicht 2009 mit 45 von 100 Indexpunkten sein Rekordtief. Der Index lag 2006, im ersten Durchführungsjahr der Studie, noch bei 53 Punkten (2007:
50 Punkte, 2008: 51 Punkte), schreibt AXA Investment Managers. Die Hälfte der Deutschen (49 %) sei in punkto Geldanlage "Anfänger". 15 % seien sogar als "Unwissende" einzustufen. Der Anteil der "Fortgeschrittenen" sei seit dem Vorjahr stark gesunken: Von 44 % im Jahre 2008 auf 30 %. Die Anzahl derjenigen, die sich wirklich gut auskennen würden, die sogenannten "Profis", blieben mit sechs Prozent 2009 gegenüber dem Vorjahr (8 %) nahezu stabil. Menschen, die sich wirklich gut auskennen würden, ließen sich somit auch in Krisenzeiten nicht so leicht verunsichern.
"Die Finanz- und vor allem die Wirtschaftskrise hat deutliche Spuren hinterlassen. Die Menschen sind verunsichert und trauen sich beim Thema Investmentfonds keine Entscheidungen mehr zu. So ist das Wissensniveau in Deutschland nicht etwa deshalb so stark gesunken, weil wesentlich mehr Fragen falsch beantwortet wurden. Vielmehr waren sich die Deutschen so unsicher, dass sie wesentlich häufiger als in den Vorjahren mit "weiß nicht" geantwortet haben. Dies spiegelt sich vor allem bei konkreten Fragen zu Investmentfonds wider. So antworteten beispielsweise 17 % (2008: 9 %) mit "weiß nicht" auf die Frage, ob Fondsanteile in der Regel täglich, also ohne die Einhaltung von Fristen verkauft werden könnten. 36 % der
Befragten verneinten die korrekte Aussage. Über die Hälfte der Deutschen weiß also nicht, dass Fonds täglich verfügbar sind", heißt es weiter.  
Ebenfalls bedenklich: 62 % der Befragten stimmten der Falsch-Aussage zu: "Wenn eine Fondsgesellschaft in Konkurs geht, verlieren Anleger ihr dort angelegtes Geld". Neun Prozent antworteten mit "weiß nicht".
Somit wüssten nur 30 % der Deutschen, dass Fonds nicht zur Konkursmasse gehören. "Offenbar ist in der breiten Bevölkerung nicht bekannt, dass Fonds als so genanntes "Sondervermögen" von der Fondsgesellschaft verwaltet werden und die Gelder sogar getrennt bei einer Depotbank liegen. Der Wert eines Fonds
berechnet sich ausschließlich über den Wert der Wertpapiere, die im Fonds enthalten sind und hat nichts mit der Situation des Vermögensverwalters zu tun. Gerade das ist ja der Vorteil zum Beispiel gegenüber Bankeinlagen oder Zertifikaten", sagt Karin Kleinemas, Leiterin Marketing Nordeuropa bei AXA Investment
Managers. Paradox: Trotz der Skepsis gegenüber Fonds seien 53 % der Befragten der Meinung, dass es jetzt wegen der niedrigen Einstiegskurse attraktiv sei, in Fonds zu investieren.
Die Unsicherheit in der Bevölkerung spiegele sich auch in der Selbsteinschätzung der Deutschen zum Finanzwissen wider. Bei der Frage "Wie würden Sie selbst Ihr Wissen in Bezug auf finanzielle Angelegenheiten einstufen?" zeige sich, dass die Deutschen unsicherer seien als noch vor einem Jahr. 2008 hielten sich noch 50 % der Befragten für "Experten", in diesem Jahr sind es nur noch 47 %.
So wie das Wissensniveau sei in diesem Jahr auch die Anzahl der Fondsbesitzer leicht rückläufig.
Weniger als ein Fünftel der Deutschen (18 %) halte aktuell Fondsanteile (2008: 19 %). "Damit halten zehn Prozent weniger Deutsche Anteile an Fonds als noch im ersten Durchführungsjahr der Studie 2006 (20 %)", schreibt AXA. Markus Mündel, Senior Consultant bei der Finanzforschung von TNS Infratest überraschen
diese Ergebnisse nicht: "Der Zusammenhang zwischen Fondsbesitz, Fondsaffinität und dem Wissensstand der Menschen ist ein typisches Ergebnis. Die Menschen sind verunsichert, ziehen sich aus Fonds zurück und antworten daher weniger selbstsicher." Mündel vergleiche dies mit dem Kauf einer Digitalkamera. Vor dem
Kauf beschäftige man sich meist intensiv mit der Thematik, den Vor- und Nachteilen und vergesse die Details dann schnell wieder. Nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn". Es sei also nicht verwunderlich, dass die Deutschen sich mit Antworten zurückhielten, so Mündel. "Fonds sind aktuell einfach nicht so präsent für viele Menschen."
Der Vergleich mit den anderen Ländern, in denen die Studie durchgeführt wurde, zeige große Parallelen beim Wissensstand. Unabhängig davon, wo der AXA IM Wissensindex in den Ländern im Vorjahr gelegen habe: Das Wissensniveau sei in Deutschland mit 45 Indexpunkten gegenüber 44 Punkten in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden weitestgehend identisch. Interessant sei dabei, dass sich unsere europäischen Nachbarn in der Selbsteinschätzung ihres Finanzwissens deutlich optimistischer zeigten als wir Deutschen. Dächten nur 47 % der Deutschen, dass sie in Finanzfragen gut oder sehr gut Bescheid wüßten, seien es in Österreich und der Schweiz jeweils 52 %, in den Niederlanden sogar 70 Prozent. "Die Deutschen schätzen ihr Wissen wesentlich realistischer ein als ihre europäischen Nachbarn", kommentiert Karin Kleinemas das Ergebnis.
BVI: Auslandsanteil bei Offenen Immobilienfonds steigt weiter  16.6.09
 Deutsche Offene Immobilienfonds verstärken weiter ihre Anlagen im Ausland. Dies hat eine Auswertung des BVI Bundesverband Investment und Asset Management zum 31. März 2009 bei seinen Mitgliedern ergeben. Der Auslandsanteil sei danach im vergangenen Jahr im Schnitt von 68,6 % (31. März 2008) auf 70,3 % gestiegen (31. März 2009). Davon profitierten insbesondere außereuropäische Länder. In diesen sei der Anteil der Immobilienbestände von Offenen Immobilienfonds binnen Jahresfrist von 9,7 % auf 12,3 % gewachsen. Der Deutschlandanteil reduzierte sich dagegen nach Angaben des BVI von 31,4 % auf 29,8 %. In Großbritannien sei der Anteil der Liegenschaften Offener Immobilienfonds um zwei Prozentpunkte, von 11,5 % (31. März 2008) auf nunmehr 9,5 % (31. März 2009) gefallen, was den deutlichsten Rückgang darstelle. Außerhalb Europas investieren Offene Immobilienfonds vor allem in den USA, Japan und Kanada. In den vergangenen zwölf Monaten haben laut BVI Offene Immobilienfonds insgesamt 214 Objekte ge- bzw. verkauft.
"Das Transaktionsvolumen belief sich auf insgesamt 9,5 Mrd. Euro bei den Käufen (Ausland: 7,8 Mrd. Euro; Inland: 1,7 Mrd. Euro) und 0,8 Mrd. Euro bei den Verkäufen (Inland: 0,4 Mrd. Euro; Ausland: 0,4 Mrd. Euro). Per Saldo wurden in den vergangenen zwölf Monaten in Japan zwölf Immobilien gekauft und deren Anteil an den Portfolien auf 3,1 Prozent damit knapp verdoppelt", so der BVI .
Offene Immobilienfonds haben den Angaben zufolge ein breites Spektrum an Immobilien unterschiedlicher Größen im Objektbestand. Diese Diversifikation zahle sich gerade in schwierigen Zeiten aus. Knapp zwei Drittel der insgesamt 1.588 Objekte im Bestand Offener Immobilienfonds hätten einen Verkehrswert von unter 50 Mio. Euro. 630 Objekte wiesen einen Verkehrswert von weniger als 25 Mio. Euro aus. Gemessen am Verkehrswert entsprächen die Objekte in der Größenklasse bis zu 50 Mio. Euro 24,7 % der Liegenschaften in Offenen Immobilienfonds. 64,6 % der Liegenschaften Offener Immobilienfonds würden als Büroimmobilien genutzt, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr (31. März 2008: 66,3 %). Der Bereich Handel und Gastronomie sei mit 19,5 % leicht gestiegen (31. März 2008: 18,3 %). Zum Segment Hotel, Industrie und sonstige Nutzungsarten gehörten 15,8 % der Bestände.
BdB: Kapitaldeckung ist wichtiger Pfeiler für Altersvorsorge 15.6.09
 -"Die erneute Zunahme der Riester-Abschlüsse belegt, dass die kapitalgedeckte Altersvorsorge trotz Finanzkrise gut angenommen wird, sagte der Geschäftsführende Vorstand des Bankenverbandes, Prof. Dr. Manfred Weber, zu den vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aktuell vorgelegten Zahlen über die Entwicklung der Riester-Verträge. "In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zeigt sich, dass die Kombination von umlagefinanzierter und kapitalgedeckter Rente inzwischen fest im Bewusstsein der Bürger verankert ist. Das zeugt von Weitsicht", wie es weiter heißt . Weber wies allerdings zugleich darauf hin, dass sich die Wachstumsdynamik in der Riester-Rente seit einiger Zeit abgeschwächt habe. "Hier gilt es, die weitere Entwicklung aufmerksam zu verfolgen. Sollte sich der Trend verfestigen, bestünde die Gefahr, dass das Ziel der Sicherung des Lebensstandards im Alter nicht in gewünschtem Umfang erreicht werden kann, sagte Weber. Dazu müssten nämlich weit mehr Menschen im Alter über eine Rente aus kapitalgedeckter Altersvorsorge verfügen können. Nach Webers Ansicht ist es unverzichtbar, dass die kapitalgedeckte Altersvorsorge insgesamt - also neben der Riester-Rente auch die betriebliche Altersvorsorge - einen weiteren Entwicklungssprung macht. "Die kapitalgedeckte Altersvorsorge sollte in der neuen Legislaturperiode so nachjustiert werden, dass sie wieder eine stärkere Dynamik entfalten kann. Der Bankenverband wird eigene Vorschläge vorlegen, um die Weiterentwicklung der kapitalgedeckten Altersvorsorge zu unterstützen", fügt er hinzu.
Industrieproduktion in der Euro-Zone sinkt weiter im April  15.6.09
 "Die Talsohle ist noch immer nicht erreicht. Die Industrieproduktion in der Euro-Zone befindet sich noch immer auf Sturzfahrt und sinkt von korrigierten -1,4 % im März 2009 um weitere 1,9 % im April 2009 im Verhältnis zum Vormonat. Die Produktion ist im Vergleich zum Vorjahr 2008 um
21,6 % eingebrochen, was den größten Rückgang seit der Veröffentlichung von Zeitreihen für die Euro-Zone darstellt", so das ING - Fondsmanagement seinem Kommentar. Das zweite Quartal habe eindeutig unter einem schlechten Zeichen begonnen: Der jüngste Anstieg verschiedener Vertrauensindikatoren spiegele sich noch immer nicht in den realen Wirtschaftszahlen wieder. Zudem zwängen die geringe Nachfrage sowie ein fortwährender Abbau von Lagerbeständen die Unternehmer nach wie vor zur Drosselung ihrer Produktion.
Angesichts der Äußerung von EZB Präsident Trichet vorige Woche dürften die jüngsten Zahlen die EZB nicht überraschen. Die wirtschaftliche Prognose der EZB sei ohnehin düster - eine Erholung werde erst ab Mitte 2010 erwartet. Nichtsdestotrotz habe die EZB begonnen, Vorbereitungen für die Weichen ihrer Ausstiegsstrategie zu treffen, so dass die Bereitschaft für weitere monetäre Impulse gegen Null tendiere.
Bundesbankpräsident Axel Weber habe diese Woche sogar vorsorgliche Preiserhöhungen als möglichen Bestandteil der Ausstiegstrategie in Aussicht gestellt. Die aktuellen Industrieproduktionszahlen verbannten jedoch jegliche Diskussionen über präventive Preiserhöhungen ins Reich der Fabeln.
Immobilienfonds: BaFin warnt vor unmoralischem Tauschangebot 12.6.09 Quelle: "Das Investment"
 

Vorsicht Falle! Der dubiose KK-Immobilienfonds I ist wieder zurück und Georg Engels, Geschäftsführer der „GES Beteiligungen UG“, ist nun an Fondsanteilen von zwei „geschlossenen“ offenen UBS-Immobilienfonds interessiert. Als Gegenwert bietet er Aktien der KK-Immobilienfonds an. Die Finanzaufsicht (BaFin) ist alarmiert und warnt vor dem unseriösem Angebot.Der BaFin sind die dubiosen Tauschangebote einiger Beteiligungsgesellschaften schon länger bekannt. Bereits im Dezember 2008 hat die Finanzdienstleistungsaufsicht die Anleger gewarnt. Auch wenn es jedem Unternehmen frei stehe, den Inhabern von Wertpapieren eines anderen Unternehmens Tauschangebote zu unterbreiten, sollten Anleger „vor der Annahme eines solchen Angebotes sowohl Anbieter als auch wirtschaftliche Substanz der Anlage genau prüfen und gegebenenfalls auf weitere Informationen über das Unternehmen und die angebotenen Wertpapiere zu bestehen“, so BaFin. Denn die auf diesem Weg zum Tausch angebotenen Aktien seien in der Regel nicht börsennotiert. Adressaten dieser Angebote sind laut BaFin „von der Finanzkrise verunsicherte Inhaber von Aktien, Zertifikaten und Fondsanteilen größerer Institute“. So auch die Besitzer der Fondsanteile für den UBS 3 Kontinente Immobilien (WKN 977268) und den UBS Euroinvest Immobilien (WKN 977261). Ende 2008 setzte die Fondsgesellschaft die Anteilsrücknahme für die beiden Fonds aus Liquiditätsgründen aus. Wollten die Anleger ihre Anteilsscheine loswerden, mussten sie diese über die Börse zu einem Preis verkaufen, der unter dem Rücknahmepreis der Fondsgesellschaft lag. Nun macht Engels den Anlegern ein auf den ersten Blick verlockendes Angebot. „Die GES Beteiligungen UG bietet den Inhabern des UBS 3 Kontinente Immobilien Fonds an, deren Fondsanteile im Verhältnis 1 zu 5 in Aktien der KK Immobilien Fonds I AG & Co. KG a.A. (WKN A0JM2G) umzutauschen“, steht es auf der GES-Homepage. Ihre Anteile am UBS Euroinvest Immobilien können Anleger im Verhältnis 1 zu 7 in KK-Aktien umtauschen. Dies entspräche einem Anteilspreis von 12 Euro für den 3 Kontinente Fonds und 16.80 Euro für den Euroinvest-Fonds und läge somit sogar über dem Rücknahmepreis der UBS, den die Gesellschaft mit 11,12 Euro für den 3 Kontinente Immobilien und 15,45 Euro für den Euroinvest Immobilien Fonds angibt.
„Tauschen Sie nicht“, empfehlen Experten. Da die Aktien nicht börsennotiert sind, wisse man nicht, ob man sie wieder loswird, erklärt Matthias Schrade von GSC Research gegenüber Boerse.ARD.de. „Außerdem ist der Wert dieser Papiere sehr fragwürdig“, sagt Schrade. Man könne als Außenstehender schwer einschätzen, welchen Wert diese Papiere haben.
Auch die UBS distanziert sich in einer Mitteilung von der Offerte und verweist auf die Warnung der BaFin.

Baring: Osteuropa mit überdurchschnittlich guten Aussichten 12.6.09
 "Weltweit entwickelten sich die Aktienmärkte in den vergangen Wochen freundlich. Insbesondere die globalen Schwellenländermärkte zeigten eine erfreuliche Entwicklung, wobei die europäischen Schwellenländermärkte hier führend waren. So legte der russische Markt im Mai in US-Dollar gerechnet über 30% zu und setzte damit seinen bereits drei Monate andauernden Aufwärtstrend fort. Russland ist inzwischen weltweit der Markt mit der besten Wertentwicklung seit Jahresbeginn 2009", so Baring Asset Management im aktuellen Osteuropareport. Die Gewinnsaison für das I. Quartal sei in vollem Gange, und die Unternehmen hätten den Markt größtenteils positiv überrascht. "Wir sind der Meinung, dass die Phase der Korrekturen der Gewinnerwartungen nach unten mittlerweile hinter uns liegt und die Unternehmensgewinne im weiteren Verlauf des Jahres durchaus steigen könnten. Dies gilt insbesondere für rohstoffabhängige Branchen und Länder. Wir erwarten, dass Firmen aus dem Rohstoffumfeld - sofern die Rohstoff- und Ölpreise wesentlich höher bleiben als noch im I. Quartal - für das II. Quartal bessere Ergebnisse bekannt geben als der Markt derzeit erwartet", erläutert Baring. Die Märkte hätten bereits eindeutig reagiert, indem sie die Unternehmen während der vergangenen drei Monate einer grundlegenden Neubewertung unterzogen hätten. Nach ihrem zurückliegenden Aufwärtstrend seien die Märkte aber nun teurer als zuletzt. Die volkswirtschaftlichen Risiken hätten zwar etwas nachgelassen, aber die Wirtschaftsaussichten seien noch lange nicht durchweg positiv, und Baring vertrete die Auffassung, dass einige Märkte Osteuropas auf kurze Sicht ausgereizt sein könnten. Und weiter: "Da der Russische Rubel gegenüber dem US-Dollar aufwertete, entwickelte sich beispielsweise die Aktie der Sberbank deutlich besser als der Banken-Index. Das Management der Bank spricht nun offener über die zukünftig zu erwartenden Kreditverluste und macht das Bankengeschäft damit transparenter. Im Gegensatz dazu stellt sich die Frage der Beteiligung der Sberbank an GM Europe (mit den Marken Opel und Vauxhall) hinsichtlich Aktionärsnutzen und Unternehmensaufsicht. Für türkische Banken wurden die Gewinnerwartungen angehoben, während das Risiko eines zusätzlichen Kapitalbedarfs nachgelassen hat. Dies gilt insbesondere für die ungarische Bank OTP.
Obwohl die Märkte in einer sehr kurzen Zeit einer ausgeprägten Neubewertung unterzogen wurden, bleiben wir vollständig investiert. Bei der Zusammenstellung eines Portfolios konzentrieren wir uns vor allem auf Unternehmen, die ein Wachstum zu einem vernünftigen Preis bieten, das vom Markt aber noch nicht erkannt wurde".
J.P. Morgan: Stimmungsumschwung bei deutschen Privatanlegern 12.6.09
 "Nach der inzwischen fast drei Monate andauernden Erholung an den Aktienmärkten lässt sich bei der Stimmung der deutschen Privatinvestoren eine Trendwende beobachten. So kehrte das Börsenvertrauen auf breiter Front zurück: Der Anteil der Börsen-Optimisten, die an eine positive Entwicklung des DAX in den nächsten sechs Monaten glauben, machte einen großen Sprung um 12 Prozentpunkte. Mit 29,3 % hält nun wieder fast jeder Dritte Befragte steigende Kurse für wahrscheinlich. So positiv waren die Anleger zuletzt im August 2008, also vor den großen Marktverwerfungen, gestimmt. Parallel halbierte sich der Anteil der Börsen-Skeptiker: Er sank von 58,8 auf 34,1 %. Die Schere zwischen Optimisten und Pessimisten hat sich nun bis auf 4,8 Prozentpunkte geschlossen - bei der letzten Befragung im März klaffte sie noch 41,5 Punkte auseinander, kommentiert Jean Guido Servais, Marketing Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei J.P. Morgan Asset Management den positiven Trend. Trotz des Stimmungsumschwungs sei allerdings nach wie vor eine gewisse Vorsicht zu beobachten, betont Servais. Dies zeige sich nicht zuletzt im Anteil derjenigen Befragten, die zur weiteren Entwicklung des Börsengeschehens keine Stellung beziehen wollen: Mit 36,6 % sei die Quote der neutralen Antworten um 12,7 Prozentpunkte gestiegen.
Erholung des Investor Confidence-Index
Die Rückkehr des Börsenvertrauens lasse sich auch im J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Gesamtindex nachvollziehen: Der Mittelwert aus allen Antworten habe sich massiv erholt und seu um 5,1 Prozentpunkte auf -0,9 gestiegen. "Nachdem der Index noch im März einen Tiefstand verzeichnete, nähert er sich nun wieder einem positiven Niveau an", betont Servais. Der Stimmungsumschwung sei gleichermaßen von den weiblichen wie von den männlichen Befragten getragen. Bei den Männern falle er jedoch mit einem Anstieg des Indexwertes um 5,7 Punkte auf 0,3 etwas dynamischer aus als bei den erfahrungsgemäß immer etwas vorsichtigeren Frauen mit einem Plus von 4,6 Prozentpunkten auf -2,5.
Investmentklima kann nicht mit Börsenoptimismus Schritt halten
Die Bereitschaft der Privatanleger, im nächsten halben Jahr weiter zu investieren, habe sich im Mai 2009 gegenläufig zum Vertrauen in die Börse entwickelt: Während der Optimismus der Anleger gestiegen sei, habe sich die Investmentbereitschaft deutlich reduziert. Mit einem Minus von 9,2 Punkten sei der Anteil derjenigen, die im nächsten halben Jahr investieren wollen, auf 29,5 % gesunken. "Das ist einer der niedrigsten Werte, die wir jemals ermittelt haben", betont Jean Guido Servais. Dieser Stimmungswechsel sei umso überraschender, da bei der letzten Befragung, noch mehr als doppelt so viele Befragte ein Investment anstrebten, als es der Optimismuswert erwarten ließ - nun lägen beide Werte fast gleichauf. "Die Daten weisen darauf hin, dass die Privatanleger erst einmal abwarten wollen, ob sich die positive Entwicklung an den weltweiten Börsen tatsächlich als nachhaltig erweist", vermutet Servais.  Ein Blick auf die Favoriten für weitere Anlagen zeige, dass die Privatanleger in ihren Anlageentscheidungen ein wenig mutiger würden. Zwar habe Sicherheit - in Form von Tagesgeldkonten - immer noch eine hohe Priorität und Tagesgeldkonten lägen mit 12,5 % in der Anlegergunst weiterhin vorn, aber sie hätten einen deutlichen Rückgang um sechs Prozentpunkte hinnehmen müssen. Investmentfonds folgten auf Rang zwei mit einem marginalen Rückgang von 0,1 Punkten auf 10,3 Prozent. "Damit konnten sie sich nun wieder vor den Sparbüchern platzieren, die um 6,5 Punkte auf 8,4 Prozent zurückfielen", heißt es weiter. Direktanlagen in Aktien hätten sogar leicht um 0,4 Punkte zugelegt und lägen bei 5,3 %. "Anleger, die derzeit investieren, wollen also am Börsenaufschwung stärker partizipieren. Vor zwei Monaten war dagegen noch Sicherheit um jeden Preis gefragt", unterstreicht Jean Guido Servais.
Schroders: Kommen die Banken wieder aus der Deckung?  29.5.09
 "Der Markt bewegt sich: Die LIBOR-Spreads haben sich normalisiert, unbesicherte Bankemissionen wurden erfolgreich platziert, und es gab zwei neue besicherte spanische Anleihen am Markt. Die umfangreichen staatlichen Eingriffe zur Stabilisierung des Bankensystems scheinen zu funktionieren. Also haben wir uns vom Abgrund der Verstaatlichung und der Verlustbeteiligung der Anleiheninhaber wieder entfernt, das systemische Risiko wurde deutlich reduziert, und das Altlastenrisiko tragen nun die Regierungen, die die Schulden absichern. Die Branche spielt wieder das übliche Spiel von Angriff und Verteidigung, wobei die klaren Gewinner die sind, die nach Provisionen erneut verdienen können. Als Anleihenanalysten machen wir uns jetzt Gedanken, wie gut sich die Fundamentaldaten der Unternehmensanleihen der einzelnen Banken auf dem Weg durch einen tiefen Kreditzyklus darstellen. Das ist eine Abwechslung gegenüber der Sorge um ein systemisches Altlastenrisiko und die Richtung der Politik", so berichten Harold Thomas, und Roger Doig, Analysten für Unternehmensanleihen in einem Bericht von Schroder Investment Managers. Die unlängst abgeschlossenen Stresstests der 19 größten US-Bankkonzerne seien ein wichtiger Schritt gewesen, um das Vertrauen in das US-Bankensystem wiederherzustellen. Demnach hätten die Banken in den kommenden sieben Quartalen geschätzte Kreditkosten in Höhe von 600 Mrd. US-Dollar, wenn ein wirtschaftliches Negativszenario eintrete mit einem BIP-Rückgang von 3,3 Prozent 2009, einem Wachstum von 0,5 Prozent 2010 sowie einer Arbeitslosigkeit von 8,9 Prozent 2009 und von 10,3 Prozent 2010. Die Banken verfügten insgesamt über rund 525 Mrd. US-Dollar Kapital einschließlich der Kapitalerhöhungen im 1. Quartal 2009, sodass ihnen rund 75 Mrd. US-Dollar fehlen, die potenziellen Verluste auszugleichen.
Weiter heißt es: "Es wurde kritisiert, dass die Stresstests relativ stressfrei gewesen wären. Der wahrscheinlich schwächste Teil der Prüfungen waren die geringen Hürden sowohl beim Verhältnis der Kernkapitalquote der obersten Gruppe (Tier 1) von 6 Prozent wie auch bei ihrer Common-Quote von 4 Prozent. Dadurch war keine der Banken (mit Ausnahme des Autofinanzierers GMAC) gezwungen, Kapital im Privatmarkt aufzubringen, da die bereits vorhandenen Gelder aus dem Rettungsprogramm TARP (Troubled Asset Relief Program) für alle Banken ausreichend waren, um sich auf die Deckung von Defiziten einzustellen. Außerdem ließe sich leicht argumentieren, dass die Definition von Tier-1-Common hätte konservativer gestaltet werden können: durch Aufnahme der bedenklichen Bilanzposition accumulated other comprehensive income (sonstige Bestandteile des Gesamtergebnisses), die allein bei den vier größten US-Banken bereits bei fast minus 50 Mrd. US-Dollar lag. Damit hätte die Branche eine größere Hürde zu überwinden gehabt"
Gute Nachrichten für Anleiheninhaber
"Das mag alles sein", argumentieren die beiden Analysten weiter. Doch die Ankündigung der positiven Ergebnisse habe für die Banken den Zapfhahn des Privatmarktes geöffnet. Vor allem dadurch, dass die Privatisierung von Anleiheninhabern abgewendet worden sei, habe der Markt die Botschaft erhalten, dass das Risiko eines Bankzusammenbruchs unter dem Gewicht der Ausfälle auch weiterhin auf Staat und Steuerzahler abgewälzt werden dürfte. Aus Sicht von Anleiheninhabern seien das gute Meldungen, und die Banken stünden seither Schlange, um sich aus der Liquiditätsschwemme zu bedienen, von der Investment-Grade-Emittenten aus anderen Branchen seit Beginn des Jahres im Neuemissionsmarkt profitieren.
Goldman Sachs & Co. War mit einem Stammaktienangebot von 6 Mrd. US-Dollar, dem sich eine fünfjährige Emission von 2 Mrd. US-Dollar außerhalb des TLPG (Temporary Liquidity Guarantee Program) anschloss, schon vor der offiziellen Bekanntgabe der Ergebnisse früh am Start. JPM Chase & Co. folgte mit der Ausgabe von zehnjährigen Non-TLGP-Anleihen in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar vor den Ergebnissen und weiteren 2,5 Mrd. US-Dollar in fünfjährigen Anleihen nach der Bekanntgabe. Morgan Stanley & Co. kam mit 4 Mrd. US-Dollar an Stammaktien und Nicht-TLGP-Emissionen, dicht gefolgt vom Aktienangebot in Höhe von 8 Mrd. US-Dollar von Wells Fargo & Co. Insgesamt haben die Banken den Markt mit rund 23 Mrd. US-Dollar an Schulden außerhalb von TLGP und 29 Mrd. US-Dollar an Aktien in Zusammenhang mit den Stresstests angezapft. Ein klares Zeichen dafür, dass der Markt Banken gegenüber positiver eingestellt ist und die Banken bereit sind, dieses Vertrauen durch Verbesserungen ihrer Bilanzstärke auf die Probe zu stellen. Auch die europäischen Banken konnten sich diesen Wohlfühlfaktor zunutze machen und gaben seit den US-Stresstests vorrangig besicherte Papiere ohne Garantie aus. Bei einem großen Teil dieser Emissionen handelte es sich um Titel aus der Kategorie erstrangig unbesichert (senior unsecured) mit einer Laufzeit von 5 bis 10 Jahren. Die Entwicklung im sekundären Markt verlief im Allgemeinen gut. Wir rechnen mit weiteren 5-/10-jährigen vorrangigen Schuldemissionen sowie potenziellen Umwandlungen von Vorzugsaktien (nicht aus dem TARP) in Stammkapital in den kommenden Monaten. Diese Lage ist für Banken und ihre Anleiheninhaber zweifellos positiv, wobei sich der Vorteil bei Fortdauer von selbst verstärken dürfte. Doch die Asymmetrie der Anleiherenditen zwingt uns, auf mögliche Fallstricke zu achten.
Zwei Faktoren geben Anlass zu Wachsamkeit
Zunächst einmal sei das Altlastenrisiko nicht dadurch aus der Welt geschafft, dass es von staatlicher Seite übernommen worden sei. Es sei lediglich auf den Staat übertragen worden. Sollte jedoch die Fähigkeit des Staats, seinen Verpflichtungen nachzukommen, in Zweifel geraten, könnten den Banken noch systemische Probleme winken. "In vielen Ländern gibt es signifikante Programme zur Ausgabe von Staatsanleihen und die mögliche Gefahr, dass Staaten für ihre Anleihen nicht genügend Käufer finden, bereitet Sorgen. Wenn ein Staat keine Anleihen ausgeben kann, dürften auch Banken, die von diesen schwachen staatlichen Garantien abhängig sind, schnell vom Markt ausgeschlossen werden, was nur eine weitere systemische Finanzkrise in dem betreffenden Staat auslösen würde. Diese Gefahr besteht auf jeden Fall in bestimmten europäischen Märkten, wo die Regierungen versuchen, die Bankensysteme mit Schulden zu stützen, die ihr BIP bei Weitem überschreiten", warnen die Analysten. Zweitens laufe die Entschuldung im Bankensystem trotz intensiver Bemühungen der Zentralbanken um eine Reinflation ihrer jeweiligen Volkswirtschaften weiter. Die Bankenumfrage der US-Notenbank habe gezeigt, dass diese Entschuldung in einer Kombination aus straffen Kreditbedingungen und einer eingeschränkten Kreditnachfrage besonders von Unternehmensseite bestehe. Dabei handele es sich um einen - durch die Rückkopplung mit der Realwirtschaft gesteuerten - langfristigen Trend, der sich unabhängig von der Solvenz der Banken entwickele. Die Berichte des ersten Quartals wiesen auf eine deutliche Verschlechterung der Kreditqualität hin: mit stark steigenden Verlusten bei gewerblichen Immobilien, Krediten an Kleinunternehmen und Kreditkarten sowie rasant zunehmenden Hypothekenausfällen und weiterhin hohen Subprime- und Hypothekenverlusten bei Eigenheimen. Eine Reihe von Bankchefs habe gewarnt, dass es weiterhin keine Anzeichen für eine Erholung gebe und dass diese Verluste weiter zunehmen würden. Es sei deutlich, dass viele Banken Schwierigkeiten haben würden, in den kommenden Quartalen Gewinne zu erzielen - und das trotz des Vorteils einer relativ steilen Kurve von Staatsanleihenrenditen. Damit bleibe die Anfälligkeit gegenüber unerwarteten Erschütterungen weiter bestehen.
Die Zukunft könnte rosig sein, aber Vorsicht ist angesagt
"Wie geht es nun weiter? Der Zugang zu den Kapitalmärkten ist mit Sicherheit der erste Schritt, um die Banken wieder auf die Beine zu bekommen. Weitere Anleihenemissionen mit 10-jähriger Laufzeit, gekoppelt mit der Ausgabe von Stammaktien bringen uns weiter auf dem Weg zur Erholung. Die Qualität des Bankenkapitals hat sich in den Jahren bis zur Krise stetig verschlechtert (besonders der Anstieg bei Vorzugsaktien). Deshalb ist es entscheidend, dass die Branche versucht, dieses Ungleichgewicht durch die Generierung von angemessenen Kerngewinnen und/oder Umwandlung verlustabsorbierender Papiere in Stammkapital zu verbessern, was potenzielle Dividenden im Hause hält. Kreditausfälle besonders bei Kreditkarten, Kleinunternehmen und gewerblichen Immobilien werden im weiteren Verlauf dieses zyklischen Abschwungs noch zunehmen. Das System muss daher auf Kapitalerhalt umschalten.
Dementsprechend sollten die TARP-Gelder erst dann zurückgezahlt werden, wenn das zurzeit noch etwas verschwommene Bild des Abschwungs klarer geworden ist. Die aktuell steile Renditekurve in den USA ist für die Banken dort sicherlich hilfreich, obwohl sie als eine weitere Bankensubvention von politischer Seite betrachtet wird. Doch das zunehmende Eingreifen der Behörden (z. B. durch Begrenzen der Kreditkartenzinsen, Einschränken von Kontogebühren usw.) stellt eine Bedrohung dar für die eigentliche Gewinnkraft, die die Banken durch diesen Zyklus bringt.
Daher sind wir weiterhin vorsichtig
und kaufen vorrangig besicherte Anleihen sowohl auf Bank- wie auch Holdingebene sowie nachrangig besicherte Anleihen über Vorzugsaktien bei den stärksten und systemisch wichtigsten Bankunternehmen. Unsere Vorsicht bei Emittenten mit schlechterer Bonität hat zweierlei Gründe. Zum einen sind dies strukturelle Probleme, da der Markt Papiere ohne Endfälligkeit auch eher als solche denn als Anleihen betrachtet, die zu einem bestimmten Datum zurückzuzahlen sind. Zum anderen bleibt die Gefahr einer Privatisierung von nachrangig besicherten Schuldinstrumenten hoch, da weitere Rekapitalisierung erforderlich ist, besonders für die Holdingunternehmen schwächerer Banken. Die jüngsten Angebote nachrangig besicherter Wertpapiere bedeuten für viele Anleiheninhaber Verluste der Schuldsumme und bestätigen, dass die Emittenten nicht vorhaben, Anleihen zum Nennwert zu kündigen. Wir betrachten diese tatsächlich sogar als Ausfälle der sanften Art. Aus diesem Grund sind wir weiterhin vorsichtig, was viele der Emittenten mit schlechterer Bonität anbelangt", so das Fazit.
Carmignac Gestion: Neue Website 28.5.09
 Start einer neuen Website
Sie finden dort das Editorial von Edouard Carmignac, die Newsletter sowie die Monats- und Quartalsberichte. Außer einem Zugang zu den News der Fonds steht Ihnen auch ein konfigurierbares Modul für die Beobachtung der Wertentwicklungen zur Verfügung. www.carmignac.com
Ifo-Institut: Stabilisierung auf niedrigem Niveau  26.5.09
 Zum zweiten Mal in Folge ist der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im Mai gestiegen. Wie das Münchner ifo-Institut für Wirtschaftsforschung mitteilte, schätze die Unternehmen die derzeitige Geschäftslage allerdings wieder ungünstiger ein als im Vormonat. Ihre Geschäftsperspektiven für die nächsten sechs Monate bewerten sie dagegen erneut merklich weniger schlecht. Damit zeichnet sich eine allmähliche Stabilisierung der Wirtschaftsleistung auf niedrigem Niveau ab.  Im verarbeitenden Gewerbe ist das Geschäftsklima unverändert. Die Industriefirmen berichten wieder von einer deutlich schlechteren Geschäftslage als im April. Sie erwarten jedoch einen nicht mehr ganz so ungünstigen Geschäftsverlauf im kommenden halben Jahr. Ihre Exportchancen stufen sie weniger negativ ein als zuletzt. Die Beschäftigung wollen sie weniger stark reduzieren als bisher geplant.  Im Großhandel und im Einzelhandel hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Einzelhändler sind mit ihrer Geschäftslage nicht mehr so unzufrieden. Sie rechnen darüber hinaus auch mit einem weniger schlechten Geschäftsverlauf in den nächsten sechs Monaten. Die Großhändler beurteilen sowohl ihre derzeitige Situation als auch ihre Geschäftsperspektiven etwas günstiger als im Vormonat. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftklima erneut eingetrübt. Die Bauunternehmen sind unzufriedener mit ihrer augenblicklichen Geschäftssituation. Auch die weitere Geschäftsentwicklung schätzen sie kritischer ein als im Vormonat. Im gewerblichen Bau hat sich das Geschäftsklima markant abgekühlt.
Bankenverband: Wirtschaftswachstum langfristig gedämpft 26.5.09
 Die Hoffnungszeichen für die deutsche Konjunktur haben sich in den letzten Wochen zwar verstärkt, erklärte Prof. Dr. Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes, anlässlich der Vorstellung des Konjunkturberichts für den Monat Mai, es bleibt aber entschieden zu früh, ein Ende der Rezession zu verkünden. Aus heutiger Sicht sei im zweiten Quartal mit einem weiteren Rückgang des Bruttoinlandsprodukts zu rechnen, wenn dieser auch erheblich geringer ausfallen dürfte als in den beiden vorangegangenen Quartalen. Wegen des außerordentlich scharfen Wirtschaftseinbruchs im ersten Vierteljahr sei die aktuelle Prognose der Bundesregierung mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr um 6 Prozent sehr plausibel. Weber verwies auf eine Reihe von Faktoren, die - nach einer möglichen Bodenbildung - das längerfristige Wirtschaftswachstum dämpfen. Dazu gehören der strukturelle Anpassungsbedarf bei der Verschuldung der privaten Haushalte in den USA sowie die notwendige Korrektur hoher Leistungsbilanzsalden in den USA, einigen Euro-Staaten und in Mittel- und Osteuropa
Allianz-dit Fondsvorsorge (Riester) wird ab dem 1. Juni 2009 nicht mehr neu angeboten
 Die Allianz-dit Fondsvorsorge, der Riester-Sparplan von Allianz Global Investors, wird zum 1. Juni 2009 für Neukunden geschlossen. Ab diesem Datum werden keine Anträge zur Allianz-dit Fondsvorsorge mehr angenommen. Auf bestehende Allianz-dit Fondsvorsorge Verträge hat die Schließung für Neukunden keine Auswirkungen. Bestehende Allianz-dit Fondsvorsorge Verträge können wie bisher weiter bespart werden.
BVI: Riester-Fonds immer beliebter 18.5.09
 Riester-Sparpläne mit Investmentfonds erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auch, weil die Auszahlung der eingezahlten Beiträge einschließlich der Zulagen gesetzlich garantiert Wird, steige die Nachfrage nach diesen Produkten, teilte der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) mit.
Auch bei so genannten überzahlten Riester- Fondssparplänen gelte die Beitragsgarantie. Zudem sind die laufenden Erträge während der Ansparphase steuerfrei - die Abgeltungsteuer greift bei zertifizierten Riester-Fondssparplänen nicht. Und bei der Auszahlung nach einer Mindestspardauer von zwölf Jahren und einem Mindestalter des Sparers von sechzig Jahren sind die Erträge nur mit der Hälfte des persönlichen Steuersatzes zu versteuern. Von den Vorteilen der Beitragsgarantie und der günstigeren Besteuerung können somit auch nicht-förderberechtigte Personen profitieren, insbesondere Freiberufler und Selbständige.
Riester-Fondssparpläne werden genauso besteuert wie Lebens- oder Rentenversicherungen. Anleger von Riester-Fondssparplänen profitieren jedoch zusätzlich von den Renditechancen der Kapitalmärkte - ohne dabei auf die gesetzlich vorgeschriebene Kapitalerhaltsgarantie zu verzichten. Damit sind Vorsorgesparer in der Lage, das für sie am besten geeignete Produkt ohne steuerliche Fehlanreize auswählen zu können.
Bundesregierung beschließt Modell für Bad Banks 14.5.09
 Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung vom Mittwoch, 13. Mai, den Entwurf für ein Gesetz zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung sowie Eckpunkte für ein Konsolidierungsbank-Modell beschlossen. Die im Gesetzentwurf vorgesehenen Regelungen sollen noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten, teilte das Bundesministerium für Finanzen mit. Mit dem geplanten Gesetz ergänzt die Bundesregierung ihre bisherige Gesetzgebung zur Stabilisierung der Finanzmärkte um ein weiteres Element. Eine Erweiterung des bestehenden Garantierahmens des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung
(SoFFin) ist dafür nicht notwendig. Die vorgesehenen gesetzlichen Regelungen geben den Finanzinstituten die Möglichkeit, strukturierte Wertpapiere mit unsicherer Wertentwicklung (toxische Wertpapiere) aus den Bankbilanzen auszulagern. Finanzholding-Gesellschaften, Kreditinstitute und deren Tochterunternehmen können jeweils institutsspezifische Zweckgesellschaften gründen, denen sie ihre strukturierten Wertpapiere übertragen. Im Gegenzug erhält das Finanzinstitut von der Zweckgesellschaft herausgegebene und von der SoFFin garantierte Schuldverschreibungen in Höhe des Übertragungswertes der Wertpapiere. Durch den Tausch toxische Wertpapiere gegen garantierte Schuldverschreibungen steigt der Spielraum der Banken für die Kreditvergabe, denn die garantierten Schuldverschreibungen müssen nicht durch Eigenkapital abgesichert werden.
DAB Bank verkauft FondsServiceBank (FSB) an die Fondsdepot Bank  13.5.09
 

Pressemeldung der DAB - Bank:
München, 13. Mai 2009. Vorstand und Aufsichtsrat der DAB bank AG haben beschlossen, das Geschäftsfeld FondsServiceBank (FSB) an die Fondsdepot Bank, Hof, zu veräußern. Der wirtschaftliche Gegenwert dieser Transaktion beträgt 21,4 Millionen Euro. Die Veräußerung steht unter dem Vorbehalt, dass die Kartellbehörde sie nicht untersagt. Der wirtschaftliche Übergang ist spätestens für das zweite Quartal 2010 geplant. „Im Rahmen einer Überprüfung der Strategie hat der Vorstand der DAB bank entschieden, die FondsServiceBank zu verkaufen. Durch den Verkauf kann sich die DAB bank künftig auf den Ausbau ihrer Kerngeschäftsfelder B2C und B2B konzentrieren“, so Dr. Markus Walch, Vorstand der DAB bank. Im Zuge der Veräußerung erwartet die DAB bank eine Profitabilitätssteigerung von mehr als einer Million Euro pro Jahr sowie eine Verbesserung der Cost Income Ratio um rund drei Prozentpunkte. Zudem wird ein positiver Einmaleffekt in Höhe von circa 4 Millionen Euro erwartet. Durch den Verkauf wird außerdem eine signifikante Vereinfachung und Verschlankung der Geschäftsprozesse bei der DAB bank bewirkt. „Insbesondere aufgrund der derzeit stattfindenden Konzentration auf dem Markt der Fondsplattformen bietet sich zum jetzigen Zeitpunkt eine gute Gelegenheit zur Veräußerung der FondsServiceBank“, so Dr. Markus Walch. „Durch Fokussierung aller Kräfte auf die erfolgreichen Geschäftsfelder der Privatkunden (B2C) und das klassische B2B-Geschäft mit Vermögensverwaltern, Fondsvermittlern und institutionellen Kunden legt die DAB bank den Grundstein für erfolgreiches Wachstum in den Kernmärkten“.

BVI: Offene Immobilienfonds haben in der Krise hohen Nutzen 29.4.09
 Die positiven Effekte von Offenen Immobilienfonds auf die Portfolios privater und institutioneller Investoren fallen aus. Das geht aus einer Studie im Auftrag des Bundesverband Investment und Asset Management (BVI)hervor. Die Beimischung von Offenen Immobilienfonds in die Vermögensaufteilung von Anlegern erhöht demnach die Portfoliorendite und reduziert das Risiko. Dadurch werde das Chance-Risiko-Verhältnis wesentlich verbessert. Dies ergab die Aktualisierung der Ergebnisse der im August 2008 veröffentlichten Studie Offene Immobilienfonds. Ein Forscherteam um Professor Lutz Johanning, Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Kapitalmarktforschung an der WHU Otto Beisheim School of Management und Professor Dr. Bernd Rudolph, Vorstand des Instituts für Kapitalmarktforschung und Finanzierung an der Ludwig-Maximilians-Universität München, hatte den Angaben zufolge überprüft, ob die Ergebnisse der Ursprungsstudie unter Berücksichtigung der Finanzkrise noch Bestand haben.
"Bei Privatinvestoren mit geringer Risikoneigung konnten noch bessere Ergebnisse nachgewiesen werden als bereits bei der ersten Veröffentlichung der Studie im August 2008. Ein wenig risikobereiter Privatinvestor kann gemäß unserer Neuberechnungen das Risiko seines ohnehin schon defensiv ausgerichteten Portfolios durch Beimischung von Offenen Immobilienfonds um 22 Prozent senken", erläutert Professor Johanning (Ergebnis der Studie August 2008: 21 Prozent). Ein eher risikobereiter Privatinvestor kann durch Investition in OIFs das Risiko seines Gesamtinvestments sogar um 42 Prozent reduzieren (Ergebnis der Studie 2008: 32 Prozent). Das gelte genauso in den Portfolios institutioneller Investoren, auch wenn diese Offenen Immobilienfonds oftmals nur bis zu einer gesetzlich vorgegebenen Maximalhöhe von 25 Prozent beimischen dürfen, sagt Professor Rudolph. Die positiven Effekte, die auf Basis historischer Daten ermittelt wurden, konnten bei geringer Beimischung und unabhängig von der Länge der Halteperiode festgestellt werden. Der optimale Anteil von Offenen Immobilienfonds im Portfolio risikoscheuer Anleger erhöhte sich laut Studie aufgrund der Finanzmarktkrise von 22 auf 25 Prozent, bei Anlegern mit höherer Risikoneigung von
23 auf 30 Prozent.
Pioneer rät zum Einstieg in Solarwerte  28.4.09
 

„Solarwerte haben seit ihren Höchstständen Ende 2007 extrem gelitten und wurden teilweise unverhältnismäßig hart abgestraft“, so Christian Zimmermann von Pioneer Investments. Der Manager des Pioneer Global Ecology (WKN A0M J48) hält die Kurse der Solar-Aktien wieder für attraktiv und rät zum Einstieg. Sein Hauptargument sind die zahlreichen grün gefärbten Konjunkturprogramme weltweit. Zimmermann: „Besonders China und Japan spielen hier eine zentrale Rolle.“ So habe Japans Regierung kürzlich Pläne zur staatlichen Förderung der Solarindustrie vorgestellt: Zum einen sollen in den kommenden Jahren rund 36.000 Schulen mit Solaranlagen ausgestattet werden. Zum anderen sollen die Einspeisetarife für Solarstrom subventioniert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der erneuerbaren Energie zu steigern. „Wir rechnen damit, dass die Solarbranche von diesen Maßnahmen ab Ende dieses Jahres profitieren wird“, so Zimmermann. Er bewertet auch den langfristigen Trend im Solarsektor weiterhin positiv. „Besonders in den Schwellenländern wird die Nachfrage stark steigen“´, so der Fondsmanager. Aber auch für die europäische Solarbranche erwartet er wieder positivere Zeiten. Mit explodierenden Kursen wie in den Jahren 2005 und 2007 rechnet er jedoch nicht. „Dafür ist die preiswerte Konkurrenz aus Fernost mittlerweile zu stark“, sagt Zimmermann. Er hat den Anteil an Solaraktien in seinem Portfolio darum deutlich erhöht, vor allem in Japan. Dennoch geht er mit einem Anteil von derzeit 5 Prozent am Portfolio keine besonders große Wette ein. In der Vergangenheit hat Zimmermann ein gutes Händchen bewiesen. Mit einem Plus von 20 Prozent  in den vergangenen fünf Jahren zählt der Pioneer Global Ecology zu den erfolgreichsten Umwelttechnologiefonds auf dem Markt. Der Fondsmanager kauft Aktien von Unternehmen, die umweltfreundliche Produkte oder Technologien herstellen. Bevor er die 80 bis 120 Unternehmen für sein Portfolio nach finanziellen Kriterien auswählt, holt er sich zudem das Urteil der Rating-Agenturen Oekom Research und E. Capital Partners ein. Allein Oekom prüft über 100 ökologische und soziale Kriterien, die sich von Branche zu Branche unterscheiden. Zusätzlich gelten Ausschlusskriterien: Verboten sind Unternehmen aus den Bereichen Alkohol, Glücksspiel, Tabak, Rüstung und Pornografie sowie Firmen, die Kinderarbeit nutzen und gegen Menschenrechte oder Arbeitsrecht verstoßen. E.Capital nimmt zudem noch Firmen auf, die in problematischen Sektoren zu den Marktführern in Sachen Nachhaltigkeit zählen.

Janus favorisiert Energie-, Gesundheits- und Technologiebranche 27.4.09
 Die Sektoren Energie, Gesundheit, Industrie und Technologie bieten zurzeit die besten Value-Chancen auf dem US-Markt. Zu dieser Einschätzung kommt Jeff Kautz, Chief Investment Officer bei Perkins Investment Management, einer Tochter der Janus Capital Group. "In diesen Sektoren sehen wir vergleichsweise viele attraktive Aktien mit langfristigem Potenzial", erklärt Kautz. Im Gesundheitsbereich profitierten Life Science-Firmen, die wegen besserer und günstigerer DNA-Sequenzierungstechnologien von verstärkter Forschung für biologische Therapien profitieren. In der Technologiebranche seien es vor allem Unternehmen, die relativ unabhängig vom privaten Konsum seien.
Der langfristige Value-Ansatz
sei gerade in der Krise der richtige, um sich gegen fallende Märkte zu schützen. "Es ist noch nicht abzusehen, ob die Maßnahmen der US-Administration und anderer Regierungen ausreichen, um die Wirtschaft schnell zu stabilisieren", betont Kautz. "Daher setzen wir weiterhin auf US-Unternehmen mit starken Bilanzen und konstantem Cash Flow, die wir auf lange Sicht für unterbewertet halten." Unter den größeren Positionen im Portfolio befänden sich die Hardware-Unternehmen NCR Corp und Diebold.
Diese stellten Geldautomaten her und profitierten vom wachsenden Markt für diese Geräte in den Schwellenländern sowie vom Aufkommen von Selbstbedienungskassen in Supermärkten.
Threadneedle: Hochzins - Anleihen derzeit günstig bewertet  22.4.09
 Mittelfristig könnte sich ein Investment in Hochzinsanleihen auszahlen. Obwohl das volkswirtschaftliche Umfeld zweifellos sehr problematisch sei, könnte der derzeitige Pessimismus übertrieben sein, schreibt Quentin Fitzsimmons, Head of Government Bonds bei Threadneedle in einem aktuellen Marktkommentar. Auf der einen Seite seien die Aussichten für nachrangige Anleihen aus dem Investmentgrade-Bereich - zum Beispiel von Unternehmen aus dem Finanzsektor - nach wie vor unsicher. Auf der anderen Seite eröffneten sich bei nachrangigen Anleihen, die von für das Finanzsystem bedeutenden Banken ausgegeben wurden, attraktive Anlagechancen. Gleichzeitig preisten die Kurse von Hochzinsanleihen Ausfallraten ein, die im historischen Vergleich beispiellos seien. Bei Unternehmensanleihen sei die Wahl der Einzeltitel wichtig.
Viele Unternehmensanleihen spiegelten die sehr schwierigen Wirtschaftsbedingungen bereits in ihren Kursen wider. Die Unsicherheit im Hinblick auf das Ausmaß der staatlichen Garantien sowie der Liquiditätsprogramme wirke sich aber kurzfristig negativ auf Unternehmensanleihen aus. Auf mittlere Sicht deute jedoch vieles darauf hin, dass Anleihen von Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen sowie stabilen Bilanzen derzeit preiswert bewertet seien. Aufgrund der sich verschärfenden Rezession steige die Zahl der Unternehmensinsolvenzen an, wodurch sich das Emittentenrisiko erhöhe. Das unterstreiche die Bedeutung einer sorgfältigen Einzeltitelauswahl
Noch kein Ende des Bärenmarktes 22.4.09
 Die gegenwärtige Baisse wird nach Ansicht der Experten des ING Investment Managements andauern. Grund sei, dass die Voraussetzungen für eine dauerhafte Erholung anscheinend noch nicht gegeben seien. Investoren würden sich weiter im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und Furcht bewegen - Hoffnung, dass die wirtschaftspolitischen Maßnahmen greifen, und Furcht, dass die Volkswirtschaften der "japanischen Krankheit" erliegen könnten. Normalerweise setze eine Erholung erst ein paar Monate vor Erreichen der Ertragstalsohle ein. Damit sei allerdings nicht vor Ende 2009/Anfang 2010 zu rechnen.
"Außerdem würden wir eine Aktien-Rally, die nicht von einer deutlichen Verengung der Credit Spreads von Unternehmensanleihen begleitet ist, mit einer gewissen Skepsis betrachten", heißt es weiter. Ein weiterer Faktor seien die Immobilienpreise in den USA, die erst noch die Talsohle hinter sich lassen müssten.
Andere Vorlaufindikatoren, wie der ISM-Index, könnten sich in diesem Zyklus als weniger wichtig erweisen, da es sich bei dem gegenwärtigen Abschwung um eine Konsum induzierte Rezession handele. Insofern sei nicht damit zu rechnen, dass das produzierende Gewerbe aus der Rezession führen werde. Schließlich und endlich werde das Erstarken der Zuversicht unter den Verbrauchern in erster Linie von der Entwicklung ihrer Vermögenssituation und weniger vom Arbeitsmarkt abhängen. Daher sei eine Erholung der Immobilienpreise für die weitere Entwicklung wichtiger als ein Rückgang der Arbeitslosenrate.
Basing sieht günstigen Einstiegszeitpunkt für russischen Markt  22.4.09
 Der Börsenplatz Russland zählt für das Jahr 2009 zu den Märkten mit der besten Wertentwicklung weltweit.
"Am russischen Markt bieten sich unserer Meinung nach weiterhin sehr attraktive Einstiegskurse, denn dort besteht Spielraum für eine Neubewertung", schreiben die Experten von Baring Asset Management in einem aktuellen Marktkommentar. Der Grund dafür sei die unterdurchschnittliche Wertentwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2008, und zwar insbesondere bei Unternehmen mit sehr guten Bilanzen, einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil und mittelfristig guten Wachstumsaussichten. Das betrifft speziell den Exportsektor.
Die weiterhin schwachen volkswirtschaftlichen Daten überraschten nicht, weil die Wirtschaftsdaten weltweit ebenfalls trübe ausfallen, heißt es weiter. Im Februar seien einige Hinweise auf eine Stabilisierung und sogar einen leichten Anstieg der Wirtschaftsaktivitäten verzeichnet worden, bei denen sich aber erst noch herausstellen müsse, ob sie nur kurzfristiger Natur seien. Der russische Markt entwickelte sich den Angaben zufolge im Februar besser als seine globalen und regionalen Mitbewerber. Der Markt kletterte gemessen am MSCI Russia 10/40-Index in US-Dollar um fast fünf Prozent nach oben, während der MSCI EM Global-Index auf US-Dollar-Basis knapp sechs Prozent einbüßte, wie es weiter in dem Marktkommentar heißt. "Diese deutlich überdurchschnittliche Tendenz war die Folge stabilerer Rohstoffpreise, und zwar insbesondere für Öl", schreiben die Experten. Das habe in Verbindung mit der unterdurchschnittlichen Tendenz des russischen Marktes der vergangenen Monate dazu geführt, dass das Bewertungsniveau sowohl in absoluten Zahlen als auch im Vergleich mittlerweile besonders günstig geworden sei.
Fortis weiterhin mit Übergewichtung in Europa  20.4.09
  "Nachdem US-Aktien von Anfang März bis Anfang April mehr als 20% zugelegt hatten, sind sie in der letzten Woche kaum noch gestiegen. Wenn man bedenkt, wie rasant die Rallye war, erscheint eine Konsolidierung naheliegend - zumal die Anleger die Berichtssaison für das 1. Quartal mit Skepsis erwarten", berichtet Joost van Leenders, Specialist Investment Strategy von Fortis Investment im Wochenkommentar. Bislang seien die Unternehmensgewinne uneinheitlich gewesen, doch könnte es in Anbetracht der eher geringen Erwartungen einige positive Überraschungen geben.
"Wir haben unsere insgesamt neutrale Aktienpositionierung beibehalten. Dabei sind wir in Europa übergewichtet, in den USA untergewichtet und Japan sowie den Emerging Markets neutral positioniert", heißt es weiter. Die US-Daten signalisierten alles andere als eine reibungslose Erholung. Die Einzelhandelsumsätze seien im März gefallen - im Einklang mit dem schwachen Konsumentenvertrauen und dem Beschäftigungsrückgang. Im 2. Quartal dürften nach Meinung des Fortis - Strategen die Konjunkturprogramme den Konsum zwar stimulieren, doch sei nicht sicher, ob die amerikanischen Verbraucher auch danach noch Geld ausgeben würden. Das stelle eine Konjunkturerholung in Frage. Eine schwache Nachfrage sorge üblicherweise für einen Rückgang von Inflation und Importen, und tatsächlich seien die Produzentenpreise im März deutlich gefallen, ebenso wie die Importe im Februar.
Die Industrieproduktion der drei größten Euroraum-Volkswirtschaften sei im Februar erneut zurückgegangen. "In Frankreich war der Rückgang weniger stark als in Deutschland, wo die konjunktursensitiveren Investitionsgüter eine größere Rolle spielen", so van Leenders. Japans Premierminister Aso habe Pläne bekanntgegeben für ein Konjunkturprogramm in Höhe von 15,4 Bio. Yen. Das entspreche drei Prozent des japanischen BIP. Zusammen mit den bereits geplanten Maßnahmen ergebe das staatliche Hilfsprogramme von bis zu 4,2% des BIP. Im Durchschnitt gäben die G20-Staaten 2,6% ihres BIP für Konjunkturprogramme aus.
Der Investmentexperte van Leenders weiter: "Die amerikanische Zehnjahresrendite ist leicht zurückgegangen - eine Folge der auslaufenden Aktienmarktrallye und der Staatsanleihenkäufe der Fed. In Staatsanleihen sind wir untergewichtet, in Unternehmensanleihen mit Investmentqualität hingegen übergewichtet. In Immobilien bleiben wir untergewichtet, in Rohstoffen übergewichtet".
Invesco: China wird die Krise überstehen  16.4.09
 Die Investmentexperten von Invesco warnen vor einer Unterschätzung Chinas. "China beheimatet ein Fünftel der weltweiten Bevölkerung und den größten Aktienmarkt Asiens. Um diese Anlageklasse führt kein Weg herum", erklärt Paul Chan, Chief Investment Officer für Asia ex Japan bei Invesco. Im Vergleich zu den Industrieländern sei China deutlich besser aufgestellt. Während die Industrieländer eine durch die Überschuldung der privaten Haushalte und des Finanzsektors begründete Bilanzrezession durchmachten, sei die Abhängigkeit Chinas vom Handel mit den reicheren OECD-Ländern Auslöser des chinesischen Abschwungs. Laut Chan bedeutet das auch, dass die chinesische Wirtschaft - anders als die westlichen Länder - mit Hilfe normaler geld- und fiskalpolitischer Impulse wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren sollte. Für nicht minder bedeutend hält Chan die relativ gesunden Bilanzen der chinesischen Banken und ihre weitgehende Immunität gegenüber "toxischen"Assets.Gestützt von einer moderaten wirtschaftlichen Belebung - die sich unter anderem in der verbesserten Liquidität der privaten Unternehmen widerspiegelt -, einem starken Kreditwachstum und steigenden Energieverbrauch hätten die chinesischen A-Aktien im Januar und Februar besser performt als die in Hongkong notierten H-Aktien. Die Marktstimmung habe sich etwas aufgehellt, und Privatanleger und institutionelle Investoren kehrten an den Markt zurück. Die Handelsumsätze am Aktienmarkt hätten sich zuletzt deutlich erhöht, da die Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die Branchen, die von den staatlichen Anreizprogrammen am meisten profitieren dürften, richten. "Ob diese Faktoren zu einer breit angelegten Erholung der Unternehmensgewinne führen werden, bleibt abzuwarten", sagt Chan. Trotz der soliden Fundamentaldaten, die auf mittlere Sicht für nachhaltiges Wachstum sorgen könnten, rechne er auf kurze Sicht weiterhin mit durchwachsenen Nachrichten.
Großhandelspreise: Stärkster Rückgang seit 1987  16.4.09
 Der Index der Großhandelsverkaufspreise ist im März 2009 um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen. Das war das stärkste Minus gegenüber dem Vorjahr seit Januar 1987 (- 8,6%), wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Februar 2009 sanken die Großhandelspreise 2009 um 0,9 Prozent. Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lagen die Preise um 21,4 Prozent unter denen von März 2008.
Gegenüber dem Vormonat verbilligten sich die zu dieser Wirtschaftsklasse gehörenden Waren um 2,1 Prozent, nachdem sie sich im Februar 2009 vorübergehend um 0,8 Prozent verteuert hatten. Die Preise für Erze, Metalle und Metallhalbzeug verringerten sich auf Großhandelsebene gegenüber dem Vorjahr um
17,8 Prozent (- 6,2% gegenüber Februar 2009). Auch in der Landwirtschaft und im Nahrungsmittelsektor sanken die Preise gegenüber dem Vorjahr. Getreide, Saaten und Futtermittel lagen um 42,6 Prozent unter dem Preisniveau von März 2008 (- 4,1% gegenüber Februar 2009). Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette waren um zehn Prozent billiger als im März 2008, gegenüber dem Vormonat blieben die Preise stabil. Obst, Gemüse und Kartoffeln wiesen ebenfalls einen Preisrückgang gegenüber dem Vorjahr aus (- 0,4%). Sie verbilligten sich auch gegenüber Februar 2009 (- 0,9%).
Umfrage: Institutionelle Investoren setzen auf Emerging Markets  9.4.09
 Institutionelle Investoren glauben, dass die Emerging Markets auch in Zukunft ein attraktives Investmentziel darstellen werden. Das geht aus einer aktuellen Studie von "Emerging Markets Private Equity Association" (EMPEA) und Coller Capital hervor. Demnach planen 78 Prozent der institutionellen Investoren innerhalb der nächsten fünf Jahre ihre Investments auf zusätzliche Fondsmanager und Regionen auszuweiten. Die Hälfte von ihnen will dies sogar innerhalb der nächsten zwei Jahre umsetzen. 62 Prozent planten die Quote ihrer Neuinvestitionen 2009 beizubehalten oder sogar zu erhöhen. 38 Prozent der Befragten, die ihr Neu- Engagement reduzieren wollen, gaben als Begründung mangelnde Liquidität oder eine Über-Allokation in Private Equity an. "Die Investoren haben erkannt, dass die Emerging Markets die einzigen noch wachsenden Volkswirtschaften sind. Sie wissen auch, dass Private Equity-Transaktionen in den Emerging Markets nicht
auf Fremdfinanzierung aufbauen und der Kollaps des globalen Marktes für Akquisitionsfinanzierungen deshalb den Deal Flow hier nicht behindern wird", erlätuerte Sarah Alexander, Präsidentin der EMPEA. "Von den BRIC-Staaten sind China und Indien weiterhin sehr attraktiv für Private Equity-Investoren", sagt Erwin Roex,
Partner bei Coller Capital, "aber Brasilien ist der große Gewinner des veränderten Anlageverhaltens." Fast 17 Prozent der Befragten wollten in den nächsten Jahren ihre Investitionen hier ausweiten und weitere elf Prozent wollten hier zum ersten Mal investieren. Das Vertrauen in Russland sei dagegen deutlich gesunken.
Gute Chancen für Ende des Bärenmarkts 7.4.09
  Ad van Tiggelen, Senior Strategist von ING Investment Management, sieht gute Chancen, eine destruktive deflationäre Spirale zu vermeiden. Die Aktienmärkte böten interessante Einstiegsniveaus. "Irgendwann in den nächsten zwölf Monaten wird es wieder aufwärts gehen, wobei die USA und die asiatischen Volkswirtschaften den Anfang machen werden. Hinge es allein von der eher calvinistisch geprägten und trägen EZB ab, hätten wir weniger Hoffnung auf einen baldigen Aufschwung", so van Tiggelen. Nichtsdestotrotz müsse man sich weiterhin in Geduld üben. "Wir werden unser Aktienengagement nur allmählich ausweiten, da die Tiefststände vom März im weiteren Jahresverlauf erneut getestet werden könnten", erläutert van Tiggelen. Zunächst einmal sollten europäische Anleger ihre eigenen Länderindizes ignorieren und sich einzig auf den amerikanischen S&P 500 konzentrieren. Schließlich sind es die USA, die nach wie vor die Gangart an den globalen Aktienmärkten angeben, heißt es weiter. Die entscheidende technische Unterstützungslinie des S&P liege im Bereich 650 bis 680. Eine Unterschreitung dieser bedeute gleichzeitig ein Sinken unter die obere Trendlinie, die bereits seit
1928 besteht. Dann könnte der S&P sogar noch um weitere 20 bis 30 Prozent fallen. Es sei daher kein Zufall, dass der Index im März bei 666 Punkten - also inmitten des Korridors der Unterstützungslinie - seinen niedrigsten Stand erreichte (für abergläubige Anleger sicher ein interessantes Omen). "Nach unserer Einschätzung könnte dieser Tiefpunkt auch den tiefsten Stand des aktuellen Bärenmarktes markieren, obschon die Widerstandslinien erneut getestet werden könnten", betont van Tiggelen.
Schaut man sich die Baisseperioden seit dem Zweiten Weltkrieg einmal genauer an, fallen deutliche Gemeinsamkeiten auf, wie es in dem Marktkommentar heißt. In fast jeder Schwächephase erreichte der S&P Index drei kritische Tiefststände. Das erste Tief wird regelmäßig nach einer Phase der Panikverkäufe erreicht (November 2008). Das zweite - niedrigere - Tief fand dann in einem weniger panischen Umfeld (März 2009) statt. Und das dritte Tief lag in etwa auf dem Niveau der Unterstützungslinien, sozusagen um zu testen, "ob die Linie hält". Sofern es nicht zu einem Worst-Case-Szenario kommt, könnte sich dieses Muster diesmal durchaus wiederholen. Unter Umständen könnten die Tiefststände vom März dann erneut getestet werden.
Julius Meinl verhaftet  3.4.09
 Julius Meinl, der Aufsichtsratsvorsitzende der österreichischen Meinl Bank, ist in der Nacht auf Donnerstag in Wien verhaftet worden. Das hat die Meinl Bank bestätigt. Medienberichten zufolge wird Julius Meinl Anlegerbetrug, Provisionsschinderei und Untreue im Zusammenhang mit der Affäre um das Immobilienunternehmen Meinl European Land vorgeworfen. Der Grund für die Inhaftierung sei Fluchtgefahr, heißt es in Medienberichten. Wie die Meinl Bank weiter mitteilte, hat die Festnahme keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb. Die Lage der Bank sei stabil und die Einlagen sicher.
In fast allen G20-Staaten ist das BIP gesunken 2.4.09
 Die wirtschaftliche Lage hat sich zum vierten Quartal des vergangenen Jahres in weiten Teilen der Welt
deutlich verschlechtert. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des bevorstehenden Gipfels der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) mitteilte, lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt vieler G20-Länder im vierten Quartal 2008 unter dem Wert des vierten Quartals 2007.
Überall, wo Werte für das letzte Vierteljahr 2008 vorlagen, wurden die Jahres - Veränderungsraten der Vorquartale deutlich unterschritten. Besonders getroffen wurden den Angaben zufolge die
Volkswirtschaften Japans und Südkoreas, wo das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2008 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 4,3 beziehungsweise 3,4 Prozent sank. In Italien nahm die Wirtschaftsleistung im gleichen Zeitraum um 2,9 Prozent ab, in Deutschland schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 1,6 Prozent. Der Rückgang war damit deutlicher als im Durchschnitt der Europäischen Union (- 1,3%).
Auch in Nordamerika war die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2008 rückläufig: In Kanada sank das
Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich um 0,7 Prozent, in den Vereinigten Staaten um 0,8 Prozent und in Mexiko um 1,7 Prozent. Robuster erschienen die Volkswirtschaften Chinas, Indiens, Indonesiens und Argentiniens. In diesen Ländern der G20 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2008 gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres zwischen 4,9 und 6,8 Prozent. Jedoch lagen auch diese Werte zum Großteil deutlich unter den Wachstumsraten, die die Länder in den vergangenen Jahren und noch
in der ersten Hälfte des Jahres 2008 erzielten.  Nach Zahlen der Weltbank erwirtschafteten die G20 im Jahr 2007 fast 90 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts und beheimateten rund zwei Drittel der Weltbevölkerung. Zur globalen Bedeutung trugen die einzelnen Mitglieder aber in unterschiedlichem Maße bei: Den größten Teil der Wirtschaftsleistung erzielten die reifen Ökonomien Europas und die Vereinigten Staaten, der überwiegende Teil der G20-Bevölkerung lebte in China und Indien.
Investmentfonds orientieren sich weniger stark an Benchmarks 31.3.09
 Im Zuge der Finanzkrise sind immer weniger Investmentfonds ihrer Benchmark gefolgt. Das geht aus einer aktuellen GECAM-Studie hervor, für die 7.000 Investmentfonds über drei Jahre analysiert wurden. Demnach bildeten 75 Prozent aller in Europa zum Vertrieb zugelassenen Investmentfonds ihre Benchmark über die vergangenen drei Jahre zu 70 Prozent ab.Bisher seien es 86 Prozent der Fonds gewesen. "Der aktive, sich von der Masse abhebende Fondsmanager konnte auch im schwierigen Börsenumfeld teilweise deutlichen Mehrwert liefern", sagte Uwe Leonhard, Vorstand der GECAM AG.
Laut Studie ist das aktivere Management bei Dach- und Mischfonds zu finden. 41 Prozent dieser Fonds folgten ihrem Index mittelfristig zu weniger als 60 Prozent. Unter den Rentenfonds seien es 21 Prozent gewesen. Die höchste Indexorientierung und damit das geringste aktive Fondsmanagement sei dagegen bei Aktienfonds zu beobachten gewesen. Das hat den Angaben zufolge zu dem Ergebnis geführt, dass 36 Prozent aller Aktienfonds es geschafft haben, ihre Benchmark im untersuchten Zeitraum zu übertreffen.
VERBRAUCHERSCHUTZ: Verbot von Zertifikaten gefordert  28.3.09
 

Die deutschen Verbraucherschutzverbände haben die Regierungskoalition dazu aufgefordert, künftig den Handel mit hochspekulativen Wertpapieren zu verbieten. In den USA sei der Vertrieb von so genannten Zertifikaten bereits untersagt worden, schreibt Verbraucherschutzvorstand Gerd Billen nach Informationen des SPIEGEL in einem Brief an Fraktionschefs Volker Kauder (CDU/CSU) und Peter Struck (SPD). In Deutschland hätten unter anderem Anleger, die Zertifikate der pleite gegangenen Investmentbank Lehman Brothers gekauft hatten, hohe Verluste erlitten."Uns stellt sich die Frage, wieso solche Papiere, die in anderen Ländern aufgrund ihres Risikos erst gar nicht zum Vertrieb zugelassen wurden, in Deutschland im großen Stil vertrieben werden dürfen", so Billen.

Brasiliens Markt für Biokraftstoffe mit Zukunftspotential  27.3.09
 "In Brasilien stellt die Landwirtschaft immer noch einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar und in keinem anderen Land der Welt hat sich diese so rasant entwickelt wie hier. Mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von zurzeit rund 60 Millionen Hektar ist die Ackerfläche Brasiliens sechsmal so groß wie die Deutschlands. Bei Zucker, Rindfleisch sowie Soja sind die Südamerikaner bereits Exportweltmeister und auch bei Ethanol sind sie zu einem wichtigen Handelspartner geworden. Dies kann kaum überraschen, da Biokraftstoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel Zuckerrohr gewonnen werden, für Brasilien schon lange alltäglich sind", so Delta Lloyd Fondsmanager Ad Schellen und unterstreicht dabei die Zukunftschancen des dortigen Marktes. Auch wenn das Thema nicht frei von Kritik sei, da für den Anbau von Pflanzen für die Gewinnung von Biokraftstoffe riesige Anbauflächen benötigt würden, es zu einer Nahrungsmittelverknappung kommen könne und auch die Energiebilanz dieser ersten Generation von Biokraftstoffen eher ungünstig ausfalle. Trotzdem sei damit zu rechnen, dass mit der zweiten und der dritten Generation, die aus Biomasse, Präriegras oder Algen gewonnen werde, diese negativen Aspekte in den Hintergrund treten würden.
"Obwohl ich der Meinung bin, dass die meisten Arten von Biokraftstoffen der ersten Generation derzeit noch mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringen und wir daher in diesem Bereich nicht investiert sind, finden sich in diesem Sektor Unternehmen, die wir genau beobachten, da wir hier großes Potenzial für die Zukunft sehen. So zum Beispiel das brasilianische Unternehmen Cosan, das einer der weltweit größten Zuckerrohr- und Ethanolproduzenten ist", erläutert Ad Schellen. Cosan habe über die vergangenen Jahre eine solide Wachstumsstory gezeigt und sei exzellent für die Zukunft positioniert. Hinzu komme, dass die Gewinnung von Ethanol aus Zuckerrohr die energieeffizienteste Methode für die Herstellung dieses Biokraftstoffes sei. Außerdem habe Ethanol aus Zuckerrohr auch in Bezug auf den Ausstoß von Treibhausgasen die deutlich bessere Bilanz als fossile Brennstoffe - selbst dann noch, wenn man die Herstellung von Düngemitteln sowie Pestiziden und den Transport miteinrechne.
"Daher haben wir das Unternehmen auch auf unsere Watch-List für den Delta Lloyd L Water & Climate Fund (LU0269461587,LU0264990119)gesetzt. Denn wir sind immer auf der Suche nach Firmen, die Lösungen für die dringendsten Fragen und Probleme der Menschheit, wie zum Beispiel Energieverknappung oder Klimawandel anbieten können".
Wallberg Invest: Wechsel im Asset Management  26.3.09
 Im Management des Wallberg Real Estate (LU0322787366, LU0322786558) gibt es einen  Wechsel. Wie die
Wallberg Invest S.A. mitteilte, hat der Leiter Asset Management, Stefan Thomas-Barein, hat das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen. Seine Aufgaben werden kommissarisch von der
Verwaltungsgesellschaft unter Führung von Thorsten Schrieber abgedeckt, bis die Nachfolgeregelung bekannt gegeben wird, so heißt es. Als Leiter Asset Management war Thomas-Barein laut Wallberg
Invest seit Februar 2008 für die interne Betreuung des Immobilien-Dachfonds Wallberg Real Estate in Zusammenarbeit mit den externen Anlageberatern von Reuschel & Co. Privatbankiers verantwortlich. Das Anlagekonzept des Wallberg Real Estate werde weiterhin durch die Anlageberater von Reuschel & Co.
Privatbankiers fortgeführt. Das etablierte Team mit Thomas Lorenz und Patrick Schultz sowie Teamleiter Michael Titz bleibe weiter erhalten.
ING: Erste Zeichen für leichte Erholung in Lateinamerika  24.3.09
 Für 2009 rechnen die ING-Fondsmanager mit einem negativen Wachstum von -3,1 % in Lateinamerika (2008: 4,0 %). "Das ist allerdings im Vergleich zu vielen asiatischen und europäischen Schwellenländern ein relativ geringer Rückgang", heißt es in einem aktuellen Marktkommentar. Vor allem aus drei Gründen werde sich die Misere in Lateinamerika in Grenzen halten: Erstens sei der Subkontinent weniger auf den Auslandshandel angewiesen als die meisten anderen Schwellenländer (vor allem in Asien), zweitens sei sein Bankensystem in vergleichsweise guter Verfassung und drittens sei Lateinamerika weniger anfällig als manche europäischen Schwellenländer. Die lateinamerikanischen Aktienmärkte hatten bereits im vergangenen Mai begonnen, die weltweite konjunkturelle Abkühlung einzupreisen, wie die Experten weiter schreiben. Im Juli deuteten demnach die Wirtschaftsindikatoren erstmals auf einen ernsthaften Abschwung in China hin. In der Folge sanken die Rohstoffpreise; die meisten Schwellenländerwährungen gerieten unter Druck.
Seitdem befinden sich auch die Kurse an den lateinamerikanischen Aktienmärkten im freien Fall. "Inzwischen deutet allerdings einiges darauf hin, dass die Investitionstätigkeit in China wieder zunimmt. Entsprechend zeichnet sich auch am Rohstoff- und Energiesektor eine leichte Entspannung ab. Im bisherigen Jahresverlauf haben die Aktienmärkte von Brasilien und Chile weltweit am besten abgeschnitten", so der  Marktkommentar.
SYZ & CO: Vorsichtiger Optimismus für China 23.3.09
 Die makroökonomischen Neuigkeiten aus China sind nach Einschätzung der SYZ & CO Experten durchaus ermutigend. Wie das Unternehmen mitteilte, sei der chinesische PMI Index vor Kurzem von 45,3 auf 49,0 Punkte gestiegen. Die sei - nach einem Tiefpunkt im November (38,8) - der dritte Anstieg in Folge gewesen. Darüber hinaus berichten die Analysten, dass alle Kernindikatoren stiegen. Vor allem die Kennzahl, die sich auf die Aussichten für neue Aufträge bezieht. Sie stehe derzeit bei 50,4 Punkten.
Auch bei den Kupferimporten Chinas meldet SYZ & CO einen Anstieg für Februar. Die Nachfrage sei auf einem Rekordhoch, da die Käufer die niedrigen Preise ausnutzten, um die Vorräte aufzufüllen, die für das 585 Milliarden US-Dollar Konjunkturprogramm benötigt werden. Gleichzeitig seien auch Chinas Fahrzeug-Verkäufe im Februar angestiegen um 25 Prozent.  Der Shanghai Composite Index hat sich von seinem November-Tief erholt und seit Jahresbeginn eine beeindruckende Performance von plus 20 Prozent gezeigt, heißt es weiter. Die chinesische Regierung habe einen großen Handlungsspielraum in Bezug auf den ausgeglichen Haushalt und Devisenreserven und sie werde weiterhin daran festhalten, den wirtschaftlichen Kreislauf zu stützen, um soziale Unruhen zu vermeiden. Noch immer ist die Visibilität ziemlich gering, fassen die Analysten zusammen. Daher raten die SYZ & CO-Manager nicht dazu, große Wetten auf China abzuschließen - ein kleineres Engagement auf dem chinesischen Markt könnte ihrer Ansicht nach aber jedem Portofolio zugute kommen.
Fidelity: Afrika zeigt Stärke  20.3.09
 Die Konsum- und Infrastrukturausgaben in Afrika steigen trotz weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrise. Laut Fidelity International stehen die Chancen deshalb gut, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Denn der Schwarze Kontinent könnte von vielen Problemen der Weltmärkte verschont bleiben. Nick Price, Fondsmanager des Fidelity Emerging Europe, Middle East and Africa Fund (LU0303816028), hat den Angaben zufolge Afrika im Portfolio daher übergewichtet. Afrika komme bisher vergleichsweise gut durch die Krise, weil der Kontinent in weiten Teilen eine Bargeldwirtschaft mit niedriger Verschuldung der privaten Haushalte ist, heißt es weiter. "Der Aufwärtstrend im privaten Verbrauch ist ungebrochen. Produkte wie Handys und Autos sind nach wie vor nur gering verbreitet, so dass großer Nachholbedarf besteht", sagte Nick Price. Außerdem würden viele afrikanische Regierungen ihre Infrastrukturausgaben weiter aufstocken. Das könne laut Price für die gesamte Region von Vorteil sein. Erfahrungen im Westen hätten gezeigt, dass bessere Infrastruktur- und Kommunikationsnetze von Unternehmen die Produktivität spürbar erhöhen und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Zudem hätten die Bewertungen vieler Infrastrukturunternehmen eine deutliche Korrektur erfahren und seien inzwischen attraktiv geworden. Auch steigende Rohstoffpreise könnten laut Price afrikanischen Unternehmen Auftrieb verleihen. Schließlich seien sind große Lieferanten von Gold, Platin, Öl und anderen Rohstoffen in Afrika angesiedelt. Price verweist bei seinen Einschätzungen auf zahlreiche Marktdaten. So würde zum Beispiel die Durchdringungsrate von Mobiltelefonen in Afrika 15 bis 30 Prozent betragen. In Europa liege sie dagegen bei über 100 Prozent. "Von diesem Nachholbedarf dürfte die afrikanische Mobiltelefongesellschaft MTN Group besonders profitieren. Überdies weist das Unternehmen eine positive Cash-Position in der Bilanz aus und konnte unlängst mit einem Gewinnplus von 30 Prozent punkten", so Price. Im Fidelity EMEA Fund sei das Unternehmen deshalb aktuell die größte Einzelposition (Stand: 31. Januar 2009).
Anglogold Ashanti ist ein weiteres afrikanisches Unternehmen, in das der Fondsmanager investiert hat, heißt es weiter. Der führende Goldproduzent glänze dank des steigenden Goldpreises bereits seit geraumer Zeit mit einer starken Wertentwicklung. Auch Anglogold Ashanti verfüge über eine Netto-Cash-Position.
Standard Bank, die größte Bankengruppe in Afrika, gehöre derzeit zu den zehn größten Fondsbeständen (Stand: 31. Januar 2009).
ZEW-Konjunkturindex: Stimmung hellt sich etwas auf 17.3.09
 Der ZEW-Konjunkturindex hat sich im März 2009 leicht verbessert. "Nach den Einschätzungen der Finanzmarktexperten geht die Talfahrt der Konjunktur allmählich zu Ende und die Talsohle dürfte im Sommer dieses Jahres erreicht sein. Die Lage ist außerordentlich schlicht, aber es gibt erste Lichtblicke", sagte der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Wolfgang Franz. Der ZEW-Konjunkturindikator, der die Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung auf eine Sicht von sechs Monaten
widerspiegelt, stieg den Angaben zufolge im März um 2,3 Punkte und liegt nun bei minus 3,5 Punkte. Im Vormonat Februar lag er bei minus 5,8 Punkten. Der Indikator für die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage habe sich im März mit einem Minus von 3,2 Punkten auf minus 89,4 Punkten stabilisiert. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone seien im März im Vergleich zum Vormonat um 2,2 Punkte gestiegen und liegen laut ZEW derzeit bei 6,5 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Erwartung im Euroraum sei um 0,3 Punkte auf minus 90,7 Punkte gestiegen.
Die ZEW-Konjunkturerwartungen werden monatlich erhoben. An der Umfrage beteiligen sich laut ZEW bis zu 350 Finanzexperten. Der Indikator gibt die Differenz der positiven und negativen Erwartungen für die künftige Wirtschaftsentwicklung in Deutschland wieder. Abgefragt werden auch die Erwartungen für die Eurozone, Japan, Großbritannien und die USA.
Sicherheit ist für Fondsvertrieb wichtiger als Performance  17.3.09
 Sicherheit und Transparenz stehen für die Vertriebspartner von Investmentgesellschaften derzeit an
vordester Stelle. Das geht aus der Studie "Multiplikatoren verstehen" hervor, für die vom 12. September bis zum 2. November 2008 Finanzvermittler, freie Vermögensverwalter, Anlageberater aus Banken und Sparkassen sowie Dachfondsmanager befragt wurden. Demnach war im vergangenen Herbst für 92 Prozent aller Befragten ein gutes Risikomanagement das wichtigste Kriterium für eine gute Anlageentscheidung. Für 82 Prozent war eine ausreichende Informationspolitik sehr wichtig. 2007 antworteten noch 84 Prozent der damals Befragten, dass für sie eine überdurchschnittliche Performance das wichtigste Auswahlkriterium sei. 2008 waren das 80 Prozent. Wie aus der Studie weiter hervorgeht, lässt die Bedeutung von Produktinnovationen nach. Während diese 2006 noch für 70 Prozent und 2007 für 71 Prozent aller Befragten Priorität hatte, messen 2008 nur noch 59 Prozent der Vertriebspartner innovativen Produkten eine hohe Bedeutung bei. Nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr waren dagegen die Punkte "Kontinuität der
Produktpalette" (77 Prozent), "guter Service für die Vertreibspartner" (76 Prozent) und "positives Image" (74
Prozent). Für die Studie, die im Auftrag der Investmentgesellschaften BlackRock, Fidelity, Franklin Templeton Investments, Invesco, J.P. Morgan Asset Management, Robeco und Threadneedle durchgeführt wurde, hat creative analytic 3000 nach eigenen Angaben 455 Vertriebspartnern befragt. Die Studie wird seit 2004 jährlich erhoben.
Einzelhandelsimmobilien steigern ihren Wert 11.3.09
 Der deutsche Einzelhandel hat sich in einem schwierigen ökonomischen Umfeld vergleichsweise gut behauptet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde 2008 nominal 2,1 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahr und für das laufende Jahr prognostiziert die GfK insgesamt stabile Umsätze, wie es in einem aktuellen Marktkommentar von Cordeas Savills heißt. Bei Einzelhandelsimmobilien besitzen Core-Objekte in den richtigen Lagen ein gutes Risikoprofil, das in ökonomisch schwierigen Zeiten bedeutsam ist, wie es weiter heißt. Aus diesem Grund planten institutionelle Investoren auch weiterhin, ihre Allokation in dieses Segment zu erhöhen. Die gegenwärtige Knappheit attraktiver Objekte mit institutioneller Qualität auf
dem Markt unterstreiche diesen Trend. Auch wenn der Online-Handel seinen Marktanteil weiter ausbaue, mache der gesamte Versandhandel gegenwärtig nur rund sieben Prozent des Einzelhandelsvolumens in Deutschland aus. Zukünftig werde es eine noch stärkere Annäherung von Online- und stationärem Handel geben: Einzelhändler setzten zunehmend auf eine Mehrkanalstrategie. "Dabei nutzen sie die Vorteile des
jeweiligen Absatzweges und heben zusätzliche Potenziale durch eine stärkere Integration beider  Vertriebskanäle und die Erzeugung von Synergieeffekte zwischen beiden".Der stationäre Handel habe dabei unverändert eine klar dominierende Position.   "Wir gehen davon aus, dass die schwierigere wirtschaftliche Situation zu einer weiteren Konzentration bei Einzelhandelsunternehmen führt. Hier können vor allem straff organisierte, entscheidungsfreudige und kapitalstarke Unternehmen auch in der aktuellen Situation Marktanteile gewinnen und ihre Expansion weiter vorantreiben", schreiben die Analysten weiter.
Darunter fallen den Angaben zufolge zum Beispiel discountierende Betriebsformen - sowohl im Food- als auch im Nonfood-Bereich - oder vertikal integrierte Konzepte. Auf der anderen Seite würden einzelne Formate wie Warenhäuser oder inhabergeführte Fachgeschäfte nach wie vor unter großem Druck stehen und Restrukturierungsbedarf haben. Das lasse auch den Immobilienmarkt nicht unberührt.
Stat. Bundesamt: Verbraucherpreise steigen auf Jahressicht  10.3.09
 Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Februar 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat um ein Prozent gestiegen. Die Inflationsrate, die von August 2008 bis Januar 2009 kontinuierlich zurückgegangen war (Januar 2009: + 0,9%) blieb damit im Februar weitgehend stabil, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Vom Februar 2009 gegenüber Januar 2009 erhöhte sich der Index um 0,6 Prozent.
Im Februar 2009 wirkte sich die Preisentwicklung der Mineralölprodukte - wie bereits seit November 2008 - dämpfend auf die Jahresteuerungsrate aus: Ohne Einrechnung der Mineralölprodukte hätte die Inflationsrate im Februar 2009 mit 1,9 Prozent deutlich höher gelegen. Im Vergleich zum Vorjahr sanken sowohl die Preise für leichtes Heizöl um 27,1 Prozent als auch die Kraftstoffpreise um 12,6 Prozent (darunter Superbenzin: - 11,7% und Dieselkraftstoff: - 15,3%). Überdurchschnittlich verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr dagegen Gas (+ 18,9%), Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (+ 15,5%) und Strom (+ 5,8%).
Die Preise für Nahrungsmittel lagen im Februar 2009 im Schnitt 1,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, wie die Statistiker weiter mitteilten. Bei den einzelnen Nahrungsmitteln waren gegenläufige Preisentwicklungen festzustellen. Preisanstiege gab es vor allem bei Gemüse (+ 10,2%; darunter Gurken: + 63,3%; Kopf- und Eisbergsalat: + 55,1%). Auch für Fleisch und Fleischwaren (+ 4,5%; darunter Bratwurst: + 6,8%; Schweinebraten: + 6,2%) sowie für Süßwaren (+ 3,5%; darunter Bienenhonig: + 17,1%;
Schokoladentafeln: + 5,1%) mussten die Verbraucher mehr als vor einem Jahr zahlen. Die ab 2007 insbesondere bei Molkereiprodukten durchgesetzten Preiserhöhungen konnten dagegen nicht gehalten werden. Binnen Jahresfrist ergaben sich zum Teil erhebliche Preisrückgänge (zum Beispiel Quark: - 23,7%; Süße Sahne: - 21,9% sowie Butter: - 21,1%). Die Preisentwicklung für langlebige Gebrauchsgüter (- 0,3%; darunter Geräte der Informationsverarbeitung: - 13,2% und der Unterhaltungselektronik: - 11,6%) blieb den Angaben zufolge aus Sicht des Konsumenten weiterhin günstig. Bei den Dienstleistungen gab es laut Bundesamt für Statistik nennenswerte Preisanstiege unter anderem bei Flugreisen (+ 8,3%), Pauschalreisen (+ 5,4%) und Beherbergungsdienstleistungen (+ 4,7%).  Insgesamt betrachtet erhöhten sich im Vorjahresvergleich die Preise für Dienstleistungen mit 1,5 Prozent überdurchschnittlich, die Preise für Waren stiegen dagegen mit 0,7 Prozent weniger stark
Deutsche Exporte um 20 Prozent gesunken
Im Januar 2009 wurden von Deutschland Waren im Wert von 66,6 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 58,1 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im Januar 2009 um 20,7% und die Einfuhren um 12,9% niedriger als im Januar 2008, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber Dezember 2008 um 4,4% und die Einfuhren um 0,8% ab.Die Außenhandelsbilanz schloss im Januar 2009 mit einem Überschuss von 8,5 Milliarden Euro ab. Im Januar 2008 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz + 17,3 Milliarden Euro betragen, wie es weiter hieß. Kalender- und saisonbereinigt lag im Januar 2009 der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 8,3 Milliarden Euro.
Amerikanische Investmentfonds verzeichnen Zuflüsse  10.3.09
 Die amerikanischen Investmentfonds konnten im Januar das erste Mal seit sieben Jahren wieder Nettozuflüsse verzeichnen. Das geht aus einer aktuellen Studie von Exane BNP Paribas hervor. Insgesamt hätten die amerikanischen Investmentfonds Nettozuflüsse in Höhe von rund 30 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Amerikanische Aktienfonds haben laut Studie im Januar 2009 mit einem Nettozufluss von rund zehn Milliarden US-Dollar einen deutlich besseren Start als im Vorjahresmonat hingelegt. Im Januar 2008 wurden den Angaben zufolge Abflüsse in Höhe von 45 Milliarden US-Dollar verbucht. Mit Nettoabflüssen in Höhe von insgesamt 240 Milliarden US-Dollar sei 2008 das schlechteste Jahr für die Fondsindustrie gewesen.
Europäische Aktienfonds haben den Angaben zufolge im Januar bereits im dritten Monat in Folge Zuflüsse erzielt. Im Januar lagen die Nettozuflüsse bei 3,5 Milliarde Euro. Im Jahresvormonat seien Rückflüsse in Höhe von 27 Milliarden Euro verzeichnet worden. Die höchsten Zuflüsse erzielten den Angaben zufolge deutsche Aktienfonds. Spanische und italienische Aktienfonds litten dagegen nach wie vor unter den Netto-Abflüssen der Mittel. Allerdings fielen diese vergleichsweise moderat aus.
Nestor: Afrika Fonds mit Investitionen in Bergbau gestartet  6.3.09
 Die BaFin hat den Nestor Afrika Fonds (LU0407232692) für den Vertrieb in Deutschland registriert. Wie die Fondsgesellschaft mitteilte, hat der Fonds auch die Vertriebszulassung für Österreich erhalten. Laut Unternehmensangaben verfolgt der Afrika Fonds eine langfristig ausgelegte Anlagestrategie mit einer breiten Länder- und Branchenstreuung. Dabei werde den je nach Land, Branche und Investmentthema unterschiedlichen Wachstumschancen und Anlagerisiken durch gezielte Über- und Untergewichtungen Rechnung getragen.  Schwerpunktmäßig konzentriert sich das Fondsmanagement nach eigenen Angaben auf Blue Chips, die über eine im afrikanischen Kontext akzeptable Marktkapitalisierung und Liquidität verfügen.
Daneben werden auch kleinere Unternehmen in die Aktienselektion einbezogen. Da als Anlageziel überdurchschnittliche Returns erzielt werden sollen, werden auch aggressive Sektor- und Ländergewichtungen eingegangen. Bis zu zehn Prozent des Netto-Teilfondsvermögens können den Angaben nach in Aktien von Gesellschaften, die ihren Sitz oder Geschäftsschwerpunkt nicht in den Staaten Afrikas haben, angelegt werden. Außerdem würden bis zu zehn Prozent des Netto-Teilfondsvermögens in nicht börsennotierte Wertpapiere investiert werden.
Wie das Fondsmanagement mittelte, wurde der Bergbausektor zum Start des Fonds am 2. Januar klar bevorzugt. Zum einen sollte der Goldpreis mittelfristig deutlich weiter steigen, und zum anderen seien viele Minenwerte in den letzten Monaten außerordentlich stark gefallen. "Besonders erfolgreich und vom Timing her ideal war der Kauf von Firstb Quantum Minerals. Dieser kanadische Kupferproduzent mit Geschäftsschwerpunkten in Sambia und der Demokratischen Republik Kongo kann aufgrund sehr niedriger Produktionskosten auch bei den stark gesunkenen Kupferpreisen noch kostendeckend arbeiten. Bei steigenden Kupferpreisen besteht ein großer Hebel", heißt es weiter. Aufgrund der geringen Startmittel hätten erst wenige Positionen aufgebaut werden können. Aus abwicklungstechnischen Gründen konnten daher noch keine Käufe an afrikanischen Börsen außerhalb Südafrikas getätigt werden, teilte das Fondsmanagement weiter mit.
Griffin: Polen stärker gewichtet - Türkei und Russland reduziert 3.3.09
 Griffin  hat das Ländergewicht des Griffin Eastern European Fund (IE0002787442) weiter angepasst. Wie Fondsmanager Thomas Farthofer mitteilte, ist die vorübergehende Stabilisierung des polnischen Zloty gegenüber dem Euro eine gute Voraussetzung für die stärkere Gewichtung Polens. Diese Ausrichtung habe der Fonds bereits durch entsprechende Futures erreicht. Das polnische Engagement betrage jetzt knapp 13 Prozent. "Je nach dem, wie sich die Situation in den Ländern weiter entwickelt, werden wir in den nächsten Wochen gegebenenfalls unsere Gewichtungen in unseren Kernmärkten Türkei und Russland zugunsten Polens verringern", sagte der Fondsmanager weiter. In der Türkei hat die unerwartet hohe Zinssenkung von 1,5 Prozent die BIP-Prognosen weiter verschlechtert, heißt es weiter. Dies habe die Entscheidung Ende Januar bestätigt, das türkische Engagement zu reduzieren. Derzeit betrage das entsprechende Volumen rund 16 Prozent. Die Beteiligungen an Eastpharma und Vakifbank seien zurückgefahren worden.
In Russland sei nach inoffiziellen Verlautbarungen in den vergangenen Tagen das BIP-Wachstum im Januar im Jahresvergleich viel stärker eingebrochen als allgemein erwartet. "Das würde unsere BIP-Prognosen für Russland, die für 2009 unter dem Konsens liegen, bestätigen", teilte Farthofer weiter mit. Das Management des Griffin Eastern European Fund habe seine Positionen in EDCL und Sistema verringert und sei im Gesamtengagement in Russland mit rund 40 Prozent nach wie vor untergewichtet. Darüber hinaus habe das Management über 40 Prozent der Position in tschechische Kronen und fast das gesamte Engagement in türkische Lira abgesichert.
Schroders: Richtiger Zeitpunkt zum Einstieg bei Corporate Bonds 24.2.09
 Experten des britischen Vermögensverwalters Schroders sehen derzeit einen sehr guten Einstiegszeitpunkt bei Unternehmensanleihen. Allerdings müssten Investoren die Spreu vom Weizen trennen können. "Nicht alle Unternehmensanleihen werden wie eine Einbahnstraße verlaufen", sagt Adam Cordery, Fondsmanager des Schroder ISF EURO Corporate Bond, "Anleger müssen Anleihen von Unternehmen auswählen, die überleben werden, und jene meiden, die ausfallgefährdet sind. In den nächsten zwei Jahren wird eine Kluft entstehen zwischen den 50 Unternehmensanleihen mit der besten und den 50 Werten mit der schlechtesten Entwicklung. In dieser Zeit wird der Markt darüber entscheiden, wer überleben und wer untergehen wird."
Derzeit sehen Unternehmensanleihen günstig aus, weil der Zinsabstand, also die Differenz zwischen ihren Renditen und den Renditen von Staatsanleihen beziehungsweise der sogenannte "Credit Spread", sich auf einem historischen Höchststand bewegt.
Aus diesem Grund wollen viele Investoren, darunter institutionelle Adressen wie Pensionsfonds, Versicherungsunternehmen und Privatbanken, jetzt bei dieser Anlageklasse einsteigen. "Inflation als eines der Risiken für die Erträge von Unternehmensanleihen ist noch in weiter Ferne, weil die Teuerung für einen großen Teil des Jahres wahrscheinlich im negativen Bereich sein wird", ergänzt Adam Cordery. "Wenn die Inflation schließlich zurückkehrt, wird sie zudem eher ein Problem für Staatsanleihen als für Unternehmensanleihen, weil letztere durch ihre höheren Renditen mehr Spielraum haben, die Inflation zu übertreffen. Zwar könnten die Credit Spreads sinken, indem die Renditen der Unternehmensanleihen fallen oder die Staatsanleihen-Renditen steigen, in jedem Fall sollten Unternehmensanleihen aber 2009 besser abschneiden als die staatlichen Schuldpapiere." Der von Adam Cordery verwaltete Unternehmensanleihen-Fonds Schroder ISF EURO Corporate Bond (LU0113257694, LU0113257934) zählt über ein Jahr zum obersten Quartil seiner Vergleichsgruppe, wie es hieß. Er legte den Angaben zufolge in den vergangenen fünf Jahren um 9,16 Prozent zu, sein Vergleichsindex Merrill Lynch EMU Corporate um 8,46%. Bis zum 16. Februar 2009 flossen bereits rund 360 Millionen Euro in das Produkt. "Aus allen Vertriebskanälen kommt in Deutschland und auch in Österreich eine enorme Nachfrage nach Unternehmensanleihen, sowohl von Dachfonds, freien Beratern und dem Private Banking als auch von institutionellen Anlegern", kommentiert Achim Küssner, Geschäftsführer der Frankfurter Schroder Investment Management GmbH für Deutschland und Österreich.
BVI: Neues Schulmaterial "Hoch im Kurs" aufgelegt  23.2.09
 Eine dritte, überarbeitete Auflage des BVI-Schulmaterials "Hoch im Kurs" wird derzeit mit einem erweiterten Angebot an deutsche Schulen verschickt. Wie der Bundesverband Investment und Asset Management e.V (BVI) mitteilte, soll mit der Initiative die finanzielle Bildung gefördert und die Handlungsfähigkeit junger Menschen gestärkt werden. Zusammen mit dem Universum-Schulbuchverlag sowie der Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung habe der BVI Unterrichtsbroschüren für Lehrer und Schüler erarbeitet, um die finanzielle Allgemeinbildung an Schulen zu verbessern. Seit dem Start des Schulmaterials im Mai 2006 seien rund 13.000 Klassensätze mit je 30 Exemplaren von Lehrern nachgefragt worden.
Das Material vermittelt den Schülern der Klassen zehn bis zwölf Grundlagen finanzieller Zusammenhänge, verschiedene Geldanlageformen und deren Beurteilungskriterien, sowie den Umgang mit Finanzdienstleistungen und Möglichkeiten der eigenen Zukunftsvorsorge. Das Schülermagazin ist den Angaben zufolge diesmal um die beiden Kapitel "Internationale Finanzmärkte" und "Termingeschäfte" ergänzt worden, um aktuellen Entwicklungen in der Finanzwelt Rechnung zu tragen. Die Lehrerhefte seien didaktisch optimiert worden und würden jetzt Overheadfolien und Kopiervorlagen für den Unterricht enthalten.  So besteht das BVI-Medienpaket aus weit mehr, als nur dem 28-seitigen Schülermagazin, das als Einführung und Unterrichtsmaterial, aber auch zum Selbststudium dienen kann. Die Materialmappe für Lehrer vermittelt ergänzend dazu Hintergrundinformationen und Vorschläge für den Unterricht, heißt es weiter. Zu den Broschüren gehört auch die Website www.hoch-im-kurs.de, die Texte und Materialien aus dem Lehrer- und Schülerheft mit interaktiven Angeboten verbindet. Das Angebot www.hoch-im-kurs.de/lehrer enthält ergänzende Arbeitsanregungen, wie Unterrichtseinstiege und Schaubilder. Monatlich veröffentlichte Arbeitsblätter für den Unterricht zu aktuellen Themen stehen ebenfalls als Druckvorlagen auf der Internetseite zur Verfügung.
SAM: Klimaschutz als Chance  18.2.09
 Ob Maßnahmen zur Minderung klimaschädlicher Emissionen zu Wohlstandsverlusten führen, ist zurzeit ein heiß diskutiertes Thema. Die Analysten von Sustainable Asset Management kommen in einer aktuellen Studie zu dem Schluss, dass Klimaschutz nicht zwangsläufig zu Einbußen beim Wohlstand führen muss. Als Beispiel führen die Schweizer ökonomische Erhebungen aus Dänemark und den USA an. Dem Bericht zufolge sei das dänische Bruttoinlandprodukt pro Kopf in den Jahren von 1997 bis 2005 stärker gestiegen als das der USA. Dabei habe Dänemark im gleichen Zeitraum seine CO2-Emissionen aus der Nutzung fossiler Brennstoffe massiv senken können, während diese in den USA kontinuierlich gestiegen seien.
Den dänischen Vorsprung führen die Analysten vor allem auf die dänische Windturbinenindustrie zurück. Sie habe nicht nur Zehntausende neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern habe auch dafür gesorgt, dass inzwischen knapp 20 Prozent des dänischen Strombedarfs mit sauberer Windenergie abgedeckt werde. "Heute exportiert Dänemark Windturbinen und verwandte Produkte in Länder wie die USA", stellen die Analysten fest. Nachhaltige Investments unter dem Aspekt Klimaschutz seien demnach chancenreiche Investitionen.
SYZ & CO: Wirtschaftskrise setzt sich fort 17.2.09
  Während man dem vergangenen Jahr nicht nachtrauert, löst nach Einschätzung der Analysten von SYZ & CO auch 2009 angesichts der Wirtschaftsaussichten keine Begeisterungsstürme aus. "Die zum Jahresanfang veröffentlichten Konjunkturdaten unterstrichen, wie stark die jähe Kontraktion der Wirtschaft in den letzten Monaten 2008 ausgefallen war", so der aktuelle Marktkommentar.
Der Internationale Währungsfonds rechne nun für 2009 mit einem fast bei Null liegenden Weltwirtschaftswachstum (+0,5%), das Internationale Arbeitsamt erwartet den Abbau von 50 Millionen Stellen weltweit. Dieser Konjunkturverfall hat zusammen mit den schwachen Unternehmensergebnissen die Aktienmärkte im Januar selbstverständlich wieder auf Talfahrt geschickt. Die Verschärfung der Schwächen bestimmter Mitglieder der Eurozone belastete die Einheitswährung und ließ die Risikoprämien in Verbindung mit den Staatsschuldnern steigen. Nach Meinung der Analysten von SYZ & CO ist es heute für eine deutliche und nachhaltige Trendwende bei den Börsenindizes zu früh. Eine mögliche Erholung der Wirtschaftstätigkeit bleibt vorerst kaum abzusehen, und Ankurbelungsprogramme benötigen Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Daher bleibt SYZ & CO bei einer Ausrichtung auf Blue Chips, die gut absehbare Resultate und solide Bilanzen aufweisen können", heißt es.
 Invesco: Signale für möglichen Wendepunkt an Aktienmärkten  17.2.09
 Die Investmentexperten von Invesco Quantitative Equity Strategies haben nach eigenen Angaben eine Reihe von ermutigenden Anzeichen identifiziert, die auf einen Wendepunkt hindeuten könnten. Die Ergebnisse beruhen den Angaben zufolge auf einer umfassenden Analyse historischer und aktueller Daten. Sie deuten darauf hin, dass die Kursverluste an den globalen Aktienmärkten inzwischen deutlich übertrieben sind und ein Wendepunkt daher kurz bevorstehen könnte. Allerdings warnen die Experten von Invesco vor einer fortgesetzt hohen Volatilität, begleitet von anhaltend schlechten Datenveröffentlichungen. "Anleger, die vor einer Rückkehr an den Markt stehen, sollten unbedingt auf eine taktische Asset Allokation setzen, die rasch auf Veränderungen des Marktumfelds reagieren kann", empfiehlt Charles DuBois, Head of Asset Allocation Research, Invesco Quantitative Equity Strategies, in der jüngsten Ausgabe der Invesco Publikation Market Update. Wie Thorsten Paarmann, Portfolio Manager, Invesco Quantitative Strategies, anmerkt, kommt es an den Kapitalmärkten regelmäßig zu Übertreibungen. Obwohl diese nur in der Rückschau vollständig als solche erkennbar sind, "winken satte Belohnungen - oder es können zumindest hohe Verluste vermieden werden - wenn sie erkannt werden", sagt Paarmann. Die Investmentexperten weisen darauf hin, dass Anleger gerade erst vor etwa zwei Jahren nicht angemessen für die von ihnen eingegangenen Risiken kompensiert wurden - eine Beobachtung, die viele ignorierten und dementsprechend teuer bezahlen mussten. "Heute erhalten Anleger eine großzügige Vergütung für die von ihnen eingegangenen
Risiken: Die US-Leitzinsen sind nahe Null, die Renditen am Rentenmarkt - selbst die der bonitätsstärkeren Instrumente - haben zum Teil verrückte Höhen erreicht, und die Berg- und Talfahrt am Aktienmarkt geht weiter. Anders ausgedrückt: Die aktuelle Hype scheint Risikovermeidung zu heißen."
Die Investmentexperten verweisen auf einige Indikatoren, die sich in der Vergangenheit häufig als Vorboten einer kurz bevorstehenden Trendwende erwiesen haben und damit einen guten Zeitpunkt für einen Wiedereinstieg am Aktienmarkt signalisierten. Dazu gehören eine expansive Geld-, Fiskal- und Steuerpolitik, deutliche Kursverluste am Aktienmarkt, die zu entsprechend attraktiveren Wertzuwachschancen für Investoren führen, ein extremer Pessimismus bzw. große Ängste unter den Anlegern, eine schrumpfende Wirtschaft sowie Stimmungs- und Kurstrends, die darauf hindeuten, dass der Ausverkauf an den Aktienmärkten fast abgeschlossen ist. Alle diese Faktoren treffen auch auf die aktuelle Situation zu, meinen die Analysten von Invesco.  Wie die Investmentexperten zugestehen, sind ihre Schlussfolgerungen natürlich nur dann wirklich relevant, wenn sich die typischen Muster der Vergangenheit auch dieses Mal wiederholen sollten. Angesichts der "klar überwiegenden günstigen Indizien" erinnern sie jedoch an eine wichtige Beobachtung des Investoren John Templeton, der sagte: "Die vier teuersten Wörter für Anleger lauten: Diesmal ist alles anders."  Da sie Rückschläge in der erwarteten Erholungsphase für unvermeidbar halten, empfehlen die Investmentexperten Anlegern, die wirtschaftlichen Daten und Markttrends weiterhin genau zu beobachten und einen disziplinierten und strukturierten Prozess der Asset Allokation zu verfolgen, um ihre Positionen bei einer Veränderung der Gesamtlage flexibel anpassen zu können.
Fortis Investment: Greithners Rettungsplan enttäuscht Erwartungen  16.2.09
 Der "Financial Stability Plan" von US-Finanzminister Timothy Geithner war wenig konkret und das enttäuschte die Anleger, heißt es in einem Marktkommentar von Fortis Investment. Die wichtigsten US-Aktienindizes fielen um etwa fünf Prozent. In Erwartung des Rettungspakets waren sie in den vergangenen Monaten einige Male deutlich gestiegen, um nun, da es bekannt gegeben wurde, wieder stark zu fallen.
"Wir haben unsere Aktienübergewichtung vor einigen Wochen reduziert und behalten diese Positionierung bei. Wir erwarten, dass sich Aktien in den nächsten Monaten bei hoher Volatilität seitwärts bewegen. Vor diesem Hintergrund dürfte unsere Positionierung im Staatsanleihenbereich (lange Duration) von Zuflüssen sicherheitsorientierter Anleger profitieren", schreibt Joost van Lenders von Fortis Investment.
Die Verluste am Aktienmarkt sind auch auf Zweifel an der Bereitschaft der Privatwirtschaft zurückzuführen, das US-Bankensystem zu sanieren. Das Rettungspaket könnte bis zu zwei Billionen US-Dollar kosten - eine enorme Summe. Der Entwurf ist aber kaum eine Seite lang und besteht aus drei Punkten: (1) Stresstests der Bankenbilanzen und weitere Kapitalspritzen für alle, die sie benötigen, (2) eine von Privatinvestoren mitgetragene Bad Bank für toxische Wertpapiere und (3) dem Ankauf neuer Verbriefungen von Autokrediten, Verbraucherkrediten und Kredite für kleinere Unternehmen.  Unklar ist, ob insolvente Banken mit neuem Kapital versorgt, verstaatlicht oder dem Konkurs überlassen werden. Gibt es genügend Mittel für neue Kapitalspritzen? Den privaten Sektor über den Kurs von toxischen Wertpapieren entscheiden zu lassen ist sicherlich innovativ, aber noch steht nicht fest, ob er dazu bereit ist. Außerdem fehlt ein klares Konzept zur Lösung des Problems der Zwangsvollstreckungen. Ziel des Rettungsprogramms ist, den Kreditmarkt anzukurbeln. Unklar ist aber, ob der private Sektor bereit ist, sich Geld zu leihen. Der Schuldenabbau hat gerade erst begonnen.
"Alles in allem erwarten wir aber, dass dieses Rettungspaket ebenso wie die anderen Hilfsprogramme zu einer Stabilisierung der US-Konjunktur der 2. Jahreshälfte beitragen wird und schließlich auch wieder Vertrauen in das Bankensystem schafft", schreibt van Lenders weiter. Die jüngsten Zahlen zeigen, dass die Lagerbestände weltweit erheblich abgebaut werden. Zusammen mit dem Nachfragerückgang verspricht das für das Wachstum in diesem Quartal nichts Gutes. In China sind die Exporte im Januar um 17,5% (im Vorjahresvergleich) zurückgegangen. Da gleichzeitig die Importe um 43,1% gefallen sind, gab es erneut einen Handelsbilanzüberschuss in Rekordhöhe. In Deutschland, Frankreich und Italien fiel die Industrieproduktion zweistellig, und die deutschen Exporte und Importe waren so schwach wie seit Jahren nicht mehr.US-Unternehmen räumen nicht nur ihre Lager, sie reduzieren auch ihr Personal. Die Arbeitslosenquote stieg sprunghaft von 7,2 auf 7,6%. Üblicherweise dauert es eine Weile, bis sich eine Konjunkturschwäche auch in der Arbeitslosenquote zeigt, doch angesichts der Schwierigkeiten der Verbraucher reagiert der Arbeitsmarkt diesmal möglicherweise sofort. Anders ausgedrückt:
Möglicherweise erholt sich die Wirtschaft erst, wenn auch die Arbeitslosenquote wieder zurückgeht.
Riestern mit Investmentfonds wird immer beliebter 16.2.09
 Die Zahl der Riester-Verträge steigt. Knapp eine halbe Million Vorsorgesparer haben im Jahr 2008 einen Riester-Vertrag bei deutschen Investmentgesellschaften neu abgeschlossen, wie der BVI Bundesverband Investment und Asset Management mitteilte. Damit managte die Investmentbranche zum Stichtag den31. Dezember 2008 insgesamt 2,4 Millionen der staatlich geförderten Sparpläne nach 1,92 Millionen im Vorjahr.
2006 seien es noch 1,23 Millionen gewesen. Die Entwicklung zeige, dass das Thema Altersvorsorge zunehmend an Bedeutung gewinne und immer mehr Menschen dabei auf das Riester-Sparen setzen.
Die wichtigsten Fragen zum Thema staatlich geförderte private Altersvorsorge beantwortet die aktualisierte Broschüre des BVI "Die Riester-Rente mit Investmentfonds", die auch eine Liste aktueller Riester- Fondsangebote enthält. Laut BVI bieten staatlich geförderte Sparpläne mit Investmentfonds neben hohen Renditeaussichten ein Höchstmaß an Sicherheit. Denn die Anbieter müssten garantieren, dass mindestens die in der Ansparphase eingezahlten Beträge ab dem 60. Lebensjahr zur Verfügung stehen.
BVI fordert Ausnahme bei Abgeltungsteuer bei VL  16.2.09
 Der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) kritisiert, dass die Abgeltungsteuer bei vermögenswirksamen Leistungen (VL) oft höher ausfällt als die staatlichen Leistungen. Zwar habe es Verbesserungen bei den vermögenswirksamen Leistungen gegeben, aber dieser Schönheitsfehler bleibe. "Deshalb sollten Kurszuwächse beim VL-Sparen - wie bis Ende 2008 - steuerlich nicht erfasst werden"
fordert Stefan Seip, Hauptgeschäftsführer des BVI. Generell begrüße der BVI, dass ab 1. April 2009 die Arbeitnehmer- Sparzulage für Aktienfonds von 18 auf 20 Prozent auf den Sparbetrag von maximal 400 Euro pro Jahr angehoben werde. Zudem würden die Einkommensgrenzen, bis zu denen die Arbeitnehmer- Sparzulage gezahlt werde, für Ledige von 17.900 auf 20.000 Euro und für Verheiratete von 35.800 auf 40.000 Euro angehoben.
Inflationsrate auf dem niedrigsten Stand seit fast fünf Jahren 12.2.09
 Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Januar 2009 gegenüber Januar 2008 um 0,9 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, hat sich der Preisauftrieb seit August 2008 kontinuierlich abgeschwächt; im Januar 2009 blieb die jährliche Teuerung erstmals seit fast fünf Jahren (Februar 2004: + 0,8%) unterhalb von einem Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2008 verringerte sich der Index um 0,5 Prozent. Die Schätzung für Januar 2009 wurde damit bestätigt.
Die niedrige Inflationsrate im Januar 2009 ist vor allem auf die günstige Preisentwicklung bei Mineralölprodukten zurückzuführen, deren Preise um 15,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen.
Ohne Einrechnung der Mineralölprodukte hätte die Inflationsrate im Januar 2009 mit 1,8 Prozent deutlich höher gelegen. Auch die Energiepreise verbilligten sich im Durchschnitt um 0,8 Prozent gegenüber Januar 2008. Während die Preise für Mineralölprodukte gegenüber dem Vorjahr stark zurückgingen erhöhten sich die Preise für Haushaltsenergieträger wie Gas sowie Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme. Auch die Strompreise stiegen binnen Jahresfrist deutlich. Die Nahrungsmittelpreise lagen im Januar 2009 im Schnitt 1,1% über dem Niveau des Vorjahres. Im Jahresvergleich günstig blieb dagegen die Preisentwicklung für langlebige Gebrauchsgüter. Deutlich geringere Preise wiesen unter anderem Computer und Notebooks sowie Unterhaltungselektronik und Fernseher auf.
Moody’s sagt Pleitewelle voraus  11.2.09
 

4,8 Prozent der weltweiten spekulativen Unternehmensanleihen wurden in den vergangenen zwölf Monaten bis Ende Januar nicht bedient. Vor einem Jahr lag die Ausfallrate (Default Rate) noch bei 1,1 Prozent, berichtet die Rating-Agentur Moody’s. Doch das ist erst der Anfang: In Europa soll die Ausfallquote auf fast 20 Prozent ansteigen.Laut Moody’s folgt dem bereits bemerkenswerten Anstieg der Ausfälle ein noch viel dickeres Ende in Form einer Jahresausfallrate von 16,4 Prozent im November. „Rapide verschlechterte Wirtschaftsbedingungen und die andauernde Bankenkrise kündigen eine Flut von Anleiheausfällen an“, sagt Moody’s-Analyst Kennth Emery. Das soll auch in Europa passieren, sogar überdurchschnittlich stark. So erwartet die Agentur für November eine Spitzenausfallquote von 19,6 Prozent. Die aktuelle Default Rate liegt auf Sicht von zwölf Monaten bei 2,4 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 2 Prozent. Als spekulativ gelten Unternehmensanleihen mit einem Rating unter Baa (Moody’s) beziehungsweise unter BBB (Standard & Poor’s).

W&W AM: Osteuropa hat auf lange Sicht Aufholpotenzial 11.2.09
 Die osteuropäischen Aktienmärkte werden nach Ansicht der W&W Asset Management GmbH (W&W AM) weiterhin von den Folgen der internationalen Finanzkrise belastet bleiben. "Die Erwartung eines sich in der gesamten Region deutlichen verlangsamenden Wirtschaftswachstums und einer nur allmählich nachlassenden Risikoaversion der Anleger werden weiterhin für eine hohe Volatilität an den Aktienmärkten Osteuropas sorgen", teilt W&W AM mit. Für den Fall, dass die Finanzkrise ausklingen und sich damit die Konjunkturperspektiven wieder aufhellen sollten, rechne die W&W AM erst im zweiten Halbjahr 2009 mit einer wiederkehrenden Zuversicht, die sich auch auf den Aktienmärkten bemerkbar machen wird. Auf lange Sicht biete der noch im Auf- und Ausbau befindliche Finanzsektor in Osteuropa weiterhin ein hohes Aufholpotenzial. Positive Fundamentaldaten bescheinigten den Märkten in Polen und Tschechien zwar bislang eine gute Ausgangslage. "Allerdings sind auch diese zwei Volkswirtschaften aufgrund ihrer engen außenwirtschaftlichen Verflechtungen mit der EWU deutlich von der dortigen Rezession betroffen", heißt es weiter. Diese Tatsache werde die Kursentwicklung der beiden Indizes PX und WIG 20 in dem kommenden Monaten belasten. Zusätzlich trübe die Situation in Rumänien und Ungarn das Vertrauen der internationalen Aktienmärkte in die osteuropäischen Aktienmärkte. Die dort nach wie vor existierenden strukturellen Ungleichgewichte, ein hohes Doppeldefizit (Budget und Leistungsbilanz) sowie eine hohe private Verschuldung ließen einen deutlichen Wirtschaftsabschwung auch in Osteuropa erwarten.
BVI: Offene Immobilienfonds verzeichnen Mittelzufluss - Rekordzuflüsse bei Aktienfonds im Dezember  11.2.09
 Die Offenen Immobilienfonds haben im Dezember einen Netto-Mittelzufluss von 0,9 Milliarden Euro verzeichnet. Ein gutes Drittel der Neuanlage sei auf die Offenen Immobilienfonds, deren Anteilrücknahme seit Ende Oktober ausgesetzt ist, teilte Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) bei seiner Jahrespressekonferenz mit. Wegen der geballten Rückflüsse hätten elf Offene Immobilienfonds die Rücknahme von Anteilen zum Schutz der verbleibenden Anleger befristet aussetzen müssen. Die Anleger hatten laut BVI allein im Oktober 5,1 Milliarden Euro aus den Offenen Immobilienfonds abgezogen. Insbesondere größere Anleger und Vermögensverwalter hätten die Rückgabemöglichkeit genutzt, um sich Liquidität zu beschaffen.
Aktienfonds verzeichneten im Dezember Rekordzuflüsse
Aktienfonds haben im Dezember 2008 mit per Saldo 3,2 Milliarden Euro den höchsten Monatszufluss seit fast acht Jahren verbucht. Einen höheren Zufluss habe es zuletzt Januar 2001 mit 3,4 Milliarden Euro gegeben, teilte der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) bei seiner Jahresbilanz mit. Auf das gesamte vergangene Jahr gesehen flossen den Angaben zufolge von Anfang Januar bis Ende Dezember 2008 2,3 Milliarden Euro aus Aktienfonds ab. Ein Grund für den Rekurdzufluss im Dezember sei vermutlich der Bestandschutz für künftige Veräußerungserlöse im Rahmen der zum Jahresbeginn 2009 eingeführten Abgeltungsteuer gewesen. Die Spezialfonds waren laut 2008 ein starkes Standbein im Fondsgeschäft. Die ausschließlich für institutionelle Kunden verfügbaren Sondervermögen sammelten per Saldo 19,9 Milliarden Euro neue Anlagemittel ein. Die stärksten Zuflüsse (25,7 Milliarden Euro) kamen von Versicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen, die zusammen 55 Prozent des Spezialfondsvermögens ausmachen. Kreditinstitute gaben - bedingt durch den erhöhten eigenen Liquiditätsbedarf - netto Spezialfondsanteile zurück (Abfluss: 6,4 Milliarden Euro).
Allianz GI Kapitalmarktbrief: Vorsicht trotz positiver Signale geboten 9.2.09
 Zwar hat das neue Jahr mit schlechten Nachrichten begonnen. Doch gibt es einige positive Frühindikatoren. Die Erwartungskomponente des ifo-Index oder des ZEW-Indikators sowie der Richmond Fed Manufacturing Index verbesserten sich. Auslöser waren vermutlich die geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken, die zu greifen scheinen. Stefan Scheurer, Kapitalmarktanalyst von Allianz Global Investors, schätzt die wirtschaftliche Situation folgendermaßen ein: "Eine generelle Entwarnung in puncto Konjunktur auszurufen wäre zu früh. Ein paar Schwalben machen noch keinen Sommer. Denn die im Januar gestartete Berichtssaison könnte in ihrem Höhepunkt im Februar den Marktteilnehmern erneut dunkle Wolken bescheren, da vermutlich noch - rezessionsbedingt - mit weiteren negativen Revisionen bei den Analystenschätzungen zu rechnen ist. Diese könnte noch zu einem Belastungstest für die Märkte werden."
Allerdings sprächen der fortgeschrittene negative Gewinnzyklus und die ersten Auswirkungen der Geldpolitik für eine Bodenbildung, schreibt Scheurer in dem aktuellen Kapitalmarktbrief von Allianz Global Investors weiter. Scheurer geht zwar davon aus, dass das Vertrauen der Marktteilnehmer angesichts deutlich reduzierter Bewertungen, hoher Dividendenrenditen sowie hoher Kassenbestände langsam wieder zurückkehren dürfte. Allerdings sollten Anleger nach wie vor ihren Kassenbestand erhöht lassen bis sich die Anzeichen einer wieder steigenden Risikofreude beziehungsweise einer konjunkturellen Stabilisierung mehren. Dann könne die Aktienquote wieder ausgebaut werden. Die Kurse sind auf historisch niedrigen Ständen, so liegt das Kurs-Buchwert-Verhältnis des DAX derzeit bei knapp 1, was darauf hindeutet, dass bereits ein Großteil der Unsicherheit eingepreist zu sein scheint.
Bei der Branchenallokation sollte unverändert ein Übergewicht auf defensiv geprägten Sektoren mit stabilen Cashflows und weitestgehend gesicherten Dividendenausschüttungen liegen. In Frage kommen Titel aus dem Pharma- und Telekommunikationssektor, aber auch aus der Grundstoff- oder Energiebranche. Negative Gewinnrevisionen bei zyklisch geprägten Sektoren wie dem Konsum- oder dem Industriesektor dürften anhalten und somit nach wie vor ein Belastungsfaktor für deren Kursentwicklung sein. Finanzwerte stufen die Kapitalmarktanalysten bereits wieder "neutral" ein, da die Aufräumarbeiten im Finanzsektor vorangehen. Im Januar startete die Dividendensaison, womit vor allem dividendenstarke Titel in den Fokus der Anleger rücken dürften. Im Vergleich mit den niedrigen Renditeniveaus bei Staatsanleihen erscheinen die durchschnittlichen Dividendenrenditen an den Aktienmärkten, wie zum Beispiel 5,7 % für den MSCI Europa, attraktiv. Auch wenn die stark abkühlende Wirtschaft die Stabilität der Dividendenrenditen vieler Unternehmen in Frage stellt, gebe es doch viele Gesellschaften mit stabilen Erträgen, die eine nachhaltig attraktive Ausschüttung erwarten lassen.
J.P. Morgan Investmentbarometer: Anlageklima bleibt frostig  9.2.09
 Die Stimmung der deutschen Privatinvestoren hat sich im Januar nur leicht im Vergleich zum Vormonat verbessert. Das geht aus dem aktuellen Investmentbarometer von J.P. Morgan Asset Management hervor. Demnach glaubten 24,8 Prozent der befragten Anleger an eine positive Entwicklung des DAX in den nächsten sechs Monaten. Das sei ein Plus von 2,6 Prozentpunkten gegenüber Dezember. Der Anteil der Börsen-Skeptiker lag bei 45,1 Prozent. Die Bereitschaft, in den nächsten sechs Monaten weitere Investitionen vorzunehmen, liegt mit 35,8 Prozent deutlich höher als der Anteil an Börsen-Optimisten von 24,8 Prozent. Mit einem Anteil von 57,1 Prozent steht mehr als jeder zweite Privatanleger weiteren Investitionen skeptisch gegenüber. Mit 19,2 Prozent der Befragten hält weniger als jeder Fünfte börsennotierte Investments wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Fonds, Optionsscheine oder Zertifikate.
Der Trend zur Sicherheit ist den laut Studie wieder stärker spürbar. Tagesgeldkonten legten deutlich zu. Mit einem Plus von 1,8 Punkten auf 15,6 Prozent liegt dieses Investment nun in der Anlegergunst vorn. Das Sparbuch verlor dagegen 0,7 Punkte und liegt mit 12,2 Prozent hinter den Investmentfonds (12,3 Prozent).
Investmentfonds verzeichneten einen Rückgang um 2,7 Prozentpunkte, liegen damit aber weiterhin auf dem zweiten Rang. Trotz der nach wie vor volatilen Aktienmärkte sank die Bereitschaft zu Direktinvestments in Aktien lediglich um 0,1 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent.
ING: Bärenmarkt-Rallys kommen, werden aber kurzlebig sein  9.2.09
 Der Ausgang der Wirtschaftskrise ist nach Ansicht von ING Investment noch ungewiss. "Wir meinen, dass eine reelle Chance besteht, dass sich binnen eines Jahres die ersten Erfolge der Konjunkturprogramme abzeichnen werden. Andererseits wäre es sicherlich unklug, die Gefahren des zweiten Szenarios - sozusagen die japanische Krankheit auf globaler Ebene - zu ignorieren", schreibt Senior Strategist Ad van Tiggelen. Derzeit gebe es zwei unterschiedliche Wirtschaftsszenarien. Das eine Szenario prognostiziert eine zaghafte Erholung für 2010, wenn die beispiellosen Konjunkturprogramme und geldpolitischen Maßnahmen rund um den Globus Wirkung zeigen. Nach diesem Szenario würde es an den Aktienmärkten ab Ende 2009, Anfang 2010 wieder aufwärts gehen. Das zweite Szenario male ein sehr viel düsteres Bild und gelte als weniger wahrscheinlich. Bei diesem Szenario werde es mehrere Jahre dauern, bis der Schuldenabbauprozess abgeschlossen ist. Die positiven Impulse der Konjunkturprogramme würden demnach von den verschärften Kreditvergabekriterien der Banken und der Zurückhaltung der Verbraucher zunichte gemacht, die in unsicheren Zeiten und bei Angst um den Arbeitsplatz lieber sparen als konsumieren. Im ersten Szenario giltlaut van Tiggelen das Deflationsrisiko lediglich als vorübergehende Erscheinung, während das zweite Szenario von einer anhaltenden deflationären Entwicklung ausgeht  Wie sich die Situation letztendlich entwickeln werde, lasse sich nicht vorhersagen. Eines sei so gut wie sicher: Bei beiden Szenarien werde es eine Reihe so genannter Bärenmarkt-Rallys geben. Diese würden durch besser als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten ausgelöst und von Zyklikern und Finanzwerten angeführt. Diese Rallys könnten von heftigen Fluktuationen begleitet weden und kurzzeitig einen Aufwärtstrend um 20 bis 30 Prozent bieten. Solange die Renditen von Unternehmensanleihen jedoch nicht fielen und die Nachfragesituation sich nicht bessere, würden derartige Rallys kurzlebig bleiben.
Gewinne bei Bärenmarkt-Rallys seien zwar möglich, aber das Timing sei schwierig. "Hier muss man die markttechnischen Faktoren und Stimmungsindikatoren im Auge behalten und nur in von Panik geprägten überverkauften Märkten kaufen. Alternativ kann man auch abwarten, bis die echte Erholung schließlich eintritt. Dann verpasst man allerdings den starken Kursanstieg von 20 bis 30 Prozent, der in der Regel kurz vor den ersten Hinweisen auf eine nachhaltige Erholung stattfindet", schreibt van Tiggelen. Dieses Risiko könne durch Halten von High-Yield-Unternehmensanleihefonds beziehungsweise hochrentierlichen Aktienfonds gemildert werden. Diese Anlageformen böten praktisch das gleiche Kurspotenzial wie der Aktienmarkt insgesamt, seien aber mit einem geringeren Kursrisiko verbunden. Zudem bieten sie den Angaben zufogle während des Wartens auf den Aufschwung auskömmliche Erträge. "Denn schließlich wird Geduld sich in diesem Marktumfeld als Tugend erweisen", ist van Tiggelen überzeugt.
BaFin überprüft Banken seit Finanzkrise strenger  6.2.09
 Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin)hat keine Möglichkeiten, Vorständen von Banken Auflagen zu Investments in Kapitalmarktanlagen zu machen. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion schreibt, sind Investment-Entscheidungen Sache der Geschäftsleitungen, die von Aufsichts- und Verwaltungsräten kontrolliert würden. Allerdings würde die BaFin die Banken seit der Finanzkrise strenger prüfen. Zur Frage nach der Inanspruchnahme von Garantien aus dem Rettungsfonds teilt die Regierung mit, bislang hätten die HSH Nordbank und die Bayerische Landesbank Mittel aus dem Rettungspaket in Form von Garantien in Anspruch genommen. Der HSH Nordbank sei eine Garantie in Höhe von 30 Milliarden Euro gewährt worden, der BayernLB eine Garantie in Höhe von 15 Milliarden Euro. Im Privatbankensektor seien Garantien der Hypo Real Estate (30 Milliarden Euro), der Commerzbank (15 Milliarden Euro) und der IKB (5 Milliarden Euro) gewährt worden. Der Commerzbank sei noch eine stille Einlage von 8,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt worden. Eine zweite Tranche von 10 Milliarden Euro solle folgen. Im Gegenzug übernehme der Bund 25 Prozent plus eine Aktie von der Commerzbank.
Abgeltungsteuer ist weniger als der Hälfte aller Anleger wichtig  6.2.09
 Die Abgeltungsteuer ist bei vielen Anlegern offenbar im vergangenen Jahr in den Hintergrund gerückt. Das geht aus der Januar-Umfrage für den DZ Bank-Anlegerindikator hervor. Demnach haben lediglich 27 % ihr Depot vor der Einführung zum 01. Januar 2009 umgeschichtet. Insgesamt sei die Abgeltungsteuer für
48 % aller Anleger wichtig gewesen.
Threadneedle übernimmt Fondsgeschäft von Standard Chartered  4.2.09
 

Threadneedle hat einen Überraschungscoup gelandet: Die britische Fondsgesellschaft übernimmt das Asset Management der Standard Chartered Bank. Dazu gehört die World-Express-Fondsfamilie. In Deutschland sind derzeit 117 World-Fonds, inklusive unterschiedlicher Währungsklasse und institutioneller Tranchen, zugelassen.Bei Standard in Deutschland zeigte man sich überrascht: „Die Nachricht kam für uns völlig überraschend“, zitiert der Branchendienst „Citywire“, ein Mitglied der deutschen Geschäftsführung. Ob und wie die Fonds in das Angebot von Threadneedle integriert werden, ist derzeit noch unklar. Eine besondere Attraktivität für Threadneedle hätten wohl die US-Valuefonds von Standard, so wird laut „Citywire“ in Deutschland vermutet. In den kommenden drei Monaten soll die Zusammenführung der Fondspaletten abgeschlossen sein. Erst Ende 2007 kaufte Standard diese Fonds von American Express.

BVI: Lange Haltedauer macht sich bezahlt  3.2.09
 Die Turbulenzen an den Finanzmärkten belasten die Renditen nur kurz- und mittelfristig. Das geht aus der aktuellen Wertentwicklungsstatistik des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) zum 31. Dezember 2008 hervor. Die Renditen aller Fonds legten mit der Länge des Anlagezeitraums zu.
Während sich der Wert der Anteile von internationalen Aktienfonds im vergangenen Jahr um 40,4 % verringerte, lag die durchschnittliche Rendite per anno bei einem Zeitraum von 30 Jahren bei 6,9 %. Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Deutschland wuchsen in einem Zeitraum von 25 Jahren um durchschnittlich 7,4 % und in einem Rahmen von 30 Jahren um 7,7 % pro Jahr an. Aus einem Anlagebetrag von 10.000 Euro wurde laut BVI nach 30 Jahren ein Vermögen von 92.441 Euro. Im vergangen Jahr verminderten sich Anteilwerte allerdings um 43,6 %.
Offene Immobilienfonds haben nach BVI-Angaben im vergangenen Jahr eine Rendite von 4,7 % erzielt und sich damit während der Finanzkrise bewährt. Aus einem Einmalbetrag von 10.000 Euro sei nach zehn Jahren ein Betrag von 14.710 Euro und nach 20 Jahren ein Betrag von 27.690 Euro geworden. Das entspreche einer jährlichen Rendite von 3,9 % bei zehn Jahren und 5,2 % bei 20 Jahren.
Euro-Rentenfonds erzielten den Angaben zufolge nach zehn Jahren im Schnitt ein Plus von 39,8 % und nach 20 Jahren einen Zuwachs von 189,3 %. Auf Jahressicht wird das Vermögen derzeit lediglich um 3,7 % gesteigert. Rentenfonds mit internationalem Anlageschwerpunkt legten auf Zehn-Jahressicht laut BVI um durchschnittlich 32,2 % zu. In den vergangenen zwölf Monaten verbuchten sie allerdings ein Minus von im Schnitt 0,4 %. Das lag den Angaben zufolge an einzelnen Rentenfonds, die risikobehaftete Wertpapiere im Portfolio hatten. Auf Jahressicht schlugen sich dagegen Rentenfonds mit dem Anlageschwerpunkt US-Dollar besonders gut. Diese Fonds legten um 6,3 % zu.
Bei klassischen Euro-Geldmarktfonds wurde nach BVI-Angaben auf Jahressicht eine Rendite von 1,05 % und auf 20-Jahressicht eine Rendite von 4,63 % erwirtschaftet. In Einzelfällen sei die Wertentwicklung durch Beimischungen zum Beispiel von verbrieften Forderungen belastet.
Umfrage Allianz GI: Umwelt als Anlagethema für Amerikaner interessant 2.2.09
  64 % der US-Amerikaner stufen den Sektor Umwelttechnologie als attraktives Anlagesegment ein. Das geht aus einer Umfrage von Allianz Global Investors unter amerikanischen Anlegern hervor. Der Anteil jener, die in diesem Bereich bereits investiert sind, sei von 2007 zu 2008 um vier Prozentpunkte auf
22 % gestiegen. Grundsätzlich halten 69 % es für wichtig, in Unternehmen zu investieren, die in ihrem Geschäft auf die Lösung von Umweltproblemen setzen.

Nach Ansicht von 78 % der Befragten wird unter Präsident Barack Obama mehr in Umwelttechnologien investiert als zur Amtszeit seines Vorgängers George W. Bush, wie aus der Umfrage weiter hervor geht. 74 % glauben, dass der Kongress das unterstützen wird. 91 % gaben an, dass sie die Lösung der Umweltprobleme für ein wichtiges Thema in den kommenden Jahren halten. Für 97 % bleibt die Suche nach alternativen Treibstoffen trotz sinkender Ölpreise wichtig.

"Staatliche Investitionen im Umweltbereich und speziell in alternative Energien werden ein wichtiger Motor für die wirtschaftliche Erneuerung des Landes unter Obamas Präsidentschaft sein. Gleichzeitig wird die fortschreitende Industrialisierung der Schwellenländer den Bedarf nach Umwelttechnologien antreiben. Das hat sich trotz des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds nicht geändert", die Fondsmanagerin des Allianz-dit Global Eco Trend Fonds Bozena Jankowska, die auch Leiterin des Nachhaltigkeits-Research ist.
 
DJE Real Estate verlängert Rücknahmestopp 31.1.09
 Für den Immobilien-Dachfonds DJE Real Estate (LU0188853955) wird die Rücknahme der Anteilsscheine für neun weitere Monate ausgesetzt. Das teilte die KAG mit. Die Anteile wurden im Oktober zunächst für eine Dauer von drei Monaten nicht zurückgenommen. Anlass für die Rücknahmenaussetzung war den Angaben zufolge damals "der massive Abfluss von Anlegergeldern".
"Diese Entscheidung geschieht im Interesse der Anleger, die Anteile am DJE Real Estate halten. Irrationale Abflüsse aus dem Fonds würden zu Liquidationen von Positionen zwingen, die die Wertentwicklung des Fonds ungünstig beeinflussen", erläutert DJE-Investment-Geschäftsführer Ulrich Kaffarnik. Die Werthaltigkeit des Fondsvermögens des DJE Real Estate ist weiterhin gewährleistet. Den Angaben zufolge ist der Fonds mit über mehr als 30 indirekten Immobilienanlagen in übe 500 Immobilien mit 4.000 Mietverträgen in 25 Ländern und fünf Sektoren investiert.
TMW Immobilien Weltfonds: Anteilsrücknahme bleibt ausgesetzt  20.1.09
 Auch beim TMW Immobilien Weltfonds bleibt die Anteilsrücknahme für bis zu weitere 9 Monate ausgesetzt.
Nach Angaben der Gesellschaft waren zwar erfreulicherweise weitere Mittelzuflüsse zu verzeichnen, die jedoch nicht ausreichend Liquidität ergeben haben. Investitionen in den Fonds sind weiterhin möglich.
TMW hat sich entschlossen, laufende Auszahlpläne weiterhin zu bedienen, allerdings nicht aus dem Fondsvermögen, sondern aus dem Vermögen der KAG.
Auch Immobilienfonds von Morgan Stanley bleibt länger zu  20.1.09
 Nachdem Credit Suisse am Freitag bekannt gab, die Rücknahme von Anteile ihres Immobilienfonds CS Euroreal (WKN 980500) erst in bis zu neun Monaten wieder zu starten, legt Morgan Stanley Real Estate Investment nun nach. Wie Morgan Stanley jetzt meldete, kann der Fonds P2 Value (WKN A0F6G8) noch maximal weitere zwölf Monate nicht zurückgegeben werden.
Als Grund nennt das Fondsmanagement die schwierige Lage auf den Finanz- und Immobilienmärkten. Diese würde, nach Ansicht des Managements, eine Veräußerung vorhandener Immobilienbestände unwirtschaftlich machen, da zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine fairen Verkaufserlöse erzielbar seien.
CS Euroreal bleibt geschlossen  16.01.09
 

Der offene Immobilienfonds CS Euroreal bleibt weiterhin geschlossen. Bis zu neun Monate soll es dauern, bis der Fonds mit der Rücknahme seiner Anteile beginnt. Man strebe jedoch eine deutlich frühere Öffnung an, sobald die hierzu notwendige Liquidität vorhanden ist, gab der Anbieter Credit Suisse Asset Management (CSAM) bekannt.  Seit dem Rücknahmestopp seiner Anteile konnte der 6,5 Milliarden Euro schwere Fonds Mittelzuflüsse in Höhe von 221,6 Millionen Euro verzeichnen. Zwischen dem 30. Oktober 2008 und dem 9. Januar 2009 hat die Performance des Fonds abzüglich der Ausschüttung vom 8. Dezember um ein Prozent zugelegt. Damit sei die Einjahresperformance des CS Euroreal zum 31. Dezember 2008 leicht auf 5 Prozent gestiegen.
Von den zwölf offenen Immobilienfonds, die zwischen Oktober und Dezember 2008 die Rücknahme ihrer Anteilscheine aussetzten , hat CS Euroreal als erster Anbieter eine Aussage über den voraussichtlichen Zeitraum der Schließung getroffen. Von den elf anderen Anbietern liegen derzeit keine Angaben bezüglich der Öffnung ihrer Fonds vor.

 
BVI: Stabilität bei Offenen Immobilienfonds durch lange Mietvertragslaufzeiten 12.01.09
 Offene Immobilienfonds können auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit stetigen Einnahmen rechnen.
Das meldet der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) mit Blick auf die langen Restlaufzeiten der Mietverträge der im Fonds befindlichen Immobilien. Mehr als die Hälfte der Mietverträge läuft nach BVI-Angaben erst nach dem 1. Januar 2013 aus, knapp 20 % sogar erst nach dem 1. Januar 2018. Lediglich 8,9 % der Mietverträge stünden im Jahr 2009 zur Verlängerung an. Dies zeige eine Auswertung des BVI vom 30. September 2008 bei seinen Mitgliedern.
Da die Mietverträge gewerblicher Objekte in der Regel an einen Lebenshaltungsindex gekoppelt sind, wird durch die Bindung an die Preisentwicklung auch ein Inflationsschutz erzielt, heißt es weiter. Die Fondsmanager der Offenen Immobilienfonds haben laut Erhebung in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 377 Objekte ge- oder verkauft. Das Transaktionsvolumen belief sich dabei auf 15,8 Mrd. Euro bei den Käufen (Ausland: 12,1 Mrd. Euro; Inland: 3,7 Mrd. Euro) und 2,0 Mrd. Euro bei den Verkäufen (Inland: 729 Mio. Euro; Ausland: 1,3 Mrd. Euro). Von den 91 Verkäufen von Immobilien entfallen 25 auf das dritte Quartal 2008.
Zwei Drittel der Immobilien sind jünger als zehn Jahre, heißt es weiter. Der hohe Anteil an jungen Fondsobjekten wirkt sich dem BVI zufolge günstig auf die Wertentwicklung Offener Immobilienfonds aus, da bei neueren Immobilien der Erhaltungsaufwand entsprechend niedriger ausfällt. Bei den Nutzungsarten der Liegenschaften in Offenen Immobilienfonds liegt der Schwerpunkt mit einem Anteil von 66,1 % nach wie vor bei Büroimmobilien. Handel/Gastronomie erreichen 18,5 %. Hotel, Industrie und sonstige Nutzungsarten liegen zusammen bei 15,4 %.
Diverse Marktkommentare im Überblick: Erholung mittelfristig in Sicht  12.01.09
 2009 wird kein einfaches Jahr für die Investmentbranche werden. Darin sind sich die Analysten verschiedener Marktausblicke durchwegs einig. Trotzdem sehen zum Beispiel die Strategen von ING Investment Management, Allianz Global Investors und JP Morgan durchaus Chancen auf dem Aktienmarkt. Vor allem ab Jahresmitte sei mit Kurserholungen zu rechnen. Die ersten Hoffnungsschimmer aus den Marktbewegungen im Dezember, wertet Ad van Tiggelen, Senior Strategist bei ING Investment Management, in seiner Januar-Kolumne noch nicht als klare Trendwende. Die Erholungen bei Aktien- und Staatsanleihemärkten sei "lediglich eine Aufwärtskorrektur innerhalb des Bärenmarktes". Bei übergroßer Vorsicht der Anleger komme es zu heftigen aber kurzlebigen Kurssprüngen an den Märkten, sobald sich der Abwärtstrend verlangsamt. Jedoch bestehe derzeit noch "kein Grund, den Bärenmarkt-Rallys hinterherzulaufen", so van Tiggelen. Mittlerweile sei "der Bärenmarkt in einer Reifephase eingetreten und neigt daher zu stärkerer Volatilität."
Trotzdem rät van Tiggelen, vor allem bei Marktkorrekturen im Laufe des Jahres Risikokomponenten sukzessive auszubauen: "Selbstverständlich sollte man dennoch an einem Kernbestand an Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Aktien mit hohen Dividendenausschüttungen festhalten. Im weiteren Verlauf des Jahres können dann risikoreichere Aktientitel beigemischt werden, wenn zyklische Konsumgüteraktien sowie Rohstoffaktien erst einmal wieder attraktiver sind als Finanz- oder Industriewerte."
Von langfristigen Renditechancen im Jahr 2009 ist auch Dennis Nacken, Kapitalmarktanalyst bei Allianz Global Investors, überzeugt. Die aufgelegten Konjunkturprogramme in den USA, Deutschland, China und innerhalb der Europäischen Union würden zusammen mit der entschlossenen "Fiskal- und Geldpolitik dazu führen, dass das für die Realwirtschaft wichtige "Schmiermittel" Geld wieder in ausreichender Menge fließen wird". Trotzdem dürfte vor allem der Jahresbeginn von den Auswirkungen der Finanzkrise, schwachen Konjunkturdaten ebenso geprägt sein, wie von der Risikoaversion der Anleger mit Blick auf die bevorstehende Berichtssaison. Wenn die Unternehmen im Januar ihre Gewinne rückblicken auf die Nachfrageflaute im vierten Quartal 2008 veröffentlichen, könnte dies zu einem neuen Belastungstest für die Märkte werden. "Allerdings bestehen Hoffnungen, dass die Märkte den Belastungen standhalten können", kommentiert Nacken. Die Konjunktur- und Gewinnerwartungen der Marktteilnehmer seien bereits sehr pessimistisch, die Bewertungen im historischen Vergleich niedrig und die Kassenbestände von Investoren schon relativ hoch. Vor diesem Hintergrund erwartet Nacken auch interessante Renditechancen für langfristig orientierte Investoren in diesem schwierigen Umfeld. Diese Botschaft scheint auch bei Privatanlegern bereits angekommen zu sein. Im aktuellen Investmentbarometer stellt J.P.
Morgan Asset Management nicht nur den "niedrigsten Optimismus-Wert, den wir jemals gemessen haben" fest, sondern zugleich auch eine deutlich niedrigere Quote pessimistisch gestimmter Anleger zu Jahresende als noch im Oktober 2008. "Stattdessen wuchs die Gruppe derjenigen an, die keine Stellung zur weiteren Börsenentwicklung beziehen wollten", so im Bericht weiter.
31,4 % der im Rahmen der monatlichen J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Studie Befragten Anleger weisen eine abwartende Haltung auf. Dies könnte eine Reaktion auf die derzeit hohe Volatilität an den Aktienmärkten sein. Die Experten von J.P. Morgan Asset Management prognostizieren gleichzeitig, "dass die Anleger auch 2009 mit einem hohen Volatilitätsniveau rechnen sollten". Allerdings könnte die "massive geldpolitische Lockerung Wegbereiter für die nächste Phase niedrigerer Volatilität an den Aktienmärkten sein, nachdem sich auf der US-Renditekurve der Abstand zwischen den zwei- und zehnjährigen Renditen von minus 20 Basispunkten im November 2006 auf plus 260 Basispunkte Mitte November 2008 ausgeweitet hat. Zum Jahreswechsel hatte sich der Abstand wieder auf rund 130 Basispunkte verringert." Die Analysten rechnen daher schon mittelfristig mit rückläufiger Volatilität.
BVI: Neue Informationsbroschüre erhältlich 7.1.09
 Nach einer aktuellen Befragung von Fondsanlegern durch das Marktforschungsinstitut GfK sind Kostentransparenz und Insolvenzschutz von Investmentfonds aus Sicht der Kunden die wichtigsten Produktvorteile. Diese und weitere Argumente für Investmentfonds hat der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) in einer neuen Informationsbroschüre Sieben gute Gründe, warum Investmentfonds in jedes Depot gehören zusammengetragen. Der Flyer kann im BVI-Bestellcenter unter www.bvi.de kostenfrei angefordert werden.

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